Die ACM sollte eine größere Reichweite, eine höhere Genauigkeit, einen geringeren Radarquerschnitt (RCS) und geringere IR-Signaturen als ihr Vorgänger besitzen. Dabei sollte der Flugkörper moderner boden- und luftgestützter Flugabwehr ausweichen, um dann im Endanflug schwer verteidigte und befestigte Ziele tief innerhalb des Feindeslandes zu zerstören. Der Flugkörper hat einen runden Rupfquerschnitt und besitzt 26° nach vorne gepfeilte Tragflügel. Die horizontalen Tragflächen am Heck sind ebenfalls leicht nach vorne gepfeilt, das kleine senkrecht nach unten stehende Seitenleitwerk am Heck ist jedoch nach hinten gepfeilt. Die Vorwärtspfeilung dient vornehmlich der Reduktion der RCS beim Frontalanflug auf eine Radarstation. Die größte Reduktion der RCS wurde jedoch durch einen bündigen Lufteinlass des Triebwerks mit der Rumpfoberfläche erreicht. Dadurch lassen sich die extrem gut aufklärbaren rotierenden Verdichterstufen des Triebwerks verstecken und bieten keine Radarrückstrahlfläche mehr. Zur Reduzierung der IR-Abstrahlung besitzt der biberschwanzförmige Triebwerksauslass eine Kaltluft-Mischzone, um die Heißgasabstrahlungen des Triebwerks zu reduzieren. Die Geräuschemissionen ließen sich mit dieser Bauweise ebenfalls verringern. Die Seitenwände sind gerade und ohne irgendwelche Wölbungen oder Knicke konstruiert, um die seitliche RCS (im Vorbeiflug) zu verringern. Der komplette Flugkörper ist zusätzlich mit radarabsorbierendem Anstrich versehen und alle elektrischen Systeme sind auf eine geringe elektromagnetische Abstrahlung optimiert.
Angetrieben wird der Flugkörper von einem Williams F112-WR-100 Turbofan neuester Technologie, welcher erst eine Reichweite von 3.000 km ermöglicht. Die Lenkung erfolgt über ein Trägheitsnavigationssystem zusammen mit TERCOM (Terrain Contur Matching). TERCOM verwendet einen Radarhöhenmesser zur Kontrolle der Flughöhe und vergleicht ein vom Flugkörper vermessenes Bodenprofil in gewissen Abständen mit gespeicherten Bodenprofilen. Da TERCOM gestützte Lenkungen eine immense Logistik in Form von ständig aktualisierten Karten sowie ausgewiesenen Hindernissen auf dem Flugweg des Flugkörpers erfordern und das Trägheitsnavigationssystem bei langen Flugstrecken Ungenauigkeiten aufweist, ging man dazu über die Lenkung durch GPS-Systeme zu verbessern. Außerdem besitzt die ACM keine Endphasenlenkung, so dass auch hier der Einsatz eines GPS-Systems sinnvoll wäre. Man geht davon aus, dass die einsatzfähigen ACM mit solchen Systemen nachgerüstet werden. Die aktuelle Treffergenauigkeit einer ACM ohne GPS liegt zwischen 30 und 90 Metern.