Zelle
Der Rumpf der Ar 68 bestand aus einem konventionellen Stahlrohrahmen, dessen verschweißte Rohre über einen ovalen Querschnitt verfügten. Motor und Cockpit waren mit Blechen verkleidet, während das Heck stoffbespannt war. Auch das Leitwerk besaß in seiner T-Form mit den ausgeglichenen Höhen- und Seitenrudern einen gewöhnlichen Aufbau. Das Höhenruder war durchgehend, sprich es gab nicht links und rechts des Rumpfes ein einzelnes Ruder, sondern ein großes über die ganze Breite. Wie das Rumpfheck hatte das komplett aus Holz gebaute Leitwerk eine Stoffbespannung.
Flügel
Die Ar 68 war als Doppeldecker mit einem dreiteiligen Oberflügel und einem kleineren, zweiteiligen Unterflügel entworfen worden. Beide Flügel hatten ein Holzgerüst mit zwei tragenden Holmen und einer Stoffbespannung. Das Mittelstück des oberen Flügels saß mit zwei vor dem Cockpit angebrachten N-förmigen Streben auf dem Rumpf, während die äußeren Flügelhälften ebenfalls mit N-Streben verbunden waren. Die geteilten Schlitzklappen am oberen Flügel waren innen als Landeklappen und außen als Querruder ausgebildet. Der untere Flügel besaß dagegen nur Querruder.
Antrieb
Sowohl der Jumo 210 der E-Version als auch der BMW VI der Ar 68 F wirkten über eine hölzerne Zweiblatt-Starrluftschraube mit einem Durchmesser von 3,10 m. Auch wurden bei beiden Ausführungen 200 Liter Treibstoff und 27 Liter Schmierstoff mitgeführt. Die luftgekühlten Zwölfzylindermotoren waren mit einer stromlinienförmigen Verkleidung in der Rumpfspitze des Flugzeuges untergebracht. Während das 750 PS starke BMW-Triebwerk aber in \/-Form eingebaut wurde, saß der Jumo 210 in seiner hängenden Bauform gerade anders herum, in /\-Stellung auf der Motoraufhängung. Die fast 100 zusätzlichen PS des BMW VI verbesserten die Höchstgeschwindigkeit aber nicht, lediglich die Steigrate und Reichweite stieg an, während die maximal erreichbare Flughöhe sogar abnahm. Dies lag vor allem daran, dass er im Gegensatz zum Jumo 210 über keinen Höhenlader verfügte.