Für die Verwirklichung der BK 27, die nach dem Revolver-Prinzip arbeitet, galt es strenge Anforderungen der NATO-Luftstreitkräfte einzuhalten. Nur eine komplette Neuentwicklung konnte diesen Anforderungen gerecht werden wobei man besonders darauf achten musste, die Waffe möglichst klein zu halten. Zudem galt es, das Gewicht gering zu halten, die Geschwindigkeit des Projektils sollte möglichst hoch sein (1025 m/s) sowie die effektive Reichweite (>2,7 km) den heutigen Ansprüchen gerecht werden. Man entwickelte aus den Richtlinien eine der modernsten sich im Dienst befindenden Flugzeugkanonen der Gegenwart. Die gesamte Munitionspalette hat dieselben ballistischen Eigenschaften, das hat den Vorteil dass die Zielvorrichtung nur einmal justiert werden muss. Das Projektilgewicht von 260 g verleiht dem Geschoss eine hohe kinetische Energie, die voll an das Ziel weitergegeben werden kann. Der Aufschlagzünder funktioniert bis zu einem Aufschlagwinkel von 85 Grad (also eine fast flache Aufschlagfläche).
Die Lebensdauer beträgt mehr als 23.000 Schuss und damit das dreifache der NATO-Vorgaben. Zur Zeit sind etwa 2600 Kanonen im Einsatz mit 8,5 Mio. Stück hergestellter Munition. Die Munitionszuführung geschieht in einem geschlossenen System, die leeren Patronenhülsen werden in einem Behälter aufgefangen, wobei die Patronen vorher nicht verbunden werden müssen, was die Zeit für die Aufmunitionierung der Waffe um 60% verringert. Die Patronen müssen dazu nur in einen Behälter eingelegt werden.
Ein Vergleich mit der M61 "Vulcan" (6000 s/min) hat ergeben, dass die Projektilmasse, die die BK 27 (1700 s/min) innerhalb der ersten Sekunde verschießt, um fast ein Kilo höher liegt. (M61: ca. 6 kg; BK 27: ca. 7 kg). Viel längere Feuerstöße sind im Luftkampf auch eher unüblich.
Die BK 27 wird im Tornado, dem Alpha-Jet, dem JAS 39 Gripen und dem Eurofighter EF 2000 verwendet, teilweise außen in einem POD (UGP 27) angebracht. Zudem gibt es auch eine Vierlings-Version im Drakon Raketenabwehr-System mit spezieller finnenstabilisierter Munition