Bis Ende 1943 hatte die Rote Armee den deutschen die strategische Initiative abgerungen und begann eine Reihe an Offensiven. Neben den zahlreichen T-34 waren dabei auch in immer größer werdender Anzahl die schweren "Josef Stalin" Panzer beteiligt. Diese Panzer wurden auf Basis der KV-Serie entwickelt (auch KW, nach Marschall Klimenti Voroshilov). Der KV-1 war zwar über die Jahre immer wieder verbessert worden, doch der neue Panzer sollte bei gleichem Gewicht mehr Leistung und vor allem eine stärkere Panzerung bieten. IS-1Bereits im Frühjahr 1942 erhielt das Konstruktionsteam unter Ingenieur Kotin, das bereits den KV-1 entwickelt hatte, die Aufgabe einen Nachfolger zu entwerfen. Wie schon beim KV-1 orientierte man sich beim Fahrwerk an dem des T-100/SMK: Jede Seite hatte sechs kleine Laufrollen, die über Drehstäbe gefedert waren. Drei Stützrollen hielten die, für russische Panzer typisch, schlaff gespannte Kette. Die Wanne orientierte sich am KV-1 und hatte an der Front eine Panzerung von 120 mm. Im Herbst 1942 wurden die ersten drei Prototypen zur Erprobung übergeben. Sie hatten noch den aus dem T-34/85 und dem KV-85 bekannten Gussstahlturm von Petrov. Für die Serienfahrzeuge entwickelte Petrov aber einen neuen größeren Turm, der an der Front bis zu 120 mm stark gepanzert war und ein Heck-MG auf der linken Turmrückseite besaß. Auch war genug Platz für den Einbau einer stärkeren Kanone vorhanden. Die Serienfertigung begann schließlich im Dezember 42. Dieser anfangs auch als IS-85 (oder JS, steht für Josef Stalin) bezeichnete Panzer hatte eine an manchen Stellen um 50 mm stärkere Panzerung als der KV-85. Trotzdem wog er wegen der kompakten Bauweise und dem niedrigeren Fahrwerk mit einem Gefechtsgewicht von 44 t dreieinhalb Tonnen weniger als sein Vorgänger KV-1 mit 47,5 t, bzw. nur eine Tonne mehr als der KV-1S. Zwar sank wegen des niedrigen Fahrwerks die Kletterfähigkeit aber andererseits konnten die Aufbauten nun über die Ketten ragen und ließen einen größeren Turmdrehkranz zu. Dieser Panzer wurde in kleinen Stückzahlen (ca. 120 Stück) als IS-1 bis Januar 1944 gebaut. IS-2GeschichteMan merkte bald, dass die neue Konstruktion eine feuerstärkere Waffe aufnehmen konnte, und so kam es noch während dem Anlauf der IS-1 Produktion zu ersten Schusstests mit stärkeren Kanonen. Auch hatte man nun den T-34 mit dem KV-85 Turm versehen, so dass der mittlere Standardpanzer in der Version T-34/85 über die gleiche Kanone verfügte wie der schwere Panzer IS-1. Logischerweise ist es aber sinnvoll, den schweren Panzer auch mit einer stärkeren Hauptwaffe auszurüsten, als den schwächer gepanzerten, kleineren mittleren Panzer. Als Ersatz für die 85 mm Kanone D-5T Modell 1943 L/51,5 stand zu einen die neue 100 mm KwK D-10T (BS-3) zur Verfügung (Variante IS-100). Die Alternative dazu war die 122 mm Panzerkanone D-25T Modell 1943 L/43, die auf dem Marinegeschütz A-19 beruhte. Obwohl die D-10T auf 1.000 m 185 mm Panzerstahl durchschlagen konnte und die 122 mm Kanone nur 160 mm, entschied man sich für die D-25T. Die Gründe lagen vor allem in der Tatsache, dass für die 122 mm Kanone genug Munition vorhanden war und das Geschütz selbst auch in großen Stückzahlen produziert werden konnte. Darüber hinaus ließen sich mit der D-25T Sprenggranaten verschießen, die durch ihre Kraft feindlichen Panzern den Turm abreißen konnten. Der Panzer mit der 122 mm Kanone und dem entsprechend modifizierten Turm wurde unter dem Namen IS-122 entwickelt und ging Ende Oktober 1943 als IS-2 in die Produktion. Bereits bis zum Jahresende wurden über 100 Stück gefertigt und die ersten Exemplare erschienen Anfang 1944 auf dem Schlachtfeld. Die geplante Ausbringung von monatlich 250 Panzern des Typs IS-2 wurde im August 1944 erreicht. Seinen ersten Einsatz hatte der IS-2 bei der Schlacht um Korsun-Schewtschenkowski im Februar 1944.
Technik➲ Wanne und Turm Die Wanne des IS-2 setzt sich aus einzelnen Stahlblechen und Gussstahlteilen zusammen, die miteinander verschweißt sind. Am charakteristischsten ist dabei wohl die Wannenfront. An ihr kann man auch einfach die verschiedenen Versionen des IS-2 unterscheiden. Die frühe Version IS-2 Modell 1943 besaß wie der IS-1 noch eine angewinkelte Bugpartie mit einer Beobachtungsluke und den runden, U-förmigen Abschluss an der Oberkante der Wannenfront sowie die gewölbten Übergänge zur Wannenseite. Gerade die angewinkelte Bugpartie mit ihrer in einem Winkel von 60 % zur Horizontalen angeordnete Panzerung, die zudem aufgrund der Fahrersichtblende einen Durchbruch besaß, konnte aber von feindlichen Granaten durchschlagen werden. Diese Schwachstelle wurde beim IS-2 Modell 1944 durch eine neue glatte, abgeschrägte Frontpanzerung behoben. Die bisherige Bugpartie (eine Platte mit 70 mm/16° und die bereits beschriebene mit 120 mm/60°) wurde durch eine durchweg 120 mm dicke Panzerung unter einem Winkel von 30° ersetzt. Zudem wich die Beobachtungsluke für den Panzerfahrer einem Sehschlitz mit Winkelspiegel. Die dadurch verstärkte Wannenfront des IS-2 ging im Sommer 1944 in Produktion. Neben der bei UZTM ab Mai 1944 produzierten Gusstahlvariante wurde ab Juni auch eine geschweißte Ausführung der neuen Bugpartie hergestellt. Für die KwK 36 des Tigers war die neue Frontpanzerung unbezwingbar.
➲ Bewaffnung Die Hauptbewaffnung des IS-2 bestand, wie bereits bemerkt, aus der 122 mm Panzerkanone D-25T Modell 1943 L/43. Um die bei dieser großkalibrigen Waffe auftretenden starken Rückstoßkräfte zu minimieren, erhielt das Rohr eine aktive Zweikammermündungsbremse, die knapp zwei Drittel der Energie der Rückstoßes auffing, in dem sie die Pulvergase nach dem Austritt des Projektils teilweise umlenkte. Die zu Beginn verwendete T-förmige Mündungsbremse hatte sich während der Testphase als ungenügend erwiesen und wurde unter anderem bei Beschusstests auf einen erbeuteten Panther zerstört. Daraufhin verwendete man eine Zweikammermündungsbremse nach deutschem Vorbild, die später eine verbesserten Version wich. Ein Nachteil der Waffe war die langsame Feuergeschwindigkeit von nur zwei oder drei Schuss je Minute (zum Vergleich: die KwK 42 des Panther schaffte bis zu 8 Schuss/min). Sie resultierte vor allem aus den bei diesem großen Kaliber verwendeten Granaten mit getrennter Ladung. Der Kampfsatz des IS-2 umfasste je 28 Granaten und Kartuschen, was nicht besonders viel ist. Zum Einsatz kamen Splitter-Sprenggranaten (OF-471) und Panzergranaten mit ogivalem Kopfteil oder einer ballistischen Haube (NBR-471 bzw. BR-471), wobei die Mündungsgeschwindigkeit durchweg 781 m/s betrug. Mit dem Zielfernrohr TSCH-17 konnten Ziele bis auf eine Entfernung von 5.000 m angerichtet werden. Der maximale Erhöhungswinkel von +20° erlaubte auch den artilleristischen Einsatz auf Reichweiten bis zu 15 km mittels Erhöhungslibelle. Beim TSCH-17 handelte es sich um ein Teleskop-Scharnier-Zielfernrohr mit vierfacher Vergrößerung und einem Blickfeld von 15°. Es besaß drei verschiedene Skalen auf der Strichplatte: PGS (Splitter-Sprenggranate mit dritter Ladung), PGP (Splitter-Sprenggranate mit voller Ladung und Panzergranate) und DT (koaxiales Turm-MG). Die Sekundärbewaffnung umfasste drei 7,62 mm MG-DTM und ein 12,7 mm Fla-MG DShK. Die drei DTM waren wie folgt auf den Panzer verteilt: Mit der Kanone gekoppeltes, koaxiales Turm-MG, das wie oben erwähnt mit dem Zielfernrohr gerichtet werden konnte, MG in Kugelblende für den Kommandanten am Heck des Turms, ausgestattet mit einem Scharfschützen-Zielfernrohr PU, das eine Kampfentfernung bis 600 m zuließ, und ein starr in die Panzerwanne eingebautes Bug-MG, das vom Fahrer bedient und durch seine Lenkbewegungen des Panzers auch gerichtet wurde. Das gurtgespeiste, in Lafette befestigte Fla-MG befand sich auf der Kommandantenkuppel des Kampfpanzers oder in einer speziellen Halterung an der rechten Turmseite. Es wurde vom Kommandanten bedient und mittels Rahmenvisier (Erdziele) oder Reflexvisier K8-T (Luftziele) angerichtet. Die maximale Kampfentfernung betrug bei dieser Waffe 3.500 m auf Erdziele und 1.600 m auf Luftziele.
➲ Antrieb Wie auch beim T-34 kam beim IS-2 der erste speziell für Panzerfahrzeuge entwickelte Dieselmotor, der W-2 zum Einsatz. Er besaß im Gegensatz zum W-2-34 des T-34 aber einige Verbesserungen wie eine modifizierte Aufhängung oder einen Schwungkraftanlasser. Beim W-2 handelte es sich um einen Viertakt-Zwölfzylinder-V-Dieselmotor mit einer Zylinderblockstellung von 60°. Das zweiteilige Kurbelgehäuse bestand aus einer Aluminiumgusslegierung, am Oberteil waren die Zylinderblöcke angeflanscht, der Unterteil diente als Ölsammler (Trockensumpfschmierung). Die Anbauaggregate, wie zum Beispiel die Kraftstoffförder- und die Einspritzpumpe, waren oftmals die gleichen wie beim T-34. Der Motor befand sich wie die gesamte Antriebsanlage im Heck der Wanne und war längs zur Fahrtrichtung eingebaut. Bei einer Drehzahl von 2.000 Umdrehungen/min leistete er 520 PS. Der Kraftstoff verteilte sich auf drei Behälter mit einem Volumen von 190, 245 und 85 Liter. Darüber hinaus befanden sich auf den Kettenabdeckungen am Heck auf jeder Seite zwei weitere Zusatzkraftstoffbehälter zu je 90 l (drei für Diesel, einer für Motoröl). Gestartet wurde der 12-Zylinder-Diesel entweder mit einem elektrischen Schwungkraftanlasser, der auch per Hand bedient werden konnte, oder einer Pressluftanlage. Besonderes Augenmerk wurde auf die Betriebssicherheit im Winter geworfen. So besaßen die beiden WT-5 Multizyklon-Luftfilter einen Vorwärmer für die angesaugte Luft. Außerdem war eine Wärmeanlage für den Kühlwasserkreislauf vorhanden, um bei abgestelltem Motor die benötigte Wassertemperatur aufrecht zu halten und ein Einfrieren des Kühlwasser zu vermeiden. Sie bestand aus zwei mit Heizkörpern versehen Wasserbehältern, in denen das Wasser vorgewärmt wurde, bevor es zum Motor gelang (Brennstoffvorrat der Heizkörper für maximal 12 Stunden Betriebsdauer dimensioniert). Die Kraftübertragung vom Motor zum Antriebsrad erfolgte über einen mehrstufigen Antriebsstrang: W-2 Motor - Mehrscheiben-Trockenkupplung - mechanisches Viergangwechselgetriebe mit Vorgelegewelle (acht Vorwärts- und zwei Rückwartsgänge) - je Antriebsrad ein zweistufiges Planetenlenkgetriebe (kuppelbar), das auf der Abtriebswelle des Wechselgetriebes lag - Summenbandbremsen - Seitenvorgelege. Die Seitenvorgelege waren als zweistufige Untersetzungsgetriebe mit einer Planetenstufe ausgelegt, und besaßen ein Untersetzungsverhältnis von 13:1 (T-34: 5,7:1), was bei kleinen Drehzahlen ein großes Drehmoment auf das Antriebsrad leitete, so dass mit dem gleichen Motor wie beim T-34 auch der IS-2 bewegt werden konnte. Die Antriebsräder befanden sich wie bei allen sowjetischen Panzern am Heck des Fahrzeugs. Im Gegensatz zum T-34 kam beim IS-2 jedoch ein Stützrollenlaufwerk zum Einsatz, das aus je einer 86-gliedrigen Gleiskette, einem gegossenen Antriebsrad mit zwei Zahnkränzen, 6 Laufrollen, dem Leitrad (identisch zu den Laufrollen, aus Stahlguss) und drei Stützrollen bestand. Zudem besaß der IS-2 eine Drehstabfederung - die Laufrollen waren mit ihren Schwingarmen auf zwölf Torsionsstäben aufgehängt.
➲ Elektrik Als Stromquelle verfügte der IS-2 über einen Gleichstromnebenschlussgenerator G-73 und zwei in Serie geschaltete Batterien, die folgende Verbraucher speisen:
12 Volt-Netz:-Zündspulen KP 4716, -Vorwärmanlage, -Bordsprechanlage TPU-4-BIS-F
24 Volt-Netz:-Elektromotor SA-189 des Schwungkraftanlasser, -Entlüftermotor MW-12, -elektrische Abfeuerung, -Turmschwenkwerkmotor MB-20-K Innen- und Außenbeleuchtung, -Signalhorn
Einsatz➲ Exporte Die tschechische Armee wurde Anfang 1945 von der Sowjetunion mit einigen schweren Kampfpanzern IS-2 ausgerüstet. Ebenfalls noch im Zweiten Weltkrieg erhielt Polen 71 IS-2, die auf zwei Regimenter aufgeteilt wurden. Davon waren am Ende des Krieges noch 26 Panzer übrig, von denen 21 an die Sowjetunion zurückgegeben wurden und die fünf restlichen beim 7. polnischen Panzerregiment Dienst taten. Darüber hinaus lieferte man China Anfang 1950 eine größere Anzahl an IS-2, von denen wohl auch einige im Koreakrieg zum Einsatz gekommen sein dürften. Auch gab China IS-2 an Vietnam weiter, wo sie im Indochinakrieg verwendet wurden. 1952 gingen dann auch IS-2 an die DDR. Weitere Nutzer des IS-2 waren Nordkorea und Kuba, die in den frühen 60er Jahren mit ihm ausgerüstet wurden. In der Roten Armee selbst war der verbesserte IS-2M noch bei Manövern Anfang der 80er Jahre im Einsatz, zu einem Zeitpunkt als die Nachfolger IS-3 und JS-4 längst nicht mehr genutzt wurden. Die offizielle Außerdienststellung erfolgte erst 1995.
➲ IS-2 bei der KVP und NVA Zum Zeitpunkt der Gründung der DDR im Oktober 1949 war man noch weit entfernt von den Strukturen der späteren Nationalen Volksarmee (NVA). Sämtliche in dieser Gründerzeit von der Sowjetunion überlassenen Panzerfahrzeuge unterstanden der "Hauptverwaltung für Ausbildung (HVA), die zum Innenministerium gehörte. Ihre Aufgabe bestand in der Aufstellung spezieller militärisch organisierter Polizeieinheiten. Erst 1952 erfolgte mit der Schaffung der Kasernierten Volkspolizei (KVP) die endgültige Trennung zwischen normalen Polizeieinheiten und den militärisch strukturierten Verbänden. Noch im selben Jahr erhielt die KVP ihre ersten schweren Kampfpanzer IS-2, wobei von anfangs 144 geplanten Fahrzeugen nur 47 von der Sowjetunion übergeben wurden. Die NVA behielt diese Panzer logischerweise bei ihrer Gründung 1956, weitere Fahrzeuge kamen aber nicht mehr hinzu. Jeweils 19 Panzer kamen in den Panzerdivisionen 7 und 9 zum Einsatz, die restlichen Fahrzeuge dienten zur Schulung. Allerdings war der schwere Kampfpanzer JS zu diesem Zeitpunkt bereits in die Jahre gekommen und auch die taktischen Anforderungen verlangten nach mittleren Kampfpanzern. Aber noch bis 1956 plante die DDR den IS-2 durch einen neuen schweren Panzer, vermutlich den sowjetischen T-10, zu ersetzen. Man ließ dieses Projekt aber letztendlich fallen und konzentrierte sich stattdessen auf mittlere Kampfpanzer, die eine schwere Bewaffnung mit einer hohen Mobilität verbanden. Ab 1958 wurde der IS-2 deshalb bei den Panzerverbänden der NVA ausgemustert und teilweise für Sprengversuche oder als Ziel auf Schiessplätzen verwendet.
IS-3War der IS-2 schon ein starker Panzer, so starteten im Sommer 1944 zwei neue Projekte für einen weiteren schweren Sowjetpanzer. Das erste Projekt zeichnete sich vor allem durch seinen neuartigen Turm aus. Petrov, der ja schon den gusseisernen Turm für den T-34/85 und IS-2 entworfen hatte, machte sich daran einen noch besseren Turm zu bauen. Dieser neue Turm hatte eine stärkere Panzerung als der alte des IS-2 und besaß eine runde geschossabweisende Kuppelform. Sie ist bis zum heutigen Zeitpunkt mit dem T-80 und seinen Abkömmlingen das Erkennungsmerkmal russischer Panzer geblieben. Der Turm war wieder mit der Panzerkanone 122 mm D-25T ausgerüstet und besaß eine bessere Aufteilung des Innenraums. Durch die neue Form konnte an der Front eine Panzerstärke von bis zu 250 mm erreicht werden. Die Weiterentwicklungen bis zum T-10➲ IS-4 Bereits 1944 begann die Entwicklung eines weiteren schweren Panzers der IS-Baureihe, dem IS-4. Der endgültige Prototyp wurde 1947 akzeptiert, die Serienproduktion war jedoch schon zuvor langsam hochgefahren worden. Man baute nur an die 250 Panzer, die hauptsächlich zu Einheiten im Osten der Sowjetunion gelangten. So endete die Fertigung des IS-4 schon im Jahre 1947, was vor allem auf die vielen Unzulänglichkeiten zurückzuführen ist, in deren Mittelpunkt die anfällige Kraftübertragung und die schlechte Manövrierbarkeit standen.
➲ IS-5 Diese Entwicklung hat ihren Ursprung ebenfalls im Jahre 1944. Obwohl es mehrere Varianten bezüglich Bewaffnung, Panzerung und Gestaltung gab, kam dieses Projekt nicht über ein paar Holzmodelle hinaus.
➲ IS-6 10 Jahre später, 1954, entstand der nächste Tank der IS-Serie. Das Fahrwerk und der Turm des IS-6, inklusive 122 mm Kanone, orientierten sich am IS-2. Zwei verschiedene Prototypen wurden gebaut: "Objekt 252" mit der mechanischen Kraftübertragung des IS-3 und "Objekt 253" mit einem elektromechanischen Antrieb. Allerdings hatten beide Versionen extreme Probleme mit der Zuverlässigkeit, der neuartige elektromechanisch Antrieb war vor allem mit den 51,5 t Gewicht des IS-6 überfordert.
➲ IS-7 Schon 1945 entstand unter dem Einfluss der Panzerentwicklung während des Zweiten Weltkriegs die erste Version des IS-7, von der aber nur ein 1:1-Modell aus Holz gebaut wurde. 1946 begann man unter der selben Projektnummer 260 eine neue Ausführung zu konstruieren und bereits Ende des Jahres konnten die ersten Prototypen erfolgreich getestet werden.
➲ IS-8/9 Um der Tendenz zu immer höheren Gefechtsgewichten bei den schweren Panzern entgegenzuwirken, erschien 1948 ein Entwicklungsauftrag für einen neuen schweren Sowjet-Panzer, der weniger als 50 t wiegen sollte. Dies führte zum Projekt 730, das später als IS-8 bezeichnet wurde. Die Erprobung der Vorserienmodelle brachte jedoch eine Vielzahl an Defiziten zu Tage, so dass eine Überarbeitung notwendig wurde. Es entstand letztendlich ein neuer Panzer, der IS-9, beziehungsweise später der IS-10. Nach dem Tode Stalins Anfang 1953 wurde auch die Bezeichnung der schweren Panzer nach ihm aufgegeben. Der neue schwere Kampfpanzer, der bis 1993 in Dienst bleiben sollte, ging letztendlich als T-10 in Dienst.
Panzerung
Die russischen Panzer des Zweiten Weltkriegs auf www.panzerlexikon.de Text by UncleK. Letztes Update: 24. December 2010 |