Bergepanzer 4KH7FA-SB GreifDer Bergepanzer Greif stellt wie der Pionierpanzer einen Abkömmling der österreichischen Panzerfamilie dar. Seine Ausrüstung und deren Leistungen sind für das Bergen bzw. die Instandsetzung im Feld von Kürassier und Saurer Schützenpanzer konzipiert. Der Prototyp mit der Bezeichnung 4kH6FA-B war noch mit dem schwächeren Motor ausgestattet. Die Serienfahrzeuge erhielten jedoch den 320PS 7FA Motor. Die Panzerung besteht wie beim Kürassier aus geschweißten Stahlplatten. Der Besatzungsraum ist nur von der linken Seite und von oben zugänglich. Auf der Ladefläche kann ein 7FA Motor mitgeführt werden. Mittlerweile wurde auch der Bergepanzer einer Umrüstung unterzogen. Daraus resultieren Kettenschürzen ähnlich des Kürassiers und bessere Leistungen der Winde, welche jetzt eine Zugkraft von 200 kN aufweist. Im Bereich des Antriebs und des Getriebes wurden ebenfalls Verbesserungen durchgeführt, indem ein Automatikgetriebe und Feuerlöschanlagen für den Motor und Windenraum eingebaut wurden. Der Bergekran kann nun auch ferngesteuert betrieben werden. Im Bereich der Bewaffnung kann entweder ein M2 oder ein MG 74 Maschinengewehr mitgeführt werden. Pionierpanzer 4KH7FA-PiDer Pionierpanzer ist ähnlich dem Bergepanzer aufgebaut, auch hier ist der Zugang ins Innere des Panzers nur von der linken Fahrzeugseite möglich. Zu seiner Arbeitsausstattung gehören ein Tieflöffel, eine Winde, ein Erdbohrer mit 350 mm Durchmesser und ein Räumschild. Der 450 mm breite Tieflöffel besitzt einen horizontalen Schwenkbereich von 234° und ermöglicht es bis zu 2,20 m tiefe Gräben zu erstellen. Weiters besitzt der Tieflöffel eine Abbauhöhe von 4,40 m. Die Bewaffnung besteht aus einem M2 Maschinengewehr, welches am Dach lafettiert ist. Vier Nebelwerfer sind entgegengesetzt der Feuerrichtung des MG an der Drehringlafette montiert. Der Panzer besitzt eine Gesamtbreite von 2.500 mm, die Höchstbreite der österreichischen Straßenverkehrsordnung, allerdings müssen zuvor die 2 Endteile des Räumschildes eingeklappt werden. Zur Zeit werden heeresintern die vorhandenen Panzer auf die Version A1 umgerüstet. Die Umrüstung wird wohl einen ähnlichen Umfang haben wie beim Bergepanzers Greif.
Das Österreichische Bundesheer 2000 (ISBN 3-7059-0073-0)
Die Panzerfahrzeuge des österreichischen Bundesheeres 1918-1988 (ISBN 3-900310-51-3)
Österreichisches Bundesheer http://www.bmlv.gv.at/ Text by Verci. Letztes Update: 7. September 2007 |