Geschichte der USS New Jersey (BB-62)




Die New Jersey (BB-62) lief am 7. Dezember 1942 in Philadelphia vom Stapel. Die Taufe wurde vorgenommen von Mrs. Charles Edison, der Ehefrau des Gouverneurs von New Jersey. Am 23. Mai 1943 wurde das Schlachtschiff unter dem Kommando von Kapitän Carl F. Holden offiziell in Dienst gestellt. Im Westatlantik und der Karibischen See wurde die Crew in ihren Dienst eingewiesen und gedrillt. Am 7. Januar 1944 durchfuhr die New Jersey den Panamakanal um nun an den Kämpfen teilzunehmen und am 22. Januar schloss sie auf zur 5. Flotte und wurde drei Tage später in die Task Force 58.2 integriert. Diese Gruppe unternahm dann einen Einsatz gegen die Marshallinseln. Die New Jersey übernahm die Bewachung der Flugzeugträger, während sich deren Maschinen im Zeitraum vom 29. Januar bis zum 2. Februar 1944, im Einsatz gegen Kwajalein und Eniwetok befanden. Ebenso wurde am 31.1 die Anlandung der Invasionstruppen vorbereitet und unterstützt. Die Rolle der New Jersey als Flaggschiff begann am 4. Februar in Majuro Lagoon, als Admiral Raymond A. Spruance, der Oberbefehlshaber der 5. Flotte, seine Flagge an Bord des Schiffs hisste. Ihr erster Einsatz als Flaggschiff war ein zweitägiges Gefecht ihrer Gruppe gegen die noch unbehelligte japanische Flottenbasis in Truk auf den Karolineninseln. Dieser Schlag war eine koordinierte Aktion mit den Einsätzen gegen Kwajalein und eine effektive Maßnahme gegen die japanischen Seestreitkräfte im Gebiet der Marshallinseln. Am 17. und 18. Februar entdeckte die Kampfgruppe zahlreiche, feindliche Kräfte, darunter zwei leichte Kreuzer, vier Zerstörer, drei Hilfskreuzer, zwei U-Boot Versorgungsschiffe, zwei U-Boot Jäger, ein bewaffnetes Versorgungsschiff, eine Fähre und 23 andere Hilfskräfte sowie weitere kleinere Einheiten. Die New Jersey versenkte die Fähre, und zusammen mit anderen Schiffen den Zerstörer Maikaze, ebenso nahm sie ein feindliches Flugzeug unter Beschuss welches ihren Verband angriff. Die Gruppe kehrte dann am 19. Februar von ihren Einsätzen auf den Marschall Inseln zurück. 
Zwischen dem 17. März und dem 10. April eskortierte die New Jersey Admiral Marc A. Mitscher’s Flaggschiff, die USS Lexington (CV-16) während eines kombinierten Luft-Seeschlages gegen Mille. Dann kehrte sie zurück zur Kampfgruppe 58.2 um den Seeverkehr in den Palaus zu stören und Woleai unter Beschuss zu nehmen. Nach ihrer Rückkehr nach Majuro verlegte Admiral Spruance seine Flagge auf den Kreuzer USS Indianapolis (CA-35). Der nächste Einsatz der New Jersey begann am 13. April und endete am 4. Mai 1944. Sie eskortierte dabei die Träger während der Invasion von Aitape, Tanahmerah Bay und Humboldt Bay auf Neuguinea am 22. April. Danach beschoss sie vom 29. bis zum 30. April Marine- und Nachschubeinrichtungen auf Truk. Der Verband der New Jersey schoss dabei zwei feindliche Torpedobomber ab. Ihre 16 inch Granaten schlugen am 1. Mai auf Ponape ein und zerstörten Treibstofftanks, beschädigten Flugplätze und ein Hauptquartier. Zur Unterstützung der Invasion der Marianen-Inselgruppe wurde die New Jersey am 6. Juni in die Sicherungskampfgruppe von Admiral Mitscher eingegliedert. Am 12. Juni, dem zweiten Tag der Luftangriffsphase vor der Invasion, schoss die New Jersey einen japanischen Torpedobomber ab. An den darauffolgenden Tagen bombardierte sie mit ihren schweren Geschützen Saipan und Tinian. Ihre Granaten durchpflügten die Strände an denen die US-Marineinfanterie dann am 15. Juni landeten. Die japanische Antwort war der Befehl an die noch verblieben Flottenverbände, die Invasionstruppen der Amerikaner anzugreifen und ins Meer zurück zu treiben. 
Amerikanische U-Boote entdeckten dann die japanische Flotte in der Philippinensee und Admiral Spruance vereinigte seine Flotte mit der von Admiral Mitscher um dem Feind gemeinsam zu begegnen.  Die New Jersey nahm am 19. Juni 1944 ihre Position außerhalb ihrer Trägergruppe ein, um diese schützen zu können. Dann begann die Schlacht der Trägerflugzeuge in der Philippinensee. Die nächsten beiden Tage wurden zum Debakel für die japanischen Trägerpiloten, was man in dem bezeichnenden Namen „Marianen-Truthahnschiessen“ heraus hören kann. Die Japaner verloren etwa 400 Flugzeuge. Der Verlust der letzen gut ausgebildeten Piloten und der Maschinen wurde noch durch den Verlust von drei japanischen Trägern verschlimmert. Diese wurden von U-Booten und Flugzeugen versenkt, ebenso beschädigten sie zwei weitere Träger und ein Schlachtschiff. Spätestens jetzt waren die Japaner ihrer operativen Möglichkeiten beraubt. Das Flugabwehrfeuer der New Jersey und der anderen Schiffe war schier undurchdringlich und nur zwei amerikanische Schiffe wurden geringfügig beschädigt. Da man außerdem nur 17 Flugzeuge verlor, kann man zurecht von einem überwältigen Sieg der Amerikaner sprechen. Der letzte Einsatz der New Jersey während des Angriffs auf die Marianen beinhaltete die Bombardierung vom Guam und den Palauinseln. Anschließend fuhr sie nach Pearl Harbor und kam dort am 9. August an. Am 24. wurde sie das Flaggschiff von Admiral William F. Halsey dem Befehlshaber der 3. US-Flotte. Am 30. August verließ sie Pearl Harbor wieder, um für die nächsten acht Monate in Ulithi zu verweilen. Diese Phase des Pazifikkrieges war geprägt von Kämpfen um die Philippinen, Okinawa und Taiwan. Immer wieder wurden Luftangriffe gegen Flugplätze, Marinebasen und Invasionsabschnitte durchgeführt. Die New Jersey übernahm dabei den lebensnotwendigen Schutz der Träger gegen Luftangriffe oder Seestreitkräfte des Gegners. Es folgten Einsätze gegen die Visayas und die südlichen Philippinen, dann Manila und Cavite, Panay, Negros, Leyte und Cebu. In den ersten Tagen des Oktober begannen schließlich die Kämpfe um Leyte. Als vorbereitende Maßnahmen wurden vorher die Flugplätze auf Okinawa und Formosa angegriffen, bevor dann am 20. Oktober 1944 die eigentliche Invasion gegen Leyte erfolgte. Die Invasion gegen diesen letzen großen Stützpunkt der Kaiserlich Japanischen Marine traf hier auf hoffnungslosen, an Selbstmord grenzenden, verzweifelten Widerstand. Der Plan zur Verteidigung sah beispielsweise den Angriff mit schweren Angriffsträgern vor, die allerdings keine Flugzeuge an Bord hatten. Damit wollte man die amerikanischen Schlachtschiffe, Kreuzer und Träger von Admiral Halsey vertreiben! Der japanischen Heimatflotte wurde dann befohlen über die Strasse von San Bernadino in den Golf von Leyte einzudringen. Damit begann die Schlacht im Golf von Leyte. Die amerikanischen Trägerflugzeuge trafen die Süd- und die Heimatflotte der Japaner schwer und versenkten am 23. Oktober ein japanisches Schlachtschiff. Am nächsten Tag lief Halsey’s Flotte nach Norden, nachdem eine kleine Gruppe amerikanischer Schiffe, die als Lockvogel fungiert hatte, den Gegner entdeckte. Die Trägerflugzeuge stiegen auf und versenkten vier japanische Träger und einen Kreuzer. Derweil fuhr die New Jersey mit voller Kraft nach Süden um der dort entstehende Bedrohung durch die japanische Heimatflotte zu begegnen. Diese zog es jedoch vor sich zurück zu ziehen als die New Jersey in Sichtweite kam. 
Die New Jersey traf am 27. Oktober 1944 wieder mit ihren schnellen Trägern zusammen, um diese zu ihren Einsätzen gegen Zentral- und Südluzon zu begleiten. Zehn Tage später attackierten die ersten Kamikazepiloten den Schiffsverband. Das Flugabwehrfeuer von den Schiffskanonen und der patrouillierenden Abfangjäger war völlig verworren und die New Jersey schoss ein feindliches Flugzeug ab. Die Maschine wurde jedoch von ihrem Piloten noch in die Aufbauten des US-Trägers USS Intrepid (CV-11) gelenkt und detonierte zwischen den Flak-Geschützen. Durch das Wirrwarr an Flugabwehrfeuer beschossen die Kanoniere der Intrepid versehentlich die New Jersey und drei Besatzungsmitglieder wurden verletzt. Bei einem ähnlichen Gefecht am 25. November wurden drei japanische Flugzeuge von dem kombinierten Geschützfeuer abgeschossen. Brennende Teile von einem davon fielen auf das Deck der USS Hancock (CV-19). Die Intrepid wurde ebenfalls wieder angegriffen und konnte einen Selbstmordpiloten abschießen, wurde aber von einem anderen getroffen. Diese Maschine war von den Kanonieren der New Jersey getroffen und traf teilweise die Intrepid. Die New Jersey schoss noch ein Flugzeug ab, das im Begriff war sich auf die USS Cabot (CVL-28) zu stürzen. Im Dezember fuhr die New Jersey zusammen mit der USS Lexington (CV-16) und deren Kampfgruppe zu einem Einsatz gegen Luzon. Vom 14. bis 16. Dezember gerieten sie in einen Taifun in dem drei Zerstörer versanken. Geschicktes Manövrieren brachte das Schlachtschiff unbeschädigt aus dem Sturm heraus. Die New Jersey fuhr dann zurück nach Ulithi und wurde am Weihnachtstag von Flottenadmiral Chester W. Nimitz besucht. 
Vom 30. Dezember bis zum 25. Januar 1945 begab sich die New Jersey auf ihre letzte Reise als Flaggschiff von Admiral Halsey.  Sie begleitete die Träger bei deren Einsätze gegen Formosa, Okinawa und Luzon, an der Küste von Indochina, Hongkong, Swatow am Amoy und dann erneut gegen Formosa und Okinawa. Am 27. Januar verließ Admiral Halsey die New Jersey, doch schon zwei Tage später kam Konteradmiral Oscar Badget, der Befehlshaber der 7. Schlachtschiffflotte, an Bord. Zur Unterstützung der Einnahme von Iwo Jima geleitete die New Jersey vom 19. bis zum 21. den Verband der USS Essex (CV-9) zu seinen Einsätzen gegen die Insel. Einen ähnlichen Einsatz unternahm sie am 25. Februar während des ersten großen Trägereinsatzes gegen Tokio. Bei diesen Angriffen ging es hauptsächlich um die Ausschaltung der Flugzeugproduktion. Während der nächsten beiden Tage wurde auch noch Okinawa angegriffen. Die New Jersey war vom 14. März bis zum 16. April in die Operationen gegen Okinawa beteiligt. Während die Träger ihre Luftschläge gegen Okinawa und die Hauptinsel Honshu flogen, bekämpfte die New Jersey die Kamikazepiloten und ihre Bordflugzeuge retteten abgeschossene Piloten. Drei Selbstmordattacken konnte sie durch Abschuss verhindern und an vielen weiteren war sie beteiligt. Am 24. März übernahm sie wieder ihre typische Aufgabe als Schlachtschiff, als sie die Landezonen am Strand mit ihren schweren Geschützen unter Feuer nahm um den Landungstruppen den Weg zu eben. Während der letzten Kriegsmonate wurde die New Jersey in der Puged Sound Marinewerft überholt. Sie verließ den Hafen am 4. Juli und lief über San Pedro, Pearl Harbor und Eniwetok nach Guam. Hier wurde sie wieder das Flaggschiff von Admiral Spruance. Sie lief in Manila und Okinawa ein und dann am 17. September in die Bucht von Tokio, wo sie als Flaggschiff für alle siegreichen Marinebefehlshaber fungierte. Sie wurde dann von ihrem Schwesterschiff Iowa (BB-61) abgelöst und nahm mit ca. 1.000 Mann an Bord Kurs Richtung Heimat und erreichte am 10. Februar San Francisco. Nach einigen Operationen an der Westküste und der üblichen Routineinspektion in Puget Sound, steuerte die New Jersey in den Atlantik, in ihre Heimat Bayonne. Dort feierte man am 23. Mai 1947 ihren vierten Geburtstag. Anwesend waren der Gouverneur Alfred E. Driscoll und dessen Vorgänger Walter E. Edge und andere Prominenz. 
Zwischen dem 7. Juni und dem 26. August nahm die New Jersey an einer Übungsfahrt im Nordatlantik teil, die erste seit Beginn des Zweiten Weltkriegs. Über 2.000 Kadetten der Marineakademie und NROTC Kadetten empfingen hier ihre ersten Lektionen in Sachen Nautik und Marinetechnik. Das Kommando hatte Admiral Richard L. Connoly, der Oberbefehlshaber für den östlichen Teil des Atlantiks und des Mittelmeers. Er ging am 23. Juni in Rosyth, Schottland von Bord. Am 2. Juli war die New Jersey der Mittelpunkt eines öffentlichen Empfangs in Oslo, wo König Haakon der VII. von Norwegen an Bord kam und die Crew besuchte. Am 18. Juli stach die New Jersey wieder in See und fuhr in karibischen Gewässer und im Westatlantik. Nach einem Besuch in New York als Flaggschiff von Konteradmiral Heber H. McLean, dem Befehlshaber der 1. Division, vom 12. bis 18. Oktober, wurde das Schiff in der New Yorker Marinewerft deaktiviert. Es wurde am 30. Juni 1948 in Bayonne außer Dienst gestellt und der New Yorker Abteilung der Atlantikreservegruppe zugeteilt.



Die New Jersey vor der Küste Koreas

Am 21. November 1950 wurde die New Jersey ebenfalls in Bayonne wieder in Dienst gestellt und unter das Kommando von Kapitän David M. Tyree gestellt. Bei Übungen in der Karibik wurde die Crew dann soweit gedrillt und ausgebildet, dass sie den Anforderungen im Krieg in Korea gewachsen war. Das Schlachtschiff verließ am 16. April 1951 den Hafen von Norfolk und erreichte via Japan die koreanische Ostküste am 17. Mai. Vizeadmiral Harold M. Martin, Kommandant der 7. Flotte, brachte seine Flagge für die nächsten sechs Monate an Bord. Die New Jersey eröffnete das Bombardement zum ersten Mal mit ihren schweren Geschützen am 20. Mai im Raum Wonsan. Während der nächsten beiden Einsätze wurde sie immer wieder zu solchen Artilleriebombardements herangezogen, als direkte Unterstützung der UN-Truppen oder als Vorbereitung für Bodeneinsätze, durch Beschuss der feindlichen Infrastruktur wie Nachschublinien, Nachrichtenverbindungen, militärischen Einrichtungen und Truppenkonzentrationen. Die New Jersey verschoss schwerste Granaten mit einer Reichweite, die weit über der von Landgeschützen lag, immer schnell im Stellungswechsel und unabhängig vom Frontverlauf nahm sie ein Ziel nach dem anderen unter Beschuss. Darüberhinaus schütze sie die Träger, für die sie immer auf Abruf war. Während dieses Einsatzes gegen Wonsan hatte sie auch ihre ersten Verluste zu beklagen. Ein Mann starb und zwei weitere wurden verletzt als eine Granate in den ersten Turm einschlug und ein weitere in der Nähe einer Ladeluke. Zwischen dem 23. und dem 2.7 Mai sowie am 30. Mai 1950 beschoss sie erneut Ziele in der Nähe von Yangyang und Kansong. Sie nahm Truppenansammlungen unter Feuer, brachte Brücken zum Einsturz und zerstörte drei Munitionsdepots. Luftaufnahmen zeigten die schweren Verwüstungen in Yangyang und zerstörte Eisenbahnlinien und Fahrzeuge in Kansong. Am 24. Mai verlor sie einen ihrer Helikopter, der auf einer Rettungsmission für einen abgestürzten Piloten wegen Treibstoffmangel abstürzte. Die Crew des Helikopters konnte sich jedoch retten und wurde später zurück zur New Jersey gebracht. Mit Admiral Arthur W. Radford, dem Oberbefehlshaber der Pazifikflotte, und Vizeadmiral C. Turner Joy, dem Befehlshaber der Fernostflotte, an Bord, bombardierte die New Jersey am 4. Juni Ziele in Wonsan. In Kansong nahmen ihre schweren Geschütze am 6. Juni ein feindliches Artillerieregiment und LKWs unter Beschuss. Aufklärer der 7. Flotte dokumentierten den Beschuss und leiteten das Feuer der New Jersey. Am 28. Juni wurde das Schiff vor Wonsan von feindlichen Artilleriegeschützen unter Beschuss genommen und es gab mehrere Naheinschläge. Das Schlachtschiff richtete seine Geschütze aus und beendete den feindlichen Beschuss indem es mehrere Artilleriestellungen zerstörte. 
Zwischen dem 4. und 12. Juli unterstützte die New Jersey die Offensive der UN-Truppen in der Gegend von Kansong und nahm feindliche Bautrupps und Reparatureinheiten unter Feuer. Als die 1. koreanische Division Feindkontakt hatte, konnten Artilleriebeobachter das Feuer der Geschütze direkt auf feindliche Mörserstellungen, Versorgungs- und Munitionslager und Truppenkonzentrationen dirigieren. Die New Jersey kam am 18. Juli zurück nach Wonsan und demonstrierte ihre perfekten Schießkünste. Sie schaffte es mit fünf Salven fünf feindliche Stellungen auszuschalten. Am 17. August lief sie erneut nach Kansong um dort den koreanischen Truppen zu Hilfe zu kommen. Sie lieferte vier Tage lang die Gefechtsfeldbeleuchtung bei Nacht und zerschlug feindliche Gegenangriffe bei Tag. Sie kehrte danach am 29. August an den Hauptbrennpunkt zurück und feuerte während einer amphibischen Operation auf den Gegner im Hinterland und verminderte so den Druck auf die landenden Koreaner. Am nächsten Tag begab sie sich in die Gegend von Chanjon zu einer weiteren Bombardierung. Einer ihrer Helikopter dokumentierte die Resultate dieser Aktion. Vier Gebäude wurde zerstört, Straßenverbindungen unterbrochen, Eisenbahnlinien und Einrichtungen zerstört, Kohleförderanlagen, zahlreiche Gebäude und Lagerhäuser in die Luft gejagt. Nach einem Zwischenstop am 23. September um verwundete Seeleute von der schwer beschädigten koreanischen Fregatte Apnok (PF-62) an Bord zu nehmen, war die New Jersey an der Offensive des 10. US-Corps beteiligt. Sie beleuchtete bei Nacht das Schlachtfeld und nahm am Tag die erkannten Ziele unter Beschuss. Durch das Feuer der schweren Waffen war der Feind in seinen Bewegungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Eine Brücke, ein Damm, mehrere Geschütz- und Mörserstellungen, Bunker und zwei Munitionsdepots wurden ausgeschaltet. Am 1 Oktober 1951, kamen General Omar Bradley, Vorsitzender der Konferenz, und General Matthew B. Ridgeway, Oberbefehlshaber für Fernost, an Bord um mit Admiral Martin über die Lage zu debattieren. 
Zwischen dem 1. und 6. Oktober war die New Jersey täglich in Kämpfe verwickelt. Feindliche Bunker und Nachschub waren die Hauptziele in Kansong. In Hamhung, Tanchon und Songjin waren es Eisenbahnverbindungen, Tunnel, Brücken, Ölraffinerien und Geschützstellungen. Die Gegend von Kojo war am 16. Oktober ihr Ziel, das sie zusammen mit der HMS Belfast unter Beschuss nahm. Die Piloten von der HMAS Sydney übernahmen die Luftaufklärung. Die Operation war hervorragend geplant und durchgeführt und dementsprechend waren die Ergebnisse. Die New Jersey nahm dann Kurs auf Nordkorea und beschoss vom 1. bis zum 6. November küstennahe Transportwege. Sie zerstörte dabei Brücken, Straßen und Schienen in der Nähe von Wonsan, Hungnam, Tanchon, Iowon, Songjin und Chongjin. Sie hinterließ rauchende Trümmer von vier zerstörten Brücken, ein weitere war schwer beschädigt, zwei wichtige Verkehrsknotenpunkte waren unterbrochen, sowie etliche Meter an Schienen zerstört. Mit weiteren Angriffen vom 11. bis 13. November gegen Kansong und dem in der Nähe gelegenen Chang-San-Got-Peninsula beendete die New Jersey ihre Tour. Als Flaggschiff wurde sie von der Wisconsin (BB-64) abgelöst. Sie fuhr über Yokosuka nach Hawaii, Long Beach und dann durch den Panamakanal und kehrte am 20. Dezember nach Norfolk zu einer sechsmonatigen Überholung zurück. Vom 19. Juli 1952 bis zum 5. September fuhr sie als Flaggschiff von Konteradmiral H.R. Thurber, dem Kommandanten des NROTC Seekadetten Manövers. Die Übungsfahrt verlief von Cherbourg über Lissabon in die Karibik. Danach fuhr sie zu ihrem zweiten Einsatz in Korea, der am 5. März 1953 in Norfolk begann. Die Marschroute verlief über den Panama Kanal, Long Beach und Hawaii. Die New Jersey erreichte Yokosuka am 5. April löste die Missouri (BB-63) als Flaggschiff von Vizeadmiral Joseph H. Clark, dem Kommandant der 7. Flotte, ab. Als erstes Ziel wurde Chongjin ausgewählt. Am 12. April schlugen ihre Granaten in ein Kommunikationsgebäude ein und zerstörten es zur Hälfte. Zwei Tage später empfing sie in Pusan den Präsidenten der koreanischen Republik, dessen Frau Gemahlin sowie den amerikanischen Botschafter Ellis O. Briggs. Am 16. April beschoss sie Küstenbatterien und Gebäude in Kojo. Auf Eisenbahnverbindungen und Tunnel in der Nähe von Hungnam hatte sie es am 18. April abgesehen und am 20. April beschoss sie Geschützstellungen um den Hafen von Wonsan. Sie brachte diese in fünf Gebieten zum schweigen bevor sie selbst einige Naheinschläge abbekam. Am 23. April wurde Songjin Ziel der Granaten. Die 16 inch Geschütze der New Jersey verbuchten sechs direkte Treffer gegen einen Eisenbahntunnel und zwei Eisenbahnbrücken. Am 1. Mai kam es dann zu einem Großangriff gegen Wonsan, als das Schlachtschiff zusammen mit Flugzeugen der 7. US-Flotte zum Einsatz kam. Sie zerstörte 11 gegnerische Landbatterien und vier Tage später den Hauptbeobachtungsposten auf der Insel Hodo Pando. Zwei Tage später waren Kalmagak und Wonsan ihre Ziele. 
Der zehnte Geburtstag des Schiffes, der 23. Mai 1953, wurde in Anwesenheit des koreanischen Präsidentenpaares und Generalleutnant Maxwell D. Taylor und weiteren Staatsgästen in Inchon gefeiert. Zwei Tage später war die New Jersey wieder im Einsatz, sie kehrte zurück zur Westküste und zerstörte dort die Hafenbefestigungsanlagen von Chinampo. Vom 27. bis zum 29. Mai geriet sie unter feindlichen Beschuss, konnte aber mit ihren 5 inch Geschützen das gegnerische Feuer ausschalten. Ihre 16 inch Geschütze zerstörten dann noch 5 Stellungen und 4 unterirdische Batterien. Am 7. Juni kehrte sie nach Kosong zurück um dort durch direktes Feuer den eigenen Truppen den Weg zu ebnen. Am 24. Juni folgte ein 24-stündiges Bombardement gegen Wonsan zur Bekämpfung von unterirdischen Geschützen. Die Resultate des Beschusses waren durchaus vorzeigbar. Mit 8 Volltreffern auf drei Gewölbe erzielte man starke Wirkung. Ein Gewölbe wurde zerstört und vier weitere verschüttet. Am nächsten Tag kehrte sie zurück nach Kosong und setze dort ihre Einsätze bis zum 10. Juli fort. Vom 11. bis zum 12. Juli exerzierte die New Jersey ihr schwerstes Bombardement gegen Konsan während ihres gesamten Koreaeinsatzes. Am ersten Tag gab es ein neunstündiges und am zweiten Tag ein siebenstündiges Dauerfeuer. Sie zerstörte damit Geschützstellung und Bunker auf Hondo Pando und dem Festland mit nachhaltigem Effekt. Alles in allem wurden 10 Geschütze zerstört, viele weitere beschädigt und zahlreiche Bunker und Tunnels ausgeschaltet. Am 13. Juli zerschlug sie Radarstellungen und Brücken bei Kojo und am 22. und 24. Juli folgte ein weiterer Einsatz an der Ostküste zur Unterstützung der südkoreanischen Truppen. Panzer und andere Waffen wurden dabei zerstört. Am Morgen des 25. Juli 1953 war die New Jersey in Reichweite des Hafens, der Eisenbahnanlagen, sowie der Kommunikationszentren von Hungnam. Sie beschoss Küstenbatterien, Brücken, Fabriken und Öltanks. Nachmittags fuhr sie nordwärts und nahm Eisenbahnlinien und Tunnel unter Feuer. Der Einsatz gegen Wonsan am nächsten Tag war dann der letzte im Koreakrieg. Hier zerstörte sie großkalibrige Geschütze, Bunker, Gewölbe und Schützengräben. Zwei Tage erreichte sie die Nachricht vom Waffenstillstand. Die Crew feierte ihn während eines siebentägigen Besuchs in Hongkong, wo sie seit dem 20. August ankerte. Eine Fahrt um Japan und Taiwan wurde zur Erinnerung ihres Einsatzes unternommen und endete in Punsan. Dort kam am 16. September der koreanische Präsident Rhee an Bord um der 7. Flotte seinen Dank auszusprechen. Am 14. Oktober wurde die New Jersey in Yokosuka von der USS Wisconsin abgelöst. Am nächsten Morgen stach die New Jersey Richtung Heimat in See und erreichte Norfolk am 14. November. Die nächsten beiden Jahre verbrachte das Schiff mit Übungs- und Ausbildungsfahrten für junge Seeleute. Abschließend gab es Manöver im Atlantik und der Karibik. Am 7. September 1955 verlies die New Jersey den Hafen von Norfolk, um an ihrer ersten Dienstfahrt mit der 6. US-Flotte im Mittelmeer teilzunehmen. Ihre Stationen waren dabei Gibraltar, Valencia, Cannes, Istanbul, Suda Bay und Barcelona. Sie kehrte am 7. Januar 156 nach Norfolk zurück um die Frühjahrsübungen abhalten zu können. Bis zum 14. Dezember 1956 nahm sie an Ausbildungs- und Trainingsfahrten teil, bevor sie in die New Yorker Schiffswerft kam. Dort wurde sie deaktiviert und am 21. August 1957 in Bayonne der Reserveflotte zugeteilt. 
Die dritte Karriere der New Jersey begann dann am 6. April 1968 als sie in der Philadelphia Marine Werft reaktiviert wurde. Das Kommando hatte Kapitän J. Edward Snyder. Ausgerüstet mit neuster Elektronik und einem Hubschrauberlandeplatz war sie das ideale Schiff für schwerstes Bombardement. Ihre 16 inch Kanonen waren in der Lage Ziele in Vietnam zu beschiessen, die für normale Artillerie nicht erreichbar waren und zudem war der Einsatz wetterunabhängig und konnte im Gegensatz zu den abschießbaren US-Bombern nicht bekämpft werden. Die New Jersey, nun das einzige aktive Schlachtschiff der Welt, verlies Philadelphia am 16. Mai, machte kurz in Norfolk Station und durchquerte dann den Panamakanal. Danach lief sie am 11. September in ihren neuen Hafen in Long Beach, Kalifornien ein. Ein erstes Training in den Gewässern vor Südkalifornien folgte. Am 24. Juli wurden die 16 inch Granaten und die Treibladungen per Hubschrauber an Bord gebracht. Dies war das erste Mal, das ein großes Schlachtschiff auf hoher See von einen Helikopter mit Granaten versorgt wurde. Die New Jersey verließ Long Beach am 3. September, machte kurz Halt in Pearl Harbor und Subic Bay, bevor sie am 25. September zu ihrem ersten Einsatz an die Küste von Vietnam verlegt wurde. In der Nähe des 17. Breitengrads eröffnete sie zum ersten Mal wieder das Feuer auf einen Gegner. Sie beschoss dabei Stellungen der Kommunisten in der sog. entmilitarisierten Zone, ihre Granaten zerstörten zwei Geschützstellungen und zwei Versorgungsposten. Sie schoss am nächsten Tag wieder auf Ziele nördlich der entmilitarisierten Zone und rettete die Besatzung eines abgeschossenen Flugzeugs. 
In den nächsten sechs Monaten folgten weitere Bombardements und Feuerunterstützungseinsätze entlang der Küste von Vietnam. Diese Einsätze wurden nur unterbrochen zur Aufnahme von Brennstoff und Granaten. Während der ersten beiden Monate verschoss die New Jersey etwa 10.000 Granaten auf Ziele in Nordvietnam. Davon waren 3.000 16 inch Granaten. Nach ihrem ersten Einsatz in Vietnam lief sie am 3. April Richtung Japan. Sie erreichte Yokosuka und verweilte dort für zwei Tage, bevor sie am 9. April zurück in die Staaten fuhr. Diese Rückkehr muss hier jedoch noch etwas genauer erklärt werden. Am 15. April, als die New Jersey noch auf hoher See war, schoss die nordkoreanische Luftwaffe eine unbewaffnete EC-121 Constellation ab. Dieses elektronische Überwachungsflugzeug befand über der japanischen See und wurde dort von Jagdmaschinen abgeschossen. Keines der Crewmitglieder überlebte. Eine Flugzeugträgergruppe wurde danach sofort in diese Region verlegt und die New Jersey in Richtung Japan in Marsch gesetzt. Am 22. erreichte sie erneut den Hafen von Yokosuka und gesellte sich danach zügig zu den bereits in Stellung gegangenen Schiffen. Als sich die Krise beruhigte setzte sie ihre Reise wieder fort und ankerte am 5. Mai 1969 in Long Beach. Es war der erste Heimatbesuch seit acht Monaten. Während der Sommermonate bereitete sich die Crew auf ihren nächsten Einsatz vor. Aber am 22. August 1969 veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium eine Liste mit Schiffen, die deaktiviert werden sollten. An der Spitze stand der Name New Jersey. Fünf Tage später übergab Kapitän Synder das Kommando an Kapitän Robert C. Peniston. Im Bewusstsein ein Schiff zu kommandieren, das nur noch die Fahrt in die „Mottenkiste“ vor sich hatte, begab sich der Kommandant und die Crew am 6. September auf diese letzte, traurige Fahrt zur Puget Sound Marinewerft. Sie erreichten ihr Ziel am 8. September und man begann mit vorbereitenden Arbeiten zur Inaktivierung der New Jersey. Am 17. Dezember wurde das Schiff schließlich offiziell außer Dienst gestellt. Die Worte des zuletzt kommandierenden Offiziers waren: „Schlafe ruhig, aber nur leicht und höre den Ruf, falls wir deine Feuerkraft erneut benötigen um die Freiheit zu verteidigen!“ 
Am 28. Dezember 1982 wurde die New Jersey in Long Beach, Kalifornien dann wieder in Dienst gestellt. Sie wurde grundlegend modernisiert und aufgerüstet und bekam 16 Harpoon Antischiffsraketen mit 60 Meilen Reichweite, sowie 32 Tomahawk Marschflugkörper mit ca. 500 Meilen Reichweite. 1983 tobte im Libanon ein blutiger Bürgerkrieg und U.S. Marinestreitkräfte kreuzten vor der Küste um die Interessen ihres Landes zu verteidigen und Marinesoldaten gingen an Land.  Nachdem US-Schiffe angegriffen worden waren, feuerten am 19. September die USS Virginia (CGN-38) sowie die USS John Rogers (DD-983) 338  5 inch Granaten zur Unterstützung der libanesischen Armee bei der Verteidigung des strategisch wichtigen Dorfes Sug el Gharb in den Shouf Bergen östlich von Beirut. Dies war ein deutliches Zeichen in der US-Politik aber am 25. September wurde die New Jersey von ihrer Position vor Beirut abgezogen. Am 28. November beschloss die US-Regierung, dass die New Jersey nach Beirut zurückkehren solle und bereits am 14. Dezember feuerte das Schiff 11 Granaten aus ihren 16 inch Kanonen auf feindliche Stellungen in der Nähe von Beirut. Am 8. Februar 1984 verschoss die New Jersey erneut 300 Granaten auf syrische und drusische Stellungen im Bekkatal östlich von Beirut. Etwa 30 schwere Treffer erzielte man im syrischen Hauptquartier, der Oberbefehlshaber und etliche hohe Offiziere wurden getötet. Die allgemeinen Budgetkürzungen und die hohen Personalkosten der New Jersey sorgten dann für die endgültige Außerdienststellung des mächtigen Schlachtschiffes. Sie wurde zuerst am 8. Februar 1991 in der Marinebasis Long Beach, Kalifornien stationiert und dann nach Bremerton im Bundesstaat Washington überführt. Am 12. September 1999 wurde das Schiff nach Philadelphia gebracht und im Hafen von Alliance of Camden, New Jersey als Museum hergerichtet. Die New Jersey gehört zu den meist ausgezeichneten US-Kriegsschiffen und erhielt insgesamt 15 Battlestars (neun Battlestars für ihre Einsätze im II. Weltkrieg, vier Battlestars für ihre Einsätze im Koreakrieg und zwei Battlestars für ihre Einsätze im Vietnamkrieg).



USS New Jersey (BB-62)

Quelle: US Navy (Der Bericht beruht auf veröffentlichtem und verwendbarem Material der US Navy.)



 

Text by Leo, UncleK. Letztes Update:  3. October 2007