Anfang der 60er Jahre führte man in der US Armee eine neue Patrone als Ersatz für das Kaliber .30-06 Springfield ein, die 7,62 x 51 mm. Das war die Geburtsstunde des M14. Es sollte das mittlerweile seit 1936 im Gebrauch stehende M1 Garand als Standardgewehr ablösen. Da sich das System des M1 bereits im zweiten Weltkrieg und im Koreakrieg bewährt hatte, sah man keine Notwendigkeit etwas neues auszuprobieren. Das alte System des Gasdruckladers mit Drehverschluß wurde überarbeitet und ein wenig modifiziert. Durch eine Laufbohrung wirken die Pulvergase auf einen Zylinder im Gasrohr. Dieser schiebt ein Gestänge zurück, welches den Verschluss entriegelt. Der Verschluss bewegt sich zurück und wirft die leere Patronenhülse aus. Am Gasrohr befindet sich eine Schraube, mit der aus dem Automatikgewehr ein Repetierer gemacht werden kann. Die Schraube blockiert den Weg der Pulvergase und lässt diese nicht mehr auf den Zylinder im Gasrohr wirken.
Es wurde ein 20 schüssiges Einsteckmagazin und ein Mündungsfeuerdämpfer eingeführt. Der Vorderschaft wurde gekürzt. Viele M14 erhielten einen braunen Kunststoffschaft. Gewehre mit Holzschaft erhielten einen Handschutz aus Kunstoff. Am Hinterschaft wurde eine aufklappbare Schaftkappe angebracht, die das Zielen erleichtern sollte. Unter dieser befindet sich eine weitere, kleinere Klappe, die zwei Bohrung verdeckt, in denen Putzzeug und Werkzeug verstaut werden können. Bei allen Gewehren wurden innen verchromte Läufe verbaut. Dies geschah aus Haltbarkeitsgründen und als Korrosionsschutz.