Im Jahre 1946 missglückte dem Amerikaner Gordon Ingram mit seiner als Modell 5 bezeichneten Maschinenpistole, gefertigt in der von ihm gegründeten Police Ordnance Company, der Einstieg ins Waffengeschäft. Maschinenpistolen wurden zu der Zeit schon in Mengen günstig angeboten. Nach einem weiteren ähnlich erfolglosen Versuch, Käufer für einige Maschinenpistolen, nämlich Weiterentwicklungen der Thompson M1 A1, zu finden ging die Firma bankrott. Erst 1970 wurden Ingrams Waffen in Serienproduktion in großen Stückzahlen hergestellt. Zunächst beim 1970 neugegründeten Unternehmen Military Armament Corp., später bei einer Firma namens RPB Industries Inc. Die beiden im Disco-Zeitalter eingeführten Waffen Modell Ingram 10 und die Kurzversion von geringerer Masse, das Modell Ingram 11 waren sehr beliebt entlang der Ostküste der USA. Obwohl man die Waffen dort nicht offiziell bei Polizeiformationen einführte, wurden sie vielfach angetroffen. Neben der USA wurden die MAC10 und die MAC11 beispielsweise auch in Bolivien, Großbritannien, Guatemala, Honduras, Israel, Portugal und Venezuela genutzt. Ihre geringe Größe erlaubt der MAC Baureihe aber eher einen Einsatz im Gebiet der Selbstverteidigung bzw. Personenschutz als auf militärischem Bereich. Verdeckt zu tragen und mit Schalldämpfer ausgerüstet, besitzen diese Waffen optimale Eigenschaften für diese Einsatzmöglichkeit. Die MAC 10 wurde eine gewisse Zeit lang vom britischen SAS verwendet, jedoch wurde sie auch hier von der 1977 neu erschienen MP5 verdrängt.