Die Waffe bestand im wesentlichen aus fünf Hauptteilen: dem Lauf, der von einem gelochten Mantel umhüllt war, dem Waffengehäuse, dem Verschluss und dem Holzschaft. Als Magazin wurde aufgrund der Forderungen der G.P.K. das 32 Schuss fassende Trommelmagazin der Pistole 08 verwendet, welches allerdings recht umständlich und langwierig nur mittels einer Ladehilfe zu laden war. Da das Magazin aus dünnem Blech hergestellt wurde, verbogen sich oft die Magazinlippen was in der Hitze der Gefechte zu Funktionsstörungen führte. Das Magazin wird von der linken Waffenseite her eingeführt und ist nach hinten abgewinkelt. Die Visierung bestand aus einem einfachen Klappvisier und war für Entfernungen von 100 und 200 Meter eingerichtet (zum Vergleich: das Lange-Visier des M98 fängt bei einer Entfernung von 400 m erst an und endet bei 2.000 m). Die Feuergeschwindigkeit lag bei 400 bis 450 Schuss/min, unter Dauerfeuer leerte sich ein Magazin binnen sechs Sekunden. Die ganze Waffe, von den Soldaten auch „Hugo-Spritze“ genannt, wog mehr als das Gewehr 98, war aber dadurch auch bei Dauerfeuer recht ruhig zu halten.
Das Prinzip des Verschlusses war der zuschießende, unverriegelte Masseverschluss, d.h.: die Patrone wird nur durch die Federkraft der Schließfeder und durch die Masse des Verschlusskörpers verriegelt. Die 9 mm Parabellum ist aber eine zu starke Patrone um sie so einfach verriegeln zu können, es wären sehr kräftige Schließfedern oder sehr schwere Verschlüsse benötigt worden. Die Waffe wäre somit kaum praktisch nutzbar. Hugo Schmeissers Verschluss war etwas mehr, hier die Funktion im Einzelnen:
Der Verschluss wurde mit dem Kammergriff zurückgezogen und durch den Abzug in gespannter Position gehalten. Betätigt man den Abzug schnellt der Verschluss durch die Federkraft der Schlagbolzenfeder nach vorne. Bei seiner Vorwärtsbewegung nimmt er eine Patrone aus dem Magazin mit. Da die Schließfeder direkt am Schlagbolzen angebracht ist und dieser mit seinen Schultern den eigentlichen Verschlussblock nach vorne drückt, steht die Spitze des Schlagbolzens immer aus dem Verschlusskopf hinaus. Die Patrone wird nun von der Auszieherkralle, einer starken Feder die sich vorne am Verschluss befindet, nach vorne gedrückt und berührt somit den Schlagbolzen nicht. Wird die Patrone in das Patronenlager eingeführt wird die Reibung der Patrone im Lager nun irgendwann so groß, dass der Widerstand der Auszieherkralle überwunden wird und die Patrone nun auf den Schlagbolzen trifft. Dieser zündet die Patrone, wohlgemerkt aber noch in der Vorwärtsbewegung des Verschlusses. Der Rückstoss der Patrone muss nun erst mal die Bewegung des Verschlusses nach vorne aufarbeiten und wirft ihn dann erst zurück, wo er entweder in der hintersten Stellung gehalten wird oder erneut nach vorne schnellt, wenn der Schütze den Abzug noch betätigt hält.
Diese einfache, wenn auch geniale Idee hat zwei große Vorteile: Der Verschluss kann relativ leicht gebaut werden und es befindet sich nach der Schussabgabe keine Patrone mehr im heißen Lauf, was zu eventuellen Zündungen führen könnte.
Die Dienstanweisungen für die Waffe ließen keinen Zweifel über den Verwendungszweck zu. Man nannte Begriffe wie Spritzfeuer bei dem nur kurze Feuerstösse abgegeben wurden oder das sogenannte Mähfeuer bei dem das ganze Magazin geleert und ein größerer Geländestreifen mit Sperrfeuer eingedeckt werden sollte. Britische und französische Soldaten berichteten von der verheerenden Wirkung der MP 18/1 denn sie hatten dieser neuen Art von Waffe nichts vergleichbares entgegen zusetzten.
Man beschloss jedem Offizier, jedem Unteroffizier und 10% der Soldaten eine MP 18/1 auszuhändigen. Jedoch wurden insgesamt nur etwa 30.000 bis 35.000 Maschinenpistolen produziert, somit half diese Waffe auch nicht das Kriegsglück von Deutschland zu wenden. Aber die MP 18/1 ist die erste richtige Maschinenpistole und half nebenbei bei der weltweiten Verbreitung der Patrone 9 mm Parabellum.