PK/PKM Serie



Das PK Maschinengewehr in seiner ursprünglichen Ausführung (Picture by www.isayeret.com)

Beim PK (Pulemyot Kalashnikova) handelt es sich um ein Universalmaschinengewehr russischer Bauart. Auf einem Entwurf Kalashinkovs basierend, ist auch dieses Maschinengewehr, wie die AK47, eine einfach zu handhabende Waffe, die eine simple, jedoch robuste Mechanik aufweist. Dies ist auch der Grund, weshalb diese Waffe nach so vielen Jahren noch immer bei verschiedensten Streitkräften dieser Welt eingesetzt wird. Nicht zuletzt durch russische Waffenexporte und viele Lizenzbauten weist die PK einen hohen Verbreitungsgrad auf. 



Allgemeines

Einige Zeit nach dem II. Weltkrieg stellte sich in Russland der Bedarf nach einem einheitlichen Maschinegewehr ein. Ziel war es ein tragbares, gurtgespeistes Universalmaschinengewehr mit dem Kaliber 7,62 x 54 R zu entwickeln. Anfang der 50er Jahre machten sich verschiedene Konstrukteure ans Werk um eine entsprechende Lösung vorzulegen. Bei Tests diverser Waffen im Jahr 1960 stellte sich der Entwurf Kalashnikov's als bester heraus. Einerseits war das PK Maschinengewehr sehr verlässlich, anderseits war auch die kostengünstige Produktionsmöglichkeit ein Grund für diese Wahl. So kam es, dass das PK Maschinengewehr 1961 als TruppenMG bei der Roten Armee eingeführt wurde. Schon 1969 wurde das PKM als Nachfolger eingeführt, dabei handelt es sich um eine verbesserte Version des PK Maschinengewehrs. Das M steht , wie bei allen Modellen der PK-Serie, für Modernised.
Die PK wurde in unterschiedlichsten Varianten in Dienst gestellt. Das PKS/PKMS (PKS - Pulemyot Kalashnikova Stankoviy) ist ein normales PK/PKM Maschinengewehr, welches auf einem Dreifuss befestigt wird. In dieser Rolle als stationäres Maschinengewehr verwendet es meist die 200 bzw. 250 Schuss fassenden Metallgurte. Das PKT/PKMT (PKT - Pulemyot Kalashnikova Tankoviy) ist eine PK Variante, die als Koaxialbewaffnung für Panzer und gepanzerte Fahrzeuge vorgesehen ist. Es besitzt in dieser Rolle weder Pistolengriff noch Schulterstütze und wird in den dafür vorgesehenen Blenden (z.B. beim T-80, BMP usw.) montiert. Außerdem hat es zum Beispiel einen schwereren Lauf sowie einen elektronischen Auslöser erhalten, um an dieses Aufgabengebiet angepasst zu werden. Eine weitere fahrzeuggestützte Variante ist das PKB/PKMB (PKB - Pulemyot Kalashnikova na Bronetransportere), welche für die Panzerturmmontage, vor allem bei älteren Modellen wie BRDM, BTR-50 und BTR-60, vorgesehen ist. In dieser Variante wiegt die PK durch einige Modifikationen schon knapp 17 kg.
Hauptsächlich während des Kalten Krieges kam es zu einer weiten Verbreitung der PK-Serie überall in der Welt. Außerdem wurden und werden viele Exemplare als Lizenzbauten außerhalb von Russland gefertigt. So wurden PK zum Beispiel in Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Jugoslawien hergestellt. Auch in China wurde eine Exportversion gefertigt, die unter der Bezeichnung Type 80 vertrieben wurde.



PKS im MHM Dresden

Technik

Das PK Maschinengewehr ist ein typischer Vertreter der Gasdrucklader, dessen System stark an dem der, aus gleichem Hause stammenden, AK-47 orientiert ist. Trotzdem wurden die Teile der AK nicht einfach übernommen, sondern es wurde viele Komponenten verbessert bzw. für diesen neuen Verwendungszweck modifiziert. Der Gaszylinder befindet sich unter dem eigentlichen Lauf und lässt sich zur Reinigung separat abmontieren. Je nach Verschmutzungsgrad stehen dem Schützen mittels Gasregler drei Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Nummer eins ist für das Schießen einer gereinigten Waffe gedacht, Stellung zwei und drei richten sich nach dem Verschmutzungsgrad der Waffe. Das PK Maschinengewehr besteht zu größten Teilen aus Stanzblech und geschmiedetem Stahl. Durch Anwendung von Stanzfertigungstechniken lassen sich die Maschinengewehre einfach und kostengünstig herstellen, was bei der Entscheidung für Kalashnikovs Entwurf ein nicht unwesentlicher Faktor gewesen sein dürfte. An der linken Seite des Gehäuses befindet sich ein Sicherungsmechanismus, mit dem man zwischen der Stellung "sicher" und "vollautomatisch" wählen kann. Das PK Maschinengewehr ist in der Standardversion immer mit einem nicht verstellbaren Zweifuß ausgestattet, in dem auch der Reinigungsstab verstaut ist. Dennoch ist es dafür ausgelegt, aus Fahrzeugen wie dem BMP zu schießen (durch ein Art Schießscharten). Normalerweise bestehen Pistolengriff und Tragegriff aus einem rot-braunen Kunststoff. Die nicht massive Schulterstütze besteht meist aus verleimten Schichtholz. Wie bei allen Dingen bestätigt auch hier, vor allem wegen der vielen Lizenzbauten, die Ausnahme die Regel. Die Munitionsversorgung erfolgt über einen Metallgurt, der beim PK in einem 100 Schuss fassendem Gurtkasten gelagert wird. Für stationäre Verwendung des PK Maschinengewehrs kann wahlweise zwischen einem 200 oder 250 Schuss Gurt gewählt werden. Das PK Maschinengewehr wiegt in seiner ursprünglichen Version knapp 9 kg, während die überarbeitete PKM nur noch 7,9 kg wiegt.



Ein PKS Maschinengewehr mit 250 Schuss Gurtkasten (Picture by world.guns.ru)

Bezeichnung der Waffe: PK/ PKM
Hersteller: Kalashnikov
Länge: 117 cm
Gewicht: 9 kg/ 7,9 kg
Lauflänge: 65,8 cm
Kaliber: 7,62 x 54 R
Mündungsgeschwindigkeit: 825 m/s
Feuerrate: 650 Schuss/min (theoretisch),
250 Schuss/min (im Einsatz)
effektive Schussweite: 1.000 m
größte Schußweite: 3.800 m
Munitionszufuhr/Magazingröße: Metallgurt; 100, 200 oder 250 Schuss Gurtkasten

Ein zerlegtes PKM Maschinengewehr (Picture by world.guns.ru)


 

Text by Radical. Letztes Update:  7. September 2007