Thompson M1928 A1

U.S. Model of 1928 A1


M1928 A1 mit 50 Schuss Trommelmagazin. (Picture by www.westernfirearms.com)

Der Mann

Brigadegeneral John Taliferro Thompson (1860 - 1940), Absolvent in West Point 1882 und späterer Artillerieoffizier, war ab 1890 bis 1914 als Offizier für Entwicklung und Serienproduktion, für Konstruktion und Bereitstellung von Infanteriewaffen sowie Munition in entsprechenden Dienststellen der Armee tätig gewesen. Zu seinen Tätigkeiten in dieser Zeit gehörten u.a. Testversuche und Übernahme des Springfield M1903, der Patrone .30-06 und des Colt M1911 als Ordonnanzwaffe. Ab November 1914 schied er aus dem aktiven Dienst aus und war für die Remington Arms Company als Chef-Ingenieur tätig. Dort war er verantwortlich für die Bauvorbereitung, Ausstattung und Inbetriebnahme einer Fabrik in Eddystone, Pennsylvania, um das britische Lee-Enfield Gewehr herzustellen. 1916 entstand unter seiner Leitung eine weitere Fabrik in Bridgeport, Connecticut, diesmal zur Herstellung von Mosin-Nagant Gewehren für das damals zaristische Russland. Als die Vereinigten Staaten 1917 in den 1. Weltkrieg eintraten, wurde John T. Thompson in den aktiven Dienst zurückbeordert. Nun vom Oberst zum Brigadegeneral befördert, wurde unter seiner Leitung das britische Lee-Enfield Gewehr in .30-06 für die amerikanischen Streitkräfte hergestellt. Seit Kriegsbeginn war er außerdem für die Bereitstellung von Waffen und Munition für das Allied Expeditionary Force (AEF) in Frankreich zuständig und wurde für seine Leistungen mit der Distinguished Service Medal ausgezeichnet. Im Dezember 1918 schied er zum zweiten Mal aus dem aktiven Dienst aus.



Die Erfindung

Während seiner Tätigkeiten für das Militär hatte sich Thompson auch privat mit Waffen beschäftigt. Seine besonderes Interesse galt der Entwicklung eines automatischen Gewehrs. Er glaubte eine Zwischenlösung in der ballistischen Klasse zwischen Pistole und Gewehr würde eine Notwendigkeit in zukünftigen Kriegen sein. Zu diesem Zweck gründete John T. Thompson zusammen mit der finanziellen Unterstützung von Thomas F. Ryan im August 1916 seine eigene Firma, die Auto-Ordnance Corporation (AOC) mit Sitz in Bridgeport, Connecticut. Commander John Blish, US Navy, Erfinder der patentierten Blish Verriegelung, war ebenfalls beteiligt. Thompson benötigte Blish's Erfindung als elementaren Teil seiner Waffe und bot ihm im Gegenzug Beteiligungen an AOC an. So begann Thompson mit Hilfe von anfänglich zwei Konstrukteuren mit der Entwicklung automatischer Waffen. Da sich die ursprünglichen Forderungen und Ansichten von Thompson relativ schlecht in die Tat umsetzen ließen, suchten die Ingenieure Theodore H. Eickhoff, George E. Goll und später Oscar V. Payne eine andere Lösung. Anstatt der .30-06 Patrone entschieden sie sich für das gängige .45 ACP Kaliber, welches schon beim Colt M1911 Verwendung fand. Thompson reagierte auf die Änderung, so erinnerte sich Eickhoff später, mit dem Satz: »Very well. We shall put aside the rifle for now and instead build a little machine gun. A one-man, hand held machine gun. A trench broom!« Damit zielte Thompson eindeutig auf den Einsatz seiner Waffe in den Gräben des 1. Weltkriegs.

Die ersten Prototypen entstanden um 1917 bei Warner & Swasey, Cleveland, Ohio. Sie waren recht unterschiedlicher Bauart, teils mit Gurtzuführung, teils mit einer Zusatzrichtung die den Verschluss mit Öl schmierte. Diese als »Persuader« bekannten Waffen verschossen schon Patronen des Kalibers .45 ACP. Nach 5-7 Schuss gab es jedoch stets Ladehemmungen. Spätere Waffen der »Annihilator« genannten Serie um 1919 stellten die Evolution dar. Das bekannte Type "C" 100 Schuss Trommelmagazin fand hier ebenso schon Verwendung wie das 20 Schuss Stangenmagazin, beide entwickelt von Oscar V. Payne. Die Kadenz soll bereits 1.000 Schuss/min betragen haben. Schließlich standen solche Waffen ohne Kolben aber mit zwei Pistolengriffen aus Holz Verfügung. Der Lauf wies zum ersten Mal Kühlrippen zur besseren Abkühlung auf. Sie wurden 27. April 1920 von der amerikanischen Regierung getestet und erwiesen sich als funktionstüchtig. Verschiedene Quellen geben an, dass es bei 2.000 Schuss nur eine einzige Ladehemmung gegeben haben soll. Im August jenen Jahres stellte das US Marine Corps ähnliche Ergebnisse fest. Der erwartete Geschäftserfolg blieb jedoch aus, obwohl damalige Testversuche die Qualität der Waffe bestätigten. Die beschriebene Waffe wurde in nochmals überarbeiteter Ausführung schließlich als M1921 in Zusammenarbeit mit anderen Firmen hergestellt. AOC schloß mit Colt's Patent Firearms Manufacturing Company in Hartford, Connecticut, einen Vertrag ab. Colt übernahm die Herstellung von Gehäuse, Lauf und Verschlusssystem sowie die Montage, die Lyman Gunsight Company die Produktion der Visiereinrichtung, Remington Arms Company letztendlich die Zulieferung des Kolbens sowie der Pistolengriffe. Insgesamt dürften nicht mehr als 15.000 Waffen M1921 aller Varianten gefertigt worden sein. Zu Beginn der Produktion stand letztendlich auch das Trommelmagazin Type "L" mit 50 Schuss zur Verfügung.

Nachdem der 1. Weltkrieg sein Ende gefunden hatte und das amerikanische Militär sich in der Abrüstung befand, suchte Thompson neue Absatzmärkte. So sollte die Waffe auch einen neuen, zivileren Namen erhalten. Thompson wollte den Unterschied zu den schweren Maschinengewehr-Vorgängern, aus denen schließlich die erste amerikanische Maschinenpistole entstand, deutlicher hervorheben. Es fielen die Vorschläge »Autogun« und »Machine Pistol«, aber schließlich entschied man sich für »Submachine gun«. Es bezeichnet eine kleine, handgeführte, vollautomatische Schusswaffe für Pistolenmunition. Um den Mann zu ehren, welcher für die Entwicklung der Waffe zuständig war, wurde die »Annihilator« schließlich offiziell als »Thompson Submachine Gun« oder in kurzer Form einfach »Tommy Gun« bezeichnet. Auf einer Europareise Anfang der 20er Jahre soll Thompson lediglich 495 Maschinenpistolen nach Irland an die Irish Republican Army (IRA) verkauft haben, die jedoch dort nie ankamen. Sie wurden noch im Hafen von New York beschlagnahmt und verteilten sich mit Zeit auf der ganzen Welt, wo sie heute unter dem Namen »Irish Swords« einen legendären Ruf unter Sammlern besitzen. Großbritannien und Belgien zeigten ebenfalls stärkeres Interesse, doch Lieferaufträge in größerem Umfang wurden nicht abgeschlossen. In den USA fand Thompson's Erfindung nur bei der Polizei sowie auf dem zivilen Markt Absatz, dort vor allen in Verbrecherkreisen. Das verhalf der Maschinenpistole, die in damaligen und späteren Gangsterfilmen aus den 20er Jahren zum unentbehrlichen Requisit avancierte, zwar zu gewisser Publizität, nicht aber zu jenem Erfolg, mit dem die Firma fest gerechnet hatte. Als »Chicago-Typewriter« in den Bandenkriegen von kriminellen Persönlichkeiten wie Al Capone oder John Dillinger in der Prohibitionszeit erlangte die Waffe zweifelhafte Berühmtheit.

Trotz der minimalen Erfolge entwickelte AOC die Waffe weiter. Über die M1923 mit der neuen .45 Remington Patrone bis zur M1927 genannten halbautomatische Version der M1921 reichte die Palette, Information dazu sind kaum überliefert. Auch soll eine Thompson Maschinenpistole zum Verschießen der 9 x 19 mm Parabellum Patrone hergerichtet worden sein, nach einer Aufforderung aus Belgien. Keine der Waffen erbrachte jedoch geschäftliche Erfolge. Ende 1926 belieferte AOC das US Marine Corps mit wenigen Waffen des Modells M1921 A. In der Hoffnung auf die weitere Abnahme von Waffen ließ Thompson im Jahr 1928 eine speziell für die Marine modifizierte Waffe bereitstellen. Die Unterschiede zur M1921 liegen im Detail. Sie schoss mit geringerer Feuergeschwindigkeit, erhielt einen geraden Vorderschaft oder Pistolengriff sowie einen verbesserten Auswerfermechanismus. Das 20 Schuss Stangenmagazin wurde als Standard verwendet, dir älteren Trommelmagazine sind jedoch ebenfalls kompatibel. Das letztere der beiden Modelle M1928 A und M1928 AC (mit Compensator) konnte mit Vorderschaft oder einem zweiten Pistolengriff geliefert werden. Das oft als »Navy Model« bezeichnete Modell M1928 AC mit Trageriemen wurde schließlich um 1938 offiziell bei den amerikanischen Streitkräften als M1928 A1 eingeführt, auch wenn am Anfang nur in geringen Stückzahlen. Der Preis in einem aktuellen AOC Katalog dieser Zeit betrug $200 für die M1928 A und jeweils $225 für die beiden Modelle der M1928 AC. 1939 kostete die M1928 A1 nur noch $209.



Die Produktion im 2. Weltkrieg

Während des Krieges machte die M1928 A1 einige Änderungen durch, die sie schneller und preiswerter produzieren ließ. Die erste Änderung beseitigte das fein bearbeitete Lyman Visier. Es wurde durch ein einfaches gestanztes L-förmiges Visier ersetzt. Die zur Erklärung der Waffe eingesetzten Bilder in diesem Bericht zeigen die M1928 A1 jeweils meist mit dieser Visierung (s. unten »Magazine« oder »Visierung«). Mitte 1941 richtete der neue Besitzer von AOC, Russell Maguire, eine neue Fabrik in Bridgeport, Connecticut, ein. Denn nicht lange nach der französischen Bestellung von 1939 mit zwei Aufträgen über jeweils 3.000 Stück verursachte der 2. Weltkrieg eine enorme Nachfrage nach Maschinenpistolen. Aus Großbritannien soll Ende 1940 ebenfalls ein Auftrag über 107.500 Maschinenpistolen vorgelegen haben. August 1942 sollen bereits 318.900 Waffen Modell M1928 A1 bestellt worden sein, davon jedoch nur 20.450 im Auftrag der amerikanischen Regierung. Im Februar 1942 hatte AOC seine 500.000 Waffe ausgeliefert, die monatliche Produktionsrate betrug teilweise 90.000 Waffen.

An die Firma Savage Arms Company in Utica, New York, konnten zudem Lizenzrechte aufgrund der gestiegenen Nachfrage vergeben werden. Sie stellte noch Maschinenpistolen M1928 A1 her, jedoch produzierte Savage wie auch AOC ab Mitte 1942 eine komplett überarbeitete Waffe. Die Konstruktion wurde vereinfacht, Herstellungskosten und -zeit entscheidend verringert. Der Blish Verschluss wurde beseitigt und dem einfachen unverriegelten Masseverschluss der Vorzug gegeben. Ebenso verschwand der separate Schlagbolzen und das H-Riegelstück, der Spannhebel wurde nun direkt am Verschluss angebracht und wanderte von der oberen zur rechten Seite des Gehäuses. Die Visierung wurde komplett gestrichen und durch die oben erwähnte einfache L-Kimme ersetzt. Andere Änderungen umfassten: Neues Gehäuse, neu gestaltete Hebel zur Sicherung und Einstellen der Feuerart, ein permanent am Gehäuse angebrachter Kolben, keine Trommelmagazine mehr verwendbar, nicht mehr angebrachter Mündungskompensator, keine Kühlrippen auf dem Lauf. Die neue Waffe wurde im April 1942 als »Submachine Gun, Caliber .45, M1« zur Ordonnanz übernommen. Im Oktober 1942 wurde die M1 von der M1 A1 ersetzt. Zur M1 bestehen zwei Unterschiede: Anstatt des separaten beweglichen Schlagbolzen und Schlagstücks ist der Schlagbolzen nun fest auf dem Verschlusskopf angebracht. Bei der Kimme waren jetzt außerdem zwei seitliche Schutzbleche angebracht. Dies war notwendig, das sich das einzelne Visier ständig in der Kleidung und Ausrüstung der Soldaten verfing. Das Stangenmagazin mit 30 Schuss Kapazität ergänzte schließlich die Auswahl. Gab AOC 1942 die M1 noch für $70 pro Stück ab, erreichte der Preis um 1944 mit $45 bei der M1 A1 den tiefsten Stand.

Schließlich, als 1944 die Produktion zugunsten der von George D. Hyde entwickelten Maschinenpistole M3 und M3 A1 endete, waren in Summe eine totale Menge von über 1.750.000 Waffen aller Varianten und Einzelteile für weitere 250.000 Waffen hergestellt worden. Die meisten dieser Waffen, ungefähr 1.250.000 Exemplare der Modelle M1 und M1 A1, wurden von Savage hergestellt. Waffen von Savage können an der Seriennummer auf der linken Seite des Gehäuses mit »S« erkannt werden. Die übrigen Waffen von AOC in Bridgeport tragen die »A.O.« Markierung.

Maschinenpistolen von Thompson fanden auch weit nach dem 2. Weltkrieg noch Verwendung. Sie wurden in Korea wie auch Vietnam eingesetzt, einige Exemplare befinden sich heute noch in den Beständen des FBI und örtlicher amerikanischer Polizeidienststellen. AOC konnte nach Ende des 2. Weltkrieges nur noch in Ägypten einen weiteren Kunden finden. Jedoch lieferte man keine fertigen Waffen, Ägypten soll nur Läufe und Magazine erhalten haben. Im Laufe der Zeit wechselte AOC noch häufiger den Besitzer. Heute ist die Auto Ordnance Corporation in West Hurley, New York, im Besitz von Kahr Arms. Hergestellt werden verschiedene halb- und vollautomatische Thompson Modelle mit neuen Bezeichnungen, M1 Carbine Gewehre sowie M1911 A1 Pistolen.

Brigadegeneral John Taliferro Thompson erlebte nie den Erfolg seiner Waffe. Er starb im Juni 1940 im Alter von 80 Jahren aber hinterließ sein Zeichen in der Geschichte militärischer Waffen.



Thompson M1928 A1. (Picture by www.westernfirearms.com)

Technik

Verschluss & Gehäuse

Die M1928 A1 ist ein Rückstoßlader mit einem verzögerten Masseverschluss der aus offener Verschlussstellung zuschießt. Zum Herstellen der Feuerbereitschaft sind folgende Schritte durch den Schützen erforderlich: Nach einsetzen des Magazins spannt er die Waffe durch den an der Gehäuseoberseite angebrachten Spannhebel, dieser ist fest mit dem Verschlussblock verbunden. Betätigt er nun den Abzug, drückt die Schließfeder den Verschluss nach vorne, führte dabei eine Patrone aus dem Magazin ins Lager ein, zündet diese und gleitet, nachdem der Druck der Verbrennungsgase den Gegendruck der Schließfeder überwunden hat, wieder in die Ausgangsstellung zurück. Der Verschluss bleibt so lange geschlossen, bis das Geschoss die Laufmündung passiert hat. Auf der linken Seite über dem Abzug sind zwei Hebel angebracht, einer zum Sichern mit "Fire" und "Safe", der andere zum Einstellen der Feuerart mit "Full Auto" und "Single". Hat der Schütze nun den Feuerwahlhebel auf Einzelfeuer eingestellt, wird der Verschluss in der hinteren Stellung gefangen, hat er Dauerfeuer eingestellt, wiederholt sich der ganze Zyklus. Nach Abgabe des letzten Schusses verbleibt der Verschluss in hinterer Stellung. Unter dem Lauf ist ein horizontaler Vorderschaft angebracht, in den Pistolengriff sind Fingerkerben eingearbeitet. Der Kolben ist abnehmbar. Ösen zum Einhängen des Trageriemens befinden sich jeweils am unteren äußeren Ende des Vorderschafts und Kolbens.



Hebel zum Sichern und Einstellen der Feuerart, Spannhebel auf dem Gehäuse und Magazinsperre. (Picture by www.westernfirearms.com)

Mündungskompensator & Lauf

Der Mündungskompensator am Laufende lenkt die Mündungsgase direkt hinter dem Geschoss durch vier Schlitze nach oben und wirkt so dem Hochschlag und Rückstoss der Waffe entgegen. Er wurde von dem USMC Offizier Colonel Richard M. Cutts entworfen und wird als "Cutts Compensator" bezeichnet, die Konstruktion ist seit 1929 Eigentum der Lyman Gunsight Company. Maschinenpistolen mit dem Mündungskompensator sind durch das zusätzliche "C" wie "Compensator" im Namen gekennzeichnet. Ein ähnlicher Kompensator vom selben Konstrukteur fand auch bei der Browning Automatic Rifle Verwendung. Der Lauf hat Kühlrippen und eine Länge von 267 mm.



Mündungskompensator im Detail. (Picture by www.westernfirearms.com)

Der Lauf mit Kühlrippen sowie Vorderschaft. (Picture by www.westernfirearms.com)

Magazine

Für die Maschinenpistole Thompson M1928 A1 standen vier verschiedene Magazine zur Verfügung. Das als Type "C" bezeichnete Trommelmagazin mit 100, das Trommelmagazin Type "L" mit 50 und das Stangenmagazin Type "XX" mit 20 Schuss Kapazität. Spätere militärische Stangenmagazine mit 30 Schuss fanden ebenfalls Verwendung, eine nähere Bezeichnung ist allerdings nicht bekannt. Die Trommelmagazine besitzen eine sechsarmige, von einer Spiralfeder angetriebene Drehvorrichtung und wurden von dem Ingenieur Oscar Payne entwickelt. Gefüllt werden alle Magazine mit Patronen des Kalibers .45 ACP (Automatic Colt Pistol).



Stangenmagazin mit 20 Schuss und Trommelmagazin Type "L" mit 50 Schuss. (Picture by Western Firarms Company)

Visierung

Die mechanische Visierung der Waffe besteht aus einem über der Mündung sitzenden Korn und einer kompliziert einstellbaren Kimme der Lyman Gunsight Company. Die Zielvorrichtung ist mit der Stempelung "MADE BY "LYMAN" MIDDLEFIELD, CONN. U.S.A." versehen und bis 600 Yards (548,64 Meter) einstellbar. Die Visierung besteht aus 14 Teilen und ist in der Höhe und Seite verstellbar. Ab Ende 1941 wurde anstatt der erwähnten Visierung nur noch eine gestanzte L-Kimme ohne seitlichen Schutz verwendet, wie auf dem obigen Foto ersichtlich. Diese stammt ebenfalls von der Lyman Gunsight Company und ist mit einem Loch für 100 Yard (91,44 Meter) und einer Kimme für 200 Yard (182,88 Meter) versehen. Beide Visierungen wurden mit vier Nieten am Gehäuse befestigt.



Trommelmagazin Type "L" mit 50 Schuss, L-Kimme im Detail. (Picture by www.westernfirearms.com)

M1928 A1 in zerlegtem Zustand. Das H-Riegelstück ist sehr gut zu erkennen. (Picture by www.gunpics.net)

Versionen

 M1921 A (Thompson Submachine Gun Model Nos. 21A)

Das erste serienreife Modell einer Thompson Maschinenpistole.

 M1921 AC (Thompson Submachine Gun Model Nos. 21AC)

Wie M1921 A, jedoch mit Mündungskompensator.

 M1927 A (Thompson Automatic Carbine Model Nos. 27A)

Halbautomatische Version der M1921. Ohne Mündungskompensator.

 M1927 AC (Thompson Automatic Carbine Model Nos. 27AC)

Halbautomatische Version der M1921. Wie M1927 A, jedoch mit Mündungskompensator.

 M1928 A (Thompson Submachine Gun Model Nos. 28A)

Wie M1928 AC, jedoch ohne Mündungskompensator. Nähere Beschreibung siehe oben.

 M1928 AC (Thompson Submachine Gun Model Nos. 28AC)

Wie M1928 A, jedoch mit Mündungskompensator. Auch bekannt als US Navy Model. Nähere Beschreibung siehe oben.

 M1928 A1

Entspricht der M1928 AC. Diese Waffe wurde später offiziell bei den amerikanischen Streitkräften eingeführt. Nähere Beschreibung siehe oben.

 M1

Einige Monate nach dem Kriegseintritt der USA wurde die Maschinenpistole stark verändert. Nähere Beschreibung siehe oben.

 M1 A1

Nachfolger der M1. Nähere Beschreibung siehe oben.



Von oben nach unten: M1921 A, M1928 AC und M1 jeweils ohne Magazin. Bei den beiden oberen Waffen ist sehr gut die Lyman Visierung zu erkennen. (Picture by www.machinegunbooks.com)

Bezeichnung der Waffe: Thompson M1928 A1 Thompson M1 & M1 A1
Hersteller: Auto-Ordnance Corporation, Bridgeport, Connecticut Auto-Ordnance Corporation, Bridgeport, Connecticut Savage Arms Company, Utica, New York
Länge: 856 mm 813 mm
Gewicht: 2,88 kg 2,74 kg
Lauflänge: 267 mm 267 mm
Zahl der Züge, Drall: 6, rechts 6, rechts
Kaliber: .45 ACP (11,43 x 23 mm) .45 ACP (11,43 x 23 mm)
Mündungsgeschwindigkeit: ca. 280 m/s ca. 280 m/s
Feuerrate: 675 Schuss/min 700 Schuss/min
effektive Schussweite: 200 m 100 m
Visierschussweite: 600 Yard (548,64 m) Loch für 100 Yard (91,44 m) Kimme für 200 Yard (182,88 m)
Munitionszufuhr/Magazinkapazität: 20 Schuss Stangenmagazin
50 Schuss Trommelmagazin
100 Schuss Trommelmagazin
20 Schuss Stangenmagazin
30 Schuss Stangenmagazin
Stückpreis: 209 US Dollar 70 & 45 US Dollar

M1 A1 mit 30 Schuss Magazin. (Picture by Red Devil, Member of WaffenHQ)

M1 mit 30 Schuss Magazin. (Picture by Red Devil, Member of WaffenHQ)

M1928 A1 mit 50 Schuss Trommelmagazin. (Picture by Red Devil, Member of WaffenHQ)

Sehr viele unterschiedliche Thompson Maschinenpistolen. (Picture by www.westernfirearms.com)


Weiterführende Literatur/Links

Auto-Ordnance Corporation
The Unofficial Tommy Gun Page
Reiner Lidschun & Günther Wollert, Infanteriewaffen gestern, Brandenburgisches Verlagshaus
Handbuch/Manual zu dieser Waffe bei www.gunmanuals.ch



 

Text by Raymond Korrektur: N/A. Letztes Update:  7. September 2007