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> Medienkritik, Wie Massenmedien uns beeinflussen (wollen?)
Dave76
Beitrag 14. Jun 2017, 17:57 | Beitrag #151
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ZITAT(Madner Kami @ 14. Jun 2017, 18:39) *
[...]

Es tut mir herzlich leid, aber der Autor und mit ihm die ganze Emphörungsblase versteht einfach das Problem nicht. Man wollte eine "multiperspektivische, objektive und neutral genug (seiende)" Doku und bekommt eine Doku die weder neutral, noch objektiv und erst recht nicht multiperpektivisch ist. Was ist überraschend daran, dass ARTE das nicht ausstrahlen will? Auch der WDR will die Doku nicht zeigen, weil sie einfach nicht das ist, was man bestellt hat. Dass der Vorwurf der Zensur kompletter, an den Haaren herbeigezogener Blödsinn ist, merkt man an der von dir zitierten Reaktion von ARTE.

Wie bitte sollte eine Doku über Antisemitismus "multiperspektivisch, objektiv und neutral genug" sein, oder besser, was soll das in diesem Zusammenhang genau bedeuten? So im Sinne von: Na ja, jetzt haben wir hier gerade einen Haufen judenfeindlicher Verschwörungsfantasien gehört, aber vielleicht, nur vielleicht haben sie auch ein klein bisschen recht. Das muss man halt mal objektiv und multiperspektivistisch sehen und einordnen, okay?




Kommentar zur „Bild“-Ausstrahlung Eine Doku über Antisemitismus muss provozieren - berliner-zeitung.de



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Madner Kami
Beitrag 14. Jun 2017, 18:59 | Beitrag #152
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Beleuchten woher die Vorurteile, Nazismen und Rassenhass kommen? Vielleicht gibt es ja ganz mundäne Gründe für den Wahnsinn, die sich zu untersuchen lohnen? Du weist schon, genau das machen was du von ARTE vor zwei Posts verlangt hast. Qualitätsarbeit.

Im übrigen muss man nicht projüdisch sein, um Antisemitismus abzulehnen oder zu verurteilen. Allein schon dieser Satz des Autors offenbart was in der Doku wahrscheinlich schief läuft und warum ARTE und WDR diese nicht ausstrahlen wollen. Das bewegt sich auf dem Niveau eines Henryk M. Broders und das braucht die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus in Europa nun wirklich nicht.

Der Beitrag wurde von Madner Kami bearbeitet: 14. Jun 2017, 19:12


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schießmuskel
Beitrag 14. Jun 2017, 19:40 | Beitrag #153
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ZITAT(Madner Kami @ 14. Jun 2017, 19:59) *
Beleuchten woher die Vorurteile, Nazismen und Rassenhass kommen? Vielleicht gibt es ja ganz mundäne Gründe für den Wahnsinn, die sich zu untersuchen lohnen? Du weist schon, genau das machen was du von ARTE vor zwei Posts verlangt hast. Qualitätsarbeit.

Im übrigen muss man nicht projüdisch sein, um Antisemitismus abzulehnen oder zu verurteilen. Allein schon dieser Satz des Autors offenbart was in der Doku wahrscheinlich schief läuft und warum ARTE und WDR diese nicht ausstrahlen wollen. Das bewegt sich auf dem Niveau eines Henryk M. Broders und das braucht die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus in Europa nun wirklich nicht.

Das ist wohl wahr. Dennoch ist es wichtig und richtig gewesen die vermeintliche Israel Kritik aus linken Kreisen als Antisemitismus zu entlarven, da für diese Kreise die Juden mit Bankern Investoren und dem Kapitalismus verknüpft sind. Während für die Rechten die Israel Kritik eigentlich auf rassistischen Motiven beruht. Und die Friedensbewegten, Putinfreunde und sonstige Spinner und Verschwörungstheoretiker den Juden mit den Medien und Meinungsmachern verknüpfen. Sie kritisieren Israel , sind aber eigentlich antisemitisch.

Ansonsten aber würde sich ein Henryk M broders die Hände reiben.



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xena
Beitrag 14. Jun 2017, 19:43 | Beitrag #154
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Nö. Linke Kreise verbinden Kapitalismus ganz und gar nicht mit Juden. Es ist der alltägliche Antisemitismus der zu solchen Schlussfolgerungen führt und der kann jeden Treffen, in allen politischen Lagern und in jeder Bildungsschicht. Der versteckt sich überall, ohne, dass man es merkt, wenn man nicht genau hin schaut.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 14. Jun 2017, 19:44
 
Malefiz
Beitrag 14. Jun 2017, 20:02 | Beitrag #155
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ZITAT(schießmuskel @ 14. Jun 2017, 20:40) *
Das ist wohl wahr. Dennoch ist es wichtig und richtig gewesen die vermeintliche Israel Kritik aus linken Kreisen als Antisemitismus zu entlarven, da für diese Kreise die Juden mit Bankern Investoren und dem Kapitalismus verknüpft sind.


Israelkritik aus linken Kreisen ist doch klassischerweise antizionistisch (Israelischer Faschismus etc) und war vielleicht in den 60ern und 70ern mal auch antikapitalistisch, da gegen die USA gewandt. Mittlerweile spielt das aber eigentlich kaum noch eine Rolle


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schießmuskel
Beitrag 14. Jun 2017, 20:25 | Beitrag #156
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ZITAT(Malefiz @ 14. Jun 2017, 21:02) *
ZITAT(schießmuskel @ 14. Jun 2017, 20:40) *
Das ist wohl wahr. Dennoch ist es wichtig und richtig gewesen die vermeintliche Israel Kritik aus linken Kreisen als Antisemitismus zu entlarven, da für diese Kreise die Juden mit Bankern Investoren und dem Kapitalismus verknüpft sind.


Israelkritik aus linken Kreisen ist doch klassischerweise antizionistisch (Israelischer Faschismus etc) und war vielleicht in den 60ern und 70ern mal auch antikapitalistisch, da gegen die USA gewandt. Mittlerweile spielt das aber eigentlich kaum noch eine Rolle


Ich sehe das anders, die verkaufen es zwar so, als ob man sich primär gegen die israelische Unterdrückung der Palestinenser auflehnt. Im kern ist richtig linkes Gedankengut antisemitisch. Zum einen wegen der vermeintlichen Nähe der Juden zu der Fianzwelt und wegen der Religion an sich. Ich will damit den Linken aber nicht absprechen, das sich viele wirklich auch mit der israelischen Besatzungs-, Siedlungs-, und Unterdrückungspolitik auseindersetzen. Nur ehrlich gesagt gibt es auf der Welt wesentlich schlimmere Regime und Unterdrücke Menschen/Völker, bei denen die Solidarität nicht mal ansatzweise soweit geht wie mit den Palestinensern. Von daher steht bei den Linken und ihrer Israelkritik schon mehr dahinter als nur das Unrecht was den Palestinensern wiederfährt.

Leider versäumt die Doku tatsächlich den Unterschied zwischen Israelkritik und Antisemitismus zu zeigen. Da ist einfach alles Antisemitisch und das wird dann von einer Wissenschaftlerin eben so erklärt, dass Antisemitsmus ie maske der Israelkritik trägt oder der Kritik am Finazsystem oder der Medien etc. Also wenn sich damit kritisch auseindersetzt, kann einen daraus der Antisemitsche Strik gedereht werden.


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Schneeball
Beitrag 14. Jun 2017, 23:20 | Beitrag #157
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ZITAT(Dave76 @ 14. Jun 2017, 18:57) *
Wie bitte sollte eine Doku über Antisemitismus "multiperspektivisch, objektiv und neutral genug" sein, oder besser, was soll das in diesem Zusammenhang genau bedeuten? So im Sinne von: Na ja, jetzt haben wir hier gerade einen Haufen judenfeindlicher Verschwörungsfantasien gehört, aber vielleicht, nur vielleicht haben sie auch ein klein bisschen recht. Das muss man halt mal objektiv und multiperspektivistisch sehen und einordnen, okay?


Man könnte zB. die beschuldigten NGOs zu den Vorwürfen Stellung nehmen lassen? Oder man hätte zB. auch die israelische Siedlungspolitik beleuchten können, aber das hätte ja erklären können woher der Hass der Palästinenser auf Israel kommt.
 
Schneeball
Beitrag 14. Jun 2017, 23:24 | Beitrag #158
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ZITAT(schießmuskel @ 14. Jun 2017, 20:40) *
Das ist wohl wahr. Dennoch ist es wichtig und richtig gewesen die vermeintliche Israel Kritik aus linken Kreisen als Antisemitismus zu entlarven, da für diese Kreise die Juden mit Bankern Investoren und dem Kapitalismus verknüpft sind. Während für die Rechten die Israel Kritik eigentlich auf rassistischen Motiven beruht. Und die Friedensbewegten, Putinfreunde und sonstige Spinner und Verschwörungstheoretiker den Juden mit den Medien und Meinungsmachern verknüpfen. Sie kritisieren Israel , sind aber eigentlich antisemitisch.

Ansonsten aber würde sich ein Henryk M broders die Hände reiben.


Woher nimmst du immer diesen Unsinn? Ich bewege mich schon recht lange in etwas dass du vermutlich als "linke Kreise" bezeichnen würdest und niemand verknüpft Banker und Investoren mit Juden. Das wird immer nur gerne von den "Banker und Investoren" und deren Kumpels behauptet, um legitime Kritik an deren Tun zu unterminieren, weil Leute wie du den Mist dann glauben.


Aber Hauptsache du hast wieder deine Ressentiments (Putinfreunde, Friedensbewegung) bemüht. pillepalle.gif



ZITAT(xena @ 14. Jun 2017, 18:54) *
Ich würde mir nie heraus nehmen wollen zu wissen was ein Autor versteht oder nicht. Genau so wenig kann man als Außenstehender eine Aussage darüber treffen was zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer vereinbart wurde. Niemand hier kennt den Vertrag und die Absprachen. Es gibt nur vereinzelte Wortmeldungen, mehr aber auch nicht. Davon kann man so gut wie nichts ableiten. Es streiten sich zwei Parteien. Gut. Ist deren Problem.

Naja, wäre die Doku das, was ARTE und WDR haben wollten, hätten sie die wohl auch ausgestrahlt. Skandalträchtig oder Investigativ ist die Doku ja nun wirklich nicht.

Der Beitrag wurde von Schneeball bearbeitet: 14. Jun 2017, 23:27
 
Dave76
Beitrag 15. Jun 2017, 07:59 | Beitrag #159
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ZITAT(Madner Kami @ 14. Jun 2017, 19:59) *
Beleuchten woher die Vorurteile, Nazismen und Rassenhass kommen? Vielleicht gibt es ja ganz mundäne Gründe für den Wahnsinn, die sich zu untersuchen lohnen? Du weist schon, genau das machen was du von ARTE vor zwei Posts verlangt hast. Qualitätsarbeit.

Jetzt sind es also die fehlenden "Gründe" für Antisemitismus, die man der Doku vorwerfen muss, was ist denn aus "multiperspektivisch, objektiv und neutral genug" geworden? Du verschiebt dauernd deine angeblichen Kritikpunkte. Aber mal ganz abgesehen davon, dass eine Doku, welche die Präsenz eines bestimmten Phänomens skizzieren möchte, in keinster Weise verpflichtet ist mögliche Gründe für dieses zu thematisieren, bin ich doch mal gespannt von dir zu hören, welche "mundänen [sic!] Gründe" es denn deines Erachtens für diesen grassierende Antisemitismus gibt.

ZITAT
Im übrigen muss man nicht projüdisch sein, um Antisemitismus abzulehnen oder zu verurteilen.

Ja vielleicht. Aber du wirst uns ja gleich erklären, dass es sicher (gute?) "Gründe" für diesen Alltagsantisemitismus gibt.

Der Beitrag wurde von Dave76 bearbeitet: 15. Jun 2017, 08:00


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Dave76
Beitrag 15. Jun 2017, 08:13 | Beitrag #160
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ZITAT(Schneeball @ 15. Jun 2017, 00:20) *
ZITAT(Dave76 @ 14. Jun 2017, 18:57) *
Wie bitte sollte eine Doku über Antisemitismus "multiperspektivisch, objektiv und neutral genug" sein, oder besser, was soll das in diesem Zusammenhang genau bedeuten? So im Sinne von: Na ja, jetzt haben wir hier gerade einen Haufen judenfeindlicher Verschwörungsfantasien gehört, aber vielleicht, nur vielleicht haben sie auch ein klein bisschen recht. Das muss man halt mal objektiv und multiperspektivistisch sehen und einordnen, okay?


Man könnte zB. die beschuldigten NGOs zu den Vorwürfen Stellung nehmen lassen?

Ja, hätte man tun können. Dann hätten diese jegliche Antisemitismusvorwürfe natürlich weit von sich gewiesen und von legitimer Israelkritik schwadroniert. Wir drehen uns im Kreis.

ZITAT
Oder man hätte zB. auch die israelische Siedlungspolitik beleuchten können, aber das hätte ja erklären können woher der Hass der Palästinenser auf Israel kommt.

Warum sollte man in einer Doku über Antisemitismus die Siedlungspolitik beleuchten? Du meinst also auch, dass es "gute Gründe" für dieses Gedankengut gibt, dass die Israelis/Juden also selbst Schuld sind?


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Malefiz
Beitrag 15. Jun 2017, 08:21 | Beitrag #161
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ZITAT(schießmuskel @ 14. Jun 2017, 21:25) *
Ich sehe das anders, die verkaufen es zwar so, als ob man sich primär gegen die israelische Unterdrückung der Palestinenser auflehnt. Im kern ist richtig linkes Gedankengut antisemitisch. Zum einen wegen der vermeintlichen Nähe der Juden zu der Fianzwelt und wegen der Religion an sich.



"Richtig linkes Gedankengut ist im Kern Antisemitsch"? Woher hast du diesen Unfug?

Es gibt völlig ohne Zweifel eine traurige antisemitische Tradition in der Linken, aber die sind nicht untrennbar verknüpft. Beispielsweise ist die Antideutsche klar pro Israelitisch und eine sehr einflussreiche Strömung im Bereich der radikalen Linken.

Die Tatsache dass der Israelkritik mehr Raum eingeräumt wird als der Kritik an anderen Missständen (wobei auch solche vorkommen, die Linke beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Israel) liegt zum einen an der geopolitischen Bedeutung des Nahostkonflikts zum anderen an dem Vorwurf "Der Westen" habe mittels landräuberischer und faschistischer Methoden die Palestinenser vertrieben. Hier kommt zwar über den Westen wieder die Kapitalismus Kritik, aber die hat mit den USA als Feindbild und nicht mit."Juden als gierige Banker" zu tun. Dieses antisemitische Vorurteil habe ich aus linken Kreisen so auch nie wahrgenommen.

Der Beitrag wurde von Malefiz bearbeitet: 15. Jun 2017, 08:21


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Madner Kami
Beitrag 15. Jun 2017, 08:48 | Beitrag #162
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ZITAT(Dave76 @ 15. Jun 2017, 08:59) *
ZITAT
Im übrigen muss man nicht projüdisch sein, um Antisemitismus abzulehnen oder zu verurteilen.

Ja vielleicht. Aber du wirst uns ja gleich erklären, dass es sicher (gute?) "Gründe" für diesen Alltagsantisemitismus gibt.


Ich weis nicht welche Laus dir über die Leber gelaufen ist, aber du weist selbst was du da gerade für einen Mist fabrizierst, sowas würdige ich keiner Antwort und ich hab mehr von dir erwartet.


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Schneeball
Beitrag 15. Jun 2017, 10:29 | Beitrag #163
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ZITAT(Dave76 @ 15. Jun 2017, 09:13) *
Warum sollte man in einer Doku über Antisemitismus die Siedlungspolitik beleuchten? Du meinst also auch, dass es "gute Gründe" für dieses Gedankengut gibt, dass die Israelis/Juden also selbst Schuld sind?


Glaubst du im Gegenzug, dass die Aussenpolitik Israels ohne Konsequenzen bleibt? Glaubst du, dass das Vertreiben und Enteignen unzähliger Menschen, das stehlen von Wasser usw. keinen Hass schürt? Ich fände das arg blauäugig, insofern ja, Israel ist zum Teil selbst Schuld am Hass der ihnen entgegen schlägt.
 
Tankcommander
Beitrag 15. Jun 2017, 11:16 | Beitrag #164
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Nun Israelkritik ist in unseren Leitmedien ist immer ein grosses Problem, wenn nicht gar ein Tabu.

Schuld am Hass der Palästinenser ist aber weder das israelische Volk, noch das Millitär sondern hauptsächlich diese konservative/zionistische Regierung, aber das darf man nicht sagen.

Die Verbindung mit den Bankern kommt wohl von den Familien wie Rothschield und Rockefeller wo übrigends auch berühmte Zitate von denen dazu beigetragen haben wie z.B.: "gib mir die Kontrolle über das Geld und ich bestimme was in diesem Land geschieht, egal wer das Land regiert"
Allerdings tue ich mich jedoch schwer diese Familien mit allgemeinen Judentum zu verbinden, denn bis auf die jüdische Abstammung sehe ich da keine große Nähe zu der Religion geschweige denn zu Israel.
 
Schneeball
Beitrag 15. Jun 2017, 11:37 | Beitrag #165
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ZITAT(Tankcommander @ 15. Jun 2017, 12:16) *
Allerdings tue ich mich jedoch schwer diese Familien mit allgemeinen Judentum zu verbinden, denn bis auf die jüdische Abstammung sehe ich da keine große Nähe zu der Religion geschweige denn zu Israel.

Das tut bis auf die Bankster und ein paar Verwirrte auch keiner. Für die Bankster ist das ja eigentlich auch ganz gut so, weil dann legitime Kritik an ihrem Geschäftsgebaren sofort als böser Antisemitismus interpretiert wird. Im Prinzip kann man sagen, dass es halt gute Propaganda ist, weil sie wirkt. BAK Shalom hat das vor 10 Jahren oder so mal auf den Punkt gebracht: "Wer die Lebensart und weise der USA kritisiert, ist ein Antisemit." So einen Unsinn kann doch niemand ernst nehmen.


ZITAT(Tankcommander @ 15. Jun 2017, 12:16) *
Schuld am Hass der Palästinenser ist aber weder das israelische Volk, noch das Millitär sondern hauptsächlich diese konservative/zionistische Regierung, aber das darf man nicht sagen.

Die Regierung in Israel wird aber nunmal durch das Volk gewählt und damit deren Handlungen legitimiert. Man könnte ja auch einfach mal gemässigtere Politiker wählen, die dann eine andere Politik verfolgen könnten. Und dann, 10 oder 20 Jahre später hat sich das mit dem Hass vielleicht auf ein erträgliches Mass reduziert.

Der Beitrag wurde von Schneeball bearbeitet: 15. Jun 2017, 11:45
 
Dave76
Beitrag 15. Jun 2017, 12:00 | Beitrag #166
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ZITAT(Schneeball @ 15. Jun 2017, 11:29) *
ZITAT(Dave76 @ 15. Jun 2017, 09:13) *
Warum sollte man in einer Doku über Antisemitismus die Siedlungspolitik beleuchten? Du meinst also auch, dass es "gute Gründe" für dieses Gedankengut gibt, dass die Israelis/Juden also selbst Schuld sind?


Glaubst du im Gegenzug, dass die Aussenpolitik Israels ohne Konsequenzen bleibt? Glaubst du, dass das Vertreiben und Enteignen unzähliger Menschen, das stehlen von Wasser usw. keinen Hass schürt? Ich fände das arg blauäugig, insofern ja, Israel ist zum Teil selbst Schuld am Hass der ihnen entgegen schlägt.

Wir sprechen hier vom Antisemitismus, wie er in der Doku dargestellt wird, nicht von vermeintlich legitimer Kritik an der Politik einer israelischen Regierung, wobei natürlich der Übergang da, aufgrund von einseitiger Fixierung, teilweise fließend ist. Aber gemäß deiner Logik, heisst das dann, dass es ohne den Staat Israel keinen, oder zumindest weniger Antisemitismus geben würde? Oder genauer gefragt, welche und wieviel eigenständige (Außen-)Politik würdest du denn Israel zugestehen, die weniger oder keinen Hass schürt? Warum zieht eigentlich ausgerechnet das kleine Israel soviel internationale Aufmerksamkeit und Hass auf sich, wie kein zweiter Staat weltweit? Warum gibt es ausgerechnet soviele "Israelkritiker" und "israelkritische" Institutionen in Europa?


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Beitrag 15. Jun 2017, 12:03 | Beitrag #167
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ZITAT(Tankcommander @ 15. Jun 2017, 11:16) *
Die Verbindung mit den Bankern kommt wohl von den Familien wie Rothschield und Rockefeller


Der Rockefeller, der von einem Johann Peter Roggenfeller aus Altwied abstammt?

ZITAT(Tankcommander @ 15. Jun 2017, 11:16) *
wo übrigends auch berühmte selbstverständlich unbelegte Zitate von denen dazu beigetragen haben wie z.B.: "gib mir die Kontrolle über das Geld und ich bestimme was in diesem Land geschieht, egal wer das Land regiert"


Fixed that for you.

ZITAT(Tankcommander @ 15. Jun 2017, 11:16) *
Schuld am Hass der Palästinenser ist aber weder das israelische Volk, noch das Millitär sondern hauptsächlich diese konservative/zionistische Regierung, aber das darf man nicht sagen.


Diese? War es denn besser, als eine nichtkonservative Regierung Israel regiert hat? 1973 war Golda Meir von der Arbeiterpartei Ministerpraesidentin, hat das die Araber gehindert, den Jom-Kippur-Krieg anzufangen?

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 15. Jun 2017, 12:08
 
Schneeball
Beitrag 15. Jun 2017, 12:21 | Beitrag #168
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ZITAT(Dave76 @ 15. Jun 2017, 13:00) *
ZITAT(Schneeball @ 15. Jun 2017, 11:29) *
ZITAT(Dave76 @ 15. Jun 2017, 09:13) *
Warum sollte man in einer Doku über Antisemitismus die Siedlungspolitik beleuchten? Du meinst also auch, dass es "gute Gründe" für dieses Gedankengut gibt, dass die Israelis/Juden also selbst Schuld sind?


Glaubst du im Gegenzug, dass die Aussenpolitik Israels ohne Konsequenzen bleibt? Glaubst du, dass das Vertreiben und Enteignen unzähliger Menschen, das stehlen von Wasser usw. keinen Hass schürt? Ich fände das arg blauäugig, insofern ja, Israel ist zum Teil selbst Schuld am Hass der ihnen entgegen schlägt.

Wir sprechen hier vom Antisemitismus, wie er in der Doku dargestellt wird, nicht von vermeintlich legitimer Kritik an der Politik einer israelischen Regierung, wobei natürlich der Übergang da, aufgrund von einseitiger Fixierung, teilweise fließend ist. Aber gemäß deiner Logik, heisst das dann, dass es ohne den Staat Israel keinen, oder zumindest weniger Antisemitismus geben würde? Oder genauer gefragt, welche und wieviel eigenständige (Außen-)Politik würdest du denn Israel zugestehen, die weniger oder keinen Hass schürt? Warum zieht eigentlich ausgerechnet das kleine Israel soviel internationale Aufmerksamkeit und Hass auf sich, wie kein zweiter Staat weltweit? Warum gibt es ausgerechnet soviele "Israelkritiker" und "israelkritische" Institutionen in Europa?


Die Geschichte in der Region ist sehr komplex, das weisst du sicher selbst. Für viele Araber war ja schon die Gründung des Staates Israel ein Affront. Ich selbst kann nicht sagen, ob diese Haltung gerechtfertigt war oder nicht. Es hätte aber sicher den Antisemitismus nicht befeuert, wenn Israel in den von der UN vorgesehenen Grenzen geblieben wäre anstatt sein Staatsgebiet durch Krieg zu erweitern. Zumindest die Grüne Grenze hätte man respektieren können. Es hätte den Antisemitismus sicher auch nicht gestärkt, wenn man nie diese unzähligen illegalen Siedlungen errichtet hätte usw. Ich denke schon das du weisst, was ich mit der Israelischen Aussenpolitik meine. Diese Aussenpolitik ist ja auch eine Steilvorlage für die Regierungen in der Region, von ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken.

Mein Problem mit der Doku ist ja gerade eben, dass nicht versucht wird zu differenzieren woher der Antisemitismus kommt. Es hat ja nicht jeder aus dem selben Grund einen Hass auf Juden. Die Doku wirft alles auf einen Haufen und bastelt daraus etwas, das es mMn so nicht gibt.

Der Beitrag wurde von Schneeball bearbeitet: 15. Jun 2017, 12:22
 
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Beitrag 15. Jun 2017, 12:24 | Beitrag #169
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ZITAT(Dave76 @ 15. Jun 2017, 12:00) *
Warum zieht eigentlich ausgerechnet das kleine Israel soviel internationale Aufmerksamkeit und Hass auf sich, wie kein zweiter Staat weltweit? Warum gibt es ausgerechnet soviele "Israelkritiker" und "israelkritische" Institutionen in Europa?


Hierzu: "Wie Israel sich die Sympathien der Welt verscherzte", Ephraim Kishon. Aus: "Pardon, wir haben gewonnen".
ZITAT
Eines Tages im Mai brach der Krieg aus.
Die Armeen Ägyptens, Syriens und Jordaniens, die unter gemeinsamem Oberbefehl standen, überschritten die Grenzen Israels von drei Seiten. Die israelische Armee wurde durch diese Aktion zwar nicht überrascht, musste sich aber, da sie keine schweren Geschütze und keine ausreichende Luftwaffe besaß, auf Abwehrmaßnahmen beschränken. An der arabischen Invasion beteiligten sich 3.000 Tanks sowjetischer Herkunft und 1.100 Flugzeuge.
[...]
Fünf Tage später erklärte sich das arabische Oberkommando zur Feuereinstellung bereit. Auf den vom Bombardement verschont gebliebenen Strandabschnitten der in Trümmer gelegten Städte Tel Aviv und Haifa richteten die Vereinten Nationen Zeltlager ein, in denen die 82.616 überlebenden Juden untergebracht wurden.
Und jetzt erwachte das Weltgewissen.
[...]
Überall waren die israelischen Flüchtlinge Gegenstand größter Zuneigung und Bewunderung. Die Wogen der Begeisterung für den Staat Israel gingen höher als jemals während seines Bestehens. Zahlreiche Städte beschlossen, eine ihrer Hauptstraßen in „Israel-Straße“ umzubenennen. Eine Gedächtnissitzung der Vereinten Nationen billigte nahezu einstimmig (!) den Vorschlag, die israelische Flagge nicht von ihrem Mast einzuholen und den Sitz des israelischen Delegierten leer zu lassen. Die Tagung erreichte ihren Höhepunkt, als der sowjetische Delegierte vollkommen unerwartet die Abhaltung eines „Israel-Tages“ beantragte. Einverständnis und Eintracht waren so allgemein, dass man sich endlich begründete Hoffnungen auf den lang ersehnten Weltfrieden machen durfte. Eine schönere, glücklichere Zukunft schien sich anzubahnen. Israel war zum Symbol der Gerechtigkeit und der Moral geworden.

Leider beging Israel den Fehler, eine solche Wendung der Dinge nicht abzuwarten. Es ist ihr durch den Sinai-Feldzug von 1956 his auf weiteres zuvorgekommen und hat damit eine einzigartige Gelegenheit versäumt, sich die Sympathien der Welt zu sichern. Gott allein weiß, wann man uns diese Gelegenheit wieder bieten wird.


Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 15. Jun 2017, 12:56
 
Havoc
Beitrag 15. Jun 2017, 12:31 | Beitrag #170
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ZITAT(Tankcommander @ 15. Jun 2017, 11:16) *
Nun Israelkritik ist in unseren Leitmedien ist immer ein grosses Problem, wenn nicht gar ein Tabu.


Da muss ich etwas widersprechen. Kritik an Israel findet in den Leitmedien statt. Das Gedicht "Was gesagt werden muss" zum Beispiel wurde im Feuilleton fast aller großen Zeitungen publiziert.
Es ging vor­der­grün­dig zwar um das Atomwaffenprogramm des Irans aber mit direkten Bezug zu Israel:
ZITAT
.....Warum sage ich jetzt erst,
gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden?.....Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern,
mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen.
.

Dies hat zwar ebenfalls Kritik ausgelöst aber nicht weil Kritik an Israel ein Tabu ist. Die Kritik kam, weil die Kritik an Israel gerade aus der linken Szene oft unausgewogen ist.
Auszug aus dem gleichen Gedicht:
ZITAT
Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.
.
Mahmud Ahmadinedschad (Damalige iranischer Präsident) wird als Maulheld kleingeredet, trotz Unterstützung der Hisbollah und damals auch der Hamas mit Waffen und Geld durch den Iran. Zu diesem Zeitpunkt hatte Netanjahu wiederholt einen gezielten israelischen Angriff auf die iranischen Atom-Anlagen vorgeschlagen und in diesem Kontext impliziert
ZITAT
...Erstschlag...iranische Volk auslöschen könnte
einen atomaren Erstschlag durch Israel. Es gehört aber zu israelischen Politik, dass es sein Atomwaffenarsenal weder bestätigt noch dementiert.

Israelkritik bedeutet bei den Linken oft, dass Israel der Böse ist und deren Gegenseite somit automatisch als Opfer gilt. Hamas und Hisbollah gelten dann als Widerstandskämpfer und alles was sie machen ist ein Akt der Verzweiflung oder Selbstverteidigung. Das Hisbollah im Libanon Staat im Staate ist, zählt nicht.


 
Praetorian
Beitrag 15. Jun 2017, 12:41 | Beitrag #171
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Liebe Leute, hier geht es noch immer um Medienkritik. Kritischer oder nichtkritischer Umgang mit Israel in den Medien gehört da zwar auch irgendwie mit rein, aber die letzten Beiträge haben kaum noch mit dem Threadthema zu tun. Bitte dorthin zurückkehren.

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xena
Beitrag 15. Jun 2017, 15:01 | Beitrag #172
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ZITAT(Tankcommander @ 15. Jun 2017, 11:16) *
Die Verbindung mit den Bankern kommt wohl von den Familien wie Rothschield und Rockefeller wo übrigends auch berühmte Zitate von denen dazu beigetragen haben wie z.B.: "gib mir die Kontrolle über das Geld und ich bestimme was in diesem Land geschieht, egal wer das Land regiert"
Allerdings tue ich mich jedoch schwer diese Familien mit allgemeinen Judentum zu verbinden, denn bis auf die jüdische Abstammung sehe ich da keine große Nähe zu der Religion geschweige denn zu Israel.
Nö. Die Verbindung Jude und Geld ist wesentlich tiefer verwurzelt und kommt aus dem frühen Christentum. Ähnlich wie bei den Muselmanen galt es auch unter Christen als nicht vorteilhaft Zinsen zu verlangen. Ohne Zinsen gibts aber kein Geldgeschäft und so hat man dieses überwiegend den Juden überlassen. Und da Wirtschaft nun mal vom Geld abhängt und immer mal Probleme mit Geld gab, hingen naturgemäß immer Juden mit drin. Dann waren immer sie die Bösen, allein schon aus religiöser Sicht (immerhin haben sie ja den Jesus gekillt, aus christlicher Sicht, aus juristischer Sicht müssten es eigentlich die Römer gewesen sein).

Antisemitismus müsste eigentlich eine rein christliche Angelegenheit sein, denn alle anderen haben keinerlei ideologische Probleme mit den Juden. Andere haben eher juristische Probleme und somit müssten deren Probleme mit den Juden doch eher in die Schublade des Antizionismus passen.
 
Praetorian
Beitrag 15. Jun 2017, 15:45 | Beitrag #173
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Dave76
Beitrag 15. Jun 2017, 16:07 | Beitrag #174
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ZITAT
Medien

»Der Film war zu unbequem«

Ahmad Mansour über die Gründe, warum die Arte-Dokumentation über Antisemitismus nicht gesendet wird

Herr Mansour, Arte und WDR wollen die Dokumentation »Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa« von Joachim Schroeder und Sophie Hafner nicht ausstrahlen. Sie waren ursprünglich als Koautor eingeplant. Wäre mit Ihnen der Film anders geworden?
Nein! Anscheinend ist man bei Arte davon ausgegangen, dass der Film »ausgewogener« wird, wenn ein Autor mit einem arabischen Namen dabei ist. Ich konnte damals nicht durch die Welt reisen und drehen, weil ich Vater geworden bin. Aber ich halte muslimischen Antisemitismus in Europa für sehr problematisch, und mit mir wäre die Ausrichtung der Dokumentation nicht anders gewesen. Die Ausstrahlung wurde abgelehnt, weil der Film zu unbequem war.

Was hat Arte wirklich an dem Film gestört? Die Dokumentation zeigt Aufnahmen aus Deutschland und Frankreich, Szenen mit jungen und alten Antisemiten und Interviews mit französischen Juden nach den Angriffen auf Synagogen 2014, die man sonst im Fernsehen nicht sieht ...
Ja, aber es war offenbar eine Frage der Political Correctness. Und es ist nicht das erste Mal, dass es Schwierigkeiten gibt, wenn wir Islamismus und Antisemitismus im Fernsehen zeigen wollen. Dann kommen immer die Relativierer und Verharmloser und sagen, das sollte man nicht zeigen, weil es ein gefundenes Fressen für die Rechten sei, und weil es den gesellschaftlichen Frieden gefährde. Aber man muss über Probleme berichten, das ist Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In dieser Frage hat er jetzt total versagt. Er hat einen Film geblockt, der schockiert und klar auf Probleme hinweist, und das darf nicht hingenommen werden.

Arte hat Formfehler angeführt.
Weil sie nicht über die wirklichen Gründe sprechen wollen. Und das finde ich feige. Der WDR baut jetzt eine Expertenrunde auf, um den Film neu zu bewerten. Das zeigt: Es geht nicht um Formfehler, es geht um Inhalte.

Was halten Sie von dem Einwand von Arte, es sei entgegen dem ursprünglichen Konzept zu viel im Nahen Osten gedreht worden?
Ich kann nicht verstehen, wie man über Antisemitismus in Europa berichten soll, wenn man nicht auch den Nahen Osten zeigt. Der Sommer 2014 sollte uns alle gelehrt haben, dass Konflikte sehr schnell nach Europa schwappen. Wer wissen will, wie Antisemitismus in Europa entsteht, der muss auch nach Israel und Palästina gehen, nach Gaza und ins Westjordanland, und muss die Argumente, die hierher importiert werden, entkräften.

Was sollte jetzt passieren? Die Bild-Zeitung hat den Film am Dienstag für 24 Stunden online gestellt, und offenbar sind andere TV-Sender ebenfalls interessiert ...
Ich denke, dass auch die Politik jetzt am Zug ist. Wenn solche Filme nicht gesendet werden, dann wird es für Journalisten und Produktionsfirmen in Zukunft sehr, sehr schwierig, ein solches Thema zu bearbeiten.

Das Gespräch mit dem Psychologen und Publizisten führte Ayala Goldmann.

http://www.juedische-allgemeine.de/mobile/...e-view?id=28823


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Warhammer
Beitrag 15. Jun 2017, 19:23 | Beitrag #175
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ZITAT(Schneeball @ 15. Jun 2017, 12:37) *
Das tut bis auf die Bankster und ein paar Verwirrte auch keiner. Für die Bankster ist das ja eigentlich auch ganz gut so, weil dann legitime Kritik an ihrem Geschäftsgebaren sofort als böser Antisemitismus interpretiert wird.


Ich finde es als einer dieser "Bankster" auch immer super, wenn man einfach mal einen ganzen Beschäftigtenzweig mit solch netten Titulierungen bedenkt. Das zeigt gut, dass man ein sehr differenziert und unpolemisch auftretender Gesprächspartner ist...


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Schneeball
Beitrag 16. Jun 2017, 09:54 | Beitrag #176
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Aktuell wird ja die UN Konferenz zum Verbot von Atomwaffen in den Medien totgeschwiegen. Den Machern von Spon, Zeit, Tagesschau usw. ist der zillionste Beitrag über Trump wichtiger, als die wichtigste Initiative seit 1968 zur Abrüstung. Immerhin gibt es zumindest in der Zeit einen Gastbeitrag, den man aber erst mal suchen muss: http://www.zeit.de/politik/deutschland/201...chland-new-york Auch im Vorfeld der Konferenz gab es Beiträge nur in homöopathischen Dosen, ganz im Gegensatz dazu konnte zB. bei Panorama (ARD) der Gedanke an eine Deutsche Atombombe breit platziert werden.

ICANW begleitet zum Glück die Konferenz mit einem Livestream:
http://www.icanw.de/news-aus-new-york/

Der eigentlich Skandal ist aber, dass Staaten wie Deutschland sich der Konferenz verweigert. IALANA hat belegt, dass die USA Druck auf die NATO Partner ausgeübt haben. Hier ab Seite 24 die "Empfehlung" als Faksimile: http://www.ialana.de/images/pdf/arbeitsfel...ssg__5_5_17.pdf Immerhin hat Holland als einziges NATO Land genügend Eier, um an der Konferenz konstruktiv teilzunehmen, den anderen NATO Ländern ist es wichtiger gegen den NPT zu verstossen.
 
SailorGN
Beitrag 16. Jun 2017, 13:18 | Beitrag #177
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@schneeball: made my day! rofl.gif xyxthumbs.gif Anstatt auf vorherige Kritik einzugehen, wird einfach das Thema stumpf gewechselt, nur damit man weiterhin aus der eigenen ideologischen Schmollecke mit Kot werfen kann.


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Schneeball
Beitrag 16. Jun 2017, 15:44 | Beitrag #178
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ZITAT(SailorGN @ 16. Jun 2017, 14:18) *
@schneeball: made my day! rofl.gif xyxthumbs.gif Anstatt auf vorherige Kritik einzugehen, wird einfach das Thema stumpf gewechselt, nur damit man weiterhin aus der eigenen ideologischen Schmollecke mit Kot werfen kann.


Hat nicht eben Praetorian uns dazu angehalten, beim Thema zu bleiben? Wenns deinerseits noch Bedarf gibt, dann schreib doch eine PM.

Ansonsten zur Kritik an der nicht Berichterstattung über die UN Konferenz zum Verbot von Atomwaffen nichts zu relativieren?
 
SailorGN
Beitrag 16. Jun 2017, 16:22 | Beitrag #179
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Warum war mir nur klar, dass du dich auf die Mod-Ansage zurückziehst? Aber schön, wenn wenigstens etwas in der Welt berechenbar ist wink.gif

Zur Konferenz: so what? Ist in meinen Augen nicht die Sendezeit wert, da diese Ächtung überhaupt keine positiven Auswirkungen auf die Atommächte haben wird. Keines der Länder wird abrüsten, lediglich das moralische AnsBeinPinkeln von div. Nichtbesitzerländern kann dadurch verstärkt werden.


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Dave76
Beitrag 18. Jun 2017, 09:34 | Beitrag #180
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ZITAT
ARD zeigt Antisemitismus-Doku am Mittwoch

Kehrtwende: Das Erste wird die von Arte abgelehnte Antisemitismus-Doku am Mittwoch zeigen. Danach diskutiert die Talkshow "Maischberger" über Thema und Film

[...]

http://www.tagesspiegel.de/medien/ausgegre...h/19944304.html


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