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> Der infanteristische Fragen-Thread für (fast) alles, von "Wofür steht AAD?" bis "Was ist ein Zeliska-Revolve
der_finne
Beitrag 17. Mar 2018, 18:53 | Beitrag #2611
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Es gab ja zum Ende hin eine Volksturmversion die stark vereinfacht war.

https://www.simpsonltd.com/products/c29849
 
SailorGN
Beitrag 17. Mar 2018, 19:41 | Beitrag #2612
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Der K98k benötigte 12,2 kg Stahl für 3,9kg Waaffengewicht, erreicht in 20 Arbeitsstunden. Die MP 40 brauchte 10,7 kg Stahl für 3,9kg in 15 Arbeitsstunden. G 43: 14,7 kg zu 4kg bei 29 Stunden. MP 44: 12,5 zu 4,5kg in 19 h. (bei der Mp44 soll der Bedarf an Stahl bis zum Kriegsende auf 10,9 kg und die Zeit auf 7 (!) Stunden gefallen sein).

Edit: Aus dem Produktionsvergleich des Heereswaffenamtes 1944.

Der Beitrag wurde von SailorGN bearbeitet: 17. Mar 2018, 19:43


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Hummingbird
Beitrag 17. Mar 2018, 19:46 | Beitrag #2613
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Interessant, Danke. xyxthumbs.gif
 
SailorGN
Beitrag 18. Mar 2018, 12:04 | Beitrag #2614
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Weiterhin ein Hinweis auf die "Unterordnung" von HA-Langwaffen: die exzessive Ausgabe von Beutewaffen, welche ja gratis vorhanden waren. Allein nach der Kapitulation Italiens sollen tausende Beretta Mps an Wehrmachtssoldaten ausgegeben worden sein. Bei der PPSh41 lassen sich nur schwer Zahlen ermitteln, da diese idR direkt durch die Fronteinheiten wiederverwendet wurden.

Mal was zu den "Abschreibungsziffern" (aka Materialverluste) bei der MP38/40: Polenüberfall 261, Jahr 42 33.000, Jahr 43 59.000, Jahr 44 134.000.


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Nightwish
Beitrag 19. Mar 2018, 09:35 | Beitrag #2615
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ZITAT(SailorGN @ 17. Mar 2018, 19:41) *
Der K98k benötigte 12,2 kg Stahl für 3,9kg Waaffengewicht, erreicht in 20 Arbeitsstunden. Die MP 40 brauchte 10,7 kg Stahl für 3,9kg in 15 Arbeitsstunden. G 43: 14,7 kg zu 4kg bei 29 Stunden. MP 44: 12,5 zu 4,5kg in 19 h. (bei der Mp44 soll der Bedarf an Stahl bis zum Kriegsende auf 10,9 kg und die Zeit auf 7 (!) Stunden gefallen sein).

Edit: Aus dem Produktionsvergleich des Heereswaffenamtes 1944.



ZITAT(SailorGN @ 18. Mar 2018, 12:04) *
Weiterhin ein Hinweis auf die "Unterordnung" von HA-Langwaffen: die exzessive Ausgabe von Beutewaffen, welche ja gratis vorhanden waren. Allein nach der Kapitulation Italiens sollen tausende Beretta Mps an Wehrmachtssoldaten ausgegeben worden sein. Bei der PPSh41 lassen sich nur schwer Zahlen ermitteln, da diese idR direkt durch die Fronteinheiten wiederverwendet wurden.

Mal was zu den "Abschreibungsziffern" (aka Materialverluste) bei der MP38/40: Polenüberfall 261, Jahr 42 33.000, Jahr 43 59.000, Jahr 44 134.000.

Beide Beiträge sehr informativ! xyxthumbs.gif

Gibt es zu Material- und Zeitansatz in der Fertigung auch Zahlen zu G3 und G36?


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lerne leiden, ohne zu klagen

manchmal geht der Horizont über die klassische BW-Schiessausbildung hinaus (Goschi)

Ich habe mit Debilen gesprochen, mit Debilen die einen Schulabschluss haben und mit Debilen die einen Schulabschluss vergeben.
 
SailorGN
Beitrag 19. Mar 2018, 09:38 | Beitrag #2616
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Nicht vom Heereswaffenamt von 1944 wink.gif


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KSK
Beitrag 19. Mar 2018, 14:32 | Beitrag #2617
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ZITAT(Nightwish @ 19. Mar 2018, 09:35) *
Gibt es zu Material- und Zeitansatz in der Fertigung auch Zahlen zu G3 und G36?

Das würde mich sehr wundern, wenn Heckler&Koch sich da so sehr in die Karten schauen lässt. Zumindest beim G36.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Andr
Beitrag 19. Mar 2018, 17:21 | Beitrag #2618
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Die Russen waren ja dabei das Tokarev SVT-40 einzuführen und damit sollte das Mosin Nagant ersetzt werden, allerdings kam dann der Krieg dazwischen.

Der Youtube Kanal "Forgotten Weapons" ist recht interessant, weil da oft Protoypen vorgestellt werden die dann nie in Serie gingen. Wenn man bedenkt dass sogar die Italiener einige Halbautomaten entwickelt hatten (was dann wegen deren industriellen Kapazitäten dann nie Serie produziert wurde).
 
Black Forest
Beitrag 19. Mar 2018, 18:30 | Beitrag #2619
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Im Jahr 1959 erklärte die Bundeswehr das G 3 zur neuen Standardwaffe. Ein ausschlaggebender Faktor dafür lag in der Herstellung. Während das FN-Gewehr 24 Kilogramm Material und auch 24 Arbeitsstunden benötigte, reichten für das G 3 zehn Kilogramm und rund zwölf Stunden.

Quellenangabe; Manfred Kersten / David Th. Schiller, VISIER 12/93

Online nachzulesen hier: http://www.rk-marburg.com/Schiessen/HW_BW/...chichte_g3.html


Der Beitrag wurde von Black Forest bearbeitet: 19. Mar 2018, 18:39
 
SailorGN
Beitrag 19. Mar 2018, 20:41 | Beitrag #2620
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Mal ein paar Zahlen zu den russisch-sowjetischen Automaten: Erster Prototyp 1906(!) von Fjodorow für die japanische 6,5x50,5mm (Arisaka), Rückstoßlader mit zurückgleitendem Lauf. Argument gegen Einführung: Munitionsverbrauch. Man beachte die Vielzahl an innovativen Ansätzen. Danach kamen erstmal "nur" leichte Maschinengewehre, wobei mehr oder weniger alles als Ideengeber genutzt wurde. Letztendlich setzte sich 1927 das DP von Fjodorow und Degtjarow durch. Bereits 1925 gab es vom Militär den Wunsch nach einem Selbstladegewehr in 7,62x54R, um die 4kg, mit Einzel- und Dauerfeuer sowie Messerbajonett. Letztendlich lief es damals auf Tokarew, Degtjarow und Fjodorow hinaus aber kein Entwurf überzeugte vollens, weshalb es 1928 in die nächste Runde ging. Aber auch hier: zu komplizierter Aufbau, teuer in der Fertigung, kompliziert im Feld zu pflegen/warten. 1930 das gleiche. Aber die Sowjets gaben auch auf Befehl Stalins nicht auf. Ein Modell von Degtjarew wurde 1931 zum "7,62mm Selbstladegewehr M 1930", zu dem es auch eine SSG-Version gab. Nun kam es zu einem kleinen Wunder: Statt dem M1930 gab es 1934 das AWS-36 von Simonow, einem Nachwuchsingenieur. Etwas über 50.000 Stück wurden wohl produziert bis sich die Waffe im Winterkrieg nicht bewährte: zu kompliziert im Aufbau, zu filigran. Komischerweise (oder unter der Einmischung Stalins) wurde 1938 erneut ein Selbstlader ausgeschrieben, diesmal gewann Tokarew mit dem SWT-38 (die verbesserte Version hiess dann SWT-40). Das AWS-36 verschwand nach dem Winterkrieg fast völlig, vom SWT-40 wurden fast 1,4 Mio Stück hergestellt, darunter 51.000 SSG.

Leider habe ich nix wirklich belastbares zur taktischen Rolle der Automaten in der Infanterie gefunden... bzw. widersprüchliche Angaben. Persönlich kann ich nur soviel zum SWT-40 sagen: Für eine Waffe in dem Kaliber ist das Schiessen ein Genuss. Die Waffe, die ich schiessen durfte war präzise und der Rückstoß im Gegensatz zum kurzen M44 Mosin Nagant schon fast sanft... wollte das Teil eigentlich nicht wieder hergeben smile.gif

Der Beitrag wurde von SailorGN bearbeitet: 19. Mar 2018, 20:41


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Nightwish
Beitrag 22. Mar 2018, 10:13 | Beitrag #2621
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ZITAT(SailorGN @ 19. Mar 2018, 09:38) *
Nicht vom Heereswaffenamt von 1944 wink.gif


wink.gif

ZITAT(KSK @ 19. Mar 2018, 14:32) *
ZITAT(Nightwish @ 19. Mar 2018, 09:35) *
Gibt es zu Material- und Zeitansatz in der Fertigung auch Zahlen zu G3 und G36?

Das würde mich sehr wundern, wenn Heckler&Koch sich da so sehr in die Karten schauen lässt. Zumindest beim G36.


Man wie ja nie...


ZITAT(Black Forest @ 19. Mar 2018, 18:30) *
Im Jahr 1959 erklärte die Bundeswehr das G 3 zur neuen Standardwaffe. Ein ausschlaggebender Faktor dafür lag in der Herstellung. Während das FN-Gewehr 24 Kilogramm Material und auch 24 Arbeitsstunden benötigte, reichten für das G 3 zehn Kilogramm und rund zwölf Stunden.

Quellenangabe; Manfred Kersten / David Th. Schiller, VISIER 12/93

Online nachzulesen hier: http://www.rk-marburg.com/Schiessen/HW_BW/...chichte_g3.html


Vielen Dank! xyxthumbs.gif


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Ich habe mit Debilen gesprochen, mit Debilen die einen Schulabschluss haben und mit Debilen die einen Schulabschluss vergeben.
 
 
 

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