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> Bw-Strukturreform, Sammelthread
Dave76
Beitrag 17. Jul 2019, 11:07 | Beitrag #2671
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ZITAT(Malefiz @ 1. Jul 2019, 20:56) *
ZITAT(PzArt @ 1. Jul 2019, 00:08) *
Und das Argument mit der WaffenSS kann ich nicht teilen, dass verallgemeinert doch sehr. Klar, in weiten Teilen Sachsens mag das ein Problem sein, aber es gibt auch dort definitiv noch genug normal denkende Menschen.


Mal sollte ja immer vorsichtig sein mit Nazi Vergleichen im Internet, aber:

In Sachsen würden aktuell knapp 25% der Wähler eine rechtsextreme Partei wählen.

[...]

Sorry das ich das jetzt erst kommentiere, aber: Der AfD kann man sicherlich einiges vorwerfen (was ja auch fleissig getan wird) aber rechtsextrem ist sie sicherlich nicht, maximal rechtsradikal vielleicht, aber sicher nicht extremistisch im Definitionssinne des Verfassungsschutzes. Leider werden diese Begriff oft vermischt oder verwechselt, ob unintentional oder tatsächlich absichtlich, ich halte diese Distinktion aber für sehr wichtig.


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mr.trigger
Beitrag 17. Jul 2019, 11:32 | Beitrag #2672
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Jetzt ist es aber der Verfassungsschutz und damit dein Kriterium, der Teile der AfD rechtsextrem einstuft.

Es gibt einen ziemlich vernünftigen Text der bpb zu der Thematik, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist:
ZITAT
Den rechtsextremen Bestrebungen in der AfD ist dagegen in aller Klarheit die Unvereinbarkeit solcher Auffassungen mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung entgegenzuhalten. Und solange hat auch die politische Bildung – unabhängig von weltanschaulicher Neutralität – auf rechtsextremistische Grenzüberschreitungen hinzuweisen. Eine "normale" Partei kann die AfD nur sein, wenn sie Farbe zur Demokratie bekennt und ihre Doppelstrategie von bürgerlicher Protestpartei hier und rechtsextremer Antisystempartei da aufgibt.

https://www.bpb.de/politik/extremismus/rech...sextreme-partei


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wARLOCK
Beitrag 17. Jul 2019, 11:49 | Beitrag #2673
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ZITAT(Dave76 @ 17. Jul 2019, 11:50) *
ZITAT(Forodir @ 17. Jul 2019, 09:53) *
[...]

@wARLOCK
Da ist der Posten des Verteidigungsministers aber wohl so ziemlich die schlechteste Wahl, eher verbrennt man so seine Leute öffentlich sad.gif

Genau darauf wollte er doch hinaus ... wink.gif


Exakt wink.gif
AKK hat sich in den letzten Woche mehrfach und öffentlich gegen den Posten ausgesprochen (gewehrt möchte man fast sagen), wurde von Angela jetzt aber dennoch darum "gebeten". Diese Vorgehen als solches, als auch das Resort im besonderen, machen auf mich jetzt nicht unbedingt den Eindruck als baue man hier die große Merkel-Nachfolgerin auf.


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nüchtern betrachtet, sah es besoffen besser aus
 
Dave76
Beitrag 17. Jul 2019, 12:06 | Beitrag #2674
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ZITAT(mr.trigger @ 17. Jul 2019, 12:32) *
Jetzt ist es aber der Verfassungsschutz und damit dein Kriterium, der Teile der AfD rechtsextrem einstuft.

Nein, es sind Teile (Junge Alternative und "Der Flügel") der AfD, die als Verdachtsfall eingestuft wurden.

ZITAT(mr.trigger @ 17. Jul 2019, 12:32) *
Es gibt einen ziemlich vernünftigen Text der bpb zu der Thematik, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist:
ZITAT
Den rechtsextremen Bestrebungen in der AfD ist dagegen in aller Klarheit die Unvereinbarkeit solcher Auffassungen mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung entgegenzuhalten. Und solange hat auch die politische Bildung – unabhängig von weltanschaulicher Neutralität – auf rechtsextremistische Grenzüberschreitungen hinzuweisen. Eine "normale" Partei kann die AfD nur sein, wenn sie Farbe zur Demokratie bekennt und ihre Doppelstrategie von bürgerlicher Protestpartei hier und rechtsextremer Antisystempartei da aufgibt.

https://www.bpb.de/politik/extremismus/rech...sextreme-partei

Ja und wenn den Abschnit genau darüber mal miteinbezieht:

ZITAT
Jenseits aller berechtigten Kritik und unabhängig von der inhaltlichen und personellen Heterogenität – es handelt sich bei der Alternative für Deutschland meiner Einschätzung nach mehrheitlich um eine demokratische Partei. Das gilt für Wähler, Basis und Führung gleichermaßen. Vor allem ist die Partei keine neonationalsozialistische, keine "Nazi-Partei", da sowohl die Zurückweisung des Antisemitismus als auch der Rassenlehre der Nationalsozialisten umfassend und glaubhaft erfolgt. Zugleich und im Widerspruch dazu steht eine Reihe verharmlosender Aussagen zum NS-Regime, ebenso gibt es zahlreiche Belege für rassistische und antipluralistische Positionen. Zudem sind es keine isolierten Außenseiterpositionen, sondern bis in die Parteispitze hinein verankerte oder zumindest geduldete Auffassungen. Mit dem Verweis darauf, als neue Volkspartei unterschiedliche Strömungen integrieren zu wollen, wird das Dasein rechtsextremer Haltungen verteidigt – dies sei bei anderen Parteien mit verschiedenen Flügeln nicht anders. Dabei wird jedoch der wesentliche Unterschied zur demokratischen Konkurrenz unterschlagen: dass sich ein Teil der AfD außerhalb des demokratischen Meinungsspektrums bewegt. Solange die Gesamtpartei keine eindeutige Distanzierung von derartigen Positionen und ihren Vertretern vornimmt, ist sie als "weiche" rechtsextreme Partei zu charakterisieren.

Die Folge: Da der Rechtsextremismus in der AfD nicht vollständig isoliert ist, ist die Einbindung im politischen Wettbewerb in Form von Koalitionen aus demokratietheoretischer Sicht problematisch. Umgekehrt sollte nicht jede Position der AfD per se als rechtsextrem zurückgewiesen werden, sondern geprüft werden, ob sie demokratisch ist. Sonst würde es die Ablehnung des politischen Systems unter AfD-Anhängern nur noch vergrößern, die Vorurteile der Ausgrenzung bestätigen und die gesellschaftliche Polarisierung verstärken. Darum ist im Umgang mit der Partei und ihren Sympathisanten zu differenzieren: Die glaubhaft demokratischen Kräfte sollten durch Dialogangebote in den Willensbildungsprozess einbezogen werden, was erstens den Ausgrenzungsvorwurf widerlegen würde und zweitens manche verhärtete Front lösen könnte. Den rechtsextremen Bestrebungen in der AfD ist dagegen in aller Klarheit die Unvereinbarkeit solcher Auffassungen mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung entgegenzuhalten. Und solange hat auch die politische Bildung – unabhängig von weltanschaulicher Neutralität – auf rechtsextremistische Grenzüberschreitungen hinzuweisen. Eine "normale" Partei kann die AfD nur sein, wenn sie Farbe zur Demokratie bekennt und ihre Doppelstrategie von bürgerlicher Protestpartei hier und rechtsextremer Antisystempartei da aufgibt.

Mir gefällt zwar der Begriff '"weiche" rechtsextreme Partei' überhaupt nicht, aber dem Rest würde ich so schon zustimmen. Mir geht es dabei vor allem um die Defintionsproblematik solcher Begriffe, gerade im öffentlichen Diskurs. Da fällt eine tatsächlich scharfe Abgenzung oftmals schwer, da Übergänge natürlich oft fließend sind. Ich halte allerdings nichts davon die AfD und vor allem ihre Wähler pauschal als rechtsextrem zu verurteilen, das führt nur zur Vertiefung der schon vorhandenen Spaltung der Gesellschaft und auch innerhalb der Partei selbst. Trotzdem ist es natürlich nötig tatsächlich extremistische Haltungen in der Partei aufzuzeigen, ein schwieriges Unterfangen, das ausbalanciert hinzubekommen.


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Forodir
Beitrag 17. Jul 2019, 13:29 | Beitrag #2675
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ZITAT(wARLOCK @ 17. Jul 2019, 11:49) *
ZITAT(Dave76 @ 17. Jul 2019, 11:50) *
ZITAT(Forodir @ 17. Jul 2019, 09:53) *
[...]

@wARLOCK
Da ist der Posten des Verteidigungsministers aber wohl so ziemlich die schlechteste Wahl, eher verbrennt man so seine Leute öffentlich sad.gif

Genau darauf wollte er doch hinaus ... wink.gif


Exakt wink.gif
AKK hat sich in den letzten Woche mehrfach und öffentlich gegen den Posten ausgesprochen (gewehrt möchte man fast sagen), wurde von Angela jetzt aber dennoch darum "gebeten". Diese Vorgehen als solches, als auch das Resort im besonderen, machen auf mich jetzt nicht unbedingt den Eindruck als baue man hier die große Merkel-Nachfolgerin auf.


Ach so, okay das hatte ich dann falsch verstanden. So macht es natürlich Sinn.


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xena
Beitrag 17. Jul 2019, 13:36 | Beitrag #2676
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Rechtsradikal genügt doch völlig um sie vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Nicht alle Nazis sind extrem. Die Masse der Nazis sind mehr oder weniger unauffällig, trotzdem unterstützen sie ihre extremen Kameraden und sind somit zum Teil potentielle Mittäter.
 
Dave76
Beitrag 17. Jul 2019, 14:09 | Beitrag #2677
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ZITAT(xena @ 17. Jul 2019, 14:36) *
Rechtsradikal genügt doch völlig um sie vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Nicht alle Nazis sind extrem. Die Masse der Nazis sind mehr oder weniger unauffällig, trotzdem unterstützen sie ihre extremen Kameraden und sind somit zum Teil potentielle Mittäter.

Genau das meinte ich, hier werden die Begriffe maximal durcheinandergeschmissen. Mal für dich:

ZITAT
Was ist der Unterschied zwischen radikal und extremistisch?

Als extremistisch werden die Bestrebungen bezeichnet, die gegen den Kernbestand unserer Verfassung - die freiheitliche demokratische Grundordnung - gerichtet sind. Über den Begriff des Extremismus besteht oft Unklarheit. Zu Unrecht wird er häufig mit Radikalismus gleichgesetzt. So sind z. B. Kapitalismuskritiker, die grundsätzliche Zweifel an der Struktur unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung äußern und sie von Grund auf verändern wollen, noch keine Extremisten. Radikale politische Auffassungen haben in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz. Auch wer seine radikalen Zielvorstellungen realisieren will, muss nicht befürchten, dass er vom Verfassungsschutz beobachtet wird; jedenfalls nicht, solange er die Grundprinzipien unserer Verfassungsordnung anerkennt.

https://www.verfassungsschutz.de/de/service...q20030602-4.faq

Genausowenig stimmt deine Einschätzung, dass nicht alle "Nazis" extrem seien, jemand der nationalsozialistischen Positionen anhängt ist per Definition automatisch extremistisch. Ich denke diese Fehleinschätzung ist der in den letzten Jahren leider erfolgten völlig verqueren Verschiebung des Begriffs "Nazis" in der öffentlichen Debatte geschuldet, bei der teilweise jedwede "rechte", also rechts des "linken" Mainstreams stehende Position, demjenigen schnell den Vorwurf des "Nazis" einbringen kann.

Der Beitrag wurde von Dave76 bearbeitet: 17. Jul 2019, 14:13


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400plus
Beitrag 21. Jul 2019, 09:22 | Beitrag #2678
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Erstes großes Interview von AKK mit der FAZ.

ZITAT
Die mittelfristige Finanzplanung der Bundesregierung sieht ab 2020/2021 Kürzungen im Verteidigungshaushalt vor. Können Sie das hinnehmen?

Dass der Verteidigungshaushalt laut mittelfristiger Finanzplanung in den kommenden Jahren sinken soll, habe ich immer kritisiert. Deshalb muss man jetzt in zwei Schritten vorgehen. Im Parlament wird im Herbst noch einmal die Endfassung des Etats für das nächste Jahr beraten. Wir konnten bei der Aufstellung des Haushalts 2020 im Vergleich zu den ersten Planungen schon einen Fortschritt erzielen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir auch mittelfristig in die richtige Richtung gehen.

Ist da eine neue Situation entstanden, seit die CDU-Vorsitzende auch Verteidigungsministerin ist?

Wir haben beim Zwei-Prozent-Ziel der Nato eine klare Zusage gegeben. Dass man die zwei Prozent nicht von heute auf morgen erreicht, ist klar. Dass man aber den Weg dorthin auch wirklich gehen muss, ist genauso klar.


Mal schauen...

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/...t-16294738.html
 
SailorGN
Beitrag 21. Jul 2019, 11:03 | Beitrag #2679
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Toll, die übliche deutsche "Lösung" für Probleme: Wenn man nicht mehr weiterweiß schei*t man es mit Geld zu kotz.gif Genauso wie mit der CO²-Steuer. Anstatt die strukturellen Probleme mit BAAIN, Truppe und dem TSK-"Wasserköpfen" anzugehen wird erstmal stumpf Geld eingefordert, um ein weiches, aber quantifiziertes Ziel zu erfüllen. Leute, es wird nicht besser, nur anders.

Darüber hinaus hat Frau vdL sich eine Abschiedsfahrt auf der GoFo gewünscht...Soviel zu einer anderen deutschen Tradition: Tote Pferde reiten rofl.gif


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PzArt
Beitrag 21. Jul 2019, 11:16 | Beitrag #2680
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Danke für den Ausschnitt. Ist leider hinter Paywall. Aber ich denke auch dass AKK nicht unbedingt negativ für die BW sein muss. Von der fehlenden Fachkenntnis mal abgesehen - die viele Minister vor ihr ja auch schon hatten - kann es rein politisch sehr gut sein, dass das Ressort jetzt innerhalb der CDU quasi Chefsache ist und anscheinend auch nicht mehr an finanziellen Zusagen gerüttelt wird.

Ob Sie den Wasserkopf dann in den Griff bekommt bleibt abzuwarten. Aber vdL hätte das wohl auch nicht mehr hinbekommen.
 
KSK
Beitrag 21. Jul 2019, 11:28 | Beitrag #2681
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ZITAT(SailorGN @ 21. Jul 2019, 12:03) *
Toll, die übliche deutsche "Lösung" für Probleme: Wenn man nicht mehr weiterweiß schei*t man es mit Geld zu kotz.gif Genauso wie mit der CO²-Steuer. Anstatt die strukturellen Probleme mit BAAIN, Truppe und dem TSK-"Wasserköpfen" anzugehen wird erstmal stumpf Geld eingefordert, um ein weiches, aber quantifiziertes Ziel zu erfüllen. Leute, es wird nicht besser, nur anders.

Darüber hinaus hat Frau vdL sich eine Abschiedsfahrt auf der GoFo gewünscht...Soviel zu einer anderen deutschen Tradition: Tote Pferde reiten rofl.gif

So sehr ich selbst über die Verschwendung von Steuergeldern - auch und insbesondere bei der Bundeswehr- kotze, der direkt über deinem Beitrag zitierte Abschnitt spricht von der Erhöhung des Wehretats, um das an die NATO zugesagte 2%-Ziel zu erreichen. Dazu passt die Kritik nun nicht ganz, da überhaupt nicht darauf eingegangen wird, wie das Geld denn verwendet werden soll.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
400plus
Beitrag 21. Jul 2019, 12:03 | Beitrag #2682
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ZITAT(SailorGN @ 21. Jul 2019, 12:03) *
Toll, die übliche deutsche "Lösung" für Probleme: Wenn man nicht mehr weiterweiß schei*t man es mit Geld zu kotz.gif Genauso wie mit der CO²-Steuer.


Que? Bei der CO2-Steuer geht es um eine klassische Lenkunsabgabe/Pigou-Steuer- man will den Konsum verteuern und dadurch die negativen (Klima-)externalitäten von CO2 mit einpreisen und Konsumenten dazu bringen, durch ihren Konsum weniger CO2 auszustoßen. Das mit "mit Geld zuscheißen" doch gar nichts zu tun.

Und bei der Bundeswehr sehe ich das ehrlich gesagt auch nicht, aber da hat KSK ja schon geantwortet. Wenn man nach Jahren des "dynamischen Verfügbarkeitsmanagements" bis 2032 drei voll ausgestatte Divisionen mit organischer Brigadeartillerie, qualifizierter Fliegerabwehr, gemHubschrEinsVbdtm und allem will (inklusive 16.000 mehr Soldaten als jetzt), dann wird das halt Geld kosten. Ganz zu schweigen vom Signal an die Verbündeten, wenn man 2% verspricht, sich auf 1,5% festlegt und dann jahrelang bei 1,3% rumkrebst...

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 21. Jul 2019, 12:37
 
v. Manstein
Beitrag 21. Jul 2019, 15:42 | Beitrag #2683
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Sorry, aber diese Kakophonie ist wirklich schwer zu ertragen.
Natürlich braucht die BW substanziell mehr Geld, viel mehr Geld. Die gesamten Streitkräfte wurden 20 Jahre auf Substanzverzehr gefahren. Das betrifft die großen Mat Projekte, klar, aber auch die Versorgung mit Ersatzteilen bis runter zum Klodeckel und defekten Duschköpfen in den Waschräumen. Die BW ist eine riesige Organisation mit zentralistischer strenger top-down Management Architektur. Das umfasst auch den Mindset der Soldaten und zivilen Mitarbeiter. So eine Organisation wieder vom Kopf auf die Beine zu stellen, dauert Jahrzehnte. Die BW hat ja alles irgendwie zentralisiert. Das macht auch Sinn, wenn man zu wenig Geld hat und streng haushalten muss. Das wird jetzt zum Nachteil, weil alles und jeder Teil einer ewig langen Meldekette ist und von irgendwem irgendwo entschieden wird, vom Klodeckel bis zum Panzer, was natürlich den Entscheidungsprozess ewig laaaaaaang und kompliziert macht. Hier müsste man zuerst die Axt ansetzen und wieder Entscheidungskompetenzen zurückdeligieren. Darüber hinaus hat die BW in den 00er Jahren einen großen Fehler gemacht und viele erfahrene zivile und militärische Experten in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Da ist viel Knowhow weg. Gleichzeitig hat man keine neuen, jungen Mitarbeiter eingestellt. Auch diese Problem dauert zig Jahre, bis man hier wieder was aufgebaut hat. Übergangsweise hat man sich halt mit externen Beratern ausgeholfen.

Auch AKK wird hier sehr dicke Bretter bohren müssen. Niemand wird die Probleme der BW in 2 oder 3 Jahren korrigieren, wenn man 20 Jahre lang komplett in eine andere Richtung marschiert ist. Das wird eine Generationenaufgabe. Und natürlich hilft viel Geld bei der Strukturreform, wenn man aus dem Vollen schöpfen kann.


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PzArt
Beitrag 21. Jul 2019, 16:02 | Beitrag #2684
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Zu obigem Artikel, der leider hinter der Paywall ist, nochmal eine Zusammenfassung von Wiegold:

https://augengeradeaus.net/2019/07/akk-mars...o-statt-europa/
 
Dave76
Beitrag 21. Jul 2019, 17:49 | Beitrag #2685
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Eine der entscheidenden Baustellen ist ja das schon erwähnte BAAINBw, die Frage ist, ob AKK ttasächlich gewillt ist hier die notwendigen grundlegenden Reformen, die unter von der Leyen nur zaghaft ins Rollen gebracht worden sind, durchzusetzen, und das gegen den offensichtlichen Widerstand der SPD:


ZITAT
Beschaffungen der Bundeswehr
Nicht gut gerüstet

Der Bundeswehr mangelt es oft an Material – die Auslieferungen von Gerätschaften an Heer, Luftwaffe und Marine zieht sich trotz Milliarden aus Steuergeldern in die Länge. Das Amt, das dafür zuständig ist, sieht wenig Änderungsbedarf. Es fühlt sich von der Politik gegängelt.

Von Peter Carstens, Berlin
09.03.2019


https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/...g-16079043.html


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Scipio32
Beitrag 21. Jul 2019, 17:51 | Beitrag #2686
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Naja, mal sehen was AKK leisten wird. Sollte sie nicht mal Kanzlerin werden? Da ist das Verteidigungsministerium meiner bescheidenen Meinung nach nicht das beste Sprungbrett.
 
Dave76
Beitrag 22. Jul 2019, 11:09 | Beitrag #2687
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ZITAT
Finanzierung der Nato
„Zwei-Prozent-Ziel“: großes Wort, wenig Wirkung

22. Juli 2019
In der Großen Koalition im Bund wird dieser Tage wieder viel über das „Zwei-Prozent-Ziel“ der Nato diskutiert. Die SPD erklärt es zu einem Wunsch von US-Präsident Trump, dem sich die Partei nicht beugen werde. Doch Trump hat mit der Entstehung des Ziels nichts zu tun.

https://www.deutschlandfunk.de/finanzierung...ticle_id=454454


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400plus
Beitrag 22. Jul 2019, 11:46 | Beitrag #2688
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Ähnlich auch Mark Felix Serrano in der NZZ.
 
SailorGN
Beitrag 22. Jul 2019, 19:47 | Beitrag #2689
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Eieieiei, da hab ich wohl ein paar Knöpfe gedrückt biggrin.gif

2%: Diese Zahl nervt gewaltig. Wo bitte schön definiert man das Erreichen strategischer Projekte über die Höhe der gemachten Ausgaben?? 2% sagt nix über Fähigkeiten oder Ausdauer aus, die Nato-Verteidigungspolitiker haben mit dieser Zahl die gesamte Diskussion verhunzt. Man nimmt lieber eine lächerliche Kennzahl (bis 2 können sowohl Trump als auch MdB als auch Journalisten grad so zählen), anstatt wirklich messbare Fähigkeitsgewinne/-Ziele zu definieren... wie zB "bis 2032 drei voll ausgestatte Divisionen mit organischer Brigadeartillerie, qualifizierter Fliegerabwehr, gemHubschrEinsVbdtm" oder auch 4 gleichzeitig einsetzbare Fregatten oder 5 combat ready Jagdgeschwader.

CO²-Steuer: Auch wenns nicht wirklich hierherpasst, es hat keine Steuerungswirkung, wenn es keine Konsumalternativen gibt. Für Mieter und Pendler gibts in der Regel keine Alternative (Entscheidungsmöglichkeit) zu Ölheizung und Privatkfz. Darüber hinaus sollen ja "Prämien" zurückfliessen, am besten 100%, also eine reine Umverteilung mit entsprechendem Verwaltungskopf und Betriebskosten. Reine Blindleistung. Die unteren Schichten werden durch Kickback entschädigt, die oberen Schichten merken selbst 180€ pro tonne nicht mehr und die Mittelschicht darf den ganzen Zinnober ausbaden. Wenn die Steuer wenigstens investiv genutzt werden würde, in Technologien und Öffis gesteckt oder kommunal zur Wirkung käme... aber nein, typisch doppeldeutsch: Wir lösen ein Problem mit einer Steuer und verteilen gleichzeitig noch ein bissl um, um Wählerstimmen zu kaufen.

Mindset: Halloo, die Bundeswehr ist Militär und Militär ist topdown. Darüber hinaus ist die Ersatzteilbewirtschaftung nun ein Ding, was man am ehesten noch hochfahren kann, wenn man mit Beständen "spielt". Natürlich muss man dazu auch die Lager haben, aber wenns schon daran scheitert... Die Meldewege sind lang, weil es auch Kontrollinstanzen gibt: Wenn ein OTL/FKpt selbst über die Inst- und Bewirtschaftungstöpfe seiner Einheit bestimmen könnte wäre die Versuchung sicher sehr groß. Darüber hinaus: soll der Kdr eines PzGrenBattalions nun auch "seine" Immobilien bewirtschaften? Der wird schon abwinken, wenn es um dezidierte Instaufträge für seine Böcke geht... Darüber hinaus gibt es etliche ewige Verfahren, die sich aus dem öffentlichen Recht zur Auftragsvergabe ableiten, soll ein Brigadegeneral nun auch ne Vergabestelle im Stab haben? Was dabei Sinn macht: Unterstützende und entscheidende Dienststellen aus den "Ämtern" wieder räumlich zu den Einheiten bringen, damit Bedarfer und Entscheider bereits geografisch kürzere Wege haben und die lokale Identifikation verbessert wird. Wenn ich nur für "meine" Division arbeite ist das etwas anderes als für alle Heereseinheiten mal wochenweise. Beim Personal sieht es etwas anders aus, hier musste ja gespart werden und leider bekommt man ne A9 leichter aus der Stan als ne A14. Da wurde gerade nicht richtig abgebaut, der Wasserkopf ist Überbleibsel dessen, dass man für Personalabbau nicht genug bezahlt hat. Wer erinnert sich noch an das Bundeswehrreformbegleitgesetz? Darüber hinaus ist gerade im zivilen technischen Bereich die BW/Wehrverwaltung kein attraktiver Arbeitgeber für Ingenieure. Mit A10 lockt man keinen guten MaschBauer oder ITler nach Koblenz, geschweige denn irgendwo in die Pampa. Da bleiben nur Idealisten oder ehemalige Soldaten. Letztere haben auch vor und Nachteile: Sie wissen zwar, was Sache ist, bringen aber kaum Impulse von aussen. Das Attraktivitätsproblem in Verbindung mit Fachkräftemangel ist in den zivilen Bundesbehörden noch nicht wirklich schmerzhaft akut, wenn man selbst bei Bewerbungen für den höheren Dienst Emails mit Anhang "Standard-Absageschreiben" verschickt rolleyes.gif


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400plus
Beitrag 22. Jul 2019, 22:27 | Beitrag #2690
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ZITAT(SailorGN @ 22. Jul 2019, 20:47) *
Eieieiei, da hab ich wohl ein paar Knöpfe gedrückt biggrin.gif

2%: Diese Zahl nervt gewaltig. Wo bitte schön definiert man das Erreichen strategischer Projekte über die Höhe der gemachten Ausgaben?? 2% sagt nix über Fähigkeiten oder Ausdauer aus, die Nato-Verteidigungspolitiker haben mit dieser Zahl die gesamte Diskussion verhunzt. Man nimmt lieber eine lächerliche Kennzahl (bis 2 können sowohl Trump als auch MdB als auch Journalisten grad so zählen), anstatt wirklich messbare Fähigkeitsgewinne/-Ziele zu definieren... wie zB "bis 2032 drei voll ausgestatte Divisionen mit organischer Brigadeartillerie, qualifizierter Fliegerabwehr, gemHubschrEinsVbdtm" oder auch 4 gleichzeitig einsetzbare Fregatten oder 5 combat ready Jagdgeschwader.


Zustimmung zum letzteren, aber ein wenig in die Hinsicht ging es ja in letzter Zeit mit konkreten militärischen Zielen.

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 23. Jul 2019, 06:33
 
Edding321
Beitrag 23. Jul 2019, 07:23 | Beitrag #2691
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Hier mal nen interessantes Interview von Herrn Steingart und dem Herrn Harald Kujat dazu:
(Über App zum Podcast)

https://www.gaborsteingart.com/der-podcast/
 
Der Weisse Hai
Beitrag 23. Jul 2019, 13:35 | Beitrag #2692
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ZITAT(SailorGN @ 30. Jun 2019, 22:06) *
@PzArt: Die Bundeswehr sucht Personal, nicht die Waffen-SS... also ist ländliches Sachsen eher nicht so... attraktiv^^


OK, jetzt verstehe ich auch das Geschichtsbild vom Widerstand gegen das NS-Regime. tock.gif

Trennung.

ZITAT(400plus @ 17. Jul 2019, 08:13) *
ZITAT(Forodir @ 16. Jul 2019, 22:46) *
Schade hätte eigentlich bessere Alternativen gegeben glaube nicht das sie sich damit einen gefallen getan hat.


Aus Bundeswehrsicht könnte es gar nicht so schlecht sein. AKK wird Erfolge brauchen, sodass die CDU vielleicht mehr Augenmerk (und Geld) auf die Verteidigungspolitik lenken wird/will. vdL wurde im Kampf gegen Scholz doch sehr alleine gelassen, und ich denke, dass es einem Tauber oder Spahn nicht besser gegangen wäre. Die Parteivorsitzende kann man da eigentlich nicht so hängen lassen...


Die Entscheidung für AKK und gegen Spahn und vor allem Tauber war auch in der Hinsicht bemerkenswert, da beide in den sozialen Medien entsprechendes Engagement zeigten - z. B. durch den Hashtag #petertauberfetzt oder die lancierte Meldung, daß Spahn es werden würde.

Jetzt gönne man AKK erst einmal ihre 100-Tage-Einarbeitungszeit.

DWH


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Beitrag 23. Jul 2019, 14:45 | Beitrag #2693
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Ich durfte Herr Tauber mal auf einer Veranstaltung erleben und bin froh, dass er kein Amt bekommt.
Nachdem was ich gesehen habe, wird er das auch nie.

Tauber ist Profalla mit weniger Grips.
 
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Beitrag 23. Jul 2019, 19:58 | Beitrag #2694
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ZITAT(MeckieMesser @ 23. Jul 2019, 15:45) *
Tauber ist Profalla mit weniger Grips.


Das ist auch mein Eindruck. Aber immerhin ist er Staatssekretär. So ganz amtslos ist er also nicht.


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Beitrag 28. Jul 2019, 09:49 | Beitrag #2695
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Lesenswertes Interview mit dem Wehrbeauftragten des Bundestages:
https://amp.tagesspiegel.de/politik/wehrbea...r/24845148.html
 
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Beitrag 29. Jul 2019, 13:26 | Beitrag #2696
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Die BW wird weiterhin älter. Nicht wirklich überraschend jetzt, aber Ergebnisse zu einer kleinen Anfrage der FDP zur Trendwende Personal:

http://www.bundeswehr-journal.de/2019/durc...eigt-weiter-an/

 
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Beitrag 1. Aug 2019, 12:00 | Beitrag #2697
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11 weitere Bw-Liegenschaften werden entgegen des Stationierungskonzepts von 2011 nun doch weiter betrieben:
https://augengeradeaus.net/2019/08/weiter-a...liegenschaften/

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 1. Aug 2019, 12:02
 
400plus
Beitrag 1. Aug 2019, 12:30 | Beitrag #2698
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Und direkt hinterher noch ein sehr interessanter Artikel aus der ESuT über die für 2027 geplante Division:

u.a.:
- wie bekannt soll die Brigade 3 mechanisierte und ein Infanteriebataillon umfassen und auch wieder Brigadeartillerie bekommen. Nach meiner Lesart wird auch die Flugabwehr organisch der Brigade unterstellt
- die Division wird neben drei Brigaden auch einen Hubschrauberverband umfassen, der auch leichte Hubschrauber beinhalten wird
- die Aufklärungsbataillone werden Divisionstruppen, jede Brigade soll aber eine gemischte Aufklärungskompanie erhalten
- weitere Divisionstruppen sind im Bereich Artillerie, Pioniere, Logistik und Führungsunsterstützung geplant

https://esut.de/2019/08/fachbeitraege/strei...-division-2027/

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 1. Aug 2019, 12:31
 
PzArt
Beitrag 1. Aug 2019, 12:47 | Beitrag #2699
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Echt interessante Artikel, aber leider wieder recht nebulös was konkrete Ausplanungen an Truppe angeht. Ich habe ja mal vernommen, dass es sich bei der ersten aufzustellenden vollumfänglichen Division um die 10. PzDiv handeln soll, aber selbst darauf geht der Artikel leider nicht ein.
Dann wäre ja auch zu klären, wo und wie die hierzu benötigten neuen Truppenteile (Artillerie, Fernmelde, Logistik, Aufklärung usw.) denn hergenommen bzw. aufgestellt werden sollen. So ganz weit entfernt ist 2027 ja nicht mehr...
Von daher wäre es m.E. auch mal an der Zeit ggf. mal etwas konkreteres erfahren zu dürfen. Aber vielleicht ist das ja alles noch unter dem Deckel der Geheimhaltung. Nicht zu hoffen wäre, dass alles so genau doch noch nicht geplant ist.

Hinsichtlich der Liegenschaften ist mir aufgefallen dass die Klotzberg-Kaserne in Idar-Oberstein dabei ist. Das spricht sicher dafür, dass hier die Artillerie weiter gestärkt werden soll. Aber auch diese Liste geht leider nicht auf konkret geplante Truppenteile ein, sondern erwähnt lediglich die zuständigen Organisationbereiche wie Heer, Sanität, Cyber usw.

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 1. Aug 2019, 12:53
 
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Beitrag 1. Aug 2019, 12:58 | Beitrag #2700
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ZITAT(PzArt @ 1. Aug 2019, 13:47) *
Echt interessante Artikel, aber leider wieder recht nebulös was konkrete Ausplanungen an Truppe angeht. Ich habe ja mal vernommen, dass es sich bei der ersten aufzustellenden vollumfänglichen Division um die 10. PzDiv handeln soll, aber selbst darauf geht der Artikel leider nicht ein.


Ja, das mit der 10. PzDiv hatte ich auch im Hinterkopf. Andererseits ist die 1. PzDiv schon recht nahe an der Gliederung mit 3 Brigaden zu 3 mechanisierten und 1 Jägerbataillon. Bei der 10. PzDiv müsste man sich dann fragen, was mit den Gebirgsjägern passiert und wo die dritte schwere Brigade herkommt.

ZITAT(PzArt @ 1. Aug 2019, 13:47) *
Dann wäre ja auch zu klären, wo und wie die hierzu benötigten neuen Truppenteile (Artillerie, Fernmelde, Logistik, Aufklärung usw.) denn hergenommen bzw. aufgestellt werden sollen. So ganz weit entfernt ist 2027 ja nicht mehr...
Von daher wäre es m.E. auch mal an der Zeit ggf. mal etwas konkreteres erfahren zu dürfen. Aber vielleicht ist das ja alles noch unter dem Deckel der Geheimhaltung. Nicht zu hoffen wäre, dass alles so genau doch noch nicht geplant ist.


Bei der Aufklärung dürfte es am unproblematischsten sein. Die gemischten Kompanien stelle ich mir ein wenig wie die derzeitigen Bataillone "in klein" vor, da dürfte es mehr um ein Verschieben statt um einen Aufwuchs gehen.
 
 
 

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