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> Neuigkeiten zum SPz Puma, ehemals "Igel"
Merowinger
Beitrag 11. Dec 2020, 16:24 | Beitrag #2641
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"Unzureichend" würde ich jetzt nicht direkt sagen - teuer, hochgezüchtet, empfindlich, eng abgestimmt vielleicht.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 11. Dec 2020, 16:24
 
Praetorian
Beitrag 11. Dec 2020, 16:38 | Beitrag #2642
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ZITAT(Scipio32 @ 11. Dec 2020, 16:21) *
Das klingt nicht wirklich gut, eher so als hätte man für teuer Geld einen unzureichenden Motor in den Puma eingebaut. Falls ich das richtig einschätzen stellt sich dann sofort die Frage, warum hat man dass den gemacht?

Weil beim Puma Gefechtsgewicht und Fahrzeugabmessungen zur Transportfähigkeit in A400M passen und gleichzeitig die Mobilitätsanforderungen (≥ Leopard 2) erfüllt werden mussten.


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DanielF
Beitrag 11. Dec 2020, 17:02 | Beitrag #2643
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Liebherr D9512: https://www.liebherr.com/de/deu/produkte/ko...ls/d9512a7.html
Liebherr D9612: https://www.liebherr.com/de/deu/produkte/ko...ls/d9612a7.html

Und die beiden nächst größeren Triebwerke hat Liebherr früher auch explizit für den Einsatz für Militärgerät wie Panzer beworben

Liebherr D9616: https://www.liebherr.com/de/deu/produkte/ko...ls/d9616a7.html
Liebherr D9620: https://www.liebherr.com/de/deu/produkte/ko...ektd9620a7.html

Der D 9512 soll glaube ich auch in den Marder verbaut werden confused.gif

Der Beitrag wurde von DanielF bearbeitet: 11. Dec 2020, 17:06
 
Forodir
Beitrag 11. Dec 2020, 18:21 | Beitrag #2644
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Vielleicht sollte man aber auch nicht alles auf die goldene Wage legen, was manche Kommentare bei "Augen Gerade Aus" schreiben? Meine Kameraden beim PzGrenBtl 112 sind vom PUMA soweit überzeugt. Ja er hat natürlich immer noch Fehler und es werden auch von Nutzer-seite viele Fehler gemacht aber das ist nun mal dem Projekt geschuldet wie er eingeführt wurde, selbst der Marder der um einiges simpler ist hatte noch jahrelang mit Schwierigkeiten zu kämpfen und hier reden wir von einem um einiges komplexeres Fahrzeug.

Bei aller berechtigten Kritik finde ich es einfach albern das manche glauben, dass der PUMA jetzt auf einmal ersetzt werden könnte (gegen ein anderes unerprobtes Fahrzeug), das wird nicht stattfinden, dazu sind die Probleme eben nicht schwerwiegend genug und die bereits eingesetzten Mittel werden nicht einfach so abgeschrieben und vor allem die gesamte Ausbildung und Implementierung in die Bw Logistik.


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Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
 
methos
Beitrag 11. Dec 2020, 19:32 | Beitrag #2645
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Ob wir hier Kommentare von irgendwelchen Nutzern bei "Augen geradeaus!" diskutieren müssen, halte ich für fraglich. Natürlich sind alle Infos und Meinungen interessant, aber man kann auch dort direkt mit den Kommentarschreibern diskutieren...

Inbesondere wenn man sieht, dass die dort geposteten und hier weiterverbreiteten Kommentare Falschinformationen enthalten. Im KF41 Lynx sitzt kein V12-Motor, sondern ein 6-Zylinder-Inline-Diesel (basierend auf dem Liebherr D976). Im Marder und KF31 Lynx wird vermutlich ein ähnlicher Motor zum Einsatz kommen, nur eben eine Nummer kleiner.


Bezüglich der Triebwerke klingt das für mich nach einem Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Die Liebherr- und MTU-Produktpaletten sind auf andere Anwendungsfälle optimiert und der Einsatz von Liebherr-Motoren in Panzerfahrzeugen momentan eher eine Zwischenlösung darstellt. Auch ohne den Puma ist die Motorentwicklung Seitens MTU (und generell international) Richtung HPD-Motoren gegangen, ob man den MT890V10 zu hoch gezüchtet hat oder nicht, ist eine andere Frage.

 
Merowinger
Beitrag 11. Dec 2020, 19:34 | Beitrag #2646
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Die Frage hier im Forum lautet ja weiterhin: Wo genau sind die Probleme beim Puma? Das Thema Motor fügt ein Mosaiksteinchen zum Bild hinzu, die Bewertung der Informationen muß dann jeder für sich vornehmen.

Mir stellt sich jetzt die Frage, ob die Auswahl dieses Motors Einschränkungen in Richtung einer theoretischen Fahrzeugfamilie als Rüstsatzträger mit sich bringt - ich vermute das. Und die Schwierigkeiten bei der MELLS Integration kann ich jetzt auch besser nachvollziehen hinsichtlich des Resonanzbereichs (andere FKs wären gleichermassen betroffen und müßten extra gedämpft werden).

@methos: Bist Du sicher mit dem D976? Die Veröffentlichungen zum Lynx sprechen von 750kW, und ich halte es für schwierig den D976 ohne weitere Zylinder so weit in der Leistung zu steigern.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 11. Dec 2020, 19:38
 
methos
Beitrag 11. Dec 2020, 19:37 | Beitrag #2647
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Wieso sollte die Wahl des Motors Einschränkungen bezüglich der Nutzung als Rüstsatzträger verursachen? Das Leistungsgewicht ist ausreichend, der Motor ist volumenmäßig (und in Bezug auf Spritverbrauch) weltweit führend, zudem hat MTU gleich eine ganze Motorfamilie mit der gleichen Technologie entworfen...
 
Merowinger
Beitrag 11. Dec 2020, 19:46 | Beitrag #2648
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Hitze & Abwärme bei erhöhtem Energiebedarf kommt mir z.B. in den Sinn, weniger wichtig auch die akustische Signatur. Die Resonanzen habe ich ja gerade angesprochen. Eine APU gibt es nicht, richtig? Robustheit wäre ein anderes, generelles Thema.

Zum Vergleich der Puma:
ZITAT
Es besteht aus dem Zehnzylinder-Motor der MTU-Baureihe 890, einem Sechs-Gang-Getriebe der Firma Renk, einem Jenoptik-Startergenerator und einer Kühl- und Luftfilteranlage. „Es ist so kompakt, wie kein anderer militärischer Antrieb zuvor. Sein Masse-Leistungs-Verhältnis von knapp eineinhalb Kilogramm Motorgewicht pro Kilowatt Leistung ist einzigartig in dieser Anwendung“, sagt Jürgen Schimmels [...] Das ist auch so beabsichtigt, denn Kompaktheit ist eine der wesentlichen Eigenschaften des Panzers.
[...]
Bei der Entwicklung des Puma-PowerPacks trugen die MTU-Ingenieure mit einem konsequenten Motor-Downsizing-Konzept entscheidend zur Kompaktheit des Panzers bei. Zusätzlich sparten die Ingenieure Bauraum indem sie Baugruppen wie Ölfilter und -kühler in das Motorgehäuse integrierten.
Eine weitere Anforderung an den Puma lautete: Er muss dem Kampfpanzer Leopard 2 mit dessen Mobilität folgen können. Dank des leistungsstarken MTU-Triebwerks ist der Puma dazu imstande. Und das, obwohl der Leopard 2-Motor einen Hubraum von 48 Litern und der des Pumas nur einen Hubraum von nur 11 Litern hat. „Seine hohe bauraumbezogene Leistung und seine intelligente Steuerungs- und Überwachungstechnik machen es möglich. Denn das MTU-PowerPack-Managementsystem hält den Motor und alle Triebwerkskomponenten jederzeit im optimalen Leistungsbereich und passt sich damit ideal der jeweiligen Fahrsituation des Fahrzeugs an“, erklärt Jürgen Schimmels.
[...]
MTU entwickelte für den Einsatz in Wüstengebieten eine zweistufige Luftfilteranlage, die die Verbrennungsluft vorreinigt, bevor sie den zwei Turboladern zugeführt wird. Ein intelligentes Thermomanagement des PowerPacks durch drei getrennte Kühlkreisläufe sorgt auch bei extrem hohen Außentemperaturen für uneingeschränkte Mobilität.

Leistung: Bis 800kW

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 11. Dec 2020, 20:03
 
methos
Beitrag 11. Dec 2020, 19:47 | Beitrag #2649
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ZITAT(Merowinger @ 11. Dec 2020, 19:34) *
@methos: Bist Du sicher mit dem D976? Die Veröffentlichungen zum Lynx sprechen von 750kW, und ich halte es für schwierig den D976 ohne weitere Zylinder so weit in der Leistung zu steigern.
Ja, ich bin mir sicher. Dass im KF41 Lynx ein 6-Zylinder-Inline-Dieselmotor mit 18 Litern Hubraum von Liebherr verbaut wird, ist eine Aussage die direkt von Rheinmetall stammt (im Wehrtechnischen Report zum Lynx veröffentlicht). Einzig passendes Produkt (Hubraum, Zylinder und Konfiguration) ist der Liebherr D976 und die Leistungsklasse stimmt auch.


Die Produktübersicht auf der Liebherr-Webseite ist vielleicht etwas ungenau, schaut man sich die Broschüren an, sieht man dass der D976 im Leistungsbereich zwischen ~350 und ~780 Kilowatt betrieben werden kann. Im Lynx hat Rheinmetall einen D976 mit zweistufigen Turbolader verbaut, der dauerhaft 800 Kilowatt und - für einen kurzen Zeitraum in einem "Boost-Modus" 850 Kilowatt - erzeugt. Die Drehzahl beträgt bis zu 2.300 Umdrehungen pro Minute.

ZITAT(Merowinger)
Hitze & Abwärme bei erhöhtem Energiebedarf kommt mir z.B. in den Sinn, weniger wichtig auch die akustische Signatur. Die Resonanzen habe ich ja gerade angesprochen. Eine APU gibt es nicht, richtig? Robustheit/Empfindlichkeit wäre ein anderes, generelles Thema.
Der Puma hat einen Schwungrad-Starter-Generator, der bis zu 170 Kilowatt erzeugen kann. Für den maximalen Energieoutput muss das Haupttriebwerk mit einer Drehzahl von mindestens 3.000 Umdrehungen pro Minute laufen.

Verglichen mit Leopard 2 (selbst mit APU), Boxer und PzH 2000 - oder gar dem Marder - liefert der Puma ordentlich Strom. Zusätzliche Elektromotoren steuren die Belüftung von Triebwerk und Klimaanlage. Eine neue Schwachstelle im Vergleich zu den alten Generationen ist natürlich die deutlich komplexere Steuerelektronik - k.A., ob die auch wirklich Probleme macht.

Der Beitrag wurde von methos bearbeitet: 11. Dec 2020, 19:55
 
Racer
Beitrag 13. Dec 2020, 16:12 | Beitrag #2650
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Noch eine Anmerkung zu den Drehmoment Vergleichen: Ein Motor mit 4000Nm bei 2000 1/min liefert nach dem Getriebe das gleiche Drehmoment an die Kette wie ein Motor mit 2000Nm bei 4000 1/min. Die Dynamik des Motors ist eine andere Baustelle.
 
400plus
Beitrag 18. Jan 2021, 15:58 | Beitrag #2651
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ZITAT
Zudem besteht unverändert die Absicht, die VJTF(L) 2023 mit dem Schützenpanzer Puma im Konstruktionsstand VJTF auszustatten. Fortschritte bei der Abstellung von Mängeln und eine gestiegene Einsatzbereitschaft machen optimistisch, dass wir gemeinsam mit der Industrie die dafür notwendigen Voraussetzungen bis zum Frühjahr schaffen können


ZITAT
Für die Division 2027 sind wir in der Domäne Wirkung insgesamt ausreichend aufgestellt, wenn die benötigten 266 Schützenpanzer Puma mit neuem Konstruktionsstand und die vorerst 43 schweren Waffenträger Boxer bis spätestens 2026 im einsatzfähigen Zustand zulaufen.


sagt der Heeresinspekteur
 
 
 

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