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> COVID-19-Pandemie - Einsatz der Bundeswehr im Inland, Der Informationsthread
Schwabo Elite
Beitrag 23. Mar 2020, 10:06 | Beitrag #61
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ZITAT(Havoc @ 23. Mar 2020, 02:44) *
ZITAT(Schwabo Elite @ 22. Mar 2020, 22:51) *
Ich hab mir den Dienstpflicht- und Wiedereinführung-der-Wehrpflicht-Quark nicht ausgedacht. wink.gif


Hat auch keiner behauptet. Nur: Die Idee ist einfach nur Unfug. Ein Zivi ist keine Pflegefachkraft und darf viele Tätigkeiten z.B. einer ausgebildeten Krankenschwester nicht ausführen. Zuletzt war die Dauer der Wehrpflicht und des Zivildienstes 9 Montage, mit anderen Worten, kaum dass die selbstständig arbeiten können, sind sie ausgeschieden und in der Reserve nutzen sie dann auch nichts, wenn sie nicht jährlich auf Übungen und Fortbildungen sind.

Was ich genau so auch schreibe: 12 Monate sind schon kurz. Und klar dürfen Zivildienstleistende viele Dinge nicht machen. Die Idee ist aber doch einleuchtend, dass sie andere Dinge auch tun können, die dann beim Fachpersonal nicht mehr anfielen.
Und daher der stete Tropfen,der hoffentlich irgendwann mal höhlt, dass Wehr- und Zivildienst (und mehr noch: Dienstpflicht) ein rundes Konzept bräuchte. Gerade bei der Wehrpflicht wird auch völlig vergessen, was das mit einer Armee macht, wenn die Masse keine hauptberuflichen Soldaten sind sondern Wehrdienstleistende. Das führt zu ziemlich großen Gräben zwischen "denen" und "jenen", es senkt die Professionalität insgesamt ab, wenn man nicht gerade 18 Monate zum Wehrdienst einbeordert, und gerade 18-jährige Abiturienten - also etwa der halbe Jahrgang - lassen sich ungern was von Unteroffizieren sagen, die ihnen sprachlich kaum gewachsen sind. Das alles trägt nicht zu einer Akzeptanz des Ganzen bei.


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Sapere Aude & Liber et Infractus
"He uses statistics as a drunken man uses lamp-posts... for support rather than illumination." –- Andrew Lang (1844-1912)
"Seit ich auf deutsche Erde trat, durchströmen mich Zaubersäfte – Der Riese hat wieder die Mutter berührt, Und es wuchsen ihm neue Kräfte." -- Heinrich Heine (1797-1856), Deutschland ein Wintermärchen, Caput I
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Schwabo Elite
Beitrag 23. Mar 2020, 10:20 | Beitrag #62
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ZITAT(Havoc @ 23. Mar 2020, 02:44) *
Die Pandemie deckt schonungslos die Schwächen unserer auf Effizienz ausgerichteten Gesellschaft auf. Man wird über die Liberalisierung/ Privatisierung unseres Gesundheitssystem gründlich nachdenken müssen und die Pflegeberufe deutlich aufwerten müssen. Die Verknappung der Schutzkleidung zeigt deutlich, dass man von Staatsseiten wieder Depots für strategisch wichtige Güter anlegen muss und für diese nationale Fertigungskapazitäten haben muss (Trigema hat wegen der Corona-Pandemie seine Produktion teilweise auf Mund- und Nasenschutz-Masken umgestellt).

Ich denke, das sind wir uns hier alle einig. Ich sagte das schon zu Beginn der Krise in anderem Kontext, aber das ist auch eine Chance für Europa: Zur Abkehr von Produktionsstandorten in China, zur Besinnung auf Staat und Gesellschaft vor Profitmaximierung und zu einem Umdenken hin zu einer sozialen Marktwirtschaft. Nur hat das, Krise hin oder her, eben auch Kosten, die wir alle tragen müssen und zumindest mehrheitlich zu tragen bereit sein müssen. Die Kosten heißen: Höhere Spitzensteuersätze, mehr bürgerliche Pflichten und insgesamt weniger Konsum (allein wegen der höheren Steuern), was an vielen Stellen der Wirtschaft drücken wird. Das verwirklicht man nicht mit der Brechstange.

ZITAT
Die Tätigkeit als Reservist, bei Feuerwehr, DRK oder THW gehört von den Betrieben nicht nur geduldet, sondern aktiv beworben und gefördert, schließlich werden auch deren Werte geschützt. Der ORF hat mit "Feuer und Flamme" eine Wettkampfshow der Feuerwehren, wieso kriegen ARD oder ZDF sowas als Werbemittel für den Freiwilligendienst nicht hin?

Weil da keiner drüber nachdenkt bei ARD und ZDF. Das gehört im Prinzip zum obigen Themenblock.

ZITAT
Die Pandemiebekämpfung gehört als Teil des Europäischen Katastrophenschutz dort koordiniert, die zum Teil unabgestimmten nationalen Alleingänge bei Covid-19 waren sicher nicht förderlich.


Absolut. Und die Konsequenz muss eine Föderalisierung Europas sein, weg von dem Konföderationsquatsch, den wir jetzt betreiben. Das Problem ist, dass die EU zurzeit weder Strukturen noch Haushalt hat, um so etwas künftig zu unterbinden. Man muss ja nicht nur Prozesse malen, was man tun wollen würde, wenn diese oder jene Krise einträfe. Man braucht auch Strukturen und Mittel (Finanzen wie Sachmittel).

Es nützt auch recht wenig, wenn die EU zwar theoretisch befugt wäre nationale Kräfte zu "föderalisieren" im Krisenfall, sie braucht dafür auch direktes, eigenes Personal und Befugnisse in den Staaten vorzugehen, und zwar zur Not auch ohne Erlaubnis von dem jeweiligen Land oder gar allen 27 Mitgliedsstaaten. Und wer zu diesem Personal gehören will, der muss sich direkt bewerben dürfen, also nicht von dem eigenen Staat erst sekundiert werden müssen, sonst hebeln die Nationalstaaten wieder alles qua bürokratischem Aussitzen aus. Und damit reden wir über eigene Ausbildungs- und Personalwerbungsstrukturen, was automatisch hieße: Die EU tritt tagtäglich in direkte Konkurrenz zu ihren Mitgliedern.
Und genau daran scheitert die Kiste seit 30 Jahren.


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KSK
Beitrag 23. Mar 2020, 10:41 | Beitrag #63
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ZITAT(Schwabo Elite @ 23. Mar 2020, 10:20) *
hin zu einer sozialen Marktwirtschaft.

Ich habe in Schulzeiten mal gelernt wir hätten eine soziale Marktwirtschaft. Ist dem nicht so?
ZITAT
Nur hat das, Krise hin oder her, eben auch Kosten, die wir alle tragen müssen und zumindest mehrheitlich zu tragen bereit sein müssen. Die Kosten heißen: Höhere Spitzensteuersätze, mehr bürgerliche Pflichten und insgesamt weniger Konsum (allein wegen der höheren Steuern), was an vielen Stellen der Wirtschaft drücken wird. Das verwirklicht man nicht mit der Brechstange.

Ich will dir da gar nicht komplett widersprechen. Wie die markierten Passagen zusammenpassen erschließt sich mir allerdings nicht.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Havoc
Beitrag 23. Mar 2020, 13:52 | Beitrag #64
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ZITAT(KSK @ 23. Mar 2020, 10:41) *
ZITAT(Schwabo Elite @ 23. Mar 2020, 10:20) *
hin zu einer sozialen Marktwirtschaft.

Ich habe in Schulzeiten mal gelernt wir hätten eine soziale Marktwirtschaft. Ist dem nicht so?


Schon. Wir hatten eine Marktliberalisierung. Man hat viele Bereiche, welche früher dem Bund, Bundesland oder Kommune gehörten privatisiert, weil es die Privatwirtschaft besser kann.
Nur die Privatwirtschaft will Geld verdienen, alles was Kosten verursacht wird auf ein Minimum reduziert oder ausgelagert. Das kann ein Autoherstelle machen. Wenn Modell A keinen Gewinn abwirft, wird es eingestellt oder wenn der Zukauf eines Bauteils billiger ist, als die Selbstfertigung, wird zugekauft.

Sparten wie das Gesundheitswesen, welche flächendeckend aufrechterhalten werden müssen, wird z.B. ein privates Krankenhaus in die Bereiche, welche erhalten werden müssen aber unwirtschaftlich sind, nur das Minimum an notwendigen Mittel investieren und alle Einsparmöglichkeiten nutzen. Das hat ja mit zu dem Personalschlüssel von 13 Patienten auf eine Pflegefachkraft geführt, immerhin doppelt so hoch wie in den Niederlanden ( 7 zu 1 ).
Kurz gesagt, alle Bereiche, welche unabhängig von der Wirtschaftlichkeit flächendeckend den Bürgen bereitgestellt werden müssen, sind Teil der Infrastruktur und diese sollte vom Bund / Land /Kommune betrieben werden und jeder der diese nutzt sollte dafür Abgaben, Gebühren, Steuern bezahlen, einschl. internationale Konzerne, wenn deren Produktionsstandorte von dieser Infrastruktur profitieren.
 
Freestyler
Beitrag 23. Mar 2020, 15:41 | Beitrag #65
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Eine Marktliberalisierung stellt grundsätzlich erstmal keinen Widerspruch zur sozialen Marktwirtschaft dar.

ZITAT(Schwabo Elite @ 23. Mar 2020, 10:20) *
Ich sagte das schon zu Beginn der Krise in anderem Kontext, aber das ist auch eine Chance für Europa: Zur Abkehr von Produktionsstandorten in China, zur Besinnung auf Staat und Gesellschaft vor Profitmaximierung und zu einem Umdenken hin zu einer sozialen Marktwirtschaft. Nur hat das, Krise hin oder her, eben auch Kosten, die wir alle tragen müssen und zumindest mehrheitlich zu tragen bereit sein müssen. Die Kosten heißen: Höhere Spitzensteuersätze, mehr bürgerliche Pflichten und insgesamt weniger Konsum (allein wegen der höheren Steuern), was an vielen Stellen der Wirtschaft drücken wird. Das verwirklicht man nicht mit der Brechstange.

Deutschland hat eine soziale Marktwirtschaft und hat auch kein Einnahmenproblem, sondern vor allem ein Ausgabenproblem - sowohl was den Schwerpunkt der Ausgaben als auch deren Effizienz angeht. Die Staatsquote lag in Deutschland im Jahr 2018 bei 44% - wie hoch willst du die denn noch treiben?

Und zum Thema höherer Spitzensteuersatz: Das zweitoberste Dezil zahlt 16,1% der direkten Steuern und das oberste Dezil 59,1% - wie hoch willst du die oberen Einkommen denn noch besteuern? Gleiches gilt für die Sozialbeiträge (19,0% bzw. 22,8%). Bereits jetzt zahlen Facharbeiter je nach Branche den Spitzsteuersatz tock.gif Solche Verhältnisse legitimieren auch ein Zensuswahlrecht smile.gif

Quelle: https://www.diw.de/documents/publikationen/....de/16-51-1.pdf und https://de.statista.com/statistik/daten/stu...der-eu-laender/

Edit zum Spitzensteuersatz bei Facharbeitern: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spit...rutto-1.4762637

Der Beitrag wurde von Freestyler bearbeitet: 23. Mar 2020, 16:10


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ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
Nightwish
Beitrag 24. Mar 2020, 15:43 | Beitrag #66
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ZITAT(kato @ 22. Mar 2020, 14:47) *
ZITAT(Nightwish @ 22. Mar 2020, 14:29) *
Kannst du das "Konzept" insgesamt erläutern, bzw. auf welche Quelle stützt du dich?

Für Baden-Württemberg: https://www.lfs-bw.de/Fachthemen/RechtOrgan...onzept_2016.pdf (Seite 22 zum Aufwuchs-/Wellenkonzept).
Bei der vierten Welle ist die Bundeswehr auch durchaus explizit erwähnt. In den anderen Bundesländern gibt es das im wesentlichen analog dazu.

Die Infektionsschutz ist vom Konzept an sich per se ausgenommen, allerdings läßt sich die Unterstützungsleistung durch den KatS ganz gut an diesem Konzept vergleichen. Der eingangs in obigem Konzept erwähnte Seuchenalarmplan ist der Influenzapandemieplan des Landes: https://sozialministerium.baden-wuerttember...emieplan-BW.pdf


Danke! xyxthumbs.gif


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lerne leiden, ohne zu klagen

manchmal geht der Horizont über die klassische BW-Schiessausbildung hinaus (Goschi)

Ich habe mit Debilen gesprochen, mit Debilen die einen Schulabschluss haben und mit Debilen die einen Schulabschluss vergeben.
 
Merowinger
Beitrag 24. Mar 2020, 17:03 | Beitrag #67
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Andere Länder oranisieren sich anders - Ungarn/Orban laut SPON:
ZITAT
Schon vergangene Woche ließ er Energieversorger, die Post und Verkehrs- und andere wichtige Betriebe unter die Aufsicht des Militärs stellen. Wer zum Coronavirus "Falschnachrichten" verbreitet, dem drohen künftig bis zu fünf Jahre Haft. "Wir könnten dann wahrscheinlich kaum mehr über die katastrophalen Zustände in ungarischen Krankenhäusern berichten", sagt Marton Gergely, Journalist bei HVG, einem der letzten kritischen Medienunternehmen.
[...]
Seine Regierung legte einen Gesetzentwurf vor, der es ihm ermöglichen würde, im Rahmen eines Notstands von womöglich unbegrenzter Dauer per Dekret zu regieren.


Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 24. Mar 2020, 17:05
 
Almeran
Beitrag 24. Mar 2020, 17:09 | Beitrag #68
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ZITAT(Merowinger @ 24. Mar 2020, 17:03) *
Andere Länder oranisieren sich anders - Ungarn/Orban laut SPON:
ZITAT
Schon vergangene Woche ließ er Energieversorger, die Post und Verkehrs- und andere wichtige Betriebe unter die Aufsicht des Militärs stellen. Wer zum Coronavirus "Falschnachrichten" verbreitet, dem drohen künftig bis zu fünf Jahre Haft. "Wir könnten dann wahrscheinlich kaum mehr über die katastrophalen Zustände in ungarischen Krankenhäusern berichten", sagt Marton Gergely, Journalist bei HVG, einem der letzten kritischen Medienunternehmen.
[...]
Seine Regierung legte einen Gesetzentwurf vor, der es ihm ermöglichen würde, im Rahmen eines Notstands von womöglich unbegrenzter Dauer per Dekret zu regieren.


Diese Pandemie ist natürlich eine tolle Gelegenheit, unter dem Mantel des Ausnahmezustands Befugnisse an sich zu reißen.


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Liberalmeran.

Der Grad unserer Erregung wächst in umgekehrtem Verhältnis zu unserer Kenntnis der Tatsachen - je weniger wir wissen, desto aufgeregter werden wir.
- Bertrand Russell, Eroberung des Glücks
 
Nite
Beitrag 25. Mar 2020, 21:14 | Beitrag #69
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ZITAT(Nite @ 21. Mar 2020, 20:35) *
Und der VdRBw macht das Spiel auch noch schön mit indem man auf der KatS-Welle schwimmt anstelle einmal den militärischen Auftrag klarzustellen.

Schneller als erwartet
https://www.welt.de/politik/deutschland/art...erden-soll.html


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Ceterum censeo asseculas Dais esse necandam.

#flapjackmafia #GuaranáAntarctica #arrr #PyramidHoneyTruther
 
T.S.C.Plage
Beitrag 25. Mar 2020, 21:17 | Beitrag #70
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Ich bin da vorhin über was interessantes gestolpert, dass ihr euch mal durchlesen solltet. Und zwar geht es um ein PDF mit dem Titel "Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012" für den Bundestag von Anfang 2013. Darin wird ab Seite 55 von ein fiktives Szenario "Pandemie durch Virus "Modi-SARS"" behandelt, dass dem aktuellen sehr stark ähnelt. Es werden Einschätzungen bzgl. Eintrittswahrscheinlichkeiten, Auswirkungen auf kritische Infrastruktur und die Versorgung usw. abgegeben.

Zum Thema Auswirkungen KRITIS/Versorgung steht da u.a.:

ZITAT
Notfall-/Rettungs-wesen einschließl. Katastrophenschutz

Aufgrund der flächendeckenden und langandauernden Lage werden alle Kräfte des deutschen Notfall- und Rettungswesens einschließlich des Katastrophenschutzes stark beansprucht. Auch die Hilfeleistungspotentiale des Bundes (z. B. THW, Bundespolizei, Bundeswehr) werden in allen Bereichen unterstützend eingesetzt. Trotz maximalen Einsatzes können die Aufgaben v.a. während der Höhepunkte der Erkrankungswellen nicht bewältigt werden.

Die Mobilisierung der ehrenamtlichen Potentiale gelingt nur unzureichend, zumal es in dem hauptsächlich ehrenamtlich getragen Hilfeleistungssystem Deutschlands zu Interessenkonflikten kommt.


...oder auch...

ZITAT
Lebensmittelhandel

Die Versorgung mit Lebensmitteln ist nicht in gewohnter Menge und Vielfalt möglich.

Mit Ladenschließungen ist zu rechnen, jedoch nicht flächendeckend.

Aufgrund der grundsätzlich vielen Personenkontakte kommt es zu erhöhten Personalausfällen. Engpässe können nur zum Teil kompensiert werden.

Die Versorgung Institutionen (z. B. Krankenhäuser, Altenheimen) kann grundsätzlich aufrechterhalten werden. Die Individualversorgung ist regional jedoch mitunter stark eingeschränkt.

-> Querverweis Logistik (aufgrund begrenzter Lagerkapazitäten sind die Geschäfte auf eine störungsfreie Versorgung angewiesen)


Ich finde es, nennen wir es mal bemerkenswert, dass genau so ein Szenario vor ziemlich genau 7 Jahren "durchgespielt" wurde und man heute trotzdem so tut, als wenn das alles aus heiterem Himmel kam, nicht annähernd vorbereitet zu sein scheint und die Öffentlichkeit auch ziemlich im Unklaren darüber läßt, was denn da wirklich auf uns zukommt. Zur Verdeutlichung. Im o.g. Szenario wird von drei Infektionswellen mit jeweils 2,5 Millionen Toten mindestens für Deutschland ausgegangen.

Da kann man echt nur hoffen, dass sich dieses Szenario nicht bewahrheitet und das alles nicht ganz so schlimm kommt.


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Shosholoza
 
Camouflage
Beitrag 25. Mar 2020, 21:31 | Beitrag #71
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Es ist eben nicht “genau so ein Szenario“, sondern es gibt feine Unterschiede.
Wieso hast Du den Eindruck, es würde so getan, als sei nichts vorbereitet?

Übrigens gab es schob 2007 die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX mit einem Pandemieszenario.

Vielleicht ist der bisher in Deutschland vergleichsweise glimpfliche Verlauf halt nicht nur purer Zufall.


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Gee, I wish we had one of them doomsday machines.
 
Holzkopp
Beitrag 25. Mar 2020, 22:03 | Beitrag #72
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Ich könnte dazu ganz viel schreiben, mir fehlt aber gerade leider die Zeit.

Ich arbeite gerade als Leiter eines "Rumpfstabes" meiner Hilfsorganisation und bin für diese Aufgabe freigestellt. Da versuche ich gerade mich durch Zuständigkeiten und Interessen zu kämpfen.

Die örtlichen KatS Behörden sind die geringste Hilfe. Da kommt fast gar nichts, keine Infos, keine vorbereitenden Aufträge und auf den Hinweis, dass meine Einheiten standardmäßig nicht mit Infektionsschutz ausgestattet sind der Hinweis "stellen wir im Einsatzfall bereit". Was das dann ist weiß keiner.

Die brauchbarsten Lageinfos bekomme ich aus dem Landesverband meiner Hilfsorganisation und durch "HUMINT", also durch Befragen von Personen.

Was mich heute ausgesprochen positiv überrascht hat: ein nahegelegenes Regiment der Bundeswehr hat sich ohne Aufforderrung bei uns gemeldet und gefragt, ob wir Unterstützung der Bundeswehr benötigen. Das lief ohne KVK- Einbindung, offensichtlich hat da ein Kommandeur die "Feindlage" gecheckt. Fand ich sehr gut. Kontakt gespeichert.

Grundsätzlich funktioniert unser ehrenamtlich aufgebautes Katastrophenschutzkonzept ganz gut, aber es ist nicht sehr durchhaltefähig. Und es hat ein Problem mit perpetuierenden Flächenlagen, also da, wo überall gleichzeitig längere Zeit Leistung gebraucht wird.

Was wir gut hinbekommen sind drei Wochen Hochwasser im Osten so lange im Rest der Republik Ruhe herrscht. Da aber unsere KatS Einheiten meistens nur für zwei bis drei Tage unvorbereitet durchhaltefähig sind (das fängt schon damit an, dass es zum Teil keinen Platz in den Fahrzeugen gibt für das persönliche Gepäck der Einsatzkräfte) und die Versorgung meist nicht vorbereitet ist muss man da zum Teil sehr improvisieren. (Was wir auch tun, allerdings organisiert das keine KatS Behörde so wirklich)
Dazu kommt, dass es kein sinnvolles Nachschubwesen gibt. Man ist regelhaft für ein bis zwei Einsätze in voller Leistungsfähigkeit ausgerüstet, danach ist das Material alle. Eine logistisch vorbereitete Nachschuborganisation gibt es erstmal nicht.

Ich will nichts schlechtreden, aber die Grenzen der Leistungsfähigkeit aufzeigen. Das ehrenamtliche KatS Wesen bei uns gibts in anderen Ländern so nicht, da sind wir tatsächlich in der Fläche gut aufgestellt. Nur wenn "echte Katastrophen" eintreten muss man verstehen, dass dieses ehrenamtliche System Unterstützung braucht.

Ich hab gesagt: gib mir 50 Leute und ausreichend Mittel, dann stelle ich euch einen hauptberuflichen KatS Zug für den Bereich Sanität auf. wenn man das in jedem Landkreis macht hätte man ein Grundpotenzial, was Ehrenamtliche einbinden kann.


Aktuell stellt sich z.B. diei Frage welches Personal denn ernsthaft Kliniken im Bereich der Notaufnahme / Sichtung verstärken soll. Alle Angehörigen der Gesundheitsfachberufe, die sich ehrenamtlich im KatS engagieren sind doch schon im Einsatz an ihren Arbeitsplätzen.

Und weiterhin entstehen an manchen Stellen Interessenkonflikte, wenn Reservisten mit medizinischer Qualifikation entweder im Gesundheitswesen arbeiten oder ehrenamtliche Mitglieder von Einheiten des medizinischen KatS sind. Das Problem haben wir sogar mit dem zuständigen LKdo thematisiert, Stichwort Mehrfachverplanung.

Demnächst gerne noch ein paar Gedanken dazu.


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Das ständige Nachgeben der Klugen begründet die Diktatur der Dummen.
 
T.S.C.Plage
Beitrag 25. Mar 2020, 23:15 | Beitrag #73
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ZITAT(Camouflage @ 25. Mar 2020, 21:31) *
Es ist eben nicht “genau so ein Szenario“, sondern es gibt feine Unterschiede.
Wieso hast Du den Eindruck, es würde so getan, als sei nichts vorbereitet?

Übrigens gab es schob 2007 die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX mit einem Pandemieszenario.

Vielleicht ist der bisher in Deutschland vergleichsweise glimpfliche Verlauf halt nicht nur purer Zufall.


Richtig und die sind nicht nur fein, denn es wird in dem Szenario ja z.B. davon ausgegangen, dass es erst nach 3 Jahren einen Impfstoff gibt, wonach es ja zum Glück nicht aussieht. Ansonsten sind wir aber nicht so weit entfernt von dem, was wir bisher sehen und wissen, wenn man sich z.B. mal die Übertragungs-/Ansteckungsraten anguckt, dann sind wir mit 3 (Annahme) zu 2,5 (aktuell) oder Krankheitsdauer 13,5 (Annahme) zu 14 (aktuell) Tagen ansieht. Über Dinge, wie z.B. eventuelle Mutationen wissen wir auch noch nicht wirklich was, auch wenn wohl eher die Chancen bestehen, dass es wenn dann zu Ungunsten des Virus kommt. Von daher ist da natürlich schon viel Raum, keine Frage.

Weil alleine die Verfügbarkeit von z.B. Tests, sowohl was Anzahl als auch deren Ablauf angeht, ein Disaster ist und es generell nicht genug Material, wie z.B. Schutzmasken usw. gibt?

Bis jetzt hatten wir anscheinend noch Glück, aber wir wissen auch noch nicht wirklich, wo wir überhaupt stehenund das es bis jetzt so aussieht hat man m.E. aber auch nur zu einem sehr geringen Teil einer gut vorbereiteten Bundesregierung zu verdanken.

@Holzkopp: Danke für die Infos und vielen Dank für dein Engagement!


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400plus
Beitrag 26. Mar 2020, 22:20 | Beitrag #74
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Ganz interessante Meldung:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/coro...aa-6dfd2d660148

Konkret geht es vor allem um Helikopter, aber vielleicht auch um einen Einsatz der D/F-Brigade.
 
Merowinger
Beitrag 26. Mar 2020, 22:35 | Beitrag #75
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Schlimm ist dabei folgendes: In Straßburg werden stark erkrankte Menschen ab 80 z.Zt. nicht mehr beatmet sondern es wird nur noch eine Sterbebegleitung durchgeführt. In Italien passiert dies z.T. schon ab 70 bzw. 75. Auch für die Ärtze und Pfleger einer fürchterliche Situation.

Die Verlegung von Beatmungspatienten ist ein schwieriges Unterfangen und nur in Grenzen möglichen.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 26. Mar 2020, 22:41
 
Holzkopp
Beitrag 27. Mar 2020, 01:40 | Beitrag #76
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ZITAT(Merowinger @ 26. Mar 2020, 22:35) *
Die Verlegung von Beatmungspatienten ist ein schwieriges Unterfangen und nur in Grenzen möglichen.


Das geht schon. Entscheidend ist dabei nicht so sehr ob jemand beatmet ist sondern ob er zusätzlich kreislaufinstabil, sprich katecholaminpflichtig ist. Das bereitet uns Probleme wenn die Lage eskaliert.

Mittlerweile können wir sogar relativ gut Patienten mit Herz-Lungen- Maschine unter intensivmedizinischen Bedingungen verlegen (ECMO). Die Geräte sind für die hier in Rede stehenden Patienten im wörtlichen Sinne tatsächlich die letzte Rettung. Influenzapatienten mit ARDS (schwerem Lungenversagen) sind eine Hauptzielgruppe für diese massive intensivmedizinische Intervention. Und mit modernen Intensivtransportwagen oder auch -hubschraubern geht das über gewisse Strecken auch gut. Dafür braucht man aber auch Personal was das kann. Sowas fährt dann nicht im örtlichen Krankenwagen mit einem Allgemeinmediziner als Notarzt. So Kompetenzen findet man an Spezialkliniken und Häusern der Maximalversorgung.

Die Infektion stellt eine hygienische Herausforderung dar, ist im Regelrettungsdienst aber gut beherrschbar. Man weiß ja was der Patient hat und kann sich schützen und das Fahrzeug danach gut desinfizieren.

Hab ich das hier im Forum schonmal geschrieben? Ich war im Dezember auf einer Veranstaltung, bei der der Generalarzt eines Bundeswehrkrankenhausdes die sanitätsdienstliche Planung der Bundeswehr für die Verteidigung des Baltikums in einer hochintensiven Gefechtslage vorgestellt hat.
Nach den Worten des Generalarztes ist pro Gefechtstag der Rücktransport von 500 (!) beatmeten Verwundeten aus dem Baltikum nach Deutschland zu organisieren. Und das sind nur die beatmeten Verwundeten. Der Rest kommt ja noch dazu. Gefechtstag heißt nicht täglich. Aber das wir mal drüber sprechen was man im Kopf haben muss wenn man über solche Schadenszenarien spricht.

Jetzt ist es kein Gefecht eines Korps sondern eine zivile Pandemielage. Trotzdem wird die Medizinlogistik da spannend.

Das DRK Generalsekretariat verfügt über sechs neu angeschaffte spezielle Infektionskrankenwagen. Die Teile werden gerade zum Einsatz vorbereitet und wahrscheinlich in Kürze rollen. Die sind kein Ersatz für einen Intensivtransportwagen, aber für einen geschützten Transport von Covid-19 Patienten durchaus sinnvoll nutzbar.

Wir müssen uns nochmal klar machen, dass Covid-19 uns akutmedizinisch "nur" das Bild eines massiven Lungenversagens bietet, was wir regelhaft eigentlich intensivmedizinisch kompetent behandeln können. Ja, natürlich kann bei ARDS auch der Patient versterben, auch junge Patienten. Nur wenn die Beatmungsoption mangels intensivmedizinischer Kapazität nicht besteht profitiert der Patient nicht vom prinzipiellen Können der Intensivmedizin. Daher: flatten the curve.

Jetzt bin ich von der Frage der strategischen Ausrichtung des Katastrophenschutzes ein bischen abkekommen in den Bereich der Intensivmedizin. Aber es zeigt sich, dass die Bereiche gar nicht so ganz zu trennen sind. Was wir momentan brauchen ist ausreichend Schutzkleidung (extrem schwer zu beschaffen) und ausreichend intensivmedizinische Behandlungsoptionen.

Die Bundesrepublik hat ja 10.000 Beatmungsgeräte bei Dräger in Lübeck bestellt, leider konnte ich nicht rausfinden welches oder welche Modelle. Was dabei auffällt: der zweite große deutsche Hersteller ging bei dem Auftrag komplett leer aus: Weinmann stellt auch Beatmungsgeräte her, die durchaus intensivtaugliche Beatmungsmuster beherrschen. Dritter bekannter Hersteller ist Heinen und Löwenstein, deren Produkte sind auch absolut intensivtauglich. Wenn man jetzt dringend Geräte braucht fragt sich schon warum das Dräger alleine schultern soll. Dräger hat schon ein exzellentes Portfolio, aber man möchte die Geräte ja zeitnah haben.

Der Katastrophenschutz ist dabei übrigens keine Hilfe: zwar hat der Bund für die medizinischen Task Forces an 61 Standorten je sieben GW San mit je zwei einfachen Beatmungsgeräten beschafft (61 x 7 x 2= 854 Beatmungsgeräte Weinmann Medumat Standard A), allerdings sind die Geräte "bessere Luftpumpen" aber kein Ersatz für klinische Beatmungsgeräte, die differenzierte Beatmungsmuster beherrschen. Die beratende Ärzteschaft hat übrigens beschlossen, dass in den Medizinischen Task Forces kein einziges Gerät geben wird, das eionen Herzrhytmus sichtbar machen kann. Sprich es gibt kein EKG- Sichtgerät, nur Defibrillatoren.
Das ist allers viel mehr und viel besser als noch vor Jahren. Aber es hilft uns nichts in der Pandemielage. Weil wir damit keine Intensivstationen ersetzen können. Was wir könnten wäre den Traumapatienten so lange beatmen bis der Covid-19 Patient sein Bett wieder frei macht. Aber nur wenn es den Katastrophenschutzbehörden gelingt, rechtzeitig Nachschub an Sauerstoff zu besorgen. Denn bisher müssen wir die leeren Flaschen dazu irgendwo hin einschicken. Ein Tauschkonzept gibt es nicht.
Insofern ist das Teil zwei meiner Ausführungen zur fehlenden Logistikkette im Bevölkerungsschutz.

So, Schluß für heute. Morgen vielleicht mehr Geschichten aus der Welt der Medizin und des Katastrophenschutzes :-)


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Das ständige Nachgeben der Klugen begründet die Diktatur der Dummen.
 
SpezPi(Ppl)301
Beitrag 27. Mar 2020, 07:38 | Beitrag #77
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Fähnrich
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Es gibt Überlegungen, auf dem Gelände von Krkhn Flüssigsauerstoff zu lagern, weil die Flaschenkapazitäten (für Sauerstoff) eng werden. Luftzerlegeanlagen sollen als krisenrelevant eingestuft werden.
 
rekrats
Beitrag 27. Mar 2020, 07:49 | Beitrag #78
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Interessensfrage von meiner Seite. Wie sieht es bezüglicher der längerfristigen Planung (in 1-2 Monaten) in Deutschland eigentlich aus? Aktuell kommen ja ca. 500-600 langfristige ICU Patienten hinzu. Kurve steigt, wie überall und die Dunkelziffer an Infizierten wird auch nicht 0 sein. ICU Overflow ist, wie überall, auch nur eine Frage der Zeit.

Gibt es inzwischen schon Notfallplanungen oder ist man auch noch eher im Schönwettermodus und träumt davon möglichst schnell alles wieder zu normalisieren?
 
400plus
Beitrag 27. Mar 2020, 12:40 | Beitrag #79
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SpOn berichtet hier zumindest über die Pläne der Bundeswehr, die ab 3. April 15.000 Mann für verschiedene Aufgaben bereitstellen will, vom Feldjägerdienst bis zur Dekontamination und Objektschutz.
 
400plus
Beitrag 28. Mar 2020, 14:32 | Beitrag #80
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ZITAT(400plus @ 20. Mar 2020, 16:15) *
Fliegen da die Luftwaffen eigentlich Intensivpatienten in weniger betroffene Landesteile aus, oder findet so ein Austausch nicht statt?


ZITAT(Holzkopp @ 27. Mar 2020, 01:40) *
ZITAT(Merowinger @ 26. Mar 2020, 22:35) *
Die Verlegung von Beatmungspatienten ist ein schwieriges Unterfangen und nur in Grenzen möglichen.


Das geht schon. Entscheidend ist dabei nicht so sehr ob jemand beatmet ist sondern ob er zusätzlich kreislaufinstabil, sprich katecholaminpflichtig ist. Das bereitet uns Probleme wenn die Lage eskaliert.


Inzwischen scheint das auch anzulaufen. Die Luftwaffe holt italienische Patienten mit Airbus nach Deutschland, Frankreich bringt sie mit NH-90.
 
 
 

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