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> Artillerie in der Bundeswehr, Ausgelagert aus dem GG-Fragenthread
JSS Deutschland
Beitrag 2. Jul 2017, 19:27 | Beitrag #211
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ZITAT(Ironfawks @ 2. Jul 2017, 18:10) *
Also im aktuellen Infobrief Heer, gibt es ganz zum Schluss noch einen Artikel zur Zukunft von JFS.

darin wird folgendes erwähnt:

So erfolgten die Finanzierungszusagen für die Beschaffung von
- 11 Joint Fire Support Coordination Teams (JFSCT) auf Basis TPz Fuchs,
- zwei JFSCT (leicht, luftverladbar) und
- 600 Raketen Präzisionsmunition GMLRS UNITARY für den Raketenwerfer MARS II. Zusätzlich wurden für den Zeitraum von 2019 bis 2021 die Mittel für die Beschaffung von
- sieben Joint Fire Support Coordination Groups (JFSCG) sowie
- weiteren 15 Fennek für Joint Fire Support Teams (JFST) bewilligt und die Ergänzungsbeschaffung für
- 18 Raketenwerfer MARS II geplant. Die Beschaffung des
- ersten Loses des JFST (schwer) mit zehn Teams auf Basis des GTK Boxer im Zeitraum 2021 - 2024 ist ebenfalls sichergestellt. Alles in allem ein messbarer Aufwuchs und ein Zeichen der Glaubwürdigkeit Deutschlands als Rahmennation der NATO im Framework Nations Concept!

Ich gehe also mal davon aus, dass durch den Aufwuchs an JFST auch mehr JFSCT benötigt werden, was zunächst durch die Umrüstung von Tot Fuchs geschieht und dann später mit den M113 durch neue Fahrzeug ersetzt werden.
Und die erfolgten Finanzierungszusagen sind jene, die somit direkt bestellt werden können (die Raketen waren ja eine 25 Mio Vorlage) und die restlichen würden von wem finanziell in Aussicht gestellt? Bmvg?
 
400plus
Beitrag 2. Jul 2017, 19:53 | Beitrag #212
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ZITAT(PzArt @ 2. Jul 2017, 20:11) *
Ich nehme an das man in diesem Rahmen wieder hin zu reinen RakArtBtl als Divisionsartillerie und PzArtBtl als Brigadeartillerie möchte. Nach den bekannt gewordenen Planungen des BMVG müssen eh neue Bataillone aufgestellt werden.


Hm, kann in beide Richtungen gehen imho. Falls man bei Achterbatterien bleibt wäre man mit zwei neuen RakArtBatterien bei insgesamt sechs. Falls das 295 so bleiben soll wg. D/F-Brigade bräuchte man für zwei Bataillone +295 aber insgesamt sieben Batterien, wäre also noch eine zu wenig.
 
PzArt
Beitrag 2. Jul 2017, 20:17 | Beitrag #213
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295 muss ja nicht zwingend so gegliedert bleiben wie es ist. Wir müssen die Ari für die D/F Brigade stellen, nicht mehr und nicht weniger. Das geht auch durch eines reines PzArtBtl oder sogar was leichteres. Zu Anfangszeiten der Brigade war 295 noch ein Feldartilleriebataillon.
 
Forodir
Beitrag 4. Jul 2017, 13:10 | Beitrag #214
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Wenn es interessiert, hier die Information zur Anzahl der noch in der Bundeswehr verfügbaren Panzerhaubitzen.


gesamt Deutschland ab 1998/99 = 185

Abgabe Uni Bw München = 0,5 (Fahrgestell)

Demilitarisiert gesamt = 23

HRV Kroatien Verkauf = 16

Rückkauf KMW = 1,5 (+Turm)

LTU Litauen Verkauf = 21

gesamt Bestand = 123 davon sind zur Zeit 101 in Nutzung ( +12 weitere Systeme ab 2019)

gesamt Nutzung ab 2019 = 113 PzH 2000 ( Rest 10 )


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Warhammer
Beitrag 4. Jul 2017, 17:33 | Beitrag #215
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23 demilitarisierte? Was verbirgt sich denn dahinter? Von der Industrie zurückgekauft? Die werden ja wohl nicht BW intern abgerüstet worden sein.


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PzArt
Beitrag 4. Jul 2017, 19:45 | Beitrag #216
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Eine steht im Panzermuseum Munster wink.gif Weiß aber jetzt nicht ob die komplett demilitarisiert ist. Aber danke für die Aufstellung und die Info das die 101 Haubitzen auch schon wieder überholt sind.

Gibt es denn bereits weiter Infos zur Ausplanung einzelner Einheiten?
 
Warhammer
Beitrag 4. Jul 2017, 19:46 | Beitrag #217
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Die kenne ich. Mich würde aber wundern, wenn die demilitarisiert wäre.


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PzArt
Beitrag 4. Jul 2017, 20:01 | Beitrag #218
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Mich eigentlich auch.
 
JSS Deutschland
Beitrag 4. Jul 2017, 20:23 | Beitrag #219
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Wo stammt denn die Zahl zur zukünftigen Nutzung der Panzerhaubitzen her?
 
Forodir
Beitrag 5. Jul 2017, 15:36 | Beitrag #220
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Die Zahlen sind ganz frisch aus dem BAAINBw


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M270
Beitrag 10. Aug 2017, 01:01 | Beitrag #221
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ZITAT(schießmuskel @ 19. Apr 2017, 21:51) *
MARS waren 200-250 im Bestand. Von Verkäufen oder Verschrottung weiß ich nichts, die müssen auch noch irgendwo rumstehen.


Viele wurden zur Ersatzteilgewinnung zerlegt und verschrottet. Ich wohne in der Nähe des HIL-Werkes wo MARS gewartet wird. Hier stehen ständig welche rum mit einem großen roten X aufgesprüht für die verschrottung vorgesehen. Dann sehe ich ständig zerlegte Fahrzeuge hier stehen. Alles wird ausgebaut, der Mettlschrott wird entsorgt.
 
M270
Beitrag 11. Aug 2017, 16:03 | Beitrag #222
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[code][/code]Also was die 18 zusätzlichen MARS angeht sieht es so aus. Es sind eigentlich keine zusätzlichen, sondern die fehlenden Fahrzeuge für die bereits aktiven 4 Batterien. Diese sind nämlich nicht komplett ausgestattet. Bisher wurden erst 19 MARS I auf den MARS II aufgerüstet. Davon sind 3 bei der Artillerieschule. Heißt also, dass jede von den 4 Batterien bisher nur 4 Fahrzeuge hat. Normal sind pro Batterie 8-10 Fahrzeuge. Es fehlen jeder Batterie also noch min. 4 Fahrzeuge. Warum das so lange dauert und warum bisher nur so wenige umgerüstet wurden erschließt sich mir nicht. Die Fahrzeuge sind sogar so knapp, dass sich das ArtBtl 345 in Idar-Oberstein zum einen für Manöver die Fahrzeuge der Artillerieschule ausleiht damit sie ordentlich arbeiten können und zu anderen für die Ausbildung sich sogar Fahrzeuge von der 295 und der 325 für einen längeren Zeitraum ausleiht. Unfassbar so was. Wie war das mit der 70%igen Verfügbarkeit? Hier weit gefehlt.

Der Beitrag wurde von M270 bearbeitet: 11. Aug 2017, 16:18
 
PzArt
Beitrag 12. Aug 2017, 16:43 | Beitrag #223
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Was war denn dann bis dato in vier Batterien vorhanden? Noch teilweise die MARS I Werfer oder wirklich nur die bisher neuen MARS II?
Meines Wissens steht die Planung für die 38 Werfer schon länger fest, daher ging ich davon aus, dass deren Umrüstung auch zumindest schon beschlossen und bestellt war. So dass ich die nunmehr jüngste Meldung mit den 18 zusätzlichen MARS II als echt zusätzlich interpretierte.

Ich bin eh mal gespannt wo die Reise hingeht, gerade weil es vor den Wahlen jetzt doch merklich ruhig erscheint. Nach den neuen Planungen aus der Abteilung Planung des BMVG wären einige neue Bataillone auszuplanen. Dafür würde auch die von Forodir schon erwähnte Erhöhung des Bestandes an PzH2000 sprechen, ebenso wie weitere MARS II, je nachdem wie das dort jetzt ausschaut mit dem geplanten Gesamtbestand.




 
M270
Beitrag 13. Aug 2017, 15:39 | Beitrag #224
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Na wie ich schon geschrieben habe. Jede der 4 aktiven Batterien hat derzeit lediglich 4 MARS II. Es gibt in der Truppe keinen MARS I mehr. Die mussten alle Fahrzeuge abgeben und haben dafür 4 umgerüstete Fahrzeuge erhalten. Heißt also dass zu den 19 bereits umgerüsteten Fahrzeugen noch 18 dazukommen. Also wären dann insgesamt 37 Fahrzeuge umgerüstet. Somit verbleiben dann noch 4 MARS I, weil es nur noch 41 Fahrzeuge insgesamt im Bestand gibt. Bzw sollen 41 im Bestand bleiben, weil verschrottet sind noch längst nicht alle, aber dafür vorgesehen. Ich sehe ja ständig, was an MARS im HIL-Werk so rumsteht. Und da stehen noch einige. Da steht einer z.B. seit min. 4 Jahren auf dem gleichen Fleck.
 
Black Hawk
Beitrag 3. Sep 2017, 09:22 | Beitrag #225
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Ausgabe 9/17 (S.78-79) der Europäischen Sicherheit& Technik bestätigt, dass zwischen 2011 und 2013 nur 20 MARS II ausgeliefert wurden. Die nun bestellten 18 MARS II stellen das 2. Los dar welches ab 2019 in die Truppe kommen soll.
Im Jahre 2035 soll ein Nachfolger im Rahmen des Common Indirect Frire System eingeführt werden. (Keine weiteren Details im Artikel)

Ich bin auch immer davon ausgegangen, dass wir seit 2011 38 MARSII in der Verwendung haben.


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Was mach ich hier?
 
M270
Beitrag 3. Sep 2017, 21:15 | Beitrag #226
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Ich glaube viele sind davon ausgegangen. Ich finde das irgendwie erschreckend. Das heißt ja so viel, dass die Truppe momentan nicht zu 100% arbeiten kann, weil Fahrzeuge fehlen. Eine Batterie mit 4 Fahrzeugen ist arg wenig. Es gibt eine Dokumentation auf N24. Da wird Dr MARS II vorgestellt. Dort wird erzählt, dass die Bundeswehr 55 Raketenwerfer MARS auf den Standard MARS II aufgerüstet hat. Das war ja dann gelogen.
 
PzArt
Beitrag 3. Sep 2017, 22:33 | Beitrag #227
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Diese Zahlen wurden bisher ja auch nicht nach Außen kommuniziert. Warum auch immer. Aber es erklärt immerhin die bekannten Probleme beim Üben mit dem MARS II, was die zur Verfügung stehenden Systeme angeht. Wenn ich bis dato in einem Verband nur vier Werfer habe und dazu dann auch noch Probleme in der Ersatzteilversorgung und damit der Einsatzbereitschaft, dann brauche ich als Verband ohne Unterstützung von anderen Verbänden keine großen Übungen/ Manöver mit diesem System planen.

Aber es ist ja auch schonmal gut zu hören, dass dann mit den neuen 18 Werfern zumindest die bis dato hohlen Strukturen in den bestehenden Einheiten gefüllt werden. Weiterhin bin ich natürlich auf die anstehende neue Konzeption der Artillerie gespannt. Nach den bekannt gewordenen Planungen des BMVG steht da ja demnächst einiges noch an...

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 4. Sep 2017, 06:55
 
M270
Beitrag 7. Sep 2017, 19:08 | Beitrag #228
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Warum man nur noch so wenige Systeme im Bestand halten will ist mir eh ein Rätsel. Wenn die 18 Stück bald kommen, dann sind quasi nur noch 3 MARS I als Reserve vorhanden. Finde ich bisschen wenig. Ich persönlich würde min. 8-10 Fahrzeuge im Depot einlagern. So dass man bei Bedarf min. noch eine Batterie aufstellen kann. Sonst geht es wie mit dem Leopard. Erst abgerüstet und fast alle verschrottet aus den Depots und nun, wo wieder aufgerüstet wird wundert man sich, dass ja keine Leos mehr da sind und kauft nun für teures Geld gebrauchte Panzer von anderen Staaten zurück. Unverständlich so was. Ich meine, es waren ja genug MARS I da. 158 Stück immerhin.
Was die Ersatzteilversorgung angeht verstehe ich das nicht. Alle überzähligen MARS wurden zur Ersatzteilversorgung herangezogen. Deswegen müssen Ersatzteile in Hülle und Fülle da sein.
 
Praetorian
Beitrag 8. Sep 2017, 18:17 | Beitrag #229
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ZITAT(Black Hawk @ 3. Sep 2017, 10:22) *
Im Jahre 2035 soll ein Nachfolger im Rahmen des Common Indirect Frire System eingeführt werden. (Keine weiteren Details im Artikel)

Um CIFS hier nochmal abzudecken (aus Zu Gleich 02/2016)

ZITAT
Um bereits jetzt erkannte Fähigkeitslücken gar nicht erst entstehen zu lassen bzw. diesen frühzeitig entgegenzuwirken, wird mit dem Projekt „Common Indirect Fire System“ (CIFS) seit 2012 an einem zukünftigen Gesamtsystem der bodengebundenen indirekten Feuerunterstützung als Beitrag des Heeres zur Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung (STF) gearbeitet.

Untersuchungsgegenstand sind dabei alle bodengebundenen Systeme des Heeres zur Feuerunterstützung mit indirekten Wirkmitteln im Systemverbund Führung-Aufklärung-Wirkung-Unterstützung (F-A-W-U). Das heißt, der Betrachtungshorizont reicht vom Führungs- und Waffeneinsatzsystem (FüWES) über die Systeme zur Zielortung, über die Waffensysteme bis hin zur Munition sowie dem Schutz und der jeweiligen Mobilität der Plattformen. Neben der materiellen Weiterentwicklung stehen dabei aber auch die Gestaltungsbereiche Konzeption, Ausbildung und Einsatz sowie das Personal im Fokus. Damit wird das Gesamtsystem betrachtet und weiterentwickelt und nicht nur Anteile daraus, wie z. B. nur die Waffensysteme. Mit Einführung von CIFS soll dann ein „auf Stand“ befindliches neues, modernes Gesamtsystem zur bodengebundenen indirekten Feuerunterstützung auf der Basis von Zukunftstechnologien zur Verfügung stehen.

ZITAT
Die Projektstruktur und der Projektplan des Common Indirect Fire System (CIFS)

Bei den Projekten Main Ground Combat System (MGCS) und des CIFS handelt es sich um eine deutsch-französische Kooperation, die anlässlich des 50sten Jahrestages des Elysee-Vertrages 2012 auf ministerieller Ebene begründet wurde. Im Bereich der bodengebundenen indirekten Feuerunterstützung wurde im Rahmen der deutsch-französischen (DEU-FRA) Arbeitsgruppe „Land Systems Roadmap Group“ (LSRG) 2012 u. a. die Studie für ein neues CIFS initiiert. Die Projekte befassen sich im Themenfeld Bodenkampf- und Artilleriesysteme mit Konzepten und Technologien zur Vorbereitung der nächsten Ausrüstungsgeneration. Im Rahmen der binationalen Projektarbeit werden technologische Lücken bewertet und gemeinsame, auf den Fähigkeitsbedarf ausgerichtete Forschungsaktivitäten auf den Weg gebracht, um entstehende Fähigkeitslücken ab 2030 schließen zu können. Die binationalen Projekte CIFS und MGCS bieten die Möglichkeit der frühzeitigen Einbindung der Industrie, um so für die spätere Realisierung zeitliche, technische und finanzielle Risiken für alle Seiten deutlich zu reduzieren. Die Umsetzung folgt einem klaren Projektstrukturplan.

Das Gesamtprojekt CIFS ist in drei Phasen gegliedert. In Phase I wurden in den Jahren 2012 - 2014 in einer Nicht-Technischen Studie (NT-Studie) im Kern taktische Anforderungen und erste funktionale Forderungen unter Leitung der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG) mit fachlicher Zuarbeit des Amtes für Heeresentwicklung (AHEntwg) und dem Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) erarbeitet.
Das Studienergebnis wurde im September 2014 beim BMVg vorgestellt. Die High Level Requirements (HLR) der Phase I basieren auf bekannten sowie möglichen zukünftigen Szenaren und Lagen von zu erwartenden Konflikt- und Operationsarten und bilden die Grundlage für die derzeit laufende Phase II - die Konzeptstudienphase.

In der Konzeptstudienphase sollen bis Ende 2017 unter frühzeitigem Einbeziehen der Industrie relevante Technologien betrachtet, machbare Konzepte auf Grundlage der HLR erarbeitet/ bewertet sowie der Zeit- und Kostenrahmen abgeschätzt werden. Im Kern stellt diese Phase eine Fähigkeitsanalyse auf Systemebene dar, deren Ergebnisse zur Evaluierung gegen die HLR in taktischen Kleinlagen gespiegelt werden.
Als Ergebnis der Phase II sollen jeweils mehrere finale Konzepte mit Systemlösungen auf Basis der im Jahr 2030 verfügbaren Technologien für das CIFS herausgearbeitet werden. Sie bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Folgedokumenten im Rahmen des Beschaffungsprozesses der Bundeswehr (Customer Product Management/ CPM) und der Identifikation ggf. erforderlicher F&T-Studien.
In der ab 2018 beginnenden Phase III sollen dann die finalen Konzepte untersucht und geprüft werden. Am Ende erfolgt die Auswahl der besten Möglichkeit, die im Anschluss ab voraussichtlich 2024 entwickelt und später in Produktion geht.

ZITAT
Fähigkeitsforderungen für den zukünftigen Systemverbund
[..]
Mit Blick auf die zukünftigen sicherheitspolitischen Herausforderungen, der aktuellen Bedrohungsanalyse und der derzeitigen Restnutzungsdauer aktueller bodengebundener Wirkmittel lassen sich folgende allgemeine Fähigkeitsforderungen für das zukünftige Gesamtsystem der bodengebundenen indirekten Feuerunterstützung im Systemverbund F-A-W-U des CIFS ableiten:
  • Glaubhafter Beitrag zur Abschreckung im Rahmen von NATO- und EU-Verpflichtungen.
  • Interoperabilität im nationalen und multinationalen Rahmen im Systemverbund STF in allen Belangen, insbesondere bei IT-Plattformen und IT-Services (z. B. echtzeitnahe digitale Informationsübertragung, standardisierte Verfahren, Sprache).
  • Abstandsfähige Wirkung im gesamten Intensitätsspektrum weltweit, weitestgehend wetter- und geländeunabhängig in jeder Bedrohungslage, in allen Operationsarten, gegen das gesamte stationäre, bewegliche und in Bewegung befindliche Zielspektrum.
  • Wirkung im urbanen Umfeld unter bestmöglicher Vermeidung unbeabsichtigter Begleitschäden, dabei insbesondere Wirkung hinter Deckungen und in Deckungen hinein.
  • Uneingeschränkte Verfügbarkeit in allen Operationsarten durch Verbesserung der Mobilität und taktischen Beweglichkeit.
  • Beitrag zur Es- und Deeskalationsdominanz und zum Durchsetzungsvermögen auch in überdehnten Räumen ohne eigene Truppenpräsenz.
  • Sicherstellung eines hohen Wirkungsgrades durch dauerhafte Verfügbarkeit der Zielaufklärungs- und Waffensysteme.
Folgende querschnittliche Anforderungen in den Fähigkeitsdomänen F-AW-U an das Gesamtsystem CIFS wurden identifiziert, um die Funktionalität CIFS so sicherzustellen, dass ein uneingeschränkter Beitrag des Heeres zu STF gewährleistet werden kann:
  • Echtzeitnahe, geschützte, bruchfreie, technische und prozedurale Führungsfähigkeit unter den Bedingungen der Vernetzten Operationsführung im nationalen und multinationalen Systemverbund STF.
  • Integration des Führungs- und Waffeneinsatzsystems in zukünftige national und multinational interoperable Schnittstellen IT-Systeme der Bundeswehr.
  • Fähigkeit zur nahezu wetter- und tageszeitunabhängigen Zielortung, Zieldiskriminierung und Wirkungsaufklärung auf große Distanz.
  • Fähigkeit zur Zieldatenbestimmung mit einer sehr hohen Genauigkeit im aufgezeigten Reichweitenband.
  • Automatische Zielverfolgung bei sich in Bewegung befindlichen Zielen im aufgezeigten Reichweitenband.
  • Aktiver und passiver Plattformschutz gegen alle Arten von Handwaffen und Panzerabwehrhandwaffen (HaWa/ PzAbwHaWa) gem. Bedrohungsanalyse.
  • ABC-Schutz für Personal und Plattformen sowie der Dekontaminierbarkeit des Systems.
  • Befähigung zu einer hohen taktischen Eigenbeweglichkeit, auch über weite Entfernungen.
  • Hinreichende Mobilität im Zusammenwirken mit abgesessen kämpfenden Kräften.
  • Plattformkonzeption, die den Transport mit den dann verfügbaren See-, Straßen-, Schienen- und Lufttransportmitteln zulässt, in Teilen auch luftlandefähig und fallschirmabsetzbar.
  • Für die Systeme sind die Anforderungen an Klimazonen, die Lager und Transportsicherheit, Bedingungen für den Betrieb sicherzustellen.
  • Schutz gegen Bedrohungen aus dem Cyberraum und gegnerische elektronische Kampfführung (Resilienz).
  • Schutz gegen Bedrohungen aus der Luft, einschl. des Beschusses durch indirekte Wirkmittel.

ZITAT
Erste Betrachtungen haben ergeben, dass es kein Systemdesign gibt, das alle geforderten Fähigkeiten abdeckt, d. h. es wird auch in Zukunft keine „eierlegende Wollmilchsau“ geben können. Vielmehr hat sich ein dreigliedriges Wirksystem mit aufgabenorientierten Teilfähigkeiten herauskristallisiert.
  1. luftbewegliches und luftlandefähiges Rohrwaffensystem zum unterstützenden Einsatz mit Reichweite bis mindestens 20km,
  2. Rohrwaffensystem 155mm zur Feuerunterstützung mechanisierter Kräfte mit Reichweite bis mindestens 75km unterschiedlicher Mobilität (Kette/ Rad) und
  3. Flugkörpersystem für große Reichweite einschließlich „Wirkmitteln zur abstandsfähigen Bekämpfung von sich in Bewegung befindlichen Zielen“.

ZITAT
1) Luftbewegliches und luftlandefähiges Rohrwaffensystem

Das Waffensystem kurzer bis mittlerer Reichweite zum unterstützenden Einsatz muss gegen die Masse des bisherigen und künftigen Zielspektrums der abstandsfähigen indirekten Wirkmittel im Reichweitenband unter 3km bis über 20km im Schwerpunkt Unmittelbare Feuerunterstützung für Kampftruppen leisten können. Das Waffensystem soll die Forderungen zur Unterstützung insbesondere schneller, luftgestützter Operationen in der ersten Phase abdecken. Es ist in die Lage zu versetzen, seine Waffenwirkung sowohl letal als auch nicht-letal nahezu im gesamten Zielspektrum zur Wirkung bringen zu können. Die Munition des Waffensystems muss über die den Anforderungen des Ziel- und Aufgabenspektrums entsprechende Treffgenauigkeit verfügen, die den Einsatz gegen kleine und mittlere Flächenziele sowie Punktziele in urbanem Umfeld zulässt. Das Waffensystem muss unmittelbar vor die eigene Truppe wirken können und über seine Munition befähigt sein, sowohl das gesamte Zielspektrum stationärer Ziele treffgenau bekämpfen als auch gepanzerte Kräfte zerschlagen zu können und mit Nebel- und Leuchtmunition im gesamten Spektralbereich wirksam werden können. Ausschlaggebend sind die taktischen Wirkungsforderungen der Infanterie- und mechanisierten Kräfte. Bei der Konstruktion der Trägerplattform muss das Prinzip „Beweglichkeit vor Schutz“ gelten. Das Waffensystem ist so zu konzipieren, dass es ohne Umbaumaßnahmen per Lufttransport mittels eines Transportflugzeuges der A400M-Klasse im strategischen und mittels operativ-/ taktischem Lufttransport - auch als Außenlast - mit mittleren Transporthubschraubern verbracht werden kann.

2) Rohrwaffensystem zur Feuerunterstützung mechanisierter Kräfte

Das Rohrwaffensystem 155mm kurzer bis großer Reichweite deckt das Bekämpfen gegen nahezu das gesamte Zielspektrum im Schwerpunkt zur Unmittelbaren Feuerunterstützung (Direct Support/ DS) der KpfTr ab. Die Reichweite soll im indirekten Richten mindestens 75km mit konventioneller Munition und bis zu 100km mit Präzisionsmunition betragen. Der Einsatz des Waffensystems und seiner Munitionen deckt die Forderungen sowohl im Rahmen der Unmittelbaren Feuerunterstützung der Panzertruppen in beweglich geführten mechanisierten Operationen gegen einen überwiegend mechanisierten Gegner als auch die Forderungen abgesessen eingesetzter Kräfte sowie den Kampf in die Tiefe insbesondere oberhalb der Reichweitenbänder der luftbeweglichen und luftlandefähigen Waffensysteme ab. Es grenzt sich damit über eine überlegene Agilität in mechanisierten Operationen, Schutz, Waffenwirkung und Reichweite gegen nahezu das gesamte Zielspektrum ab. Ausschlaggebend sind die taktischen Wirkungsforderungen der Kampftruppe im Allgemeinen. Als Rohrwaffensystem wird die PzH2000 über das Jahr 2030 hinaus in Nutzung gehalten werden. Im Rahmen des Erhalts der Einsatzreife ist sie insbesondere für die Integration von Präzisions,- Kurskorrektur- und Base-Bleed-Geschossen anzupassen und hinsichtlich ihrer Mobilität, des Schutzes und der Automatisierung weiterzuentwickeln. Auf der Basis der in Nutzung befindlichen Waffenanlage der PzH2000 ist eine Teilbefähigung zur selbstständigen taktischen Landmobilität mit einer Entfernung bis zu 500km mittels einer mobileren Alternativplattform herzustellen (z. B. Radbeweglichkeit). Durch ein Besatzungskonzept, das über eine Vollautomatisierung die Trennung der Waffenanlage und des Besatzungsraumes ermöglicht, ist eine Reduzierung des Gewichts des Waffensystems zu erwirken. Dabei muss es grundsätzlich modular aufgebaut sein. Das Modul zur Sicherstellung der Mobilität soll dabei grundsätzlich auf einem bereits verfügbaren Produkt basieren, um so die langfristige Versorgbarkeit und eine langfristige Reduzierung der Kosten im Rahmen der Systementwicklung zu erreichen. Vor dem Hintergrund verlängerter Versorgungswege, Verringerung von Lagerkapazitäten und verlängerter Lieferzeiten ist die zukünftige Munition 155mm als eine Munitionsfamilie zu gestalten und ebenfalls modular aufzubauen. Im Gegensatz zum leichten/luftbeweglichen unterstützenden Waffensystem muss das schwere Rohrwaffensystem durch die neue Munitionsfamilie in der Lage sein, nahezu das gesamte Zielspektrum skalierbar und mit der Möglichkeit zum Missionsabbruch bekämpfen zu können. Das Waffensystem ist zumindest mit einer hierfür angepassten Version (radbeweglich) für den Lufttransport mit Flugzeugen der A400M-Klasse zu befähigen.

3) Flugkörpersystem für große Reichweite

Ein künftiges Waffensystem für große Reichweiten muss zur reaktionsschnellen, abstandsfähigen Zielerfassung, Zielverfolgung und Bekämpfung von Zielen im nahezu gesamten Zielspektrum einschließlich sich in Bewegung befindlicher Punkt- und Einzelziele auf große Entfernungen mit Zielgeschwindigkeit von über 40km/h wirken können. Der Einsatz des Waffensystems erfolgt im Schwerpunkt im Rahmen des Allgemeinen Feuerkampfes (General Support/GS) für den Kampf in die Tiefe und Breite des Raumes. Es soll die Handlungsfähigkeit des Truppenführers im Rahmen seiner Operationsführung sowohl gegen stationäre oder in Bewegung befindliche Einzel- und Punktziele als auch gegen massiert auftretende gegnerische Kräfte oberhalb des Reichweitenbandes des schweren Rohrwaffensystems sicherstellen. Es grenzt sich damit über eine große Reichweite, hohe Flexibilität und hohe Präzision von den leichten und schweren Rohrwaffensystemen ab. Insbesondere müssen die Genauigkeitsforderung für den Flugkörper auch gegen sich in Bewegung befindliche Ziele innerhalb der gesamten Reichweite unter nahezu allen Wetter-, Sicht- und Geländebedingungen möglich sein. Damit einhergehend sind die Fähigkeiten einer bedienergesteuerten Zieldiskriminierungs- und Zielbekämpfungsfähigkeit sowie die Möglichkeit der Skalierbarkeit der Wirkung, z. B. durch Abschaltung des Gefechtskopfes, mit zu berücksichtigen. Zur Vermeidung unbeabsichtigter Begleitschäden ist die Möglichkeit zum verzugsarmen, bedienergesteuerten Missionsabbruch („man in the loop“) notwendig. Weiterhin ist der Einsatz auch unter komplexen Luftraumbedingungen zu berücksichtigen. Aufgrund der hohen Abstandsfähigkeit wird das Waffensystem Munition verschießen, mit der Ziele im Non-Line of Sight (N-LOS) Bereich bekämpft werden können. Das Waffensystem muss mit seiner Munition in der Lage sein, sehr dicht vor die eigene Truppe wirken zu können. Ebenso ist es zu befähigen, Einzel- bzw. Punktziele an Infrastruktur und Bunkern zu zerstören. Neben dem Einsatz von treffgenauer Munition muss das Flugkörperwaffensystem auch in der Lage sein, Sperrmittel abstandsfähig zu verschießen, um die Fähigkeit zum Hemmen und Kanalisieren gegnerischer mechanisierter Kräfte innerhalb des Interessenbereichs zukünftiger Großverbände auch in überdehnten Räumen erhalten und ausbauen zu können. Es ist darüber hinaus zu befähigen, große Flächenziele bekämpfen zu können und gleichzeitig mit treffgenauer Munition gegen massiert auftretende Punktziele mit panzerbrechender Munition zu wirken. Ausschlaggebend sind die taktischen Wirkungsforderungen des Großverbandes.

Bei der Konstruktion muss das Prinzip „Beweglichkeit vor Schutz“ gelten, da die Waffenplattform aufgrund ihrer Abstandsfähigkeit außerhalb der Reichweite gegnerischer Flachfeuerwirkung eingesetzt werden wird. Das Waffensystem ist hinsichtlich Mobilität und taktisch/operativer Verlegefähigkeit so zu konzipieren, dass es ohne Umbaumaßnahmen per Lufttransport mittels eines Transportflugzeuges der A400M-Klasse verbracht werden kann.


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PzArt
Beitrag 8. Sep 2017, 19:38 | Beitrag #230
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Die "Zu Gleich" 2/2016 habe ich seinerzeit auch gelesen. Derzeit warte ich immer noch auf die erste Ausgabe in 2017. Das CIFS klingt ja auch schön und gut, nur haben wir dann bis 2035 ein gewaltiges Delta, insbesondere wenn ich den Punkt "glaubhafte Abschreckung" lese.
So lange kann man unmöglich warten. Da muss etwas zur zwischenzeitlichen Verstärkung der Artillerie geschehen, was denke auch kommen wird. Nur derzeit ist wohl auch wegen der Wahlen großes Schweigen im Walde, wenn es auch unverantwortlich sein mag.
 
Forodir
Beitrag 8. Sep 2017, 20:39 | Beitrag #231
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Bis 2035 wird aber nicht so viel vorher passieren können, selbst wen jetzt alles umgesetzt und beschlossen wird was man gerne hätte werden die jetzigen Btl erstmal auf stand mit Personal und Material gebracht werden, dann kann man dran gehen neue Btl, oder Rgt aufzustellen wozu teilweise Liegenschaften erstmal wieder erneuert werden müssen usw. usf.

Ich sehe erst mal den Horizont bis 2025 mit der 100% Ausstattung Material, wie es mit dem Personal aussieht ist noch schwieriger abzusehen. Der Zeithorizont für die neuen Wirkmittel die teilweise wohl komplett neu entwickelt werden ist auch schwer absehbar, Fakt ist das die Nutzungsdauer Pzh 2000 jetzt bis auf 2045 festgelegt wurde und die nächste KWS die Version A4 wird (A3 wird übersprungen), Mars wird wie angesprochen endlich komplett auf Stand gebracht und die Munition dafür auch mal gekauft (auch wenn das Schießen der 3/L345 nicht so gut lief in Schweden wie man es gerne gehabt hätte, war es trotzdem recht lehrreich.)
Munition für die Rohre ist auch noch nicht in trockenen Tüchern aber ich denke das wird bald gelöst sein, VULCANO wird definitiv beschafft werden jedoch ist noch die Frage offen ob dafür die Haubitzen geändert werden oder man sie nicht direkt mit einer neuen Haubitze auf Div. Ebene einführt wird was wohl sehr spät wäre.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 9. Sep 2017, 18:20


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Warhammer
Beitrag 9. Sep 2017, 13:24 | Beitrag #232
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Was ist denn beim Schießen in Schweden passiert?


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Forodir
Beitrag 9. Sep 2017, 18:19 | Beitrag #233
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Mangelhafte Vorbereitung insbesondere der Logistik Ebene beim Transport der Raketen, schlechte Erkundung vor Ort ( Beobachter konnten nicht erkunden/wurden nicht gefragt daher musste dies ein Offizier der RakBttr machen) Die Vermessung des Zielpunktes wurde von den Schweden recht stümperhaft durchgeführt ein echter Referenzpunkt war das nicht, das hätten wir durchaus selbst machen können hat aber keiner dran gedacht. Vernünftige Anforderung von Kleinfahrzeugen nicht durchgeführt usw.

Wetter hat nicht wirklich mitgespielt und die Technik hatte auch ihre Macken ( Signale an Rakete nicht übertragen, einmal die Halteklammer beim Start blockiert und die Rakete zu spät losgelassen usw usf. aber zum Glück nichts gravierendes was die Sicherheit beeinträchtigt hätte)

Trotzdem sind viele gute Erfahrungen gemacht worden für viele überhaupt das erste mal. Das ist ja auch das worauf viele Fehler überhaupt zurückzuführen sind. Man ist kaum noch in der Lage außerhalb DEU zu Üben weil es keiner mehr kann und alles verlernt worden ist. Das was früher eher Standard war wie Aufenthalte in Shilo oder Goosebay oder Sardinien sind heutzutage derartige Ausnahmen das der ganze Verwaltungskram einen erstickt.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 9. Sep 2017, 23:36


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Beitrag 10. Sep 2017, 21:22 | Beitrag #234
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Was wird denn an neuer Munition für MARS II angeschafft? Nur die hier bereits bekannten 600 Raketen Unitary oder ist dort noch weiteres geplant? Es wurde ja auch mal Smart-Munition für den MARS entwickelt, wenn auch bis dato nicht beschafft. Damit würde man ja die Möglichkeiten des Systems nochmal deutlich erweitern.
 
Forodir
Beitrag 11. Sep 2017, 00:23 | Beitrag #235
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Das sind erst mal die 600 Raketen Unitary. Das Projekt mit einem SMArt Nachfolger wird erst auf der weiteren Zeitschiene angegangen, vermutlich mit den Neuentwicklungen. Die RakAri soll dann aber damit ausgerüstet werden um auch hier den Kampf in der Tiefe auch auf bewegliche und gepanzerte Feinde aufnehmen zu können. alleine deswegen wird es ein Nachfolger für SMArt sein müssen da die Trefferwahrscheinlichkeit auf bewegliche Ziele eher bescheiden ist.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 11. Sep 2017, 00:23


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