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> Littoral Combat Ship, Ausgelagert aus Bilderthread
Starscream
Beitrag 10. Aug 2012, 16:28 | Beitrag #151
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Ich denke, die US Navy hat sich mit dem Modulsystem für die LCS übernommen.
Man wollte eine Technik, die in ähnlicher Form von Deutschland entwickelt und von Dänemark eingesetzt wird perfektionieren, ohne damit vorher selbst wirkliche Erfahrungen gemacht zu haben. Diese Technik sollte dann in den LCS zum Einsatz kommen.
Ebenso war die Entwicklung der LCS offenbar unzureichend mit der Entwicklung der Bewaffnung, die sie tragen sollten, koordiniert. Es stellte sich heraus das die für beide Schiffsklassen bestimmte 57mm nicht die gewünschten Leistungen erbringen und die althergebrachte 76mm deklassieren konnte, und man stellte die Entwicklung eines FK ein, der den LCS die Bekämpfung von Landzielen ermöglichen sollte. Hat man daraufhin die Entwürfe nochmal überarbeitet? Offensichtlich nicht!
Herausgekommen sind dabei große Kriegsschiffe, die keine Fregatten ablösen können und weniger Kampfkraft als ein 25 Jahre altes FK-Schnellboot haben.


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Praetorian
Beitrag 10. Aug 2012, 17:48 | Beitrag #152
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ZITAT(Starscream @ 10. Aug 2012, 17:28) *
Man wollte eine Technik, die in ähnlicher Form von Deutschland entwickelt und von Dänemark eingesetzt wird perfektionieren, ohne damit vorher selbst wirkliche Erfahrungen gemacht zu haben. Diese Technik sollte dann in den LCS zum Einsatz kommen.

Das deutsche MEKO-Konzept ist eine andere Baustelle. Das greift zwar auch auf Module zurück, ist aber in Richtung schiffbauliche Modularität ausgelegt - d.h. es erleichtert den Bau, die Instandhaltung/Instandsetzung sowie die Modernisierung der Einheiten. Missionsmodularität im Sinne der Gestellung eines Basisfahrzeugs, das auftragsbezogen kurzfristig mit unterschiedlichen Missionsmodulen ausgestattet werden kann, ist da nicht vorgesehen.
Das dänische StanFlex hat sich mittlerweile auch in diese Richtung orientiert. Nachdem mit den StanFlex 300 (Flyvefisken) noch unterschiedliche Rüststände hergestellt werden konnten (Minenabwehr, Patrol, ASuW), wird das mit den neuen Fregatten und den Mehrzweckschiffen Absalon nicht mehr umgesetzt.


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xena
Beitrag 10. Aug 2012, 20:28 | Beitrag #153
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Im Prinzip finde ich diese Modultechnik nicht schlecht. Aber dann stehen einige Module im Keller und verstauben weil kaum genutzt werden. Der Steuerzahler wird dann schimpfen, daß man viel Geld für Zeug ausgibt das nicht verwendet wird. Schlußendlich werden nur so viele Module angeschafft wie Einbauplätze auf den Schiffen. Dann kann man die Schiffe auch je nach Einsatz komplett tauschen. Ähnlich läuft es doch auch beim Boxer. Modulkonzept, das es nur auf dem Papier gibt weil nur so viele Module angeschafft wurden wie Fahrgestelle, also bleiben die praktisch immer drauf.
 
kato
Beitrag 11. Aug 2012, 02:48 | Beitrag #154
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ZITAT(Praetorian @ 10. Aug 2012, 18:48) *
Nachdem mit den StanFlex 300 (Flyvefisken) noch unterschiedliche Rüststände hergestellt werden konnten

Wobei auch die SF300 schon seit 10 Jahren jeweils feste Rollen zugewiesen haben und für genau diese fest ausgerüstet sind. Groß rumgebastelt wird da nicht mehr.

ZITAT(Starscream @ 10. Aug 2012, 17:28) *
Ich denke, die US Navy hat sich mit dem Modulsystem für die LCS übernommen.

Mit dem Modulsystem selbst m.M.n. nicht, aber man hat sich mit den ursprünglich mal geforderten Spezifikationen für die Module ordentlich vergriffen. Nicht mal technisch, sondern eher vom taktisch-operationellen. Und finanziellen.

Da hat sich nämlich irgendwann rausgestellt, dass das Verlegen von praktisch statischen Sensornetzen zum "Einfangen" feindlicher U-Boote einfach nur dämlich ist (ASW Module Increment 1, deshalb eingestellt). Und dass, wenn man ein Hohlstabsystem auf ein RHIB runterskaliert, dieses halt keine Minen täuscht, die mehr als nen Meter oder so unter der Wasseroberfläche liegen (MCM-USV, gestrichen) - von der Idee, man könnte perfekt mit einer 30mm-Kanone aus der Luft auf Minen unter Wasser zielen reden wir mal gar nicht (RAM-ICS, gestrichen).
NLOS-LS? Das war ne reine Kostenfrage. Rund 2 Milliarden Entwicklungskosten bis zur vollen Serienreife, davon 60% schon investiert, und dann - nachdem die Army ja ausgestiegen ist - konnte die Navy pro Flugkörper dann übern Daumen gepeilt dasselbe hinlegen wie für ne ausgewachsene SM-2. Für die etwa 200 Millionen bei voller Realisierung hätte man auch auf jedes LCS genausogut ne Batterie Harpoon schrauben können.
 
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Beitrag 17. Aug 2012, 00:45 | Beitrag #155
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Ich habe langsam das Gefühl, dass das gesamte Program alsbald, wie viele der amerikanischen Programme der letzten Jahre, wieder kurz vor dem Ziel eingestampf werden wird.


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Starscream
Beitrag 30. Aug 2012, 21:29 | Beitrag #156
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@Praetorian
ZITAT
Das deutsche MEKO-Konzept ist eine andere Baustelle. Das greift zwar auch auf Module zurück, ist aber in Richtung schiffbauliche Modularität ausgelegt - d.h. es erleichtert den Bau, die Instandhaltung/Instandsetzung sowie die Modernisierung der Einheiten. Missionsmodularität im Sinne der Gestellung eines Basisfahrzeugs, das auftragsbezogen kurzfristig mit unterschiedlichen Missionsmodulen ausgestattet werden kann, ist da nicht vorgesehen.

GENAU das ist der Unterschied zum deutschen MEKO-Konzept, und man darf sich fragen warum man beim MEKO-Konzept nicht so weit gegangen ist wie es die Amerikanskis beim LCS-Konzept versucht haben.

@Nobody is perfect
Ich habe auch dieses Gefühl und kann mir gut vorstellen, wie die bereits gebauten LCS zur US Coast Guard umdelegiert werden.
Bei all den gescheiterten Beschaffungsprojekten der US-Streitkräfte frage ich mich, ob die US Navy nicht sicherheitshalber teilweise arabische Dhaus und chinesische Dschunken umsteigen sollte - beruhen immerhin auf erprobten Technologien und haben einen hohen Stealth-Faktor, da fast nur aus Holz gebaut. ironie.gif evil.gif


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Praetorian
Beitrag 30. Aug 2012, 22:57 | Beitrag #157
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ZITAT(Starscream @ 30. Aug 2012, 22:29) *
GENAU das ist der Unterschied zum deutschen MEKO-Konzept, und man darf sich fragen warum man beim MEKO-Konzept nicht so weit gegangen ist wie es die Amerikanskis beim LCS-Konzept versucht haben.

Weil MEKO eine Lösung für ein komplett anderes Problem ist, und außerdem aus einer anderen Zeit mit anderen Rahmenbedingungen für den militärischen Schiffbau stammt?


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Merowinger
Beitrag 6. Mar 2016, 22:23 | Beitrag #158
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Auch LCS erhält TRS-4D. Janes:

ZITAT
The first eight Freedom variant LCSs are being delivered with the Airbus Defence and Space TRS-3D/16 G-band radar, designated AN/SPS-75 in USN service. However, the remaining eight vessels - starting with USS Indianapolis (LCS 17) - are to be fitted with a rotating version of the TRS-4D system as an 'in-line' upgrade.

Based on solid-state Gallium Nitride technology, TRS-4D is a software-driven radar employing full digital beamforming, and with pulse-Doppler processing in all beams. The rotator variant features a single-face AESA antenna rotating at either 15 rpm or 30 rpm (depending on the update rate required) at 2-70° in elevation. The use of an AESA array, with instantaneous dual-axis beamsteering in both azimuth and elevation, allows for 'backward scanning' to ensure fast-track initiation.
 
Merowinger
Beitrag 16. Sep 2016, 22:52 | Beitrag #159
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Zwei Videos zum MCM 11m Aluboot CUSV (Common Unmanned Surface Vehicle) von Textron:
1. CGI 2016 (4th gen)
2. Prototype/Demonstrator mit Seafox 2014

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 16. Sep 2016, 22:53
 
Merowinger
Beitrag 9. Dec 2016, 11:09 | Beitrag #160
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Aufschlussreiche LCS Doku über beide LCS Klassen in der Erbprobung von National Geographic. Das ist tatsächlich verdammt wenig Crew für verflixt viel Schiff. Und Amis sind keine Deutschen. ;-)
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 14. December 2019 - 06:56