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> Neue Kampfbekleidung bei der Bundeswehr, ausgelagert aus dem Video-Thread
Apotheon
Beitrag 9. Nov 2015, 21:56 | Beitrag #1
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Neue Kampfbekleidung bei der BW
"Flammschutz" klingt zeitgemäß, Nässeschutz für unten drunter klingt etwas ungewohnt, dürfte während eines Einsatzes etwas aufwändig anzuziehen sein confused.gif
 
Father Christmas
Beitrag 9. Nov 2015, 22:08 | Beitrag #2
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Ich finde dieses Konzept lächerlich. Sauber wie man da Kohle verbrannt hat, in dem man vorhande Bekleidung neuentwickelt und sinnvolle Neuerungen gänzlich ignoriert hat.

Der Beitrag wurde von Father Christmas bearbeitet: 9. Nov 2015, 22:10


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


#flapjackmafia
 
agdus
Beitrag 5. Dec 2015, 11:19 | Beitrag #3
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ZITAT(Father Christmas @ 9. Nov 2015, 23:08) *
Ich finde dieses Konzept lächerlich. Sauber wie man da Kohle verbrannt hat, in dem man vorhande Bekleidung neuentwickelt und sinnvolle Neuerungen gänzlich ignoriert hat.



Was genau findest du daran lächerlich? Mittlerweile rennt ja jeder fast anders herum, da vieles einfach Geschmackssache ist.


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Glück Ab!

Bauernregel:
Wenn's den Bauer vom Trecker schnellt, war der Acker ein Minenfeld.
 
Father Christmas
Beitrag 12. Dec 2015, 13:49 | Beitrag #4
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ZITAT(agdus @ 5. Dec 2015, 11:19) *
ZITAT(Father Christmas @ 9. Nov 2015, 23:08) *
Ich finde dieses Konzept lächerlich. Sauber wie man da Kohle verbrannt hat, in dem man vorhande Bekleidung neuentwickelt und sinnvolle Neuerungen gänzlich ignoriert hat.



Was genau findest du daran lächerlich? Mittlerweile rennt ja jeder fast anders herum, da vieles einfach Geschmackssache ist.


Sorry, hab die Frage jetzt erst gesehen.

Es laufen (oder liefen mittlerweile?) zwei Projekte parallel: Gladius (mit eigenem Bekleidungsanteil) und die hier gezeigte Bekleidungsausstattung Übung und Einsatz. Dazu kommt halt die normale Bekleidungsausstattung aka Feldanzug.
Gladius als Gesamtsystem, ich lass mich gerne korrigieren, gibt es für 900 Soldaten?
Übung/Einsatz wird als Poolmaterial für bis zu 24.000 Soldaten beschafft? (Wobei man von der Zahl wohl weit entfernt ist)
Anstatt man einfach ein brauchbares Bekleidungskonzept für alle Soldaten entwickelt, geht man mehrere Sonderwege.
Poolmaterial bei so etwas essentiellem wie Standardbekleidung (keine Schutz- oder Sonderbekleidung) sollte aus meiner Sicht jedem Soldaten zugänglich sein*. Es gibt da hohle Phrasen, wie Train as you Fight. Basierend auf meiner bisherigen Diensterfahrung komme ich zu dem Schluss, dass die Bundeswehr nicht sicherstellen kann, dass jeder Soldat, der in den Einsatz geht und mit diesem Bekleidungssatz ausgestattet wird, ausreichend Zeit und Gelegenheit hat, um sich damit vertraut zu machen. Das ist für mich ein Unding.
Ich will gar nicht erst wissen, wie es um den Tauschvorrat aller Bekleidungsgrößen bestellt ist, wenn mal etwas kaputt geht.

Gleichzeitig gibt es genug brauchbare Bekleidungsartikel in anderen Nationen, von privaten Entwicklern, … mit äußerst zweckmäßigen Schnitten, die sowohl für den Dienst im Inland, wie im Ausland taugen. Warum auch immer, hat man sich da offensichtlich nicht bedient.

Ich habe jetzt das Bekleidungskonzept nicht mehr ganz im Kopf:
Die „neuentwickelte“ Hose ist eine Mischung aus der Einsatzkampfhose und der Scharfschützenkampfhose. Hier kann man ruhig die Frage aufwerfen, warum man nicht weitergedacht hat in Richtung der Crye Combat oder Field Pants. Integrierte, herausnehmbare Knieschoner sind zuweilen sehr zweckmäßig und lassen designtechnisch auch so einarbeiten, dass es nicht komisch aussieht, wenn sie nicht in der Hose getragen werden.

Die Jacke kurz ist eine enganliegendere Feldbluse und soll eine schlechte Entschuldigung für ein (weiterhin?) fehlendes Combat Shirt sein. Ich verstehe denn Sinn überhaupt nicht. Wollte man damit irgendwie der 37/10 (alt) Rechnung tragen? Gut ist die Corduraverstärkung der Schultern mitsamt Polsterung.

Die Jacke lang will ein Smock sein, der auf Brusttaschen verzichtet. Warum verzichtet man denn auf Brusttaschen? Wenn ich den Stauraum nicht brauche, dann muss ich keinen Smock anziehen. Es ist nun mal zweckmäßig eine Schutzweste unter dem Smock zu tragen und eine Trageausstattung darüber, wenn man denn überhaupt eine Schutzweste zu einem Smock tragen möchte. Dann hat das Teil keine Kapuze. Sollte es aber. Die kann man einrollbar, anknöpfbar oder wie auch immer gestalten. Aber eine Kapuze gehört an so eine Jacke. Der Winkel der Einschubtaschen auf der Brust ist bescheiden. Hier sind konventionelle Napoleontaschen einfach besser nutzbar. Man hat versucht die Belüftung zu optimieren: Die Brusttaschen sind mit Netz hinterlegt. Die Pit-Zips sind ausreichend dimensioniert und haben ebenfalls Netz. Beides gut, leider haben die PitZips nur einen ein-Wege-RV. Schlecht für die Nutzung mit Rucksäcken, … Chance vertan.

Man wird es nie jedem Recht machen können. Selbst der Weg, den ich gegangen wäre, hätte genug Kritikpunkte. Nur hier wird mE im Ansatz falsch gehandelt und dann ein Produkt geliefert, dass für mich nicht so toll ist, als das ich mich angesichts der propagierten Selbstbeweihräucherung dafür nur fremdschämen kann.

Die Nutzermeinungen sind auch relativ. Die meisten Soldaten interessiert nicht, was der Markt alles hergibt oder wo der aktuelle Stand der Technik ist. Wenn man bspw. Jahre lang den Rucksack, klein (aka Jägerrucksack) hatte, ist der Kampfrucksack natürlich eine Offenbarung. Der Kampfrucksack hat keine seitlichen Kompressionsriemen, bescheiden gestaltete Seitentaschen, … Würde ich nicht mal geschenkt haben wollen. Hat man einen Kampfrucksack, ist ein Berghaus Atlas eine Offenbarung. Super. Mittlerweile 30 Jahre altes Design, kommt in Größen (Verfügbarkeit bei Ausgabe?) statt stufenbar oder gar stufenlos verstellbar, nicht kompatibel mit eingeführter Ausrüstung, …

Für mich fehlt es an einem Gesamtkonzept. Man versucht Altes, mit Neuem zu vermischen. Ich würde schlicht anfangen, von der Socke an alles neu aufzuziehen. Einschließlich Vorschrift, wie das alles zu bedienen ist.


*gut, ich bin aber auch so verwegen und behaupte, dass jeder Soldat seine eigene Schutzweste haben sollte


Alibivideo:
OSS Spigot Gun:
https://www.youtube.com/watch?v=-UlmaSMg104


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


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Forodir
Beitrag 16. Dec 2015, 11:50 | Beitrag #5
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ZITAT(Father Christmas @ 12. Dec 2015, 13:49) *
ZITAT(agdus @ 5. Dec 2015, 11:19) *
ZITAT(Father Christmas @ 9. Nov 2015, 23:08) *
Ich finde dieses Konzept lächerlich. Sauber wie man da Kohle verbrannt hat, in dem man vorhande Bekleidung neuentwickelt und sinnvolle Neuerungen gänzlich ignoriert hat.



Was genau findest du daran lächerlich? Mittlerweile rennt ja jeder fast anders herum, da vieles einfach Geschmackssache ist.


Sorry, hab die Frage jetzt erst gesehen.

Die Jacke kurz ist eine enganliegendere Feldbluse und soll eine schlechte Entschuldigung für ein (weiterhin?) fehlendes Combat Shirt sein. Ich verstehe denn Sinn überhaupt nicht. Wollte man damit irgendwie der 37/10 (alt) Rechnung tragen? Gut ist die Corduraverstärkung der Schultern mitsamt Polsterung.

Die Jacke lang will ein Smock sein, der auf Brusttaschen verzichtet. Warum verzichtet man denn auf Brusttaschen? Wenn ich den Stauraum nicht brauche, dann muss ich keinen Smock anziehen. Es ist nun mal zweckmäßig eine Schutzweste unter dem Smock zu tragen und eine Trageausstattung darüber, wenn man denn überhaupt eine Schutzweste zu einem Smock tragen möchte. Dann hat das Teil keine Kapuze. Sollte es aber. Die kann man einrollbar, anknöpfbar oder wie auch immer gestalten. Aber eine Kapuze gehört an so eine Jacke. Der Winkel der Einschubtaschen auf der Brust ist bescheiden. Hier sind konventionelle Napoleontaschen einfach besser nutzbar. Man hat versucht die Belüftung zu optimieren: Die Brusttaschen sind mit Netz hinterlegt. Die Pit-Zips sind ausreichend dimensioniert und haben ebenfalls Netz. Beides gut, leider haben die PitZips nur einen ein-Wege-RV. Schlecht für die Nutzung mit Rucksäcken, … Chance vertan.




Kurze Anmerkung: Combat Shirt gibt es, sowohl für IDZ ES als auch für die neuen Kampfanzüge. Die Jacke Kurz ist für aufgesessene Truppen und auf Wunsch der Grenadiere gekommen und durchaus brauchbar. Die Jacke ,Lang hat deshalb keine Brusttaschen da die neue Trageausstattung zweigeteilt ist, SK1 unter die Jacke, Plattenträger mit gerödel über die Jacke. Es ist eine andere Philosophie, über die man in der tat streiten kann aber die Ausrüstung ist nicht schlecht und mindestens genauso funktionell wie die Crye Sachen die meiner Meinung nach viel zu viel klimbim haben, aber wäre eigentlich interessant daraus einen eigenen Thread mal zu machen.


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Father Christmas
Beitrag 16. Dec 2015, 12:04 | Beitrag #6
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ZITAT
Die Jacke Kurz ist für aufgesessene Truppen und auf Wunsch der Grenadiere gekommen und durchaus brauchbar.


Das mag ja sein, ist dennoch keine Erklärung dafür, dass man jahrelang auf ein, bereits zu dem Zeitpunkt gängiges, Combat Shirt verzichtet hat. (Gleichwohl für Gladius bereits eines eingeführt war; deswegen auch mein Unverständnis)
Dass das mittlerweile abgestellt ist, habe ich auch bereits vermutet.


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
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#flapjackmafia
 
Forodir
Beitrag 16. Dec 2015, 12:16 | Beitrag #7
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Keine Frage das das alles viel zu lange gedauert hat und auch der Unsinn es zu poolen. Wie bei allen Entwicklungen dauert es halt ewig und solange es kein Großkampfsystem ist hat es auch fast keine Lobby. Die Entwicklungen gingen ja auch parallel, sowohl IDZ ES/Gladius als auch das Konzept Bekleidung Einsatz/Übung. Das war bestimmt auch nicht hilfreich.
Aber trotzdem finde ich deine Kritik an dem System an sich etwas harsch, da es eben halt eine brauchbare und gute Lösung darstellt, man hatte eben andere Ideen und Ansichten als bei manchem Anbieter auf dem Markt. Nur als Beispiel UF pro die Hosen wären mir zu überladen.


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goschi
Beitrag 16. Dec 2015, 16:04 | Beitrag #8
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ZITAT(Forodir @ 16. Dec 2015, 11:50) *
aber wäre eigentlich interessant daraus einen eigenen Thread mal zu machen.

done


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Lalbahadur
Beitrag 16. Dec 2015, 16:15 | Beitrag #9
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Was mich interessieren würde wären die Kosten. Angeblich sind die teilweise x -fach so hoch wie frühere Bekleidung. Ist die Leistung dermaßen besser dass derart höhere Preise gerechtfertigt sind? Weiß jemand hier etwas dazu? Was kosten die verschiedenen Bekleidungsstücke ?

Der Beitrag wurde von Lalbahadur bearbeitet: 17. Dec 2015, 15:17


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Forodir
Beitrag 16. Dec 2015, 17:10 | Beitrag #10
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Thx to goschi


Da dies ja jetzt ein eigener Thread ist würde ich mal gerne wissen was den meisten hier aus der Runde wirklich fehlt oder was man wirklich als nützlich empfindet im Zusammenhang mit Einsatzbekleidung.


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Father Christmas
Beitrag 16. Dec 2015, 17:19 | Beitrag #11
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Danke xyxthumbs.gif

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Buffalo Shirt, brauchbarer Schal (Multifunktionstuch), Nässeschutz, Feldjacke, Combat Shirt, ...

Allgemein gibts aber einiges was man richtig optimieren kann: Rucksäcke, Tragesysteme


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
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Seydlitz
Beitrag 16. Dec 2015, 18:43 | Beitrag #12
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Man sollte einfach zumindest einen Satz (Kampf)Bekleidung ausgeben. Sprich eine brauchbare Hose + ein Combatshirt / Feldbluse. Gut wäre natürlich beides, aber man will ja nicht träumen. Das man sowas auch in den entsprechenden Größen und Stückzahlen vorhalten muss, dürfte klar sein.
Diesen Trend hat die Bundeswehr in den letzten Jahren einfach verschlafen oder nur sehr begrenzt umgesetzt. So gibt es ja bereits Zusatzbekleidung für bestimmte Verwendungen, z.B. EGB , auch hat man irgendwann in Afghanistan Sachen wie Smock, Einsatzhose oder auch Woolpower Unterbekleidung ausgegeben.
Da braucht man aus meiner Sicht auch keine super spezielle Neukonstruktion, bewährtes reicht erstmal vorkommen.
Ein Problem der Bundeswehr bei der Bekleidung ist wohl auch, dass man eine perfekte Lösung schaffen will, welches es für mich so gar nicht geben kann. So gibt es ja auch bei der teuren neuen Einsatzbekleidung durchaus Kritikpunkte, obwohl fast nichts von der Stange ist.


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Jethro Tull hätten in Woodstock auftreten sollen…
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MeckieMesser
Beitrag 16. Dec 2015, 18:44 | Beitrag #13
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Bei mir ist es schon länger her aber wohl noch aktuell:

A) Die Jacke
Mir hat immer eine universelle Jacke für den täglichen Dienst gefehlt. Die Wärme- und Kälteschutz ist.
Kein Smock der bis an die Knie hängt, sondern eine Jacke die kürzer und praktischer ist.

B) Der Schnitt der Feldhose
Irgendwie fühlte man sich darin unbeweglich. Fast wie eine Baggy Hose.
Vielleicht hatte ich hier einfach Pech bei der Ausgabe.

C) Rucksack und Tragesystem
Glaube dazu braucht man nichts zu sagen

Bin da absolut bei FC: Ein gutes Konzept für alle in der Truppe als Basis und Spezialsätze für einzelne Truppenteile wären wünschenswert.
 
Forodir
Beitrag 16. Dec 2015, 19:18 | Beitrag #14
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Soweit bin ich ja da mit, aber genau das ist doch das neue Bekleidungskonzept. Das das Zeug gepoolt wird ist auf jeden Fall quatsch, aber dürfte den Haushaltszwängen geschuldet sein. Ich meine das man durchaus sieht das da steter Tropfen den Stein hölt. Vor 10 Jahren wäre dieses Konzept noch nicht mal in Erwägung gezogen worden.

in der neuen Y gibt es dazu auch einen Bericht, auch mit den aktualisierten Umfang der Bekleidungslinie. Leider nicht im Web frei erhältlich mad.gif


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Seydlitz
Beitrag 16. Dec 2015, 19:28 | Beitrag #15
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Ein wichtiger Punkt ist die flächendeckende Verfügbarkeit von solcher Bekleidung. Pool ist Quatsch, sehe ich ähnlich.
Man sollte einfach eine Kampfhose und ein dazu passendes Combatshirt/Feldbluse für alle ausgeben. Für manche (kurz) vor dem Einsatz ist alles andere als optimal, für alle immer ist besser. Hört sich blöde einfach an, aber wenn man noch nicht einmal das finanziert bekommt, sollte man vielleicht die Aufgaben der Bundeswehr überdenken.


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Forodir
Beitrag 16. Dec 2015, 19:50 | Beitrag #16
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Zudem man ja wirklich einen Tagesdienstanzug ausgeben könnte und einen Kampfanzug in diesem Format. Ebenfalls für alle, auch für Unterstützer jeder Couleur, vielleicht bekommt man so auch mal wieder die Selbstbeschaffung die bei manch Soldaten nicht wirklich optimal läuft in den Griff.
Der nächste große schritt wäre dann die Einführung der neuen Schutzwesten/Trageausrüstung, und auch hier für jeden Soldaten und in mehr zwischen Größen.

Schutzwestenkonzept, auch hier könnte man bestimmt durch sinnvolle Beschaffung einsparen. SKIV Platten, dazu können im Inland ausgesonderte genutzt werden. Für Training reichen die. Der SK1 Schutz muss gegeben sein, alleine schon für die Schießausbildungen.


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Glorfindel
Beitrag 16. Dec 2015, 20:18 | Beitrag #17
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Ich würde wunder nehmen, was denn die Franzosen an Bekleidung und persönlicher Ausrüstung nach Mali mitnehmen und was die im Vergleich kostet.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Father Christmas
Beitrag 16. Dec 2015, 20:55 | Beitrag #18
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Wenn ich auf die Schnelle überlege:

In 5FTD/3FTD:
- Feldjacke (wie der alte Bausewein-Smock (Kopie des DPM Combat Smock) ohne Rückentasche; ein wenig optimiert: zusammenrollbare Kapuze, RV-Einschubtasche auf der Rückseite, Oberarmtaschenkonzept wie bei Feldbluse und Combat Shirt, ...)

- Feldbluse (wie die Atlas-Typ-2-Feldbluse, nur mit optimierteren Oberarmtaschen, Stiftköcher am Ärmel, integrierbare Ellenbogen/Unterarmpolster, ...)

- Combat Shirt (RV Stehkragen, Oberarmtaschenkonzept wie bei Feldbluse und Feldjacke, integrierbare Ellenbogen/Unterarmpolster, ...)

- Hose (optimiertere Taschenanordnung/-größe, mit Innenunterteilung für Links- und Rechtshänder gleichermaßen erreichbar, Klett verstellbarer Hosenbund wie bei den holländischen Feldhosen, abnehmbare außenliegende Knieprotektoren, ...)

- Kombinationen

In RAL 7006 (Coyote Brown):
- Kälteschutzbekleidung (einschl. einzippbarer Windstopper-Fleecejacke für Feldjacke (mit Strickbündchen), einschl. Buffalo-Shirt)
- Windshirt (wie Montane Featherlite jedoch mit zusätzlicher Bauchtasche)
- Wintermütze
- Trageausstattung (teilmodulares Split-Front-System mit Koppel, ähnlich dem IIFS/SSO Nerpa/ANA Vityaz/Grad zzgl. Taschen, ...)
- Schutzweste (ähnlich 75Tactical Omega 4/Stratagem LVAC optimiert mit mehr Molle-Schlaufen, zum über oder unter der Kleidung tragen + adaptierbares Chest Rig ähnlich dem LBT 2586 Chest Rig mit einklettbaren Magazin-Inserts (je nach Waffe), adaptierbarer Kragen, Oberarmschutz, Unterleibschutz, ...)
- Rucksäcke (1.) auf Schutzwesten anbringbares, aber auch einzeln zu tragendes Daypack, ähnlich MSM Adapt Pack nur optimierter; 2.) optimierter Rucksack, ähnlich dem Karrimor Sabre SF 60-100 (leichter, Molle, abnehmbarer Deckel, kombinierbar mit Daypack und Trageaustattungstaschen, ...), ordentlicher Satz Seitentaschen, mit was ähnlichem wie dem MR BVS, ...)


- Nässeschutzbekleidung als Wendebekleidung (5FTD/Unifarben)
- (Einführung eines) Feldponchos mit Wendeseite (5FTD/Unifarben)

Und eine, die Trageweise und Anwendung regelnde Vorschrift, die auch zulässt, dass RAL7006 auch als Außenbekleidung getragen werden kann.

Edit/
Bei den Stiefeln kann man auch gleich zu einem besseren Konzepz wechseln. Auswahl aus drei Modellen mit Membran, vielleicht gar nicht mal schwarzes Vollleder, sondern eher was universell farbliches.

Der Beitrag wurde von Father Christmas bearbeitet: 17. Dec 2015, 11:18


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


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Desert Hawk
Beitrag 17. Dec 2015, 00:29 | Beitrag #19
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Wenn wir schon bei Wunschdenken für (wahrscheinlich) nie eingeführte funktionale Kleidung sind, ein Punkt der immer gerne vergessen wird:

Ordendliche Unterwäsche in Form von Merinowollsocken (unterschiedliche Stärken für unterschiedliche Klimazonen/Jahreszeiten), Funktionsunterwäsche inkl. auch für kältere Gefilde wie bspw. die in Teilen bereits eingeführte Whoolpower Bekleidung.

Und was immer vergessen wird... ein vernünftiges Handschuhkonzept:

1. Kampfhandschuhe: Nicht, nachdem seit 20 Jahren Soldaten private Nomex-Fliegerhandschuhe verwendet haben, qualitativ minderwertige Nachbauten in oliv einführen und dann als gefütterte(!) 5FTD Variante "verbessern", sondern marktverfügbare Produkte verwenden. Ein Beispiel aus NATO-Gefilden: Neuer Kampfhandschuh der britischen Armee: Oakley SI Assault Gloves.

2. Liner-Handschuhe bspw. aus Polartec Fleece

3. Windstopper/Softshell Handschuhe

4. Hardshell Handschuhe mit vernünftiger Memran von Gore-Tex

5. Fäustlinge mit vernünftiger Memran von Gore-Tex

Und das ganze gerne auch in flammhemmender Ausführung, diverse Hersteller wie bspw. Outdoor Research beliefern da mit hervorragenden Produkten andere NATO-Staaten. rolleyes.gif


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"Klagt nicht, kämpft !"
"Real power can't be given, it must be taken" (The Godfather)

ΜΟΛΩΝ ΛΑΒΕ!
 
Forodir
Beitrag 17. Dec 2015, 07:53 | Beitrag #20
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Es ist ja eher nicht so das Problem das es keine vernünftige Ausrüstung gäbe, sondern das diese in minimaler Stückzahl nur bei ganz bestimmten Truppenteilen zu finden ist. Das war ja schön an der Wollmütze zu sehen die es zwar für die Infanterie gab aber nicht für die Grenadiere da diese ja Panzertruppe sind.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 17. Dec 2015, 07:55


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stavros
Beitrag 17. Dec 2015, 10:05 | Beitrag #21
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" Feldjacke (wie der alte Bausewein-Smock (Kopie des DPM Combat Smock) ohne Rückentasche; ein wenig optimiert: zusammenrollbare Kapuze, RV-Einschubtasche auf der Rückseite, Oberarmtaschenkonzept wie bei Feldbluse und Combat Shirt" ...)

Ich sehe schon förmlich bei jedem Vorschriftenfanatiker ein zucken der Augenlider. Neue Ausrüstung einführen ist schön und gut, nur die erlaubte Anwendung ist eine andere.
 
Father Christmas
Beitrag 17. Dec 2015, 10:43 | Beitrag #22
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Wie bereits erwähnt, deswegen muss das mit einer eigenen Vorschrift einhergehen.


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
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Praetorian
Beitrag 17. Dec 2015, 10:47 | Beitrag #23
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ZITAT(Desert Hawk @ 17. Dec 2015, 00:29) *
Und was immer vergessen wird... ein vernünftiges Handschuhkonzept:

Geht's hier um Wünsche an die gestellte Kampfbekleidung, oder möchtest du auf Staatskosten den inneren Geardo beglückt haben?


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This just in: Beverly Hills 90210 - Cleveland Browns 3
 
Father Christmas
Beitrag 17. Dec 2015, 11:15 | Beitrag #24
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Handschuhe sind wichtig. Ich würde es nicht so umfangreich gestalten wie Desert Hawk, aber ähnlich.
Kampfhandschuh als Kontakthandschuh, Fingerhandschuhe mit Membran und ein Überzieher als Fäustling mit Membran.

Das hat wenig mit dem Geardodasein zu tun, sondern eher damit, dass technischen Fortschritt Rechnung getragen wird. Es muss heute niemand mehr erfrorene Finger haben oder einen Grabenfuß oder ... da wir keine Millionenheere mehr in die Schlacht schicken, bekommt der einzelne Soldat einen ganz anderen Stellenwert.


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


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Glorfindel
Beitrag 17. Dec 2015, 11:40 | Beitrag #25
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ZITAT(Father Christmas @ 17. Dec 2015, 11:15) *
(...)
... da wir keine Millionenheere mehr in die Schlacht schicken, bekommt der einzelne Soldat einen ganz anderen Stellenwert.

Das Geld fehlt dann einfach an einem anderen Ort. Bekleidung ist gerade so ein Punkt, wo man sehr viel Geld investieren kann (insbesondere auch in funktionelle Unterbekleidung) und nur einen sehr kleinen Mehrwert erhält gegenüber einer viel, viel günstigeren Lösung. Eine Uniform eines Soldaten sollte ein paar Euros kosten und nicht hunderte von Euros und aus wenigen, sinnvollen Bekleidungsstücken bestehen.

Ein "Kampf"-Handschuh deckt bereits den allergrössten Teil der Anwendungen eines Handschuhs ab. Wenn es wirklich kalt ist, benötigt man noch einen stablie Fingerhandschuhe (Hardshell-Leder), von mir aus mit herausnehmbarem Innenhandschuh.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Seydlitz
Beitrag 17. Dec 2015, 11:42 | Beitrag #26
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Bei den Handschuhen sehe ich aber auch Verbesserungsbedarf. Ein komplettes, hochwertiges Handschuhkonzept, wird so umfassend wohl nicht kommen.
Aber das man es nicht einmal geschafft hat, nach Jahren Einsatz zumindest für die Bedarfsträger sowas wie die angesprochenen Nomex Fliegerhandschuhe zu beschaffen, ist schlicht schlecht.

Allgemein habe ich das Gefühl bzw die Erfahrung gemacht, dass die Bundeswehr bzw die für die Einführung und Beschaffung zuständigen Abteilungen, es nicht schaffen eine Kampfbekleidung in ausreichend großer Anzahl einzuführen, welche dann auch so "günstig/einfach" gehalten ist, dass sie auch finanzierbar ist.
Ich will nicht nur meckern, man hat in den letzten 10~ Jahren deutliche Fortschritte in vielen Bereichen gesehen, aber das ist halt noch lange nicht ausreichend.


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Praetorian
Beitrag 17. Dec 2015, 11:53 | Beitrag #27
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ZITAT(Father Christmas @ 17. Dec 2015, 11:15) *
Handschuhe sind wichtig. Ich würde es nicht so umfangreich gestalten wie Desert Hawk, aber ähnlich.
Kampfhandschuh als Kontakthandschuh, Fingerhandschuhe mit Membran und ein Überzieher als Fäustling mit Membran.

Das sind schon mal 40% weniger.

Das Thema der individuellen Ausstattung ist nun mal geprägt vom Geardo mit der Goldrandlösung, und Wunschzettel eskalieren gerne. Als Dienstherr und Beschaffer kann und sollte man dem nicht Rechnung tragen. Als Dienstherr kann man aber dennoch eine ganze Menge tun, um eine solide Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Die kann man dann sicherlich nach Komfortempfinden auch durch eigene Ausstattung ergänzen. Ganz offensichtlich gibt es bei der Bundeswehr aber schon grundlegende Probleme, eine solche solide Basisausstattung überhaupt erstmal querschnittlich zur Verfügung zu stellen. DAS ist dann im Bereich persönliche Ausstattung das Kernproblem, das priorisiert gelöst werden muss. Und das passiert mit Sicherheit nicht dadurch, daß man ein halbes Dutzend unterschiedliche Handschuhe einführt.

Zur Ehrenrettung der Bw-Bekleidungskonzepte sei meinerseits angemerkt, daß diese sicherlich nicht immer die bestmöglichen marktverfügbaren Lösungen umfasst. Mit dem Grabenfuß brauchen wir, glaube ich, trotzdem nicht anfangen...


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Forodir
Beitrag 17. Dec 2015, 12:21 | Beitrag #28
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Zum Thema Handschuhe und Preis: das Ausstattungssoll auf BAN umfasst: Kampfhandschuh; Kälte/Nässeschutz Fingerhandschuh; Fäustling und Lederfingerhandschuh. Man bekommt also jetzt schon verschiedene Handschuhe, die halt nur nicht besonders qualitativ sind. Das Argument das so etwas nicht eingeführt werden kann ist also hinfällig.

Ich stimme Praetorian zu wenn er sagt das es an einer soliden Basisausstattung fehlt. Es gibt in der Bundeswehr gute und zweckmäßige Bekleidung, nur nicht überall und in zu geringen Stückzahlen.


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Desert Hawk
Beitrag 17. Dec 2015, 16:20 | Beitrag #29
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ZITAT(Praetorian @ 17. Dec 2015, 10:47) *
ZITAT(Desert Hawk @ 17. Dec 2015, 00:29) *
Und was immer vergessen wird... ein vernünftiges Handschuhkonzept:

Geht's hier um Wünsche an die gestellte Kampfbekleidung, oder möchtest du auf Staatskosten den inneren Geardo beglückt haben?


Hast du die derzeitigen Handschuhe schon einmal im Gefechtsdienst über mehrere Tage in allen möglichen Jahreszeiten und Klimazonen getragen?

Kampfhandschuh: Wie bereits erwähnt, "verschlimmbessert" mit zusätzlicher Fütterung und in 5FTD, macht ja ungemein Sinn bei den derzeitigen Einsatzgebieten Syrien, Irak, Afghanistan und Mali. rolleyes.gif. All meinen Soldaten die nicht bereit sind selbst ein paar Euro zu investieren (dürften auf Kp-Ebene unter 10% sein), gebe ich den Tipp eine kleinere Größe als gewöhnlich zu empfangen und das Innenfutter zu entfernen. Es ist ein Unding, dass nur durch eine Materialbeschädigung ein halbwegs brauchbarer Ausrüstungsgegenstand entsteht. Kampfhandschuhe sind im Gefechtsdienst, unabhängig von Aussentemperatur, IMMER zu tragen. Die Zeiten a la "wer mit Handschuhen schießt, der fickt auch mit Socken", sind Gott sei Dank vorbei.

Kälte/Nässeschutz Fingerhandschuh: Nach etwa 2h Stunden Gefechtsdienst in schneebedecktem deutsche Mittelgebirge sind diese "Nässeschutz"-Handschuhe komplett durchnässt, ein Aufwärmen bzw. generelles Warmhalten der Hände ist nicht mehr möglich, bzw. bei in der Nacht abfallenden Temperaturen drohen Erfrierungen an den Händen. Ein glorreiches Stück deutscher Bekleidungskunst... rolleyes.gif

Fäustling: Ohne Membran sind diese Handschuhe für den angedachten Einsatzzweck komplett für die Tonne und deckungsgleich mit dem Kälte/Nässeschutz Fingerhandschuh.

Die Asbest-verseuchten Dreifinger-Pseudo-ABC-Handschuhe, die immer nur im Spind lagen, sind aus der Nutzung und die Lederhandschuhe rein für den Formaldienst, bzw. Dienstanzug vorbehalten.

Es geht nicht darum das neuste Hightech-Material zu verbauen, sondern zeitgemäße Materialien zu verwenden. Dies ist erstaunlicherweise in den meisten westlichen Armeen möglich, nur die Bundeswehr gibt persönliche Ausrüstung aus, welche sich auf dem Niveau der 80iger Jahre befindet. Selbst unterfinanzierte Armee wie die österreichische haben modernes Material (Panlo/Carinthia-G-Loft-Jacken, Windstopper-Fleece, Goretex-Hardshell-Handschuhe, Fleecehandschuhe, etc.) und wer sich beispielsweise britisches Material anschaut, stellt fest dass dies auch kein Vermögen kosten muss. Neuware aus dem Depot erhält der zivile Endverbraucher meist in der Preisklasse von 30-50€ wie z.B. britische Snugpak-ähnliche wendbare Kälteschutzjacke, Buffalo-Shirts, etc.

In Deutschland gibt es genügend qualitativ hochwertige Textilhersteller die solche Großmengen zu für den Steuerzahlern erträglichen Preisen fertigen könnten. Aber wir geben ja lieber 650 Mio. € für Drohnen aus, die nicht fliegen und ziehen mit ein wenig modernerer Ausrüstung in den Kampf als Opa '43 am Don-Bogen... rolleyes.gif


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Beitrag 17. Dec 2015, 16:30 | Beitrag #30
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ZITAT(Glorfindel @ 17. Dec 2015, 11:40) *
ZITAT(Father Christmas @ 17. Dec 2015, 11:15) *
(...)
... da wir keine Millionenheere mehr in die Schlacht schicken, bekommt der einzelne Soldat einen ganz anderen Stellenwert.

Das Geld fehlt dann einfach an einem anderen Ort. Bekleidung ist gerade so ein Punkt, wo man sehr viel Geld investieren kann (insbesondere auch in funktionelle Unterbekleidung) und nur einen sehr kleinen Mehrwert erhält gegenüber einer viel, viel günstigeren Lösung. Eine Uniform eines Soldaten sollte ein paar Euros kosten und nicht hunderte von Euros und aus wenigen, sinnvollen Bekleidungsstücken bestehen.

Ein "Kampf"-Handschuh deckt bereits den allergrössten Teil der Anwendungen eines Handschuhs ab. Wenn es wirklich kalt ist, benötigt man noch einen stablie Fingerhandschuhe (Hardshell-Leder), von mir aus mit herausnehmbarem Innenhandschuh.


Dies mag für ein 500.000+ Wehrpflichtigen Armee gegolten haben, die rein zur Verteidigung am Fulda-Gap eingesetzt worden wäre und mit Masse aus urbanen Stellungen mit nächtlicher Ruhe in vorhandener Infrastruktur gekämpft hatte. Ach halt.. da gab es ja noch AMF & Co. welche an der Nordflanke der NATO in Norwegen und im Süden der Türkei an der Südostflanke regelmäßig beübt wurde und sich damals schon den Arsch abgefroren hat, bzw. in klammer Kleidung aushalten musste.

Ein Einsatzarmee, die reflexartig von Uschi & Co. in aller Herren Ländern befohlen wird, ist eben aufgrund der auf diesem Planeten nun einmal vorherrschenden Klimazonen eben nicht mit "wenigen, sinnvollen" Bekleidungsstücken abzuspeisen.

Es gibt in der Truppe durchaus querschnittlich auch gute Ausrüstung, wie bspw. den Carinthia Goretex Schlafsacküberzug, (in Teilen) den Schlafsack Allgemein Typ II und den Tropenschlafsack, die Revision Schießbrille, das neue Taschenmesser, etc. Das schlimme an dieser ganzen Sache ist aber. das grundsätzliche Problem, dass die Masse von neuer Ausrüstung erst nachdem man mit der Billiglösung (Stichwort Baumarktbrille) auf die Fresse gefallen ist beschafft wird und dann auch noch Lichtjahre später als andere Nationen.

Das ganze noch gepaart mit der "Entwicklung" durch Schreibtischtäter und weltfremden Beamten in diversen Ämtern, zumeist ohne jeglichen Input des späteren Nutzers.


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