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> Stand der K130, Wird nun was aus dem Schiff?
xena
Beitrag 30. May 2020, 00:34 | Beitrag #601
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ZITAT(Merowinger @ 28. May 2020, 21:50) *
Unterschied: Siehe meine Punkte oben (Oto, Radar, ...) zzgl. den üblichen upgrades für IT und Kommunikation. Ach ja, und neues Bereitschaftsboot mit Davit. Ich sehe jetzt nicht warum das pro Korvette 1-2 Jahre dauern sollte.

Die Dauer hat weniger mit der Technik als solche zu tun, vieles ist schließlich kompatibel, modular (z.B. die OTO Geschütztürme) und paar Strippen sind bei heutigen Systemen schnell ausgetauscht, wenn sie denn ausgetauscht werden müssen, denn so alt sind die Schiffe nicht. Die Werften haben heute nicht mehr die Manpower früherer Zeiten. Man fährt mit der Manpower, die man durchgehend beschäftigen kann, weil Korvetten und Gedöns stehen nicht jeden Tag an und für den Rest der Zeit muss das Personal beschäftigt werden. Personal das heute qualifizierte Facharbeiter sind mit Spezialkenntnissen und im Rüstungsgeschäft auch noch zuverlässig. Die Mannstunden für Leistungen verteilen sich somit auf längere Zeit, weil sie von weniger Leuten erbracht werden müssen. Längere Zeit bedeutet auch längere Liegezeit und höhere Kosten, weil ein Dock belegt ist das hat auch seinen Tagessatz. Längere Verweildauer, mehr Tagessätze, höhere Kosten. Ähnlich dürfte es auch bei den Einrüster sein, also z.B. Henshold, die nur eine bestimmte Zahl qualifizierter Monteure haben, also ähnliches Spiel wie bei der Werft selbst. Die Monteure wachsen leider nicht auf Bäumen. Industrie und Handwerk suchen ja überall händeringend qualifiziertes Personal, wie man hoffentlich die letzte Zeit mitbekommen hat. Auch das zieht die Zeit in die Länge.

Man könnte es auch billiger bekommen, wenn die Marine durchgehend neue Schiffe bestellen würde, sodass die Werften durchgehend mit dem Bau von Marineschiffen beschäftigt wären. Dann könnte man mehr Personal einstellen/ausbilden und halten, womit man Arbeiten schneller ausführen könnte, kürzere Belegungen der Docks, somit weniger Kosten hätte. Tja, die Zeiten sind schon lange vorbei. Deswegen spielen neben den Systemkosten auch die ganzen Nebenkosten für die längere Verweildauer in der Werft eine Rolle. Diese Rechnung kann dir jede Industrie/Gewerk aufmachen.
 
Schwabo Elite
Beitrag 30. May 2020, 12:13 | Beitrag #602
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Am Ende muss man sich aber auch bei der K130 Block II-III die Frage stellen, was man mit so einem Schiff tatsächlich tun will? Wir sprechen ja auch hier noch nicht über annähernd dieselben Fähigkeiten wie die auf der K130 basierten und übrigens nicht größeren oder schwereren israelischen Sa'ar 6. Auch die neuen K130 werden magere 26 kn laufen und weder irgendwelche ASW noch mehr als die absolut rudimentärsten AAW-Fertigkeiten haben. Auch fehlt eine Möglichkeit für einen vollwertigen Helikopter an Bord. Und mit vier ASuW-Lenkflugkörpern ist die Schlagkraft auch sehr begrenzt. Wenn man jetzt statt den 5 Block I K130 Sa'ar 6 ("K131") beschaffen würde, sähe die Welt natürlich völlig anders aus.


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Dragon46
Beitrag 31. May 2020, 13:28 | Beitrag #603
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In einem 3. Baulos sehe ich einen weiteren Vorteil: Im Rahmen der "Wiederbewaffnung" der Bundeswehr wurde mehrfach vermeldet, dass das BAAINBw ein Nadelöhr in der Beschaffung sei, da die Kapazitäten für alle Projekte schlicht fehlen. Ist es da nicht einfacher, weitere Einheiten zu beschaffen, als eine Moderinisierung der bestehenden Korvetten zu planen und durchzuführen? Das käme ja dann auch anderen Projekten zu gute.
 
Merowinger
Beitrag 31. May 2020, 13:52 | Beitrag #604
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Die Frage ist, ob diese Entlastung des BAAIN den resultierenden Aufpreis wert ist. Und welcher budgetäre Verdrängungseffekt entsteht, wie z.B. eben kein MKS180 #5 und #6. Ich denke wir sehen hier eine andere Form des Widerstandes der deutschen Werften gegen Damen.

Passend dazu die norddeutschen Wirtschaftsminister: Aufträge nicht mehr nur über Preis vergeben

Schliesslich: Mit einem 3. Los wäre der Weg dafür offen, sich ab 2025 eventuell zu entscheiden doch alle 3 Lose zu behalten, und das 1. Los zu modernisieren (Jackpot, ob moderat oder umfänglich) oder einfach so zu belassen wie es ist. Das wäre Salamitaktik mit Rüstungsplanung aus den Küstenwahlkreisen. Die Besatzungen für die zusätzlichen Korvetten kämen dann von Fregatten ... MKS180 #5 und #6 (wenn auch mit einem Verzug von 5 Jahren).

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 10. Jun 2020, 15:46
 
KSK
Beitrag 23. Jun 2020, 16:54 | Beitrag #605
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Ich bin gerade über Wikipedia hierauf gestoßen: https://web.archive.org/web/20140115060618/..._ES_T_05_13.pdf
Auf Seite 13 des PDF werden für die K130 neben den 4 schweren LFK zusätzlich noch 4 mittlere aufgeführt. Ist das tatsächlich noch (Planungs)Stand, dass die K130 dann 8 LFK bekommen und wann soll das erfolgen?


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Merowinger
Beitrag 23. Jun 2020, 17:11 | Beitrag #606
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Ich denke ja, denn abgestufte und kostengünstige Wirkung auf mittlere Entfernung macht für die Korvette eine Menge Sinn zusammen mit dem Skeldar UAV und ohne eigenen BHS. Wichtig dabei ist ein Datenlink bzw. man-in-the-loop und over-the-horizon, denn ansonsten könnte man schlicht auf die 76mm zurückgreifen.

Zuerst wird es wahrscheinlich die Entscheidung für die FK Bewaffung des SeaTigers geben, danach kommt die K130 - es dauert also. Kandidaten wären Spike NLOS, SeaVenom (bislang keine Schiffsversion, könnte aber kommen), IDAS (bislang weder Schiffs- noch Heloversion). Wenn es um Beschaffung von teuren FKs geht ist die Bundeswehr eine Pfennigfuchserschnecke.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 23. Jun 2020, 17:21
 
Merowinger
Beitrag 8. Jul 2020, 14:57 | Beitrag #607
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Weiterentwicklung der K130 laut EF 1:
ZITAT
So wird ... Landzielbekämpfung mit reichweitengesteigerter Artillerie (Naval Gunfire Support) möglich sein


Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 8. Jul 2020, 14:58
 
 
 

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