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> Virtual und Augmented Reality, Ausgelagert aus dem Leo3-Thread
Malefiz
Beitrag 12. Mar 2015, 23:53 | Beitrag #1
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ZITAT(Industrieller @ 12. Mar 2015, 23:23) *
Bei VR-Brillen schlägt die Kinetose, die "Bewegungskrankheit", richtig übel zu, das haben wir bei der SKWA-Studie gesehen. Allein das blanke Beobachten des Schützentrp über einen Monitor, der ein anderes Bild zeigt als das was er natürlich sehen würde oder alles mit einer Latenz von mehr als 3-10ms führt je nach Magen kurzfristig zu Würfelhusten. Nicht hilfreich.


Was daran liegt, dass die VR Lösungen momentan weit vom Idealzustand entfernt sind. Klar, im Moment wird sowas hauptsächlich für Gaming und sonstigen Medienkonsum entwickelt, wenn das Militär mit entsprechendem Budget reingeht kann das ganz schnell ein ganz anderer Schnack werden. Die optimale VR Brille würde es für den Benutzer so aussehen lassen, als säße er in einem Panzer aus Glas. Wenn das funktioniert und die Brille auch die Bewegungen des Panzers 1:1 mitmacht wäre das Problem der Kinetose aus dem Weg geräumt.


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We cannot get out. We cannot get out. They have taken the bridge and the second hall. The watcher in the water took Oín. We cannot get out. The end comes....drums, drums in the deep...They are coming....
 
goschi
Beitrag 13. Mar 2015, 00:31 | Beitrag #2
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ZITAT(Malefiz @ 12. Mar 2015, 23:53) *
Was daran liegt, dass die VR Lösungen momentan weit vom Idealzustand entfernt sind. Klar, im Moment wird sowas hauptsächlich für Gaming und sonstigen Medienkonsum entwickelt, wenn das Militär mit entsprechendem Budget reingeht kann das ganz schnell ein ganz anderer Schnack werden.


Vergiss die alte Geschichte, dass nur das Militär echte Budgets hat.
Facebook hat gerade 2 Mrd $ in das System Occulus reingebuttert, HTC/Valve, Sony, Samsung, usw. haben ebenfalls ordentlich Geld da reingebuttert (habe von ~100mio$ und mehr gelesen), Google hat sich die Google Glass bis jetzt geschätzt über eine Mrd $ kosten lassen, da sind wir schon bei Summen, die kann kein Militäretat mehr aufbringen, die zivile Entwicklung hat hier ganz klar die militärische abgehängt, was Investitionsvolumen angeht und auch die Praxistauglichkeit wird wohl eher im zivilen Bereich zuerst angestossen.



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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Malefiz
Beitrag 13. Mar 2015, 00:50 | Beitrag #3
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ZITAT(goschi @ 13. Mar 2015, 00:31) *
Vergiss die alte Geschichte, dass nur das Militär echte Budgets hat.
Facebook hat gerade 2 Mrd $ in das System Occulus reingebuttert, HTC/Valve, Sony, Samsung, usw. haben ebenfalls ordentlich Geld da reingebuttert (habe von ~100mio$ und mehr gelesen), Google hat sich die Google Glass bis jetzt geschätzt über eine Mrd $ kosten lassen, da sind wir schon bei Summen, die kann kein Militäretat mehr aufbringen, die zivile Entwicklung hat hier ganz klar die militärische abgehängt, was Investitionsvolumen angeht und auch die Praxistauglichkeit wird wohl eher im zivilen Bereich zuerst angestossen.


Facebook hat Oculus Rift für 2 Mrd $ (der Löwenanteil bezahlt in FB Aktien) gekauft, nicht 2 Mrd $ für Forschung und Entwicklung locker gemacht. Google Glass ist augmented reality, das sind zwar verwandte aber an kritischen Stellen unterschiedliche Dinge. Gerade die Problematik der Kinetosen betrifft Google Glass überhaupt nicht, da hier die Realität ja noch wahrgenommen wird. Bei der Entwicklung von Google Glass gibt es dafür ganz andere Kostentreiber, die bei der Anwendung im KPz quasi belanglos sind.

Ich sehe es eher als Problem, dass die Anforderungen des Militärs über die der Medienkonzerne hinweg gehen, was den zusätzlichen Geldsegen schnell aufbrauchen dürfte.

Der Beitrag wurde von Malefiz bearbeitet: 13. Mar 2015, 00:52


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goschi
Beitrag 13. Mar 2015, 00:58 | Beitrag #4
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Ich wollte Google Glass und VR auch nicht in einen Topf werfen, aber beides wurde hier schon genannt, augmentierte (erweiterte) als auch virtuelle Realität, oder eben ein Verbund.
Und natürlich geht nicht alles von Facebook in die Entwicklung, aber die Summen, die gerade aktuell aufgewendet werden für VR sind durchaus gewaltig (und da reden wir noch nichtmal von ähnlichen Projekten, wie Microsoft HoloLens oder diversen universitären Forschungen. Das sind gesamthaft wohl trotz allem mehrere Milliarden $, das wird auch kein Militär für diesen kleinen Punkt im Gesamtsystem raushauen können.
Und wieso soll das Militär so viel weitere Anforderungen haben? da gerade auch Autokonzerne in diese Richtung am aufspringen sind, ist das Konzept schon ziemlich nah, die Industrie hat auch schon ähnliche Projekte aufgegleist, da kann man viel aktuell zivil erarbeitetes Knowhow übernehmen.


Ich will auch gar nicht mit dir darüber streiten, ich bin betreffend VR selbst noch ziemlich skeptisch, mein bisher einmaliger Occulus-Versuch war eher mager (Motion Sickness und Gesichtsüberhitzung wegen schlechter Belüftung waren ziemlich stark), aber eben, es wird gerade ganz heftig Geld in diesen Zweig gesteckt, potential ist definitiv da, da wartet niemand mehr aufs Militär, das Militär wird vielmehr irgendwann an dem Bestehendem prosperieren können.

Aber kommen wir doch langsam wieder zum Kernthema, ich wollte eigentlich nicht zu sehr ins Offtopic reiten. wink.gif


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Malefiz
Beitrag 13. Mar 2015, 01:12 | Beitrag #5
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Selbstverständlich wird hier das Militär stark von der Zivilforschung profitieren, gar keine Frage. Was weitere Anforderungen angeht : Bisher funktioniert Oculus Rift ja ca so : Du sitzt auf nem Stuhl und kannst den Kopf drehen und schaust dich so virtuell um. Das der Stuhl (lies : Panzer) dabei durch die Gegend fährt und das Feeds von mehreren Kameras parallel verrechnet und angezeigt (mit möglichst minimalem Delay) werden müssen leistet soweit ich weiß bisher kein Prototyp von VR Brillen. Das kann aber durchaus ein großes Problem werden. Und wenn man es dann richtig machen will, hätte man natürlich gern noch augmented Reality in seiner virtual reality. Wäre doch fein, wenn das Ding noch IFF beherrscht, Zieldaten vorgibt etc pp.

Naja, aber du hast recht, wir bewegen uns doch grad sehr auf einem Spezialzweig der KPz Entwicklung. Und übrigens glaube ich, dass derartige Systeme (da mit Ausnahme der Brillen, Kameras und Recheneinheit rein softwarebasiert) leicht nachrüstbar sind, bzw sich ein hypothetischer Leo III von Anfang an für die spätere Nachrüstung eines solchen Systems vorbereiten ließe. Denn dass man auf Periskope trotzdem nciht verzichten sollte wurde hier ja schon dargelegt.


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xena
Beitrag 13. Mar 2015, 01:26 | Beitrag #6
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Die F-35 soll ja so etwas wie VR bekommen. Das ist dort sogar eines der Kernelemente. Es dürfte nur eine Frage der Rechengeschwindigkeit sein. Aber trotzdem glaube ich, das es am Boden nicht so gut funktionieren kann wie in der Luft. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit zu groß, einzelne Optiken verschmutzen oder beschädigt werden. Reizvoll wäre eine solche Option auf alle Fälle. Aber lassen wir uns in 20 Jahren überraschen, was man bis dahin noch so alles entwickelt...

Ich sehe aber einen Leo3 nicht als alleiniges System, also nur der Panzer als Fahrzeug. Dazu gehört auch ein leistungsfähiges digitales Führungssystem, das Aufklärungsdaten effektiv und schnell verarbeiten und passend den einzelnen Panzern zur Verfügung stellen kann.

Da kommt noch einiges auf die Industrie zu, wenn es an die nächste Panzergeneration geht.
 
goschi
Beitrag 13. Mar 2015, 02:00 | Beitrag #7
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ZITAT(Malefiz @ 13. Mar 2015, 01:12) *
Naja, aber du hast recht, wir bewegen uns doch grad sehr auf einem Spezialzweig der KPz Entwicklung.

Weil das Thema interessant ist (und wir bereits mehrfach dahingehend abgeschweift sind) habe ich das Thema ausgelagert. wink.gif

goschi (admin)


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
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Industrieller
Beitrag 13. Mar 2015, 06:40 | Beitrag #8
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So und jetzt kommt wieder meine konservative Langweiler-Keule: alles, was wir heute an militärisch härtbarer Technologie haben (inkl. Prototypen) und vielleicht nächstes oder übernächstes Jahr bekommen werden, wäre das, was in Gefechtsfz, dass in 15-20 Jahren zulaufen soll, wahrscheinlich drin. Aber nicht viel mehr. Auch hier verweise ich auf den Puma, der z.B. noch Schwarz/Weiß-Röhrenmonitore für Kdt und Rs hat.
 
 
 

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