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> Entwicklungen und News, ...rund um die Infanterie
SLAP
Beitrag 19. May 2018, 15:51 | Beitrag #1921
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Hauptmann
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Gruppe: WHQ
Mitglied seit: 13.08.2003


ZITAT
Die 27-Millionen-Dollar-Schadenersatzklage der US-Technikfirma Orbital ATK gegen den Waffenhersteller Heckler & Koch kommt Bewegung. Nach Informationen von WELT AM SONNTAG wurden inzwischen die geforderten Prototypen eines Granatwerfers in Gewehrform in die USA geliefert.

Dies sei „nach einer neuerlichen Bewertung der zuständigen Behörden“ erfolgt, teilte Heckler & Koch mit. Nach Ansicht der deutschen Firma gibt es auch in puncto Klage Hoffnung. Seit 2004 [Eigentlich schon seit 1994 - damals noch OICW genannt.] hatten die Firmen unter dem Projektnamen XM-25 gemeinsam den Granatwerfer entwickelt, bei dem auch Menschen hinter einer Deckung getötet werden können. Doch das Projekt stockte, und die Amerikaner forderten die Waffenmuster.

Derzeit würden „Vergleichsverhandlungen zu einer gütlichen Beilegung des Rechtsstreits“ stattfinden, erklärt H&K. Mehr Details werden aufgrund laufender Verhandlungen nicht preisgegeben, heißt es auf Anfrage. Die US-Firma will von Vergleichsgesprächen allerdings nichts wissen. Die Klage gegen H&K laufe derzeit unverändert weiter, heißt es dort.

H&K war nur Unterauftragnehmer

Noch ist unklar, warum die Waffenmuster nun doch in die USA geliefert wurden – und ob H&K oder womöglich das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuvor blockierte. Experten verweisen auf rechtliche und ethische Fragen rund um den Granatwerfer.

Nach Waffenkonventionen [der Petersburger Erklärung von 1868] gibt es nämlich ein Verbot für Sprenggranaten unter 400 Gramm, die zu schweren Verwundungen führen können [unnötigerweise die Leiden der ausser Kampf Gesetzten erhöhen oder ihren Tod unvermeidlich machen würden]. Beim XM-25 war H&K nur Unterauftragnehmer und nicht für die Munition zuständig. [zuständig ist ATK]
Fraglich ist allerdings, ob die US Army noch an der Waffe interessiert ist. Angeblich wurde das Programm im April 2017 gestoppt – weil die Waffen nicht zur Verfügung standen. ["On April 5, 2017, the Army terminated the XM25 Counter Defilade Target Engagement (CDTE) contract with the prime contractor (Orbital-ATK) after it failed to deliver the 20 weapons as specified by the terms of the contract,"]


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"There are children on Promethea who can't afford ammo, you know."
 
Glorfindel
Beitrag 19. May 2018, 17:29 | Beitrag #1922
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Die St. Petersburger-Erklärung hat praktisch keine aktuelle Bedeutung, sondern eigentlich nur historische. Ich würde sie als überholt bezeichnen. Sie würde auch nur bei Konflikten der Vetragsstaaten gelten (USA gehören nicht dazu). Das Nichtausliefern des XM25 mit dieser Erklärung zu begründen, halte ich für lächerlich.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kustvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
SailorGN
Beitrag 19. May 2018, 20:49 | Beitrag #1923
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Vor allem fallen dann auch die ganzen 30/40mm Granaten darunter, also wären alle Unterlaufwerfer und GMW verboten... aber ein guter Vertrag hat immer ein Schlupfloch:
ZITAT
Dieses Engagement ist nur gültig für die vertragschliessenden oder beitretenden Parteien für den Fall eines Krieges zwischen zweien oder mehreren derselben, nicht aber gegenüber den Parteien, die nicht zu den vertragschliessenden oder zu den beitretenden gehören.

Dasselbe würde auch ausser Wirksamkeit treten, wenn in einem Kriege zwischen vertragschliessenden oder beitretenden Parteien eine andere Partei, welche weder zu den vertragschliessenden noch zu den beitretenden gehört, sich einem der Kriegsführenden anschliessen sollte.


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist.
 
Glorfindel
Beitrag 19. May 2018, 22:31 | Beitrag #1924
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Mitglied seit: 10.09.2003


...und was ist mit 12,7x99mm (Spreng-) Brandmunition?


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kustvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
KSK
Beitrag 20. May 2018, 07:38 | Beitrag #1925
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Mitglied seit: 17.12.2002


ZITAT
verpflichten sich die vertragschliessenden Teile, für den Fall eines Krieges zwischen denselben, gegenseitig darauf zu verzichten, dass von seiten ihrer Land- oder Seetruppen Gebrauch gemacht werde von irgendeinem weniger als 400 Gramm schweren Projektil, welches entweder explodierbar oder mit Knall- oder entzündlichen Stoffen geladen ist.

Dem Wortlaut nach fällt selbst Leucht(spur)munition darunter. Außerdem wäre die (damals noch nicht existente) Luftwaffe ausgenommen.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
 
 

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