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26. Nov 2025, 09:57 | Beitrag
#121
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Major Beiträge: 9.034 ![]() Gruppe: Members Mitglied seit: 25.10.2009 |
Golem zu D-LBO: Mehr als 20 Teilnehmer lassen sich nicht stabil zusammenschalten
ZITAT Der Verteidigungsexperte Niklas Wagener, der an dem Test teilgenommen hatte, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland der Madsack Mediengruppe: "Von einem einsatzbereiten Digitalfunk sind wir weiterhin weit entfernt. Übertragungszeiten für Chatnachrichten von 59 Minuten und für Stellungsskizzen von bis zu 25 Minuten sind inakzeptabel." https://www.golem.de/news/digitale-funkgera...511-202595.html
Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 26. Nov 2025, 09:58 |
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26. Nov 2025, 11:36 | Beitrag
#122
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Herr der Dunkelheit Beiträge: 39.627 ![]() Gruppe: Admin.WHQ Mitglied seit: 21.04.2002 |
Golem ist zu Militärthemen eine ganz schlechte Quelle, nur minimal besser als Heise
Da wird gerne die panischste Meldung nochmal übertrieben als Fakt dargestellt. -------------------- Wer zum Denken nachdenkseiten braucht, denkt auch, dass ihm ihm die Tankkarte das tanken abnimmt.
Qui tacet, consentire videtur Dass die Russen viele Verluste haben aufgrund ihrer offensiven Vorgehensweise, die sie sich bei Zapp Brannigan abgeschaut haben, ist davon unbenommen. |
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26. Nov 2025, 12:19 | Beitrag
#123
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Major Beiträge: 5.079 Gruppe: Members Mitglied seit: 22.03.2003 |
Geht aber in die korrekte Richtung.
Quelle ist ja auch nicht Golem. Hier wird primär vom Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Und diese beziehen sich auch stark auf Interviews aus der Branche und von MdBs Her mal eine andere Quelle, die dir wahrscheinlich besser zusagt: https://www.deutschlandfunk.de/bundeswehr-p...alfunk-100.html D-LBO steckt gerade in einer Krise und es läuft alles andere als rund. PS: Vielleicht kann man auch beim Thema Funk was aus der Ukraine lernen? Der Beitrag wurde von Sensei bearbeitet: 26. Nov 2025, 12:23 |
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26. Nov 2025, 13:16 | Beitrag
#124
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Oberleutnant Beiträge: 1.372 Gruppe: Members Mitglied seit: 28.02.2015 |
Evtl erhellen die Ausführungen von General Freuding und Generalleutnat Michael Vetter ja etwas:
https://www.hartpunkt.de/bundeswehr-haelt-a...uer-d-lbo-fest/ Kurz: Sprache funktioniert. Datenübertragung noch nicht. Problem die Bandbreiten Der Beitrag wurde von Reitlehrer bearbeitet: 26. Nov 2025, 13:19 |
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26. Nov 2025, 14:28 | Beitrag
#125
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Wie schon vorher angemerkt, komplexes system, sehr hoher administrativer Aufwand.
In Deutschland mit den beschränkungen durch die vorgegebenen Frequenzen auch schwierigkeiten unterworfen. -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
“You have attributed conditions to villainy that simply result from stupidity.” |
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27. Nov 2025, 01:31 | Beitrag
#126
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Gefreiter Beiträge: 46 Gruppe: Members Mitglied seit: 30.11.2021 |
Evtl erhellen die Ausführungen von General Freuding und Generalleutnat Michael Vetter ja etwas: https://www.hartpunkt.de/bundeswehr-haelt-a...uer-d-lbo-fest/ Kurz: Sprache funktioniert. Datenübertragung noch nicht. Problem die Bandbreiten Wurde da das Problem bei TETRA abgeschaut? Bei Sprache AFAIK ein Kanal mit 7,2kBit/s und neben den Sprach-Zeitschlitzen einer für Steueraufgaben in den digitales gepresst wird (vgl ISDN). Was wurde uns da mal versprochen, Bilder von der Einsatzstelle an die Leitstelle usw. Praktisch gehen nicht einmal Textnachrichten da man befürchtet das System zu überlasten (Also für die Leitstelle schon, aber nicht unter den Einsatzkräften). Aber selbst wenn das System von der Bandbreite begrenzt ist, eine Lageskizze (also Symbole, Texte und geometrische Objekte auf die offline Karte gezeichnet generiert ja keine Unmengen an Daten). Wäre es da vielleicht anzudenken das mit Priorität über einen Sprachkanal zu senden (200 Koordinaten + etwas Meta Daten sollten in 2-3 Sekunden gesendet sein). |
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27. Nov 2025, 07:19 | Beitrag
#127
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Major Beiträge: 5.305 Gruppe: Members Mitglied seit: 06.06.2007 |
In Deutschland mit den beschränkungen durch die vorgegebenen Frequenzen auch schwierigkeiten unterworfen. Wurde da das Problem bei TETRA abgeschaut? Bei Sprache AFAIK ein Kanal mit 7,2kBit/s und neben den Sprach-Zeitschlitzen einer für Steueraufgaben in den digitales gepresst wird (vgl ISDN). Die Beschränkung bei D-LBO hat man sich nochmal selbst gegeben. Der erlaubte Spektrumsbedarf für die Soldatenfunkgeräte (um die es sich hier wohl dreht) liegt laut Ausschreibung wohl bei maximal 500 kHz für den Aufbau eines Zugnetzwerks mit parallelem Betrieb Sprache,IP, Position. ( siehe z.B https://soldat-und-technik.de/2020/11/fuehr...unkgeraete-aus/ ) Bei einem einfach modulierten Funksignal beträgt die maximale Bandbreite bei 500 kHz Kanalbreite so etwa maximal 250 kbit/s. Wahrscheinlich ist man noch stolz darauf die 8-fache Bandbereite eines SEM80/90 zur Verfügung zu stellen. Im allgemeinen wird in derartigen Funknetzwerken allerdings noch eine adaptive Bandbreiten-Verwaltung durchgeführt, und Einzelgeräte schalten sich mit zum Teil hohen Latenzzeiten nur periodisch auf, um selbst Batterien zu sparen. Das kann durchaus im Minutenbereich liegen. |
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27. Nov 2025, 08:15 | Beitrag
#128
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
So ganz passt die Berichterstattung und das was ich von meinen Kameraden höre nicht zusammen.
Probleme macht in erster Linie die Software Schnittstelle die verschiedene Führungssysteme zusammenschalten sollen. Gerade SVFuA macht da auch Probleme weil irgend jemand darauf bestanden hat das die Teile bis GEHEIM einstuffbar sein sollen Die VR5500 funktionieren im Netzwerk, die Bandbreite beträgt übrigens 50Kbit/sec was sich 4 Kanäle im TDM verfahren Teilen, das ist für taktischen Funk und Lagedarstellung völlig ausreichend. Zusätzlich springt das Signal nochmal zwischen Frequenzen, mindestens 8. Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 27. Nov 2025, 08:18 -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
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1. Dec 2025, 18:08 | Beitrag
#129
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Fhnrich Beiträge: 243 ![]() Gruppe: Members Mitglied seit: 05.01.2010 |
Kommentar von Alfons Mais hinsichtlich der positiven Meldungen zum Thema D-LBO:
https://de.linkedin.com/posts/hartpunkt_d-l...6853732353-R836
-------------------- Henry "Barbadosed" Morgan
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1. Dec 2025, 19:12 | Beitrag
#130
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Das ist krass und ziemlich schlechter Still. Seinen Kameraden (auch noch in der gleichen Dienstgradgruppe) öffentlich der Lüge zu bezichtigen. Das kann man auch besser, selbst wenn er im Ruhestand ist.
-------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
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1. Dec 2025, 20:34 | Beitrag
#131
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Oberleutnant Beiträge: 1.372 Gruppe: Members Mitglied seit: 28.02.2015 |
Anscheinend wurde der Artikel nicht ganz gelesen oder verstanden.
Das positive Feedback bezog sich ja wohl auf die Übermittlung von Sprache. Defizite in der Datenübermittlung wurden ja angesprochen. |
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1. Dec 2025, 22:18 | Beitrag
#132
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Major Beiträge: 9.034 ![]() Gruppe: Members Mitglied seit: 25.10.2009 |
Vielleicht ist die Kritik auf Hartpunkt gezielt? Wir werden das nicht genau herausfinden können.
Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 1. Dec 2025, 22:19 |
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1. Dec 2025, 22:33 | Beitrag
#133
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Anscheinend wurde der Artikel nicht ganz gelesen oder verstanden. Das positive Feedback bezog sich ja wohl auf die Übermittlung von Sprache. Defizite in der Datenübermittlung wurden ja angesprochen. Wobei das keinen Sinn ergeben würde. Die Datenübermitteilung ist so ziemlich der wichtigste Baustein in der ganzen D-LBO Geschichte, dass die Geräte auch noch Sprachfunk können, ist eher Nebensache (überspitzt). -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
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2. Dec 2025, 01:28 | Beitrag
#134
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Elder Forenmen Beiträge: 7.788 Gruppe: Ehrenmoderator Mitglied seit: 08.04.2002 |
Hat eigentlich irgendein Staat bisher ein brauchbares infrastrukturloses MANET-fähiges TAWAN eingeführt, das für Sprache und Daten funktioniert?
Wenn man in die Ukraine schaut, die nutzen - genau wie die Russen - LTE oder Starlink. Wenn die ISP nicht zur Verfügung stehen, siehts auch mau aus. Das Problem beim deutschen Digitalfunk ist ja zweierlei: Erstens passen die Geräte vom Formfaktor kaum in die Autos, für die sie vorgesehen sind, zweitens sollen die Geräte ja ohne zentrale Netzknoten sich taktische Netzwerke aufbauen (Mobile Ad-Hoc-Network - MANET). Ersteres ist pure Ignoranz und Dummheit: wenn man das Dach vom Leopard abflexen muss, um ein Funkgerät einzubauen (wie ich unlängst hörte und eigentlich nicht glauben möchte), wo der Vorgänger durch die Luke passte, dann gehört da jemand und all seine Kumpels dafür verprügelt. Zweiteres, ein dezentrales Netz, das nur durch mobile Funkstellen aufgebaut wird, und sich selbst herstellt und verwaltet ist halt einfach nicht trivial. Jedes Funkgerät in so einem Netz muss Router sein, das Netz an sich muss logisch roamingfähig sein. Jedes Gerät für sich ist ein Netzknoten, der ständig andere Knoten suchen muss, um ein stabiles Netzwerk zu etablieren, unabhängig von den darauf laufenden logischen Netzen (Funkkreise und digitale FüInfoSys-analoge). Die Frage der Services=Server stellt sich dann auch gleich, genauso wie die Frage der Latenz, der Möglichkeiten von EMCON, etc. Ist halt nicht mehr wie bei legacy-VHF, wo über die gemeinsame Frequenz auch der logische Funkkreis etabliert ist, sobald einer die Sprechtaste drückt (und das war schon störanfällig). Es ist echt schade, dass da in den letzten 15 Jahren offensichtlich kein brauchbarer Workaround gefunden wurde. Ich würde es mal mit fahrenden und fliegenden Drohnen, Luftschiffen und Antennen versuchen. Wenn die mobilen Anteile kein vernünftiges Netz herstellen können, dann müssen die Fernmelder eben vernünftige Netzknoten aufs Gefechtsfeld stellen. -------------------- Thou canst not kill that which doth not live. But you can blast it into chunky kibbles.
Limitless are the ways of mankind in its virulent capacities Ironic it may seem, for us a chance exists to see In us also lies the capacity to transcend |
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2. Dec 2025, 11:54 | Beitrag
#135
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Das Problem beim deutschen Digitalfunk ist ja zweierlei: Erstens passen die Geräte vom Formfaktor kaum in die Autos, für die sie vorgesehen sind, zweitens sollen die Geräte ja ohne zentrale Netzknoten sich taktische Netzwerke aufbauen (Mobile Ad-Hoc-Network - MANET). Ersteres ist pure Ignoranz und Dummheit: wenn man das Dach vom Leopard abflexen muss, um ein Funkgerät einzubauen (wie ich unlängst hörte und eigentlich nicht glauben möchte), wo der Vorgänger durch die Luke passte, dann gehört da jemand und all seine Kumpels dafür verprügelt. Das ist aber auch quatsch und stimmt so nicht, woher kommt das? Die VR5500 sind von den Abmessungen nicht viel größer als die SEM80/90. Beim Soveron D sind es Einzelbauteile, die aber alle durch die Luke passen. Die Techniker haben da übel geflucht in den engen Leopards, aber das war es dann auch. Der einzige Fall wo wir das gesehen haben, das etwas aufgeschweißt werden musste, war beim Fennek und da ging es um Verkabelung, die nach hinten durch den Motorraum musste (Der Fennek ist wohl das verbauteste Fahrzeug, was das Heer hat Zweiteres, ein dezentrales Netz, das nur durch mobile Funkstellen aufgebaut wird, und sich selbst herstellt und verwaltet ist halt einfach nicht trivial. Jedes Funkgerät in so einem Netz muss Router sein, das Netz an sich muss logisch roamingfähig sein. Jedes Gerät für sich ist ein Netzknoten, der ständig andere Knoten suchen muss, um ein stabiles Netzwerk zu etablieren, unabhängig von den darauf laufenden logischen Netzen (Funkkreise und digitale FüInfoSys-analoge). Die Frage der Services=Server stellt sich dann auch gleich, genauso wie die Frage der Latenz, der Möglichkeiten von EMCON, etc. Ist halt nicht mehr wie bei legacy-VHF, wo über die gemeinsame Frequenz auch der logische Funkkreis etabliert ist, sobald einer die Sprechtaste drückt (und das war schon störanfällig). Das ist zwar alles richtig, aber technisch ist das nicht die Hürde. Der Aufwand dies zu administrieren ist halt eher das Problem. Jedes Funkgerät hat dann seine eigne logische ID. Dann ist auch vorei mit mal schnell Frequenz wechseln, das geht dann nicht mehr. Ich sehe da eher zwei Probleme, die ständigen neuen Frequenzbündel, die ich einprogrammieren muss, da man innerhalb Deutschlands überall andere Frequenzen zur Verfügung gestellte kommt und das dies dann für alle 10000 Funkgeräte im Verband gleich sein muss, den jeder soll im Netz erreichbar sein und hier kommt das LOA das die meisten Probleme bereitet, du als Nutzer sollst einfach nur eine Endadresse eingeben und das Netz soll dir über die Schnittstellensoftware da ein Routing erstellen und das klappt noch gar nicht. Auch das Einbinden von Sitaware HQ und Frontline klappt dann nicht, weil man hier dann einen Router braucht, damit die beiden suites miteinander kommunizieren können, auch etwas was hausgemacht ist, HQ gehört nicht zur taktischen Ebene, würde man das Trennen wäre auch schon viel gewonnen, aber man will ja unbedingt einen Befehl von der Division bis zum Trupp herunterschieben können. Würde man sich rein auf den taktischen Funk erstmal konzentrieren und die Netze kleiner halten würde da einiges leichter gehen. Der Administrationsaufwand ist natürlich immer noch da, das wird auch aufwendig. Da würde ich eigentlich eine KI unterstützte Software sehen, aber das kann weder Blackned noch Rhode und Schwarz zur Verfügung stellen, dazu sind das zu kleine Licht. Es ist echt schade, dass da in den letzten 15 Jahren offensichtlich kein brauchbarer Workaround gefunden wurde. Ich würde es mal mit fahrenden und fliegenden Drohnen, Luftschiffen und Antennen versuchen. Wenn die mobilen Anteile kein vernünftiges Netz herstellen können, dann müssen die Fernmelder eben vernünftige Netzknoten aufs Gefechtsfeld stellen. Ich denke schon das hier ein brauchbares Netz erstellt wurde und das funktioniert auch, der Anspruch, den das CIR/Heer an dieses Netz hat ist aber zu groß, da muss man etwas zurückrudern. Der rein taktische Funk ist soweit einsatzbereit. Aber ein vermaschtes Netz bis zum Großverband mit Einbindung jeder Datenübertragung und Routing bis zum letzten Meter üerlastet das system ordentlich. TL;DR: Funknetze sind zu groß, Implementierung von verschiedenen Datenfunk-Routen ist fehleranfällig, Vermischung des taktischen Funks mit der Verbands-Ebene führt zu Datenüberlastung, administrativer Aufwand ist für einen Großverband kaum möglich und dauert viel zu lange in der bisherigen Konfiguration. -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
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2. Dec 2025, 22:03 | Beitrag
#136
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Fhnrich Beiträge: 243 ![]() Gruppe: Members Mitglied seit: 05.01.2010 |
Ich denke schon das hier ein brauchbares Netz erstellt wurde und das funktioniert auch, der Anspruch, den das CIR/Heer an dieses Netz hat ist aber zu groß, da muss man etwas zurückrudern. Der rein taktische Funk ist soweit einsatzbereit. Aber ein vermaschtes Netz bis zum Großverband mit Einbindung jeder Datenübertragung und Routing bis zum letzten Meter üerlastet das system ordentlich. TL;DR: Funknetze sind zu groß, Implementierung von verschiedenen Datenfunk-Routen ist fehleranfällig, Vermischung des taktischen Funks mit der Verbands-Ebene führt zu Datenüberlastung, administrativer Aufwand ist für einen Großverband kaum möglich und dauert viel zu lange in der bisherigen Konfiguration. Nur nochmal zum Verständnis: Der taktische Funk mit Frequenzsprungverfahren und Verschlüsselung funktioniert zumindest mit den neuen Funkgeräten? "Nur" bei der Datenübetragung hapert es? https://www.fmring.de/digitalisierung-landb...rationen-d-lbo/ "(...) Aus den Stellungnahmen des für die ministerielle Fachaufsicht beim Programm „D‑LBO“ zuständigen BMVg-Abteilungsleiter für „Innovation und Cyber“ (BMVg IC), Generalleutnant Michael Vetter und des Inspekteurs des Heeres (InspH), Generalleutnant Dr. Christian Freuding als Vertreter des zukünftigen Hauptnutzers von D‑LBO beim Pressetermin am 25. November anlässlich des zweiten diesjährigen Systemnachweises/-tests ergibt sich zum Sachstand und weiteren Vorgehen beim Programm „D‑LBO“ nachfolgendes Bild: Beim aktuellen Systemnachweis im November wurde der gleiche Software-Stand genutzt wie bei den Tests im Mai, wobei allerdings dessen Fehler mittlerweile bereinigt wurden, wodurch einige Probleme, die damals insbesondere bei Sprachübertragung aufgetreten waren, nun abgestellt sind. Die hauptsächliche Herausforderung bleibt es aber, die verschiedenen Software-Systeme der neuen Digitalfunkgeräte sowie des „Battle Management System“ (BMS) so zusammenzuführen, daß die begrenzte Bandbreite eines VHF-/UHF-Funkgeräts optimal genutzt werden kann, um Sprache und parallel dazu auch Daten sicher sowie mit ausreichender Kapazität übertragen zu können. Der neueste Software-Stand befindet sich hierzu bereits bei der Wehrtechnischen Dienststelle 81 zur Prüfung, der anschließend die Zertifizierung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) folgt und welche dann die Grundlage für den nächsten Test im Frühjahr 2026 darstellt (...)." -------------------- Henry "Barbadosed" Morgan
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2. Dec 2025, 22:26 | Beitrag
#137
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Ich denke schon das hier ein brauchbares Netz erstellt wurde und das funktioniert auch, der Anspruch, den das CIR/Heer an dieses Netz hat ist aber zu groß, da muss man etwas zurückrudern. Der rein taktische Funk ist soweit einsatzbereit. Aber ein vermaschtes Netz bis zum Großverband mit Einbindung jeder Datenübertragung und Routing bis zum letzten Meter üerlastet das system ordentlich. TL;DR: Funknetze sind zu groß, Implementierung von verschiedenen Datenfunk-Routen ist fehleranfällig, Vermischung des taktischen Funks mit der Verbands-Ebene führt zu Datenüberlastung, administrativer Aufwand ist für einen Großverband kaum möglich und dauert viel zu lange in der bisherigen Konfiguration. Nur nochmal zum Verständnis: Der taktische Funk mit Frequenzsprungverfahren und Verschlüsselung funktioniert zumindest mit den neuen Funkgeräten? "Nur" bei der Datenübetragung hapert es? Jain, es hapert in erster Linie daran das Netz mit den SVFUA und den VR5500 stabil laufen zu lassen. Sowie der Übergang Sitaware HQ und Sitaware Frontline, die eigene Trupps als Router und Schnittstelle brauchen, dort kommt es auch zum größten Lag (und auch die meisten Probleme, da unsere Admins da einfach teilweise noch nicht gut ausgebildet sind, bzw. dort gute Leute fehlen). Die Software Schnittstelle die von Blackned kommt, hat da bisher zumindest auch wirklich schlecht funktioniert. -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
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3. Dec 2025, 00:27 | Beitrag
#138
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Elder Forenmen Beiträge: 7.788 Gruppe: Ehrenmoderator Mitglied seit: 08.04.2002 |
Sorry, ich hatte den Fennek mit dem Leopard verwechselt, ersteren mit Schweißarbeiten, der Leopard braucht nach einem Bericht der Tagesschau wohl nur 400 Mannstunden zur Einrüstung.
Es freut mich dass es inkrementell vorwärts geht, ärgert mich aber auch auf der anderen Seite, dass wir immer noch mit Problemen kämpfen, die vor 15 Jahren schon vorhersehbar waren. 1ch habe vor 13 Jahren eine kleine Studie zum Sachstand SVFuA geschrieben (damals unter den Randbedingungen von IKM-Einsätzen in urbanen Räumen, wie in Afghanistan). Und man musste echt nicht lang graben, um darauf zu kommen, dass Mischvernetzung legacy-MANET, MANETS ohne Breitbandwellenform und die Administration der logischen Netze echte Herausforderungen werden würden. Für letzteres konnte man sich wenigstens noch organisatorische Lösungen überlegen, aber schmalbandige Verbindungen sind halt einfach schmalbandig und die Zusammenarbeit mit Legacy-SEMs killt fast alle Vorteile eines MANET: ZITAT Bei Vollausstattung wird der abgesessene Zugführer der Zukunft nicht mehr wissen müssen, wo das nächste Boden- Luft- Funkgerät ist, wenn er dringend Close Air Support oder MEDEVAC benötigt. Das Netz wird ihn verbinden, sofern irgendwo im Netz die Verbindungskette besteht.
Dabei benötigt er jedoch Unterstützung durch geschultes Fernmeldepersonal, welches das Netz plant und vor allem auch „Live“- Nutzerunterstützung bei der Vermittlung und Bereitstellung von Teilnehmern und Diensten bietet. Fernmeldekräfte sind als „Operators“ in die Netze einzubinden, um „auf Zuruf“ die Funktionalitäten, die über den „Funkkreis“- gebundenen Sprechfunkbetrieb hinausgehen, schnell bereit zu stellen. Dies geschieht am besten auf den Gefechtsständen in enger Anlehnung an die Operationszentralen durch S6/Fernmeldekräfte der operationsführenden bzw. raumverantwortlichen Kräfte. MANETs benötigen mehr Planung und Vorbereitung als SEM- Netze. Es müssen alle Stammdaten erfasst werden, die Geräte ihren Nutzern zugeordnet und tagesaktuell in Verzeichnissen erfasst werden. Im taktischen Planungsprozess müssen alle beteiligten Nutzer zu funktionalen, logischen Einheiten verschaltet werden, zudem muss das Netz nach Kräften, Raum und Zeit auf seine Funktionsfähigkeit vorgeprüft, und wo nötig verstärkt werden. Damit werden G6/S6- Kräfte deutlich mehr und detaillierter in die Planung und Führung von Operationen eingebunden, als es derzeit der Fall ist. Während die logische Funkeinsatzplanung auf der taktischen Ebene verbleibt, sollte das Frequenzmanagement für MANETs auf der JOA- Ebene angesiedelt werden. Es müssen allerdings auch bei Vollausstattung Verfahren bereit stehen, um bei Bedarf schnell auf eine SEM- Funkkreisstruktur zurückfallen zu können. Absehbar wird jedoch nur eine Teilausstattung mit SVFuA und nur für bestimmte Plattformen zur Verfügung stehen. Die Einführung der BBWF ist derzeit unklar. Da bei einer Mischvernetzung der doppelte Aufwand betrieben muss, wenn MANETs parallel zu SEM- Funkkreisen eingerichtet werden, und die Leistungsfähigkeit der SVFuA im VHF- Bereich eingeschränkt ist, besteht die Gefahr, dass das potentielle Leistungsvermögen der SVFuA vorerst nicht zum Tragen kommt und es zunächst lediglich wie ein weiteres SEM 90 oder SEM 93 eingesetzt wird. Der Beitrag wurde von Delta bearbeitet: 3. Dec 2025, 00:28 -------------------- Thou canst not kill that which doth not live. But you can blast it into chunky kibbles.
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3. Dec 2025, 15:49 | Beitrag
#139
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Oberleutnant Beiträge: 2.221 Gruppe: Members Mitglied seit: 08.05.2022 |
Bei 400 Mannstunden kann man das alles aus einem Block feilen.
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3. Dec 2025, 15:51 | Beitrag
#140
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Oberstleutnant Beiträge: 11.218 Gruppe: VIP Mitglied seit: 24.10.2010 |
Heute war wohl Krisensitzung mit dem IBuK:
https://bsky.app/profile/gloefflmann.bsky.s...t/3m73okivuek24 |
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3. Dec 2025, 15:58 | Beitrag
#141
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Heute war wohl Krisensitzung mit dem IBuK: https://bsky.app/profile/gloefflmann.bsky.s...t/3m73okivuek24 Ja da haben wir ehrlich gesagt eigentlich auch keine Wahl, das Projekt muss funktionieren. Ich vermute man wird da etwas runter fahren und abspecken aber das zumindest der taktische Funk erstmal digital und verschlüsselt steht. -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
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3. Dec 2025, 17:04 | Beitrag
#142
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Fhnrich Beiträge: 243 ![]() Gruppe: Members Mitglied seit: 05.01.2010 |
Ja da haben wir ehrlich gesagt eigentlich auch keine Wahl, das Projekt muss funktionieren. Ich vermute man wird da etwas runter fahren und abspecken aber das zumindest der taktische Funk erstmal digital und verschlüsselt steht. Naja, notfalls werden eben im großen Rahmen Geräte bei Thales angeschafft: TRC 9315G und Synaps-H. Erstere passen immerhin auf die bestehenden SEM-Grundplatten. Und bieten Frequenzsprungverfahren und Verschlüsselung. Damit ist die Bundeswehr endlich auf Stand Anfang der 1980er Jahre. Stichwort Racal Jaguar-V. Das gibt einem schon zu denken... -------------------- Henry "Barbadosed" Morgan
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3. Dec 2025, 17:46 | Beitrag
#143
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Major Beiträge: 5.079 Gruppe: Members Mitglied seit: 22.03.2003 |
Hat eigentlich irgendein Staat bisher ein brauchbares infrastrukturloses MANET-fähiges TAWAN eingeführt, das für Sprache und Daten funktioniert? Wenn man in die Ukraine schaut, die nutzen - genau wie die Russen - LTE oder Starlink. Wenn die ISP nicht zur Verfügung stehen, siehts auch mau aus. Noch mal zurück zu dieser Frage: Wie schaut es mit der Digitalisierung des Funks in anderen Armeen aus? |
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3. Dec 2025, 22:08 | Beitrag
#144
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Major Beiträge: 5.305 Gruppe: Members Mitglied seit: 06.06.2007 |
Hat eigentlich irgendein Staat bisher ein brauchbares infrastrukturloses MANET-fähiges TAWAN eingeführt, das für Sprache und Daten funktioniert? Zumindest laut dem recht beschränkten Datasheet der französischen Armee kann das SCORPION bzw. die dazugehörige CONTACT Funkausrüstung. Auch beim Führungssystem SICS wirds nochmal erwähnt. Obs funktioniert? Keine Ahnung. |
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5. Dec 2025, 14:28 | Beitrag
#145
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Hat eigentlich irgendein Staat bisher ein brauchbares infrastrukturloses MANET-fähiges TAWAN eingeführt, das für Sprache und Daten funktioniert? Wenn man in die Ukraine schaut, die nutzen - genau wie die Russen - LTE oder Starlink. Wenn die ISP nicht zur Verfügung stehen, siehts auch mau aus. Noch mal zurück zu dieser Frage: Wie schaut es mit der Digitalisierung des Funks in anderen Armeen aus? In diesem Umfang und mit dem Anspruch gibt es das Weltweit nicht. Alle bisherigen Funksysteme trennen strikt zwischen Sprache und Daten oder können das eine oder das andere. Auch die Reichweite und das MANET in dieser Form wäre einzigartig. Es gibt von Harris da Möglichkeiten mit ihren Wellenformen, aber derartig als reine Funksysteme ohne Server oder Router eher nicht. Ja da haben wir ehrlich gesagt eigentlich auch keine Wahl, das Projekt muss funktionieren. Ich vermute man wird da etwas runter fahren und abspecken aber das zumindest der taktische Funk erstmal digital und verschlüsselt steht. Naja, notfalls werden eben im großen Rahmen Geräte bei Thales angeschafft: TRC 9315G und Synaps-H. Erstere passen immerhin auf die bestehenden SEM-Grundplatten. Und bieten Frequenzsprungverfahren und Verschlüsselung. Damit ist die Bundeswehr endlich auf Stand Anfang der 1980er Jahre. Stichwort Racal Jaguar-V. Das gibt einem schon zu denken... Das stand ja am Anfang zur Debatte, aber die Wellenform ist eben nicht weiter entwickelbar und die Systeme wären eine Sackgasse und stand eben ende der 90ziger, weiß nicht, ob das man unbedingt besser verkaufen könnte in der öffentlichen Debatte, da hätten wir dann auch einfach die SEM93 weiter nutzen und aufbohren können. Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 5. Dec 2025, 14:31 -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
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5. Dec 2025, 16:30 | Beitrag
#146
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Fhnrich Beiträge: 243 ![]() Gruppe: Members Mitglied seit: 05.01.2010 |
Alle bisherigen Funksysteme trennen strikt zwischen Sprache und Daten oder können das eine oder das andere. So wie ich (als interessierter Laie) das verstehe, konnten z.B. die PR4G F@stnet Funkgeräte schon vor mehr als 10 Jahren mit der Geomux Wellenform gleichzeitig Sprache und Daten: https://www.armadainternational.com/wp-cont...cticalRadio.pdf "(...) For example, both the CONTACT and PR4G radios will use Thales’ GEOMUX VHF waveform launched in 2012 which provides simultaneous and secure voice, data and Blue Force Tracking (BFT) services, operating across two channels, the first of which carries voice and data traffic with the second carrying Global Positioning System-based BFT services, which can equip all handheld, manpack and vehicular PR4G family transceivers, official company literature notes. The CONTACT radios will also be outfitted with the ESSOR waveform (...)" Oder ist der Anspruch bei D-LBO hier einfach noch mal ein ganz anderer? Das stand ja am Anfang zur Debatte, aber die Wellenform ist eben nicht weiter entwickelbar und die Systeme wären eine Sackgasse und stand eben ende der 90ziger, weiß nicht, ob das man unbedingt besser verkaufen könnte in der öffentlichen Debatte, da hätten wir dann auch einfach die SEM93 weiter nutzen und aufbohren können. Das SEM93 und seine Wellenform ist doch vermutlich im großen und ganzen vergleichbar mit SINCGARS. Die US-Streitkräfte verwenden diese bewährte Wellenform auch in Zukunft, und beschaffen jetzt von Thales mit dem RT-2129 ein modernes SDR, welches den gleichen Formfaktor wie ein SINCGARS ASIP aufweist und damit in die selben SINCGARS Fahrzeughalterungen passt. https://www.armadainternational.com/2024/04...testing-milcom/ "(...) US Army sources have told Armada that the CNR will carry the SINCGARS waveform. As the new radios include SINCGARS this will ensure interoperability with older transceivers also using this waveform. Given the timelines for CNR introduction, new and legacy radios will need to run side-by-side for some time (...)." https://www.thalesdsi.com/wp-content/upload...ities_Sheet.pdf ![]() ![]() Damit machen die US-Streitkräfte im Grunde genommen das gleiche wie die PR4G in "SEM-Form". Der Beitrag wurde von Privateer bearbeitet: 5. Dec 2025, 18:09 -------------------- Henry "Barbadosed" Morgan
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5. Dec 2025, 21:44 | Beitrag
#147
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Major Beiträge: 6.144 ![]() Gruppe: VIP Mitglied seit: 14.11.2010 |
Alle bisherigen Funksysteme trennen strikt zwischen Sprache und Daten oder können das eine oder das andere. So wie ich (als interessierter Laie) das verstehe, konnten z.B. die PR4G F@stnet Funkgeräte schon vor mehr als 10 Jahren mit der Geomux Wellenform gleichzeitig Sprache und Daten: https://www.armadainternational.com/wp-cont...cticalRadio.pdf "(...) For example, both the CONTACT and PR4G radios will use Thales’ GEOMUX VHF waveform launched in 2012 which provides simultaneous and secure voice, data and Blue Force Tracking (BFT) services, operating across two channels, the first of which carries voice and data traffic with the second carrying Global Positioning System-based BFT services, which can equip all handheld, manpack and vehicular PR4G family transceivers, official company literature notes. The CONTACT radios will also be outfitted with the ESSOR waveform (...)" Oder ist der Anspruch bei D-LBO hier einfach noch mal ein ganz anderer? Da mag ich mich irren, bisher kannte ich das nur das sie immer Wechselseitig funktionieren sollen, Also die Daten übertragen werden in den Kanälen, wenn keine Sprache drüber läuft, das ist aber vielleicht auch einfach eine übliche Nutzereinstellung um mehr Bandbreite zu haben. Ich bin mir aber fast sicher, dass in der Nutzung man zwischen Sprachkanälen und Datenkanälen beim PR4G getrennt hatte. Aber dafür hab ich einfach Zuwenig mit gearbeitet, um da wirklich Sattelfest zu sein. Die NTN50 Wellenform die D-LBO zuerst nutzen soll kann Vier Kanäle im TDM Verfahren mit Frequenzsprung durchführen (kryptiert), Bandbreite wären da 50Kbit/sec. Man kann zwischen 1x Sprache und drei Datenkanälen oder auch Datenbündlung wählen, zusätzlich gibt es einen Overhead Kanal der immer Daten austauscht, um das MANET zu ermöglichen und Blue Force Tracking zu ermöglichen. Weitere Wellenformen sollen dazu kommen, einmal auf Daten getrimmt mit 2500Kbit/sec und einmal auf Reichweite getrimmt mit nur 25Kbit/sec. Die MANET Funktion macht das ganze anscheinend echt kompliziert . Das stand ja am Anfang zur Debatte, aber die Wellenform ist eben nicht weiter entwickelbar und die Systeme wären eine Sackgasse und stand eben ende der 90ziger, weiß nicht, ob das man unbedingt besser verkaufen könnte in der öffentlichen Debatte, da hätten wir dann auch einfach die SEM93 weiter nutzen und aufbohren können. Das SEM93 und seine Wellenform ist doch vermutlich im großen und ganzen vergleichbar mit SINCGARS. Die US-Streitkräfte verwenden diese bewährte Wellenform auch in Zukunft, und beschaffen jetzt von Thales mit dem RT-2129 ein modernes SDR, welches den gleichen Formfaktor wie ein SINCGARS ASIP aufweist und damit in die selben SINCGARS Fahrzeughalterungen passt. Zumindest ist das SEM93 kompatibel mit SINGARS und nutze ja auch das alte ORION Frequenzsprungverfahren wie die Amis. Dass die US-Streitkräfte noch SINGARS nutzen werden ist aber auch eben nur, weil sie den Umstieg nicht so schnell schaffen und andere Verbündete das auch benutzen. https://www.armadainternational.com/2024/04...testing-milcom/ "(...) US Army sources have told Armada that the CNR will carry the SINCGARS waveform. As the new radios include SINCGARS this will ensure interoperability with older transceivers also using this waveform. Given the timelines for CNR introduction, new and legacy radios will need to run side-by-side for some time (...)." https://www.thalesdsi.com/wp-content/upload...ities_Sheet.pdf ![]() ![]() Damit machen die US-Streitkräfte im Grunde genommen das gleiche wie die PR4G in "SEM-Form". Ja, bei dem Umfang der Amerikaner beim Umstellen ihrer Funkgeräte geht das wohl auch gar nicht anders. Mit D-LBO hatte man gehofft das man eine Einheit nach dem anderen umrüsten kann und das die fehlende Interoperabilität da nicht so tragisch wäre, man dachte man hat ja Zeit. Nun ja, ersten kommt es anders und zweitens als man denkt -------------------- Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
“You have attributed conditions to villainy that simply result from stupidity.” |
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