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> Combat First Responder / Tactical Life Safer
Famas
Beitrag 29. Jun 2017, 08:06 | Beitrag #1
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Ich suche nach Informationen und Material zu Combat First Responder / Tactical Life Safer Ausbildungen innerhalb der Bundeswehr und ggf auch Polizeien etc.
Ich suche Informationen zu Ausbildungsinhalten und Einsatzausstattung.
Wo kann man sich hierzu informieren?

Sorry wenn es schonmal da war... ich habe hierzu nichts gefunden.


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Beitrag 29. Jun 2017, 09:15 | Beitrag #2
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Die heißen in der BW anders. Gibt ja die EEH A/B und den CFR A/B/C

Hier zwei aktuelle Packpläne EEH-B:
https://www.dropbox.com/s/hium4rebc7wxmtn/P...20EH-B.pdf?dl=0

https://www.dropbox.com/s/qa2ncj5f6zixsn5/6...sion_2.pdf?dl=0


Die Austatttung sah vor ein paar Jahren so aus:
ZITAT
EEH-A (Stand 2013)

1EA Morphin Autoinjektor
10EA Ciprofloxacin Tablette 250mg
1EA Notfallbeatmungstuch
1EA Rettungsdecke
1EA Combat Application Tourniquet
1PG Untersuschungshandschuhe
1EA Verbandschere 180mm
1PG Verbandmaterialset "Erste Hilfe Miniset"
1EA QuickClot Combat Gauze Z-Folded
1EA Heftpflaster 2,5cm
1EA Dreiecktuch
1EA Brandwundenverbandpäckchen
1EA Emergency Bandage 10cm
1EA Emergency Bandage 15cm



EEH-B (Stand 2012)

2EA Morphin Autoinjektor 10mg
10EA Ciprofloxacin-Tabletten
1BT 50ml Octenisept
1AM 10ml 0,9% Natriumchlorid
2BG Ringeracetat Infusion 500ml
1BG 6%ige Haes Infusion 500ml
1PG Instillagel 230mg/11ml
1PG Alkoholtupfer /100
1EA FAST 1 (Infusionssystem Knochen)
1EA Notfallbeatmungstuch
2EA Rettungsdecke
1EA Combat Application Tourniquet
1EA Sicherheitskanüle 20G
4EA Venenverweilkanüle 12G
2EA Venenverweilkanüle 14G
3EA Venenverweilkanüle 18G
2EA Einmalspritze 10ml
2EA Infusionsgerät
1EA Absperrhahn Infusion (Dreiwegehahn, blau/50)
2EA Mandrin Kanüle Vasofix 14G50
2EA Mandrin Kanüle Vasofix 18G45
1EA Wendl Tubus Gr. 26
1EA Wendl Tubus Gr. 28
1EA Guedl Tubus Gr. 10 (rot)
1EA Guedl Tubus Gr. 9 (gelb)
1EA Guedl Tubus Gr. 8 (grün)
2PG Untersuchungshandschuhe
1EA Verbandschere 180mm
2EA QuickClot Gauze Z-Folded
1EA Binde kohäsiv Coban 7,5cmx 4,5
2EA Idealbinde 10cm x 5m
1EA Leukotape 10m x 2cm
2EA Kerlix-Rolle
4EA Halo Chest Seal
2EA Dreiecktuch
1EA Verbandpäckchen Brandwunde
1EA Emergency Bandage 10cm
1EA Emergency Bandage 15cm
2EA Feldkrankenkarte


CFR-A (Stand 2013)

2EA Morphin Autoinjektor
10EA Ciprofloxacin Tablette 250mg
1BT Octenisept 50ml
1AM Natriumchlorid 0,9% 10ml
1BG Ringeracetat Infusion 6% 500ml
1PG Instillagel 230mg/11ml
6EA Alkoholtupfer /100
1EA FAST 1 Infusionssystem Knochen
1EA Notfallbeatmungstuch
2EA Rettungsdecke
1EA Combat Application Tourniquet
1EA Sicherheitskanüle 20G
4EA Venenverweilkanüle 12G
1EA Venenverweilkanüle 14G orange
2EA Venenverweilkanüle 18G grün
2EA Eimmalspritze 10ml
2EA Infusionsgerät
1EA Absperrhahn Infusion Dreiwegehahn, blau
1EA Mandrin Kanüle Vasofix 14G50
1EA Mandein Kanüle Vasofix 18G45
1EA Wendl-Tubus Gr. 26
1EA Wendl-Tubus Gr. 28
1EA Guedl-Tubus Gr. 10
1EA Guedl-Tubus Gr. 9
1EA Guedl-Tubus Gr. 8
2PG Untersuchungshandschuhe
1EA Sanisafe Abwurfbehälter
1EA Verbandschere 180mm
2EA QuickClot Combat Gauze Z-Folded
1EA Binde kohäsiv Coban
2EA Idealbinde 10cm x 5m
1EA Leukotape 10m x 2cm
3EA Kerlix Rolle
4PG Halo Chest Seal
1EA Dreiecktuch
1EA Brandwundenverbandpäckchen
1EA Notverband 10cm
1EA Notverband 15cm



CFR-B (Stand 2014)

10AM Morphin-Injektion 10mg/1ml
20EA Ibuprofen 400mg
1BT Novaminsulfon 500mg 20ml
1AM Clemastinhydrogenfumarat Injektionslösung 2mg/5ml ("Tavegil")
1AM Ceftriaxondinatrium Injektionslösung 2g
10EA Ciprofloxacin 250mg
1BT Metronidazol Infusion 500mg/100ml
4AM Naloxon Injektionslösung 0,4mg/1ml
2AM Anexate Injektionslösung 0,5mg/5ml
4AM Epeniephrinhydrogen Injektion 1mg/1ml
1CN Beclometasondipropionat Aerosol
1PR Prednisolon Injektion 250mg/5ml
1BT Providon-Iod Lösung 1% 100ml
5AM Midazolam Injektion 5mg/5ml
10AM Natriumchlorid Injektion 0,9% 10ml
2BG Ringeracetat Infusion 500ml
1AM Ranitidin Injektion 50mg/5ml
2AM Metoclopramid Injektion 10mg/2ml
20EA Loperamidhydrochlorid Kapseln 2mg
20BG Elotrans 6g
5AM Esketamin S Injektion 25mg/2ml
1BT Oxyburprocainhydrochlorid Augentropfen 4mg/10ml
20EA Diazepam 10mg
1PG Instillagel 230mg/11ml
20EA Alkoholtupfer /100
1EA AmbuRes-Cue Taschemaske SOF
4EA ARS Needle Decompression 14G
1EA Beatmungsbeutel Pocket BVM Erwachsene
1EA Umbettungstuch/Einwegbergetuch
1EA FAST 1 Infusionssystem Knochen
2EA Rettungsdecke
4EA Combat Application Tourniquet
2EA Sam Splint Schiene
1EA Stiffneck 
1EA Blutzuckermeßgerät (z.B. Accu Chek Comfort)
1PG Blutzuckerteststreifen (z.B. Accu Chek Sensible)
1EA Suction Easy manuelles Absauggerät
10EA Sicherheitskanüle 20G
2EA Venenverweilkanüle 14G orange


Asnonsten lohnt es sich echt, sicht mit TCCC/PHTLS (Guidelines, ...)zu beschäftigen. Gibt da auch gute Bücher zu (PHTLS Military Edition, Taktische Verwundetenversorgung (Dombrowski), Taktische Medizin (Neitzel/Ladehof), ...). Ist aber ein sehr praktisches Thema, da wären Kurse eigentlich besser.


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


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Forodir
Beitrag 29. Jun 2017, 11:20 | Beitrag #3
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Den CFR gibt es auch in der Bundeswehr...allerdings nur Spezialkräfte und spezialisierte Kräfte. Der CFR A entspricht ca. dem EEH B. Der CFRB kann da einiges mehr und hat auch eine umfangreichere Ausbildung.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 29. Jun 2017, 11:22


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Beitrag 29. Jun 2017, 11:24 | Beitrag #4
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Ja, das war eindeutig zu früh für mich. Ich habe dann ja selbst geschrieben das es den CFR gibt.


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ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


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Forodir
Beitrag 29. Jun 2017, 16:07 | Beitrag #5
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Ja..hatte mich schon gewundert biggrin.gif


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Famas
Beitrag 12. Jul 2017, 16:43 | Beitrag #6
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Vielen Dank für die ausführlichen Infos! xyxthumbs.gif


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Malefiz
Beitrag 15. Jul 2017, 16:34 | Beitrag #7
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Irgendwie finde ich die Ausstattung etwas sonderbar zusammengestellt:

ZITAT
EEH-A (Stand 2013)
10EA Ciprofloxacin Tablette 250mg
1AM Ceftriaxondinatrium Injektionslösung 2g
1BT Metronidazol Infusion 500mg/100ml


Wozu braucht man als Combat First Responder so eine Antibiotika Auswahl? Ceftriaxon und Metronidazol kann ich mir noch erklären (zügige Abdeckung bei Bauchschuss), aber wozu braucht der Cipro oral?

ZITAT
1EA Sicherheitskanüle 20G
4EA Venenverweilkanüle 12G
2EA Venenverweilkanüle 14G
3EA Venenverweilkanüle 18G

4x 12G und nur 2 bzw in 14 und 18? Wollt ihr die armen Leute denn umbringen? Und wozu überhaupt 12G?



Auch Midazolam + Diazepam + Anexate. Was soll denn so ein armer Combat First Responder alles behandeln müssen, dass er in Verlegenheit kommt Benzos antagonisieren zu müssen?

Der Beitrag wurde von Malefiz bearbeitet: 15. Jul 2017, 16:35


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Forodir
Beitrag 15. Jul 2017, 17:11 | Beitrag #8
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Die 12G sind für die Behandlung Spannungspneumothorax, die sind aber inzwischen raus geflogen für die ARS decompression Needle. Beim CFR-B sind die drin, denke mal das das inzwischen angepasst ist.


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Malefiz
Beitrag 15. Jul 2017, 17:15 | Beitrag #9
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Genau das verstehe ich nicht. 4 Viggos für Pneus aber nur 6 für Zugänge (davon einer viel zu klein für adäquate Flüssigkeitssubstitution und zwei so groß, dass die auch bei jungen, trainierten Männern im zentralisierten Zustand schwer zu legen sind), obwohl 14G im Notfall für einen Spannungspneu völlig ausreichen würde. Ich meine da hat sich offensichtlich jemand viel Gedanken drüber gemacht, aber irgendwie kommt mir die Zusammenstellung komisch vor...


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Beitrag 15. Jul 2017, 20:03 | Beitrag #10
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Ersthelfer Bravo Ausstattung

Das ist gerade das aktuellste was ich vom EEh _B habe

Das vom CFR-B hat sich vor kurzem auch geändert, schau ich mal am Montag

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 15. Jul 2017, 20:04


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Famas
Beitrag 16. Jul 2017, 12:13 | Beitrag #11
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ZITAT(Malefiz @ 15. Jul 2017, 16:15) *
Genau das verstehe ich nicht. 4 Viggos für Pneus aber nur 6 für Zugänge (davon einer viel zu klein für adäquate Flüssigkeitssubstitution und zwei so groß, dass die auch bei jungen, trainierten Männern im zentralisierten Zustand schwer zu legen sind)


Weicht man bei einer Zentralisierung nicht ohnehin auf einen intraosären Zugang aus?


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Beitrag 16. Jul 2017, 12:40 | Beitrag #12
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ZITAT(Famas @ 16. Jul 2017, 13:13) *
ZITAT(Malefiz @ 15. Jul 2017, 16:15) *
Genau das verstehe ich nicht. 4 Viggos für Pneus aber nur 6 für Zugänge (davon einer viel zu klein für adäquate Flüssigkeitssubstitution und zwei so groß, dass die auch bei jungen, trainierten Männern im zentralisierten Zustand schwer zu legen sind)


Weicht man bei einer Zentralisierung nicht ohnehin auf einen intraosären Zugang aus?


Nicht grundsätzlich, nein. Prinzipiell wird in der Notfallmedizin empfohlen bei vitaler Bedrohung spätestens(!) nach dem dritten frustranen Versuch peripher zu stechen auf intraossär zu wechseln. Bei Kindern wird die Indikation idR früher gestellt, meist probiert man es in Situationen nur noch ein Mal oder überhaupt nicht. In anderen Leitlinien wird eine Zeit vorgegeben (zB 60 oder 90 Sekunden), wobei sich die Leitlinien hier auch ständig ändern. Ist am Ende des Tages entscheidung des Arztes/Rettungssanis, wie er die Venenverhältnisse einschätzt und wie sicher er sich fühlt.
i.o. hat durchaus Nachteile: Die Durchflussrate ohne Druckinfusion ist viel zu gering für Flüssigkeitssubstitution und auch mit Druck deutlich unter den Raten eines periphervenösen Zugangs (uinter idealen Bedingungn ca 100ml/min, sonst auch mal nur 50ml/min. Zum Vergleich: Die 18G schafft auch 100ml/min ohne Druck, 14G liegt bei ca 350ml/min). Auch gibt es ein nicht zu vernachlässigendes Infektionsrisiko, das zwar nicht prinzipiell höher ist als peripher aber mit mehr Konsequenzen (potentiell Osteomyelitis) vergesellschaftet ist.

Zumindest in Deutschland sieht man aus diesen Gründen i.o. fast nur bei Kindern, da die sowieso keine hohen Flussraten brauchen und peripher oft sehr schwer zu stechen sind (bzw dort verwendete Zugänge ebenfalls sehr geringe Flussraten haben). Es ist absolut sinnvoll und richtig für einen CFR / Beweglichen Arzttrupp etc ein i.o. System vorzuhalten, eine grundsätzliche Indikation dafür direkt auf i.o. zu wechseln sehe ich nicht. Auch beim zentralisierten Patienten kriegt ein Erfahrener Notarzt/Sani idR eine 14G untergebracht.


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Holzkopp
Beitrag 16. Jul 2017, 15:21 | Beitrag #13
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ZITAT(Malefiz @ 15. Jul 2017, 17:34) *
Irgendwie finde ich die Ausstattung etwas sonderbar zusammengestellt:

ZITAT
EEH-A (Stand 2013)
10EA Ciprofloxacin Tablette 250mg
1AM Ceftriaxondinatrium Injektionslösung 2g
1BT Metronidazol Infusion 500mg/100ml


Wozu braucht man als Combat First Responder so eine Antibiotika Auswahl? Ceftriaxon und Metronidazol kann ich mir noch erklären (zügige Abdeckung bei Bauchschuss), aber wozu braucht der Cipro oral?

ZITAT
1EA Sicherheitskanüle 20G
4EA Venenverweilkanüle 12G
2EA Venenverweilkanüle 14G
3EA Venenverweilkanüle 18G

4x 12G und nur 2 bzw in 14 und 18? Wollt ihr die armen Leute denn umbringen? Und wozu überhaupt 12G?



Auch Midazolam + Diazepam + Anexate. Was soll denn so ein armer Combat First Responder alles behandeln müssen, dass er in Verlegenheit kommt Benzos antagonisieren zu müssen?


Bei den Antidoten kann ich mir gut vorstellen, dass die für die iatrogene (akzidentelle) Überdosierung vorgesehen sind. Wenn du zu großzügig warst mit dem Midazolam dann musst du den Menschen im Idealfall tragen weil er einpennt und wenn du Pech hast beatmen weil er ne Apnoe bekommt. Das kannst du mit Anexate lösen.
Diazepam finde ich in der Notfallmedizin eher obsolet, das kann man auch mit Midazolam lösen.

Wobei Benzos als Antikonvulsivum nach -auch traumatisch bedingtem- SHT sicher Sinn im Portfolio machen, nicht nur als reines Sedativum.


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Forodir
Beitrag 16. Jul 2017, 20:27 | Beitrag #14
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ZITAT(Malefiz @ 16. Jul 2017, 13:40) *
Zumindest in Deutschland sieht man aus diesen Gründen i.o. fast nur bei Kindern, da die sowieso keine hohen Flussraten brauchen und peripher oft sehr schwer zu stechen sind (bzw dort verwendete Zugänge ebenfalls sehr geringe Flussraten haben). Es ist absolut sinnvoll und richtig für einen CFR / Beweglichen Arzttrupp etc ein i.o. System vorzuhalten, eine grundsätzliche Indikation dafür direkt auf i.o. zu wechseln sehe ich nicht. Auch beim zentralisierten Patienten kriegt ein Erfahrener Notarzt/Sani idR eine 14G untergebracht.


Wir sprechen aber hier nicht von erfahrenen Notärzten oder sonstwer der das hauptberuflich macht, dies ist ein Nebenjob. Beim CFR zwar auf recht hohem Niveau aber trotzdem. Man arbeitet seine Schemas ab und hofft das auch was bringt. Mit Notfallmedizin ist das deswegen halt nur recht begrenzt verwandt, alleine schon wegen dem Personal.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 17. Jul 2017, 09:51


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Malefiz
Beitrag 16. Jul 2017, 22:09 | Beitrag #15
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Erfahrene Rettungssanis legen ihre Zugänge aber auch selten bei jungen, durchtrainierten Männern. Die kriegen die Grüne auch in eine exikierte Oma rein, das muss ein CFR nicht können. Bei jungen Männern sind die Venen auch zentralisiert noch groß im Lumen, mit ordentlich Stauung schafft man dann zumindest so halb explorativ oft was weil man direkt weiß wo man suchen muss. Einfach in die ellenbeuge oder radial und dann stochern.


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Forodir
Beitrag 17. Jul 2017, 09:59 | Beitrag #16
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Prinzipiell ist das auch so beigebracht worden, bevor ich versuche irgendwo was schön zu stechen und an der Hand arbeite soll man im Zweifelsfall lieber eine vernünftige große Vene nutzen, wie z.B. in der Ellenbeuge. Wie gesagt man ist je Laie. Es wurde allerdings dann auch beigebracht die I.O. zu verwenden wenn es denn gar nicht klappt, weil wenig besser als gar nichts ist. Wobei die Zugabe von Infusionen inzwischen eh ziemlich nach hinten gerutscht ist im Vergleich zur Anfangszeit TCCC.


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Famas
Beitrag 17. Jul 2017, 16:08 | Beitrag #17
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Gibt es neben den sündhaft teuren TCCC Lehrgängen hierzulande (oder bei unseren Nachbarn) auch "erweiterte Erste-Hilfe-Kurse" oder auch Traumakurse in der Richtung?
Ich würde gern mein Wissen aus BW-Zeiten etwas auffrischen.
Eine stabile Seitenlage nebst Druckverband bekomme ich aber noch sicher hin, deswegen würde ich gern auf was Fortgeschritteneres als einen Erste-Hilfe-Kurs für Fahranfänger zugreifen. wink.gif
Kennt jemand was?


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Beitrag 17. Jul 2017, 19:43 | Beitrag #18
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Warum nicht einfach ein fortgeschrittener Erste-Hilfe-Kurs? Uns wurde schon in der Fahrschule empfohlen einen Fortgeschrittenenkurs zu absolvieren, wenn wir was wollen was hängen bleibt. Ich glaube Busfahrer müssen so einen absolvieren.
Grundsätzlich bietet das DRK verschiedene Erste-Hilfe-Kurse an. Z.B. für Outdoor oder einfach die Sanitätsausbildung. Wie "taktisch" muss es denn für dich sein? Ob die Verletzung nun eine Schuss-, Stich-, oder andere Traumwunde ist dürfte doch für die Behandlung die du in Deutschland durchführen darfst und die realistisch notwendig ist ausreichen.

Ich würde mich da mal an entsprechende Hilfsorganisationen in deiner Nähe wenden und schauen was die so anbieten.
 
Col. Breytenbach
Beitrag 17. Jul 2017, 20:07 | Beitrag #19
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Wie lange bist du schon "draußen"?

EEH-A komplett, bzw. das Erhaltungsmodul.


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Kampfhamster
Beitrag 17. Jul 2017, 21:31 | Beitrag #20
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ZITAT(Famas @ 17. Jul 2017, 17:08) *
Gibt es neben den sündhaft teuren TCCC Lehrgängen hierzulande (oder bei unseren Nachbarn) auch "erweiterte Erste-Hilfe-Kurse" oder auch Traumakurse in der Richtung?
Ich würde gern mein Wissen aus BW-Zeiten etwas auffrischen.
Eine stabile Seitenlage nebst Druckverband bekomme ich aber noch sicher hin, deswegen würde ich gern auf was Fortgeschritteneres als einen Erste-Hilfe-Kurs für Fahranfänger zugreifen. wink.gif
Kennt jemand was?


In der Schweiz gibts Weiterbildungen für Betriebssanitäter, die in Firmen Ersthelfer sind. Die sind recht gut, weiss aber nicht, ob's sowas bei euch auch gibt.


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Famas
Beitrag 18. Jul 2017, 07:38 | Beitrag #21
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ZITAT
Warum nicht einfach ein fortgeschrittener Erste-Hilfe-Kurs?

Ja ich denke sowas meine ich. Ich wusste nicht, dass sowas angeboten wird, bzw habe auf der DRK Seite in meinem Ort nichts dergleichen gefunden.

Da ich viel draußen bin (Outdoor, wie man neudeutsch sagt) und auch viel auf dem Schießstand (IPSC) möchte ich hier ein bisschen Wissen auffrischen.

Ich bin vor 10 Jahren abgegangen.


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Katana
Beitrag 18. Jul 2017, 08:55 | Beitrag #22
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Ich musste damals auch nen fortgeschrittenen Erste-Hilfe-Kurs machen. Waren glaub ich zwei Tage mit jeweils ca 8 Stunden. War sehr informativ :-)

Der Beitrag wurde von Katana bearbeitet: 18. Jul 2017, 08:55


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Holzkopp
Beitrag 18. Jul 2017, 10:33 | Beitrag #23
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Die Erste Hilfe Kurse sind mittlerweile nur noch einen Tag, das wurde eingekürzt.

Du könntest versuchen, einen klassischen Sanitätslehrgang zu besuchen. Der dauert etwa 48 Stunden und du lernst so Dinge wie Umgang mit Beatmungsbeutel, Transport von Verletzten und auch die Versorgung von Verletzungen und Erkrankungen, die nicht im EH- Kurs unterzubringen sind.

Wenn du irgendwas mit "taktischer Verwundetenversorgung" suchst wird dir das aber auch nichts bringen, das ist (noch) nicht Teil der Standardausbildungen. Auch wirst du nicht lernen wie du venöse Zugänge legst oder intraossäre Alternativen anwendest. Für sowas musst du im zivilen Bereich die Berufsausbildung zum Notfallsdanitäter absolvieren.

Aber als Grundlage ist das ganz sicher hilfreich.

Kurz: für normale Alltagsgefahren bringt dich dieser Sanitätslehrgang ein ganzes Stück weiter. Da ist sogar mehr drin als du nachher wirs anwenden können (weil du ja regelhaft keine Krankentrage mit ins Feld schleppst o.ä.)

Frag mal bei deinen örtlichen Hilfsorganisationen, ob die das auch extern anbieten. Ist übrigens inhaltsgleich mit der Ausbildung der Feuerwehrsanitäter.



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Heckenschütze
Beitrag 18. Jul 2017, 17:58 | Beitrag #24
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@Famas: Dann hängt das wohl extrem vom Ortsverband ab. Meiner bietet vom Crash-Kurs Erste-Hilfe über den normalen Erste-Hilfe-Kurs, diverse Kurse für Kinder, Senioren, Biker, Outdoor und Sportgruppen, über den Betriebsersthelfer bis zum Sanitätskurs und noch mehr an.

Ich würde einfach mal bei denen anfragen und schildern was du suchst.
 
Prinz Eugen
Beitrag 21. Jul 2017, 11:42 | Beitrag #25
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Das Angebot ist regional sehr unterschiedlich. Bildungsträger für die Sanitätslehrgänge beim DRK sind eigentlich die Kreisverbände, auf Ortsebene laufen, wenn überhaupt, fast nur noch EH-Kurse.
Also einfach mal eine Ebene höher suchen!

mfg
Eugen

Der Beitrag wurde von Prinz Eugen bearbeitet: 21. Jul 2017, 11:43


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Schwobe schaffe,
Badner denke!
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 21. October 2017 - 14:59