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mr.trigger
Beitrag 7. Aug 2015, 13:06 | Beitrag #271
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ZITAT(400plus @ 7. Aug 2015, 13:52) *
Ich wusste gar nicht, dass Texas neben der Nationalgarde noch eine eigene State Guard hat.

Haben einige Staaten, meine Favoriten sind die Foot Guards aus Connecticut.


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So he erected instead, with himself at the head
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400plus
Beitrag 7. Aug 2015, 13:10 | Beitrag #272
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Die habe aber wahrscheinlich eher keine 2 Air Wings, oder? biggrin.gif
 
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Beitrag 7. Aug 2015, 16:02 | Beitrag #273
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ZITAT(Hummingbird @ 7. Aug 2015, 11:14) *
[...] dann hal doch einfach mal selbst "den Ball flach".


Letzte Warnung.


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Beitrag 7. Aug 2015, 16:13 | Beitrag #274
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ZITAT(400plus @ 7. Aug 2015, 13:52) *
Ich wusste gar nicht, dass Texas neben der Nationalgarde noch eine eigene State Guard hat.


Viele Staaten haben eine State Guard, die dem Adjutant General, der wiederum dem Gouverneur untersteht. Manche Staaten haben zudem auch Luft- und Seeeinheiten, Texas führt hier aber deutlich und ist einer der wenigen Staaten, dessen State Guard tatsächlich so etwas wie Kampftruppen aufgestellt hat. Die meisten State Guards bilden nur Katastrophenschutz, Logistik und C²-Einheiten aus; einige noch Wach- und Sicherungseinheiten.

Die State Guards sind nicht föderalisierbar und unterstehen allein dem Bundesstaat, während die Nationalgardeeinheiten ja von der bundesstaatlichen auf die Bundes-Ebene abkommandiert werden können. Das Ganze ist aber noch etwas komplizierter, weil die der Abteilung für die Nationalgarde im Verteidigungsministerium ohnehin immer Einheiten der Nationalgarden der Bundesstaaten unterstehen als Teil der Reserve der Streitkräfte. Da es daneben aber eben auch Nationalgarde-Einheiten gibt, die aktuell nicht föderalisiert sind, sowie Army, Air Force, Marine und Navy Reserve Forces, die teil- oder inaktiv sind, ist das US-System kaum mit unseren Begrifflichkeiten zu erfassen.

Die Nationalgarde und State Guard eines Staates sind aber Teil seiner Armee, über die er allein verfügen darf (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das Modell zeigt mal wieder, wie viel näher die USA einem Staatenbund nach hinnen hin sind als einem bundesstaatlichen Nationalstaat. Das ist in Europa schwer zu verstehen, aber essentiell für das Funktionieren (und Verstehen) der USA. Es wäre auch eine Möglichkeit wie eine EU-Armee aussehen könnte: Gemeinsame Streitkräfte, aber jeder Gliedstaat behält das Recht auf eigene Verbände, die teilweise föderalisierbar sind und teilweise unantastbar.

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 7. Aug 2015, 16:22


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Schwabo Elite
Beitrag 7. Aug 2015, 16:17 | Beitrag #275
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ZITAT(Hummingbird @ 7. Aug 2015, 11:14) *


Der Artikel bestätigt im Übrigen, was ich sagte:

ZITAT
More to the point, it was popular with a particular group — Tea Party Republicans who were paying attention to the issue, 85 percent of whom agreed with Abbott.

“This is an action that played to a very specific audience,” said Jim Henson, head of the Texas Politics Project at the University of Texas at Austin and co-director of the poll.


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Hummingbird
Beitrag 7. Aug 2015, 16:46 | Beitrag #276
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ZITAT(Schwabo Elite @ 7. Aug 2015, 17:17) *
Der Artikel bestätigt im Übrigen, was ich sagte

ZITAT(Schwabo Elite @ 6. Aug 2015, 23:57) *
Es sagt nichts über Texaner, nur über den Gouverneur. wink.gif Der Artikel ist ja von April und damals war das eine große Nummer in den Medien. Hing auch mit den anhaltenden Protesten um die Ermordung von Schwarzen durch Polizisten zusammen und das damals der Wahlkampf bei der GOP losging.


Was mir das sagt behalte ich wohl besser für mich:



Der Beitrag wurde von Hummingbird bearbeitet: 7. Aug 2015, 16:50
 
Nite
Beitrag 7. Aug 2015, 17:39 | Beitrag #277
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"violate property rights"

Auch wenn das von der Regierung nicht beabsichtigt ist dürfte der Regierung auch klar sein dass keine Ünung dieser Größenordnung jemals ohne die Mißachtung von Eigentumsrechten ablaufen wird. Stichwort Flurschaden.

Laut unserer heimischen Aluhutfraktion ist Trident Juncture 15 übrigens die europäische Jade Helm biggrin.gif


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400plus
Beitrag 7. Aug 2015, 17:39 | Beitrag #278
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ZITAT(Schwabo Elite @ 7. Aug 2015, 17:13) *
Die Nationalgarde und State Guard eines Staates sind aber Teil seiner Armee, über die er allein verfügen darf (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das Modell zeigt mal wieder, wie viel näher die USA einem Staatenbund nach hinnen hin sind als einem bundesstaatlichen Nationalstaat. Das ist in Europa schwer zu verstehen, aber essentiell für das Funktionieren (und Verstehen) der USA. Es wäre auch eine Möglichkeit wie eine EU-Armee aussehen könnte: Gemeinsame Streitkräfte, aber jeder Gliedstaat behält das Recht auf eigene Verbände, die teilweise föderalisierbar sind und teilweise unantastbar.


Danke- die Nationalgarde war mir bewusst, von einer State Guard hatte ich aber zuletzt im Zusammenhang mit dem Sezessionskrieg gelesen, dass es die auch heute noch gibt, war mir neu.
 
400plus
Beitrag 7. Aug 2015, 17:47 | Beitrag #279
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ZITAT(Hummingbird @ 7. Aug 2015, 17:46) *
Was mir das sagt behalte ich wohl besser für mich:


Historisch betrachtet war die "states' rights"-Philosophie vor allem ab dem 2. Drittel des 19. Jahrhunderts im Süden besonders stark und hat sich dort auch noch bis weit in das 20. Jahrhundert gehalten ("with its governor having his lips dripping with the words of interposition and nullification"), eine Grundskeptis gegenüber der Zentralregierung ist also wahrschlich sowieso vorhanden, und dass Washington "Truppen schickt" um lokal unliebsame Gesetze durchzusetzen, kam ja auch schon vor. Will sagen: Vieles erklärt sich vielleicht nicht unbedingt mit Verschwörungstheorien, sondern mehr aus Kultur und Geschichte des Südens.

(Notabene, da wir es gerade von der State Guard hatten: Selbst während des Sezessionskrieges stellten einige Staaten, insbesondere Georgia, Staatsverbände auf, die nur auf dem jeweiligen Staatsterritorium eingesetzt und dem Zugriff der konföderierten Regierung entzogen werden sollen. Die Idee der Rechte der Einzelstaaten ging also sogar soweit, sie gegen die zum Schutz der Rechte der Einzelstaaten gegründete CSA anzubringen wink.gif )

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 7. Aug 2015, 17:49
 
SailorGN
Beitrag 7. Aug 2015, 17:56 | Beitrag #280
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Es gibt auch Stimmen in den USA(natürlich im Süden), die behaupten, der Bügerkrieg wäre nicht wegen der Sklaven, sondern nur wegen dem Versuch des Südens, sich abzuspalten, geführt worden. Also reine Washingtoner Machtpolitik, bei denen die Sklaverei-Frage als moralische Begründung herhalten musste.


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400plus
Beitrag 7. Aug 2015, 18:00 | Beitrag #281
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ZITAT(SailorGN @ 7. Aug 2015, 18:56) *
Es gibt auch Stimmen in den USA(natürlich im Süden), die behaupten, der Bügerkrieg wäre nicht wegen der Sklaven, sondern nur wegen dem Versuch des Südens, sich abzuspalten, geführt worden.


Naja, das an sich ist ja auch unzweifelhaft. Der Bürgerkrieg wurde geführt, weil der Süden ein Sezessionsrecht beanspruchte, während der Norden der Ansicht war, die Verfassung sehe ein solches nivht vor. Vor Mitte 1862 war die Abschaffung der Sklaverei kein Kriegsziel des Nordens, das wurde sie de facto erst mit Lincolns Emanzipationsproklamation. Lincoln hat auch vor allem die ersten Kriegsjahre immer deutlich gemacht, den Krieg nur zur Erhalt der Union zu führen (oft zitiert wird der Brief an Horace Greely, in dem er schreibt, er würde für den Erhalt der Union alle oder gar keine Sklaven befreien, so lange es dem Erhalt der Union diene), und unmittelbarer Auslöser war eindeutig die Sezession des Südens. Tiefere Ursache für diese und für die sich vertiefenden Unterschiede zwischen Nord und Süd war aber natürlich die Sklaverei.

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 7. Aug 2015, 18:01
 
xena
Beitrag 7. Aug 2015, 18:01 | Beitrag #282
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ZITAT(Hummingbird @ 7. Aug 2015, 16:46) *
Was mir das sagt behalte ich wohl besser für mich:

http://abload.de/img/ut-tt-polls-062415.00lkz2s.jpg


Immerhin gute 40% können sich mit der Abschaffung von Waffen anfreunden. Das ist für Texas doch beachtlich. Wenn das ein landesweiter Trend ist, dann kann eine Kampagne gegen Waffenbesitz doch Erfolg haben, wenn es gut argumentiert wird.


--------------------
Eine komplette Waffenübersicht (naja, fast komplett... ...naja auch nicht fast komplett, aber sehr vieles...):

waffen-der-welt.alices-world.de

 
400plus
Beitrag 7. Aug 2015, 18:08 | Beitrag #283
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ZITAT(xena @ 7. Aug 2015, 19:01) *
Immerhin gute 40% können sich mit der Abschaffung von Waffen anfreunden. Das ist für Texas doch beachtlich. Wenn das ein landesweiter Trend ist, dann kann eine Kampagne gegen Waffenbesitz doch Erfolg haben, wenn es gut argumentiert wird.


Bei den Hürden, die die US-Verfassung an eine Verfassungsänderung stellt, sind 40% wahrscheinlich bei weitem nicht genug wink.gif
 
Seydlitz
Beitrag 7. Aug 2015, 18:14 | Beitrag #284
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ZITAT(SailorGN @ 7. Aug 2015, 16:56) *
Es gibt auch Stimmen in den USA(natürlich im Süden), die behaupten, der Bügerkrieg wäre nicht wegen der Sklaven, sondern nur wegen dem Versuch des Südens, sich abzuspalten, geführt worden. Also reine Washingtoner Machtpolitik, bei denen die Sklaverei-Frage als moralische Begründung herhalten musste.


Das ist aber doch auch mehr oderweniger Stand der Forschung (nicht nur im Süden).
Der Bürgerkrieg wurde geführt,weil ein zerbrechen der Union verhindert werden sollte.Die Befreiung der Sklaven als ein Grund kam erst im Laufe des Krieges dazu.
Ist natürlich stark vereinfacht gesagt.
Als Empfehlung zu dem Thema: Für die Freiheit sterben - Die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges von James M. McPherson.
Fand ich sehr interessant.


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Jethro Tull hätten in Woodstock auftreten sollen…
Ian Anderson: …und ich wollte nicht, weil ich einfach keine Hippies mag.
 
Nite
Beitrag 7. Aug 2015, 18:17 | Beitrag #285
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ZITAT(xena @ 7. Aug 2015, 19:01) *
ZITAT(Hummingbird @ 7. Aug 2015, 16:46) *
Was mir das sagt behalte ich wohl besser für mich:

http://abload.de/img/ut-tt-polls-062415.00lkz2s.jpg


Immerhin gute 40% können sich mit der Abschaffung von Waffen anfreunden. Das ist für Texas doch beachtlich. Wenn das ein landesweiter Trend ist, dann kann eine Kampagne gegen Waffenbesitz doch Erfolg haben, wenn es gut argumentiert wird.

Die Grafik sagt eigentlich nur aus dass sich 40% der Texaner vorstellen dass die Bundesregierung derart finstere Absichten hegt.
Von Zustimmung ist nicht die Rede wink.gif

//Edit:
Jade Helm und den Sezessionskrieg auslagern?

Der Beitrag wurde von Nite bearbeitet: 7. Aug 2015, 18:18


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Hummingbird
Beitrag 7. Aug 2015, 18:49 | Beitrag #286
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ZITAT(400plus @ 7. Aug 2015, 18:47) *
Historisch betrachtet war die "states' rights"-Philosophie vor allem ab dem 2. Drittel des 19. Jahrhunderts im Süden besonders stark und hat sich dort auch noch bis weit in das 20. Jahrhundert gehalten ("with its governor having his lips dripping with the words of interposition and nullification"), eine Grundskeptis gegenüber der Zentralregierung ist also wahrschlich sowieso vorhanden, und dass Washington "Truppen schickt" um lokal unliebsame Gesetze durchzusetzen, kam ja auch schon vor. Will sagen: Vieles erklärt sich vielleicht nicht unbedingt mit Verschwörungstheorien, sondern mehr aus Kultur und Geschichte des Südens.
Das Selbstverständnis vieler Amerikaner beruht auf dem Unabhängigkeiskrieg. Die USA sind entstanden durch einem Aufstand von einer britischen Kolonie. Aus dieser Situation heraus, wurde die "heilige Schrift", die Constitution verfasst. Der bewaffnete Zivilbürger als Bastion gegen die Tyrannei ist eine uramerikanische Idee.
 
400plus
Beitrag 7. Aug 2015, 19:35 | Beitrag #287
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ZITAT(Hummingbird @ 7. Aug 2015, 19:49) *
Das Selbstverständnis vieler Amerikaner beruht auf dem Unabhängigkeiskrieg. Die USA sind entstanden durch einem Aufstand von einer britischen Kolonie. Aus dieser Situation heraus, wurde die "heilige Schrift", die Constitution verfasst. Der bewaffnete Zivilbürger als Bastion gegen die Tyrannei ist eine uramerikanische Idee.


Jein-, die Constitution entstand viel mehr aus den gescheiterten Konföderationsartikeln, der ersten Verfassung der 13 unabhängigen Staaten. Deswegen auch die Präambel "in order to form a more perfect union". Und der Passus in Bezug auf Waffenrecht stand anfangs auch gar nicht drin, sondern kam erst als 2. Amendment dazu. Klar klingt darin noch der Unabhängigkeitskrieg nach ("A well regulated Militia, being necessary to the security of a free State"), aber danach kamen auch viele andere Einflüsse, die unterschiedliche Regionen unterschiedlich beeinflusst haben. Und gerade im Süden bestand/besteht (?) immer die Angst, Washington könne gegenüber den einzelnen Staaten zu viel Einfluss erhalten.
Sieht man ja auch hier schön- der US Army wird misstraut, aber der Texas State Guard kann man offenbar trauen wink.gif

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 7. Aug 2015, 19:40
 
Schwabo Elite
Beitrag 8. Aug 2015, 11:56 | Beitrag #288
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ZITAT(400plus @ 7. Aug 2015, 18:39) *
Danke- die Nationalgarde war mir bewusst, von einer State Guard hatte ich aber zuletzt im Zusammenhang mit dem Sezessionskrieg gelesen, dass es die auch heute noch gibt, war mir neu.


Die wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auch abgeschafft und erst unter Reagan wieder durch Bundesgesetzgebung ermöglicht. Daher haben auch viele Staaten keine mehr.


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Beitrag 8. Aug 2015, 12:42 | Beitrag #289
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ZITAT(400plus @ 7. Aug 2015, 19:00) *
Naja, das an sich ist ja auch unzweifelhaft. Der Bürgerkrieg wurde geführt, weil der Süden ein Sezessionsrecht beanspruchte, während der Norden der Ansicht war, die Verfassung sehe ein solches nivht vor. Vor Mitte 1862 war die Abschaffung der Sklaverei kein Kriegsziel des Nordens, das wurde sie de facto erst mit Lincolns Emanzipationsproklamation. Lincoln hat auch vor allem die ersten Kriegsjahre immer deutlich gemacht, den Krieg nur zur Erhalt der Union zu führen (oft zitiert wird der Brief an Horace Greely, in dem er schreibt, er würde für den Erhalt der Union alle oder gar keine Sklaven befreien, so lange es dem Erhalt der Union diene), und unmittelbarer Auslöser war eindeutig die Sezession des Südens. Tiefere Ursache für diese und für die sich vertiefenden Unterschiede zwischen Nord und Süd war aber natürlich die Sklaverei.



ZITAT(Seydlitz @ 7. Aug 2015, 19:14) *
Das ist aber doch auch mehr oderweniger Stand der Forschung (nicht nur im Süden).
Der Bürgerkrieg wurde geführt,weil ein zerbrechen der Union verhindert werden sollte.Die Befreiung der Sklaven als ein Grund kam erst im Laufe des Krieges dazu.
Ist natürlich stark vereinfacht gesagt.


Natürlich brach der Krieg aus wegen der Sezession, aber die Sezession hatte ihren Grund in dem seit 25 Jahren schwelnden Konflikt über die Abschaffung der Sklaverei. Und es war ja eben gerade der Süden, der den Krieg begann. Es war auch klar, dass sich ein Krieg immer weniger vermeiden lassen würde, nachdem es in den 1850ern in Kansas schon zu kriegsähnlichen Auseinandersetzungen kam um diese Frage ("Bleeding Kansas"). Die Befreiung der Sklaven war immer eine politische Agenda wichtiger Politiker im Norden. Schon seit der ersten Verfassung. Es waren nur in den 80 Jahren vor dem Krieg Kompromisse geschlossen worden, die den Süden in der Union und die Sklaverei im Süden hielten. Man arbeitete aber auf beiden Seiten in dieser Sache an gegensätzlichen Zielen: Im Norden arbeitete man grundsätzlich an der Abschaffung der Sklaverei in der gesamten Union und ihrem Erhalt, im Sünde arbeitete man am Erhalt der Sklaverei und war zur Not bereit aus der Union auszutreten.

Das Kompromisssystem brach letztlich im Laufe der 1850er zusammen, als mit Kalifornien der Norden erstmals mehr Stimmen im Senat hatte und dann schnell klar wurde, dass der Süden südlich der Mason-Dixon-Linie nur noch Florida dazugewinnen könnte, während im Norden bald noch eine Reihe Territorien in Bundesstaaten umgewandelt würden. Damit waren alle Kompromisse prinzipiell von den Sklavereigegnern in der Legislative anfechtbar.

Die Südstaaten kaprizierten sich nun immer mehr auf die Argumentation, dass es nicht um die Sklavereifrage ginge, sondern um die Rechte der Staaten gegenüber dem Bund. Es wurde argumentiert ein Einzelstaat habe beim Beitritt in die Union nicht die eigene Souveränität aufgegeben und dürfe daher Budnesrechte, die gegen eigene Interessen verstößen ablehnen (Nullifiaktionsdoktrin). Damit warf man den Nordstaaten implizit vor stets gegen den Geist der Verfassung zu verstoßen. Man machte also nun aus der Einzelfrage eine existentielle Frage für die gesamte Union. Dies entsprach natürlich dem gefühlten Existenzproblem der Südstaaten beim Verbot der Sklaverei, aber es verschärfte den Diskurs, weil nun immer die Sezession über allen Entscheidungsfindungsprozessen in Washington hing.

Die "state's rights" waren damit für beide Seiten (in der damaligen Wahrnehmung) das Problem. Aber die Sklaverei war das einzige Problem, was dies auslöste und auslösen konnte. Das war seit den 1820ern auch ziemlich klar. Es hatte nie einen ähnlichen Punkt gegeben, über den sich Staaten derart unvereinbar uneins waren. Und es konnte auch keinen anderen Punkt geben, weil nur die Sklaverei in der Verfassung direkt angesprochen wurde und eben eine so wichtige ökonomische Grundlage der Südstaaten war, während im Norden eine politisch sehr aktive Minderheit von der Sklaverei nichts hatte und sie zeitgleich vehement ablehnte. Die Sklaverei war damit absolut der Grund für den Krieg, denn die sechst Gründungsstaaten der CSA traten nach der Wahl Lincolns und vor seinem Amtsantritt aus, nicht weil er für die Abschaffung der Sklaverei war (er war ja dafür, dass es Sache der einzelnen Staaten war), sondern weil er klar gemacht hatte, dass er die Union erhalten würde und jeder Staat die Sklavereifrage für sich lösen müsse. Damit war paradoxerweise klar, dass die bald neuen Staaten nördlich der Mason-Dixon-Linie permanent für eine Mehrheit der Abolotionisten im Senat sorgen würden. Und das wiederum hieß für die Südstaaten aus ihrer Wahrnehmung, dass die Sklaverei irgendwann fallen würde.


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Madner Kami
Beitrag 8. Aug 2015, 13:26 | Beitrag #290
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ZITAT(Schwabo Elite @ 8. Aug 2015, 13:42) *
Die Südstaaten kaprizierten sich nun immer mehr auf die Argumentation, dass es nicht um die Sklavereifrage ginge, sondern um die Rechte der Staaten gegenüber dem Bund. Es wurde argumentiert ein Einzelstaat habe beim Beitritt in die Union nicht die eigene Souveränität aufgegeben und dürfe daher Bundesrechte, die gegen eigene Interessen verstößen ablehnen (Nullifiaktionsdoktrin). Damit warf man den Nordstaaten implizit vor stets gegen den Geist der Verfassung zu verstoßen. Man machte also nun aus der Einzelfrage eine existentielle Frage für die gesamte Union. Dies entsprach natürlich dem gefühlten Existenzproblem der Südstaaten beim Verbot der Sklaverei, aber es verschärfte den Diskurs, weil nun immer die Sezession über allen Entscheidungsfindungsprozessen in Washington hing.


Korrekt. Der ganze Konflikt ist alt wie die USA und leider werden diese ganzen Zusammenhänge selten in ihrer ganzen Komplexität dargestellt. Da beginnt die Sezession dann weil Lincoln Präsident wurde und das ist dann schon das höchste der Gefühle. Von der Mason-Dixon-Line hat kaum jemand gehört und die Zusammenhänge mit der Industrialisierung des Nordens, die schon vor dem Zunehmen der sklavenfreien Staaten im Bund ordentlich Fahrt aufnahm und aus der sozio-moralischen Frage obendrein auch noch eine ökonomische Frage insbesondere für den Norden machte (die Erschließen von potentiellen und vor allem frei verfügbaren Arbeitskräften ist essentiell für die Entwicklung des Kapitalismus), ganz zu schweigen.

Interessant in diesem Zusammenhang auch, wie die Rhetorik der Republikaner heute an die Rhetorik der Demokraten von damals anschließt (Lincoln war Republikaner und es waren, unter anderem, die Demokraten die stark an der Sezession mitarbeiteten, weil die Demokraten die Partei der Landbevölkerung und damit der Farmer und Plantagenbesitzer war).


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400plus
Beitrag 8. Aug 2015, 13:42 | Beitrag #291
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ZITAT(Schwabo Elite @ 8. Aug 2015, 13:42) *
Natürlich brach der Krieg aus wegen der Sezession, aber die Sezession hatte ihren Grund in dem seit 25 Jahren schwelnden Konflikt über die Abschaffung der Sklaverei.



Aber gerade das hatte ich doch geschrieben wink.gif

ZITAT(Madner Kami)
Interessant in diesem Zusammenhang auch, wie die Rhetorik der Republikaner heute an die Rhetorik der Demokraten von damals anschließt (Lincoln war Republikaner und es waren, unter anderem, die Demokraten die stark an der Sezession mitarbeiteten, weil die Demokraten die Partei der Landbevölkerung und damit der Farmer und Plantagenbesitzer war).


In der Tat, und die demokratische Dominanz im Süden hielt (von den paar Jahren Congressional Reconstruction abgesehen) auch bis in die 1960er Jahre an.

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 8. Aug 2015, 13:43
 
400plus
Beitrag 8. Aug 2015, 14:47 | Beitrag #292
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ZITAT(Madner Kami @ 8. Aug 2015, 14:26) *
Korrekt. Der ganze Konflikt ist alt wie die USA und leider werden diese ganzen Zusammenhänge selten in ihrer ganzen Komplexität dargestellt.


Wobei man hier sagen muss, dass die deutschen Wikipedia-Artikel zum Thema eigentlich recht gute Arbeit leisten.
 
Schwabo Elite
Beitrag 8. Aug 2015, 16:19 | Beitrag #293
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ZITAT(400plus @ 8. Aug 2015, 14:42) *
ZITAT(Schwabo Elite @ 8. Aug 2015, 13:42) *
Natürlich brach der Krieg aus wegen der Sezession, aber die Sezession hatte ihren Grund in dem seit 25 Jahren schwelnden Konflikt über die Abschaffung der Sklaverei.
Aber gerade das hatte ich doch geschrieben wink.gif


Ja und nein. Du hast hinten geschrieben:

ZITAT
[...] unmittelbarer Auslöser [für den Krieg] war eindeutig die Sezession des Südens. Tiefere Ursache für diese und für die sich vertiefenden Unterschiede zwischen Nord und Süd war aber natürlich die Sklaverei.


Aber vorne:

ZITAT
Vor Mitte 1862 war die Abschaffung der Sklaverei kein Kriegsziel des Nordens


Das ist eben so gesagt etwas unvollständig und klingt ein wenig danach (eher für Dritte als für mich und Dich) als wäre die Abschaffung vor 1862 kein frängendes Thema für den Norden gewesen. Ich wollte darum einen etwas längeren Beitrag schreiben, der das ausbaut, damit vorn und hinten bei Dir besser zusammenpassen. Dazu kam der noch kürzere Post von Seydlitz, bei dem noch mehr die Möglichkeit bestand dem alten Süd-Narrativ zu folgen, dass der Norden den Süden nur aus imperialistischen Motiven (Machausübung durch Washington) in der Union hielt. Das ist aber eben aus zwei Gründen ein Problem.

1) Gab es natürlich nationalistische Tendenzen im Norden, die zentralistisch und damit gegen die nicht ganz klaren Rechte der einzelnen Staaten (hier der Südstaaten) ausgerichtet waren, aber die Vertreter dieser Tendenzen waren nur ein Teil der Akteure im Norden. Sie hatten vor allem keinen Grund sich speziell gegen den Süden zu stellen, außer eben die Sklaverei.

2) Wie Madner Kami angesprochen hat, gibt es aktuell einen ganz ähnlichen Diskurs in den USA, in dem die Geschichte des Südens massiv vereinnahmt wird von den Republikanern (ausgerechnet!), die seit den 1970ern in die Rolle der "state's rights"-Partei gerutscht sind. Vor allem, nachdem die Südstaaten-Demokraten nach LBJ aufhörten dominant zu sein. Die Aneignung des Südstaaten-Narrativs, der Krieg sei um die Rechte der Bundesstaaten geführt wurden, nicht um die Sklaverei ist daher im politischen Diskurs besonders bedenklich. Es hätte ja nie einen Krieg gegeben, wenn es nicht die Sklaverei gegeben hätte. Insofern ist der casus belli die Sezession, aber der Grund die Sklaverei. Es ist ein wenig wie die Henne und das Ei, nur mit realeren und vor allem aktuellen Auswirkungen.

Nochal, es ging mir um Ausbau, nicht direkten Widerspruch. smile.gif

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 8. Aug 2015, 16:19


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SailorGN
Beitrag 10. Aug 2015, 16:55 | Beitrag #294
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Passt wohl am Besten hier:

Zeit-Artikel zur Attraktivität von Verschwörungstheorien


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Beitrag 12. Aug 2015, 12:54 | Beitrag #295
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Mal was anderes aus Kims Köngreich:

Auslandssemester in Pjöngjang


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Hummingbird
Beitrag 12. Aug 2015, 16:17 | Beitrag #296
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ZITAT(Nite @ 7. Aug 2015, 19:17) *
//Edit:
Jade Helm und den Sezessionskrieg auslagern?
Wäre sinnvoll. Mich beschleicht das Gefühl, dieses Thema wird uns in der Zukunft noch beschäftigen.
 
400plus
Beitrag 12. Aug 2015, 22:07 | Beitrag #297
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Passt das hierhin?

https://jpminda.wordpress.com/2015/08/11/un...-of-everything/

Kanadischer Professor über den Trend hin zur unbedingten Wohlfühlathmosphäre (er nennt es "Infantilisierung") an nordamerikanischen Unis.

Ähnlicher Artikel im "Atlantic": http://www.theatlantic.com/magazine/archiv...an-mind/399356/

Highlights:
"This new climate is slowly being institutionalized, and is affecting what can be said in the classroom, even as a basis for discussion. During the 2014–15 school year, for instance, the deans and department chairs at the 10 University of California system schools were presented by administrators at faculty leader-training sessions with examples of microaggressions. The list of offensive statements included: “America is the land of opportunity” and “I believe the most qualified person should get the job.”"

"Claims of a right not to be offended have continued to arise since then, and universities have continued to privilege them. In a particularly egregious 2008 case, for instance, Indiana University–Purdue University at Indianapolis found a white student guilty of racial harassment for reading a book titled Notre Dame vs. the Klan. The book honored student opposition to the Ku Klux Klan when it marched on Notre Dame in 1924. Nonetheless, the picture of a Klan rally on the book’s cover offended at least one of the student’s co-workers (he was a janitor as well as a student), and that was enough for a guilty finding by the university’s Affirmative Action Office." wallbash.gif wallbash.gif wallbash.gif

Und wenn ich da an diesen anonymen Blog denke, der Professoren in Berlin online beschimpft, ist Amerika uns hier zwar wohl mal wieder "voraus", wir aber auch auf dem Weg dorthin... Vielleicht ist es gut, dass eine puppy zone bei uns wohl aus Geldgründen nicht stattfinden wird wink.gif

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 12. Aug 2015, 22:29
 
Madner Kami
Beitrag 20. Aug 2015, 17:26 | Beitrag #298
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Egon Bahr ist gestorben.

"Wandel durch Annäherung": Mit diesem Begriff prägte Egon Bahr die Ostpolitik und schuf in Verhandlungen mit Moskau die Grundlagen für die Deutsche Einheit. Nun ist er gestorben. Ein Mann, der deutliche Worte fand - ohne zu beleidigen.


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Dave76
Beitrag 21. Aug 2015, 19:12 | Beitrag #299
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ZITAT
Nordkorea

Kim Jong-un versetzt Truppen in Kampfbereitschaft

Nordkoreas Machthaber droht mit Krieg. Seine Grenztruppen sind kampfbereit – und Südkorea stellt Kim Jong-un ein Ultimatum von 48 Stunden.

21.08.2015

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland...t-13761242.html


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Madner Kami
Beitrag 21. Aug 2015, 19:46 | Beitrag #300
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Hm... :/


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