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> Schöne neue terrorfreie Welt, oder: Euthansie am Airport?
jever
Beitrag 8. Dec 2005, 04:32 | Beitrag #1
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QUOTE
Passagier am Flughafen von Miami erschossen

Miami (AP) Erstmals seit Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat ein bewaffneter Flugbegleiter in den USA einen Passagier erschossen. Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch auf dem Flughafen von Miami. Der anscheinend geistig verwirrte Passagier hatte behauptet, eine Bombe in seinem Handgepäck zu haben. Bei einer späteren Untersuchung des Gepäcks wurde keine Bombe gefunden.

Bei dem Erschossenen handelt es sich um einen 44-jährigen US-Bürger. Ein Augenzeuge berichtete, der Mann sei kurz vor dem Start nach Orlando in der Maschine der American Airlines wild den Gang entlang gerannt und habe von seiner Bombe erzählt. Seine mit ihm reisende Frau habe gesagt, ihr Mann leide an einer manisch-depressiven Erkrankung und habe seine Medikamente nicht genommen.

Ein Sprecher des Heimatschutzministeriums, Brian Doyle, erklärte, die Air Marshals an Bord der Maschine hätten sich dem Mann in den Weg gestellt. Er habe jedoch versucht, aus der Maschine zu stürmen. Dabei habe er allem Anschein nach in seine Tasche gegriffen. Daraufhin hätten die Air Marshals das Feuer auf ihn eröffnet.

Später teilte die Polizei mit, im Handgepäck des Erschossenen sei keine Bombe gefunden worden. Zuvor seien Spürhunde auf die Tasche angesetzt worden, die jedoch keinen Alarm geschlagen hätten. Zur Sicherheit wurden dem Vernehmen nach mindestens zwei Gepäckstücke gesprengt. Der Bereich des Terminals, wo die Schießerei stattfand, wurde für etwa eine halbe Stunde abgesperrt. Auf dem Rest des Flughafens ging der Betrieb dagegen normal weiter.


Toll, oder? Kaum ist man geistig behindert und vergisst mal seine Medikamende, schon ist man trotz Aufklärung ein Toter Mann.
Schärfere Regeln gegen Verbrecher schaden natürlich nur den Verbrechern, Kollateralschäden sind ja ausgeschlossen...
Wie war das mit den neuen Gesetzen, welche den braven Bürger net treffen? Ach ja, gabs da net noch den El Masri?
Aber Verbrechensabwehr und Terrorabwehr erlauben natürlich alles?
Denkt mal über Euch selber nach! Der falsche Name? Unverschuldet krank? Schon seit Ihr potentiel verschleppt oder tot. Tolle Aussichten, oder?

MfG jever
P.S.: @Mods Euthanasie im Titel bitte smile.gif
 
Patrick
Beitrag 8. Dec 2005, 04:49 | Beitrag #2
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War doch zu erwarten das sowas früher oder später passiert. Ich denke mal, da ist keine Polizei gegen gewappnet, gerade in einer Situation, die so aufgeputscht ist.
Ansonsten, das Beispiel des Deutsch-Libanesen, der einen Club Urlaub in Kabul geschenk bekam, zeigt doch wie es läut und laufen kann
 
jever
Beitrag 8. Dec 2005, 05:07 | Beitrag #3
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Also darf man netmal mer als Deutscher im Ausland Urlaub machen, wenn es den CIA net gefällt...
Und Herr Schily darf erzählen, dass es zum Schutze Deutschlands nötig ist, Deutsche entführen und foltern zu lassen...
Hallo, Ihr Sicherheit ist besser als Bürgerrechte - Fans, ich hoffe, Ihr wacht langsam auf!

MfG jever
 
Lonestar
Beitrag 8. Dec 2005, 09:05 | Beitrag #4
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QUOTE(jever @ 08.12.2005, 04:32)
Toll, oder? Kaum ist man geistig behindert und vergisst mal seine Medikamende, schon ist man trotz Aufklärung ein Toter Mann.
...
Aber Verbrechensabwehr und Terrorabwehr erlauben natürlich alles?
Denkt mal über Euch selber nach! Der falsche Name? Unverschuldet krank? Schon seit Ihr potentiel verschleppt oder tot. Tolle Aussichten, oder?

Erstmal war der Mann geisteskrank und nicht geistig behindert. Und aus Deinen Ausführungen geht hervor daß Du den Offiziellen eine willkürliche Inkaufnahme unschuldiger Opfer unterstellst - und das trifft definitiv nicht zu. Denn im Gegensatz zu regulären Ordnungshütern denen man von Fall zu Fall (z.B. bei aus dem Ruder gelaufenen Demonstrationen) und Land zu Land eine eher unterdrückende als beschützende Attitüde unterstellen kann sind "Sky Marshalls" ausschließlich für die Sicherheit des Flugbetriebs und der Fluggäste zuständig. Insofern haben sie auch keine weitergehende Verpflichtung der geltenden "Ordnung" gegenüber.

Abgesehen davon haben die Terrorismusschutzgesetze ja wohl so ziemlich garnix mit einer "grau/schwarzen" Geheimdienstaktion zu tun (und die Verantwortlichkeiten im Fall Masri sind noch nicht hinreichend geklärt!). Ich persönlich fühle mich mit den Gesetzen aus dem Schily-Nachlaß keinesfalls besser geschützt (bzw. ich habe mich auch vorher nicht bedroht gefühlt). Trotzdem sind die internationalen Maßnahmen zur Sicherheit im Luftverkehr sowohl nötig gewesen als auch halbwegs sinnvoll umgesetzt worden.

Im vorliegenden Fall kann man den Sky Marshalls eigentlich nur einen begrenzten Vorwurfmachen, falls er sich so zugetragen hat wie in dieser und div. anderer Quellen beschrieben. Daß es der Mann bis auf den Gang geschafft hat zeigt doch daß sie eben nicht gleich losgeballert haben, und erst als der man zu/nach/in seine Tasche griff wurde die gefühlte Bedrohung zu groß. Vor allem finde ich daß der Mann eine gehörige Mitschuld an seinem Tod hat: ein Flugzeug ist nunmal kein Stadtbus, und zu seiner eigenen wie auch der Sicherheit der anderen Passagiere war es seine PFLICHT seine Medikamente zu nehmen und/oder wenigstens das Personal auf seine Krankheit aufmerksam zu machen. Er hätte nämlich genausogut erst in der Luft ausrasten können, und da hätte ein verfehlter Schuss (ob gezielt abgegeben oder im Gerangel mit dem Mann unfreiwillig gelöst) auch das Leben aller anderen im Flugzeug gefährdet.

Der ganze Vorfall ist sehr tragisch verlaufen und die Untersuchung wird hoffentlich eventuelles Fehlverhalten von allen Beteiligten klären. Aber jier jetzt alles über einen Kamm zu scheren und wider der staatlichen Willkür zu schreien, sorry, aber das ist Fehl am Platz.
 
tluassa
Beitrag 8. Dec 2005, 12:49 | Beitrag #5
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Wie sinnvoll ist es für einen Terroristen in einen Gang zu rennen nachdem das Flugzeug gelandet ist, anstatt es in der Luft zu sprengen ?  Und mal abgesehen davon, welchem Terroristen rennt eine Frau nach die ruft "Vorsicht, er hat seine Medikamente nicht genommen" ...  

Ich sags mal so: Er hatte vielleicht genug Gründe zu schiessen, jemand anderes hätte vielleicht abgewartet, zumal auch nicht zu sagen ist ob da direkt Menschen in der Nähe waren ...


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Teutone
Beitrag 8. Dec 2005, 13:56 | Beitrag #6
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QUOTE
Wie sinnvoll ist es für einen Terroristen in einen Gang zu rennen nachdem das Flugzeug gelandet ist, anstatt es in der Luft zu sprengen ?  Und mal abgesehen davon, welchem Terroristen rennt eine Frau nach die ruft \"Vorsicht, er hat seine Medikamente nicht genommen\" ...  


Naja, ich glaube diese Gegenfrage ist polemisch, aber:

Wer hätte Gedacht das vn heute auf morgen drei Linienflieger zu fliegenden Bomben werden und die Neuordnung der Welt beschliessen, in dem sie zwei berühmte amerikanische Gebäude beschädigen / zerstören?

Das Leben ist so unglaublich banal.

MfG

Teutone
 
nikko
Beitrag 8. Dec 2005, 14:05 | Beitrag #7
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egal wie der beamte gehandelt hat, es gibt immer jemanden dem das nicht in den kram passt.
niemand war vorort und niemand kann sagen wie er reagiert hätte.
nikko


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Wodka
Beitrag 8. Dec 2005, 14:24 | Beitrag #8
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QUOTE(nikko @ 08.12.2005, 14:05)
egal wie der beamte gehandelt hat, es gibt immer jemanden dem das nicht in den kram passt.
niemand war vorort und niemand kann sagen wie er reagiert hätte.
nikko

So ist es, man kann und muss auch bei dem Verdacht einer Gefahr reagieren, auch mit einem gezielten Schuss, ob hier die Voraussetzungen dafür gegeben waren, dies können wir schwerlich beurteilen.


--------------------
"Dass Atombomben auf Deutschland gefallen wären, hat eher strategische Gründe und sollte man nicht persönlich nehmen... ."
"Wenn ich groß bin, geh ich zur Volksarmee: Ich lade die Kanone, rumbumm bumm, rumbumm bumm... ."
 
P.Paule
Beitrag 8. Dec 2005, 17:08 | Beitrag #9
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Hallo

Dunkle Hautfarbe und ein Rucksack ist auch schon ein Tötesurteil London U-Bahn .

Paule
 
nikko
Beitrag 8. Dec 2005, 17:19 | Beitrag #10
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rolleyes.gif
das war eine dumme und tragische entscheidung von oben.
das ist eines der ziele der ziegenfickenden fundis.
die behörden in solche situationen zu bringen und chaos auszulösen.
wer wäre nicht nervös gewesen?
vorm pc sitzen und urteile fällen ist einfach rolleyes.gif
nikko


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Tobi
Beitrag 8. Dec 2005, 17:32 | Beitrag #11
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Der hat doch alles richtig gemacht!

Woher sollte er wissen ob da eine Bombe ist? Bis er gefragt hat kann der Typ dir hochgejagt haben!
Woher sollte er wissen das der Geistig krank ist und außerdem:
Ist nicht jeder Terrorist geistig krank?


MFG  :lilstupid
 
tluassa
Beitrag 8. Dec 2005, 18:04 | Beitrag #12
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QUOTE(Tobi @ 08.12.2005, 17:32)
Der hat doch alles richtig gemacht!

Woher sollte er wissen ob da eine Bombe ist? Bis er gefragt hat kann der Typ dir hochgejagt haben!
Woher sollte er wissen das der Geistig krank ist und außerdem:
Ist nicht jeder Terrorist geistig krank?


MFG  pillepalle.gif

"Woher sollte er wissen ob da eine Bombe ist? Bis er gefragt hat kann der Typ dir hochgejagt haben!"

Er hätte sie logischerweise im Flug gezündet und nicht nach der Landung. Und Terroristen mit Bomben verkünden das nicht und schwenken diese auch nicht herum.

"Woher sollte er wissen das der Geistig krank ist"

Weil seine Frau es die ganze Zeit geschrien hat

"Ist nicht jeder Terrorist geistig krank?"

Das hält sie aber nicht davon ab höchst effizient Ziele anzugreifen und nicht wie in diesem Fall absolut untypisch mit "der Bombe" in einen Gang zu fliehen ...

Ja, er hat in der Tat wie eine Maschine seine Funktion erfüllt und auf dem Flughafen für Sicherheit gesorgt. In der Tat eine erfolgreiche Terrorbekämpfungsaktion.


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nikko
Beitrag 8. Dec 2005, 18:09 | Beitrag #13
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WARST DU DABEI??? rolleyes.gif
nikko


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Schakal
Beitrag 8. Dec 2005, 22:49 | Beitrag #14
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Wenn der Vorfall genau so wie in dem Artikel beschrieben ereignet hat, war es ganz klar die richtige Entscheidung und die Pflicht des Beamten zu schiessen - da gibts für mich keinen Zweifel...

Aber da ich nicht dabei war, will ich auch nicht urteilen...


--------------------
Das Sturmgewehr 90 bedeutet im Gegensatz zum vorherigen 57er-Modell einen Quantensprung, sie ist eine eigentliche Massenvernichtungswaffe.
Zitat Schweizerischer Friedensrat
 
jever
Beitrag 9. Dec 2005, 02:54 | Beitrag #15
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Mir gehts garnet so sehr darum, ob der Sky Marshal in dem Moment richtig oder falsch reagiert hat.
Mir gehts um das drumherum.
Haufenweise Sicherheitsgesetze, Einschränkung der Bürgerrechte, immer wieder willkürliche Einreiseverbote wegen des falschen Namens, höhere Sicherheitsgebühren. Und was ist? Scheinbar kann man immernoch eine Bombe im Handgepäck mitnehmen.
Was also hat das Ganze gebracht? Ich fühle mich jetzt weniger sicher. Wenn selbst die Profis davon ausgehen, dass man Bomben mal ebenso durch die Sicherheitskontrolle schaffen kann, was soll ich da als Laie denken?
Wie man sieht, sind diese ganzen Einschränkungen und Extrakosten eigentlich sinnlos.
In London war es ja dasselbe. Hier wird Leben gegen Leben abgewogen. Lieber ein Unschuldiger sicher tot als ein potentieller Mörder. Naja, ausser, es geht vor die Gerichte. Dort gelten dann andere Rechte. Dort wird dann auch schon mal ein Mörder wegen Verfahrensregeln freigesprochen.

Diese ganze Einschränkung der Bürgerrechte hat bisher offensichtlich nur Unschuldige getötet. Die Geheimdienste haben schliesslich immernoch dieselben Rechte und die klären auf. Aber warum Dorfpolizist Müller mittlerweile Terrorfander sein soll, erschliesst sich mir nicht wirklich.

MfG jever
 
Holzkopp
Beitrag 9. Dec 2005, 03:27 | Beitrag #16
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Ich erinnere mal daran: die Attentäter des 11. September hatten keine Bomben sondern Teppichmesser.

Und je mehr man es für notwendig ansieht, Sicherheitsmaßnahmen einzuführen, desto mehr Personen werden davon betroffen sein, ob zu Recht oder zu Unrecht.

Man kann durchaus argumentieren: gäbe es keine Sky Marshals, dann würde der Mann noch leben. Aber das ist doch nur die Hälfte der Wahrheit.

Nach allen mir bekannten Presseberichten war das die Situation der Tragödie: es konnte nur schiefgehen, ohne das dabei jemand im eigentlichen Sinne Schuld trägt. Ein psychisch kranker, aber harmloser Mann droht in einer sensiblen Umgebung mit einer Bombe. Und eine aufgeregte Frau schreit, er meine es nicht ernst. Was soll denn dieser Polizist denken, der nun entscheiden muß ob er dem Drohenden oder der Frau glaubt? Und das in Sekunden? Vor die wahl gestellt, es zu riskieren und den "Irren" einfach stehen zu lassen und damit zu riskieren, dass er doch eine Bombe hat? Oder ihn töten, in der Ungewißheit, ob es wirklich absolut nötig war?

Sicher, solche Einsatzkräfte sind Profis, gut ausgebildet und trainiert. Aber sie müssen auch mit dem Kopf eines Menschen denken. Und das was da geschehen ist zeigt, das ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis zu Kollateralschäden führt.

Als damals in London dieser Mann in der U-Bahn erschossen wurde habe ich hier schon geschrieben, das er nicht der Letzte sein wird, der im Zuge des Terrorhypes zum Opfer wurde.

Wenn ich schon höre, das die Bundespolizei Züge anhält, weil "verdächtig aussehende, arabisch gekleidete Männer" darin saßen, dann zeigt das doch wie dünnhäutig wir sind.

Wachsamkeit und Phobie sind fließend und je mehr ich das Unmögliche will, nämlich totale Sicherheit, desto weniger bleibt Platz für Freiheit und Offenheit.

Es gilt eben nicht "Freiheit oder Sicherheit" sondern "Freiheit und Sicherheit".

Mich würde in dem Zusammenhang interessieren, wie diese Situation in Israel, das ja unter permanenter Terrorbedrohung lebt, im Alltag gemeistert wird. Oder sprechen wir da nicht mehr drüber, weil es alltäglich geworden ist?


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Das ständige Nachgeben der Klugen begründet die Diktatur der Dummen.
 
jever
Beitrag 9. Dec 2005, 03:52 | Beitrag #17
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@Holzkopp: Genau darum geht es. Es wird die totale Überwachung eingeführt, Big Brother lässt grüssen. Und wenn sich bestätigen sollte, dass Schily und Co. von Al Masri wussten, dann zeigt sich, dass nichtmal mehr der Staat bereit ist, seine Bürger zu schützen. Wir steuern gerade massiv auf ein 1984 modernized zu.
Aber schützt es die Bürger wirklich? Nö. Im Gegenteil. Unschuld ist mittlerweile auch kein Schutz mehr. Man braucht blos in der falschen Datei auftauchen oder was falsches zu sagen und schon ist man ein Opfer der scheinbaren Sicherheit. Denn wirkliche Sicherheit geben auch die neuen Gesetze nicht.
Dass bereits Bewegungsprofile per Handy aufgezeichnet werden, das Mautsystem zum Datenspeicher werden soll und die umfassende Kommunikationsspeicherung Realität ist, kommt noch dazu.
Alles für die Sicherheit? Wo bleibt eigentlich die Freiheit? Denn Sicherheit gibt es dadurch nicht, wie die alljährlichen Verbrechenszahlen zeigen...

MfG jever
 
Paxinor
Beitrag 9. Dec 2005, 15:33 | Beitrag #18
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also nun mal halblang

ich mag mich noch ganz genau erinnern an den thread wo ein polizist mit ziegelsteinen beworfen wurde und darauf den angreifer erschossen hat.

Dort hat niemand was von kontrollstaat und blablabla gelabert, diese situation hat rein absolut gar nichts mit bürgerrechten und was weiss ich was zu tun.

Die situation ist: ordnungshüter entscheidet aus irgendwelchen Gründen den typen zu erschiessen

das hat nichts mit grundsätzlicher politischer regeln oder sonstigen dingen zu tun, ich weiss nicht wieso ihr jetzt das ausbreitet

sky marshals gab es schon vor 9/11 und es gibt immer noch massenhaft mehr nicht terroristische zwischenfällen in flugzeugen weil irgendeiner ausrastet

wenn der marshall das gefühl hatte der typ bedrohe die passagiere und sich selbst dann durfte er ihn erschiessen, aus nothilfe und notwehr, ganz egal ob er nun für terroristenbekämpfung da ist oder nicht. Niemand weiss wie die lage genau ausgesehen hat aber wenn irgenjemand euch sagt: hey ich hab ne bombe und ich werde alles in die luft jagen und er vielleicht noch leute tätlich angreift,darf der  sky marshall eingreifen


ich weiss gar nicht was dieser fall 1. mit bürgerrechten und sonstigen dingen zu tun hat
2. was der zwischenfall mit terrorismus zu tun hat

der skymarshall war da, hätte der typ seine medikamente irgendwo anders nicht genommen hätte ihn ein polizist vielleicht erschossen

ich weiss gar nicht warum jetzt 9/11 oder sonstwas zitiert wird, die notwehr- und nothilfegesetze sind ja immer noch gleich wie früher mehr oder weniger
 
pak0
Beitrag 9. Dec 2005, 16:03 | Beitrag #19
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Für mich ist das ganze eine Verkettung unglücklicher Umstände, die leider tragisch geendet hat. Wenn man in einer hochsensiblen Zone bewege, wie sie Flughäfen nun mal sind, dann muss man sich an die Regeln halten, weil die Konsequenzen ziemlich hart sein können. Geistige behinderung ist keine Ausnahme, kreischende Frauen auch nicht. Der Mann hätte seine Medizin bekommen oder entsprechend beaufsichtigt werden müssen. Weil das nicht der Fall war, hat er sterben müssen.
Auf Flughäfen gehts halt schon derb zu heutzutage. Aber das ist bekannt. Die Schuld bei den SkyMarshals zu suchen, find ich deshalb falsch. Die haben in einer sehr schwierigen Situation nach Lehrbuch gehandelt und lagen damit leider falsch.

Was das alles mit Big Brother zu tun hat, versteh ich aber auch nicht. Womit es etwas zu tun hat ist die größere Dichte an Sicherheits-Personal und deren gesteigerten Bereitschaft zu harten Mitteln zu greifen.


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Paxinor
Beitrag 9. Dec 2005, 18:20 | Beitrag #20
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QUOTE(pak0 @ 09.12.2005, 16:03)
. Womit es etwas zu tun hat ist die größere Dichte an Sicherheits-Personal und deren gesteigerten Bereitschaft zu harten Mitteln zu greifen.

ah welchen gesteigerten Bereitschaft? im vergleich zu wann?

als vor 100 jahren ein polizist noch viel mehr durfte?

handlungsrechte der Polizisten wurde ja in der Neuzeit arg heruntergeschraubt...

und woher wissen wir, dass er erschossen wurde WEGEN der gesteigerten Bereitschaft (falls die überhaupt gesteigert ist)? wissen wir nicht...

es kann gerade so gut sein, dass er von dem absolut liberalsten Polizisten erschossen wurde weil manchmal ists einfach Pech...
 
SailorGN
Beitrag 9. Dec 2005, 20:03 | Beitrag #21
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Wer sagt, dass die Sky Marshalls solche Profis sind? Woher kamen die denn alle nach 9/11? Selbst die USA können die nicht aus dem Hut zaubern...


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
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Paxinor
Beitrag 9. Dec 2005, 20:26 | Beitrag #22
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QUOTE(sailorGN @ 09.12.2005, 20:03)
Wer sagt, dass die Sky Marshalls solche Profis sind? Woher kamen die denn alle nach 9/11? Selbst die USA können die nicht aus dem Hut zaubern...

ja kommt jetzt

das sind ein paar 1000 leute

die USA können locker in den 4 Jahren seit 9/11 Sky Marshalls die mindestens so gut wie Europäische Polizisten ausgebildet sind ausbilden

man nehme schon ausgebildetes Law Enforcment personal, gebe einen saftigen Bonus wegen den Arbeitszeiten, mache eine Selektion, n paar Wochen zusatzausbildung UND VOILA

Sky Marshall

einfach haltlos den USA zu unterstellen ihre Sky Marshalls seien untauglich ist absolut ungerecht, was würdest du sagen wenn man einfach Deutsche Polizisten so diffamieren würde? das wurde ja damals beim Ziegelsteinthread auch nicht gemacht.

Diese Sky Marshalls sind ja nicht nur für die terrorbekämpfung hier sondern auch für Ausraster diverser Passagiere die immer häufiger und unverschämter werden und die ein Flugzeug ENORM gefährden können, und die gab es schon BEVOR 9/11 obwohl nicht so viele...
 
SailorGN
Beitrag 9. Dec 2005, 20:40 | Beitrag #23
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Hab ich gesagt, sie seien untauglich? rolleyes.gif
Stimmt, man nehme Law Enforcement Personal, dass ja aufgrund anderweitiger "Antiterroreinsätze" (zB mit M4 breitbeinig durch Innenstädte zu watscheln) nun wirklich nicht gebunden ist. Gerade im Vergleich mit deutscher Polizei stehen die vielen Vorfälle bei US-Cops schlecht da. Wieviel weisst du denn über die Ausbildung und den Anteil an Deeskalationstraining? Wenn man als Sky Marshal auch, wie du sagst, auf andere Vorkommnisse getrimmt wird, sollte man doch nicht vom worstcase ausgehen und gleich die Waffe ziehen...wäre echt peinlich, wenn ein sturzbesoffener Topmanager eines Grossunternehmens erschossen wird...


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pak0
Beitrag 9. Dec 2005, 23:17 | Beitrag #24
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QUOTE(Paxinor @ 09.Dec..2005, 18:20)
QUOTE(pak0 @ 09.12.2005, 16:03)
. Womit es etwas zu tun hat ist die größere Dichte an Sicherheits-Personal und deren gesteigerten Bereitschaft zu harten Mitteln zu greifen.

ah welchen gesteigerten Bereitschaft? im vergleich zu wann?

Im Vergleich zu Prä-911. Seit dem wird vor allem in den USA eine Hysterie sondersgleichen geschürt und es kann mir keiner erzählen, dass sich das nicht auf den Zeigefinger am Abzug der Polizisten auswirkt. Es hat gerade mal ein paar Tage gedauert, da haben die Briten in der U-Bahn einen Verdächtigen abgeknallt, nachdem sie einen Terroranschlag genau dort hatten. Früher hätte man ihn eher entkommen lassen als zu schießen, heute muss man jeden sofort kaltmachen, weil man im Hinterkopf die Vorstellung hat, der zündet jeden Moment eine Bombe und reißt dutzende von Menschen in den Tod.

So wie ich das verstanden habe, ist der Typ ja auf die zugegangen. Warum mussten die den gleich durchsieben und nicht kampfunfähig machen? Wir reden hier nicht von einem in größerer Entfernung sich schnell bewegenden Ziel, es sollte ein leichtes gewesen sein, nichttödliche Schüsse anzubringen. Zumindest von gut ausgebildetem Personal wink.gif .


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Teutone
Beitrag 9. Dec 2005, 23:54 | Beitrag #25
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QUOTE
Warum mussten die den gleich durchsieben und nicht kampfunfähig machen? Wir reden hier nicht von einem in größerer Entfernung sich schnell bewegenden Ziel, es sollte ein leichtes gewesen sein, nichttödliche Schüsse anzubringen. Zumindest von gut ausgebildetem Personal  .


Hm, ich tippe mal darauf, weil tot einfach tot ist, und nicht tot eben nicht tot. Das berühmte "für den knopfdruck hat es noch gereicht". Und das vermeintlich "gut ausgebildete Personal" das jemanden mit einer Bombendrohung nicht
umlegt, will ich sehen.

Einen Attentäter aus mehreren Hundert Meter auszuknipsen ist etwas anderes als direkt gefahr zu laufen mit ihm weg gesprengt zu werden.

Des weiteren dürfte heute jedes Kind wissen das Bombendrohungen -gerade in Flugzeugen- heute kein Witz mehr ist, und durch das Verschleiern der Geisteskrankheit und
dem nicheinnehmen der Medikamente werfe ich dem Bürger einfach mal im gegenzug "Fahrlässige Selbstgefährdung mit Todesfolge" vor.

Der Kerl hat selbst schuld gehabt, da gibt es m.M.n. nichts dran zu drehen.

mfG

Teutone
 
pak0
Beitrag 10. Dec 2005, 16:38 | Beitrag #26
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Ich verstehe deine Argumentation, andererseits ist mir noch nie zu Ohren gekommen, dass es irgendwann mal "für den Knopfdruck noch gereicht hat", weil Sicherheitskräfte den Attentäter nicht sofort umgelegt hätten.


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da Busch
Beitrag 10. Dec 2005, 17:05 | Beitrag #27
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Eben WEIL der attentäter keine chance mehr hatte zu drücken... Könnte man zumindest so verstehen. Wobei, wie viele abgewehrte bombenanschläge hat es den gegeben? So viele könnens nicht sein

*gruß* da Busch


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Paxinor
Beitrag 10. Dec 2005, 17:25 | Beitrag #28
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QUOTE

Ich verstehe deine Argumentation, andererseits ist mir noch nie zu Ohren gekommen, dass es irgendwann mal \"für den Knopfdruck noch gereicht hat\", weil Sicherheitskräfte den Attentäter nicht sofort umgelegt hätten.


ja das ist weil dann die bombe alles in stücke reisst und es dann recht schwer ist den hergang genau herauszufinden

abgesehen davon das du als 08/15 whq forumuser solche dinge auch nicht zu ohren bekommst

also ich finde das einige argumentationen hier wirklich das haar in der USA Suppe suchen, nichts für ungut

man muss hier ganz klar sehen das sky marshalls vor allem für solche sinnlosen ausraster ohne geplanten hintergrund da sind

die sky marshalls sind nicht primär dazu da terroranschläge vorzubeugen, sondern sie heben das sicherheitsvakuum in einem flugzeug auf, diese sicherheit wird zu praktisch 100% von solchen "ausrastern" gefährdet, die absolut nichts mit terror zu tun haben, ich weiss gar nicht wo genau das Problem bei dem ganzen Fall ist, ausser das es ein tragischer unfall war
 
pak0
Beitrag 10. Dec 2005, 17:37 | Beitrag #29
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Und wir fragen uns grad, ob der Mann unter allen Umständen hätte sterben müssen. Außerdem bin ich kein 08/15whq-forenuser, ich bin die rhetorischen Sachverstand-Zuckerglasur auf dem ganzen Kuchen hier thefinger.gif

Aber jetzt wo dus sagts - stimmt Jungs: Wo is eigentlich das Problem? Es ist doch nur ein Mensch abgeknallt worden?! So what?  rolleyes.gif


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SailorGN
Beitrag 10. Dec 2005, 18:11 | Beitrag #30
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@Paxinor: Deine Argumentation beisst sich gerade wieder...wenn die Sky Marshalls primär für die "Ausraster" an Bord da sind, sollten sie gerade nicht gleich schiessen. Die meisten Zwischenfälle entstehen durch alkoholisierte Fluggäste, die man mit etwas körperlichem Durchsetzungsvermögen leicht beruhigen oder festsetzen kann. Dazu brauche ich nicht zu schiessen. Wenn die Marshalls trotzdem gleich die Waffe ziehen, sage ich: Ziel verfehlt. Es sind doch zwei völlig verschiedene Sachen, einen Terroristen mit Bombe muss man so schnell wie möglich handlungsunfähig machen (Nicht gleich töten...Totmannschaltung),während man einen durchdrehenden Reisenden dies nicht antun kann...


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist.
 
 
 

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