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> Die Türkei, Erdogan und anderes.
Schwabo Elite
Beitrag 19. Jul 2019, 15:27 | Beitrag #361
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Das ist möglich und das wäre das, was ich "schlafwandlerisch" nannte, analog zu Christopher Clarks "The Sleepwalkers: How Europe Went to War in 1914". Wäre traurig, ist aber nich auszuschließen. Allerdings sind ja andere Gründe denkbar.


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Dave76
Beitrag 19. Jul 2019, 17:50 | Beitrag #362
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ZITAT
Wie sich Erdogan vom Westen verabschiedet

19.07.2019
Von Boris Kálnoky

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat seine strategischen Interessen geändert. Er will sich von Nato, USA und EU militärisch unabhängig machen und die Türkei zur starken Macht im Osten ausbauen – mit einer eigenen Waffenindustrie.

https://www.welt.de/politik/ausland/article...abschiedet.html


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Dave76
Beitrag 28. Jul 2019, 11:47 | Beitrag #363
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ZITAT
Turkey Is Cozying Up To China After F-35 Expulsion, Israelis Warn

By Arie Egozi on July 26, 2019
TEL AVIV: The expulsion of Turkey from the F-35 program could lead to closer relations for the NATO ally with China, a move likely to have far-reaching implications in the Middle East, Israeli national security experts say.

https://breakingdefense.com/2019/07/turkey-...-israelis-warn/


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Praetorian
Beitrag 5. Sep 2019, 17:21 | Beitrag #364
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ZITAT
Erdoğan erwägt atomare Bewaffnung

Der Türkei sollte nach Auffassung ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan erlaubt werden, in den Kreis der Atommächte aufzusteigen. "Einige Länder haben Raketen mit nuklearen Sprengköpfen, nicht nur eine oder zwei. Aber sie sagen uns, wir könnten sie nicht haben. Das akzeptiere ich nicht", sagte Erdoğan bei einem Wirtschaftsforum in der Stadt Sivas. Es gebe "keine entwickelte Nation in der Welt" ohne Kernwaffen.
[..]
https://www.sueddeutsche.de/politik/tuerkei...affen-1.4588933


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Schwabo Elite
Beitrag 5. Sep 2019, 20:25 | Beitrag #365
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Wir und die anderen Nationen Europas (außer F und UK) sind unentwickelt. sad.gif

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 6. Sep 2019, 15:30


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General Gauder
Beitrag 5. Sep 2019, 21:33 | Beitrag #366
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ZITAT(Schwabo Elite @ 5. Sep 2019, 21:25) *
Wir und die anderen Nationen Europas (außer F und UK) sind unentwickelt. sad.gif

Die Japaner auch eek.gif

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 6. Sep 2019, 15:29


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Scipio32
Beitrag 8. Sep 2019, 15:18 | Beitrag #367
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Super ein Atomares Wettrüsten. Das ist genau dass was wir jetzt brauchen....
 
goschi
Beitrag 8. Sep 2019, 16:01 | Beitrag #368
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Die Türkei hat schlicht kein geld übrig für ein Atomwaffenprogramm und potentiell auch nicht das Knowhow auf die schnelle.
Die Türkei hat ein Atomkraftwerk im Aufbau, Das AWK Akkuyu, das sich als Druckwasserreaktor nicht zur Anreicherung eignet und ansonsten ist nur ein alter, kleiner Forschungsreaktor bekannt, der sich dafür auch nicht eignet.
Türkische Universitäten hätten sich auch nicht hervorgetan mit ausgewiesener Forschung auf diesem Gebiet (mangels Anwendungsgebieten im eigenen Land), was bedeutet, man hat auch nicht das Personal um darauf zurückzugreifen und das knowhow schnell zu vergrössern. und da es bisher seitens der Türkei auch keinerlei Bestrebungen in diese Richtung gab, gibt es auch keine Vorarbeiten.

Kurz: das ist dummes Gewäsch und machistisches Auftreten des Möchtegern-Sultans, realistisch ist es aber nicht.
Und selbst WENN da auf einmal ganz viel Geld rein gesteckt würde, alleine bis die Anreicherungsinfrastruktur stehen würde, kann man von ~10 Jahren rechnen, danach nochmal ähnlich lange für den effektiven Waffenbau. Einher ginge das mit sofortigen extremen Sanktionen, die die industrie der Türkei massiv schädigen würden, mehr als das bisherige Verhalten Erdogans es vermochte.


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Merowinger
Beitrag 8. Sep 2019, 16:59 | Beitrag #369
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So einfach ist das nicht: Die Ambitionen sind schon länger da und im Prinzip auch bekannt.
ZITAT
German intelligence reported that as far back as May 2010, Prime Minister Erdogan had demanded to secretly start preparing for the construction of sites to enrich uranium. Accordingly, Turkey has started to produce Yellowcake, a chemically compressed uranium ore. [...]
To date, nothing is publicly known about a conversion plant in Turkey, yet according to the BND, Turkey is already in possession of enriched uranium originating from a former Soviet republic and smuggled via Kosovo and Bosnia and Herzegovina with the help of the Mafia. [...]
(centrifuges)... one of the last enigmas of the history of nuclear proliferation: the search for the “fourth customer” of A.Q. Khan

Laut Geheimdiensten besitzt die Türkei schon länger Zentrifugen. Unter diesem Blickwinkel muss man auch das ganze Trara um S-400, F-35, US Nuklearwaffen in Incirlik (aus Sicht der USA dort möglicherweise nicht sicher, daher abgezogen), sowie das auf den ersten Blick zivile Atomprogramm sehen. Bezeichnenderweise hat die Turkei keinen Rücknahme- und Wiederaufbereitungsvertrag mit Russland/Rosatom unterschrieben.

Es gibt ein gezieltes Ausbildungsprogramm für türkische Studenten in Russland, und darüber hinaus verliefen schon in der Vergangenheit viele der Proliferationsgeschäschfte um A. Q. Khan herum durch und über die Türkei. Teile des ambitionierten Raktenprogramms der Türkei schliesslich ergeben nur nuklearbestückt Sinn.

Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich ein bislang nicht nukleares NATO Mitglied wandelt und dabei Mitglied bleiben soll oder will, und ob man dann erklärter oder unerklärter Nuklearstaat wird. Ich halte es auch nicht für unmöglich wahrscheinlich dass man dort bereits jetzt eine "Grundbefähigung" der einen oder anderen Art bereits erreicht hat.
ZITAT
According to some sources, Israeli prime minister Netanyahu informed then Greek prime minister Papandreou on March 15, 2010 that Turkey could become a nuclear power any time it wanted to.


Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 8. Sep 2019, 17:30
 
Scipio32
Beitrag 9. Sep 2019, 10:07 | Beitrag #370
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Klinkt nicht gerade Beruhigend insbesondere deswegen, weil das mit Sicherheit weitere Kreise ziehen würde. Will man sich ernsthaft einen nuklear aufgerüstet Nahen Osten vorstellen?

Und was soll die Konsequenz daraus sein? Soll jetzt jedes Land der Welt inkl. aller EU-Staaten sich mit atomaren Waffen eindecken?
 
Schwabo Elite
Beitrag 9. Sep 2019, 10:46 | Beitrag #371
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ZITAT(goschi @ 8. Sep 2019, 17:01) *
Kurz: das ist dummes Gewäsch und machistisches Auftreten des Möchtegern-Sultans, realistisch ist es aber nicht.
Und selbst WENN da auf einmal ganz viel Geld rein gesteckt würde, alleine bis die Anreicherungsinfrastruktur stehen würde, kann man von ~10 Jahren rechnen, danach nochmal ähnlich lange für den effektiven Waffenbau. Einher ginge das mit sofortigen extremen Sanktionen, die die industrie der Türkei massiv schädigen würden, mehr als das bisherige Verhalten Erdogans es vermochte.
Alles richtig. Ich halte das für eine Pokerkarte im Spiel um die Dominanz im Nahen und Mittleren Osten sowie das F-35-Debakel mit den USA. Erdoğan scheint mir alles daransetzen zu wollen eine Drohkulisse gegen andere Mächte aufzubauen. Ich halte diese Strategie unglaublich dumm, aber es passt in sein Muster den Hasardeur zu geben.


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Schwabo Elite
Beitrag 9. Sep 2019, 11:15 | Beitrag #372
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ZITAT(Merowinger @ 8. Sep 2019, 17:59) *
So einfach ist das nicht: Die Ambitionen sind schon länger da und im Prinzip auch bekannt.

[...]

Es gibt ein gezieltes Ausbildungsprogramm für türkische Studenten in Russland, und darüber hinaus verliefen schon in der Vergangenheit viele der Proliferationsgeschäschfte um A. Q. Khan herum durch und über die Türkei. Teile des ambitionierten Raktenprogramms der Türkei schliesslich ergeben nur nuklearbestückt Sinn.
ZITAT
According to some sources, Israeli prime minister Netanyahu informed then Greek prime minister Papandreou on March 15, 2010 that Turkey could become a nuclear power any time it wanted to.



Klares "ja, aber". Erstmal ist der National Interest so eine Sache, die blasen Geschichten gerne etwas auf oder haben zumindest nichts dagegen, wenn Autoren das tun. Der Autor hier ist Hans Rühle, ein Kalter Krieger vom alten Schlage. Dagegen ist zunächst nichts einzuwenden, allein er hat eine - wie mir scheint - etwas konservative und das heißt hier "prozessgläubig technokratische" Sicht auf Rüstungsprogramme. Wenn in Rühles Deutschland der Achtziger der Regierungschef die nukleare Rüstung angeordnet hätte und es keine wirksamen außenpolitischen Gegner gegeben hätte, dann wäre so ein Rüstungsvorhaben vermutlich recht zügig über die Bühne gelaufen. Das ist bei der Türkei aber nicht so.

Erstmal ist die Türkei wissenschaftlich und wirtschaftlich überhaupt nicht da, wo sie sein müsste, um mir nichts, dir nichts ein Atomwaffenprogramm aus dem Boden zu stampfen. Ja, es gibt diese Abkommen mit Russland und ja, bei Pakistan lief es ähnlich, aber selbst wenn da alles glatt ginge - und Russland ist eben nicht der verlässliche Partner, der die UdSSR einmal war - müsste man die Studierenden erstmal in die wissenschaftliche Führungsebene bringen. Es müssten die nötigen Strukturen - Institute, Lehrstühle, Studiengänge - gegründet werden und alle nötigen Anlagen gebaut werden. Die Zentrifugen mögen in kleiner Zahl da sein, aber das ist auf dem Weg zur Atombombe halt nur der kleinste Schritt. Es braucht vor allem a) spaltbares Material, b) ein Waffendesign und c), und das können wir hier offenbar nicht oft genug schreiben, ein strategisches Konzept, wie Nuklearwaffen in die türkischen Streitkräfte integriert werden sollen. Was hilft es, wenn ein zivil-militärisches Joint-Venture irgendwann eine halbwegs moderne Atombombe designt hat und kein Trägersystem existiert, keine Kontrollinstanzen ausgewiesen sind und das Trägersystem wie in Nordkorea nur in kleiner, sehr verwundbarer Zahl mit knapper Reichweite verfügbar ist.

Bei Nuklearwaffen gibt es nur ein sinnvolles Prinzip, wie sie der Verteidigung dienen können: "Go big or go home!" Und das heißt sichere Zweitschlagskapazität, was wiederum Uboote mit ballistischen Raketen bedeutet. Der Gegner kann hier nur Iran, vielleicht noch Russland heißen. Alle anderen strategischen Kontrahenten sind keine territoriale Gefahr für die Türkei (Israel, USA, Saudi Arabien, Griechenland). Und gegen die beiden Nationen eine sichere Zweitschlagskapazität aufzubauen hieße konkret Uboote mit strategischen Nuklearwaffen im Mittelmeer zu positionieren, vielleicht auch im Schwarzen Meer. Beides sind keine idealen Orte für strategische Uboote, weil die Gewässer zu eng sind, auch wenn die Tiefe ausreichend ist.

Wie sähe dann in dem Fall die Erstschlagskapazität aus? Nun, entweder man belässt es bei Ubooten und hat dann theoretisch die Wahl zwischen einem Erstschlag oder einem Zweitschlag. Das ist aber de facto nur eine Zweitschlagskapazität mit der Hoffnung auf einen präventiven Erstschlag. Denn sobald der Erstschlag raus ist, steht man nackt da. Man hat dann also nichts gewonnen, außer einen nuklearen Schirm und das in der teuersten Variante, denn nichts ist teurer als nuklear bewaffnete Uboote, wenn es um Nuklearwaffen geht.

Alternativ baut man eine nukleare Kapazität an Land oder in der Luft auf, aber damit wird es nicht billiger. Im Gegenteil, man muss ja dann alles doppelt vorhalten: Nuklear befähigte Flugzeuge oder Raketen mit entsprechender Reichweite sind keine Kleinigkeit in der Entwicklung und nachdem man die F-35 nicht mehr bekommen wird, ist jedes Flugzeug, das nuklear bewaffnet werden kann eine Tontaube und vor allem ein Primärziel. Raketenstützpunkte haben ähnliche Probleme. Und es existieren weder das Know-how noch die Produktionsmittel in der Türkei, um nuklear bewaffnete Uboote und Raketen zu konstruieren. Das wäre also noch mal eine separate Baustelle, neben der Aufgabe die eigentliche Waffe zu konstruieren.

Insgesamt reden wir also von mehreren Großbaustellen und einem gigantischen finanziellen und gesellschaftlichen Kraftakt. Und all das müsste man gegen die Weltöffentlichkeit, eigene Verbündete und strategische Kontrahenten bewerkstelligen.

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 9. Sep 2019, 16:35


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Sapere Aude & Liber et Infractus
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xena
Beitrag 9. Sep 2019, 13:16 | Beitrag #373
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Israel und Pakistan kommen auch ohne Raketen auf U-Booten ganz gut zurecht. Die Zweitschlagsfähigkeit hat man sich in der Anfangsphase des KK dadurch erhalten, dass ständig Bomber in der Luft waren. Durch mobile Dislozierung kann man sich die Zweitschlagsfähigkeit auch bewahren. Nein SLBM-Boote sind nicht das allein selig machende.
 
400plus
Beitrag 9. Sep 2019, 13:25 | Beitrag #374
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Im Falle Israels ist es aber zumindest sehr wahrscheinlich, dass U-Boot-gestützten Marschflugkörper mit nuklearen Gefechtsköpfen vorhanden sind.

Aber klar, zu dogmatisch würde ich das mit den Zweitschlagsfähigkeiten auch nicht sehen- für mich klingt das Ganze eher nach innen als nach außen gerichtet. Erdogan will zum Club der Großen dazugehören und sich mal wieder als starker Macher gegen die anderentm präsentieren. Ob das dann strategisch sinnvoll ist, ist für ihn da wahrscheinlich zweitranging.

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 9. Sep 2019, 13:50
 
goschi
Beitrag 9. Sep 2019, 14:39 | Beitrag #375
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ZITAT(xena @ 9. Sep 2019, 14:16) *
Israel und Pakistan kommen auch ohne Raketen auf U-Booten ganz gut zurecht. Die Zweitschlagsfähigkeit hat man sich in der Anfangsphase des KK dadurch erhalten, dass ständig Bomber in der Luft waren. Durch mobile Dislozierung kann man sich die Zweitschlagsfähigkeit auch bewahren. Nein SLBM-Boote sind nicht das allein selig machende.

Pakistan hat Mittelstreckenraketen, die auch ihre Atomschlag-Kapazität bilden.
Israel hat nukleare Marschflugkörper als SLGM und eine hochkompetente Luftwaffe, die geübt ist im Eindringen in stark verteidigte Lufträume.

Beides Dinge, die die Türkei nicht hat, aber angesichts der Konkurrenzsituation braucht (Iran hat ein sehr aktives Mittelstrecken-Raketen-Programm und selbst Saudi-Arabien kann auf solche zurückgreifen)
Luftwaffenseitig fehlt der Türkei jegliche Deep-Strike-Kapazität, die Israel zB aufbieten kann (Materiell aber auch kompetenz-mässig).


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Schwabo Elite
Beitrag 9. Sep 2019, 16:45 | Beitrag #376
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ZITAT(xena @ 9. Sep 2019, 14:16) *
Nein SLBM-Boote sind nicht das allein selig machende.
Allein selig machend? Nein, sicher nicht. Aber Uboote genießen noch immer den ungeheuren technischen Vorteil, dass man für 3-5 Stück eine 24/7-Zweitschlagfähigkeit erhält, die praktisch nicht auszuschalten ist. Und wenn man sich anschickt diese Fähigkeit entkräften zu wollen, braucht es sehr dezidierte Spür- und Jagdsysteme (SSK/SSN-Uboote, ASW-Schiffe und -Flugzeuge), die als dauerhafte Präsenz in den - erst ausfindig zu machenden - Operationsgewässern eines strategischen Raketenubootes insgesamt nicht viel günstiger seind dürften als eine strategische Ubootflotte.

Und um Uboote als Zweitschlagswaffe (oder Erstschlagswaffe) zuverlässig auszuschalten, braucht es nicht nur die genannten Waffensysteme, sondern auch extrem gute strategische Aufklärungskapazitäten, ein gutes Maß Chutzpe und Glück. Denn man muss das Uboot nicht nur ausschalten, bevor der eigene Angriff entdeckt wird, sondern man muss dann auch noch den eigenen Angriff auf das Uboot mit dem eigenen Erstschlag abstimmen. Ein Angriff auf ein strategisches Uboot, der von der Gegenseite erkannt wird, würde zum sofortigen Gegenschlag durch landgestützte Mittel einladen: denn jeder Angriff auf Zweitschlagswaffen muss einen Erstschlag befürchten lassen. Und ein Schlag auf landgestützte Systeme würde den Zweitschlag der Ubootwaffe auslösen.

Da sich ein Uboot für einen Zweitschlag aber viel Zeit lassen kann, ist die Sache mindestenst heikel. Die USN hat daher versucht alle SSBN der UdSSR dauerhaft mit einem SSN zu beschatten. Solche Kapazitäten haben die Iraner, und zwar um Längen, nicht.

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 9. Sep 2019, 16:45


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xena
Beitrag 9. Sep 2019, 16:52 | Beitrag #377
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Pakistan hatte damals die Atombombe bevor es eine vernünftige Transportmöglichkeit hatte. Es geht erst mal um haben wollen, der Rest kommt dann wenn man es hat. Mit einer Atombombe ist man völlig unkontrollierbar weil man die Dinger auf jegliche Art einsetzen kann und der Schaden extrem groß ist. Das erzeugt erst einmal Furcht bei denen, die eine solche nicht haben. Genau darauf zielt ja das haben wollen ab. Bei Erdogan geht es doch gar nicht darum mit dem Ding jemanden speziellen zu drohen, sondern nur um eine solche zu haben und sie dann im Notfall von mir auch mit einem Kamikazeeinsatz zu platzieren. Die Türkei wäre erst einmal eine Bedrohung für den Frieden im Nahen Osten, wenn sie eine solche besitzen würde. Ich würde behaupten, dass die Türkei in gut 10 Jahren durchaus eine solche bauen kann, wenn sie wollen. Türken sind schließlich überall unterwegs, in allen möglichen Forschungs- und Bildungseinrichtungen, darunter sicherlich auch passende Disziplinen. Sie hätten es heute leichter als damals Pakistan, da die Türkei als NATO-Partner auch noch Zugriff auf alles mögliche mehr hat, als die Pakistanis. Wie in einem anderen Thread schon angesprochen, ist die Konstruktion einer Atombombe heute kein wirkliches Problem mehr, da die grundlegende Technik inzwischen allgemein bekannt ist und in der Physik auch weitere Grundlagen schon ihre Runden gezogen haben.

Allerdings glaube ich nicht, dass es dazu kommen wird, weil Erdogan einen immer schwierigeren Stand hat. Seine Tage sind gezählt.
 
Glorfindel
Beitrag 9. Sep 2019, 17:17 | Beitrag #378
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...die Türkei ist auch nicht Pakistan. Mit einer Atombombe würden sie aussenpolitisch massiven Flurschaden anrichten zumal sie damit gegen den Atomwaffenspervertrag verstossen würden.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Schwabo Elite
Beitrag 9. Sep 2019, 19:59 | Beitrag #379
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ZITAT(xena @ 9. Sep 2019, 17:52) *
  • [...] Es geht erst mal um haben wollen, der Rest kommt dann wenn man es hat. Mit einer Atombombe ist man völlig unkontrollierbar weil man die Dinger auf jegliche Art einsetzen kann und der Schaden extrem groß ist.
  • [...] Bei Erdogan geht es doch gar nicht darum mit dem Ding jemanden speziellen zu drohen, sondern nur um eine solche zu haben und sie dann im Notfall von mir auch mit einem Kamikazeeinsatz zu platzieren.
  • Die Türkei wäre erst einmal eine Bedrohung für den Frieden im Nahen Osten, wenn sie eine solche besitzen würde. I[...] Allerdings glaube ich nicht, dass es dazu kommen wird, weil Erdogan einen immer schwierigeren Stand hat. Seine Tage sind gezählt.

Oh großes Orakel, woher nimmst Du diese Weisheiten? confused.gif


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400plus
Beitrag 5. Nov 2019, 10:14 | Beitrag #380
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Die USA und Griechenland vertiefen ihre militärische Zusammenarbeit: Guardian- vielleicht schon ein Hinweis darauf, dass man die Präsenz in der Türkei zurückfahren wird?
 
Schwabo Elite
Beitrag 5. Nov 2019, 10:34 | Beitrag #381
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Jetzt noch Zypern in die NATO hieven, um den Einigungsprozess auf der Insel zu vollenden, und das östliche Mittelmeer ist deutlich sicherer als jemals zuvor. Zurzeit ist nämlich weder Zypern völlig geeint, d. h. in Teilen wird der Bevölkerung der Zugang zu den Vorzügen der EU verwährt, noch könnte die EU ihr Territorium dort verteidigen.

ZITAT
Mon, Apr 1, 2019

NATO membership for Cyprus. Yes, Cyprus.

New Atlanticist by Damon Wilson

https://www.atlanticcouncil.org/blogs/new-a...hip-for-cyprus/


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Beitrag 14. Dec 2019, 14:36 | Beitrag #382
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Der türkische Außenminister deutete an, dass man im Falle einer Umsetzung der anlässlich der S-400-Beschaffung angedrohten US-Sanktionen gegen die Türkei den Zugang der amerikanischen Streitkräfte zum Luftstützpunkt Incirlik und zur Radarstation Kürecik überdenken könnte.

Defence Blog


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Beitrag 2. Jul 2020, 09:27 | Beitrag #383
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Ein türkisches Schiffe hat möglicherweise sein Feuerleitradar auf eine französische Fregatte aufgeschaltet. Die NATO untersucht den Vorfall.

FAZ

Frankreich hat unterdessen seine Teilnahme an der Operation "Sea Guardian" ausgesetzt.
 
Merowinger
Beitrag 27. Jul 2020, 19:23 | Beitrag #384
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marineschepen.nl:
ZITAT
Gestern wurden die griechischen Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt, griechische Soldaten darüber informiert, dass ihr Urlaub zurückgezogen worden war. Griechische Marineschiffe fuhren in den südlichen und südöstlichen Teil der Ägäis. Türkische F-16 sollen früher an diesem Tag über Kastelorizo ​​geflogen sein. Griechischen Medien zufolge verließen zehn bis zwanzig türkische Marineschiffe den Hafen von Aksas.

Laut deutschen Medien kam es jedoch nicht zu einer Konfrontation, da es Bundeskanzlerin Angela Merkel gelang, beide Länder zu beruhigen. Die Türkei zog die Schiffe aus der Region zurück. Die Geschichte stammt ursprünglich aus der deutschen Zeitschrift Bild

Nach türkischer Lesart haben Inseln wie Kreta zwar Hoheitsgewässer, aber keine Ausschließliche Wirtschaftszone.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 27. Jul 2020, 19:26
 
Merowinger
Beitrag 7. Aug 2020, 19:51 | Beitrag #385
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Die Vereinbarung zur Verteidigungskooperation zwischen Zypern und Frankreich ist am 1. August in Kraft getreten. Es werden voraussichtlich französische Schiffe in Limassol einziehen um die EEZ (Gasfelder) zu schützen.

Unterdessen haben sich Griechenland und Ägypten auf ihre jeweiligen EEZ verständigt (mit Blick auf die Forderungen der Türkei).

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 7. Aug 2020, 21:55
 
Merowinger
Beitrag 9. Aug 2020, 11:46 | Beitrag #386
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Focus schreibt:
ZITAT
Von Kampfjets begleitet, ließ Erdogan bis zu 18 Kriegsschiffe auslaufen, um nahe der griechischen Insel Kastellorizo nach Erdgas suchen zu lassen. Griechenland antwortete mit der Mobilisierung seiner Flotte. Es fehlte nicht viel, und die Nato-Länder hätten aufeinander geschossen. Bundeskanzlerin Angela Merkel vermittelte. Doch erst als die US Navy einen Flugzeugträger ins östliche Mittelmeer schickte, zog Erdogan seine Schiffe zurück.
[...]

Hagia Sophia: Bewusst hatte Erdogan die Umwandlungsshow auf den Jahrestag des Lausanner Friedensvertrags von 1923 terminiert, mit dem Staatsgründer Atatürk die Grenzen des Landes nach dem Untergang des Osmanischen Reiches sicherte. Erdogan möchte das von den Ultranationalisten als „Zwangsjacke” bezeichnete Abkommen revidieren. Vor einer Expansion nach außen, soll das wohl bedeuten, macht das türkische Regime keinen Halt mehr.

In den nächsten Monaten breche eine Debatte über den Lausanner Vertrag aus, die den Nationalismus ankurbeln und die gesellschaftliche Polarisierung verschärfen werde, prognostiziert der Journalist Baydar. „Die Infragestellung dieses Vertrages und antiwestliche Kriegsrhetorik sollten die Welt alarmieren. Das ist ein radikaler Paradigmenwechsel des politischen Koordinatensystems der Türkei”, sagt er
[...]

Die Regierungsmehrheit im Parlament beschloss Mitte Juni, bis zu 30 000 Hilfspolizisten mit Schusswaffen auszurüsten. Von einer „paramilitärischen Privatmiliz” spricht die Opposition.

https://www.focus.de/politik/ausland/auslan...d_12268074.html

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: Gestern, 16:43
 
Merowinger
Beitrag Gestern, 16:41 | Beitrag #387
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marineschepen zeigt eine EWZ Karte aus türkischer Sicht:

ZITAT
"Die Verhandlungen brachen zusammen, als sich herausstellte, dass Griechenland mit Ägypten einverstanden war", sagte Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin in einem Interview, dass beide Länder in Berlin verhandeln, als sich herausstellte, dass Griechenland und Ägypten eine Einigung über die Grenze zwischen Ägypten erzielt hatten die griechische und ägyptische AWZ.
[...]
Twitter: "Turks got played by Greeks"
[...]
Nach Angaben des allgemein bekannten Defencereview.gr befinden sich derzeit 39 türkische Marineschiffe auf See. 12 Schiffe sollen sich in der Nähe der Oruç Reis befinden; 6 Korvetten und 6 Fregatten befinden sich in Schalen in der Nähe des Forschungsschiffs. Defencereview.gr sagt auch, dass sich mindestens ein U-Boot in der Nähe befindet.
[...]
Der griechische Fernsehsender Skai hat eine indikative Karte der Position der griechischen und türkischen Schiffe veröffentlicht. Die Karte zeigt, dass die türkischen Marineschiffe eine Linie von der türkischen Küste nach Süden zu bilden scheinen. Westlich davon liegen die griechischen Marineschiffe.
[...]
Zwei französische Rafale-Jäger der französischen Luftwaffe sollen in Zypern gesichtet worden sein. Das Flugzeug sollte von der Andreas Papandreou Air Base aus eingesetzt und von einem KC-130J-Tanker unterstützt werden und mit griechischen und zypriotischen Einheiten trainieren.
[...]
Flightradar zeigt, dass die griechische Luftwaffe ein Embraer E-145H AEW & C-Patrouillenflugzeug westlich des Seegebiets fliegt, über das sich die Türkei und Griechenland streiten.
[...]
Der Oruç Reis hat noch nicht mit der Bodenforschung begonnen. Laut griechischen Medien ist dies nicht möglich, da in der Nähe griechische Marineschiffe viel Lärm verursachen. Das Forschungsschiff hätte die Kabel bereits mit niedriger Geschwindigkeit verlegt, konnte aber noch nicht nach Öl oder Gas suchen.

Griechenland soll sämtlichen Soldaten den Urlaub gestrichen haben. Der EGV Berlin nördlich vom Geschehen beinahe mittendrin.


Demonstrativ massive Eskorte für das türkische Forschungsschiff.

SPON:
ZITAT
Eigentlich ist das Territorium der Türkei durch den Vertrag von Lausanne von 1923 festgelegt. Erdogan jedoch will die Aufteilung so nicht mehr hinnehmen. Er beanstandet, dass eine Insel wie Kastelorizo, die nur wenige Kilometer von der türkischen Küste entfernt liegt, Griechenland zugeschlagen wurde - und damit auch die umliegende Zone in der Ägäis. "Die Türkei will an ihre osmanische Vergangenheit anknüpfen", sagt der Athener Rechts- und Politikwissenschaftler Angelos Syrigos und zieht einen brisanten Vergleich: "Ein sunnitischer Iran entsteht unmittelbar an der Grenze zu Griechenland.

In Ankara ist die Sorge groß, bei der Verteilung der Rohstoffe übergangen zu werden. Bereits 2006 setzte ein türkischer Admiral, Cem Gürdeniz, das Konzept Mavi Vatan, "Blaues Vaterland", auf, das Ansprüche der Türkei auf Teile der Ägäis bis hin zur Insel Kreta anmeldet.

Die Türkei ist mit ihrer Haltung in der Region weitgehend isoliert. Während sich unter anderem Griechenland, Zypern, Ägypten, Israel und Italien zu einem Energieverbund zusammengeschlossen haben, dem East Mediterranean Gas Forum, hat Erdogan lediglich die libysche Einheitsregierung in Tripolis an seiner Seite."


Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: Gestern, 17:32
 
 
 

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