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> Neuigkeiten zum SPz Puma, ehemals "Igel"
Praetorian
Beitrag 11. Jan 2018, 15:42 | Beitrag #2401
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ZITAT(Stefan Kotsch @ 11. Jan 2018, 14:05) *
ZITAT
..Spike-LR im Fire-&-Forget-Modus hatte auch Probleme. Das per Glasfaserkabel übertragende Bild fing an zu wackeln.

"Fire" mit Glasfaserkabel? Das kann man doch "& Forget" vergessen? confused.gif

Spike-LR und -ER verfügen zusätzlich über eine Zweiwege-Glasfaserverbindung zwischen Starter und Flugkörper. Darüber ist die Übertragung des Suchkopfbildes aber auch die Übermittlung von Steuerbefehlen möglich. Rafael bezeichnet die darüber möglichen Betriebsarten als "Fire, Observe and Update" (eine erneute Aufschaltung auf ein Objekt im Sucherbild) und "Fire and Steer" (eine halbautomatische Betriebsart mit direkter Kontrolle über den Flugkörper). Dieser Datenlink und damit die Fähigkeit zum Abbruch des Bekämpfungsvorgangs war eine Kernforderung der Bundeswehr an MELLS - etwas, das bspw. Javelin ohne Anpassentwicklung nicht erfüllen konnte.

Welche Betriebsarten für Spike-LR zur Verfügung stehen, ist zumindest mir nicht hundertprozentig klar. Rafael selbst hat in den entsprechenden Informationsbroschüren zwei unterschiedliche Informationen veröffentlicht - nämlich sowohl dass "Fire & Steer" dem schwereren Spike-ER vorbehalten ist, während Spike-LR nur "Fire, Observe and Update" anbietet, als auch, dass schon Spike-LR beides unterstützt.


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PzBrig15
Beitrag 12. Jan 2018, 22:57 | Beitrag #2402
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Wieso haben andere Staaten das System schon seit Jahren an Ihren Pandur II verbaut und es treten bei der Bundeswehr Probleme auf ? Ich denke das die Tschechen keinen Schrott an Ihren Türmen montiert haben.
 
methos
Beitrag 14. Jan 2018, 15:42 | Beitrag #2403
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MELLS beim Puma ist eine "Goldrandlösung" und daher aufwendiger. Die meisten Spike-LR-Abschussvorrichtungen sind nicht gedämpft, daher können die LFKs nur kurzzeitig geladen sein; bei längerer Lagerung sorgen die Vibrationen von der Fahrt für Störungen in der Elektronik (Kabel lösen sich, Kontakte verschleißen, etc.). Die andere Startereinheiten sind idR. ungepanzert und unterstützen z.T. (soweit ich gehört habe) nicht alle Funktionalitäten des Flugkörpers.

Warum die Probleme beim Puma so auftreten... das weiß wahrscheinlich keiner, sonst hätte man vor der Eprobung was dagegen unternommen. Die tschechische Armee hat eine Waffenstation mit den Spike-LR-System angeschafft, wo die Integrationsarbeit schon im vorraus erfüllt war. Auch scheinen modernere Fire-&-Forget-LFKs größere Probleme mit der Zuverlässigkeit zu haben als simplere drahtgelenkte Systeme. Schon bei der ursprünglichen Erprobung des Spike-Flugkörpers gab es anfänglich Probleme mit der Treffleistung; ähnliche gab es auch bei Nutzerstaaten (anfänglich). Es kann sein, dass bessere Qualitätssicherung diese ausmerzt.

Der Beitrag wurde von methos bearbeitet: 14. Jan 2018, 15:44
 
PzArt
Beitrag 14. Jan 2018, 23:42 | Beitrag #2404
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Gibt es denn überhaupt bereits in der Nutzung befindliche Spike-Starter, welche außerhalb des Fahrzeuges angebracht, die voll gedämpft und geschützt sind, so dass die LFK permanent geladen sein können?

Ich kann mir schon vorstellen, dass genau dies hier das Problem darstellt und MELLS daher zur Goldrandlösung wird. Aber immerhin hat die Integration begonnen und ich bin recht zuversichtlich dass sie gelingt. Wenn es natürlich auch keine günstige Lösung darstellt. Die ist der Puma im Ganzen ja aber auch nicht.
 
PzArt
Beitrag 26. Jan 2018, 13:57 | Beitrag #2405
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Lesenswerter Bericht zur Lage um den Puma:

https://mobil.n-tv.de/politik/Puma-Aufruest...le20251868.html
 
MeckieMesser
Beitrag 26. Jan 2018, 17:04 | Beitrag #2406
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Was ist daran lesenswert?

- Upgrades sind lange bekannt.
- Den Zirkus mit den Funkgeräten betrifft die ganze Bundeswehr. Da hat die Beschaffung wieder völlig versagt.
- Wartungskosten kurz überschlagen: 600.000 im Jahr pro Fahrzeug. Für ein 40t Kettenfahrzeug

Wo ist der Skandal?

 
PzArt
Beitrag 26. Jan 2018, 17:37 | Beitrag #2407
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Ich redete nicht von einem Skandal. Aber der Voranschlag von einer halbe Milliarde Euronen für die Aufrüstung von lediglich 40 Fahrzegen finde ich schon bemerkenswert.

Weiterhin bleibt dann ja immer noch die Frage der Vollausstattung mit SPz Puma offen, genauso wie die notwendige Nachrüstung aller bisher bestellten Fahrzeuge.
 
Praetorian
Beitrag 26. Jan 2018, 18:44 | Beitrag #2408
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ZITAT(PzArt @ 26. Jan 2018, 17:37) *
Ich redete nicht von einem Skandal. Aber der Voranschlag von einer halbe Milliarde Euronen für die Aufrüstung von lediglich 40 Fahrzegen finde ich schon bemerkenswert.

In den 500 Millionen sind aber, neben der bekannten Aufwertung des Serienstands, Teilbeträge für die Einrüstung SVFuA/MoTaKo und Logistik eingerechnet. Die würden ohnehin fällig und wären in anderen (größeren) Haushaltsposten aufgegangen, von daher haben die 500 Millionen hauptsächlich reißerischen Wert ("500 Millionen Euro, nur um 40 brandneue SPz einsetzen zu können?! Skandal!").


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methos
Beitrag 5. Apr 2018, 14:50 | Beitrag #2409
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Laut einer Rheinmetall-Präsentation für Investoren verhandelt/diskutiert das Unternehmen (oder eher PSM) mit der Bundeswehr bezüglich einer Folgebestellung von etwa 250 Pumas (oder "under discussion" bezieht sich nur auf die Bundeswehr-interne Planung). Zudem sind 300-400 Boxer und 400 Fuchs (wohl Kampfwertsteigerungen) im Gespräch.



Der Beitrag wurde von methos bearbeitet: 5. Apr 2018, 14:51
 
PzArt
Beitrag 5. Apr 2018, 15:17 | Beitrag #2410
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Ich gehe davon aus, das das auf dem Hintergrund des Bühler-Papiers und der ja auch bisher nicht hinreichenden Beschaffung des Pumas für alle aktiven PzGrenBtl basiert. Boxer sind ja auch selbst für die aktuelle Struktur noch nicht genügend bestellt, bei den Füchsen steht potentiell auch eine Nutzungsdauerverlängerung oder gleich der Ersatz durch Boxer an.

Ich denke das ist eine Präsentation von RM, welche sich mit potentiellen zukünftigen Aufträgen beschäftigt. Ausgeschrieben oder bestellt ist da von der BW meines Wissens noch nichts.
 
Praetorian
Beitrag 5. Apr 2018, 15:23 | Beitrag #2411
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ZITAT(PzArt @ 5. Apr 2018, 16:17) *
Ich denke das ist eine Präsentation von RM, welche sich mit potentiellen zukünftigen Aufträgen beschäftigt. Ausgeschrieben oder bestellt ist da von der BW meines Wissens noch nichts.

Das steht doch da, wortwörtlich? mata.gif
"mid-to-long term potential"


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PzBrig15
Beitrag 6. Apr 2018, 20:57 | Beitrag #2412
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Sicherlich will man seitens der Hersteller auch Klarheit für Planungen haben bezüglich Aufbau von Mitarbeiterstämmen. Ebenso für die Langzeitbeschaffungen intern ( Maschinen , Produktionsverbünde ). Besonders weil man ja auch neue Kapazitäten in Australien und UK aufgrund der BOXER Bestellungen haben wird. Und da gilt es halt langfristig zu planen. Fakt ist ja das man zwischen 1989 und 2015 einfach zu wenig für die Verteidigung getan hat. Dies auch nur annähernd materiell auszugleichen geht nicht von heute auf morgen.
 
 
 

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