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> Kollision USS Fitzgerald vs. MS ACX Crystal, am 17. Juni 2017 vor Yokosuka
Father Christmas
Beitrag 17. Jun 2017, 08:30 | Beitrag #1
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Die USS Fitzgerald ist vor Japan mit einem philipinischen Frachter kollidiert:





http://www.sueddeutsche.de/politik/unfall-...chiff-1.3548858


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Für neuen Bildschirm, hier [ X ] Nagel einschlagen.

ZITAT(Wodka @ 28. Sep 2015, 12:38) *
Zur Kritik an der deutschen Justiz. Natürlich foltert die deutsche Justiz nicht, denn das würde bedeuten, dass ein Richter das Foltern anordnet. Damit verkennt der Fragesteller bereits die Gewaltenteilung in Deutschland. Für Folter ist nach der Gewaltenteilung die Exekutive zuständig.


#flapjackmafia
 
Schwabo Elite
Beitrag 17. Jun 2017, 10:42 | Beitrag #2
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Wie lange braucht man etwa, um sowas zu reparieren? Da ist ja die ganze Sensorik und Elektronik Steuerbord betroffen.


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MeckieMesser
Beitrag 17. Jun 2017, 10:49 | Beitrag #3
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Wenn es die Struktur verzogen hat, dürfte die Sensorik der kleinere Schmerz sein.
 
Grenadier
Beitrag 17. Jun 2017, 11:17 | Beitrag #4
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In der "Welt" steht "mehrere Schotten wurden geflutet" hmpf.gif

Sollten tatsächlich mehrere Abteilungen geflutet worden sein, scheinen die Schäden unterhalb der Wasserlinie auch erheblich zu sein. Damit könnte auch die eingeschränkte Beweglichkeit des Schiffes erklärt sein.

 
SailorGN
Beitrag 17. Jun 2017, 12:00 | Beitrag #5
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Frachter haben einen Wulstbug, der in so einer Situation wie ein Rammsporn wirkt. Da wird ja auch ordentlich gelenzt. Mehrere Abteilungen könnten betroffen sein, das Leck an sich wird aber nur 1-2 Abteilungen direkt betreffen... je nach dem wie der Verschlusszustand war und wie schnell die Besatzung reagiert hat, kann es zu Flutungen kommen. Viel schwerwiegender: Wie zum Teufel kann so eine Kollision passieren?? Da muss fast schon Vorsatz im Spiel gewesen sein, bei der Höhe der Schäden war das kein Fischer, den man mal eben übersieht^^


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schießmuskel
Beitrag 17. Jun 2017, 15:07 | Beitrag #6
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https://www.theguardian.com/us-news/2017/ju...hip-japan#img-2
Hier der Frachter

Der Beitrag wurde von schießmuskel bearbeitet: 17. Jun 2017, 15:08


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Heckenschütze
Beitrag 17. Jun 2017, 15:39 | Beitrag #7
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Video vom Einlaufen in Yokosuka. Scheint ordentlich Schlagseite zu haben.
 
Grenadier
Beitrag 17. Jun 2017, 15:56 | Beitrag #8
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@SailorGN:
Prinzipiell sollte der Seeverschlusszustand mindestens eingehalten worden sein. Vieles was ausgebildet wird, wird nicht unbedingt zwingend auch so umgesetzt, allein die Einhaltung des Überdrucks im Schiff ist häufiger schon ein Thema. Die Amis sind da aber eigentlich recht pingelig. Ergo dürfte der Bereich unter der Wasserlinie also relativ gut gesichert gewesen sein (in Form von ordnungsgemäß geschlossener Schotten). Aufgrund der Größe des Frachters dürfte es so sein wie du sagtest. Der Wulstbug des Frachters dürfte ein ziemlich großes Leck hinterlassen haben. Warten wir Bilder aus dem Trockendock ab...
Die Kollision soll ja nachts stattgefunden haben, da pennt min. die Hälfte der Besatzung, bis da jeder auf Gefechtsstation ist, dauert es nen Moment. Ergo verstreicht wertvolle Zeit bis die Erstmaßnahmen greifen können bzw. überhaupt durchgeführt werden. Komplett abgesoffene Abteilungen bekommt man so schnell nicht mehr gelenzt, dafür spricht auch die ziemlich üble Schlagseite nach Steuerbord.

Ziemlich üble Sache, sowohl die Schäden, als auch der Verlust von Menschenleben sad.gif

Der Beitrag wurde von Grenadier bearbeitet: 17. Jun 2017, 16:05
 
SailorGN
Beitrag 17. Jun 2017, 19:12 | Beitrag #9
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Leider konnte ich bei nem Ami noch nicht mitfahren, hatte bei 2 Besuchen im Hafen aber den Eindruck, dass die Sicherheit nach Aussen sehr heftig, intern aber eher erratisch war. Abhängig davon wie der jeweilige WO/Wachhabende Ronden lief und die Sailors anspitzte. Aber egal, bei der Frachtergröße und dem Wulstbug ist nix mehr mit Leckpfropfen... schon gar nicht, wenn mMn die Kollission in spitzem Winkel stattgefunden hat. Da können locker 2 oder auch 3 Abteilungen aufgerissen werden, dann hilft nur noch alle Mann raus und Deckel zu.


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xena
Beitrag 17. Jun 2017, 19:30 | Beitrag #10
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Nach dem Schadensbild des Frachters ist der ziemlich seitlich rein gerauscht. Fragt sich ob der Wulst tatsächlich daran beteiligt war. Aber selbst ohne, wird auf die tragende Struktur so viel Druck ausgeübt, dass dieser durchaus auch bis im Bereich unter Wasser wirken und zu Verformungen und zu Rissen führen kann.
 
Merowinger
Beitrag 18. Jun 2017, 00:14 | Beitrag #11
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Die 7 Vermißten kann ich mir nur mit unzugänglichen Abteilungen erklären. Getroffen wurden 2 Kammern, ein "machinery room" (Radarbetriebsraum vermutlich) und der Funkraum.

Der Gegner ACX Crystal soll kurz vorher eine scharfe Kursänderung durchgeführt haben. Passt zum Schadensbild, und um 2.30h morgens ist eine abrupte Kursänderung nicht sofort zu erkennen. Danach dürfte es ein Manöver des letzten Augenblicks durch den Zerstörer gegeben haben, daher der flache(re) Auftreffwinkel. Auf den ersten Blick liegt die Schuld nicht bei der USN (wg. Vorfahrt) - und ich kann mir gut vorstellen, dass nicht wenige still und leise auch einen Angriff in Betracht ziehen.

Zum Ort: "103 km south-west of Yokosuka" würde ungefähr knapp südlich von Shimoda bedeuten (Nachtrag: "12 miles off the Izu Peninsula")

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 18. Jun 2017, 00:33
 
kato
Beitrag 18. Jun 2017, 04:29 | Beitrag #12
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ZITAT(Merowinger @ 18. Jun 2017, 01:14) *
Auf den ersten Blick liegt die Schuld nicht bei der USN (wg. Vorfahrt)

Der Frachter fuhr zu Steuerbord des Zerstörers - der vor dem Frachter von Backbord nach Steuerbord kreuzte - und hatte damit Vorfahrt.

When two power-driven vessels are crossing so as to involve risk of collision, the vessel which has the other on her own starboard side shall keep out of the way and shall, if the circumstances of the case admit, avoid crossing ahead of the other vessel.

Die angebliche "scharfe" oder "kurz vorherige" Kursänderung der ACX Crystal basiert auf ziemlich schwachsinnigen Armchair-Analysen von AIS-Readouts. Der U-Turn im Track fand 25 Minuten und rund 8-9 km vor der Kollision statt. Die Kollision an sich ist ohne Zeitanzeige nicht aus dem AIS-Readout lesbar (ist eine minimale Kursabweichung nach Norden), der Frachter ist nämlich dann erst mal 15 Minuten weiter geradeaus gefahren bevor er erst praktisch zum Stillstand kam, dann eine 270°-Wende vollzog und schließlich nach Osten abbog um in Tokyo einzulaufen.
 
Grenadier
Beitrag 18. Jun 2017, 08:34 | Beitrag #13
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@Merowinger:
Ein so großes Schiff wie die Crystal führt keine "scharfen" Kursänderungen durch. Das Ding ist schwerfälliger als nen Bär im Winterschlaf (vgl. AIS-Daten).

Und selbst wenn, sowas sieht man auf dem Radar, ggf. auch Erkennbar für die Brückenwache, wenn die sich nicht auf den Autopiloten verlässt. Naja, Brückenwache gegen 02:00 Uhr nachts eben sad.gif

Die Vermissten könnten auch beim Aufprall direkt über Bord gegangen sein. Die niedrige Reling auf einem Kriegsschiff begünstigt das quasi noch, dazu der Stoß...

Edit zum x-ten:
NBC schreibt zu den beschädigten Räumen "berthing compartment" die Platz für 116 Seeleute bieten. Ergo dürfte es sich um Wohndecks handeln. Ausgehend von der Uhrzeit der Kollision hatte man dann wohl Glück im Unglück.
http://www.nbcnews.com/news/us-news/bodies...r-after-n773721
Außerdem wird von einem großen Riss in der Nähe des Kiels gesprochen.

Der Beitrag wurde von Grenadier bearbeitet: 18. Jun 2017, 08:47
 
400plus
Beitrag 18. Jun 2017, 08:36 | Beitrag #14
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Die sieben Vermissten wurden inzwischen leider tot im beschädigten Raum des Schiffes gefunden.
 
goschi
Beitrag 18. Jun 2017, 08:40 | Beitrag #15
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Offenbar wurden die Vermissten in den gefluteten Abteilungen tot aufgefunden
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/un...n-15065981.html


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
MeckieMesser
Beitrag 18. Jun 2017, 08:46 | Beitrag #16
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Auf Wikipedia gibt sich jemand mit der Kollision richtig Mühe:
https://de.wikipedia.org/wiki/USS_Fitzgerald_(DDG-62)

Kurz und auf den Punkt. Mitunter aktueller wie die deutsche Presse. Hut ab!
 
SailorGN
Beitrag 18. Jun 2017, 10:23 | Beitrag #17
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Die niedrige Geschwindigkeit macht bei so einem Schadensbild, vor allem unter der Wasserlinie Sinn... Bloss nicht noch Staudruck auf die Struktur bringen.

Für mich sieht es so aus, als ist der Frachter mit einem Winkel von weniger als 45° bei gleichlaufender Bewegung reingefahren... was bei der Geschwindigkeit von besagten knapp 15 kn doch arg verwunderlich ist. Denn dabei müsste der DDG nochmal langsamer gewesen sein confused.gif Gleichzeitig kann so ein Frachter einen Zerstörer nicht "austanzen", solange dort die Brückencrew plus OPZ/CIC nicht total pennt.


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Grenadier
Beitrag 18. Jun 2017, 10:58 | Beitrag #18
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Möglich das die Fitzgerald vor der Kollision sehr langsam (5-8 Kn)unterwegs war, ist nicht besonders ungewöhnlich sofern man ohne konkretes Ziel unterwegs ist. Erklärt aber evtl. auch warum keine großartigen Manöver, selbst für ein normal recht schnelles und bewegliches Schiff wie eine Burke, mehr möglich waren.

Wo gepennt wurde, wird wohl ein Untersuchungsbericht ergeben. Unter den ausgeflogenen Verletzten ist übrigens auch der Kommandant der Fitzgerald.

Der Beitrag wurde von Grenadier bearbeitet: 18. Jun 2017, 11:04
 
Merowinger
Beitrag 18. Jun 2017, 13:22 | Beitrag #19
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Laut ARD wurde im Crash die Kommandantenkammer zerlegt, daher die Kopfverletzung. Kommunikation war danach nur noch per Satellitentelefon möglich, da es ebenso den Funkraum traf.
@kato: Ja, aber Vorfahrt hat nur wer den Kurs hält und nicht ändert. Wir werden auf den Havariebericht warten müssen.

Hier gibt es ein Bild vom track, mit zweifacher Richtungsänderung um 180 Grad.

In dem dicht befahrenen Gebiet war Fitzgerald ohne AIS unterwegs?

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 18. Jun 2017, 13:40
 
General Gauder
Beitrag 18. Jun 2017, 13:33 | Beitrag #20
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ZITAT(Merowinger @ 18. Jun 2017, 14:22) *
Laut ARD wurde im Crash die Kommandantenkammer zerlegt, daher die Kopfverletzung. Kommunikation war danach nur noch per Satellitentelefon möglich, da es ebenso den Funkraum traf.
@kato: Ja, aber Vorfahrt hat nur wer den Kurs hält und nicht ändert. Wir werden auf den Havariebericht warten müssen.

Also hat der Kapitän gerade geschlafen?


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Grenadier
Beitrag 18. Jun 2017, 13:40 | Beitrag #21
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Auch das ist nachts nicht ungewöhnlich. Dafür hat er seine Brücken WOs.
Der Kommandant befindet sich auch tagsüber auf See nicht nur auf der Brücke. Er schaut mehrmals am Tag vorbei und bleibt unter Umständen 1-2 Stunden, dabei überprüft er das Wachmeldebuch oder unterhält sich schlicht mit seinen Leuten. Nachts kommt er gelegentlich zum Rauchen vorbei (sofern er Raucher ist). Die restliche Zeit ist er entweder auf Kammer oder in der OPZ. Bei An- und Ablegern ist er auf der Brücke. So kenne ich das jedenfalls.

Der Kurs der Crystal sieht tatsächlich äußerst eigenartig aus.

Der Beitrag wurde von Grenadier bearbeitet: 18. Jun 2017, 13:43
 
General Gauder
Beitrag 18. Jun 2017, 13:57 | Beitrag #22
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ZITAT(Grenadier @ 18. Jun 2017, 14:40) *
Auch das ist nachts nicht ungewöhnlich. Dafür hat er seine Brücken WOs.
Der Kommandant befindet sich auch tagsüber auf See nicht nur auf der Brücke. Er schaut mehrmals am Tag vorbei und bleibt unter Umständen 1-2 Stunden, dabei überprüft er das Wachmeldebuch oder unterhält sich schlicht mit seinen Leuten. Nachts kommt er gelegentlich zum Rauchen vorbei (sofern er Raucher ist). Die restliche Zeit ist er entweder auf Kammer oder in der OPZ. Bei An- und Ablegern ist er auf der Brücke. So kenne ich das jedenfalls.

Der Kurs der Crystal sieht tatsächlich äußerst eigenartig aus.

Das ist mir schon klar, ich meinte eher das man ihm dann keinen Vorwurf machen kann.


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Merowinger
Beitrag 18. Jun 2017, 14:19 | Beitrag #23
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ZITAT(Grenadier @ 18. Jun 2017, 14:40) *
Der Kurs der Crystal sieht tatsächlich äußerst eigenartig aus.

Wenn ich das richtig interpretiert habe, dann macht die Crystal zuerst einen U-turn, und kurz/direkt vor dem zweiten U-Turn liegt der Ort des Zusammenstosses. Danach entfernt sie sich, sie soll auch manövrierunfähig gewesen sein.

Über den Kurs der Fitzgerald wissen wir nichts.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 18. Jun 2017, 14:21
 
Grenadier
Beitrag 18. Jun 2017, 14:21 | Beitrag #24
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@General Gauder:
Naja, die Verantwortung trägt er am Ende schon. Die Ausbildung der Brücken WOs hat er zu überwachen.

Wer sich wofür am ende zu verantworten hat, wird wohl noch geklärt werden. Derzeit ist zu wenig bekannt um dazu etwas zu sagen.

Der Beitrag wurde von Grenadier bearbeitet: 18. Jun 2017, 14:25
 
kato
Beitrag 18. Jun 2017, 14:28 | Beitrag #25
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ZITAT(Merowinger @ 18. Jun 2017, 14:22) *
Hier gibt es ein Bild vom track, mit zweifacher Richtungsänderung um 180 Grad.

Einmal 180 Grad, dann Kollision (etwas westlich der 17:26 UTC Marke - das ist 2:26 Uhr Ortszeit). Dann ein - für ein Schiff der Art und Größe - recht schneller Stop (17:45 UTC) und anschließend die 270 Grad links, ein Kurzer Schwenk Richtung Havariegeschehen (18:05 UTC) bevor man sichs anders überlegt (18:20 UTC), darauf etwas nach Norden und dann 90 Grad nach Osten (18:45 UTC) um mit >5 km Abstand dran vorbeizusegeln.
Der ursprüngliche U-Turn erfolgte zwischen 16:55 und 17:05 UTC.

Der Track findet sich auf Youtube mit zeitlich besser aufgelösten Positionsdaten. Die Zeitangaben bei MarineTracker findet sich im blauen Feld unten noch gut lesbar.

Was seltsam aussieht im Track ist allerdings die 90-Grad-Kurve nach Süden um 16:30 UTC, mit der das ganze losging. Für mich sieht das spontan nach Abschalten Autopilot und Ausweichmanöver aus.

ZITAT(Merowinger @ 18. Jun 2017, 14:22) *
In dem dicht befahrenen Gebiet war Fitzgerald ohne AIS unterwegs?

Dafür hat man ein Navigationsradar. Dass die USN ohne AIS rumfährt ist normal, dass sie auch in dicht befahrenen Gewässern sich immer mal wieder nicht an Standardrouten hält ebenso.
 
Merowinger
Beitrag 18. Jun 2017, 14:34 | Beitrag #26
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Abschaltung von AIS im dichten Verkehr erhöht ganz ohne Zweifel die eigene Verantwortung, und gereicht der Crew der Fitzgerald jetzt nicht zum Vorteil. Wenn man dann vielleicht sogar noch abgedunkelt gefahren ist ...

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 18. Jun 2017, 14:35
 
wiesel
Beitrag 18. Jun 2017, 17:33 | Beitrag #27
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Scheint ziemlich stabil zu sein der Frachter, mit seinen paar Schrammen.
Hätte der Frachter es abgesehen das US-Schiff zum Sinken zu bringen hätte er es wohl geschafft.
Das ist ja wie SUV gegen Smart.
 
kato
Beitrag 18. Jun 2017, 18:35 | Beitrag #28
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ZITAT(wiesel @ 18. Jun 2017, 18:33) *
Scheint ziemlich stabil zu sein der Frachter, mit seinen paar Schrammen.

Wenn man die Schrammen der ACX Crystal genauer anschaut sind da durchaus entlang der "Schnittkante" (Kante zwischen Deck und Aufbauten der Fitzgerald) jetzt Löcher im Metall - von drei Meter Länge und einem halben Meter Höhe.

Interessant ist, dass sich die Ladung kein Stück verschoben zu haben scheint. Dürfte auf eine recht niedrige Relativgeschwindigkeit beim Aufprall hinweisen.
 
xena
Beitrag 18. Jun 2017, 18:41 | Beitrag #29
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...bzw eine Mannschaft die die Ladung vorbildhaft sichert.
 
KSK
Beitrag 18. Jun 2017, 20:27 | Beitrag #30
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Der Frachter bringt rund die fünffache Masse mit, da ist das im Grunde nur eine Frage der Physik wink.gif


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
 
 

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