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> "Russia Today" - Nachrichten aus Russland, Ehemals "Die Wirtschaft Russlands"
PilotPirx
Beitrag 16. May 2018, 14:26 | Beitrag #3121
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Was wird denn da genau verhindert?
 
Glorfindel
Beitrag 16. May 2018, 14:32 | Beitrag #3122
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Die Durchfahrt von Schiffen ins und aus dem asowsche Meer mit Tiefgang von mehr als 8 Meter oder von Schiffen, welche mehr als 33 Meter aus dem Wasser ragen, ist nicht mehr möglich.

Der Beitrag wurde von Glorfindel bearbeitet: 16. May 2018, 14:44


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kustvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
SailorGN
Beitrag 16. May 2018, 15:08 | Beitrag #3123
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Für Rostov am Don/Asow als Umschlagplatz für Binnen- und Seeschifffahrt trifft es die Russen eigentlich genauso. Gerade hinsichtlich der Pläne zum 2. Wolga-Don-Kanal/Eurasischen Kanal ist dieses Nadelöhr kontraproduktiv.
Edit: Schon für Panamax-Schiffe ist das Wasser zu flach.

Der Beitrag wurde von SailorGN bearbeitet: 16. May 2018, 15:17


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Kameratt
Beitrag 16. May 2018, 15:45 | Beitrag #3124
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Mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von nur 7,5 m hat das Asowsche Meer in dem Sinne keinen einzigen Tiefwasserhafen und ein zulässiger Tiefgang von 8 Metern ist deshalb keine Einschränkung.

Passend dazu:
ZITAT
[...]

Doch für Probleme sorgt bei Weitem nicht nur die neue Brücke. Kürzlich musste der Leiter des Hafens von Mariupol sogar den zulässigen Tiefgang der Schiffe von acht auf sieben Meter senken, weil sich wegen mangelnder Wartungsarbeiten Schlamm im Hafenbecken abgesetzt hat. Der nun erlaubte Tiefgang liegt derzeit noch unter den von Russland erlaubten Grenzwerten.

https://owc.de/2018/02/20/sorgen-wegen-russ...s-krim-bruecke/
 
SailorGN
Beitrag 16. May 2018, 16:05 | Beitrag #3125
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Natürlich, aber von der Straße von Kertsch an wird es tiefer. Die Straße selbst ist relativ kurz und liesse sich ausbaggern. Darüber hinaus weiss ich jetzt aus der Kalten nicht, inwiefern Flussschiffe aus dem Don das Asowsche Meer bis zu einem (fiktiven) Umschlaghafen am/im Schwarzen Meer (vieleicht Noworossisk) passieren können (Wellenhöhe, Strom, Stürme). Ohne Umschlagplatz für Seeschiffe hätten alle Pläne für einen Ausbau der Binnenschifffahrt rein regionale Bedeutung...


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PilotPirx
Beitrag 17. May 2018, 06:15 | Beitrag #3126
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Schon vor mehr als 20 Jahren beschaffte sich der deutsche Auslandsgeheimdienst eine Nowitschok-Probe.
 
Stefan Kotsch
Beitrag 17. May 2018, 08:30 | Beitrag #3127
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ZITAT(PilotPirx @ 16. May 2018, 07:15) *

Dann wissen wir jetzt warum man sich bei den Untersuchungen nach dem Anschlag so sicher war dass es original sowjetischer Kampfstoff war. Weil eine Original-Referenzprobe existierte. Jeder Hersteller hat seinen individuellen "Fingerabdruck".
 
Schwabo Elite
Beitrag 17. May 2018, 09:01 | Beitrag #3128
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Oh wow, das ist selbst für den Spiegel reißerisch geschrieben. Und in gewohnter Weise ungenau, undifferenziert und wirklich, wirklich schlecht aus den Recherchen von SZ und Zeit sowie NDR und WDR zusammgeschrieben. Hier wäre es wirklich angebracht gewesen auf die Erstberichte eben dieser Häuser hinzuweisen:

http://www.sueddeutsche.de/politik/geheimd...ahren-1.3982539
https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-05...engift-russland
https://www.ndr.de/info/Fall-Skripal-Auch-d...udio406980.html

Auf Basis der Recherchen:
https://www.tagesschau.de/inland/skripal-no...ok-bnd-101.html
http://www.dw.com/en/skripal-poisoning-ger...990s/a-43818626

Was dann nämlich übrig bleibt ist, was wir alle schon wussten: In den 1990ern gab es Überläufer, bzw. russische Informanten aus dem (Dunst-)Kreise ehemaliger sowjetischer Chemiewaffenprogramme. Diese enthüllten, dass die UdSSR neue Kampfstoffe entwickelt hatte, um die gültigen Chemiewaffenkonventionen zu umgehen und potentere Stoffe vorrätig zu haben. Von diesen Informanten erfuhr der Westen nach und nach von den Stoffen und konnte sie analysieren und zu experimentellen Zwecken im Mikrogrammbereich synthetisieren. Dies geschah unter anderem in dem neuen Forschungszentrum in Tschechien; eingerichtet ab 1998, also just vor dem NATO-Beitritt und nach den ersten Enthüllungen. Dort waren aus Zeiten des Warschauer Paktes auch ausreichend Experten noch vorhanden.

Das einzig brisante an der Story ist, so lesen sich auch die Artikel der seriösen Häuser, der Umgang der Regierung Kohl damit. Offenbar hatte man Bedenken, ob die Proben nach Deutschland verbracht werden sollten (oder dürften) und führte daher vermutlich in nicht rechtskonformer Weise (keine) Akten. Große Sorge hatte man damals aber vor allem hinsichtlich der Frage, ob das sowjetische, bzw. russische Militär der zivilen Führung Folge leistete beim Stopp der Waffenforschung: "In der Bundesregierung war man unsicher, ob der militärische Apparat ohne Wissen der politischen Führung weiter an der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen arbeitete." [Aus dem Artikel der SZ].

Dass der Spiegel das als brisante Wendung im Fall Skripal ausweist, zeigt nur wieder wie verkommen die journalistischen Grundkompetenzen dieses Blattes sind. Was haben die denn gedacht, woher westliches Wissen über die Nowitschok-Gruppe von C-Waffen kam, wenn nicht von Überläufern? Vom Moskauer Archiv für Geheimdienstgeheimnisse? Ein Blick auf Wikipedia hätte gereicht.


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"He uses statistics as a drunken man uses lamp-posts... for support rather than illumination." –- Andrew Lang (1844-1912)
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Beitrag 17. May 2018, 09:07 | Beitrag #3129
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ZITAT(Stefan Kotsch @ 17. May 2018, 09:30) *
ZITAT(PilotPirx @ 16. May 2018, 07:15) *

Dann wissen wir jetzt warum man sich bei den Untersuchungen nach dem Anschlag so sicher war dass es original sowjetischer Kampfstoff war. Weil eine Original-Referenzprobe existierte. Jeder Hersteller hat seinen individuellen "Fingerabdruck".


Und anders als SPON das darstellt, ist das eben keine gute Neuigkeit für Russland, sondern es untermauert, was die Briten von Anfang gesagt haben: Die Probe ist eindeutig zuzuordnen.


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Beitrag 17. May 2018, 09:38 | Beitrag #3130
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Ich empfehle in diesem Zusammenhang auch diesen detaillierten Artikel der niederländischen Tageszeitung NRC Handelsblad vom März diesen Jahres:

ZITAT
‘Unknown’ newcomer novichok was long known
Russian poison gas

The attack on double agent Skripal made an unknown Russian nerve agent instantly famous. But it has been known to the security services since the nineties. Public knowledge was vigorously suppressed all this time.

Karel Knip
21 maart 2018


https://www.nrc.nl/nieuws/2018/03/21/unknow...-known-a1596490


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Beitrag 17. May 2018, 10:48 | Beitrag #3131
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Naja, ob man das so stehen lassen kann: "Public knowledge was vigorously suppressed all this time." Das Internet hat dazu stets verlässliches Grundwissen bereitsgestellt, das auch heute wohl noch weitreichender war als das Allgemeinwissen.


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PilotPirx
Beitrag 17. May 2018, 10:58 | Beitrag #3132
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ZITAT(Schwabo Elite @ 17. May 2018, 10:07) *
...
Und anders als SPON das darstellt, ist das eben keine gute Neuigkeit für Russland, sondern es untermauert, was die Briten von Anfang gesagt haben: Die Probe ist eindeutig zuzuordnen.

begründe das doch mal
Inwiefern ist die Probe eindeutig zuzuordnen?

 
Schwabo Elite
Beitrag 17. May 2018, 12:06 | Beitrag #3133
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ZITAT(Stefan Kotsch @ 17. May 2018, 09:30) *
ZITAT(PilotPirx @ 16. May 2018, 07:15) *

Dann wissen wir jetzt warum man sich bei den Untersuchungen nach dem Anschlag so sicher war dass es original sowjetischer Kampfstoff war. Weil eine Original-Referenzprobe existierte. Jeder Hersteller hat seinen individuellen "Fingerabdruck".


wink.gif


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PilotPirx
Beitrag 17. May 2018, 12:36 | Beitrag #3134
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Wir schreiben heute das Jahr 2018 und nicht die Neunziger, außerdem ist mir nicht bekannt, daß ein iwie gearteter "Fingerabdruck" bestätigt und negiert wurde. Die Probe ist also nicht eindeutig zuzuordnen.
 
xena
Beitrag 17. May 2018, 13:44 | Beitrag #3135
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Ich dachte man habe keine Originalproben, sondern nur das synthetisierte, nachgemachte Zeug aus Tschechien. Um einen Fingerprint zu haben, muss man das Original haben. Ja was'n nu?

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 17. May 2018, 13:45


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Beitrag 17. May 2018, 14:32 | Beitrag #3136
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Die Recherchen von SZ & Co. zeigen, dass es durch den BND eine Originalprobe gab und die Synthetisierung in Tschechien für Untersuchungen vorgenommen wurde. Ich könnte mir vorstellen, dass die Tschechen Daten nutzen konnten, die BND, alliierte Geheimdienste und möglicherweise das schwedische Labor gewonnen hatten. Dann versuchte man eben Theorie in Praxis zu überführen und war erfolgreich.

Aber das reverse engineered Nowitschok wird definitiv molekular abweichen von dem russischen Produkt. Es sei denn man möchte annehmen (und könnte belegen), dass die Tschechen identische Laborgeräte, -aufbauten und Grundsubstanzen wie die Russen nutzen. Das ist aber ziemlich abwegig anzunehmen. Man kann daher von einem eindeutigen Fingerabdruck der russischen Probe sprechen.


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SailorGN
Beitrag 18. May 2018, 16:30 | Beitrag #3137
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DLF: Interview mit dem AfD-MdB Hampel zu den deutsch-russischen Beziehungen


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Crazy Butcher
Beitrag 18. May 2018, 19:33 | Beitrag #3138
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ZITAT(Schwabo Elite @ 17. May 2018, 15:32) *
Man kann daher von einem eindeutigen Fingerabdruck der russischen Probe sprechen.

...welchen man aber offensichtlich immer noch nicht mit dem Skripal-Fall in Verbindung bringen kann.


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Karl mags
Beitrag 18. May 2018, 23:38 | Beitrag #3139
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Wovon schreibt ihr hier? Eine Substanz hat keinen "Fingerprint", der "Fingerprint" sind die Verunreinigungen. Damit das mal klargestellt ist! Es gibt Substanzen die so hochrein sind, dass man Schwierigkeiten hat überhaupt Verunreinigungen nachzuweisen, bzw. wenn diese Substanz selber nur in Spuren nachgewiesen werden kann dann ist es absolut unmöglich die Verunreinigungen zu identifizieren. Dieser sogenannte eindeutige "Fingerprint" resultiert aus der technischen Herstellung eines Produktes, den eingesetzten Edukten, den verwendeten Reaktionsgefäßen/Geräten und natürlich kleinen "traditionellen" Abweichungen des Betriebes von der Synthesevorschrift. Bei der technischen Herstellung sind Verunreinigungen bis zu einem gewissen Grad ok und stören auch nicht weiter, Ausnahme ist die Pharmabranche in der Substanzen natürlich hochrein vorliegen sollten/müssen. Es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen einer Synthese im Labormaßstab und der industriellen Produktion.

Jetzt zur Substanz A234 im Fall Skripal... diese ist laut OPCW Bericht hochrein gewesen, also nix "russischer Fingerabdruck".

Der Beitrag wurde von Karl mags bearbeitet: 18. May 2018, 23:53
 
Karl mags
Beitrag 18. May 2018, 23:49 | Beitrag #3140
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ZITAT(Stefan Kotsch @ 17. May 2018, 09:30) *
ZITAT(PilotPirx @ 16. May 2018, 07:15) *

Dann wissen wir jetzt warum man sich bei den Untersuchungen nach dem Anschlag so sicher war dass es original sowjetischer Kampfstoff war. Weil eine Original-Referenzprobe existierte. Jeder Hersteller hat seinen individuellen "Fingerabdruck".

Wie ich schon geschrieben habe, laut dem Bericht der OPCW ist der verwendete Stoff A-234 hochrein gewesen, was schon sonderbar ist für einen im technischen Maßstab hergestellten Kampfstoff. Kann aber auch sein, dass man A-234 selber nur in Spuren nachweisen konnte, so dass die Verunreinigungen die den "Fingerprint" ausmachen unmöglich nachzuweisen sind.

Man braucht keine "Originalprobe", wenn die Strukturformel bekannt ist, dann ist der Stoff auch nachweisbar, so einfach. Originalprobe ist nützlich für den "Fingerprint", doch wer stellt die Originalprobe und ist sie dann auch wirklich echt? Solange keine unabhängige Organisation eine Probe hat kann man es vergessen, denn der eine Geheimdienst lügt mindestens so stark wie der andere.

Nach dem Anschlag war man sich gar nicht sicher das es ein "original sowjetischer Kampfstoff" war. Man wusste nur das Zeug wurde dort entwickelt, also konnten es nur die "bösen Russen" gewesen sein, bzw. Putin hat höchstpersönlich den Auftrag dazu gegeben...das habe ich mir nicht ausgedacht, das war die Argumentation in den Medien, bzw. die Aussage des brit. Außenministers. facepalmfji3.gif Man hat dabei auch schön und passend ausgeblendet das es in Russland schon mal einen Mordanschlag mit Nowitschok gab und der Chemiker der die Substanz auf dem Schwarzmarkt vertickert hat auch verknackt wurde.

Der Beitrag wurde von Karl mags bearbeitet: 18. May 2018, 23:56
 
xena
Beitrag 19. May 2018, 04:26 | Beitrag #3141
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ZITAT(SailorGN @ 18. May 2018, 15:30) *

Nett, dass er einen AfDler so in die Enge treibt. Aber nichtsdestotrotz ist das eine schlechte Art eines Journalisten. Es sind Fragen, die bewusst ein falsches Bild abgeben sollen. Einen solchen Journalismus will ich nicht.


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SailorGN
Beitrag 19. May 2018, 12:39 | Beitrag #3142
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@xena: Dann lies ihn nicht! Ich finde es gut, weil deutlich wird, wie ideologisch verbrämt diese AfDer sind... Denn er weiss genau, welcher Mist in Syrien läuft, kommt aber trotzdem immer noch mit "What about USrael". Ausserdem sind die AfDer auch keine Kinder von Traurigkeit im Umgang mit Journalisten oder politischen Gegnern, also sollen sie den sauren Wein kosten, den sie anderen einschenken.

@Karl: Was denn nun? Entweder kein Fingerprint oder auf dem Schwarzmarkt verticktes Gift? "Hochrein" kann alles bedeuten, ohne das man die zugrundeliegende Definition davon weiss ist der Ausschluss von Fingerprints nicht möglich. Auch eine "hochreine" Substanz kann "Fingerprints" enthalten, die heutige Analysetechnik machts möglich. Wenn "dem Westen" in den 90iger Jahren Proben sowohl der "fertigen" Substanz wie auch vor allem der Binärkomponenten zugegangen sind, dann ist das Finden des Fingerprints sehr wahrscheinlich... zumindest für jene "Familienmitglieder" aus den Proben/Komponenten. Damit ist eine Zuordnung zu einer wahrscheinlichen Quelle möglich. Wie der Stoff aus russischen Laboratorien/Arsenalen nach London kam wäre dann die nächste. Selbstverständlich kann es sein, das Spuren/Proben auch auf dem Schwarzmarkt gelandet sind, insbesondere im Russland der 90iger... aber wie sollten diese nun ausgerechnet nach London und gegen einen in Russland verurteilten Spion zum Einsatz kommen? Dafür gibt es keinen Präzedenzfall (für die OK bspw. ist ne Patrone 7,62x54R deutlich einfacher, billiger und vor allem weniger auffällig). Es gibt aber mind. einen Präzedenzfall in der jüngeren Vergangenheit über einen Mord mit sehr exotischer Tatwaffe. Geht man etwas weiter findet man div. versuchte und erfolgreiche Giftmorde in der Geschichte russisch/sowjetischer Geheimdienste, bevorzugt auch gegen "Verräter". Da fällt Ockham leicht...


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Parsifal
Beitrag Gestern, 09:47 | Beitrag #3143
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Dass Ockham leicht fällt ist natürlich ein bestechender Hinweis, der geradewegs zum Ziel führt. 🤔


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SailorGN
Beitrag Gestern, 10:48 | Beitrag #3144
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Nein. Ockham ist ein Hilfsmittel. Es heisst nicht, das damit alles bewiesen ist, sondern hilft bei der Gewichtung. Natürlich kann jederzeit herauskommen, dass die Reptiloiden von Nbiru Skripal mit von Einhörnern gepupsten Feenstaub vergiftet haben... bei der derzeitigen Faktenlage ist dies aber unwahrscheinlich.


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Parsifal
Beitrag Gestern, 13:39 | Beitrag #3145
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Es geht also nach Wahrscheinlichkeiten... Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für irgendwas in dieser Skripalstory? Hast du ne Liste oder gibst du hier auch nur deinen Bauchgefühlen einen Raum?


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Kameratt
Beitrag Gestern, 16:38 | Beitrag #3146
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ZITAT(SailorGN @ 16. May 2018, 17:05) *
Natürlich, aber von der Straße von Kertsch an wird es tiefer. Die Straße selbst ist relativ kurz und liesse sich ausbaggern. Darüber hinaus weiss ich jetzt aus der Kalten nicht, inwiefern Flussschiffe aus dem Don das Asowsche Meer bis zu einem (fiktiven) Umschlaghafen am/im Schwarzen Meer (vieleicht Noworossisk) passieren können (Wellenhöhe, Strom, Stürme). Ohne Umschlagplatz für Seeschiffe hätten alle Pläne für einen Ausbau der Binnenschifffahrt rein regionale Bedeutung...

Auf der Taman-Halbinsel entsteht übrigens ein weiterer Tiefwasserhafen, der Noworossijsk entlasten soll und schon jetzt eine Konkurrenz für die Ukraine darstellt. Mit seiner Lage profitiert er natürlich immens vom Ausbau der Infrastruktur im Zuge des Brückenbaus (oder auch umgekehrt).

https://www.google.de/maps/@45.1519472,36.6...#33;3m1!1e3

ZITAT
Tengizchevroil to double LPG export through Taman port in 2018 - traders

Reuters Staff

5 Min Read

March 21 (Reuters) - Tengizchevroil (TCO),
Kazakhstan's liquefied petroleum gas (LPG) producer and
exporter, plans to raise propane and butane export
through Russian port Taman in 2018 to 450,000 tonnes
from 240,000 tonnes in 2017, traders said.
TCO's shipments of LPG through Taman port will grow
in March to about 40,000 tonnes from 27,000 tonnes in
February, traders said.

[...]

TCO reduced LPG exports from Ukrainian port Odessa
in February to 25,900 tonnes from 34,400 tonnes in
January, rail statistics showed. Supplies will continue
to fall next month, to 12,178 tonnes in March 1-19, with
an average daily fall of 31 percent compared to
February.
TCO's LPG shipments to Poland declined last month to
its lowest in recent year to 9,079 tonnes from 15,212
tonnes in January. The slump continued this month with
average daily shipments falling by more than 20 percent
to 4,911 tonnes in March 1-19.
TCO's LPG deliveries to other eastern European
countries, Hungary, Romania and Slovakia, declined
heavily by 40 to 50 percent compared with last year.
Market sources said that about 20,000 tonnes of LPG
per month, the volume previously sent to Odessa, may be
sent to Taman, partially because of lower logistic
costs. Traders estimate this will save $30-$50 a tonne.


https://www.reuters.com/article/tengizchevr...s-idUSL8N1R25QR
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 21. May 2018 - 04:05