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> COVID-19-Pandemie - Einsatz der Bundeswehr im Inland, Der Informationsthread
Almeran
Beitrag 2. Dec 2021, 10:41 | Beitrag #421
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Was heißt torpedieren ... die STIKO versucht, in einer Notsituation Entscheidungen auf Basis von Daten der gleichen QualitĂ€t zu treffen wie im Normalbetrieb und wartet dann lieber ein bisschen lĂ€nger. FĂŒhrt natĂŒrlich dazu, dass Empfehlungen spĂ€ter kommen. In der Bevölkerung wird so eine Aussage natĂŒrlich als "Aha, der STIKO-Chef findet Kinderimpfungen gefĂ€hrlich!" interpretiert, er sagt aber nur, dass ihm die Datenlage noch nicht ausreicht, um eine Entscheidung zu treffen. Kommunikativ mal wieder ein Desaster, aber um eine einheitliche Kommunikation hat man sich ja eh noch nie bemĂŒht.

Einen bösen Willen wĂŒrde ich ihm nicht unterstellen, aber man kann natĂŒrlich die Sinnhaftigkeit eines so vorsichtigen Ansatzes in der aktuellen Situation debattieren.


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Der Grad unserer Erregung wächst in umgekehrtem Verhältnis zu unserer Kenntnis der Tatsachen - je weniger wir wissen, desto aufgeregter werden wir.
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ramke
Beitrag 2. Dec 2021, 11:13 | Beitrag #422
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Fairerweise muss man jetzt wohl auch sagen, dass er schlicht auch falsch zitiert wurde.

https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-podcast-...n-17661957.html

Er hat das Wort "LangzeitschÀden" nur im Zusammenhang mit Covid bei kindern - NICHT mit der Impfung - verwendet. Der verlinkte Podcast im Link ab ~19:00

Daraus folgernd hat die FAZ ihn in der Zusammenfassung falsch zitiert, der Focus schreibt wie er halt so ist davon ab und alle haben jetzt den Salat. Ändert aber nicht daran, dass es kommunikativ ne 6 ist.


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Thomas
Beitrag 2. Dec 2021, 11:28 | Beitrag #423
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NTV ist auch zu blöd:
NTV


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Crazy Butcher
Beitrag 2. Dec 2021, 12:11 | Beitrag #424
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ZITAT(Almeran @ 2. Dec 2021, 10:41) *
Was heißt torpedieren ... die STIKO versucht, in einer Notsituation Entscheidungen auf Basis von Daten der gleichen QualitĂ€t zu treffen wie im Normalbetrieb und wartet dann lieber ein bisschen lĂ€nger. FĂŒhrt natĂŒrlich dazu, dass Empfehlungen spĂ€ter kommen. In der Bevölkerung wird so eine Aussage natĂŒrlich als "Aha, der STIKO-Chef findet Kinderimpfungen gefĂ€hrlich!" interpretiert, er sagt aber nur, dass ihm die Datenlage noch nicht ausreicht, um eine Entscheidung zu treffen. Kommunikativ mal wieder ein Desaster, aber um eine einheitliche Kommunikation hat man sich ja eh noch nie bemĂŒht.

Einen bösen Willen wĂŒrde ich ihm nicht unterstellen, aber man kann natĂŒrlich die Sinnhaftigkeit eines so vorsichtigen Ansatzes in der aktuellen Situation debattieren.

Richtig. GrundsÀtzlich ist Sorgfalt auch in schwierigen Zeiten geboten (Stichwort: Pandemrix) und bei Kindern drÀngt sich eine möglichst rasche Impfung zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht auf.


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Almeran
Beitrag 2. Dec 2021, 13:27 | Beitrag #425
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Naja, er rÀumt nun auch selbst Fehler ein, genau in Hinblick auf die Datenlage:

ZITAT
Stiko-Chef Thomas Mertens rÀumt Fehler ein

Der Chef der StĂ€ndigen Impfkommission sagt, dass manche Corona-Entscheidungen der Kommission "aus der heutigen Perspektive" zu spĂ€t erfolgt seien. So wĂ€re es "wahrscheinlich gĂŒnstiger gewesen, mit dem Boostern frĂŒher anzufangen", sagte Thomas Mertens der ARD-Sendung Panorama. Die Stiko hatte erst am 18. November die Auffrischungsimpfung fĂŒr alle Erwachsenen empfohlen, obwohl etwa Daten aus Israel schon Monate zuvor gezeigt hatten, dass der Impfschutz schon nach wenigen Monaten deutlich abnimmt.

Die vergleichsweise spĂ€ten Empfehlungen der Stiko fĂŒhrt Mertens auf die langen Entscheidungsprozesse zurĂŒck. ZunĂ€chst mĂŒsse die Stiko jeweils definieren, welche Daten sie fĂŒr eine Empfehlung brauche. Diese Daten mĂŒssten dann erst erhoben werden. "Und wenn diese Daten vorliegen, dann fĂ€ngt die Stiko an, diese Daten zu diskutieren."
FĂŒr die logistischen Probleme der Impfkampagne sei das Gremium aber nicht verantwortlich. Es sei nicht Aufgabe der Stiko, die "Umsetzung der Impfung" zu organisieren oder zu entscheiden, wie die Impfstoffe beschafft und verteilt werden. "Das sind alles Dinge, die die Stiko ĂŒberhaupt nicht betreffen."

Auch den Vorwurf, die Stiko hĂ€tte anhand der Daten aus Israel schneller reagieren mĂŒssen, wies Mertens zurĂŒck. "Der Vergleich mit Israel ist an vielen Punkten nicht möglich." Die Evidenz in einem anderen Land sei eben nicht einfach ĂŒbertragbar.


Von hier: ZEIT Corona-News um 07:29


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Thomas
Beitrag 2. Dec 2021, 18:12 | Beitrag #426
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ZITAT(Crazy Butcher @ 2. Dec 2021, 12:11) *
ZITAT(Almeran @ 2. Dec 2021, 10:41) *
Was heißt torpedieren ... die STIKO versucht, in einer Notsituation Entscheidungen auf Basis von Daten der gleichen QualitĂ€t zu treffen wie im Normalbetrieb und wartet dann lieber ein bisschen lĂ€nger. FĂŒhrt natĂŒrlich dazu, dass Empfehlungen spĂ€ter kommen. In der Bevölkerung wird so eine Aussage natĂŒrlich als "Aha, der STIKO-Chef findet Kinderimpfungen gefĂ€hrlich!" interpretiert, er sagt aber nur, dass ihm die Datenlage noch nicht ausreicht, um eine Entscheidung zu treffen. Kommunikativ mal wieder ein Desaster, aber um eine einheitliche Kommunikation hat man sich ja eh noch nie bemĂŒht.

Einen bösen Willen wĂŒrde ich ihm nicht unterstellen, aber man kann natĂŒrlich die Sinnhaftigkeit eines so vorsichtigen Ansatzes in der aktuellen Situation debattieren.

Richtig. GrundsÀtzlich ist Sorgfalt auch in schwierigen Zeiten geboten (Stichwort: Pandemrix) und bei Kindern drÀngt sich eine möglichst rasche Impfung zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht auf.


Pandemrix ist in diesem Zusammenhang das falsche Stichwort. Und nur zur KlĂ€rung. Die STIKO empfiehlt sehr wohl Impfungen von Kindern unter 20 gegen Influenzaviren. Mit einem anderen Impfstoff. Pandemrix ist ĂŒbrigens ein Totimpfstoff. Eine Technik die so hoch gelobt wird von vielen Schwurblern in Bezug auf mRNA Impfstoffe.


Weltweit haben bis heute ca. 1,4 Milliarden Menschen eine vollstĂ€ndige Impfung mit einem mRNA Impfstoff erhalten. Tendenz stark steigend. Nach aktuellen Angaben kommen derzeit tĂ€glich ca. 35 Millionen dazu. Das sind jeden Tag mehr als Pandemrix ĂŒberhaupt erhalten haben.

Warum hört und liest man nichts von schweren Nebenwirkungen? Weil es keine gibt. Deswegen.


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Crazy Butcher
Beitrag 2. Dec 2021, 20:28 | Beitrag #427
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ZITAT(Thomas @ 2. Dec 2021, 18:12) *
Pandemrix ist in diesem Zusammenhang das falsche Stichwort. Und nur zur KlÀrung. Die STIKO empfiehlt sehr wohl Impfungen von Kindern unter 20 gegen Influenzaviren. Mit einem anderen Impfstoff.

Nope.
ZITAT
Die StÀndige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung

fĂŒr alle Personen ab 60 Jahre,
fĂŒr alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher GefĂ€hrdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon (siehe "Warum wird die saisonale Influenza-Impfung auch fĂŒr Schwangere empfohlen?"),
fĂŒr Personen mit erhöhter gesundheitlicher GefĂ€hrdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten SchĂŒben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV) (siehe "Warum sollten Personen mit Grundkrankheiten gegen Influenza geimpft werden?"),
fĂŒr Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sowie fĂŒr
Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen (siehe oben) gefÀhrden können.
Geimpft werden sollten im Rahmen eines erhöhten beruflichen Risikos auĂŸerdem

Personen mit erhöhter GefÀhrdung (z.B. medizinisches Personal),
Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr,
Personen, die als mögliche Infektionsquelle fĂŒr von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können.
(...)
Eine Influenza-Erkrankung bei gesunden Kindern oder bei Erwachsenen unter 60 Jahren verlÀuft in der Regel ohne schwerwiegende Komplikationen. Auch im Rahmen der COVID-19-Pandemie spricht die STIKO keine generelle Impfempfehlung aus
(...)
Bevor die STIKO eine Impfempfehlung fĂŒr alle Menschen, insbesondere fĂŒr alle gesunden Kinder, aussprechen kann, werden mehr Daten benötigt. Die STIKO behĂ€lt das Thema im Blick und bewertet fortlaufend die entsprechende Literatur -gerade auch vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie.

Quelle
ZITAT(Thomas @ 2. Dec 2021, 18:12) *
Pandemrix ist ĂŒbrigens ein Totimpfstoff. Eine Technik die so hoch gelobt wird von vielen Schwurblern in Bezug auf mRNA Impfstoffe.


Weltweit haben bis heute ca. 1,4 Milliarden Menschen eine vollstĂ€ndige Impfung mit einem mRNA Impfstoff erhalten. Tendenz stark steigend. Nach aktuellen Angaben kommen derzeit tĂ€glich ca. 35 Millionen dazu. Das sind jeden Tag mehr als Pandemrix ĂŒberhaupt erhalten haben.

Warum hört und liest man nichts von schweren Nebenwirkungen? Weil es keine gibt. Deswegen.

Pandemrix ist ein Paradebeispiel dafĂŒr, was passiert, wenn man nicht sorgfĂ€ltig genug vorgeht. Welche Technik dahinter steckt ist hierbei nebensĂ€chlich. Daraus hat man (hoffentlich) gelernt und lĂ€sst sich entsprechend Zeit. DafĂŒr ist die STIKO nun mal da.

Der Beitrag wurde von Crazy Butcher bearbeitet: 2. Dec 2021, 20:29


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Merowinger
Beitrag 2. Dec 2021, 20:34 | Beitrag #428
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Ich will mal das hier loswerden und eine Nadel fĂŒr sie brechen: Die STIKO hat mein Vertrauen, und mir gefĂ€llt ihre UnabhĂ€ngigkeit trotz dem ganzen Gezerre und der Aufgeregtheit. Manchmal könnten sie vielleicht etwas weniger grĂŒndlich und einen Tick schneller sein, aber hinterher ist man bekanntlich immer klĂŒger.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 2. Dec 2021, 20:35
 
Crazy Butcher
Beitrag 3. Dec 2021, 22:04 | Beitrag #429
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Wie lange gilt mein Impf-Zertifikat jetzt noch?
ZITAT
Wie lange gilt mein Impf-Zertifikat jetzt noch?
Bund und LĂ€nder wollen nun die GĂŒltigkeit des Impfzertifikats auf maximal neun Monate begrenzen. Dann muss die Auffrischimpfung kommen. Das hat Folgen. In Baden-WĂŒrttemberg gilt das gelbe Impfbuch aus Papier nicht mehr als 2G-Nachweis. Das muss man wissen.

Erst hieĂŸ es: Wer zweimal geimpft ist, gilt als vollstĂ€ndig immunisisiert. Bei Johnson&Johnson reichte sogar schon ein Piks. Doch die digitalen Impfzertifikate sind schon jetzt nur ein Jahr lang gĂŒltig. Wegen der nachlassenden Wirkung der Impfstoffe soll diese Zeitspanne nun verkĂŒrzt werden. „Weil der Schutz der Corona-Impfung bei den derzeit verfĂŒgbaren Impfstoffen etwa ab dem fĂŒnften Monat kontinuierlich nachlĂ€sst, wird der Impfstatus zu verĂ€ndern sein, sofern keine Auffrischungsimpfung erfolgt“, heiĂŸt es dazu im Beschlusspapiers der Bund-LĂ€nder-Konferenz von Donnerstag.

Welche VerkĂŒrzung ist geplant? Auf Ebene der EuropĂ€ischen Union werde diskutiert, dass der Impfstatus nach der zweiten Impfung seine GĂŒltigkeit fĂŒr neun Monate behalten soll, heiĂŸt es in dem Bund-LĂ€nder-Papier weiter. „Bund und LĂ€nder werden sich unter BerĂŒcksichtigung der Impfkampagne und der zur VerfĂŒgung stehenden Impfstoffe bis zum Jahresende verstĂ€ndigen, ab wann und wie eine entsprechende Regelung in der Bundesrepublik Deutschland Anwendung finden soll.“ Wenn die GĂŒltigkeitsdauer ĂŒberschritten ist, soll die App kĂŒnftig das Zertfikat nicht mehr blau hinterlegen.

Warum wird das nicht sofort entschieden? Auf der einen Seite will Deutschland im Takt mit der EU marschieren, die fĂŒr eine VerkĂŒrzung auf neun Monate ist. Auf der anderen Seite sind die LĂ€nder sich nicht einig: Die SPD-gefĂŒhrten LĂ€nder wollten zwischenzeitig sogar, dass das Impfzertifikat nur noch sechs Monate gilt. Die Regelung soll aber ohnehin erst starten, wenn alle die Chance auf eine Boosterung hatten und den Impfnachweis auf aktualisieren können.

Was sind die Folgen fĂŒr die BĂŒrger? UnabhĂ€ngig davon, auf welche Frist man sich einigt: BĂŒrger, die ihren Status „vollstĂ€ndig geimpft“ auf Dauer erhalten wollen, werden eine Auffrischimpfung benötigen. Die StĂ€ndige Impfkommission empfiehlt allen Erwachsenen eine Auffrischung ab sechs Monaten, bei ausreichender VerfĂŒgbarkeit der Vakzine auch nach fĂŒnf Monaten.

Bald heißt es dann "die Ungeimpften und Ungeboosterten"?! "Boosterpflicht" ist dann wohl ebenfalls eine Frage der Zeit...

Der Beitrag wurde von Crazy Butcher bearbeitet: 3. Dec 2021, 22:07


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Merowinger
Beitrag 3. Dec 2021, 23:00 | Beitrag #430
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Tja... "was erlauben Corona!"

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 3. Dec 2021, 23:01
 
General Gauder
Beitrag 3. Dec 2021, 23:22 | Beitrag #431
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Interesant finde ich das das gelbe Impfbuch nicht mehr als 2G Nachweis gelten soll


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Merowinger
Beitrag 4. Dec 2021, 00:08 | Beitrag #432
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Vermutlich weil es nicht schnell am Eingang eines GeschĂ€fts mit CovPassCheck gescannt werden kann. Eine andere ErklĂ€rung fĂ€llt mir nicht ein, denn wer sich ein Zertifikat in der Apotheke holt, der tut das ja auf Basis des gelben Impfbuchs - zumindest bislang. Die offizielle ErklĂ€rung von BaWĂŒ ist jedenfalls dĂŒrftig: "Nicht mehr ausreichend ist dagegen die Vorlage des gelben Impfpasses, da dieser sich nicht zur digitalen Anwendung eignet. [...] „Dadurch wollen wir sicherstellen, dass es ImpfpassfĂ€lscher kĂŒnftig schwerer haben“, so Minister Lucha abschließend." Sprich: Die Software zur Erstellung von QR Codes wird nun Chargenbezeichnungen wohl (besser) kontrolieren und womöglich auch Mehrfachverwendungen der gleichen Charge monieren.

P.S.: Ich warte nur auf den Datenskandal, bei dem herauskommt, dass die GeschÀftsinhaber die gescannten Daten der Kunden speichern und analysieren. Das ist ein Ding mit ganz lauter Ansage.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 4. Dec 2021, 00:21
 
Holzkopp
Beitrag 4. Dec 2021, 00:28 | Beitrag #433
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ZITAT(General Gauder @ 3. Dec 2021, 23:22) *
Interesant finde ich das das gelbe Impfbuch nicht mehr als 2G Nachweis gelten soll



In der Tat. Damit verliert diese Dokumentation faktisch ihren Wert.

Allerdings hat das Buch schon den Nachteil, dass es eher ein Poesiealbum denn ein halbwegs fÀlschungssicheres Dokument ist.

Ich war die Tage mit meinem gelbem Impfbuch und den zusĂ€tzlichen Bescheinigungen in der Apotheke, um einen QR-Code fĂŒr die App zu bekommen. Ich hab noch meinen ersten Impfausweis, wo seit Kindertagen alles eingetragen wurde. Da sagt die Apothekerin: "der Ausweis ist mit Sicherheit nicht gefĂ€lscht, so alt wie der ist!"

Das war natĂŒrlich ganz amĂŒsant (ich hatte ja zusĂ€tzlich auch noch ein einzelnes Impfdokument aus dem Impfzentrum), zeigte aber auch, dass das Thema FĂ€lschungen eins ist.

Zudem hat der gelbe Impfpass den Nachteil, dass die Personalien relativ unbekĂŒmmert auf der ersten Seite stehen und die Seiten dahinter nur locker eingeheftet sind.

Ich denke, das Ding war auch nie als absolut fÀlschungssicheres Dokument geplant, eher als "medizinisches Merkbuch".

Das es heute so wichtig ist konnte ja keiner ahnen.

Mein Impbuch ist aber auch so abgewetzt, dass ich es auch gar nicht guten Gewissens tÀglich mit mir rumntragen will. Da ist die App wirklich die bessere Alternative.


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kato
Beitrag 4. Dec 2021, 01:27 | Beitrag #434
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ZITAT(Holzkopp @ 4. Dec 2021, 00:28) *
Mein Impbuch ist aber auch so abgewetzt, dass ich es auch gar nicht guten Gewissens tÀglich mit mir rumntragen will. Da ist die App wirklich die bessere Alternative.

Als Impfnachweis - in Baden-WĂŒrttemberg - gilt auch der Fresszettel den man bei Erstellung des "digitalen Zertifikats" bekommen hat um die App damit zu fĂŒttern (sowie beliebige Kopien/Scans davon, solange der QR-Code lesbar ist). Die CovPass- und Corona-Warn-Apps zeigen auch nur einen Scan desselben QR-Codes.

Gucken zwar manche komisch, ist aber anzuerkennen und wird auch vom RKI genau so dargelegt.

ZITAT(Merowinger @ 4. Dec 2021, 00:08) *
Sprich: Die Software zur Erstellung von QR Codes wird nun Chargenbezeichnungen wohl (besser) kontrolieren und womöglich auch Mehrfachverwendungen der gleichen Charge monieren.

Bei der Zertifikatserstellung wird die Chargenbezeichnung und oder -Nummer nicht erhoben. Einzugeben durch den Aussteller sind genau: Name, Vorname, Geburtsdatum, Impfdatum sowie als Multiple Choice Impfstoff und Impfdosis (z.B. "2 von 2").

Prinzipiell lassen sich Chargennummern ĂŒberprĂŒfen - das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) fĂŒhrt entsprechende Listen verimpfter Chargen. Viele Apotheker haben dabei in der Vergangenheit die App SafeVac vom PEI genutzt, die aber eigentlich fĂŒr vollkommen andere Zwecke ist und bei der das PEI inzwischen klargestellt hat, dass es in der App keine rechtsverbindliche Auskunft gibt. Es gibt derzeit wohl Verhandlungen oder zumindest ErwĂ€gungen zwischen dem PEI und dem Deutschen Apothekerverband bzgl. einer offiziellen ZugĂ€nglichmachung entsprechender Listen, die aber noch lange nicht so weit sind dass da sich was dreht (Artikel der Deutschen Apotheken-Zeitung von gestern). Vorstellbar wĂ€re dabei aus meiner Sicht auch, die Chargennummer bei der Zertifikatserstellung mit zu erheben und z.B. vor Erstellung der Kryptosignatur vom RKI automatisch zu prĂŒfen ohne dass diese Teil des Zertifikats wird.
 
Almeran
Beitrag 4. Dec 2021, 11:22 | Beitrag #435
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ZITAT(General Gauder @ 3. Dec 2021, 23:22) *
Interesant finde ich das das gelbe Impfbuch nicht mehr als 2G Nachweis gelten soll

Das Impfbuch ist einfach null fĂ€lschungssicher bzw sind FĂ€lschungen durch Laien ohne besondere Schulung nur schwer zu erkennen. Der QR-Code in Verbindung mit der PrĂŒf-App ist idiotensicher und von jedem zu bedienen.


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Almeran
Beitrag 4. Dec 2021, 11:25 | Beitrag #436
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ZITAT(Merowinger @ 4. Dec 2021, 00:08) *
Vermutlich weil es nicht schnell am Eingang eines GeschĂ€fts mit CovPassCheck gescannt werden kann. Eine andere ErklĂ€rung fĂ€llt mir nicht ein, denn wer sich ein Zertifikat in der Apotheke holt, der tut das ja auf Basis des gelben Impfbuchs - zumindest bislang. Die offizielle ErklĂ€rung von BaWĂŒ ist jedenfalls dĂŒrftig: "Nicht mehr ausreichend ist dagegen die Vorlage des gelben Impfpasses, da dieser sich nicht zur digitalen Anwendung eignet. [...] „Dadurch wollen wir sicherstellen, dass es ImpfpassfĂ€lscher kĂŒnftig schwerer haben“, so Minister Lucha abschließend." Sprich: Die Software zur Erstellung von QR Codes wird nun Chargenbezeichnungen wohl (besser) kontrolieren und womöglich auch Mehrfachverwendungen der gleichen Charge monieren.

P.S.: Ich warte nur auf den Datenskandal, bei dem herauskommt, dass die GeschÀftsinhaber die gescannten Daten der Kunden speichern und analysieren. Das ist ein Ding mit ganz lauter Ansage.

Wie soll das denn funktionieren? Der Inhaber erhÀlt doch nicht Zugriff auf die Daten der Kunden, nur weil er den QR-Code im Impfnachweis scannt. Anders sieht es vielleicht bei den Check-ins aus, aber die gibt es zumindest in Bayern eh nicht mehr.


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General Gauder
Beitrag 4. Dec 2021, 12:28 | Beitrag #437
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ZITAT(Almeran @ 4. Dec 2021, 11:22) *
ZITAT(General Gauder @ 3. Dec 2021, 23:22) *
Interesant finde ich das das gelbe Impfbuch nicht mehr als 2G Nachweis gelten soll

Das Impfbuch ist einfach null fĂ€lschungssicher bzw sind FĂ€lschungen durch Laien ohne besondere Schulung nur schwer zu erkennen. Der QR-Code in Verbindung mit der PrĂŒf-App ist idiotensicher und von jedem zu bedienen.

Da der R-Code auf dem gelben Buch basiert macht das keinen Sinn wink.gif

Das bedeutet nicht das ich das Problem mit den FĂ€lschungen runter spielen möchte aber die maßnahme lĂ€uft komplett am Problem vorbei.

Der Beitrag wurde von General Gauder bearbeitet: 4. Dec 2021, 12:29


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Beitrag 4. Dec 2021, 12:46 | Beitrag #438
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ZITAT(General Gauder @ 4. Dec 2021, 12:28) *
ZITAT(Almeran @ 4. Dec 2021, 11:22) *
ZITAT(General Gauder @ 3. Dec 2021, 23:22) *
Interesant finde ich das das gelbe Impfbuch nicht mehr als 2G Nachweis gelten soll

Das Impfbuch ist einfach null fĂ€lschungssicher bzw sind FĂ€lschungen durch Laien ohne besondere Schulung nur schwer zu erkennen. Der QR-Code in Verbindung mit der PrĂŒf-App ist idiotensicher und von jedem zu bedienen.

Da der R-Code auf dem gelben Buch basiert macht das keinen Sinn wink.gif

Das bedeutet nicht das ich das Problem mit den FĂ€lschungen runter spielen möchte aber die maßnahme lĂ€uft komplett am Problem vorbei.

NatĂŒrlich ergibt das Sinn. Oder kannst du mit einem Blick auf den Sticker erkennen, ob das z.B. eine korrekte oder eine erfundene Chargen-Nummer ist? Kannst du einen gefĂ€lschten Sticker von einem echten Sticker unterscheiden? Geschulte Apotheker können das besser, die bestĂ€tigen die Information im Impfheft und geben dir dann einen QR-Code. Oder du bekommst ihn direkt vom Arzt, weil der weiß, dass er dich geimpft hat. Das heißt nicht, dass ich mir nicht auch einen QR-Code erschleichen kann, aber die HĂŒrden dafĂŒr sind deutlich höher.


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Sparta
Beitrag 4. Dec 2021, 13:12 | Beitrag #439
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Und das funktioniert auch gut so weit, in der Lokalzeitung kam erst gestern ein Bericht von Leute, die mit gefÀlschten Impfausweisen in Apotheken erwischt wurden. Die HÀlfte von den Aufgriffen war in Dorfapotheken.

Der Beitrag wurde von Sparta bearbeitet: 4. Dec 2021, 13:14


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SailorGN
Beitrag 4. Dec 2021, 13:27 | Beitrag #440
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Das grundlegende Problem ist, dass niemand mal gedacht hat, dass der Impfpass solche Auswirkungen hat. Die Datensammlung dort hatte rein medizinische GrĂŒnde, die Chargennummern waren nur fĂŒr eine etwagige QualitĂ€tskontrolle der Hersteller wichtig. JETZT wird auf einmal ein Dokument daraus, auf dem sich gesetzliche Maßnahmen stĂŒtzen. DafĂŒr ist das nicht gemacht, dafĂŒr gibt es kein System. Wenn das funktionieren soll, mĂŒsste der Impfstatus ein quasi staatliches Metadatum werden, welches wie die Meldedaten oder Fahrerlaubnis erfasst wird. Das ist aber anscheinend weder in Berlin noch in den LĂ€ndern klar... Das auf europĂ€ischer Ebene anzugehen ist da absolut wĂŒnschenswert, aber da hakt es bereits bei der Zertifizierung bzw. deren Entzug bzgl. der fĂ€lschenden Apotheken. Insgesamt mĂŒsste fĂŒr die Anwendung der Impfung als Nachweis fĂŒr hoheitliche Maßnahmen eine komplette ErmĂ€chtigungs-, Verpflichtungs und Dokumentationsschiene gebaut werden... Denn der Impfnachweis ist dann ein Verwaltungsakt wie der Erlass einer Fahrerlaubnis.


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist.
 
Reitlehrer
Beitrag 4. Dec 2021, 13:32 | Beitrag #441
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Zu dem zuvor gesagten, dass das Impfbuch ehr dem medizinischen Nachhalten als dem Nachweis dient, sei hier angemerkt, dass es fĂŒr die Pockenschutzimpfungen zusĂ€tzlich zum Eintrag im Impfbuch amtliche Impfbescheinigungen gab. Ich habe die auch noch.
 
Merowinger
Beitrag 4. Dec 2021, 14:05 | Beitrag #442
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Nochmal zum Datenschutz: Name und Geburtsdatum sind kommerziell interessant (nicht jeder kauft und zahlt dann mit Karte), auch die HÀufigkeiten und Zeiten des Ladenbesuchs haben einen Wert. Das kombiniert mit dem Ort des LadengeschÀfts ergibt dazu den vermutlichen Wohnort. Aus dem Namen kann ziemlich gut das Geschlecht abgeleitet werden, das Geburtsdatum definiert die KÀufgergruppe.

Ansonsten, wer es noch nicht erlebt hat: GrĂ¶ĂŸere Mengen an Schlangenstehern könne per CovPassCheck o.Ă€. extrem schnell am Eingang gescannt werden, das geht ausgesprochen fix. Ab Mittwoch muss der Einzelhandel flĂ€chendeckend kontrollieren, Stichproben genĂŒgen nicht mehr. Ausweise werden dabei nicht abgeglichen.

P.S.: Panex (Hamburg) fragt online die Chargennummer ab fĂŒr den Selbstservice (?) bei der Zertifikatserstellung. Soweit mir bekannt wird die Charge ĂŒberall verlangt, auch wenn sie nicht im Zertifikat selbst steht.
ZITAT
Wie rufe ich meinen digitalen Impfnachweis unter https://www.impfportal-niedersachsen.de ab?

Nach Verifizierung per Mobil- oder Festnetztelefon und der Eingabe der erforderlichen Daten, die die Geimpften in ihrem Impfpass oder in ihrer Impfbescheinigung finden (u.a. Impfdatum und dazugehörige Chargennummer wird das Impfzertifikat bereitgestellt und automatisch auf das EndgerÀt geladen.

BR24 zum FĂ€lschermarkt:
ZITAT
Es genĂŒgt, ein paar einschlĂ€gige Formulierungen in der Suchleiste auf Telegram einzutippen und schon tauchen Dutzende KanĂ€le in der Trefferliste auf. Über sie werden digitale Impfzertifikate oder gelbe ImpfpĂ€sse mit gefĂ€lschtem Eintrag zur Covid-Impfung angeboten - fĂŒr ungefĂ€hr 450 Euro das StĂŒck, manchmal auch weniger. Die Preise schwanken je nach Anbieter und Produkt. Interessierte mĂŒssen nicht mehr ins Darknet, also den versteckten Teil des Internets, den man nur mit bestimmten Browsern erreichen kann und wo illegale GeschĂ€fte gemacht werden, um sich die FĂ€lschung eines Impfzertifikats zu besorgen, sondern können das ganz bequem auf Telegram tun, einem Messenger-Dienst, den sie ohnehin nutzen.Das Feedback der Telegram-Userinnen in den einschlĂ€gigen Gruppen und KanĂ€len ist gemischt: Einerseits wird von “Scams” berichtet, also von BetrĂŒgern, die zwar das Geld einstecken, aber keine Impfzertifikate liefern. Ein User berichtet davon, viermal betrogen worden zu sein, bevor er ein gefĂ€lschtes Zertifikat erhalten habe.

Auf der anderen Seite gibt es aber zahlreiche User, die positives Feedback geben: Die Zertifikate seien angekommen und wĂŒrden sogar Kontrollen standhalten, schreiben sie. Sie behaupten auch, es gebe keine rechtlichen Konsequenzen, wenn man mit einem gefĂ€lschten Impfnachweis erwischt werde.
[...]
Ein Eintrag zur Covid-19-Impfung ist dann plausibel, wenn etwa das aufgefĂŒhrte Impfzentrum in der NĂ€he des Wohnortes ist. Klickt man sich durch die verschiedenen Telegram-KanĂ€le, die solche gefĂ€lschten Impfnachweise anbieten, wird klar: Die FĂ€lscher haben nicht immer die Stempel aller Impfzentren in Deutschland, sondern teilweise nur von bestimmten Standorten. Wenn eine Person dann nicht plausibel erklĂ€ren könne, warum sie an einem Ort geimpft wurde, der weit von dem eigentlich Wohnort entfernt ist oder wenn die Daten, die im Impfpass eingetragen sind, nicht mit dem Personalausweis ĂŒbereinstimmten, verweigerten Apotheker die Ausstellung eines digitalen Impfzertifikats, schreibt die Sprecherin des Deutschen Apothekerverbands.
[...]
Weil diese Regelung im Infektionsschutzgesetz noch neu ist, können die Staatsanwaltschaften schwer einschĂ€tzen, ob §75a die Vorlage eines gefĂ€lschten Impfnachweises gegenĂŒber Hotels, Clubs, Restaurants oder anderen privaten Unternehmen unter Strafe stellt. “Der Anwendungsbereich dieser neuen Norm ist noch nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt”, schreibt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schweinfurt.

Einzelne Staatsanwaltschaften gehen sogar davon aus, dass die FĂ€lschungen und der Gebrauch von Impfzertifikaten zwar unter UrkundenfĂ€lschung fallen wĂŒrde - die Tat aber dennoch straffrei bleiben wĂŒrde.


Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 4. Dec 2021, 14:26
 
goschi
Beitrag Gestern, 13:59 | Beitrag #443
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ein paar Zahlen zur Wirkung der Impfung aus der Schweiz

https://www.watson.ch/schweiz/wissen/847531...-437-ungeimpfte

ZITAT
Seit Impfbeginn im vergangenen Dezember bis Ende August dieses Jahres wurden in dem Meldesystem, an dem 20 Schweizer SpitÀler teilnehmen, 5928 Hospitalisierungen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert, wie das BAG am Montag mitteilte. Von diesen Patienten starben 495.

Lediglich 14 der Todesopfer waren doppelt geimpft: FĂŒnf von ihnen waren ĂŒber 80 Jahre alt, fĂŒnf zwischen 70 und 79 und vier zwischen 60 und 69. 44 der Todesopfer waren einmal geimpft (8.8 Prozent).

Der mit Abstand grösste Teil der TodesfĂ€lle wurde jedoch bei nicht-geimpften Personen registriert: NĂ€mlich 437, das entspricht rund 88 Prozent. Darunter waren eine Person im Alter zwischen 20 und 29 Jahren, zwei Personen zwischen 30 und 39 Jahren und fĂŒnf Personen im Alter zwischen 40 und 49 Jahren. Rund ein Drittel der nicht-geimpften Todesopfer war ĂŒber 70 Jahre alt.


Die Schweiz hat aktuell eine Impfquote von ~65%, bei der relevanten Altersgruppe von 60+ liegt sie aber sogar bei 85-95% (Quelle: https://www.srf.ch/news/schweiz/impfmonitor...-gegen-corona-2 ), was die Zahlen noch beeindruckender macht.

Aber nein, der Schluss "die jungen sind also kaum gefÀhrdet" lÀsst das nicht zu
Einerseits ist die Krankheit durchaus auch fĂŒr diese Altersgruppe gefĂ€hrlich, vor allem aber verbreiten diese die Krankheit eben sehr prominent (20-60 ist die mobilste und sozialste Altersgruppe).


--------------------
Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

Qui tacet, consentire videtur
ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
brainwarrior
Beitrag Gestern, 20:52 | Beitrag #444
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Zum Vergleich D:

Seite 23 (Meldewochen 44-47)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuar...tionFile#page23


Anteil vollstÀndig geimpfter Patienten auf Intensiv:

ĂŒber 60: 44,5%, 498 von 1119 (1721 Covid-Patienten insgesamt auf Intensiv, 4 davon im Alter 12-17)

Anteil vollstÀndig geimpfter symptomatischer COVID-Patienten, die verstorben sind:

ĂŒber 60: 48%: 649 von 1352 (1441 insgesamt, 1 im Alter 12-17)

Der Beitrag wurde von brainwarrior bearbeitet: Gestern, 20:56
 
yahoopunktde
Beitrag Gestern, 21:51 | Beitrag #445
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ZITAT(brainwarrior @ 6. Dec 2021, 20:52) *
Zum Vergleich D:

Seite 23 (Meldewochen 44-47)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuar...tionFile#page23


Anteil vollstÀndig geimpfter Patienten auf Intensiv:

ĂŒber 60: 44,5%, 498 von 1119 (1721 Covid-Patienten insgesamt auf Intensiv, 4 davon im Alter 12-17)

Anteil vollstÀndig geimpfter symptomatischer COVID-Patienten, die verstorben sind:

ĂŒber 60: 48%: 649 von 1352 (1441 insgesamt, 1 im Alter 12-17)


Ausgehend von einer Impfquote von 86,3 Prozent entfallen also auf 13,7 Prozent Ü60 Ungeimpfte 52% der Toten sowie 55,5 % der Covid-Patienten insgesamt auf Intensiv. Eine Minderheit, die die Mehrheit der FĂ€lle stellt.

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuar...publicationFile
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 7. December 2021 - 06:45