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> Bw-Strukturreform, Sammelthread
MeckieMesser
Beitrag 30. Aug 2019, 15:45 | Beitrag #2731
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Das ist wirklich sinnvoll. Spart Zeit und vor allem: motiviert!
Haben wir in der Firma auch.
Was man braucht oder die Produktivität verbessert, benötigt kein Ok.
Idealo Preischeck und einfach bestellen..

Würde mich nicht wundern, wenn das auf weitere Ebenen ausgeweitet wird.
 
NielsKar
Beitrag 30. Aug 2019, 16:03 | Beitrag #2732
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ZITAT(400plus @ 30. Aug 2019, 10:37) *
Das Ganze läuft erst einmal ein Jahr und wird dann evaluiert.
Focus

Das stimmt im Großen und Ganzen. Die Richtlinie wurde übrigens bisher erst in Heer und SKB umgesetzt. In den anderen OrgBereichen noch nicht. Und in Heer und SKB ist die Umsetzung nach der neuen Richtlinie wohl noch nicht so, wie man sich das eigentlich von Seiten des Initiator vorgestellt hatte (zu bürokratisch), wie ich im persönlichen Gespräch erfahren habe. Deshalb wird da bereits jetzt unmittelbar eine Evaluierung mit dem zuständigen Staatsekretär Silberhorn folgen um die Richtlinie entweder gleich zu ändern oder zu schauen, wie man das Modell anders gestalten kann im Rahmen der neuen Richtlinie, da das was Heer und SKB daraus gemacht haben zwar eine große Verbesserung ist, aber wohl noch ''nicht zufriedenstellend''.


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Im Angesicht des Bösen ist Pazifismus das Gegenteil von Moral.
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Schwabo Elite
Beitrag 30. Aug 2019, 18:35 | Beitrag #2733
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ZITAT(v. Manstein @ 30. Aug 2019, 09:14) *
Richtig. Sehe ich auch so. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren ein signifikanter Anstieg.

Es geht bergauf


Naja, ich wäre noch immer skeptisch. Die Zahlen der Wirtschaft sind schlecht, wenn die sich 2020 ändern, gehen die Leute wieder in die Industrie.


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v. Manstein
Beitrag 30. Aug 2019, 19:48 | Beitrag #2734
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Bitte... Schlecht? Wo? Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,1%. In weiten Teilen Deutschlands herrscht nach wie vor Vollbeschäftigung. Trump, Brexit und China haben noch nicht bis auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Beschäftigung ist aber auch ein klassischer "lagging indicator". Deine Skepsis ist unbegründet

Der Beitrag wurde von v. Manstein bearbeitet: 30. Aug 2019, 20:35


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Beitrag 30. Aug 2019, 19:51 | Beitrag #2735
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Ja, hätte es auch eher umgekehrt gesehen: Die Konjunktur hat abgekühlt, aber gerade auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation noch gut. Wenn die Trump-Johnson-Rezession mal kommt, wird es für die Bundeswehr eher einfacher...
 
v. Manstein
Beitrag 13. Sep 2019, 08:58 | Beitrag #2736
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Generalinspekteur plant Strukturreform im Kampf gegen den Wasserkopf

Die "Augsburger Presse" zitiert einen Bericht auf WELT online ( hinter Paywall), wonach der GenInsp eine weitreichende und grundlegende Reform der BW Struktur plant:
https://presse-augsburg.de/bundeswehr-gener...rreform/492696/

So wird in Betracht gezogen "eine Reduzierung der militärischen Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche Heer, Marine, Luftwaffe, Cyber, Sanität und Streitkräftebasis". Anstelle dessen soll es "eine „Umgliederung zu Systemverbünden“, zuständig für Land, Luft, See und Cyberraum" geben.

"Sanität und Streitkräftebasis stehen damit zur Disposition. Es brauche einen „flachen, hierarchischen Aufbau, mit klaren Verantwortlichkeiten“, heißt es weiter. Alles müsse „so einfach wie möglich gehalten werden, untereinander operabel sein und klare Verbindungen zu Nato/EU aufweisen“ ".


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Beitrag 13. Sep 2019, 09:53 | Beitrag #2737
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Das war zu erwarten. Wenn man allmählich wieder im operativen Geschäft reüssieren können möchte (aka Landes- und Bündnisverteidigung), dann braucht es nicht nur Ressortverwalter, sondern multi-domain-fähige Verbände. Und da ist es nicht sinnvoll Sanis und SKB gleichwertig mit Heer, Marine und Luftwaffe aufzuhängen.


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Beitrag 13. Sep 2019, 11:00 | Beitrag #2738
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Ja, klingt sinnvoll. Nur muss immer dieses Beratersprech sein- "Systemverbund Land, Luft und See-" also Heer, Marine und Luftwaffe?
 
ede144
Beitrag 13. Sep 2019, 11:09 | Beitrag #2739
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ZITAT(400plus @ 13. Sep 2019, 12:00) *
Ja, klingt sinnvoll. Nur muss immer dieses Beratersprech sein- "Systemverbund Land, Luft und See-" also Heer, Marine und Luftwaffe?


Vielleicht weil das Heer auch fliegen und schwimmen können muss und die Luftwaffe Kämpfer am Boden braucht und die Marine auch gerne wieder fliegen und an Land kämpfen möchte.
 
Forodir
Beitrag 13. Sep 2019, 12:06 | Beitrag #2740
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Hoffe das dann auch CIR wieder angefasst wird, die Fernmeldeverbände (sorry, IT Verbände) dorthin zu Transferieren hat auch wenig gebracht.


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v. Manstein
Beitrag 13. Sep 2019, 12:09 | Beitrag #2741
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Die Kanadischen Streitkräfte haben einen Joint Ansatz in den 70iger Jahren verfolgt, aber wieder verworfen. Zuviel "Joint " ist also auch nicht gut. Was aber sinnvoll wäre, wäre, dass man die die SkB und den San Dienst wieder als organische Einheiten in den TSK H, Lw und M aufgehen lässt. CIR als TsK der vierten Dimension mit seinen Fähigkeiten (ohne IT-Bat) wäre hingegen als vierte TSK beizubehalten

Der Beitrag wurde von v. Manstein bearbeitet: 13. Sep 2019, 12:11


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Forodir
Beitrag 13. Sep 2019, 14:26 | Beitrag #2742
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in dem Beitrag von der Welt (hinter Paywall) liest sich das auch so. Ich wäre da aber sehr überrascht wenn das passiert denn dann müsste soviel zurückgedreht und so viele Befindlichkeiten geregelt werden. Wenn es doch nur sowas wie Befehle und Gehorsam gäbe,....

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 13. Sep 2019, 14:26


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Beitrag 13. Sep 2019, 15:21 | Beitrag #2743
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Der Unterschied zu den Siebzigern ist halt deutlich, dass heute Kommunikation viel komplexer notwendig aber auch leistbar ist.


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SailorGN
Beitrag 13. Sep 2019, 19:36 | Beitrag #2744
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Hmm, ist es wirklich so sinnvoll, gerade bei Sanis und den Elementen, welche in der SKB hängen, wieder auf alle Zentralisierung zu verzichten? Gerade bei den Sanis sind gewisse Dinge einfach Standard, die man am besten zentral abbildet (fachliche Basisausbildung, Facharztzentren, BundeswehrKH). Auch bei der Logistik gibt es Dinge, die überall gleich sind (LKW-Fuhrpark zB). Eine generelle Aufteilung und vor allem Unterstellung unter die TSK würde da wieder zu Sonderwegen in den TSK führen. Taktisch machen Fähigkeitsverbünde deutlich Sinn, aber das kann man auch durch die Spezialisierung von Teileinheiten machen: Warum nicht ein Jägerbatt an der Küste stationieren und Amphibik üben lassen? Gleiches geht doch auch mit Tornados.


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Forodir
Beitrag 14. Sep 2019, 11:59 | Beitrag #2745
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Es spricht ja nichts gegen eine zentrale Beschaffung und Ausbildung, aber die Truppenteile sollten organisch wieder dort sein und vor allem geführt werden wo sie hingehören. Diese Zersplitterung und Aufdröselung hat gerade in den Köpfen richtig viel Porzellan zerschlagen.
ZSAN ist meiner Meinung nach DAS negativ Beispiel wie man es nicht hätte machen sollten, die Aufstellung der ganzen Kommando Behörden hatte nur dazu geführt das dringen gebrauchte Ärzte in irgendwelchen Ämtern und Stäben versauerten, von dies Braindrain hat sich die Basis nie mehr erholen können, da ja auch der Nachwuchs spärlicher herankam.

Die Sonderwege kann man ganz gut aufhalten indem man wie bereits erwhnt die Ausbildung und Beschaffung Bw einheitlich macht, aber eben die Unterstellung und Führung in die Truppe verlegt. Personalführung ist sowieso zentralisiert also auch kein Grund für einen eigenen MilOrg Bereich.


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Beitrag 15. Sep 2019, 10:24 | Beitrag #2746
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ZITAT(Forodir @ 14. Sep 2019, 12:59) *
Es spricht ja nichts gegen eine zentrale Beschaffung und Ausbildung, aber die Truppenteile sollten organisch wieder dort sein und vor allem geführt werden wo sie hingehören. Diese Zersplitterung und Aufdröselung hat gerade in den Köpfen richtig viel Porzellan zerschlagen.

Eben, man darf auch gerade bei der Logistik nicht vergessen, dass Landes- und Bündnisverteidigung auch heißen wird, wieder mehr Logistikeinheiten aufzustellen. Man wird ja damit planen müssen irgendwie Truppen, Gerät und Material von A nach B zu transportieren.


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ede144
Beitrag 16. Sep 2019, 09:31 | Beitrag #2747
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ZITAT(SailorGN @ 13. Sep 2019, 20:36) *
Warum nicht ein Jägerbatt an der Küste stationieren und Amphibik üben lassen? Gleiches geht doch auch mit Tornados.


Also das mit dem Jägerbatallion funktioniert nicht und hat in Deutschland nie funktionert und das mit den Tornados hat insoweit funktioniert, das niemand mehr Schiffsbekämpfung aus der Luft kann.
 
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Beitrag 16. Sep 2019, 10:37 | Beitrag #2748
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ZITAT(ede144 @ 16. Sep 2019, 10:31) *
ZITAT(SailorGN @ 13. Sep 2019, 20:36) *
Warum nicht ein Jägerbatt an der Küste stationieren und Amphibik üben lassen? Gleiches geht doch auch mit Tornados.


Also das mit dem Jägerbatallion funktioniert nicht und hat in Deutschland nie funktionert und das mit den Tornados hat insoweit funktioniert, das niemand mehr Schiffsbekämpfung aus der Luft kann.


Da sich das mit den JSS ja offenbar erledigt hat, ist das mit dem amphibischen Jägerbataillon ja irgendwie auch nicht so dringend wink.gif Die Marineflieger sind aber natürlich ein gutes Beispiel, die zur Luftwaffe gegangene Heeresflugabwehr sicher ein anderes. Vor der Hinsicht sind natürlich "Systemverbünde Land/Luft/See" schon sinnvoll, aber gleichzeitig klingt das für mich halt ein wenig nach "hatten wir alles schon mal, haben wir dann aber abgeschafft, und jetzt nennen wir es anders, damit es nicht so aussieht, als wäre die Abschaffung ein Fehler gewesen" wink.gif
 
Forodir
Beitrag 16. Sep 2019, 12:04 | Beitrag #2749
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Innerhalb der Bundeswehr werden die letzten Jahre und Transformierungen/Strukturänderungen ganz klar als Fehler kommuniziert, auch auf Führungsebene, nur das interessierte halt niemanden. Der Umbau Bw war nach Kassenlage diktiert und zugegebenermaßen haben da auch ne menge Leute ihren schnitt gemacht. Mann konnte ja nicht die ganzen BS und höheren Offiziere einfach gehen lassen. Alleine was an Artillerie Offizieren frei wurde musste ja irgendwo untergebracht werden.


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Nite
Beitrag 16. Sep 2019, 16:21 | Beitrag #2750
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ZITAT
FOCUS Magazin
FOCUS 38/2019
Kramp-Karrenbauer sieht keine Chance auf Rückkehr zur Wehrpflicht / CDU-Vorsitzende plädiert aber für eine Dienstpflicht

[...]

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Beitrag 16. Sep 2019, 16:43 | Beitrag #2751
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Ja, das Thema treibt die CDU ja schon länger um. Ich bin gespannt, was man da für einen Vorschlag zu machen möchte. Ich fürchte, man wird die inhaltliche Diskussion an die Wand fahren, indem man frühzeitig im Diskurs den Satz "dann muss man halt das Grundgesetz ändern" äußert. Und ab da dürfte es dann fraglich sein, was das größere Tollhaus sein wird: Der Bundestag oder Twitter.


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Beitrag 16. Sep 2019, 16:51 | Beitrag #2752
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Seit Jahren hangelt sich man bei dem Thema von Veranstaltung zu Veranstaltung ohne etwas substantielles vorweisen zu können, man könnte also sagen dass das Problem nicht tot ist sondern schlicht und einfach abseits von Medienhype nie Fahrt aufgenommen hat.


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Forodir
Beitrag 16. Sep 2019, 18:52 | Beitrag #2753
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Wie sollte man es auch aufnehmen? Die Fronten sind klar und verhärtet, keine der beiden Seiten wird auf die andere zugehen, was ja auch zugegeben schwierig sein wird. Die Wehrpflicht ist ja auch nicht weggestorben weil das ein schneidiger CSU Mann wollte sondern weil der KONSENS über die Parteien hinweg eben der war das die Wehrpflicht nicht zu halten ist. Die die sich die Wehrpflicht zurückwünschen sind die gleiche Minderheit (in großen Teilen) die schon damals gegen das aussetzten dieser waren.


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Beitrag 17. Sep 2019, 08:03 | Beitrag #2754
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ZITAT(Forodir @ 16. Sep 2019, 19:52) *
Wie sollte man es auch aufnehmen? Die Fronten sind klar und verhärtet, keine der beiden Seiten wird auf die andere zugehen, was ja auch zugegeben schwierig sein wird. Die Wehrpflicht ist ja auch nicht weggestorben weil das ein schneidiger CSU Mann wollte sondern weil der KONSENS über die Parteien hinweg eben der war das die Wehrpflicht nicht zu halten ist. Die die sich die Wehrpflicht zurückwünschen sind die gleiche Minderheit (in großen Teilen) die schon damals gegen das aussetzten dieser waren.


Jein, etwas abschaffen, bei dem man weiß, dass einem das Gerichte jeden Moment ohnehin abschießen (Stichwort: Wehrgerechtigkeit) ist immer einfacher, insbesondere, wenn man damit eine beliebte Entscheidung trifft und man noch denkt, man braucht den ganzen Kram ("Militär") ohnehin nur noch für THW-Aufgaben im Ausland.

Fahrt aufnehmen könenn Projekte nur, wenn man ein klares Ziel formuliert und einen Weg dorthin aufzeigt. Bestes Gegenbeispiel ist die Sitzung des sogenannten Klimakabinetts am kommenden Freitag. Es gibt eine Reihe von guten, sehr guten und weniger guten Einzelvorschlägen, aber keine der beiden Parteien liefert ein Konzept. Und so wird das halt weder etwas mit dem Einhalten der Ziele, noch mit der Kommunikation. Ich erlebe das gerade in meiner Heimatstadt, wo die Verwaltung ein "Konzept für die Innenstadt" in den Rat eingebracht hat. Das Konzept greift Ideen auf, wie eine Reihe von Leuten sie als eigenes Konzept eingebracht haben (unter anderem ich), nur ohne Klammer. Und Einzelmaßnahmen helfen eben nicht, weil sie nirgends hinführen.

Und genau so läuft es bei der Diskussion um die Dienst- oder Wehrpflicht. Natürlich könnte man eine Wehrpflicht immer besser begründen als eine allgemeine Dienstpflicht, dafür sorgt in beiden Fällen das Grundgesetz. Man müsste aber eben die unbequeme Entscheidung treffen eine Wehrpflicht zu wollen - gegen den Willen mancher Wähler - und diese unter Wahrung der Wehrgerechtigkeit auch einsetzen, das gilt natürlich auch für den Wehrersatzdienst. Die Kosten sind bei der Sache irrelevant, denn auch eine Dienstpflicht kostet den Staat Geld, vor allem in der Erfassung und Verwaltung derjenigen, die der allgemeinen Dienstpflicht unterliegen.

Es ist kompletter Irsinn sich auf den Standpunkt zu stellen, dass eine allgemeine Dienstpflicht da weniger aufwendig wäre, denn die Gruppe der Betroffenen dürfte ziemlich identisch sein und Verwaltungsakte - wer macht was und wird wie und wohin zugeteilt - sind ähnlich. Ob ich bei einer Gewissenserklärung gegen den Wehrdienst alle notwendigen Punkte abhake und die Leute dann dem Wehrersatzdienst zuteile ist nicht mehr, eher weniger Arbeit als bei jedem jungen Menschen zu steuern, ob und dass er oder sie sich auch der Dienstpflicht beugt und eine entsprechende Stelle aufsucht und ein Angebot wahrnimmt.

Ich habe das bereits mehrfach gesagt, wir reden bei Deutschland über ca. 400.000 Personen (Zahlen von 2012, aber die Zahlen sind nicht signifikant anders), die jährlich das Alter erreichen, wo sie unter eine Wehr- oder Dienstpflicht fallen würden. Das sind Massen, die man irgendwo erstmal aufnehmen muss, egal ob im Militär oder im Pflegesektor. Und diese Massen werden Konsequenzen haben, allen voran führt so etwas ohne ernsthafte Steuerung zu einem massivem Überangebot von Arbeitskräften und damit zu Lohndumping.

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 17. Sep 2019, 08:04


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MeckieMesser
Beitrag 20. Sep 2019, 18:12 | Beitrag #2755
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ZITAT(Forodir @ 13. Sep 2019, 13:06) *
Hoffe das dann auch CIR wieder angefasst wird, die Fernmeldeverbände (sorry, IT Verbände) dorthin zu Transferieren hat auch wenig gebracht.


Mal ein Frage: Wie holt sich das CIR eigentlich die Leute?
Ich frage deshalb, weil IG Metall Unternehmen inzwischen Sonderregeln auf den Weg bringen, weil einige Autobauer Security Experten mit 80.000 Euro Einstiegsgehalt von der Uni locken. Da reicht inzwischen schon der Master.

Interessant ist auch: Gut die Hälfte aller Security Menschen, mit denen ich zu tun haben sind Ex-IDF.
Wird also auch selbst ausgebildet?
 
Delta
Beitrag 23. Sep 2019, 20:07 | Beitrag #2756
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Grundsätzlich benötigt auch der milOrgBer CIR eine bedarfsdeckende und strukturfeste Personalplanung und bildet daher, wie auch die anderen TSK/milOrgBer selbst aus, mit eigenen Laufbahnen und Werdegangsmodellen. Bei CIR gibt es zwei grosse Probleme dabei:

Das erste ist, das der OrgBer sehr spezialistenlastig ist und deswegen von Haus aus lange Ausbildungsgänge hat; sei es bei den IT-lern (beschäftigen sich mit eigener IT) als auch bei den Leuten aus dem Militärischen Nachrichtenwesen/Cyberoperationen/Eloka (beschäftigen sich mit eigener IT, um sich u.a. mit fremder IT beschäftigen zu können) und dem Geoinformationsdienst. Als Anhalt gilt, dass ein Soldat zum Feldwebel ca. 6-8 Jahre, zum Stabsoffizier ca. 13-15 Jahre benötigt, bis er in seinem Aufgabengebiet eingesetzt werden kann. Das ist in anderen Truppengattungen nicht anders, aber da ist die Dichte an Feldwebeln und v.a. Stabsoffizieren oft deutlich geringer.

Das zweite hängst stark mit dem ersten zusammen: Man beötigt dazu a) brains, die b) auf dem freien Markt auch sehr gefragt sind, und zwar auch genau in diesen Spezialisierungen. Daher ist der OrgBer an vielen Stellen stark für Quereinsteiger geöffnet und man versucht auch entsprechende Anreize zu setzen (Stichwort: Hackerprämie).

Hier wir oft der Seiteneinstieg in höhere Laufbahngruppen und Gehaltsstufen ermöglicht (z.B. durch Quereinstieg bei notwendiger Fachkompetenz direkt in Offiziers- und Stabsoffizierränge)

Zum selber gucken, was gerade alles gesucht wird: bundeswehrkarriere.de, einfach mal als Stichwort "CIR" eingeben; sind auf Anhieb 5 mögliche Seiteneinstiege in der Offizierslaufbahn für IT-Sicherheitsleute/Netwerkanalysten/Forensiker dabei.


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Thou canst not kill that which doth not live. But you can blast it into chunky kibbles.
 
MeckieMesser
Beitrag 26. Sep 2019, 20:12 | Beitrag #2757
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Danke für die Info.
Die Stellenanzeigen sind auch mal ziemlich offen gehalten. Arme Eingangsprüfer im HR.
Da wollte man keinen abschrecken.
 
400plus
Beitrag 1. Oct 2019, 10:48 | Beitrag #2758
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Überblick über die für dieses Jahr geplanten Beschaffungen und ein kurzer Ausblick:

ZITAT
So sind 2019 unter anderem 67 Schützenpanzer PUMA, 51 Radpanzer BOXER, sieben Transportflugzeuge A400M und zehn Transporthubschrauber NH90 für die Auslieferung geplant. Beim Eurofighter werden fünf Flugzeuge und damit die letzten aus der aktuellen Tranche ausgeliefert. Beim SEA LION beginnt die Auslieferung mit vorgesehenen drei Fluggeräten. Die Marine erhält in 2019 mindestens auch eine Fregatte des Typs F125.
[...]
Allein für die kommenden Monate sind mehrere 25-Millionen-Vorlagen des BMVgBundesministerium der Verteidigung geplant. Eine Reihe dieser Vorhaben ist für die Very High Readiness Joint Task Force (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ) in 2023 vorgesehen und umfasst ein geplantes Finanzvolumen von rund vier Milliarden Euro.


BMVG
 
ramke
Beitrag 1. Oct 2019, 12:02 | Beitrag #2759
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Ich lese keine Lochkoppel, sind die Lagerbestände eig. Aufgebraucht von der letzten grossbestellung?


--------------------
...die Grundausbildung bereitet auf den Krieg vor,
die Truppenküche auf die Gefangenschaft.
 
Elster
Beitrag 1. Oct 2019, 16:29 | Beitrag #2760
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Ich fürchte, dass wir davon noch genug haben. Irgendwann habe ich mal gehört, dass in Zukunft jeder Soldat mit einer Modularen Ballistischen Schutzaustattung (MOBAST) ausgerüstet werden soll, aber das bezweifle ich irgendwie. Zumal in der öffentlichen Ausschreibung von 2018 bis 2023 dann deutlich weniger beschafft werden sollen
(https://ausschreibungen-deutschland.de/354154_Modulare_ballistische_Schutz-_und_Trageausstattung_MOBAST_Rahmenvereinbarungen_2017_Koeln):

ZITAT
3)Menge oder Umfang
Mindestbestellmenge: 3 645 Satz, zusätzliche unverbindliche geschätzte Bestellmenge: 10 000 Satz.


Wenn ja bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Westen beschafft werden sollen, muss dann ja ein anderer Westentyp beschafft werden. Vielleicht die Schutzweste Infanterie, modifiziert? Ich muss leider zugeben, dass ich da momentan nicht wirklich durchblicke.

Auch bei anderen Sachen muss ich stutzen:
ZITAT
3)Menge oder Umfang
33.500 Endgeräte Moderner Funksysteme


Sind damit wohl die Handfunkgeräte im Rahmen des Projekts Taktische Mobile Kommunikation gemeint, die irgendwann mal die SEM-52S und SL ersetzen sollen? Mein letzter Stand ist, dass bislang noch nicht mal ein genaues Modell feststeht, weil die bisherigen Tests allesamt unbefriedigend verlaufen sind.

ZITAT
34.500 neue Gefechtshelme


Ich vermute mal, dass damit der Ops-Core-Helm gemeint ist, der für IdZ-ES beschafft wird. Klingt recht gut.


 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 17. October 2019 - 09:14