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> (Selbstbau-) Waffen des Attentats von Halle, ausgelagert aus den infanteristischen Kuriositäten
Ferrus_Manus
Beitrag 10. Oct 2019, 07:40 | Beitrag #1
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Die Waffen des Attentäters von Halle



Die Maschinenpistole scheint nach dem Vorbild einer Luty-Gun gefertigt zu sein

Ein Video von Forgotten Weapons zu dieser Waffe



Das Vorbild für die andere Schusswaffe ist mir nicht bekannt, aber es scheint ein 3D-Drucker bei der Herstellung verwendet worden zu sein.



Und Bilder von den Sprengsätzen die er verwendet hat

Der Beitrag wurde von Ferrus_Manus bearbeitet: 10. Oct 2019, 07:43


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Schwabo Elite
Beitrag 10. Oct 2019, 07:44 | Beitrag #2
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Okay, das muss jemand sein, der das Handwerk versteht. Weiß man zufällig, ob er Büchsenmacher ist? Oder wurden da bekannte Designs kopiert?


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Ferrus_Manus
Beitrag 10. Oct 2019, 07:47 | Beitrag #3
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ZITAT(Schwabo Elite @ 10. Oct 2019, 08:44) *
Okay, das muss jemand sein, der das Handwerk versteht. Weiß man zufällig, ob er Büchsenmacher ist? Oder wurden da bekannte Designs kopiert?


Seine Primärwaffe ist nach dem Vorbild dieser improvisierten Waffen gefertigt:
Artikel von ARES zu der Waffe

Pläne dazu kursieren im Internet und wurden auch von einem dubiosen Verlag (Paladin Press) in Buchform publiziert, und sie wurden zum Beispiel schon von Kriminellen in Australien verwendet.

Der Beitrag wurde von Ferrus_Manus bearbeitet: 10. Oct 2019, 07:49


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Schwabo Elite
Beitrag 10. Oct 2019, 11:06 | Beitrag #4
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Danke für die Info.


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Merowinger
Beitrag 10. Oct 2019, 12:15 | Beitrag #5
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Ich halte es für sehr unwahrscheinlich dass er keine Hilfe beim Waffenbau hatte bzw. nicht zugekauft hat. Zum Glück war ihm nicht klar, wie man einer Tür erfolgreich zu Leibe rückt.

Hm... Nachtrag SPON:
ZITAT
Laut dem elfseitigen Dokument [des Täters] war es ein erklärtes Ziel des Täters, die Tauglichkeit improvisierter Waffen unter Beweis zu stellen.
[...]
In dem Manifest dokumentiert der Täter detailgetreu, welche Schusswaffen er am Körper tragen wird, wann sie zum Einsatz kommen sollen und was geplant ist, wenn eine Waffe nicht mehr funktioniert. Er beschreibt die Zusammensetzung des Sprengstoffs, mit dem er später versuchen wird, die Eingangstür zur Synagoge aufzusprengen und erklärt, wie er die Schusswaffen-Munition produzierte. "Man kann erkennen, dass der Attentäter recht viel Ahnung von Selbstbauwaffen hat."
[...]
Auf illegalen Waffenbau stehen bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe.
Die selbst gebauten Hybridwaffen sind oft fehleranfällig, es kann sogar dazu kommen, dass sie sich in der Hand in Einzelteile zerlegen. Auch der Täter von Halle nutzte eine solche Hybridwaffe. Und sie schien nicht gut zu funktionieren. In dem Tatvideo hört man ihn fluchen, man sieht, wie es mehrfach zu Fehlfunktionen kommt, wie die Waffe blockiert oder nicht feuert.


Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 10. Oct 2019, 16:24
 
Jolly Jack Ketch
Beitrag 10. Oct 2019, 12:37 | Beitrag #6
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Ohje, das ich hatte schon vermutet. Ein Luty-Design.
Die zweite Waffe scheint lediglich eine Weiterentwicklung zu sein.

Solange nicht zwei linke Hände vorhanden sind, sollte das auch ohne viel waffentechnisches Verständnis hinzubekommen sein.
Wäre er Büchsenmacher, sähen die Dinger mit Sicherheit nochmal anders aus.

Eine andere Frage wäre, wo hat der Typ die Munition her?
Die sieht nicht selbstgemacht aus.


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Whuffo
Beitrag 10. Oct 2019, 13:04 | Beitrag #7
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Diese Waffen kann jeder Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker, Landmaschinenmechaniker, etc. so herstellen.




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Schwabo Elite
Beitrag 10. Oct 2019, 20:04 | Beitrag #8
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ZITAT(Jolly Jack Ketch @ 10. Oct 2019, 13:37) *
Eine andere Frage wäre, wo hat der Typ die Munition her?
Die sieht nicht selbstgemacht aus.


Han ich auch schon gedacht. Tschechien eventuell.


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Holzkopp
Beitrag 10. Oct 2019, 22:45 | Beitrag #9
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Ich hab vorhin einen kurzen Ausschnitt aus dem Livestream des Täters gesehen wo er versucht die Tür der Synagoge gewaltsam zu öffnen. Da ballert er mehrmals auf die Holztür. Nachher sieht man Bilder der Einschüsse, das sieht aus wie grobes Postenschrot. Aus was für einer Waffe er da feuert konnte ich nicht erkennen.

Bild der Tür bei n-tv

Bild der Tür bei der "Sun"


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goschi
Beitrag 11. Oct 2019, 06:04 | Beitrag #10
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Das dürfte daran liegen, dass seine beiden Waffen keine gezogenen Läufe haben, vermutlich nichtmal eine besonders enge Toleranz, da wird aus einem 9mm Geschoss dann schnell das Äquivalent zur Schrotkugel.


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
goschi
Beitrag 11. Oct 2019, 07:03 | Beitrag #11
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Thema aus den infanteristischen Kuriositäten ausgelagert.


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Ferrus_Manus
Beitrag 11. Oct 2019, 09:03 | Beitrag #12
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ZITAT(Holzkopp @ 10. Oct 2019, 23:45) *
Ich hab vorhin einen kurzen Ausschnitt aus dem Livestream des Täters gesehen wo er versucht die Tür der Synagoge gewaltsam zu öffnen. Da ballert er mehrmals auf die Holztür. Nachher sieht man Bilder der Einschüsse, das sieht aus wie grobes Postenschrot. Aus was für einer Waffe er da feuert konnte ich nicht erkennen.


Wie Goschi schon sagte hat die Waffe einen glatten Lauf, und sie ist vollautomatisch. Die streut dann natürlich ziemlich.

EDIT: Wenn man sich nochmal das Video anschaut wo er aus der Ferne beim schießen gefilmt wird fällt auf das die Waffe eine Menge Rauch produziert. Wäre möglich das er sich Hülsen und Geschosse aus verschiedenen Quellen besorgt hat und diese dann mit Schwarzpulver geladen hat?

Der Beitrag wurde von Ferrus_Manus bearbeitet: 11. Oct 2019, 10:01


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Nite
Beitrag 11. Oct 2019, 12:15 | Beitrag #13
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Der Täter hatte auch eine selbstgebaute Schrotflinte mit der er versucht hatte die Tür aufzuschießen.



Das Ding verwendet er auch bei den Schüssen hinter dem Auto


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dersutter
Beitrag 11. Oct 2019, 14:42 | Beitrag #14
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Die Einschusslöcher in der Türe zeugen von (glücklicherweise) nicht vorhandenem Verständnis, wie ein Türschloss funktioniert.

Für den Bau der Waffen ist jedoch schon grundlegendes technisches und mechanisches Wissen nötig. Irgendwie passt das nicht zusammen.


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Jolly Jack Ketch
Beitrag 11. Oct 2019, 15:17 | Beitrag #15
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ZITAT(dersutter @ 11. Oct 2019, 15:42) *
Die Einschusslöcher in der Türe zeugen von (glücklicherweise) nicht vorhandenem Verständnis, wie ein Türschloss funktioniert.

Ach, fehlendes Wissen, wie gewisse (mechanische!) Dinge funktionieren, hab ich schon bei Studierenden des Maschinenbaus gesehen.
Das heißt leider nix.

Oder:
Eine Anleitung aus dem Internet nachbasteln ist nicht das gleiche, wie die Konstruktion eines Türschlosses.
Dazu kommt dann so was wie Adrenalin-Blackout, Frustation, Angst vor Abprallern …


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General Gauder
Beitrag 11. Oct 2019, 15:27 | Beitrag #16
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ZITAT(dersutter @ 11. Oct 2019, 15:42) *
Die Einschusslöcher in der Türe zeugen von (glücklicherweise) nicht vorhandenem Verständnis, wie ein Türschloss funktioniert.

Für den Bau der Waffen ist jedoch schon grundlegendes technisches und mechanisches Wissen nötig. Irgendwie passt das nicht zusammen.

Ich sehe absolut keinen Widerspruch darin, diese Waffen kann sich wirklich jeder bauen, den man darf nicht vergessen der Täter hat quasi unendlich lange Zeit und kann notfalls per try and error so lange an den Dingern rum basteln bis sie funktionieren. Das er nicht unbedingt der schlauste war hat man doch an der dilletantischen Tatausführung gesehen. Ein schlauer täter mit dem Arsenal hätte dutzende Menschen Töten können siehe Breivik oder aber auch die Typen welche die Anschläge in Paris durchgeführt haben.
Ich würde sagen das jeder der irgendeine Technische Ausbildung hatte mit einer entsprechenden Anleitung welche man im Internet ohne gewaltigen Aufwand finden kann diese Waffen bauen kann.
Schusswaffen ansich sind eigentlich ziemlich simpel, das einzige was einigermaßen Fachwissen vorraussetzt wäre der Lauf aber wenn man mit Dauerfeuer auf kurze Distanz schießt ist das nicht so wichtig und man kann auf diesen verzichten und einfach ein Rohr nehmen was der Täter wohl auch getan hat.


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Slavomir
Beitrag 12. Oct 2019, 05:17 | Beitrag #17
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ZITAT(dersutter @ 11. Oct 2019, 15:42) *
Für den Bau der Waffen ist jedoch schon grundlegendes technisches und mechanisches Wissen nötig. Irgendwie passt das nicht zusammen.

Er hatte Hilfe, wie es aussieht.

Der Beitrag wurde von Slavomir bearbeitet: 12. Oct 2019, 05:18
 
KSK
Beitrag 12. Oct 2019, 11:45 | Beitrag #18
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ZITAT(General Gauder @ 11. Oct 2019, 16:27) *
Das er nicht unbedingt der schlauste war hat man doch an der dilletantischen Tatausführung gesehen. Ein schlauer täter mit dem Arsenal hätte dutzende Menschen Töten können siehe Breivik oder aber auch die Typen welche die Anschläge in Paris durchgeführt haben.

Das halte ich für eine gewagte These. Es ging dem Täter wohl nicht darum möglichst viele Menschen zu töten sondern in die Synagoge zu kommen (vermeintlich um dort zu töten). Eine entsprechend stabile Tür kann durchaus auch für einen "schlauen Täter" ein schwer überwindbares Hindernis darstellen.


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In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Schwabo Elite
Beitrag 12. Oct 2019, 14:53 | Beitrag #19
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ZITAT(KSK @ 12. Oct 2019, 12:45) *
Das halte ich für eine gewagte These. Es ging dem Täter wohl nicht darum möglichst viele Menschen zu töten sondern in die Synagoge zu kommen (vermeintlich um dort zu töten). Eine entsprechend stabile Tür kann durchaus auch für einen "schlauen Täter" ein schwer überwindbares Hindernis darstellen.
Dem kann ich bis zu einem bestimmten Punkt zustimmen. Nun bieten aber viele Gotteshäuser Besichtigungszeiten oder gar Führungen an. Beides hätte vielleicht schon geholfen. Ich weiß nicht, was ihn an der Tür am Eintreten gehindert hat, Stabilität, Schließanlage, Schutzsystem, alles denkbar. So etwas ließe sich aber auch vorher ausloten. Zum Glück ist es dazu offenbar nicht gekommen.


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Nite
Beitrag 12. Oct 2019, 15:27 | Beitrag #20
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Stabilität und Schließanlage.


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Beitrag 12. Oct 2019, 15:46 | Beitrag #21
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ZITAT(KSK @ 12. Oct 2019, 12:45) *
ZITAT(General Gauder @ 11. Oct 2019, 16:27) *
Das er nicht unbedingt der schlauste war hat man doch an der dilletantischen Tatausführung gesehen. Ein schlauer täter mit dem Arsenal hätte dutzende Menschen Töten können siehe Breivik oder aber auch die Typen welche die Anschläge in Paris durchgeführt haben.

Das halte ich für eine gewagte These. Es ging dem Täter wohl nicht darum möglichst viele Menschen zu töten sondern in die Synagoge zu kommen (vermeintlich um dort zu töten). Eine entsprechend stabile Tür kann durchaus auch für einen "schlauen Täter" ein schwer überwindbares Hindernis darstellen.

Wenn er schlau gewesen wäre, hätte er einfach vor dem Eingang gewartet bis dieser auf gemacht wird.


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Merowinger
Beitrag 12. Oct 2019, 16:53 | Beitrag #22
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Synagogen sind immer gut gesichert, baulich und auch organisatorisch.
 
Nite
Beitrag 12. Oct 2019, 17:47 | Beitrag #23
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ZITAT(General Gauder @ 12. Oct 2019, 16:46) *
Wenn er schlau gewesen wäre, hätte er einfach vor dem Eingang gewartet bis dieser auf gemacht wird.

Da wäre allerdings die Frage gewesen wie lange es dauert bis jemand die Polizei ruft wenn da ein Bewaffneter mit Helm und Pseudo-Uniform vor der Synagoge rumhängt


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Cuga
Beitrag 12. Oct 2019, 17:57 | Beitrag #24
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Er hatte doch auch Sprengsätze dabei. Mit etwas Vorbereitung hätten auch solche die Tür öffnen können. Ein Glück, dass er nicht weit genug geplant hat und es nur so wenige Opfer gegeben hat. Mal schauen was die Aufklärung der Hintergründe und der Beteiligung weiterer Personen bei der Vorbereitung in den nächsten Monaten noch ergibt.


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Der Müßiggänger ist ein Abenteurer im Angesicht des Todes, ein Kreuzritter wider das Diktat der Eile.
 
SpezPi(Ppl)301
Beitrag 12. Oct 2019, 18:34 | Beitrag #25
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@Mod: ggf. verlegen
Halle:
Wie sieht Polizeitaktik aus? Wenn man https://m.spiegel.de/panorama/justiz/anschl...-a-1291114.html
liest, fragt man sich, ob infantristische Grundsätze (Wirkung geht vor Deckung) mangels Munition an Mann/Frau nicht ausgebildet wird und wie es um die Schiessfertigkeit der Polizei bestellt ist.
Sind MP 5 und MP7 nur bei Sonderlage mit Vorlauf auf dem Kfz?
 
Holzkopp
Beitrag 12. Oct 2019, 20:40 | Beitrag #26
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Wie das in Sachsen- Anhalt ist weiß ich nicht. Was mir aber auffiel: es war - zumindest auf den Pressebildern- sehr viel Polizei mit MP5 zu sehen, teilweise jede Einsatzkraft auch in größeren Gruppen.

War das Bereitschaftspolizei mit Zugang zur Waffenkammer? Oder sind die Polizeireviere entsprechend ausgestattet?

In Hessen gibts ja jetzt diese Notinterventionsteams, die werden nach meiner Kenntnis schichtweise eingeteilt und sind dann im Streifendienst unterwegs. Erinnert mich etwas an das Konzept der ARV(Armed Response Vehicle) in UK wo massiv bewaffnete Einsatzkräfte unterwegs und damit schon "auf der Straße" sind wenn sie gebraucht werden.


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Madner Kami
Beitrag 12. Oct 2019, 20:40 | Beitrag #27
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ZITAT(Schwabo Elite @ 12. Oct 2019, 15:53) *
ZITAT(KSK @ 12. Oct 2019, 12:45) *
Das halte ich für eine gewagte These. Es ging dem Täter wohl nicht darum möglichst viele Menschen zu töten sondern in die Synagoge zu kommen (vermeintlich um dort zu töten). Eine entsprechend stabile Tür kann durchaus auch für einen "schlauen Täter" ein schwer überwindbares Hindernis darstellen.
Dem kann ich bis zu einem bestimmten Punkt zustimmen. Nun bieten aber viele Gotteshäuser Besichtigungszeiten oder gar Führungen an. Beides hätte vielleicht schon geholfen. Ich weiß nicht, was ihn an der Tür am Eintreten gehindert hat, Stabilität, Schließanlage, Schutzsystem, alles denkbar. So etwas ließe sich aber auch vorher ausloten. Zum Glück ist es dazu offenbar nicht gekommen.


Afaik ist die Tür der Synagoge verstärkt bzw. gesichert um genau sowas wie das, was passiert ist, zu verhindern.


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Bandit
Beitrag 12. Oct 2019, 20:57 | Beitrag #28
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Die Vorwürfe gegen die Polizei in den Medien sind auf untersten Stammtischniveau.

Wenn man keine Ahnung von der Polizeiarbeit hat, schadet es sicher nicht, einfach einmal still zu sein. Wobei vieles durch logisches Denken schon relativiert werden könnte. Aber natürlich muss sofort ein Schuldigter gefunden werden.
Und auf die Polizei schimpfen ist mal wieder das Einfachste vom Einfachen.

Bei solchen Einsätzen wird selten alles rund laufen und wahrscheinlich gibt es auch in diesem Fall Aktionen, welche besser gemacht werden könnten. Aber man muss sich auch im Klaren sein, dass hier normale Streifenpolizisten mit geringer Ausbildung vor Ort waren. Solche Einsätze sind für normale Polizisten absolutes high-Level, die die meisten Polizisten niemals in ihrem Job erleben. Wenn man sich die verschiedensten Medienberichte durchliest bekommt man den Eindruck, als erwartet man, dass es nur Hollywood-Super-Cops geben darf.

Aber ok, vielleicht hat dieser Schwachsinn ja auch was Gutes an sich - zB dass die Ausbildung und Ausrüstung weiter verbessert und die Personalstärke erhöht wird.


Zur Frage betreffend Polizeitaktik:
Die deutschen Vorschriften kenne ich nicht - international ist es aber so, dass bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen je nach Szenarion sehrwohl auch Wirkung vor Deckung geht. Kommt aber auf die jeweilige Situation an.
Seit den Terroranschlägen wurde bei der Polizei - auch Streifendienst - aufgerüstet. Grundsätzlich sollten in den Streifenwagen Langwaffen (MP oder StG) sowie entsprechende Schutzausrüstung vorhanden sein. Deutschland wird wohl hier keine Ausnahme sein.

Der Beitrag wurde von Bandit bearbeitet: 12. Oct 2019, 21:04
 
peter
Beitrag 12. Oct 2019, 21:49 | Beitrag #29
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Zum Waffenbau:
Wer es irgendwie um eine Waldorfschule herum geschafft hat, sollte unter Nutzung der Möglichkeiten, die das Internet bietet, eine rudimentäre Schusswaffe zu Stande bringen.
Ja, die Flintenmunition scheint mit Schwarzpulver geladen worden zu sein.
Munitionsherstellung (auch von zumindest Kurzwaffenmunition) ist dank YouTube auch kein Geheimnis.
Das Erschreckende hieran ist, dass dies leider sogar einem solchen Idioten möglich ist.
Falls die 9x19 nicht auch mit Schwarzpulver geladen war, wäre es natürlich interessant zu wissen, wo die Munition herkam.

Die Gedankengänge bzgl. "Aufzeigen des Möglichen" kann ich aktuell nicht wirklich nachvollziehen, da die von ihm erschossenen Personen nach dieser "Logik" eigentlich keine Ziele für ihn hätten darstellen dürfen.

Zu den Vorwürfen gegen die Polizei:
Dauerhaften Objektschutzmaßnahmen geht eine Bedrohungsanalyse voran.
Wenn diese für Standorte wie Köln, Berlin, München auch auf Grund der dortigen Bevölkerung zum Schluss kommt, dass dort permanenter Objektschutz angebracht ist, kann dies an anderen Orten anders aussehen.
Ex ante wäre das hier vorgefundene Szenario wahrscheinlich in keiner Risikobetrachtung berücksichtigt worden.

Bezüglich "Wirkung vor Deckung":
Ja, polizeilich natürlich auch in einer unmittelbaren Auseinandersetzung, allerdings auch dann stets unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit, Regeln zu Notwehr/Nothilfe sowie unmittelbarem Zwang.
Vor Verfügbarkeit eines ausreichenden Lagebildes geht allerdings grundsätzlich erstmal Eigensicherung vor.
Als Polizeisprecher würde es mich jucken, diesbezüglich vielleicht Sachen klarzustellen...

Bezüglich Einzeltäter:
Bin mal sehr gespannt, wer da evtl mitgewirkt hat.
Ausgehend von dem Eindruck zum Geisteszustand, den man aus öffentlichen Quellen erlangen konnte, stelle ich mich schwer, ihm die Geschichte vollumfänglich alleine zuzutrauen.
Sollte er die Luty selbst gebastelt haben, müsste er zumindest mal jemanden mit einer Kantbank und/oder Fräse besucht haben.

Schalom

peter


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"Was habt Ihr denn gedacht?"
 
Camouflage
Beitrag 12. Oct 2019, 21:57 | Beitrag #30
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Ich finde die Fragen (Vorwürfe?) an die Polizei durchaus berechtigt.

Spätestens nach Erfurt und Winnenden sollte sich doch in Deutschland die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass bei einem Szenario "active shooter" alles daran gesetzt werden muss, den Täter unter Druck zu setzen und aufzuhalten, auch wenn es für die eingesetzten Streifenbeamten mit einer erhöhten Gefährdung verbunden ist. Das ist halt deren Job. So wie die Feuerwehr in brennende Häuser gehen muss, um Menschen zu retten. Die Alternative ist, dass jemand durch die Gegend läuft oder fährt und auf Unbeteiligte schießt.

Warum das in diesem Fall in einer Großstadt mit 240.000 Einwohnern, in der sicher mehr als ein Streifenwagen herumfährt, über einen längeren Zeitraum nicht gelungen ist, warum sich der Täter anscheinend noch über eine Stunde und 40 km nach dem ersten Kontakt mit der Polizei bewegen und dabei auf zwei Menschen schießen kann, sind meines Erachtens völlig legitime Fragen. Jeder Einsatz hat eine Chaosphase und viele Informationen sind irreführend oder unklar. Trotzdem kann und muss das aufgearbeitet werden.

ZITAT(peter @ 12. Oct 2019, 22:49) *
Vor Verfügbarkeit eines ausreichenden Lagebildes geht allerdings grundsätzlich erstmal Eigensicherung vor.

"Noch nicht ..." ist der gefährlichste Satz an einer Einsatzstelle.

Der Beitrag wurde von Camouflage bearbeitet: 12. Oct 2019, 21:58


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Gee, I wish we had one of them doomsday machines.
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 7. December 2019 - 01:04