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> Artillerie in der Bundeswehr, Ausgelagert aus dem GG-Fragenthread
Schwabo Elite
Beitrag 20. Sep 2021, 08:45 | Beitrag #1051
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Und zur Not gibt es ein Mid-Life-Upgrade 2040, bei dem die ganze interne Elektrik/Elektronik ausgetauscht wird. Keiner im BMVg wei├č, was 2030 an Bedarf sein wird. wink.gif


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Jackace
Beitrag 20. Sep 2021, 09:13 | Beitrag #1052
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ZITAT
Gerade gepanzerte Fahrzeuge sind in den mechanisch beanspruchten Teilen meistens technisch ziemlich simpel aufgebaut

Ich bin vollkommen deiner Meinung, ich hatte den 3D Druck auch nur angef├╝gt weil ich mir unsicher bin was da in Zukunft m├Âglich ist. Ein Problem ist die molekulare Struktur des Stahls. Unterschiedliche Herstellungsverfahren sorgen f├╝r unterschiedliche technische Eigenschaften des Stahls, ein gegossener z.B. verh├Ąlt sich ganz anders als ein geschmiedeter. Ob es mittels 3D Metalldruck ├╝berhaupt m├Âglich ist immer die entsprechende Legierung zu verwenden und das Endprodukt mit den notwendigen technischen Eigenschaften zu erzeugen ist fraglich.

Der Beitrag wurde von Jackace bearbeitet: 20. Sep 2021, 09:30
 
Broensen
Beitrag 20. Sep 2021, 09:35 | Beitrag #1053
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ZITAT(goschi @ 20. Sep 2021, 09:21) *
Das kritische sind immer elektrische und elektromechanische Bauteile (Schalter, Relais, Ventile, usw.) Und die lassen sich nahezu immer durch moderne Äquivalente ersetzen.


Mit zunehmender Digitalisierung kommen da allerdings teilweise Schwierigkeiten auf, dadurch dass f├╝r einige Teile nach Jahrzehnten noch nicht mal mehr die erforderlichen Fertigungsverfahren vorgehalten werden. Und wenn f├╝r einen Computer ein Chip nicht mehr verf├╝gbar ist, muss man dann zwangsl├Ąufig den ganzen Computer austauschen. Und nat├╝rlich ist der neue dann nicht mehr kompatibel mit den anderen Teilen oder der Software, so dass direkt eine ganze Baugruppe getauscht und ggf. neu entwickelt werden muss. Daf├╝r gibt es ja auch Obsoleszenzbeseitigung in MLUs und NDVs. Aber die L├Âsung daf├╝r hat man halt nicht mal eben im Schrank, wenn an einem einzelnen Exemplar mal was kaputt geht.
Eigentlich m├╝sste man digitale Baugruppen und Software regelm├Ą├čig weiterentwickeln und alle paar Jahre komplett austauschen, damit sowas nicht irgendwann zum Problem wird.
 
Jackace
Beitrag 20. Sep 2021, 09:50 | Beitrag #1054
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ZITAT
Eigentlich m├╝sste man digitale Baugruppen und Software regelm├Ą├čig weiterentwickeln und alle paar Jahre komplett austauschen, damit sowas nicht irgendwann zum Problem wird.


Zu teuer und aufwendig. Wichtiger ist es die digitalen Schnittstellen zu normieren und diese dann ├╝ber Jahrzehnte zu nutzen. Notwendige Kawestierungen sollten dann verst├Ąrkt ├╝ber Apps kommen und eben weniger ├╝ber Hardwareupgrades.
 
Broensen
Beitrag 20. Sep 2021, 10:22 | Beitrag #1055
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ZITAT(Jackace @ 20. Sep 2021, 10:50) *
Wichtiger ist es die digitalen Schnittstellen zu normieren und diese dann ├╝ber Jahrzehnte zu nutzen. Notwendige Kawestierungen sollten dann verst├Ąrkt ├╝ber Apps kommen und eben weniger ├╝ber Hardwareupgrades.

Bei den Schnittstellen gebe ich dir recht, diese m├╝ssen an soviel Stellen im System wie m├Âglich eingeplant werden. Dadurch kann man das Problem zumindest eingrenzen, so dass der Austausch von Komponenten vereinfacht wird. Allerdings wird man auch diese Schnittstellen irgendwann upgraden m├╝ssen und dann wird's kniffelig.
Software-Upgrades ├╝ber Jahrzehnte hinweg sind aber eher problematisch, wenn man nicht auch regelm├Ą├čig die Hardware erneuert. Der Vergleich ist zwar ├╝bertrieben, aber versuch doch mal, eine aktuelle Software auf einem Computer aus den 90ern zum Laufen zu bringen.... Im digitalen Bereich sind die Produktzyklen einfach viel zu kurz mit Blick auf die Lebensdauer von R├╝stungsg├╝tern. Dadurch werden Waffensystem mit hoher digitaler Integration entweder sehr schnell technisch obsolet oder sie m├╝ssen sehr regelm├Ą├čig technisch erneuert werden, was sehr teuer wird, wenn sie nicht von vornherein so modular aufgebaut werden, dass dies Komponentenweise m├Âglich ist.
 
goschi
Beitrag 20. Sep 2021, 10:44 | Beitrag #1056
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ZITAT(Broensen @ 20. Sep 2021, 10:35) *
ZITAT(goschi @ 20. Sep 2021, 09:21) *
Das kritische sind immer elektrische und elektromechanische Bauteile (Schalter, Relais, Ventile, usw.) Und die lassen sich nahezu immer durch moderne Äquivalente ersetzen.


Mit zunehmender Digitalisierung kommen da allerdings teilweise Schwierigkeiten auf, dadurch dass f├╝r einige Teile nach Jahrzehnten noch nicht mal mehr die erforderlichen Fertigungsverfahren vorgehalten werden. Und wenn f├╝r einen Computer ein Chip nicht mehr verf├╝gbar ist, muss man dann zwangsl├Ąufig den ganzen Computer austauschen.

ich schrieb darum bewusst "Schwierigkeit sind elektronische und elektromechanische bauteile"
Allerdings ist deren Ersatz meist nicht ansatzweise so schwer wie getan wird, wir haben gerade an einer Anlage aus den 1970ern die ganze Steuerung (noch Analog mit Relais und dr├Âlfzig Schaltplatten) ersetzt durch eine moderne mikrocontroller gesteuerte (und so eine Produktionsanlage mit etwa 220 Zylindern und Ventilen die angesteuert geh├Âren in richtiger Reihenfolge und Abh├Ąngigkeit ist kein Pappenstil)
Die neue Steuerung ist statt 1 Schaltschrank gross ├╝brigens eine Platine gross, die hardware ist zweitrangig, die relevanten BUS sind definiert und das ist gut erweiterbar.

Es geht, kostet halt einmal etwas Aufwand, ist aber v├Âllig problemlos machbar.

ich mein man hat es auch hingekriegt den Leopard 2 von hydraulisch auf Vollelektrischen Turmantrieb umzustellen, dann ist die Steuerungselektronik der PzH2000 durch eine neue austauschen in 2030 auch machbar.

Das Argument wird gerne gross aufgeh├Ąngt, ist in der Realit├Ąt ausserhalb der oldtimer-Szene die originaltreue will aber einfach nicht relevant, metall l├Ąsst sich imemr neu Herstellen und Elektronik immer durch moderne ├äquivalente ersetzen.

ZITAT(Jackace @ 20. Sep 2021, 10:50) *
Zu teuer und aufwendig. Wichtiger ist es die digitalen Schnittstellen zu normieren und diese dann ├╝ber Jahrzehnte zu nutzen.


Die Schnittstellen sind normiert, sind sie seit den 60ern, sind sie auch heute, werden sie immer neu.
So kann ich in meiner aktuellen Anlage auch einfach einen Sensor eines Herstellers von 1995 durch einen beliebigen (durchaus anders funktionierenden) eines anderen Herstellers von 2021 ersetzen, weil definiert ist "3-polig, sendet Impuls wenn...", der Sensor an sich ist egal, die Steuerung erwartet nur ihr Ping.
Und im milit├Ąrischen Umfeld ist diese Normierung sogar eher st├Ąrker als Schw├Ącher und blieb auch nicht 1960 stehen, sondern l├Ąuft weiterhin immer aktualisiert mit.


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
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Havoc
Beitrag 20. Sep 2021, 11:39 | Beitrag #1057
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ZITAT(Jackace @ 20. Sep 2021, 09:13) *
ZITAT
Gerade gepanzerte Fahrzeuge sind in den mechanisch beanspruchten Teilen meistens technisch ziemlich simpel aufgebaut

Ich bin vollkommen deiner Meinung, ich hatte den 3D Druck auch nur angef├╝gt weil ich mir unsicher bin was da in Zukunft m├Âglich ist. Ein Problem ist die molekulare Struktur des Stahls. Unterschiedliche Herstellungsverfahren sorgen f├╝r unterschiedliche technische Eigenschaften des Stahls, ein gegossener z.B. verh├Ąlt sich ganz anders als ein geschmiedeter. Ob es mittels 3D Metalldruck ├╝berhaupt m├Âglich ist immer die entsprechende Legierung zu verwenden und das Endprodukt mit den notwendigen technischen Eigenschaften zu erzeugen ist fraglich.


3D-Druck ist in der Automobilindustrie angekommen. ist auch in meiner Firma ein Thema in der Ersatzteilversorgung f├╝r sog. Langsamdreher. Das sind Teile deren Verf├╝gbarkeit als Hersteller gew├Ąhrleistet werden muss aber selten ben├Âtigt werden. Somit die Vorratshaltung und Sonderanfertigung als Einzelst├╝ck oder Kleinstserie mit hohen Kosten verbunden sind. 3D- Druck erlaubt auch die Herstellung von Bauteilen, die so konventionell mit Guss oder aus einem massiven Block gefr├Ąst nicht hergestellt werden k├Ânnen.
Die Nachteile sind, dass physikalisch bedingt keine hohen Druckgeschwindigkeiten m├Âglich sind - die unterer Druckschicht muss erst aush├Ąrten, bevor die n├Ąchste Schicht aufgedruckt werden kann und man hat bei bei jedem Werkst├╝ck einer andere kristalline Struktur - man hat hier keine Erfahrung wie es mit Langzeiterm├╝dungssch├Ąden aussieht.

Den einzigen Schwachpunkt bei Wanne und Turm ist der Drehring, da dieser als Verbindung zwischen Beiden die R├╝cksto├čkr├Ąfte der Kanone aufnehmen muss, sonst kann man beides komplett entkernen. Wir w├Ąren nicht die Ersten, die sowas gemacht haben. Es ist dann eben die Kosten- Nutzen-Frage wie umfangreich KWS gemacht werden soll oder das Haubitzensysteme Rad - vermutlich RCH 155- langfristig die PZH 2000 auch abl├Âst oder auf dem Markt (K9 Thunder; Donar) gesucht wird.
 
Jackace
Beitrag 20. Sep 2021, 11:49 | Beitrag #1058
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ZITAT
Die Schnittstellen sind normiert, sind sie seit den 60ern, sind sie auch heute, werden sie immer neu.

Ja, nat├╝rlich.
ZITAT
Und im milit├Ąrischen Umfeld ist diese Normierung sogar eher st├Ąrker als Schw├Ącher und blieb auch nicht 1960 stehen, sondern l├Ąuft weiterhin immer aktualisiert mit.

Ja, klar. Die Schnittstellen m├╝ssen hin und wieder dem Bedarf angepasst werden, ich denke da z.B. an gr├Âssere Daten├╝bertragungsraten etwa beim Puma wo man den reinen Sprechfunkverkehr auf Datenpakete f├╝r das System IdZ aufbohrt.
ZITAT
wir haben gerade an einer Anlage aus den 1970ern die ganze Steuerung ... durch eine moderne mikrocontroller gesteuerte

Das ist genau das was ich meinte. Mit der Erg├Ąnzung, da├č man in Zukunft mehr generische Hardware die man ├╝ber Apps in die notwendige Betriebsart versetzt, als speziell in Hardware implementierte Bausteine verwenden sollte.

(edit: Danke Havoc, ist doch mal interessant solche Infos aus der Praxis zu erfahren.)

Der Beitrag wurde von Jackace bearbeitet: 20. Sep 2021, 11:55
 
xena
Beitrag 20. Sep 2021, 13:54 | Beitrag #1059
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ZITAT(Broensen @ 20. Sep 2021, 09:22) *
Software-Upgrades ├╝ber Jahrzehnte hinweg sind aber eher problematisch, wenn man nicht auch regelm├Ą├čig die Hardware erneuert. Der Vergleich ist zwar ├╝bertrieben, aber versuch doch mal, eine aktuelle Software auf einem Computer aus den 90ern zum Laufen zu bringen....

Ja, mit Linux Software geht das. Linux l├Ąsst sich so individualisieren, dass es praktisch auf allem l├Ąuft was irgend wie rechnet. Nat├╝rlich in der entsprechenden Geschwindigkeit, aber selbst da l├Ąsst es sich so skalieren, dass es die wenigsten Resourcen abgreift. Eigentlich ideal um milit├Ąrisches Ger├Ąt ├╝ber Jahrzehnte up to date zu halten. Nur leider intrigieren die gro├čen Softwareschmieden in diesem Business.


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Broensen
Beitrag 20. Sep 2021, 13:55 | Beitrag #1060
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ZITAT(goschi @ 20. Sep 2021, 11:44) *
Allerdings ist deren Ersatz meist nicht ansatzweise so schwer wie getan wird, wir haben gerade an einer Anlage aus den 1970ern die ganze Steuerung (noch Analog mit Relais und dr├Âlfzig Schaltplatten) ersetzt durch eine moderne mikrocontroller gesteuerte ...
ich mein man hat es auch hingekriegt den Leopard 2 von hydraulisch auf Vollelektrischen Turmantrieb umzustellen, dann ist die Steuerungselektronik der PzH2000 durch eine neue austauschen in 2030 auch machbar.

Nat├╝rlich ist das alles machbar. Nur muss es halt auch getan werden und das passiert in NDVs und MLUs, alles kein Thema. Meine Ausf├╝hrungen bezogen sich aber auf das Thema der Ersatzteilverf├╝gbarkeit. Und die wird im digitalisierten Bereich halt schwieriger, weil bspw. die Architektur von Computerchips sich regelm├Ą├čig ver├Ąndert und die entsprechenden Fertigungsmethoden einfach aufgegeben werden. Und da kann man dann kein einzelnes Ersatzteil mehr herstellen und man kann auch kein alternatives Teil verwenden, sondern man muss direkt, wie von dir beschrieben, eine ganze Baugruppe ersetzen. Somit werden regelm├Ą├čige Obsoleszenz-Beseitigungen immer wichtiger, weil einzelne Bauteile nicht mehr ohne gr├Â├čere Anpassungs- und Entwicklungsarbeit ersetzt werden k├Ânnen.

Ich m├Âchte damit auch ├╝berhaupt nicht gegen lange Nutzungszeiten oder gegen die M├Âglichkeiten der Modernisierung argumentieren, sondern lediglich auf die sich aus der zunehmenden Digitalisierung ergebenden Konsequenzen hinweisen. Und f├╝r mich sind diese vor allem, dass man moderne Waffensysteme deutlicher h├Ąufiger modernisieren lassen sollte, je h├Âher der Anteil digitaler Komponenten ist.
 
goschi
Beitrag 20. Sep 2021, 15:11 | Beitrag #1061
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das ist klar, aber eben, Obsoleszenz-Management muss einfach in Wartung/Unterhalt und Flottenmanagement gemacht werden, wurde es fr├╝her auch, man muss halt wieder wegkommen von der Idee des Managements eines milit├Ąrischen Fuhrparks nach zivilen Bedingungen, wie es gerade die Bundeswehr etwas gar ├╝bertrieben machte in den 2000ern.

Gerade Chipfertiger/Dienstleister melden eigentlich sehr zuverl├Ąssig, wenn eine Architektur beendet wird, so haben wir in der Firma auch gerade 500 Mikrocontroller bestellt, f├╝r unsere ganzen Anlagen, kosten eh nur einige ÔéČ und sicher ist sicher. (im Zweifelsfall verkaufen wir die in 20 Jahren wie die alten Relais mit Gewinn auf Ebay biggrin.gif )

Aber, wie du auch schreibst, das ist halt ein wollen und machen, kein Selbstl├Ąufer
Auf Europ├Ąischer Ebene (bisher prim├Ąr im Bereich Luftfahrt) soll die OCCAR sowas ja auch managen, wenn ich das richtig verstehe, beim Eurofighter hat man mit Tranche 1 ja genau da ein eher schlechtes Zeugnis abgelegt.


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
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Broensen
Beitrag 20. Sep 2021, 15:45 | Beitrag #1062
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ZITAT(goschi @ 20. Sep 2021, 16:11) *
das ist klar, aber eben, Obsoleszenz-Management muss einfach in Wartung/Unterhalt und Flottenmanagement gemacht werden, wurde es fr├╝her auch, man muss halt wieder wegkommen von der Idee des Managements eines milit├Ąrischen Fuhrparks nach zivilen Bedingungen, wie es gerade die Bundeswehr etwas gar ├╝bertrieben machte in den 2000ern....
Aber, wie du auch schreibst, das ist halt ein wollen und machen, kein Selbstl├Ąufer

Dann sind wir uns ja einig.
 
Forodir
Beitrag 20. Sep 2021, 18:03 | Beitrag #1063
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Das l├Ąuft ja jetzt schon, das Update auf die PzH2000 A4 wird ja z.B. die ganze Steuerelektronik und den Feuerleitrechner sowie die BV-Anlage umfassen. Das sind normale Obsolenz- bzw. sogar Kampfwertsteigerungen.

Das Gesch├╝tz bis 2060 festzulegen bedeutet aber auch das es keine Neuentwicklung einer Ketten-SPG geben wird und wir also definitiv eine Mischbest├╝ckung mit Kette und Rad zusammen haben werden.


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Thomas
Beitrag 20. Sep 2021, 18:44 | Beitrag #1064
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Weil 3D Druck von Stahl erw├Ąhnt wurde:
Firma Huisman druckt damit Kranhaken

Es ist schon ziemlich abgefahren was die damit machen k├Ânnen.


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Havoc
Beitrag 20. Sep 2021, 21:29 | Beitrag #1065
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ZITAT(goschi @ 20. Sep 2021, 15:11) *
das ist klar, aber eben, Obsoleszenz-Management muss einfach in Wartung/Unterhalt und Flottenmanagement gemacht werden, wurde es fr├╝her auch, man muss halt wieder wegkommen von der Idee des Managements eines milit├Ąrischen Fuhrparks nach zivilen Bedingungen, wie es gerade die Bundeswehr etwas gar ├╝bertrieben machte in den 2000ern.


Das ist mir zu sehr verk├╝rzt. Ich hab als Wehrpflichtiger 1995-96 einen aufgeblasenen b├╝rokratischen Verwaltungsapparat erlebt. Und unsere Fuhrpark, der der 1. Kompanie zugeordnet war hatte einen erschreckend hohen Bestand an defekten Fahrzeugen.

Man kann nach zivilen Bedingungen einen milit├Ąrischen Fuhrpark managen, wenn man Sonderfahrzeuge Panzer, Haubitzen, etc. eben als Sonderfahrzeuge oder besser als selbstfahrende Arbeitsmaschinen (passt bei Gruppenfahrzeugen der Infanterie per Definition nicht ganz) begreift, die 30+ Jahre in Dienst sind. Somit muss so geplant werden, dass gerade bei Systemen mit Chips diese nicht verf├╝gbar sind und sich technische Standards und Sicherheitsvorschriften ver├Ąndern.
Ich bin beim BwFuhrparkService gegen das Konzept Langzeitleasing, ich muss zwischen Fahrzeughersteller und Nutzer kein Fahrzeugvermieter zwischenschalten. Der BwFuhrparkService sollte nur f├╝r das Kurzzeitleasing von teilmilitarisierten und milit├Ąrischen Fahrzeugen zust├Ąndig sein, damit Kasernen Fahrzeuge die z.B. in die Inst. gehen ausgleichen k├Ânnen abdecken k├Ânnen. Den Bedarf an 100% zivilen Fahrzeugen f├╝r z.B. Lehrgangsfahrten kann man ├╝ber die bekannten Autovermieter abdecken.
 
Thomas
Beitrag 24. Sep 2021, 17:26 | Beitrag #1066
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Ich war schon vor 20 Jahren dagegen der BWFuhrparkservice GmbH alle Farhzeuge zu schenken, damit die sie dann verkaufen, um damit Fahrzeuge zu leasen.

Gleichzeitig bekamen Fahrer per Ausdruck von Googlemaps die K├ťRZESTE Route vorgeschrieben. Egal ob die ├ľkonomisch oder ├ľkologisch Sinn gemacht haben.


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Havoc
Beitrag 25. Sep 2021, 17:26 | Beitrag #1067
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ZITAT(Thomas @ 24. Sep 2021, 17:26) *
Ich war schon vor 20 Jahren dagegen der BWFuhrparkservice GmbH alle Farhzeuge zu schenken, damit die sie dann verkaufen, um damit Fahrzeuge zu leasen.

Gleichzeitig bekamen Fahrer per Ausdruck von Googlemaps die K├ťRZESTE Route vorgeschrieben. Egal ob die ├ľkonomisch oder ├ľkologisch Sinn gemacht haben.


Sale-Lease-Back ist ein "Buchhaltertrick" bei dem in der Jahresbilanz eine Sondereinnahme f├╝r den ausgewiesen wird, der logischerweise ├╝ber die Gesamtkosten des Leasings dieses Fahrzeuges in diesem Bilanzjahr liegt. Dass in den Folgejahren pro Jahr f├╝r dieses Fahrzeug Leasingkosten anfallen aber dieses dann mehr nicht j├Ąhrlich Sondereinnahmen durch den Verkauf erwirtschaften kann, wei├čt die Jahresbilanz nicht aus. Das Konzept macht nur Sinn, wenn ein Besitz nicht mehr voll genutzt wird. Beispiel: Ich habe ein B├╝rogeb├Ąude und nutze nur wenige B├╝ror├Ąume, will aber den Verwaltungsaufwand und die Risiken f├╝r freien B├╝rofl├Ąchen Mieter zu finden nicht eingehen. Dann Verkaufe ich das B├╝rogeb├Ąude und miete in diesem nur die von mir genutzten B├╝ros.
Nach diesem Ansatz ist das Konzept BWFuhrparkservice grunds├Ątzlich nicht schlecht. Nur muss ich alt schon unterscheiden, ob ich das ganzj├Ąhrig betrachten kann oder wie bei einem M├Ąhdrescher das saisonal betrachten muss. Ein Bauer organsiert bestimmte notwendige T├Ątigkeiten oder Ger├Ątschaften wie den M├Ąhdrescher ├╝ber Lohnunternehmer bzw. Genossenschaften. Wenn der M├Ąhdrescher in der ganzen Erntezeit von Fr├╝h bis Sp├Ąt f├╝r diesen Bauern im Einsatz ist und das ├╝ber mehrere Jahre, dann wird der Bauer aus wirtschaftlichen Gr├╝nden selbst einen M├Ąhdrescher f├╝r die Eigennutzung kaufen.

Ketzerisch: Man h├Ątte sich sich bei der BWFuhrparkservice statt von Wirtschaftsberatern wie KPMG doch eher von Agrar├Âkonomen beraten lassen sollen. Nur sollte man das Kind nicht mit dem Bade aussch├╝tten.

Zu Google Maps. Ich habe selbst schon Transportdienstleistungen ausgeschrieben. Man wird in dem Vertr├Ągen die k├╝rzeste Distanz als Abrechnungsgrundlage f├╝r die KM- S├Ątze festgelegt haben. Entsprechend sind diese KM-S├Ątze kalkuliert. Die Schw├Ąche ist, dass Google Maps f├╝r den PKW ausgelegt ist und Streckenabschnitte einbezieht, die f├╝r gro├če LKWs nicht nutzbar sind.



 
Forodir
Beitrag 11. Oct 2021, 14:57 | Beitrag #1068
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Gem├Ą├č Amt f├╝r Heeresentwicklung wird jetzt mit 13 AriBtl geplant. Die 3er Gliederung ist vom Tisch.
Von den 13 Verb├Ąnden ist ein Verband wohl ein reines RakBtl.


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Black Hawk
Beitrag 11. Oct 2021, 15:08 | Beitrag #1069
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Welche 3er Gliederung meinst du? 3 PzH/MARS pro Batterie?


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Was mach ich hier?
 
Forodir
Beitrag 11. Oct 2021, 15:10 | Beitrag #1070
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Ja, genau. Es wird bei 4 Gesch├╝tzen/Werfer pro Zg je Bttr. Bleiben

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 11. Oct 2021, 17:18


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PzArt
Beitrag 11. Oct 2021, 15:11 | Beitrag #1071
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Danke f├╝r den Zwischenstand. Das d├╝rfte doch ungef├Ąhr grob der Gliederung entsprechen, die hier schonmal rumgeisterte?! Nur anscheinend nicht mehr in Artillerieregimenter und Artilleriegruppen benannt und ohne Dreiergliederung.

Alleine vor dem momentanen politischen Hintergrund fehlt mir derzeit jedoch die Fantasie f├╝r die Umsetzung eines solchen Aufwuchses (w├Ąre ca. eine Verdreifachung der St├Ąrke der Truppengattung). Ich glaube am Ende kann man froh sein, wenn ein reines RakArtBtl und 2-3 neue Verb├Ąnde insgesamt ├╝berhaupt dabei herauskommen. Vom planerischen Zeithorizont und der Problematik der Rekrutierung f├Ąhigen Personals mal ganz abgesehen.

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 11. Oct 2021, 15:12
 
PzArt
Beitrag 11. Oct 2021, 15:18 | Beitrag #1072
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ZITAT(Forodir @ 11. Oct 2021, 16:10) *
Ja, genau. Es wird bei 4 Gesch├╝tzen/Werfer pro Bttr. Bleiben


Du meinst pro Zug? Zwei Züge à 4 Geschütze, nach meiner Kenntnis.
 
Forodir
Beitrag 11. Oct 2021, 17:19 | Beitrag #1073
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ZITAT(PzArt @ 11. Oct 2021, 16:18) *
ZITAT(Forodir @ 11. Oct 2021, 16:10) *
Ja, genau. Es wird bei 4 Gesch├╝tzen/Werfer pro Bttr. Bleiben


Du meinst pro Zug? Zwei Züge à 4 Geschütze, nach meiner Kenntnis.


Ja, hab es verbessert. Pro Zug. Finde ich pers├Ânlich die bessere wahl da die 3er Gliederung doch sehr schnell an Kampfkraft abnimmt


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Forodir
Beitrag 11. Oct 2021, 17:32 | Beitrag #1074
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Werden wir erst in Zukunft absehen k├Ânnen. Politisch glaube ich schon das hier Wille vorhanden ist.
Personal kann der gro├če showstopper werden.

Planerisch bewegen wir uns hier bestimmt in einem Horizont von 15jahren, Aufstellung der neuen Verb├Ąnde, das ausliefern der ersten RCH (die ja strenggenommen immer noch nicht gesetzt ist. Eine Ausschreibung hat ja noch gar nicht stattgefunden).

Das glaube ich d├╝rfte auch der erste echte indikator sein ob sich hier was bewegt. Ohne Ausschreibung ist das alles makulatur.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 11. Oct 2021, 19:45


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Beitrag 11. Oct 2021, 19:44 | Beitrag #1075
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ZITAT(Forodir @ 11. Oct 2021, 15:57) *
Gem├Ą├č Amt f├╝r Heeresentwicklung wird jetzt mit 13 AriBtl geplant.


Interessant, dann ist auch die Regimentsgliederung vom Tisch? In den Bataillonen 2 oder 3 Batterien?
 
Forodir
Beitrag 11. Oct 2021, 19:52 | Beitrag #1076
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Wie genau die Einheiten gegliedert werden ist wohl noch unklar, es ging erst mal um die Anzahl Waffensysteme. Wenn so wie ich es verstanden habe auch mit 2 Rohr Bttr und 1 Werfer Bttr.
Hier wird auch wohl nach einen Ersatz f├╝r MARS gesucht der jedoch die eingef├╝hrte Munition auch nutzen kann.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht das man sich da Gedanken bis zum ende gemacht hat da noch soviel unsicher ist. Man will erst mal eine Planungsgr├Â├če aufstellen.
HUSAR z.B. ist auch gestorben und man sucht jetzt h├Ąnderingend ersatz bzw die KZO wird nutzungsverl├Ąngert.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 11. Oct 2021, 21:20


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PzArt
Beitrag 11. Oct 2021, 21:02 | Beitrag #1077
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Stimmt, da war ja wasÔÇŽ facepalm.gif

Im Zweifel ausw├Ąrts kaufenÔÇŽ Was da nun sonst aus den Planungen mit Husar werden soll ist mir vollkommen schleierhaft.
 
Panzerchris
Beitrag 21. Nov 2021, 21:02 | Beitrag #1078
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Der M113 ABRA ist auch in die Jahre gekommen. Ist denn schon absehbar, wer dieses System ersetzen wird? Man hatte auf dem Dingo 2A2 2 Systemdemonstratoren als Radartr├Ąger erprobt (B├ťR - Boden├╝berwachungsradar), aber das Projekt wurde 2012 eingestellt.
 
methos
Beitrag 21. Nov 2021, 21:16 | Beitrag #1079
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Der B├ťR war nicht als ABRA-Ersatz gedacht.

Das neue System BAR├ť (Bodengebundenen Aufkl├Ąrungs- und Raum├╝berwachungssystem) soll laut Angaben von Soldat und Technik u.A. auch den ABRA ersetzen. Die Ausschreibung gewann wohl eine Version des ELM-2180 Watch-Guard-Radars von IAI Elta.
 
Forodir
Beitrag 22. Nov 2021, 14:02 | Beitrag #1080
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Doch B├ťR war als ABRA Ersatz gedacht, ist nur letztendlich nicht bei der Bw eingef├╝hrt worden. Aber nat├╝rlich richtig jetzt soll n├Ąchstes Jahr BAR├ť kommen. Sehr wahrscheinlich auf EAGLE.


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