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> Panzerhaubitze 2000, Bugs und fehlende Informationen
Nobody is perfec...
Beitrag 13. Dec 2007, 21:02 | Beitrag #1
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Oberleutnant
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Mir ist aufgefallen, dass sich bei dem Waffenblatt ein Fehler eingeschlichen hat.

Folgender Abschnitt ist doppelt drin...
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Automatischer Munitionsfluss
Der gesamte Munitionsfluss, d.h. die Bewegung des Geschosses von der Lagerposition in die Hauptwaffe läuft bei der PzH2000 automatisch ab, nur die Treibladungen werden vom MK2 eingelegt.



➲ Magazin

Hier wird die gesamte Kampfbeladung von 60 Geschossen verstaut, im Gegensatz zu einem Kampfpanzer gibt es keine Bereitschaftsmunition, da die gesamte Munition jederzeit erreichbar ist, ohne dass per Hand umgelagert werden müsste. Der Computer sortiert die Geschosse schon beim Beladen so, dass immer ein Geschoss jeder Sorte erreichbar ist. Falls nötig, sortiert der Geschosstransporter die Geschosse automatisch neu, etwa wenn sehr viele eines Typs verschossen wurden und keine mehr erreichbar sind. Die Geschosse stehen senkrecht in sternförmig angeordneten Schächten wo sie von automatischen Klammern festgehalten werden. Zwei Schächte, die Schiebeschächte, sind beweglich, um den Raum im Geschütz besser ausnutzen zu können - zum Beladen/Entladen werden sie automatisch in die Ladeposition bewegt. Weitere Schächte sind abgewinkelt, das letzte Geschoss wird von einer Schwenkeinrichtung sozusagen "um die Ecke" gelagert. Bis auf die Schiebeschächte arbeiten alle anderen Schächte rein mechanisch, d.h. nur über Federn und Steuerzapfen die vom Geschosstransporter betätigt werden.



➲ Geschosstranporter (GT)

In der Mitte des Magazins ist ein drehbarer Manipulator eingebaut, der Geschosstransporter (GT). An seiner Vorderseite befindet sich ein Greifer, der ein Geschoss packt, um es aus oder in einen Magazinschacht zu befördern. Dazu kann der GT sich nach vorne/hinten bewegen. Außerdem kann der Greifer ein Geschoss von der senkrechten in eine waagrechte Lage schwenken und im Schacht anheben, um es zu entriegeln. Der GT arbeitet rein elektrisch, oder, sollte dies nicht möglich sein, durch Muskelkraft der Kanoniere.
>>>>>>>>>

Super Arbeit, einfach verständlich und sehr ausführlich. Es fehlen mir aber noch ein paar Daten und Informationen:

Informationen zur MRSI-Fähigkeit, also mehrere Granaten abfeuern zu können, die gleichzeitig im Ziel ankommen.
Die Kadenz steht nur in den Anforderungen, auch welche Kadenz über längere Zeit zu erreichen ist, steht nirgendswo.
Auch zur Reichweite fehlen noch Daten.
http://www.kmweg.de/pressenews_detail.php?id=53
Informationen über den Einsatz der Haubitze in Afghanistan durch die Holländer.
Bekannt ist: Battle of Chora; Operation medusa und regelmäßiger Einsatz (heißt es!) in der Task Force Uruzgan
http://www.kmweg.de/index.php
http://www.youtube.com/watch?v=Ct1uOjhuUuE...feature=related
http://oruzgan.web-log.nl/uruzgan_weblog/2..._controver.html
Der Geschützturm der Haubitze wurde auf einem Schiff der Sachsenklasse testweise montiert und erprobt. MONARC-Konzept. Hat sich nicht durchgesetzt.
http://www.rheinmetall-detec.de/index.php?lang=2&fid=915

Der Beitrag wurde von Nobody is perfect bearbeitet: 13. Dec 2007, 21:04


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"Ich habe den Krieg verhindern wollen"

Georg Elser
 
Bumrush
Beitrag 23. Dec 2007, 15:13 | Beitrag #2
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Den doppelten Abschnitt habe ich entfernt.


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Quot homines, tot sententiae
 
Nobody is perfec...
Beitrag 24. Dec 2007, 20:48 | Beitrag #3
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Oberleutnant
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Danke.


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"Ich habe den Krieg verhindern wollen"

Georg Elser
 
Delta
Beitrag 30. Dec 2007, 02:27 | Beitrag #4
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MRSI war fuer die PzH 2000 nie gefordert, wurde aber nachgewiesen, ich denke, groessteteils um den USA mit ihrem NLOS-C - Programm zu aergern.
MRSI macht sowohl Technikern als auch Taktikern Bauchschmerzen, da es die effektive Reichweite des Geschuetzes stark verkuerzt. Wenn ich mich recht entsinne bei der PzH 2000 auf unter 20 km (17km ist die Zahl, die ich im Kopf hab). Desweiteren muss der Ladeschuetze die entsprechenden Treibladungen vorbereitet und griffbereit haben, da er den Feuerzyklus manuell aufrecht erhalten muss. Braucht der Ladeschuteze mal ne Sekunde zu lang, hat sichs mit MRSI, das Zeitfenster fuer den naechsten Abschuss ist jeweils recht klein. Sobald ne Batterie mit voller Kadenz schiessen kann ist MRSI eh fuer die Fuesse. Da kommen dann 8 Granaten auf bis zu 40km (Denel- Leistungssteigerungen mal ausgenommen) gleichzeitig runter und alle 5 Sekunden spaeter schlaegt die naechste Salve ein. MRSI ist imo allerhoechstens was fuer nen Einzelgeschuetz, nicht fuer Zug- oder Batteriefeuer.

Im uebrigen habe ich mittlerweile eh ganz stark den Eindruck, dass KMW alles daran setzt, den USA zu zeigen, wie Scheisse ihre eigenen Artilleriebauer sind (womit sie leichtes Spiel haben, nach M109 kam nix mehr aus der Richtung). Das geht mit dem Nachweis von MRSI los, geht weiter ueber den 'In-Combat'- Nachweis von 12 Schuss/min (mit ner hollaendischen Walkuere als Ladeschuetze) und hoert auf mit der Eigenentwicklung AGM, das in Meppen erfolgreich getestet wurde und in den USA auf der AUSA 06 schadenfroh zur Schau gestellt wurde, und damals schon alle wesentlichen Forderungen der NLOS-C uebererfuellt hatte.

MONARC ist so ne Sache... die einen sagen, der Test lief erfolgreich, aber mit Verbesserungspotential, die anderen meinen, das waer absoluter Muell. Wen ich recht zwischen den Zeilen lese, dann kann MONARC, was man sich von ihm versprach, hat aber fuer die Marine eine viel zu geringe Kadenz und reisst die Geschuetzsockel auf unseren ja nicht ganz so schweren Einheiten in Stuecke.

Das war, was ich so die letzten 2 Jahre rausgehoert hab...


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SailorGN
Beitrag 30. Dec 2007, 12:47 | Beitrag #5
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Das mit den Sockeln stimmt so nicht ganz. Das Geschütz bei den Monarc-Versuchen hatte diesselbe Rückstoßbremsen wie das Original an Land und strukturelle Verbesserungen wären auch nicht das Problem gewesen. Hauptgrund des Zögerns war, dass die Marine auf besatzungsfreien Türmen besteht, was die PzH 2000 damals nicht abbilden konnte. Mit AGS sieht das anders aus, war auch ne Zeitlang in der Diskussion, aber letztendlich viel die Entscheidung zugunsten eines 127mm-Systems aus. Sie genauen Gründe dafür kenne ich nicht, nur recht plausible Mutmaßungen. achja, die Kadenz war nicht wirklich wichtig, da die Marine für die 125er Fregatten reine Landzielbeschussfähigkeit wollte und kein Universalgeschütz wie die 76er OTO. Wär ja auch ein bissl komisch, mit nem 155-Geschütz auf FKs zu ballern biggrin.gif


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Praetorian
Beitrag 30. Dec 2007, 19:09 | Beitrag #6
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Konteradmiral
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ZITAT(sailorGN @ 30. Dec 2007, 12:47) *
Das Geschütz bei den Monarc-Versuchen hatte diesselbe Rückstoßbremsen wie das Original an Land

Das Geschütz vielleicht, dafür war schiffsseitig ein aufwendiges Lagerungssystem erforderlich, das die Spitzen abfangen sollte.
In Verbindung mit Umrüstaufwand für Munitionsförder/Munitions- und Treibladungsbunker, Auswirkungen der mehrteiligen Munition auf Kadenz/Komplexität von Munitionsfördereinrichtung und Ladeeinrichtung/Standkraft/Munitionsvorrat, innerhalb der Bündnisse fehlender logistischer Unterfütterung, schwindenden Vorteilen gegenüber bestehenden und weltweit etablierten Systemen, Bedarfsprofil der Marine und problematischer Navalisierung waren Aufwand und Kosten gegenüber den erzielbaren Vorteilen nicht mehr zu rechtfertigen.

Schlicht und ergreifend eine logische Konsequenz.


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