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> Resolute Support (ehem. ISAF), Teil II rund um Afghanistan
KSK
Beitrag 31. Aug 2009, 20:10 | Beitrag #61
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ZITAT(sdw @ 31. Aug 2009, 21:04) *
Und bei 1:02 spricht ein Hauptmann der Aufklärer, der bereits das neue Barettabzeichen trägt, soweit ich das erkenne. Wann genau das eingeführt wurde weiß ich gerade nicht, würde aber mal behaupten, daß es wohl in den letzten 12 Monaten gewesen sein könnte.


Das ist ein paar Monate länger her wink.gif , wenn man aber richtig googelt findet man zumindest etwas:
http://www.zeitong.de/nc/laufen-cup/extra-...den-hindukusch/


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
stillermitleser
Beitrag 31. Aug 2009, 20:10 | Beitrag #62
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Danke für die schnelle Info! xyxthumbs.gif
Aber ihr habt recht, es ist mir einfach entgangen das der Ortsname genannt wurde wallbash.gif
Wusste gar nicht das solche Übungen im Rahmen der ISAF-Vorbereitung stattfinden.
Ist aber eine sehr interessante Idee. Auch wenn es demein oder anderen Freidensbewegtem bestimmt nicht gefallen wird.


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ZITAT
Aufpassen, dass man nicht mit der Arroganz des eigenen Weltbildes andere aburteilt
Goschi
Je fester man davon überzeugt ist, im Recht zu sein, desto natürlicher ist der Wunsch, jeden anderen mit allen Mitteln dahin zu bringen, ebenso zu denken. - George Orwell
 
Delta
Beitrag 31. Aug 2009, 22:54 | Beitrag #63
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ZITAT
Allerdings ist dem Sicherungssoldaten ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Die Teetasse darf nie mit der linken "schmutzigen" Hand angefasst werden.


Solche Sätze zeigen mal wieder schön, dass wir zwar schon lange im Land sind, aber immer noch zu wenig Kontakt zu Land und Leuten haben. Nur so kommt es, dass in der Asbildung auf Problemen rumgeritten wird, die keine Probleme sind. Auch der Afghane nutzt beim Futtern und auch sonst ausgiebig seine linke Hand, er stopft sich damit nur nicht seinen Kebap final in den Mund. Genauso streckt er dir beim zwanglosen Gespräch auch mal die Fussohle entgegen, ohne dich damit beleidigen zu wollen. Ebenso ist er sich voll der Tatsache bewusst, dass der ISAF-Soldat a) idR kein Muslim ist und b) aus einem anderen Kulturkreis kommt. Er erkennt das an, dass man bemüht ist, Sitten und Gebräuche zu beachten, stösst sich aber auch nicht im Geringsten dran, wenn man es nicht tut, solang erkenbar ist, dass man versucht ist, Rücksicht zu nehmen und respektvoll miteinander umzugehen.

Der Einsatz ist kein Selbstzweck, Afghanistan gehört den Afghanen (welchem Stamm sie auch immer angehören mögen) und das soll auch so bleiben, bzw. wieder so werden. Das ist zusammengefasst der Auftrag von ISAF. Wenn der Deutsche Kundus hört, dann denkt er an Kriegsgebiet, der Afghane daran, dass da ausgezeichnete, saftige Melonen wachsen. Wenn wir sagen, die Wahlen waren nicht ganz koscher und manche Wahllokale wurden mit Mörsern beschossen, dann weiss das der Afghane auch, findets im gleichen Atemzug aber urkomisch, dass nachdem man sich nach dem Beschuss wieder rangetraut hat, die Wahlurnen vor Stimmzetteln für einen Kandidaten fast geplatzt sind. Das Problem ist nicht, dass ein MOLT-Yogi den Malik verärgert, weil er die Tasse mit links anlangt, das Problem ist, dass wir kein Gespür für die Wahrnehmung im Land haben. Es fehlt an Empathie und der Bereitschaft auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Das muss afghanway halbwegs stabil funktionieren, die ANSF müssen stark und präsent genug sein, um die Taliban (kein Afghane sagt Insurgent) wo immer nötig durch Präsenz aus dem Raum drücken zu können, den Rest regeln die dann schon allein und wir können wir uns da guten Gewissens vom Acker machen, auch ohne da deutsche Gründlichkeit eingeführt zu haben.


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Thou canst not kill that which doth not live. But you can blast it into chunky kibbles.
 
wARLOCK
Beitrag 3. Sep 2009, 18:02 | Beitrag #64
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news auf bundeswehr.de


ZITAT
Am 3. September um 11.13 Uhr Ortszeit wurden deutsche ISAF-Sicherungskräfte – zur Zeit eingesetzt zur Unterstützung einer Operation afghanischer Sicherheitskräfte – circa 60 Kilometer nordostwärts von Kunduz durch eine unbekannte Anzahl Angreifer mit Handfeuerwaffen und Panzerabwehrhandwaffen beschossen.

Die deutschen ISAF-Kräfte erwiderten das Feuer. Dabei wurde ein Pickup zerstört und vermutlich mindestens drei Angreifer getötet. Nach neuesten Erkenntnissen wurden vier deutsche Soldaten verwundet, sie befinden sich bereits im Rettungszentrum des Provincial Reconstruction Team (PRT) Kunduz zur weiteren Behandlung.

Nach vorliegenden Informationen wurde ein Fahrzeug so schwer beschädigt, dass es nicht weiter mitgeführt werden konnte, sondern durch deutsche Kräfte vor Ort gesprengt wurde. Darüber hinaus wurden mehrere deutsche Fahrzeuge beschädigt. Weitere Einzelheiten sind zur Zeit nicht bekannt.

Die laufende Operation im Nordosten von Kunduz wird von den afghanischen Sicherheitskräften geführt und von ISAF-Kräften unterstützt. Ziel der Operation ist es, die Sicherheit in diesem Bereich zu erhöhen.


--------------------
nüchtern betrachtet, sah es besoffen besser aus
 
Panzerfuchs
Beitrag 4. Sep 2009, 07:41 | Beitrag #65
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Und von heute morgen :

ZITAT
Erfolgreicher Einsatz gegen Aufständische im Raum Kunduz
Berlin/Kunduz, 04.09.2009, Stand: 6 Uhr.
In der Nacht zum Freitag, den 4. September wurden durch Aufständische an einem vorgetäuschten Checkpoint, ungefähr sieben Kilometer süd-westlich des Provincial Reconstruction Teams (PRT) Kunduz, gegen 1.50 Uhr Ortszeit, zwei beladene Tanklastzüge gekapert, um den Treibstoff für eigene Zwecke in den Distrikt Chahar Darah zu verbringen.

Dabei wurden sie aufgeklärt und um 2.30 Uhr Ortszeit erfolgreich bekämpft. 56 Aufständische wurden getötet, Zivilisten kamen vermutlich nicht zu Schaden. Deutsche Kräfte verzeichneten keine Schäden. Der Vorfall wird derzeit untersucht.

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr





Glück oder aktive Aufklärung ?

Auf jeden Fall offensichtlich eine gelungene Operation.










 
12ed13ull
Beitrag 4. Sep 2009, 09:26 | Beitrag #66
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Fähnrich
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Das könnte aber noch richtig hässlich werden. 56 tote Taliban ist gut, fast genauso viele tote Zivilisten eher nicht.

http://www.focus.de/politik/ausland/afghan...aid_432608.html


http://www.google.com/hostednews/afp/artic...H7cQ1juXdIP1IWA
 
Panzerfuchs
Beitrag 4. Sep 2009, 10:52 | Beitrag #67
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Solange nichts offiziell ist ist alles möglich und zunächst mal nichts wahr.

Fakt ist nur : zwei geklaute Spritlaster und x Tote. Das wie und warum wird wohl erst langsam an die Oberfläche dringen.

Das kann häßlich werden, wenn die Propagandaschlacht um die Toten losgeht. da nicht viel von ihnen übrig sein wird, kann jede Seite natürlich Ihre Version der Story von sich geben.

Das es sich dabei um einen Luftschlag handelte, geht aus der ursprünglichen Pressemitteilung des BMVg nicht hervor und zeugt mal wieder von den Medienprofi`s die dort am Werk sind.
 
Minfun
Beitrag 4. Sep 2009, 12:04 | Beitrag #68
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Ohne jetzt die Fakten kennen zu koennen: Es wird auch um Geld gehen. Die oertlichen Dorf- und Clanchefs werden natuerlich behaupten, dass unter den Opfern moeglichst viele Zivilisten waren, darunter hauptsaechlich Kinder, Frauen sowie Maenner, die dutzende von Kindern und Frauen, die versorgt werden muessen, zuruecklassen. Dementsprechend werden sie halt Kompensation fordern. Die Wahrscheinlichkeit wenigstens etwas Geld zu bekommen ist gar nicht so gering, selbst wenn das alles wirklich nur Taliban waren.


--------------------
E-A-K Clanmotto:
"[...]wir hätten das genauso gut in eine Niederlage verwandeln können."
 
Hummingbird
Beitrag 4. Sep 2009, 12:16 | Beitrag #69
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Das sind schon Medienprofis. Die verraten erstmal nicht mehr als sie müssen.

ZITAT
Nach Angaben der afghanischen Behörden kamen auch Zivilisten zu Schaden, die vermutlich Benzin aus den Tankwagen abschöpfen wollten. Das Einsatzführungskommando in Potsdam konnte dies nicht "zu hundert Prozent" ausschließen.
http://www.n-tv.de/politik/Luftangriff-in-...icle489956.html
 
Panzermaus
Beitrag 4. Sep 2009, 12:36 | Beitrag #70
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Gerade im Radio kam, dass die beiden Tanklaster wohl bei dem Feuerkampf explodiert sind und man von ca 90 Toten im Moment ausgeht. Darunter sollen auch etliche Zivilisten sein.
 
Hummingbird
Beitrag 4. Sep 2009, 13:45 | Beitrag #71
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Ganz unabhängig davon was tatsächlich passiert ist dürfte von größerer Bedeutung wie dieser Vorfall in der Afghanischen Bevölkerung wahrgenommen wird.

Die Taliban verteilen in Robin Hood Manier gratis (?) Benzin unters Volk und die Fremden töten die Benzindiebe.

Auf der einen Seite hat die Allianz so gezeigt das man sich nicht auf der Nase herumtanzen lässt. Auf der anderen Seite lässt sich der Vorfall natürlich für die Taliban bestens ausschlachten zur Stimmungsmache.

Denkbar wäre auch das der Ausgang diese Vorfalls gezielt von den Taliban geplant war. Schließlich schwächen Pressemeldungen von mutmaßlichen Zivilisten die bei Luftschlägen getötet werden den Kriegswillen der NATO Staaten.
 
Hummingbird
Beitrag 4. Sep 2009, 14:05 | Beitrag #72
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AFP Foto: http://wiegold.focus.de/.a/6a0105358003419...a547f402970b-pi
 
Osterhase
Beitrag 4. Sep 2009, 14:27 | Beitrag #73
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@Panzermaus

Das ist die Angabe des örtlichen Provinzgouverneurs. Das Verteidigungsministerium geht nach wie vor davon aus, das es keine zivilen Toten gibt.
Genaueres wird man wohl erst nach einer genaueren Untersuchung wissen...Ach ja, die Taliban behaupten es gebe keine Toten auf ihrer Seite! ^^


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Hummingbird
Beitrag 4. Sep 2009, 14:34 | Beitrag #74
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ZITAT(Osterhase @ 4. Sep 2009, 15:27) *
Das Verteidigungsministerium geht nach wie vor davon aus, das es keine zivilen Toten gibt.

ZITAT
BMVg-Sprecher Kapitän z.S. Christian Dienst vor der Bundespressekonferenz: Der Luftangriff wurde vom deutschen Kommandeur freigegeben in der Erkenntnis, dass keine unbeteiligten Zivilpersonen hätten zu Schaden kommen können.
"Unbeteiligten Zivilpersonen" = am Benzinklau unbeteiligt?
 
Osterhase
Beitrag 4. Sep 2009, 14:44 | Beitrag #75
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Also so wie die Einsatzregeln da unten meines Wissens (Schutz von Zivilisten hat die höchste Prioritätsstufe, von Eigenschutz mal abgesehen) sind, kann ich mir nicht vorstellen das die BW einen Luftangriff ordert, wenn klar wäre das dabei eine größere Menge Zivilisten zu Tode kommt, egal ob die jetzt Sprit klauen oder nicht. Man stelle sich das Theater in den hiesigen Medien vor, falls das herauskäme!

PS: Außer natürlich, wenn Soldaten in einer sonst aussichtslosen Lage wären, aber das scheint ja nicht der Fall gewesen zu sein.

Der Beitrag wurde von Osterhase bearbeitet: 4. Sep 2009, 14:48


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Hummingbird
Beitrag 4. Sep 2009, 14:45 | Beitrag #76
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Definiere "Zivilist"!
 
Osterhase
Beitrag 4. Sep 2009, 14:52 | Beitrag #77
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Da wird es schon vernünftige Vorgaben geben, auch wenn das sicher nicht einfach ist, in einem Land in dem jeder mit einer AK47 rumläuft. Und diese Vorgaben sind wohl von einem Einsatzteam vor Ort gecheckt worden, bevor Luftunterstützung angefordert wurde. Hat zumindest der Herr Ministerialbeamte vorher verlauten lassen. Und wie gesagt ich vermute stark, das im Zweifelsfalle eher gegen den Luftangriff entschieden wird...


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Crazy Butcher
Beitrag 4. Sep 2009, 14:57 | Beitrag #78
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ZITAT(Osterhase @ 4. Sep 2009, 15:52) *
... in einem Land in dem jeder mit einer AK47 rumläuft ...

es wäre mir neu, dass dort außer polizei, armee oder taliban menschen mit AK47 durch die gegend laufen.
bitte nicht allen klischees glauben.

Der Beitrag wurde von Crazy Butcher bearbeitet: 4. Sep 2009, 14:57


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"In the future, if you don't want the shit missions, don't be so good at doing them."
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Osterhase
Beitrag 4. Sep 2009, 15:04 | Beitrag #79
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ZITAT(Crazy Butcher @ 4. Sep 2009, 15:57) *
ZITAT(Osterhase @ 4. Sep 2009, 15:52) *
... in einem Land in dem jeder mit einer AK47 rumläuft ...

es wäre mir neu, dass dort außer polizei, armee oder taliban menschen mit AK47 durch die gegend laufen.
bitte nicht allen klischees glauben.



Das war auch eher als eine Anspielung zu verstehen, das die Unterscheidung Taliban <-> Zivilist da unten nicht ganz einfach ist... wink.gif
Aber ist das tatsächlich so falsch, habe mal ne Doku über so nen Paschtunenstamm gesehen, wo lang und breit erklärt wurde wie wichtig die Bewaffnung des Paschtunenmännchens für dessen Ehrgefühl ist. Und da sind die tatsächlich mit Ak47 rummarschiert. Aber vll. war das auch eine Ausnahme?!


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cons
Beitrag 4. Sep 2009, 15:20 | Beitrag #80
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Es wäre sehr interessant, die genaue geografische Position der Tanklaster zu erfahren.

Falls das nächste Dorf 3 km entfernt liegt, werden sich nachts um 2 Uhr kaum 50 Zivilisten
einfinden, um auslaufendes Benzin zu bergen (und das innerhalb von wenigen Minuten).
Diese 'Zivilisten' waren dann wohl eher Taliban, die ihre Waffen gerade gegen Benzinkanister ausgetauscht hatten.

Falls das nächste Dorf aber nur 100 m entfernt liegt, sieht die Sache dann doch etwas
anders aus.

Kann jemand den bei Spiegel Online angegebene Ort Hadschi Amanullah lokalisieren?

 
Hummingbird
Beitrag 4. Sep 2009, 15:54 | Beitrag #81
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ZITAT
Der Direktor des Krankenhauses von Kundus, Humanjun Chmosch, sagte, es seien zwölf Personen mit schweren Verbrennungen eingeliefert worden. Ob es sich um Aufständische oder Zivilpersonen handele, könne er nicht sagen. Bei einem der Schwerverletzten handele es sich um einen zehnjährigen Jungen.
http://www.stern.de/politik/ausland/afghan...us-1507133.html
 
stillermitleser
Beitrag 4. Sep 2009, 15:58 | Beitrag #82
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ZITAT
Bei einem der Schwerverletzten handele es sich um einen zehnjährigen Jungen.

So schlimm wie es ist, das der Junge erst 10 ist (sein soll). Es ist trotzdem nicht vollkommen auszuschliessen das er zu den OMF gehört. Leider.


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ZITAT
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Dirk Diggler
Beitrag 4. Sep 2009, 17:28 | Beitrag #83
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ZITAT(cons @ 4. Sep 2009, 16:20) *
Kann jemand den bei Spiegel Online angegebene Ort Hadschi Amanullah lokalisieren?

das ist kein ort, sondern der name des interviewten.
 
Pille1234
Beitrag 4. Sep 2009, 19:13 | Beitrag #84
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Man muss es den Taliban zugestehen: die propagandistische Pressearbeit der Taliban hat professionelles Niveau. Fast schon palästinensische Qualität.


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Don't let the trees die in vain: Print before you think!
 
cons
Beitrag 4. Sep 2009, 23:30 | Beitrag #85
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ZITAT(Dirk Diggler @ 4. Sep 2009, 18:28) *
ZITAT(cons @ 4. Sep 2009, 16:20) *
Kann jemand den bei Spiegel Online angegebene Ort Hadschi Amanullah lokalisieren?

das ist kein ort, sondern der name des interviewten.

Das hatte ich anders verstanden:
ZITAT(SPON)
Der Angehörige eines Opfers aus dem betroffenen Dorf Hadschi Amanullah sagte der Nachrichtenagentur: "..."
Der Mann namens Nadschibullah berichtete, ...

Aber egal, AFP schreibt was von 'Yaqubi village'.

 
Praetorian
Beitrag 4. Sep 2009, 23:41 | Beitrag #86
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ZITAT(cons @ 5. Sep 2009, 00:30) *
Das hatte ich anders verstanden:

Kein Wunder, dem Satz bei SpOn fehlen fahlässigerweise zwei Kommas.

Edit:
Bei einem Hadschi Amanullah xyz hatte sich Jung übrigens kürzlich entschuldigt, wegen des Checkpoint-Vorfalls.
Der Polizeichef von Kunduz heisst nebenbei Abdul Razeq Yaqubi, also ob das mit dem "Yaqubi village" so stimmt... Oder die Afghanen sind schlichtweg unheimlich unkreativ beim Ausdenken von Namen aller Art.

Der Beitrag wurde von Praetorian bearbeitet: 4. Sep 2009, 23:45


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This just in: Beverly Hills 90210 - Cleveland Browns 3
 
Styx
Beitrag 5. Sep 2009, 06:38 | Beitrag #87
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Also wenn die Aussage des Gouverneur der Provinz Kundus, Mohammed Omar, auf Tagesschau.de so stimmt dann sehen das zumindest einige da unten noch relativ entspannt.


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Rund 550 Millionen Kleinwaffen befinden sich weltweit im Umlauf. Das ist eine Waffe für jeden zwölften Menschen auf diesem Planeten! Daher stellt sich mir die Frage: Wie können wir auch noch die anderen elf bewaffnen?  
"Yuri Orlov, Lord of War - Händler des Todes"
Wen Gott strafen will den lässt er in Afgahnistan einmarschieren. (asiat. Sprichwort)
 
cons
Beitrag 5. Sep 2009, 10:28 | Beitrag #88
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Die Spiegel-Vorabmeldung bringt etwas Licht in die ganze Angelegenheit:

ZITAT
Die Laster, sogenannte "Jingle Trucks", waren in der Nacht auf dem Weg von Tadschikistan Richtung Kunduz entführt worden. Mit einer Drohne ortete die Bundeswehr ihren Standort. Sie waren in einem Flussbett steckengeblieben, allerdings nicht in Fahrtrichtung zum deutschen Camp. Deutsche Spähtrupps mit Panzerwagen des Typs "Fennek" meldeten, dass 67 Bewaffnete an den Tankwagen seien. Oberst Georg Klein, der Kommandeur des Lagers, habe sich nochmals beim zuständigen Zugführer vergewissert, dass keine Zivilisten in der Nähe seien und erst dann Luftunterstützung angefordert. F-15-Jagdbomber der US-Luftwaffe zerstörten die Tanker mit 250-Kilo-Bomben vom Typ GBU-38. Durch die Explosion starben nach Angaben der Bundeswehr 56 Gegner, 11 seien geflohen.
 
Holzkopp
Beitrag 5. Sep 2009, 12:42 | Beitrag #89
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In dem Zusammenhang interessiert mich mal, ob die Bundeswehr von ihren elektronisch-optischen Aufklärungsergebnissen Videoaufnahmen anfertigt. Möglicherweise ist es hilfreich, den Pulk Bewaffneter um die Ziele einfach mal der -deutschen- Öffentlichkeit zu zeigen.
Dieser Konflikt in Afghanistan hat ja eine ganz erhebliche nationale "Rechtfertigungskomponente" und wenn solche Aufklärungsergebnisse auf Youtube oder sonstwo auftauchen, dann können es auch Afghanen im Internetcafé sehen.

Der Vorgang scheint mir auch zu belegen, dass man im deutschen Kontigent durchaus willens und bereit ist, ganz massive militärische Mittel einzusetzen, wenn das taktisch sinnvoll erscheint. Dieser Angriff sagt ja auch deutlich aus: die Deutschen sind kein bequemer Gegner. Das kann für die Entwicklung da unten und die Sicherheit der Soldaten überlebenswichtig sein, was die Botschaft an die Taliban angeht.


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Das ständige Nachgeben der Klugen begründet die Diktatur der Dummen.
 
Havoc
Beitrag 5. Sep 2009, 17:01 | Beitrag #90
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Das Schlimme ist, wenn der Einsatz wirklich schief ging und es Zivilisten waren, werden wieder eine Reihe von Leuten "Skandal" rufen und entweder den Abzug oder Einsatzregeln fordern, die soeinen Unfall ausschließen. Es sind Bundestagswahlen und wenn einer politisch Kapital daraus schlagen kann wird er es tun.
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 22. May 2019 - 18:00