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> Allgemeiner Fragenthread!, weils auch zur See Fragen gibt...
Xizor
Beitrag 29. Jul 2017, 19:25 | Beitrag #721
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http://i.imgur.com/B6yrmSV.mp4

Was war das, zwei Booster nicht richtig am Flugkörper befestigt und machen sich selbständig und der Startschlitten(?) fällt ab? Oder war das ein dritter Booster, der gar nicht erst gestartet hat?

Der Beitrag wurde von Xizor bearbeitet: 29. Jul 2017, 19:26
 
Praetorian
Beitrag 29. Jul 2017, 19:57 | Beitrag #722
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Das ist eine SS-N-14 SILEX, ein U-Abwehrflugkörper. Was sich da vom FK trennt sind erst die beiden Startbooster, und dann der unterhalb des FK mitgeführte ASW-Torpedo (respektive der entsprechende Darstellungskörper bei einem Üb-FK). Passiert ist das im Juli 2015 der Fregatte Ladny in Sevastopol.



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SeaTiger
Beitrag 2. Aug 2017, 13:03 | Beitrag #723
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Wofür sind die Rutschen auf dem Flugdeck von US-Flugzeugträgern, die hinab überbord in die kalte See führen?

>>BILD 1<< neben der 3. Hornet am Bug, sowie an den beiden Aufzügen (aber nur schemenhaft zuerkennen)

>>BILD 2<< dito auf der Backbordseite

>>BILD 3<< 2 Rutschen am Heck, so wie eine rechts vom unteren Hornet-Päarchen

>>BILD 4<< Die Aufzüge habe diese Rutsche ebenfalls. Beispiel vom neusten CVN: Mittig an der Außenkante des Aufzuges, mit einem gelben Warnhinweis (?) versehen

>>BILD 5<< Nochmal als Modell

Ist dies eine Art Rettungsystem?


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xena
Beitrag 2. Aug 2017, 13:14 | Beitrag #724
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Die sind dazu da um im Katarstrophenfall Munition möglichst schnell über Bord zu werfen. Das wurde nach den Katastrophen auf Enterprise und Forrestal vor Vietnam eingeführt.


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SeaTiger
Beitrag 3. Aug 2017, 08:57 | Beitrag #725
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ah okay xyxthumbs.gif


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Kettenklopper
Beitrag 7. Aug 2017, 20:06 | Beitrag #726
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Was geht in den Startgeräten eigentlich alles beim Schuß kaputt?
Ich war neulich in Wilhelmshaven auf der Mölders etwas erstaunt wieviel "Technik", wie Kabel und Rohrleitungen da in dem AsRoc-Starter verbaut ist.
Oder ist das alles so stabil das da eine neue Rakete reingeschoben wird und weiter geht es?

Mfg Kk


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Merowinger
Beitrag 7. Aug 2017, 20:19 | Beitrag #727
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Ich stehe auf dem Schlauch - wo ist der Zusammenhang mit der F125?
 
Kettenklopper
Beitrag 7. Aug 2017, 20:42 | Beitrag #728
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Abschuß der LFK.

Mfg Kk


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kato
Beitrag 7. Aug 2017, 23:00 | Beitrag #729
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ZITAT(Kettenklopper @ 7. Aug 2017, 21:06) *
Was geht in den Startgeräten eigentlich alles beim Schuß kaputt?

Harpoon etc werden als "All-Up Rounds" geliefert und montiert, d.h. inklusive des Startkanisters eingekauft. Man schiebt also keinen neuen LFK rein, sondern montiert einen neuen Kanister auf dem Gestell. Ist bei solchen Gestellstartern eigentlich schon immer so, seit der Exocet.

Ähnlich aufgebaut sind auch moderne Mehrfachstarter wie RAM oder auch VLS. Also Rakete in Kanister in Starter, Kanister wird getauscht.
 
plumbum
Beitrag 8. Aug 2017, 08:53 | Beitrag #730
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Moin zusammen,

heisst das dann bei den RAM Startern das 21 Kanister mit je einer Rakete eingeschoben werden
oder der ganze RAM Kanister mit 21 Raketen getauscht wird ?


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Viele Grüße

Plumbum
 
docschneider55
Beitrag 8. Aug 2017, 10:19 | Beitrag #731
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Ersteres ist richtig!
Es sind 21 Kanister mit je einer Rakete.


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Praetorian
Beitrag 8. Aug 2017, 10:33 | Beitrag #732
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Kettenklopper
Beitrag 8. Aug 2017, 17:38 | Beitrag #733
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ZITAT(kato @ 8. Aug 2017, 00:00) *
ZITAT(Kettenklopper @ 7. Aug 2017, 21:06) *
Was geht in den Startgeräten eigentlich alles beim Schuß kaputt?

Harpoon etc werden als "All-Up Rounds" geliefert und montiert, d.h. inklusive des Startkanisters eingekauft. Man schiebt also keinen neuen LFK rein, sondern montiert einen neuen Kanister auf dem Gestell. Ist bei solchen Gestellstartern eigentlich schon immer so, seit der Exocet.

Ähnlich aufgebaut sind auch moderne Mehrfachstarter wie RAM oder auch VLS. Also Rakete in Kanister in Starter, Kanister wird getauscht.

Okay, somit ist der moderne Teil geklärt, aber wie war es "früher"?

Mfg Kk


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kato
Beitrag 8. Aug 2017, 20:10 | Beitrag #734
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Der Mk-112 (ASROC) sieht für mich recht stabil gebaut aus, da dürfte es wenig Hitzeschäden geben:



Es gibt tatsächlich relativ wenige "Box-Starter" die ohne Kanister wiederbeladen wurden. In der NATO im wesentlichen nur Mk-112 für ASROC und Mk-29 für NSSM (sind intern von der Aufhängung her nicht unähnlich aufgebaut, Mk25 sieht noch "sauberer" aus). Bei den Briten kam noch der Sechsfach-Starter für Sea Wolf hinzu - bei dem es sich um einen Box-Starter handelt, auch wenn er dabei wirklich aussieht als wäre es ein Kanistergestell.

Der Beitrag wurde von kato bearbeitet: 8. Aug 2017, 20:16
 
xena
Beitrag 9. Aug 2017, 00:46 | Beitrag #735
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Alle früheren Boxstarter wurden einzeln, also mit der Lenkwaffe ohne Behälter beladen, also ASROC, Sea Sparrow, Sea Wolf, Penguin, Gabriel, Exocet MM.38 usw. Erst mit der Harpoon und der MM.40 wurden Transport/Startkanister eingeführt. Die alten Boxstarter sind ja inzwischen weitgehend verschwunden, bis auf Reste der Sea Sparrow. Das meiste was die letzten 30 Jahre entwickelt wurde, kann man sagen, wird mit kompakten Transport- und Startkanistern bedient.


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Merowinger
Beitrag 9. Aug 2017, 10:43 | Beitrag #736
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Für die MM.38 stimmt das definitiv nicht, zumindest was den Bordbetrieb angeht. Was im Arsenal passierte kann ich nicht sagen.
 
Praetorian
Beitrag 9. Aug 2017, 11:18 | Beitrag #737
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SailorGN
Beitrag 9. Aug 2017, 11:51 | Beitrag #738
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Wobei dann interessant ist, warum die Russen deutlich später zu Kanistern (und dort ja auch nicht alle FK) gewechselt sind? Bei den großen Brummern ist das ja noch halbwegs verständlich, da würde ein Container ja Mehrvolumen und-Gewicht bedeuten (Die Switchblade hat ja Container), aber gerade bei den mittleren AD-FK würde sich das doch anbieten? Übrigens auch bei einem Landsystem wie Buk.


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Praetorian
Beitrag 9. Aug 2017, 13:17 | Beitrag #739
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Die sowjetischen/russischen "mittleren AD-FK" wurden/werden (teil)automatisiert über ein Magazin nachgeladen, analog SM-1/SM-2 am Mk13/Mk26. Die Funktion des Containers ist daher in großen Teilen redundant.


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xena
Beitrag 9. Aug 2017, 17:41 | Beitrag #740
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Die neueste Buk-Variante hat doch jetzt containerisierte Lenkwaffen. Das Pendant zu See ist auch containerisiert. Sämtliche westliche seegestützte AD-FK wurden auch automatisch nachgeladen, so wie die Russen auch. Erst ab der Mk41-Generation bieten sich Container geradezu an. Das muss man auch als Entwicklung verstehen. Die ersten Lenkwaffen waren noch so ausgelegt, dass sie händisch zusammen gebaut und getestet werden mussten, bevor sie auf den Starter weiter liefen. Teilweise mussten sie auch vorher noch betankt werden. Die nächste Generation war schon komplett zusammen gebaut in den Magazinen und wurde dann auf den Starter befördert. Diese wurden aber vor dem Beladen der Magazine noch zusammen gebaut. Und die wieder nächste Generation war fix und fertig konfektioniert und so ausgelegt, dass an denen nix mehr gemacht werden muss. Die Generationen haben sich teilweise überschnitten. Die normalen ASROC Werfer dürfte es heute IMHO kaum noch geben, um die es ursprünglich ging (habe gerade keinen neuen Weyer zur Hand um mal zu gucken). Die MM.38 Kanister waren IMHO so ausgelegt, das sie auf See nachgeladen werden konnten, was aber praktisch keiner gemacht hat. Es gab auch eine containerisierte MM.39, die fertig konfektioniert war, die aber anscheinend keine Abnehmer fand.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 9. Aug 2017, 17:45


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Merowinger
Beitrag 9. Aug 2017, 17:45 | Beitrag #741
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ZITAT(SailorGN @ 9. Aug 2017, 12:51) *
Wobei dann interessant ist, warum die Russen deutlich später zu Kanistern (und dort ja auch nicht alle FK) gewechselt sind?

Die "Container-Idee" ist noch gar nicht so alt und kam in den 60er Jahren auf, begann sich in den 70er durchzusetzen. Bis dahin gab es Stückgutfrachter und Bauwagen. ;-)
 
xena
Beitrag 9. Aug 2017, 20:29 | Beitrag #742
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Das hängt vor allem mit der Technik zusammen. Erst mit der modernen Mikroelektronik und Feststofftriebwerke mit entsprechend stabilem Treibstoff, das länger lagerfähig war, machte es möglich die Lenkwaffen gebrauchsfertig fix und fertig zu verpacken.


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revolution
Beitrag 10. Aug 2017, 00:57 | Beitrag #743
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Der Container ist ja in der Regel ausreichend robust. Die Hitzebeständigkeit der Raketen ist das eigentliche Problem, zumindest im Falle eines Hot-Launch.

@SailorGN
Die neueste BUK Version verwendet Container-fähige Raketen

Der Beitrag wurde von revolution bearbeitet: 10. Aug 2017, 01:18


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SailorGN
Beitrag 10. Aug 2017, 10:29 | Beitrag #744
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Ja, die neueste wink.gif Davor lagen die FKs offen...

Mit Feststofftriebwerk hat das wenig zu tun, die Harpoon hat n Turbojet mit Flüssigkeitstriebwerk. Es ist in meinen Augen nur seltsam, weil die Amis ja spätestens seit den 80igern mit (Mehrzweck)Container-VLS und Harpoon rumfuhren, die Russen aber (weiterhin) auf ihren "FK-Hangars" und spezialisierten "Trommelmagazinen" bestanden. Wir hatten ja erst dieses Jahr die Frage nach Poliment und damit eine erste Mehrzwecklösung... 30 Jahre nach den Amis.


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xena
Beitrag 10. Aug 2017, 13:38 | Beitrag #745
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Bei den Russen dürfte es damit zusammen hängen, dass die AShM recht groß waren und man die Container in gewissem Maße auch härten wollte, weil sie auf Deck exponiert waren. Evtl. musste man sogar wegen Wartung Zugang haben. Bei den AD-FK hatten die Russen, im Gegensatz zu den Amis, von Anfang an komplette Lenkwaffen in nachladbaren Magazinen, die nicht auf See zusammengesetzt, getestet und gewartet werden mussten (siehe im Gegensatz dazu z.B. Talos, oder Terrier, die noch einem Test unterzogen wurden, bevor sie auf die Schienen weiter liefen). Fort ist hingegen schon containerisiert. Warum die einen es gemacht haben und die anderen nicht, liegt wohl eher daran, dass die anderen keinen Sinn darin sahen. Dass, die Russen es nicht gemacht haben dürfte auch andere Gründe haben, wie z.B. verfügbare Manpower, anderes Verhältnis zwischen Materialkosten und Personalkosten und überhaupt verfügbares Personal usw. Ich würde darin auch keinen großen Nachteil sehen, solange es funktioniert und die Verfügbarkeit vorhanden ist.


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SeaTiger
Beitrag 31. Aug 2017, 16:37 | Beitrag #746
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Ahoi!

Wie erfolgt auf den deutschen Fregatten und Korvetten (und den Schnellbooten) die Feuerleitung der 76mm und 127mm Geschütze?

Für Luftziele bietet sich ja das Feuerleitradar der jeweiligen Flugabwehr-Lenkraketen an (und bei den Schnellbooten?)
Wie schaut es mit Überwasserzielen und vor allem Landzielen aus?

Dafür ist bspw. das MSP-600, ein optisches Such- und Verfolgungssystem von Rheinmetall, zuständig?

Kann dieses optische Sensorsysten das große 127mm Geschütz auf der Ba-Wü Klasse bis an seine Grenzen leiten?
Auf Wikipedia lese ich für die 127/64 Otobreda Reichweiten von effektiv 30km und bis zu max. 120km

Wie erfolgt hier die Feuerleitung über die große Distanz für das Geschütz?
Wie erfolgt die Feuerleitung auf Landziele ohne direktem Sichtkontakt auf Ziel (hinter Steilküste, am Strand hinter Dünen)?

Sind die Fregatte (gerade die F125-Klasse) dazu im OPZ mit entsprechenden Arbeitsplätzen (mit Moving Maps und Co.) ausgestattet, um indirektes Feuer zur Unterstützung zu liefern?
Oder kann auch die große 127mm Kanone der F125 nur auf Radarziele und/oder Ziele mit direkter Sichtlinie feuern?


Wenn die Antwort heißt, dafür gäbe/gibt es GPS-gelenkte Munition:
Wer würde die GPS-Koordinaten liefern bzw aufbereiten?

Beispiel: Ein Feuerteam liegt am Strand und möchte eine Stellung Hunderte Meter weiter beschossen haben.
Gibt das Feuerteam ihre Position und "Ziel 300m Nordwest von uns" durch und die Fregatte bereitet die Daten auf
oder muss das Team am Strand selber die Zielkoordinaten bestimmen und zur Fregatte schicken?


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Merowinger
Beitrag 31. Aug 2017, 17:32 | Beitrag #747
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Historische Schnellboote und 40mm: OGR 7
Alte Schnellboote 143: Luftziele per Radar WM 27/52, alternativ optisch per geschlossener Richtsäule OGR 7/3 direkt hinter dem Mast - eine Art heisser Stuhl.
Korvetten: Wahrscheinlich bislang nur optisch mit Mirador ähnlich dem LCS der US Navy (was sich mit dem neuen 4D Radar ändern könnte) plus Trefferkontrolle per splash spotting (Radar) zur Korrektur. Fregatten mit dediziertem Beleuchter haben es da besser, wobei mit APAR im Prinzip auch etwas ginge was stationäre Bodenziele und counter battery Feuer anbetrifft.

Neben GPS Lenkung werden insbesondere Geschosse mit Infrarotlenkungen für die 127mm in Erwägung gezogen. Ansonsten mal die folgende Tabelle wirken lassen und Helos/UAVs nicht vergessen.

Entfernung zum Horizont: Objekt mit einer Höhe von
5 km: 1.96 Meter
10 km: 7.85 Meter
15 km: 17.66 Meter
20 km: 31.39 Meter
25 km: 49.05 Meter
30 km: 70.63 Meter

ZITAT(SeaTiger @ 31. Aug 2017, 17:37) *
Gibt das Feuerteam ihre Position und "Ziel 300m Nordwest von uns" durch und die Fregatte bereitet die Daten auf
oder muss das Team am Strand selber die Zielkoordinaten bestimmen und zur Fregatte schicken?

Diese Frage ist nebensächlich.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 31. Aug 2017, 17:58
 
Praetorian
Beitrag 31. Aug 2017, 17:45 | Beitrag #748
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Die F125 sind in das Artillerieführungssystem ADLER des Heeres eingebunden (respektive sollen es am Ende sein) und kann über die integrierte ASCA-Schnittstelle auch von anderen ArtFüSys Daten erhalten.


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Merowinger
Beitrag 31. Aug 2017, 18:08 | Beitrag #749
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Genau, ich wollte gerade ähnliches zu ADLER III und JFST hinzufügen.
 
Merowinger
Beitrag 12. Oct 2017, 11:08 | Beitrag #750
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Gerade gsehen: MATV Sycamore von Damen für Australien. Wer weiss, wozu der Mast am Bug dient? Für die Scan Eagle recovery wohl eher nicht.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 12. Oct 2017, 11:11
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 21. October 2017 - 15:06