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> Moderne Söldner, Sammelthread
Hummingbird
Beitrag 27. Oct 2005, 08:45 | Beitrag #31
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Die behaupten auf mp.net das am 08/25/2004 in Baghdad kein Angriff (so wie er im Film beschrieben wird) stattgefunden hat.

Kann irgendjemand hier das bestätigen oder widerlegen?
 
Charos
Beitrag 27. Oct 2005, 22:52 | Beitrag #32
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Wenn das so wirklich wäre...haben sie sich dann warsch. ein Phantasie-Datum/Ereigniss auf die Brust tätowiert -> Sinn?


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Ready your breakfast and eat hearty.. for tonight we dine in Hell!
 
Hummingbird
Beitrag 28. Oct 2005, 09:14 | Beitrag #33
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Wenn die ganze Geschichte tatsächlich nur ein Werbegag ist, dann kann man auch davon ausgehen das es keine Tätowierung gibt.

Sinn? -> Geld.

Aber ich tendiere persönlich auch dazu die Geschichte zu glauben. Bestätigen kann ICH sie allerdings nicht.
Darum meine Frage.
 
Panzermann
Beitrag 28. Oct 2005, 10:07 | Beitrag #34
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Auf mp.net behaupten sie uach, man könne keine M4 in Autops vernünftig nutzen. Okay, ist ja auch immenroch ziemlich lang, das Teil. Dumm nur, daß bei den aufnahmen mit geballer im Auto eine MP5 benutzt wird. Also so dolle sind die dort drüben bei mp.net auch nicht unbedingt.


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ZITAT(Hawkeye @ 28. Mar 2011, 04:37) *
Tipp des Tages:
.454 Casull Flachkopf-Massivgeschosse eignen sich hervorragend als Ohrenstöpsel!
 
Charos
Beitrag 28. Oct 2005, 17:28 | Beitrag #35
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Im Video wird sogar gezeigt wie Ureinwohner der Anschlag mit M4 im Auto gelehrt wird.


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Panzermann
Beitrag 28. Oct 2005, 18:18 | Beitrag #36
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Ach ja stimmt, aber wenn man nix anderes hat? Auf Pistole wechseln?


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ZITAT(Hawkeye @ 28. Mar 2011, 04:37) *
Tipp des Tages:
.454 Casull Flachkopf-Massivgeschosse eignen sich hervorragend als Ohrenstöpsel!
 
Charos
Beitrag 28. Oct 2005, 22:28 | Beitrag #37
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Wenn man ein M4 dabei hat, kann man doch damit auch schiesen...Gehen tut es ja scheinbar, kommt eben immer auf die genauen Umstände an.


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Hummingbird
Beitrag 28. Oct 2005, 23:30 | Beitrag #38
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QUOTE(Panzermann @ 28.10.2005, 11:07)
Also so dolle sind die dort drüben bei mp.net auch nicht unbedingt.

Ja, da lobe ich mir doch "unser" Forum.
 
Ta152
Beitrag 29. Oct 2005, 08:59 | Beitrag #39
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QUOTE(Malik @ 26.10.2005, 22:35)
ähm hab ich vom German PMC thread (mp.net) den link hoffe das darf ich.

Die WDR Sendung
 
pmc  176,9 MB
pmc2 38,8 MB

läd so zwischen 100 u. 120 kb runner
wenn ich das nich darf dann bitte löschen.
oder kommt das in den videothread?

Die Szene bei 12:10 habe ich in besserer Qualität (nicht dieser braune Effekt) seit langem auf meiner Festplatte als Ambush_072704.wmv 1822kb.


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/EOF
 
Hummingbird
Beitrag 29. Oct 2005, 10:25 | Beitrag #40
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Könntest du das bitte posten?
 
GFF_phoenix
Beitrag 29. Oct 2005, 10:48 | Beitrag #41
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QUOTE(GFF_phoenix @ 24.10.2005, 23:41)
Konnte jemand die Pistolen identifizieren? Also 3 Stück konnte man ja sehen, eine war ne normale USP oder P2000 (eher USP), eine 2. war irgendwie ne größere USP aber ohne Schalldämpferlauf evtl USP Expert? Die 3. Pistole sah vom Griffstück wie eine Steyr Pistole M aus.

*schieb*


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Ludimus non laedimus!

 
Ta152
Beitrag 29. Oct 2005, 12:29 | Beitrag #42
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QUOTE(Hummingbird @ 29.10.2005, 11:25)
Könntest du das bitte posten?

http://rapidshare.de/files/6911824/Ambush_...072704.wmv.html


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/EOF
 
Almeran
Beitrag 29. Oct 2005, 14:19 | Beitrag #43
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Das Video is wirklich alt, wurde hier auch schon mal gepostet


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Liberalmeran.

Der Grad unserer Erregung wächst in umgekehrtem Verhältnis zu unserer Kenntnis der Tatsachen - je weniger wir wissen, desto aufgeregter werden wir.
- Bertrand Russell, Eroberung des Glücks
 
nikko
Beitrag 29. Oct 2005, 14:32 | Beitrag #44
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d ehre
das video wurde mit sicherheit zugefügt weil es den überfall am nähersten kommt.
nikko


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DON `T MESS WITH THE TEDS
 
Frosch
Beitrag 29. Oct 2005, 20:42 | Beitrag #45
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QUOTE(Malik @ 26.10.2005, 22:35)
ähm hab ich vom German PMC thread (mp.net) den link hoffe das darf ich.

Die WDR Sendung
 
pmc  176,9 MB
pmc2 38,8 MB

läd so zwischen 100 u. 120 kb runner
wenn ich das nich darf dann bitte löschen.
oder kommt das in den videothread?

sad.gif
Ich höre alles aber sehe nix.

Was für einen Codec, Plug-in oder was auch immer brauch ich jetzt wieder???
 
DaRookie
Beitrag 30. Oct 2005, 13:19 | Beitrag #46
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Habe gerade was sehr interessantes zu dem Thema gelesen...
http://www.imi-online.de/download/IMI-Anal...DA-PMCsIrak.pdf

Aber sowas ist doch nicht mehr normal...
Die Amis lassen ihreN Militärhaushalt von Privaten Söldnerfirmen bestimmen. Diese werden natürlich in ihrem intrese handeln den Frieden rechnet sich für sie nicht. Amerika wird langsam nicht mehr von Politikern sondern von Marionetten der Rüstungs- und "Sicherheitsunternehmen" regiert.
Darüber gibts auch eine sehr gute Doku. "Why we fight." Wenn ich mich nicht irre.


--------------------
Oscar Wilde:"Patriotismus ist die Tugend des Boshaften"
Goethe:"Der Patriotismus verdirbt die Geschichte."
Albert Einstein:"Um ein tadelloses Mitglied einer Schafsherde zu sein, muss man vor allem ein Schaf sein."
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OL This is Schäuble. Copy Schäuble into your signature to help him on his way to surveillance state.
 
Pille1234
Beitrag 30. Oct 2005, 13:26 | Beitrag #47
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Diese Quelle wäre nicht unbedingt meine erste Wahl gewesen, um mich über das Thema zu informieren.


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Don't let the trees die in vain: Print before you think!
 
DaRookie
Beitrag 30. Oct 2005, 14:09 | Beitrag #48
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QUOTE(Pille1234 @ 30.10.2005, 13:26)
Diese Quelle wäre nicht unbedingt meine erste Wahl gewesen, um mich über das Thema zu informieren.

ehrlich gesagt habe ich mir die Quelle nicht angeguckt....
was ist denn daran problematisch?


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Oscar Wilde:"Patriotismus ist die Tugend des Boshaften"
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planlos
Beitrag 30. Oct 2005, 16:31 | Beitrag #49
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QUOTE(Hummingbird @ 27.10.2005, 09:45)
Die behaupten auf mp.net das am 08/25/2004 in Baghdad kein Angriff (so wie er im Film beschrieben wird) stattgefunden hat.

Kann irgendjemand hier das bestätigen oder widerlegen?


http://www.militaryphotos.net/forums/showt...ead.php?t=60619
 
Pille1234
Beitrag 30. Oct 2005, 16:58 | Beitrag #50
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QUOTE(DaRookie @ 30.10.2005, 14:09)
ehrlich gesagt habe ich mir die Quelle nicht angeguckt....
was ist denn daran problematisch?

Zitat aus Deinem Link:
"Gemäß der Strategie der Truppen
der „Koalition der Willigen“, die sich im Wesentlichen
in Militärcamps verschanzt halten und hin
und wieder Luftbombardements oder massive
„Strafexpeditionen“ mit großem Militäraufgebot
in Städten und Stadtvierteln unternehmen, die
nicht gemäß ihren Vorstellungen agieren, ist die
Rolle der PMCs immer stärker gewachsen und
ihre Tätigkeit riskanter geworden."

Muss ich wohl nicht weiter kommentieren. Ansonsten google mal nach "Tobias Pflüger"...


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Frosch
Beitrag 30. Oct 2005, 18:59 | Beitrag #51
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Was der Typ von der Führungsakademie da so zusammenlabert  hmpf.gif wallbash.gif
 
Freestyler
Beitrag 30. Oct 2005, 20:57 | Beitrag #52
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eek.gif was tobias pflüger i.d.r. so von sich gibt ist noch viel schlimmer hmpf.gif wallbash.gif


--------------------
ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
Frosch
Beitrag 30. Oct 2005, 21:03 | Beitrag #53
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wer ist das ?
 
Iceman
Beitrag 30. Oct 2005, 22:17 | Beitrag #54
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Du kennst Tobias Pflüger nicht?

T. Pflüger


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"Vor lauter Globalisierung und Computerisierung dürfen die schönen Dinge des Lebens wie Kartoffeln oder Eintopf kochen nicht zu kurz kommen."
-CDU-Chefin Angela Merkel (Vor Landfrauen auf dem Hessentag)
"Ordnung, Eintracht, Frohsinn!"
 
Freestyler
Beitrag 30. Oct 2005, 23:12 | Beitrag #55
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schau dir mal die links unten bei wikipedia an ... mad.gif rofl.gif


--------------------
ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
DaRookie
Beitrag 1. Nov 2005, 13:17 | Beitrag #56
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QUOTE(Freestyler @ 30.10.2005, 23:12)
schau dir mal die links unten bei wikipedia an ... mad.gif rofl.gif

Naja er ist halt ein Linker.. das heisst aber nicht das er vollkommen unrecht hat. Wenn die zahlen stimmen ist es schon krass.


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Oscar Wilde:"Patriotismus ist die Tugend des Boshaften"
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Desert Puma
Beitrag 30. Nov 2005, 00:28 | Beitrag #57
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QUOTE
US firm to fight Somali pirates
A US company has been given a two-year contract to help fight piracy off the Somalia coast - seen as among the world's most dangerous waters.
The $50m contract has been awarded by Somalia's transitional government.

Topcat Marine Security will target the \"mother ship\" launching pirate ships from the open sea, said the firm's Peter Casini.

Earlier this month, pirates fired rocket-propelled grenades at a US-based luxury cruise liner.

There have been 32 pirate attacks off the Somali coast since March this year, according to the International Maritime Board.

Government dismayed

\"The agreement signed today will defend Somalia's territorial waters, defeat the pirates and put an end to the illegal fishing and poaching of our precious natural marine resources,\" Prime Minister Mohamed Ali Gedi said.

\"The government wishes to express its dismay at these abhorrent actions.\"

Under the deal, Topcat will supply all the necessary equipment and training to help Somalia's coastguard and special forces monitor the coastline.

The firm is also expected to help the Somali government set up five naval bases.

\"We will end the piracy very quickly, there is no question about that,\" said Mr Casini.

\"There is a ship that is launching small ships 75 to 100 miles from the shore, our goal is to take the mother ship.\"


Quelle: BBC.news


Beauftragte Sicherheitsfirma
 
Desert Puma
Beitrag 4. Dec 2005, 07:08 | Beitrag #58
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QUOTE
SOMALIA

Die somalische Übergangsregierung hat eine zivile US-Firma mit Schutz und Sicherung der somalischen Hoheitsgewässer beauftragt.

Die mit Topcat Marine Security geschlossene, für zunächst zwei Jahre geltende Vereinbarung sieht vor, dass die US-Firma innerhalb der somalischen Hoheitsgewässer einschließlich der EEZ sämtliche Aufgaben im Kampf gegen Piraterie, Terrorismus, Schmuggel und illegalen Fischfang übernimmt.

Topcat COBRA (Foto: Topcat Marine Security)Topcat wird dazu an der Küste fünf, mit modernen Kommunikationsmitteln vernetzte Stützpunkte einrichten, von denen aus dann (nach Firmenangaben bis zu 80 Kn !!! schnelle) Speedboote vom Typ COBRA Patrouillen durchführen bzw. zu Einsätzen in See gehen.

Erstmals wird damit eine zivile Firma komplett die hoheitlichen Aufgaben einer Seepolizei und Küstenwache eines Staates übernehmen.

Obwohl hier das \"Outsourcing\" hoheitlicher Aufgaben einen weltweit wohl einmaligen Höhepunkt erreicht, ist die Beauftragung einer zivilen Firma für die somalische Übergangsregierung ein durchaus sinnvoller Ausweg aus einem Dilemma. Auslöser für die ungewöhnliche Auftragsvergabe ist sicher die in somalischen Gewässern ausufernde Piraterie.

In Reaktion auf die Forderungen des International Maritime Bureau nach aktiver Bekämpfung der Piraterie hätte Somalia entweder selbst eine Küstenwache aufstellen müssen - wozu materiell wie personell die Mittel fehlen - oder die Übergangsregierung in Mogadischu hätte den am Horn von Afrika und vor der ostafrikanischen Küste operierenden, fremden Marinen erlauben müssen, auch innerhalb somalischer Hoheitsgewässer zu operieren - was letztendlich der völligen Aufgabe eigener hoheitlicher Rechte gleich gekommen wäre).

Nun behält man national (zumindest offiziell) die Kontrolle über die Operationen und wahrt seine territorialen Ansprüche. Zugleich ist aber über die modernen Kommunikationsmittel von Topcat wohl auch eine intensive Zusammenarbeit mit den in der Region operierenden Marinen - bis hin zum \"Tasking\" der Topcat-Boote durch die US-Navy - möglich.

Da so alle Seiten, insbesondere auch die internationale Schifffahrt, von dieser Lösung profitieren, kann man durchaus auch vermuten, dass die Beauftragung von Topcat nicht allein Idee der somalischen Übergangsregierung war, und die Bezahlung der US-Firma (immerhin 50 Mio. Dollar für die zwei Jahre) wohl auch nicht allein Somalia überlassen bleibt.


http://www.marineforum.info/AKTUELLES/aktuelles.htm
 
Desert Puma
Beitrag 7. Dec 2005, 11:45 | Beitrag #59
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Söldner außer Kontrolle

Bild: http://www.spiegel.de/img/0,1020,550691,00.jpg (Bild automatisch entfernt)
Es ist ein Geschäft mit der Angst: Dutzende private Sicherheitsfirmen verdienen im Irak viel Geld mit dem Schutz von Geschäftsleuten und Regierungsbeamten. Ihre Waffen setzen die Bodyguards dabei nicht gerade zurückhaltend ein. Nicht selten geraten harmlose Zivilisten unter Beschuss.

Bagdad - Es war ein Angriff ohne Warnung. Mit zwei Fahrgästen war Taxi-Fahrer Mohammed Nouri Hattab, 32, in seinem Wagen auf einer Hauptstraße im Bagdader Bezirk Masbah unterwegs. Gerade hatte er zwei Fahrgäste aufgelesen, als plötzlich aus einer Seitenstraße der aus fünf Fahrzeugen bestehende Konvoi des Sprechers der US-Botschaft, Robert J. Callahan, preschte. Voller Respekt hielt Hattab rund 15 Meter vor dem Konvoi an. Dann durchlöcherten Maschinengewehrsalven seinen Wagen, abgefeuert aus den Begleitfahrzeugen des Botschaftssprechers. Einer von Hattabs Fahrgästen starb, er selbst wurde in der Schulter getroffen.

So beschreibt die US-Zeitung \"Los Angeles Times\" unter Berufung auf Augenzeugen und US-Regierungsvertreter einen Vorfall aus dem Mai dieses Jahres. Er wirft ein Schlaglicht auf das Chaos auf den Straßen Bagdads und auf eine Branche, die im Ruf steht, die Mission des Wiederaufbaus im Irak nicht unbedingt einfacher zu machen: private Sicherheitsdienste.

Tausende schwer bewaffneter privater Leibwächter sind im Irak tätig, unter Vertrag genommen von der US-Regierung oder Privatunternehmen. Etliche Male schon waren diese Sicherheitsdienste in Schießereien verwickelt. Strafrechtliche Folgen hatte das für die Mitarbeiter der Firmen bislang nicht, obwohl sie sich in mindestens einem Fall mit tödlichem Ausgang nicht legal verhalten haben, wie die US-Zeitung \"Los Angeles Times\" jetzt berichtete.

Juristische Grauzone

Stattdessen würden die Sicherheitskräfte lediglich nach Hause geschickt. Die Branche arbeite in einer juristischen Grauzone, heißt es in dem Bericht. Nach einer Anweisung der Übergangsregierung, die den Irak bis Juni 2004 verwaltete, sollen Sicherheitskräfte, denen Fehlverhalten vorgeworfen wird, in ihren Heimatländern strafrechtlich belangt werden. Offenbar eine Regelung, die sie bislang nicht fürchten mussten. Geleichzeitig genießen sie gegenüber irakischen Gerichten Immunität - eine wenig zufrieden stellende Situation für Iraker, die ungerechtfertigte Schüsse bestraft sehen wollen.

Nach Informationen der \"LA Times\" ist der US-Regierung das Problem der mangelnden Kontrolle über die privaten Sicherheitsdienste bekannt. Dem Bericht zufolge gab es seit November 2004 fast 200 \"ernsthafte Zwischenfälle\" mit Beteiligung privater Unternehmen. In elf Prozent der Fälle hätten deren Mitarbeiter auf Fahrzeuge von Zivilisten geschossen.

Über die Hintergründe der Schießereien und das Schicksal der Fahrzeuginsassen sei nichts bekannt. Die Berichte über die Zwischenfälle - von den Sicherheitsunternehmen freiwillig beim Pentagon eingereicht - sagten jedoch aus, dass die Beschützer ihrerseits nicht aus den Fahrzeugen unter Beschuss geraten waren, sondern sie auf sie feuerten, weil sie in ihnen Selbstmordattentäter vermuteten.

Rücksichtslose Söldner

Die jetzt veröffentlichten Berichte bilden den Angaben zufolge nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Zwischenfälle ab, zahlreiche andere dokumentierte Fälle würden vom Verteidigungsministerium unter Verschluss gehalten.

Die Sicherheitsunternehmen schützen im Irak sowohl US-Beamte wie auch Geschäftsleute. Laut der Zeitung werden die meisten von der US-Regierung bezahlt - doch keine US-Behörde kontrolliere sie. Im vergangenen Jahr schätzte das Pentagon, dass rund 60 Sicherheitsunternehmen mit 20.000 Mitarbeitern im Irak tätig seien. Laut einem Bericht des US-Rechnungshofes sollen die Firmen seit 2003 durch das Geschäft mit der Angst rund 766 Millionen US-Dollar verdient haben.

Kritiker bemängeln, dass zwar der überwiegende Teil der Sicherheitsbeamten hoch professionell sei - viele standen früher selbst im Dienst des US-Militärs -, es gebe jedoch auch zahlreiche teure, rücksichtslose Söldner. Ein Team privater Sicherheitsleute zum Schutz eines US-Regierungsbeamten könne bis zu 5000 US-Dollar am Tag kosten.

Die Sicherheitsbranche verteidigt unterdessen den raschen Griff zur Waffe. Die Mitarbeiter hätten oft nur Sekunden, um zu entscheiden, ob am Steuer eines sich nähernden Fahrzeuges Aufständische oder Unschuldige säßen. Der Irak sei nun einmal ein Kriegsgebiet, in dem Fehler passieren, zitiert die \"LA Times\" einen Interessenvertreter.

Trotzdem haben einige Firmen mittlerweile freiwillige Entschädigungsprogramme aufgelegt, schreibt die \"LA Times\" unter Berufung auf Brachenvertreter. Ein offizielles System wie das für Fälle mit Beteiligung von US-Truppen gibt es jedoch nicht. US-Soldaten, die ungerechtfertigt das Feuer auf Zivilisten eröffnet haben, müssen sich vor Militärgerichten verantworten, was bereits zur Verurteilung von mindestens zehn Mitgliedern des US-Militärs geführt hat.

Auch Taxifahrer Hattab möchte eine Entschädigung. Seinen eigentlichen Job als Angestellter des Ölministeriums musste er aufgeben, weil er seinen rechten Arm nicht mehr bewegen kann. Auf der Suche nach Gerechtigkeit wird Hattab dem Bericht zufolge nun zwischen irakischen Gerichten und US-Vertretern hin- und hergeschickt. Unter Berufung auf inoffizielle Angaben schreibt die \"LA Times\", das Unternehmen \"Blackwater USA\" aus North Carolina solle für den Angriff auf Hattabs Taxi verantwortlich sein. Die Konsequenz: Zwei Mitarbeiter seien entlassen worden. Vor einem Gericht mussten sie sich bislang nicht verantworten.



Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,15...,388661,00.html
 
Desert Puma
Beitrag 3. Mar 2006, 14:54 | Beitrag #60
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QUOTE

Wie Söldner zu Geschäftleuten wurden

Dario Azzellini 03.03.2006

\"Sicherheitsdienstleister\" bieten eine große Angebotspalette an und verändern die Kriegsführung

Bezahlte Erbringer von militärischen Dienstleistungen sind in der Kriegsgeschichte nicht unbekannt. Über Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende ist der Einsatz von Söldnern überliefert und ihr Ruf ist nicht der beste. Daher versuchen PMCs (Private Military Company) auch stets sich durch ihre eigene Präsentation vom unsauberen Image der Söldner abzuheben. So ist auf fast allen Webseiten von PMCs und in ihren Broschüren und Erklärungen zu lesen, dass sie stets im Rahmen nationaler und internationaler Gesetze agierten, nur in den Dienst völkerrechtlich anerkannter Subjekte treten, die Achtung der Menschenrechte ein striktes Gebot im Rahmen ihrer Tätigkeiten darstellt und sie zudem für \"Demokratie und Frieden\" arbeiten. Der Lobbyverband, in dem sich zahlreiche PMCs zusammen geschlossen haben nennt sich irreführender Weise sogar \"International Peace Operations Association\" (IPOA)

Während sich die traditionellen Söldner alleine oder in kleinen Gruppen verdingten und als \"Abschaum\" der Gesellschaft angesehen wurden, überführte die Erfindung der PMCs Anfang der 90er Jahre das Geschäft in einen vermeintlich \"sauberen\" Wirtschaftsbereich. Damit können sie auch offen rekrutieren, ihre Dienstleistungen auf dem Weltmarkt anbieten und dort um Aufträge konkurrieren. Dies veränderte auch einen weiteren Umstand: Söldner zeichneten sich in der Neuzeit dadurch aus, dass ihnen die Legitimität fehlte, die Soldaten, als vermeintliche Repräsentanten der modernen Staatlichkeit genießen.

Militärische Dienstleister gibt es nun schon einige Jahrzehnte lang, doch sie waren meist auf logistische Aufgaben beschränkt. Innerhalb von wenigen Jahren entstanden Hunderte von Firmen, meist von Ex-Militärs aus Spezialeinheiten gegründet, und das Geschäft weitete sich rasant aus. Plötzlich waren auch die ehemaligen Söldner vermeintlich seriöse Geschäftsleute, ihre Unternehmen sind legal, operieren mit Gewerbeschein und schließen ganz offiziell Verträge mit Regierungen und transnationalen Konzernen. Das bietet ihren Mitarbeitern Schutz vor legaler Verfolgung. Die private Militärintervention ist juristisch abgesichert. Der größte Teil der PMCs stammt aus den USA, weitere Schwerpunktländer sind Großbritannien, Israel und Russland. Sie finden sich aber auch in Deutschland, wie etwa die Firma Optronic, angeklagt wegen illegaler Waffenverkäufe, rekrutiert sie Zivilisten als Statisten für besonders realistische Militärübungen der US Army. Aber auch in anderen europäischen Staaten und letztlich auf allen Kontinenten finden sich PMCs.

Man muss allerdings zwischen verschiedenen Unternehmenstypen unterscheiden. Die US-amerikanischen PMCs sind vollständig in das militärisch-politische Konzept und Vorgehen der US-Regierung eingebunden. Die Firma MPRI (1), nach dem ersten Krieg gegen den Irak von hochrangigen US-Militärs gegründet, die mit dem Slogan wirbt, über \"mehr Generäle pro Quadratmeter zu verfügen als das Pentagon\", hat sogar einen ständigen Sitz bei allen Zusammenkünften des Pentagon. Die US-amerikanischen PMCs agieren nicht ohne die ausdrückliche Zustimmung des Pentagon. Das andere Extrem stellen die russischen Militärdienstleister dar, die meist über umfangreiche eigene Bewaffnung, bis hin zu Kampfflugzeugen, Kampfhubschraubern und Panzern verfügen. Sie bieten ihre Leistungen völlig frei auf dem globalen Markt an und kamen bisher vor allem auf dem afrikanischen Kontinent zum Einsatz. So kann es beispielsweise zu Situationen wie im Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien Ende der 1990er Jahre kommen, als Äthiopien von dem russischen Flugzeugbauer Sukhoi Kampfflugzeuge, inklusive russischem Wartungspersonal und Piloten, unter Leasingvertrag nahm und diese sich ihrerseits von der Luftwaffe Eritreas unter Vertrag genommenen russischen Piloten gegenüber sahen.

Die PMCs wuchsen im vergangenen Jahrzehnt rasch, es entstanden wahrhafte Großkonzerne wie etwa DynCorp (2) oder Kellogg, Brown & Root (3). Teilweise sind sie sogar an der Börse quotiert, kleinere Unternehmen wurden von größeren aufgekauft. Eine wachsende Anzahl von militärischen \"Dienstleistungen\" sind nach und nach in die Angebotspalette integriert worden. Eine Vorstellung über das Anwachsen dieses Sektors vermitteln die Relationen zwischen Soldaten und PMC-Mitarbeitern auf den Schlachtfeldern des vergangenen Jahrzehnts. Beim ersten Krieg gegen den Irak soll noch eine von hundert auf dem Schlachtfeld anwesenden Personen ein Angehöriger eines PMC gewesen sein, in Afghanistan eine von 50 und im aktuellen Irakkrieg soll es bereits einer von fünf oder sechs sein.

Diese Entwicklung wurde durch verschiedene Faktoren begünstigt. Der Zusammenbruch des Ostblocks und das Ende des Ost-West-Konflikts hinterließen eine unipolare Welt mit einer einzigen militärischen Supermacht und Millionen von hoch ausgebildeten, arbeitslosen Militärspezialisten. Im Zuge der \"Globalisierung\" und des entfesselten Runs auf Märkte und Ressourcen nahm die Zahl der militärischen Konflikte und Akteure weltweit zu, von denen kaum einer den klassischen Kriegen zwischen zwei Staaten entspricht. Zugleich wuchs in den ungeschützten Trümmerfeldern gescheiterter Entwicklungsstrategien von Ost und West der Bedarf transnationaler Unternehmen nach privatem militärischen Schutz ihrer Anlagen und Geschäfte. Und auch die militärischen Sicherheitskonzepte der meisten Industriestaaten sowie der Nato wurden umgeschrieben und waren nicht mehr nur auf Landesverteidigung ausgerichtet, sondern auf eine weltweite schnelle Intervention und den globalen Schutz ihrer Interessen. Eine ideale Ausgangssituation für das Geschäft mit privaten Militärdienstleitungen.

Die Aktivitäten, die PMCs übernehmen, sind breit gefächert. Sie reichen vom Betreiben militärischer Ausbildungscamps, wie es etwas die US-Firma Cubic (4) macht, über die Ausbildung von Soldaten im In- und Ausland zur Organisierung der Besprühung von vermeintlichen Koka- und Schlafmohnpflanzungen in Lateinamerika, der Wartung von Kriegsgerät bis hin zum Bau und dem Management des US-Militärgefängnisses in Guantanamo. Grob lassen sich die Militärischen Dienstleister in drei Gruppen bzw. Tätigkeitsfelder einteilen[1]:
* Ausbildung und Consulting,
* Dienstleistungen im Bereich Technik und Logistik
* Kampfeinsätze

Allerdings sei darauf hingewiesen, dass zahlreiche Tätigkeiten ineinander übergehen und nicht klar voneinander zu trennen sind. Die Trennung ist häufig dem Umstand geschuldet, unter rechtlich bedenklichen Umständen zu agieren. So sind Kampfhandlungen für PMCs, die in Kolumbien im Namen des Pentagon oder der DEA agieren, untersagt. Aber Firmen wie Air Scan (5) leisten beispielsweise eine logistische Dienstleistung für die kolumbianische Armee und die Erdölunternehmen Occidental Oil und Ecopetrol. Air Scan übernimmt die Auswertung der Überwachungsflüge und Radaranlagen und gibt Informationen zu Einsätzen an Piloten der kolumbianischen Armee weiter. Diese führt auf der Grundlage dieser Informationen dann Bombardements aus. Formal handelt es sich um eine Dienstleistung im Bereich Technik.

Die drei Sektoren unterscheiden sich in der Regel auch in ihrer Entfernung zur Front. Im Irak allerdings, wo nahezu das gesamte Land zur Front wurde, ist die klare Unterscheidung in diese drei Kategorien schwierig geworden.

Ausbildung und Consulting

Bezüglich der Ausbildung und des Consulting handelt es sich letztlich um einen privat organisierten Transfer staatlich generierten militärischen Know-hows. Teilweise eben in Situationen in denen Armeen nicht offen agieren können oder in denen eine direkte Militärpräsenz nicht gerne gesehen ist. So etwa als MPRI in Kroatien die Beratung der kroatischen Truppen in ihrer Militäroffensive zur Vertreibung von 200.000 Serben aus der Krajna und anschließend die Ausbildung der kroatischen Armee übernahm. Im Irak etwa übernimmt Dyncord die Ausbildung der neu geschaffenen Armee und Polizei. Der Vorteil für die US-Regierung liegt hier auch in der Ausweitung der eigenen Militärstandards und Normen, was eine Kooperation erleichtert.

Dienstleistungen im Bereich Technik und Logistik

Diese Dienstleistungen sind breit gefächert und reichen von der Zubereitung der Mahlzeiten für Soldaten bis zur Handhabe hochkomplizierter Waffensysteme. So versorgt Kellogg, Brown & Root (KBR), Tochterunternehmen von Halliburton (6), dessen ehemaliges Vorstandmitglied Dick Cheney heute Vizepräsident der USA ist, das US-Militär im Irak u.a. mit Lebensmitteln, Wasser und Treibstoff und übernimmt Waffentransporte. Darüber hinaus erhielt KBR weitere Großaufträge für Wiederaufbaumaßnahmen, den Bau von Kriegsgefangenenlagern und logistische Dienstleistungen für die US Army. Mutterkonzern Halliburton gehört im Irak mit Milliardenaufträgen zu den Großverdienern.

Dienstleistungen für die US Army im Irak bietet aber auch die Express- und Logistiktochter der Deutschen Post DHL (7). Das Unternehmen führt täglich vierzehn Flüge, mit jeweils 250 - 300 Tonnen Ladekapazität, in den Irak durch. Die Anzahl der DHL-Mitarbeiter im Irak stieg rapide von sieben auf 138 an. Zunächst bestand die zentrale Aufgabe von DHL in der Auslieferung der Post für die US-Soldaten, mittlerweile transportiert das Unternehmen verschiedenste Güter, die vom US-Militär und von unter Vertrag stehenden Unternehmen gebraucht werden. Da verwundert es nicht, dass Paul Gillett, DHL-Country Manager im Irak, Südafrikaner und Ex-Militär ist. Doch nicht nur er, die meisten der 18 \"ausländischen Experten\" im irakischen DHL-Team haben einen militärischen Hintergrund. Zusätzlich wurde eine Gruppe ehemaliger britischer Soldaten engagiert, die von einem \"Sicherheitsmanager\" koordiniert auf das Geschäft der Posttochter aufpassen.

Auch im Hochtechnologiebereich ist die Beschäftigung von Fachpersonal privater Unternehmen von zentraler Bedeutung. Immer mehr Hersteller von Kriegsgerät liefern die Experten zur Bedienung und Wartung desselben gleich mit. Somit können auch komplizierte Waffensysteme sofort zum Einsatz kommen, ohne dass zunächst noch Soldaten dafür ausgebildet werden müssen.

Angesichts der rapiden Weiterentwicklung von Militärtechnologie stehen die zivilen Angestellten der Entwickler von Krieggeräten eindeutig im Vorteil gegenüber Militärs bezüglich ihres Fachwissens. So wurden die im Irak eingesetzten Predator-Drohnen von Zivilpersonal bedient. Ebenso liefern Unternehmen wie Lockheed Martin ( oder Northrop Grumman (9) für den Betrieb ihrer Waffensysteme notwendiges Personal, Mechaniker und Techniker, gleich mit. Und aus Lateinamerika ist beispielsweise erkannt, dass sämtliche auf dem Kontinent von der USA betriebenen Radarstationen von PMCs betrieben werden.

Kampfeinsätze

Der Einsatz von PMCs in Kampfsituationen hat im Irak im Vergleich zu vorherigen Konflikten und Kriegen stark zugenommen. Die vermeintliche Nicht-Beteiligung von PMCs an Kampfhandlungen bzw. am unmittelbaren Krieggeschehen ist immer verschwommener. Etwa wenn PMCs formal als \"Sicherheitsunternehmen\" für \"Sicherheitsaufgaben\" engagiert werden, die Sicherheitsaufgaben aber darin bestehen, in einer Kriegssituation militärische Ziele und sogar Militärs vor Feindangriffen militärisch zu schützen.

Bis zum Irakkrieg gehörten direkte Kampfeinsätze eher zur Ausnahme. Eine vermittelte Beteiligung kam, wie bereits beschrieben, zwar vor, war aber meist an Aufgaben in den Bereichen Logistik bzw. Consulting gekoppelt. Oder aber es handelte sich um verdeckte militärische Kampfhandlungen, die Bestandteil der Verträge für Sicherheitsdienstleistungen mit Rohstoffkonzernen waren (siehe etwa Kolumbien, Kongo, Angola u.a.). Im Irak übernehmen PMCs hingegen auch vermehrt direkte Kampfaufträge.

Auch viele Militärgefängnisse werden von Privatfirmen betrieben und sogar Verhörspezialisten und Dolmetscher werden über PMCs angestellt. Sollte es jemand wundern, warum bezüglich der Foltervorfälle im Abu-Ghraib-Gefängnis im Irak nur zehn Soldaten angeklagt wurden, so ist die Erklärung einfach. Ein Großteil der Verhöre und auch der Gefängnissicherheit oblag Mitarbeitern der privaten Militärunternehmen Caci (10) und Titan (11). Gegen diese geht die US-Regierung juristisch nicht vor. Einige Anwälte und Menschenrechtsorganisationen in den USA versuchen, im Namen irakischer Kläger und mit irakischen Zeugen gegen Mitarbeiter der beiden Firmen zu klagen.

Die umfassende Tätigkeit der privaten Militärdienstleistungsunternehmen im Irak zeigt, dass die Privatisierung des Krieges längst weit in den Bereich der militärischen Kampfhandlungen vorgedrungen ist. Die \"neuen Söldner\" verrichten bereits heute einen Großteil der Kriegsführung. Für diese Tätigkeiten werden weiterhin Soldaten benötigt, die sich im Geschäft des Krieges auskennen. Der Kurswert ehemaliger Angehöriger von Militärdiktaturen wird demnach weiter steigen. Dass jedoch gerade mit ihrer Hilfe der Aufbau von Demokratie gelingen kann, glaubt man wahrscheinlich nur noch im Pentagon.

Privatisierung aus Gründen der Kostenersparnis?

Die Privatisierung militärischer Dienstleistungen folgt – gemäß des offiziellen Diskurses – der Kostenrationalisierung. Laut neoliberaler Parameter soll der Markt Leistungen grundsätzlich zu besseren Preisen anbieten können als der Staat. Ob im Outsourcing von Militäraufgaben tatsächlich der viel beschworene ökonomische Vorteil liegt, ist allerdings ausgesprochen fraglich. Die zum Einsatz kommenden Waffen werden entweder vom Auftraggeber angeboten oder demselben in Rechnung gestellt. Die Auswahl der Rekruten und Ausbildung der Militärs bleiben Aufgabe der nationalen Armeen und werden nicht von PMCs übernommen. So kostet zum Beispiel die 18-monatige Ausbildung eines US-amerikanischen Green Beret rund 250.000 US-Dollar. Wenn dieser Soldat anschließend zu einer PMC wechselt, ist mindestens das Dreifache des vorherigen Lohnes fällig – und angesichts der guten Bezahlung wechseln immer mehr Profis zu den Privaten.

Zugleich werden die vermeintlichen finanziellen Einsparungen auch durch andere Geschehnisse in Zweifel gestellt. PMCs sind als Unternehmen darauf ausgerichtet, den größtmöglichen Profit bei geringstem Einsatz zu erwirtschaften. Damit gerät die Frage des Ausmaßes an \"gelieferter\" Sicherheit zwangsläufig zu einer Kosten-Nutzen-Rechnung und wird damit von einem Allgemeingut zu einer Frage der Finanzstärke. Sicherheit ist nicht mehr für jeden, sondern wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. So hat die Halliburton-Tochterfirma Kellogg, Brown & Root (KBR) schon im Zuge der Balkaneinsätze nicht ausreichende Leistungen geboten haben. KBR hatte im Balkankrieg sieben Verträge mit der US Army abgeschlossen, bei vier von ihnen sollen die in Rechnung gestellten Summen zu hoch gewesen sein. Die restlichen drei Verträge wurden schließlich anderen Firmen übertragen bzw. von der US Army selbst ausgeführt. Das ist kein Einzelfall. Im Irak berechnete Halliburton beispielsweise über einen Vertrag mit der KBR der US Army mehrfach zu 40 Prozent überhöhte Benzinkosten. Obwohl die Army feststellte, dass Halliburton im Irak für die nicht ausgeschriebenen Verträge mindestens 250 Millionen Dollar zuviel verlangt hat, erhielt (12) das Unternehmen vor kurzem bis auf 10 Millionen Dollar die gesamte gefordert Summe in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar – mit der Begründung, dass eben nicht alles perfekt laufen müsse, um das Geld zu erhalten.

Anstatt der Kostenersparnis dient das Outsourcing im Kontext der neuen Militärdoktrin primär dazu, mehrere Kriege gleichzeitig führen zu können und Militäreingriffe der öffentlichen Kontrolle zu entziehen.

Kontrolle der Aktivitäten von PMCs

Wenn die demokratische und parlamentarische Kontrolle transnationaler und internationaler Aktivitäten in anderen Sektoren unter den von der Globalisierung vorgegebenen Bedingungen bereits extrem erschwert wurden, trifft dies auf den Geschäftszweig der PMCs in verstärktem Maße zu. Nationale Kontrollmechanismen verschwinden, bzw. entwickeln sich nicht im gleichen Maße, wie Internationalisierung und Privatisierung, während keine internationalen Kontrollmechanismen entstehen.

Regierungen und damit auch das Militär sind dem Parlament gegenüber Rechenschaftspflichtig, Privatfirmen nicht. Sie sind es nur gegenüber ihrem Auftraggeber. So lassen sich durch die Nutzung von PMCs auch versteckte Auslandseinsätze durchführen. Da nur Aufträge mit einem Volumen von mehr als 50 Millionen Dollar dem US-Senat vorgelegt werden müssen, überschreiten Aufträge an PMCs so gut wie nie diese Summe, so können sie jeder demokratischen Kontrolle entzogen werden. Das Pentagon verfügt mit dem Einsatz von PMCs in zahlreichen Regionen (wie etwa Kolumbien) auch über eine direkte Kontrolle und einen direkten Zugriff auf das Kampfgebiet, während es gleichzeitig Fragen oder Kritik zurückweist, da es sich um Privatunternehmen handelt. Die Unternehmen selbst wiederum unterliegen einer Schweigepflicht.

Die Beteiligung von Zivilisten an Kampfhandlungen und ihr Status, bringt u.a. weitreichende kriegsvölkerrechtliche Probleme mit sich. Es wird ein Rahmen weitgehender Straflosigkeit organisiert. Können Militärs für ihre Handlungen vor die Militärjustiz gestellt werden, so ist das im Fall der PMC-Mitarbeiter nicht möglich. Sie können nur vor der Ziviljustiz angeklagt werden, die ist aber in den meisten Einsatzgebieten entweder nicht existent bzw. funktionsfähig oder nicht an einer Verurteilung interessiert. Zusätzlich koppeln die meisten PMCs ihre Einsätze an einen Vertrag mit den Institutionen des Landes in dem der Einsatz vorgenommen wird, der ihnen Immunität zusichert. Das bedeutet das schwere Verbrechen ungestraft bleiben. So etwa als die US-amerikanische PMC Air Scan 1998 im Rahmen der Bodenüberwachung aus der Luft einer bedeutenden Erdölpipeline in Kolumbien die Bombardierung des Dorfes Santo Domingo mit 18 zivilen Toten zu verantworten hatte oder als Angestellte der Northrop Grumman Tochter Aviation Development, die die US-Radaranlagen in Peru betreiben, 2001 ein ziviles Kleinflugzeug einer US-amerikanischen Missionarin zum Abschuss frei gaben.

Gegenüber der Öffentlichkeit bietet der Einsatz von PMCs große Vorteile. Regierungen müssen sich bei unangenehmen oder illegalen Verwicklungen oder dann, wenn es zu Toten oder Verletzten bei den Einsätzen kommt, nicht verantworten, da es sich ja nicht um Angehörige der Streitkräfte handelt. So werden im Irak auch die Statistiken gefallener Militärs niedriger gehalten. Die schätzungsweise mindestens 500 bis 1000 gefallenen Angehörigen von PMCs tauchen weder in Militär- noch in anderen Statistiken auf. Viele der in Medien und US-Erklärungen als \"Zivilisten\" benannten Opfer von Anschlägen, Angriffen und Entführungen, sind nur formal Zivilisten. In Wahrheit handelt es sich um Angehörige verschiedenster militärischer Dienstleister.

Es entwickeln sich zugleich auch zweifelhafte Kooperationen zwischen Nationalstaaten und transnationalen Konzernen auf militärischem Bereich in der gemeinsamen Nutzung und Finanzierung von PMCs in Einsatzgebieten (siehe etwa Kolumbien, Angola, Irak u.a.). Der schnelle Zugriff auf Militärexperten jeder Art macht es auch möglich, wirtschaftliche Macht noch schneller als bisher in militärische Macht und ökonomische Vorherrschaft zu verwandeln.

Die Beispiele Afghanistan und Irak zeigen allerdings deutlich, dass die Vorstellung des vollends automatisierten Krieges, der totalen militär-technologischen Übermacht und dadurch eines schnellen \"sauberen\" Sieges ohne Verluste auf der eigenen Seite ein Traum bleibt. Selbst der Einsatz der modernsten Kriegsmaschinerie der USA und einer Vielzahl von hochspezialisierten PMCs vermochte die Situation weder zu befrieden, geschweige denn zu kontrollieren.

Und eine Grundproblematik besteht ohnehin beim Einsatz von PMCs: Welches Interesse können PMCs überhaupt an einer stabilen, friedlichen Situation haben, wenn diese für sie gleichbedeutend ist mit einem Auftrags- und Einnahmerückgang?
Literaturangaben

[1]

Singer, Peter W.: Corporate Warriors. The Rise and Ramifications of the Privatized Military Industry, in: International Security, Vol. 26, No. 3, Winter 2001/2002.
Links

(1) http://www.mpri.com/
(2) http://www.dyn-intl.com/
(3) http://www.halliburton.com/kbr/index.jsp
(4) http://www.cubic.com/
(5) http://www.airscan.com/
(6) http://www.halliburton
(7) http://www.dhl.com/
( 8 ) http://www.lockheedmartin.com
(9) http://www.northropgrumman.com/
(10) http://www.caci.com/
(11) http://www.titan.com/home.html
(12) http://www.nytimes.com/2006....ct.html

Telepolis Artikel-URL: http://www.telepolis.de/r4/artikel/22/22149/1.html

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 11. December 2019 - 02:45