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> Feuerlöschpanzer Marder, Bilder vom zum Löschpanzer umgebauten Marder in Hemer
Reitlehrer
Beitrag 4. May 2019, 11:21 | Beitrag #1
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Nachfolgend mal einige Bilder vom zum Feuerlöschpanzer umgebauten SPz Marder.

Der Umbau erfolgte durch die Firma Airmatic in Hemer, die sich als Konversionsbetrieb auf dem ehemaligen Gelände der PzBrig 20 angesiedelt hatte.
Leider ist die Firma insolvent, da niemand den Feuerlöschpanzer wollte. Auch Kalifornien nicht, obwohl Schwarzenegger als Gouverneur sich das Fahrzeug angeschaut hat.

Im ehemaligen Kampfraum befindet sich ein Faltbehälter für 4.600l. Abgebeben werden kann das Wasser über verschiedene System unter anderem auch zum Selbstschutz.
Ansonsten kommt auch ein spezieller Hochdruckmonitor zum Einsatz, der durch die sehr kleinen Wassertröpfchen eine hohe Löschleistung bringt.
Ist das Wasser abgelassen können bis zu 16 Menschen gleichzeitig evakuiert werden. Um auch mit dem bei Brände auftretenden Sauerstoffmangel fertig zu werden, ist ein außenluftunabhäniger Betrieb von ich meine 15 Minuten (Wert aus der Erinnerung ohne Gewähr) möglich. Auf alle Fälle genug Zeit um den Gefahrenbereich zu verlassen.
Auch ein halbstündiger Flammtest mit 800 °C wurde mit nur wenigen Grad Erhöhung der Innenrautemperatur bestanden.

Zur Ausstattung gehört auch ein Räumschild und es gibt auch alternative Modelle mit Teleskopausleger. Der ist besonders für den Einsatz in Chemieanlagen gedacht.

Die Techniker, die den Umbau durchführten waren übrigens sehr vom guten Zustand und der relativ geringen Laufleistung der Mardermotoren angetan.


Wo die Prototypen nach der Insolvenz geblieben sind, ist mir nicht bekannt





http://abload.de/image.php?img=lschpanzer-marder01ax3kc8.jpg
http://abload.de/image.php?img=lschpanzer-marder05jmk83.jpg
http://abload.de/image.php?img=lschpanzer-marder07gykss.jpg
http://abload.de/image.php?img=lschpanzer-...er09-aw4jam.jpg
http://abload.de/image.php?img=lschpanzer-...er10-avujq5.jpg
http://abload.de/image.php?img=lschpanzer-...er12-avtj4r.jpg
http://abload.de/image.php?img=lschpanzer-marder06i2ku4.jpg

Der Beitrag wurde von Reitlehrer bearbeitet: 4. May 2019, 11:24
 
General Gauder
Beitrag 4. May 2019, 14:47 | Beitrag #2
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Das Problem mit so einem Teil ist schlicht das es viel zu speziell ist als das sich die notorisch klammen Gemeinden für ihre Feuerwehr leisten könnten.

Der Beitrag wurde von General Gauder bearbeitet: 4. May 2019, 14:49


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Malefiz
Beitrag 4. May 2019, 14:51 | Beitrag #3
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ZITAT(General Gauder @ 4. May 2019, 15:47) *
Das Problem mit so einem Teil ist schlicht das es viel zu speziell ist als das sich die Notorisch Klammen Gemeinden für ihre Feuerwehr leisten könnten.


Scheint mir eher ein Gerät für größere Organisationen die im Katastrophenschutz tätig sind zu sein (THW bspw). Frage ist dann aber, ob derartige Organisationen in der Lage sind, dieses Gerät ausreichend schnell zu verlegen.


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goschi
Beitrag 4. May 2019, 15:08 | Beitrag #4
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Die simple Frage ist doch, was genau kann das Teil denn, was andere Löschfahrzeuge nicht können?


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
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Praetorian
Beitrag 4. May 2019, 15:19 | Beitrag #5
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Näher an einen intensiven Brand heranfahren unter Erhalt des Eigenschutzes für die Besatzung und des Materials, und Beweglichkeit in unwegsamem Gelände.


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goschi
Beitrag 4. May 2019, 15:34 | Beitrag #6
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und wie oft wird das benötigt?


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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
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ede144
Beitrag 4. May 2019, 15:41 | Beitrag #7
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ZITAT(goschi @ 4. May 2019, 16:34) *
und wie oft wird das benötigt?


In Deutschland? Alle 30 bis 40 Jahre. In anderen Ländern öfters, allerdings kommt der Marder dann aufgrund seiner Größe schnell an seine Grenzen
 
Praetorian
Beitrag 4. May 2019, 16:02 | Beitrag #8
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ZITAT(goschi @ 4. May 2019, 16:34) *
und wie oft wird das benötigt?

Offensichtlich nicht oft genug, sonst hätte man mehr davon verkauft.

Wenn sich mit dem Klimawandel Anzahl und Häufigkeit von Dürrezeiten erhöhen, sieht das eventuell auch in Deutschland hinsichtlich Wald-, Flächen- und Moorbrandbekämpfung möglicherweise irgendwann auch wieder anders aus. Ob solche Fahrzeuge dann im Vergleich zu Alternativen einen Mehrwert bringen würden, müssten die beurteilen, die sich damit auskennen und damit arbeiten müssten.


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Styx
Beitrag 4. May 2019, 17:06 | Beitrag #9
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Nunja du hast halt nen geschütztes Löschfahrzeug für schwereres Gelände. Problem ist halt das das nen Spezialfahrzeug ist was nicht grad viele brauchen. Wenn dann doch mal sowas gebraucht wird endet es so wie in Brandenburg als der ehemalige Truppenübungsplatz brannte und sich keiner mehr hingetraut hat. Die haben von ner Spezialfirma zwei Spot-55 und nen Bergepanzer samt Besatzung geordert die dann reingegangen sind und gelöscht haben wobei der olle Spot auch noch mehr als das doppelte an Wasser mitschleppt.

Der Beitrag wurde von Styx bearbeitet: 4. May 2019, 17:07


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KSK
Beitrag 4. May 2019, 19:43 | Beitrag #10
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ZITAT(goschi @ 4. May 2019, 16:08) *
Die simple Frage ist doch, was genau kann das Teil denn, was andere Löschfahrzeuge nicht können?

Brandbekämpfung in Problemstadtteilen oder beim G20-Gipfel?


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In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Reitlehrer
Beitrag 4. May 2019, 20:04 | Beitrag #11
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Die Idee warum die Konstrukteure sich für den Marder entschieden haben und nicht wie andere Löschpanzerhersteller einen Kampfpanzer als Basis, war /ist die Möglichkeit durch Flammen zu fahren und eingeschlossene Personen zu retten.
Die dürfte auch einer der wichtigsten Vorteile sein. Seit ich die Bilder gemacht habe, muss so 2011 gewesen sein, sind ja auf diese Weise einige Menschen ums Leben gekommen. Hier sei nur mal an die 25 Toten im November letzten Jahres (2018) erinnert.
https://news.sky.com/story/eleven-die-in-ca...-found-11550402

Zumal der Marder ja nicht exorbitant teuer gewesen wäre (genauer Preis ist mir jetzt nicht bekannt). Die Basis gab es ja zum Schrottpreis und die Löschausrüstung ist ja handelsüblich und müsste genauso wie der Einbau auch bei anderen Fahrzeugen bezahlt werden.
Das etwas speziell ist, kommt ja in der sogenannten staatlichen Daseinsvorsorge häufiger vor. Beispiel Jodtabletten, Impfstoffe oder die für die Feuerwehren zusätzlich beschafften ABC-Abwehrausrüstungen. Da vor allem auch der internationale Markt mit Griechenland und USA als Beispiel im Blick war, wäre her auch der Vergleich zu den ebenfalls sehr speziellen Löschflugzeugen zu ziehen.

Das Problem in Deutschland ist sicher das Föderalistische System. Feuerwehr ist Gemeidesache und für eine Gemeinde ist so ein Panzer sicher zu speziell. Das Land ist für den Kastrophenschutz zuständig und kann bei so einem Fahrzeug argumentieren, dass es für den Brandschutz ist und damit Gemeindesache und Ländersache. Der Bund ist auch nicht zuständig, obwohl so ein Fahrzeug hier wohl am Besten aufgehoben wäre, um jeweils zu unterstützen. Die einzige Möglichkeit wäre, der Bund beschafft für die Truppenübungsplatzfeuerwehren und könnte im Bedarfsfall im Wege der Amtshilfe unterstützen.

Die Bezirksbrandmeister- und Kreisbrandmeister, die sich mit mir das Fahrzeug mit angeschaut haben, waren von dem Fahrzeug schon sehr angetan.

Übrigens wurden auch Fahrzeuge wie M113 und Bradleyfahrgestell für den Zweck geprüft, aber der Aluminiumaufbau würde der Hitze bei einem Brand nicht standhalten.

Insbesondere da die Idee nicht nur das Durchfahren von Flammwänden bei einer Evakuierung war, sondern auch die Möglichkeit bei einem Brand in einem Chemiewerk nah an den Brandherd zu kommen, um den Brand dann effektiv zu löschen. Das erfordert natürlich ein längeres Verweilen im Hitzebereich. Daher ja auch der halbstündige Flammtest mit 800°. Bislang ist ja nicht möglich in so einer Situation direkt zu löschen. Es muss erst mal aufwendig gekühlt werden bzw. es wird nur die Brandausbreitung verhindert und den Rest lässt man halt brennen.

Der Beitrag wurde von Reitlehrer bearbeitet: 4. May 2019, 20:17
 
goschi
Beitrag 4. May 2019, 20:27 | Beitrag #12
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das ist alles toll, dass man einige Fälle findet, wo diese Fahrzeuge dann praktisch wärte.
Aber dafür müssen diese Fahrzeuge dann genau dort vor ort sein und dies zum passenden Zeitpunkt. und will man nicht gerade alle 100km ein Depot mit 2 Stk davon hinstellen, inkl. einem Tieflieger passender Tragklasse und das Personal dafür ausbilden, wo doch die klage immer wieder kommt, dass bei vielen Feuerwehren schon eine solide Ausbildung allen Personals in den oft benötigten Fähigkeiten kaum mehr machbar ist...

Das ist So ein Ding, das wirkt toll und man findet auch Einsatzzwecke und man findet dann auch gezielte Argumentationen, wieso genau das so super sein soll.
Nur, gratis ist das Ding nicht, die Vorhaltung noch weniger, die Wartung erst recht nicht.

Und ganz ehrlich, ich bezweifle dann doch sehr, dass man damit lockerflockig durch eine Feuerhölle wie in Portugal bei den immens grossflächigen Flächenbränden durchs Feuer fährt, jedenfalls nicht ohne eine ganz erhebliche zusätzliche isolation (die sehe ich nicht).
Das ist nichts, worauf panzer ausgelegt sind (im gegenteil haben sie ganz erhebliche Mühe mit Hitze, siehe Einsätze in nur schon warmen Klimaregionen), ganz zu schweigen von so klitzekleinen technischen hürden wie, dass der Motor auch (viel) Sauerstoff braucht.



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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
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Camouflage
Beitrag 4. May 2019, 21:38 | Beitrag #13
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ZITAT(Reitlehrer @ 4. May 2019, 21:04) *
Insbesondere da die Idee nicht nur das Durchfahren von Flammwänden bei einer Evakuierung war, sondern auch die Möglichkeit bei einem Brand in einem Chemiewerk nah an den Brandherd zu kommen, um den Brand dann effektiv zu löschen. Das erfordert natürlich ein längeres Verweilen im Hitzebereich. Daher ja auch der halbstündige Flammtest mit 800°. Bislang ist ja nicht möglich in so einer Situation direkt zu löschen. Es muss erst mal aufwendig gekühlt werden bzw. es wird nur die Brandausbreitung verhindert und den Rest lässt man halt brennen.

Und dieses Inferno löscht man dann mit 4.600 Litern Wasser?

Technisch ist das Fahrzeug vermutlich interessant und beeindruckend. Funktionierender Brandchutz ist aber immer ein Konzept aus vorbeugenden und abwehrenden Maßnahmen, aus Technik, Organisation und Personal. So ein Löschpanzer setzt am hinterletzten Promill-Bruchteil davon davon an. Die Wirksamkeit scheitert m. E. schon an der Verfügbarkeit.

Und im Brandschutz ist es durchaus auch Konsens, dass man nicht jedes Feuer löschen können muss. Es gibt Nutzungseinheiten und Brandabschnitte, die dürfen abbrennen. Man verhindert die Ausbreitung und gut.


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Styx
Beitrag 5. May 2019, 07:23 | Beitrag #14
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ZITAT(Reitlehrer @ 4. May 2019, 21:04) *
Übrigens wurden auch Fahrzeuge wie M113 und Bradleyfahrgestell für den Zweck geprüft, aber der Aluminiumaufbau würde der Hitze bei einem Brand nicht standhalten.

Insbesondere da die Idee nicht nur das Durchfahren von Flammwänden bei einer Evakuierung war, sondern auch die Möglichkeit bei einem Brand in einem Chemiewerk nah an den Brandherd zu kommen, um den Brand dann effektiv zu löschen. Das erfordert natürlich ein längeres Verweilen im Hitzebereich. Daher ja auch der halbstündige Flammtest mit 800°. Bislang ist ja nicht möglich in so einer Situation direkt zu löschen. Es muss erst mal aufwendig gekühlt werden bzw. es wird nur die Brandausbreitung verhindert und den Rest lässt man halt brennen.



Hmm Brände in nem Chemiewerk? Dann guck dir mal die Werksfeuerwehr von Bayer an. Die wären dann ja die ersten Kandidaten für so nen Fahrzeug gewesen und bei der Menge an hochspezialisierter Technik in deren Bestand wäre es nicht mal aufgefallen aber selbst die haben keinen beschafft, im Zweifel tuts dann nen Feuerlöschroboter. Das Ding ist eher für Waldbrände und so gedacht aber da hat er nen nicht so berauschenden Wasservorrat und ziemlich Konkurrenz in nem sehr schmalen Segment.


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Havoc
Beitrag 5. May 2019, 07:56 | Beitrag #15
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ZITAT(goschi @ 4. May 2019, 19:27) *
das ist alles toll, dass man einige Fälle findet, wo diese Fahrzeuge dann praktisch wärte.
Aber dafür müssen diese Fahrzeuge dann genau dort vor ort sein und dies zum passenden Zeitpunkt. und will man nicht gerade alle 100km ein Depot mit 2 Stk davon hinstellen, inkl. einem Tieflieger passender Tragklasse und das Personal dafür ausbilden, wo doch die klage immer wieder kommt, dass bei vielen Feuerwehren schon eine solide Ausbildung allen Personals in den oft benötigten Fähigkeiten kaum mehr machbar ist...

Das ist So ein Ding, das wirkt toll und man findet auch Einsatzzwecke und man findet dann auch gezielte Argumentationen, wieso genau das so super sein soll.
Nur, gratis ist das Ding nicht, die Vorhaltung noch weniger, die Wartung erst recht nicht.

Und ganz ehrlich, ich bezweifle dann doch sehr, dass man damit lockerflockig durch eine Feuerhölle wie in Portugal bei den immens grossflächigen Flächenbränden durchs Feuer fährt, jedenfalls nicht ohne eine ganz erhebliche zusätzliche isolation (die sehe ich nicht).
Das ist nichts, worauf panzer ausgelegt sind (im gegenteil haben sie ganz erhebliche Mühe mit Hitze, siehe Einsätze in nur schon warmen Klimaregionen), ganz zu schweigen von so klitzekleinen technischen hürden wie, dass der Motor auch (viel) Sauerstoff braucht.



Es gibt die Firma DiBuKa Dienstleistungen im Brand- und Katastrophenschutzfall, die ehemalige Sowjettechnik für den Katastrophenschutz betreibt:
Wassercontainer
Löschpanzer
Bergepanzer
Schwimmfähren
Brückenpanzer


Das Argument für diese Sonderfahrzeuge ist aber vorrangig deren Geländegängigkeit (und Schutz auf munitionsbelasteten Flächen, gerade in der Heide).

Solche Fahrzeuge sind aber absolute Nischensysteme für Spezialfirmen.


Der Beitrag wurde von Havoc bearbeitet: 5. May 2019, 08:10
 
Styx
Beitrag 5. May 2019, 13:25 | Beitrag #16
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Die setzen bewusst auf die alte Sowjettechnik, die ist einfach robust und sie haben das alles auf einem System den deren umgebaute Panzer haben alle den T-55 als Basis was die Wartung und Logistik vereinfacht.

ZITAT(KSK @ 4. May 2019, 20:43) *
ZITAT(goschi @ 4. May 2019, 16:08) *
Die simple Frage ist doch, was genau kann das Teil denn, was andere Löschfahrzeuge nicht können?

Brandbekämpfung in Problemstadtteilen oder beim G20-Gipfel?


Für Zweck wäre dann wohl "The Wind" angesagt allerdings ist bei dessen Wasserverbrauch binnen Minuten die Wasserversorgung im Viertel nicht nur tot sondern definitiv platt gemacht. Das ist aber eh nen absolutes Speziallfahrzeug.


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Sparta
Beitrag 5. May 2019, 13:55 | Beitrag #17
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Was ist "The Wind"? Google bring nur nen seltsamen Film.


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Du kannst im Inet alles sein - ein Einhorn, Superman, Harry Potter etc - warum sich allerdings soviel entscheiden ein Arschloch zu sein entzieht sich meiner Kenntnis
 
ramke
Beitrag 5. May 2019, 15:14 | Beitrag #18
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Denke er meint den hier
http://www.google.com/m/search?=client=ms-...%74%72%75%63%6B


--------------------
...die Grundausbildung bereitet auf den Krieg vor,
die Truppenküche auf die Gefangenschaft.
 
Merowinger
Beitrag 5. May 2019, 15:22 | Beitrag #19
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Krass Ding. Alternativ Tornado auf Tieflader festlashen? ;-)
 
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Beitrag 5. May 2019, 17:27 | Beitrag #20
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Bayer (Werkfeuerwehr Dormagen) hatte 1991 bereits ein Pumpenfz (LKW) , der nur eine Pumpe trug und die schaffte 10.000 l/pro Minute. Das bedeutete eine eigene Wasserversorgung, das Stadtnetz gibt das nicht her (max. 48.000l /h für 2 Stunden Dauer). Damit löscht niemand. Im Vollbrand Industrie gehen 20.000 l/Minute rein. Stichwort "durch Flammen fahren": Verbrennungsmotore brauchen Sauerstoff....selten vorhanden im Feuer. Spezielle Tunnel-taugliche Fz haben E-Motore und sind hermetisiert mit Schleuse zur Personenaufnahme. Außerdem haben die Cocpits in beide Fahrtrichtungen.
 
Styx
Beitrag 5. May 2019, 19:37 | Beitrag #21
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ZITAT(ramke @ 5. May 2019, 16:14) *


Ja genau das Monster meinte ich, T-55 mit zwei MiG 21 Triebwerken anstatt des Turms und nem Wasserverbrauch von etwas über 30000 l/min. Das Teil ist gebaut worden um Erdölquellen zu löschen, bei grossen Industriebränden mag er auch gehen, aber spätestens bei Waldbränden dürfte es für das Teil, mal abgesehen von der Wasserversorgung, schon durch den namensgebenden Abgasstrahl interessant werden.


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kato
Beitrag 5. May 2019, 21:07 | Beitrag #22
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ZITAT(SpezPi(Ppl)301 @ 5. May 2019, 17:27) *
Spezielle Tunnel-taugliche Fz haben E-Motore und sind hermetisiert mit Schleuse zur Personenaufnahme. Außerdem haben die Cocpits in beide Fahrtrichtungen.

Naja, es gibt genau ein solches Fahrzeug (Ziegler Merkur) und das auch nur in genau einem Tunnel (Rijeka - Istria). Ansonsten gibts Hilfsführerstände oder Vielfachsteuerungen zum Fahren in beide Fahrrichtungen. E-Motoren haben da auch eher Seltenheitswert, im Sinne dessen dass mir außer dem genannten kein einziges bekannt wäre. Eher werden da durchaus stärkere Diesel eingesetzt.
 
SpezPi(Ppl)301
Beitrag 6. May 2019, 06:10 | Beitrag #23
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Punkt für Dich. Dennoch fährt kein Fw-Kfz in einen Tunnel ein, in dem es brennt. Und ohne Luft kein Antrieb. In MG ist die Fw mal ein den Wirkbereich einer ausgelösten CO2-Löschanlage gefahren. Das Hallentor hatte sich nicht geschlosse. Auf der Zufahrt stand dann das Fz. Schwupp, Motor aus. Zum Glück keine Personenschäden.
 
Reitlehrer
Beitrag 6. May 2019, 09:46 | Beitrag #24
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Bzgl. des Sauerstoffmangels bei Bränden und des Umstandes, das Verbrennungsmotoren diesen für den Betrieb benötigen, haben sich die Entwicklungsingenieure des Feuerlösch Marders durchaus Gedanken gemacht und mit einem eigenen Sauerstoffvorrat für Motor und Besatzung und Passagiere. ausgestattet.
So dass, auch einige Minuten autark gefahren werden. Genug Zeit um einen Gefahrenbereich zu verlassen. Hinzu komm, dass der Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft bei einem Brand ja nicht bei "null" liegt, so dass nur die Ansaugluft entsprechend angereichert werden muss.

Bzgl. der Feuerhölle in Portugal sei noch mal auf den Flammtest hingewiesen. Der Marder wurde auch deshalb ausgewählt, weil sich bei dem halbstündigen Test mit 800° zeigte, dass sich die Innenraumtemperatur auch ohne extra Isolierung nur um wenige Grad erhöhte. Die genaue Gradzahl kann ich jetzt nicht erinnern. Aber in einem Umfang, dass es im Innern zwar warm geworden, aber erträglich geblieben wäre.
Zusätzlich wurde aber trotzdem eine Selbstschutzanlage eingebaut, die das Fahrzeug von Außen mit Wasser kühlt. Was besonders bei einem stationären Einsatz, z.B. Chemiebrand hilfreich ist. In dieser Form kann das Fahrzeug auch extern über Schlauchleitungen mit Wasser versorgt werden. Dies im Hinblick auf den Einwand des geringen Wasservorrates.


Die Entwickler haben übrigens vorher eine Marktsichtung durchgeführt und sich z.B. auch die T-55 Versionen angeschaut. Diese fanden sie dann zu speziell und wollten mit dem Mader ein breiter verwendbares Modell auf den Markt bringen. Da dieser nicht nur in verschiedenen Varianten löschen, sondern auch geschützt Personen transportieren oder mit seinem Räumschild Hindernisse beseitigen kann.

Inzwischen habe ich auch noch mal Videos zu dem Fahrzeug gefunden.

Das erste ist aus einem Produktvideo. Wobei es mehrere Videos mit unterschiedlichen Szenarien gab.

https://www.youtube.com/watch?v=MyWPnhf4OF4

Das zweite von der Interschutz 2010

https://www.youtube.com/watch?v=h5AzdV9G240


Die im 2. Video angesprochen Möglichkeit, einen 200 bar Monitor einzusetzen, ermöglicht bei hoher Geschwindigkeit eine Wasserwand entlang von Schneisen / Waldränder zu legen.

Im Vergleich zum statischen Aufbau einer Wasserwand mit vielen Löschtrupps nebeneinander recht Ressourcen schonend und auch sicherer.
 
hanuta
Beitrag 6. May 2019, 17:36 | Beitrag #25
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Es bleibt aber dabei 4600 Liter Wasser sind nix für eine Brandschneise und wenn der Marder sich festgefahren hat ist rum.... Da sind fernsteuerbare Löschroboter die einen Schlauch hinterherziehen die viel günstigere Alternative.
 
Camouflage
Beitrag 6. May 2019, 21:31 | Beitrag #26
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ZITAT(Reitlehrer @ 6. May 2019, 10:46) *
Im Vergleich zum statischen Aufbau einer Wasserwand mit vielen Löschtrupps nebeneinander recht Ressourcen schonend und auch sicherer.

Ressourcenschonend und Panzer sind zwei Aspekte, die man sonst eher selten im gleichen Gedanken findet. rofl.gif


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goschi
Beitrag 6. May 2019, 21:44 | Beitrag #27
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ZITAT(Reitlehrer @ 6. May 2019, 10:46) *
Bzgl. des Sauerstoffmangels bei Bränden und des Umstandes, das Verbrennungsmotoren diesen für den Betrieb benötigen, haben sich die Entwicklungsingenieure des Feuerlösch Marders durchaus Gedanken gemacht und mit einem eigenen Sauerstoffvorrat für Motor und Besatzung und Passagiere. ausgestattet.

und wie lange hält der?
Wenn man da nicht gerade ein Hochdruck-Behältnis in einem echt ordentlichen Volumen reinpackt, was dann auf Kosten des für Personal und Wassertrasport-Volumens geht, halte ich das ob des durchgangvolumens an Sauerstoff bei einem Motor diesen Volumens nicht für praktikabel.

ZITAT
Der Marder wurde auch deshalb ausgewählt, weil sich bei dem halbstündigen Test mit 800° zeigte, dass sich die Innenraumtemperatur auch ohne extra Isolierung nur um wenige Grad erhöhte.

Also das halte ich schon physikalisch für eine unglaublich wagemutige Aussage, deren Glaubwürdigkeit ich dann doch aufs härteste bezweifle.
Dazu dann bitte Belege.
Es sei denn "wenige Grade" ist auf astronomische Massstäbe bezogen.


ZITAT
Die Entwickler haben übrigens vorher eine Marktsichtung durchgeführt und sich z.B. auch die T-55 Versionen angeschaut. Diese fanden sie dann zu speziell und wollten mit dem Mader ein breiter verwendbares Modell auf den Markt bringen. Da dieser nicht nur in verschiedenen Varianten löschen, sondern auch geschützt Personen transportieren oder mit seinem Räumschild Hindernisse beseitigen kann.

und der Markt führte dann eine Sichtung durch und fand den Feuerlösch-SPz so interessant, dass niemand diesen kaufte, nichtmal die arabischen Emirate, die sonst jeden Quark kaufen, der nur genug Blingbling ist.
Die markltsichtung war also eohl eher wenig gelungen...


Kurzfassung: das Ding ist bunt und gross, was für eine N24-Sendung, wo Mario Barth, Jumbo oder wer auch immer da Heute dafür hergezogen wird "boah" und "gröhl" machen kann.
Aber sinnvoll einsetzbar, angesichts der aufwendbaren Ressourcen ist das Ding einfach nicht und 99.9% aller Feuerwehrszenarien kann ein gut ausgestattetes Feuerwehrfahrzeug üblichen Baustandes wesentlich besser erfüllen.


übrigens noch eine kleine Frage, wenn man den innenraum mit der Faltblase mit Wasser füllt, wo passen denn dann die Menschen rein, die man evakuieren will?
Faktisch wird das mitführbare Wasservolumen für jeden mitführbaren Passagier um ca. 1/6 abnehmen, und dann ist der ganze Quark mit "sich durch Feuerwände durchlöschen" wie in einem Michael bay Film (inkl. epochaler Klänge aus dem Lautsprecher) ziemlichschnell eine trockene Angelegenheit.


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

Qui tacet, consentire videtur
ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
ede144
Beitrag 6. May 2019, 21:50 | Beitrag #28
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ZITAT(hanuta @ 6. May 2019, 18:36) *
Es bleibt aber dabei 4600 Liter Wasser sind nix für eine Brandschneise und wenn der Marder sich festgefahren hat ist rum.... Da sind fernsteuerbare Löschroboter die einen Schlauch hinterherziehen die viel günstigere Alternative.


Geländegängikeit? Ok, ich nehme den Marder mit 4600 l Wasser. Den Löschroboter mit dem Schlauch lasse ich den Nerds von der Uni. Nehmen wir mal ein C-Rohr mit 130 l/min. Das schließt man einen C-Schlauch an, der hat 42 mm Durchmesser, der 15 m Schlauch wiegt so ca 43 kg. Da hat sich dein Roboter schnell festgefahren, weil er den Schlauch nicht mehr weiter ziehen kann.
Ich finde so einen Löschmarder allerdings auch für andere Aufgaben geeignet, vor allem zur Absicherung der Einsatzstelle. Ich hatte sogar Situationen wo ich gerne einen Leopard II gehabt hätte. Mir reicht dann auch der A4 biggrin.gif

Der Beitrag wurde von ede144 bearbeitet: 6. May 2019, 21:51
 
Styx
Beitrag 6. May 2019, 22:49 | Beitrag #29
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Oh die Löschroboter sind schon in der Lage ordentlich Schlauch hinterher zu zotteln, dank Raupenfahrgestell entwickeln die doch ganz schön Zug.

@Reitlehrer Der Marder ist genauso spezialisiert wie die SKOT-55 nur das die robuster sind und den Vorteil haben zu ner Fahrzeugfamilie zugehören, wie man ja auch deutlich bei DiBuKa sieht. Die setzen direkt auf die T-55 Familie und setzen sowohl Feuerlöschpanzer aber auch Bergepanzer und Brückenleger auf T-55 ein und betreiben auch gleich ihre eigene Werkstatt für die T-55. Dazu kommt das wenn man die Teile für Einsätze in Richtung Osten vermietet man sehr gute Chancen hat da noch ausgebildete Fahrer aufzutreiben.


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Havoc
Beitrag 6. May 2019, 22:50 | Beitrag #30
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ZITAT(ede144 @ 6. May 2019, 20:50) *
ZITAT(hanuta @ 6. May 2019, 18:36) *
Es bleibt aber dabei 4600 Liter Wasser sind nix für eine Brandschneise und wenn der Marder sich festgefahren hat ist rum.... Da sind fernsteuerbare Löschroboter die einen Schlauch hinterherziehen die viel günstigere Alternative.


Geländegängikeit? Ok, ich nehme den Marder mit 4600 l Wasser. Den Löschroboter mit dem Schlauch lasse ich den Nerds von der Uni. Nehmen wir mal ein C-Rohr mit 130 l/min. Das schließt man einen C-Schlauch an, der hat 42 mm Durchmesser, der 15 m Schlauch wiegt so ca 43 kg. Da hat sich dein Roboter schnell festgefahren, weil er den Schlauch nicht mehr weiter ziehen kann.
Ich finde so einen Löschmarder allerdings auch für andere Aufgaben geeignet, vor allem zur Absicherung der Einsatzstelle. Ich hatte sogar Situationen wo ich gerne einen Leopard II gehabt hätte. Mir reicht dann auch der A4 biggrin.gif


Geländegängigkeit und Schutz könnte man schon mit einer ferngesteuerten Caterpillar D9 erreichen. Ich sehe Feuerlöschpanzern nur Sonderbauten für Einsätze auf Truppenübungsplätzen mit leicht brennbaren Bodenbewuchs wie die Heide.
Als Serienfahrzeug für den Markt sehe solche Fahrzeuge nicht. Es fängt bei Systempreis an, dann benötigt man einen geeigneten Transporter, um solche Fahrzeuge in das Einsatzgebiet zu bekommen und hat dann noch im Export das Thema Dual- Use und Kriegswaffenkontrollgesetz, gerade wenn es um Ersatzteile geht. Feuerwehren, die mit Wald- und Heidebränden konfrontiert sind, werden sicherlich Sonderfahrzeuge auf geländegängigen LKWs Hund schweres Baugerät, wie eine Planierraupe um Brandschneisen anzulegen, bevorzugen.
 
 
 

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