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Merowinger
Beitrag 11. Jan 2021, 17:24 | Beitrag #2641
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Recap: Wer hat was von wem wann angefordert?
https://www.washingtonpost.com/politics/sun...06d6_story.html

ZITAT
Just before noon Wednesday, Sund was monitoring Trump’s speech to the crowd on the Ellipse when he was called away. There were reports of two pipe bombs near the Capitol grounds. So Sund didn’t hear the president call on protesters to “fight” against lawmakers preparing to confirm Biden’s victory. Nor did he hear Trump’s personal attorney, Rudolph W. Giuliani, urging the crowd to engage in “trial by combat,” an eerie reference to battles to the death in the series, “Game of Thrones.” Sund said he now suspects that the pipe bombs were an intentional effort to draw officers away from the Capitol perimeter.

The first wave of protesters arrived at the Capitol about 12:40 p.m.

“As soon as they hit the fence line, the fight was on,” Sund said. “Violent confrontations from the start. They came with riot helmets, gas masks, shields, pepper spray, fireworks, climbing gear — climbing gear! — explosives, metal pipes, baseball bats. I have never seen anything like it in 30 years of events in Washington.”
 
400plus
Beitrag 13. Jan 2021, 15:47 | Beitrag #2642
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ZITAT
In line with the German Federal Republic’s security assessment, the Luftwaffe has also been assigned to demonstrate deterrence capability by projecting presence over great distances. The initial deployment of fighter and tanker aircraft to Australia will begin in 2022.


Defensenews: German Air Force chief: The service is undergoing upgrades to meet future challenges

Die anderen Outlooks sind teilweise auch recht interessant.
 
400plus
Beitrag 13. Jan 2021, 22:59 | Beitrag #2643
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ZITAT(400plus @ 7. Jan 2021, 16:11) *
ZITAT(Merowinger @ 7. Jan 2021, 15:50) *
Politisch gesehen wĂ€re die Amtsenthebung der richtige und nun vollstĂ€ndig begrĂŒndete Schritt. Praktisch betrachtet wird das in der KĂŒrze der Zeit wohl nichts.


Theoretisch kann man das Verfahren m.W. recht schnell durchbringen, die Frage ist, wie sehr die letzten Trump-Loyalisten das prozedural verzögern können (so wie gestern das verlorene HÀufchen mit seinen beiden Debatten um die Ergebnisse in AZ und PA).


Durch das Haus ist die Sache schon einmal, allerdings nur mit 10 Stimmen der Republikaner. Im Senat wird es wohl darauf ankommen, wie sich McConnell entscheidet. Interessanterweise war unter den 10 Ja-Stimmen auch Liz Cheney, die in der Fraktionshierarchie weit oben steht.
 
Scipio32
Beitrag 14. Jan 2021, 06:59 | Beitrag #2644
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Dem folgenden Artikel in der Zeit kann man entnehmen, dass McConnell den Antrag auf eine Eilsitzung abgelehnt hat und das Thema bis frĂŒhestens Dienstag den 19.01. vertagt ist.

https://www.google.com/amp/s/www.zeit.de/am...esident-freitag
 
Almeran
Beitrag 14. Jan 2021, 16:28 | Beitrag #2645
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ZITAT(Scipio32 @ 14. Jan 2021, 06:59) *
Dem folgenden Artikel in der Zeit kann man entnehmen, dass McConnell den Antrag auf eine Eilsitzung abgelehnt hat und das Thema bis frĂŒhestens Dienstag den 19.01. vertagt ist.

https://www.google.com/amp/s/www.zeit.de/am...esident-freitag

Trump nicht aus dem Amt jagen, aber mit einer Verurteilung nach der AmtsĂŒbergabe zukĂŒnftige Kandidaturen verbieten (und das dann noch teilweise auf die Demokraten schieben), könnte fĂŒr McConnell der goldene Mittelweg sein.


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Jolly Jack Ketch
Beitrag 20. Jan 2021, 19:55 | Beitrag #2646
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Juhu, ich konnte endlich meine Signatur Ă€ndern1!11 (8645 — heute durchgefĂŒhrt)
wink2.gif

Ähm, und damit es kein totaler Spam wird:
in seiner "Abschiedsrede" neben dem ĂŒblichen "ich bin der tollste und hab' die bestesten Sachen gemacht" lĂ€sst er sich dann auch nicht nehmen, eine handfeste Drohung reinzupacken. Oder wie sonst soll dieses "Ich komme wieder" zu verstehen sein.
Bei seinen "Armeen" vom 6. Januar ist die Botschaft sicher angekommen. Wobei ich allerdings nicht glaube, dass da außer Gejammer und Gemaule noch groß was kommt. DafĂŒr ist dass die UnterstĂŒtzung in den letzten Tagen doch zu stark eingebrochen. Also war das nichts anderes als noch mal die verletzte Seele der Alt-Right Schneeflöckchen zu streicheln.


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Nightwish
Beitrag 23. Jan 2021, 14:10 | Beitrag #2647
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ZITAT(Jolly Jack Ketch @ 20. Jan 2021, 19:55) *
in seiner "Abschiedsrede" neben dem ĂŒblichen "ich bin der tollste und hab' die bestesten Sachen gemacht" lĂ€sst er sich dann auch nicht nehmen, eine handfeste Drohung reinzupacken. Oder wie sonst soll dieses "Ich komme wieder" zu verstehen sein.
Bei seinen "Armeen" vom 6. Januar ist die Botschaft sicher angekommen. Wobei ich allerdings nicht glaube, dass da außer Gejammer und Gemaule noch groß was kommt. DafĂŒr ist dass die UnterstĂŒtzung in den letzten Tagen doch zu stark eingebrochen. Also war das nichts anderes als noch mal die verletzte Seele der Alt-Right Schneeflöckchen zu streicheln.


Ich bin mir da nicht so sicher und bin gespannt, wo und wie die USA am Ende von Bidens Amtszeit dastehen.

Was in den letzten Monaten in den USA abgelaufen ist, erscheint mir mehr als ein vorĂŒbergehender Ausbruch von Hemmungslosigkeit und Gewalt. Vieles hĂ€ngt sicher davon ab, ob und wie Trump seine "Armee" - wie unter anderem der Spiegel schreibt - anspricht und anstachelt. Mir erscheint die Lage in den USA aber auf das Ă€ußerste polarisiert, angespannt und explosiv, dass jederzeit mit allem gerechnet werden muss. Erschreckend finde ich das.


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SailorGN
Beitrag 23. Jan 2021, 14:42 | Beitrag #2648
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Die Lage in den USA war und ist seit dem 19. Jahrhundert angespannt, polarisiert und explosiv. Die jetzige Lage reiht sich ein in eine Abfolge soziopolitischer Krisen, die seit Beginn der Industrialisierung und Abschluss der Landnahme immer wieder auftreten. Das MachtgefĂŒge zwischen den unterschiedlichsten Interessengruppen wird in den USA immer wieder neu austariert, Gewalt ist dabei nicht die Ausnahme, sondern oft genug traurige RealitĂ€t. Trump hat einer ganzen Reihe unterschiedlicher Gruppen als ProjektionsflĂ€che gedient, die anderweitig einzeln marginalisiert wurden. Diese Marginalisierung resultierte aus den selbst erzeugten und Ă€usseren VerĂ€nderungen in Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft. Der Babyboom der 50iger, der wirtschaftliche und gesellschaftliche AufwĂ€rtstrend dieser Zeit barg schon den Niedergang in sich. Denn sozialer/wirtschaftlicher Aufstieg bedeutet auch immer Wunsch nach politischer Partizipation... und die VerĂ€nderung von Berufs- und BeschĂ€ftigungsstrukturen. Die damaligen Motoren der Wirtschaft (Industrie) wurden durch die steigende Mitbestmmung (Gewerkschaften) teurer als vergleichbare Standorte in SchwellenlĂ€ndern. Gleichzeitig wurden andere Berufe/Branchen attraktiver, UniversitĂ€tsbildung wurde fĂŒr mehr (aber bei weitem nicht fĂŒr alle) Menschen erreichbar. Die "alten" Agrarregionen bluteten weiter aus, nun kamen noch die alten Industriegebiete dazu. Ausschlaggebend in der Politik (als Geld- und Impulsgeber) wurden neue Branchen. An den thematischen Zustimmungen zu Trump sieht man, woher seine WĂ€hler kommen und was sie fĂŒhlen. Dass Trump ihre WĂŒnsche niemals erfĂŒllen kann und dass diese ErfĂŒllung ein Fluch fĂŒr diese Personen wĂ€re steht auf ganz anderen BlĂ€ttern.

P.S.: Was ich eigentlich hier abladen wollte: Es gibt wohl einen Versuch innerhalb der LINKEN, einen Kurswechsel in der SiPo herbeizuführen (oder zumindest die Diskussion darum zu beginnen)

SPIEGEL

Der Beitrag wurde von SailorGN bearbeitet: 23. Jan 2021, 14:44


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
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Nightwish
Beitrag 23. Jan 2021, 15:03 | Beitrag #2649
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Äh...ja. Das ist in der Tat nicht neu und unbekannt. Neu war fĂŒr mich diese Abfolge von Bedrohungssituationen und GewaltausbrĂŒchen, deren Teilnehmer sich zum Teil durch Staatsorgane ermĂ€chtigt fĂŒhlten.


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Jolly Jack Ketch
Beitrag Gestern, 12:36 | Beitrag #2650
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Nun, auch das ist nicht neu. Ein Stichwort wĂ€re hier beispielsweise "Vigilante Men". Oder die Situation von der Sezession in den 1850er Jahren. (OK, die ist dann bekanntermaßen etwas spĂ€ter eskaliert 
)
Was aber m.e. nicht außer Acht gelassen werden sollte ist, dass genauso bei den Staatsorganen, besser "Bundesorganen" (US) und Staatsorganen sehr viele Personen gab, bei denen jetzt das Fass ĂŒbergelaufen war (Bspw. Justizministerium im Dezember/Januar). Ebenso in der Republikanischen Partei, wo sich jetzt auch die kritischen Stimmen deutlich mehr aus der Deckung wagen und ihre LoyalitĂ€t der GOP und dem ExprĂ€sidentendarsteller gegenĂŒber zugunsten des Landes aufgegeben haben. Die extremen "Trumpisten" (Die Frage ist, wie lange sie noch diesen Namen haben werden bis sie zu einer anderen Party weiterziehen) sind eben doch nur eine kleine, aber sehr laute Minderheit.
Aber eine Spaltung der GOP ist fĂŒr mich nur noch eine Frage der Zeit. Zumindest innerparteilich wird es jetzt Ă€ußerst spannend und ungemĂŒtlich.


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Nightwish
Beitrag Gestern, 13:18 | Beitrag #2651
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Ja, die Rassenunruhen und die Proteste gegen den Vietnamkrieg in den 60 und 70er-Jahren waren natĂŒrlich auch von ausufernder Gewalt geprĂ€gt und lang anhaltend. Die Los Angeles Riots '92 ebenfalls.

Dass dabei Staats- oder Bundesorgane auch hÀufig keine besonders demokratische Rolle gespielt haben, stimmt wohl. Aber aus meinem Erleben als "Zeitzeuge" kann ich mich an vergleichbares in den USA kaum erinnern, abgesehen von aus meiner Wahrnehmung singulÀren Ereignissen wie '92. Das mag daran liegen, dass in den letzten 4 Jahren der mediale Fokus auch mehr auf den USA unter Trump lag. Aber diese Vermischung von Protest, die einseitige, offene und aggressive Parteinahme durch einen US-PrÀsidenten und seine Leute, der Verlust an Respekt vor Staatsvertretern und staatlichen Einrichtung erscheint mir als neue QualitÀt.


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Jolly Jack Ketch
Beitrag Gestern, 14:14 | Beitrag #2652
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Ja, da hast Du wohl Recht. Unter Trump hatte ich so ungefÀhr jede Woche einen "geht es eigentlich noch tiefer?!" Moment.
Und nachdem er mit Sharpie auf der Wetterkarte herum gekritzelt hat um Recht zu behalten, war es bei mir persönlich vorbei. Ab da hab ich die Stunden gezÀhlt, die der Typ noch im Oval Office verbringt.
Trotzdem ging's dann noch weiter bergab.
GlĂŒck Auf!


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Scipio32
Beitrag Gestern, 14:53 | Beitrag #2653
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Im Bezug auf die Demokratie dĂŒrft TrumpsprĂ€sidentschaft und alles was damit verbunden ist das Regierungs-/Gesellschaftssystem deutlich diskreditiert haben, so es doch offenbart hat, was in einer Demokratie alles schief laufen kann.

Eine Steilvorlage fĂŒr viele Autokraten. Auf der anderen Seite sind auch schon genug Autokratien gescheitert.

Ich bin jedenfalls gespannt, was die Zukunft noch bringt.

Was mich allerdings schon eine ganze Weile Ă€rgert ist, dass Demokratie, bzw. demokratische VerhĂ€ltnisse fĂŒr selbstverstĂ€ndlich gehalten werden. Das sind sie aber nicht, wie wir in diesen Tage wieder sehen können. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die (westlichen) Demokratien international kein besonders positives Bild abgeben. Aber das ist nur mein subjektiver Eindruck, ich habe da jetzt nicht großartig internationale Presse gelesen.
 
Nightwish
Beitrag Gestern, 16:37 | Beitrag #2654
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Das stimmt, dem Ansehen der Demokratie hat Trump in keiner Weise gedient. Das hat sehr oft nach Bananenrepublik ausgesehen.

Aber auch die EU macht wenig Werbung fĂŒr die Demokratie - weder nach außen noch im Innern bei den BĂŒrgern: kompliziert, langsam, intransparent, uneinig, wenig machtvoll. Trotzdem bin ich grundsĂ€tzlich ein Fan der EU.

Ich gebe dir Recht, die Demokratie ist nicht selbstverstÀndlich, auch in Deutschland nicht, wo man lange lange dachte "lesson learned".


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Forodir
Beitrag Gestern, 18:22 | Beitrag #2655
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Die StĂ€rke der Demokratie ist das sie aus sich selber heraus solche Entwicklungen auch wieder heilen kann, gerade in einer Demokratie sind solche Fluktuationen zu erwarten, mal mehr mal weniger. NatĂŒrlich hĂ€ngt das stark davon ab wie gefestigt das System ist aber ĂŒber dieses Stadium ist die USA (und auch Deutschland) hinaus.


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goschi
Beitrag Gestern, 18:40 | Beitrag #2656
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Man kann, eigentlich muss, die PrĂ€sidentschaft von Donald Trump auch positiv sehen, es hat die Resilienz der amerikanischen Demokratie gezeigt und wider aller Versuche gab es einen geordneten Übergang und alle staatlichen Organe haben schlussendlich den versuchen widerstanden, sie zu missbrauchen.
Selbst die neu eingesetzten Richter auf Staats- und Bundesebene haben klar gegen die versuchte WillkĂŒr standgehalten.


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

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ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Nightwish
Beitrag Gestern, 19:47 | Beitrag #2657
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Ich sehe es etwas anders, ja, letztlich gab es WiderstĂ€nde und demokratische Reflexe, aber fĂŒr mich ist die Sache nicht durch. Nur dass Trump nicht mehr PrĂ€sident, bedeutet nicht dass alle antidemokratischen Bestrebungen weg wĂ€ren.


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Nite
Beitrag Gestern, 20:19 | Beitrag #2658
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NatĂŒrlich ist die Sache nicht durchgestanden. Der Trumpismus wird bleiben, auch ohne Trump, allerdings hat goschi insofern recht dass die staatlichen Insitutionen standgehalten haben.
Die große Frage ist wie es mit der GOP weitergeht.


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Ceterum censeo asseculas Dais esse necandam.

#flapjackmafia #GuaranáAntarctica #arrr #PyramidHoneyTruther
 
Forodir
Beitrag Gestern, 20:27 | Beitrag #2659
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ZITAT(Nightwish @ 24. Jan 2021, 19:47) *
Ich sehe es etwas anders, ja, letztlich gab es WiderstĂ€nde und demokratische Reflexe, aber fĂŒr mich ist die Sache nicht durch. Nur dass Trump nicht mehr PrĂ€sident, bedeutet nicht dass alle antidemokratischen Bestrebungen weg wĂ€ren.


Anti-demokratische Bestrebungen hast du immer. Eine Demokratie als offenes System und wird diese auch niemals gĂ€nzlich ausschalten können. Eine gut funktionierende Demokratie die gefestigt ist kann damit aber umgehen. Die VorgĂ€nge in den USA zeigen, dass es eben keine Mehrheit wollte und selbst die Extremisten unter den Trump-AnhĂ€ngern sind einfach zu wenige um letztendlich einen Umsturz herbeifĂŒhren zu können.


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400plus
Beitrag Gestern, 22:35 | Beitrag #2660
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ZITAT(Nite @ 24. Jan 2021, 20:19) *
NatĂŒrlich ist die Sache nicht durchgestanden. Der Trumpismus wird bleiben, auch ohne Trump


Die Frage ist aber, wie politisch einflussreich er ist. Trumpismus ist zumindest derzeit vor allem Trump, und der ist nicht mehr der jĂŒngste und wird die nĂ€chste Zeit wahrscheinlich vor allem damit verbringen, sich gegen Gerichtsprozesse und den Pleitegeier zu wehren. Wie es bei der Bewegung ohne die zentrale Identifikationsfigur weitergeht, ist fĂŒr mich noch recht offen.
 
Merowinger
Beitrag Gestern, 22:52 | Beitrag #2661
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Ich tue mich schwer mit dem Begriff "Bewegung". Ich sehe ein unzusammenhÀngendes Sammelsurium.
 
Havoc
Beitrag Heute, 01:11 | Beitrag #2662
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Ich finde der Begriff Trumpismus ist unglĂŒcklich. Er impliziert, dass das Problem mit Trump gekommen ist und mit ihm auch wieder verschwinden wird.
Trump ist das Ergebnis einer schon lĂ€ngeren Entwicklung, deren Startpunkt spĂ€testens beim Rechtsruck der Republikaner in der Ära Clinton festzumachen ist, zumal in dessen
1. Amtszeit 1996 Fox News Channel.
Parallel dazu gab es in frĂŒhen 1990 von Großkonzernen wie Koch Industries initiierte Versuche fĂŒr Graswurzelbewegungen gegen gegen Steuern oder staatliche Regulierungsmaßnahmen. Die Tea-Party-Bewegung reichte ein breites Publikum, als die Organisation FreedomWorks einen Vertrag mit dem TV-Moderator Glenn Beck schloss und dieser von FreedomWorks verfasste Texte in seine Kommentare auf FOX NEWS einfĂŒgte. Trump ist nur die Folgestufe dieser Entwicklung und FOX hat Trump die BĂŒhne gegeben. weil Trump hohe Einschaltquoten brachte. FOX zeigt wie Onlineplattformen und Großinvestoren bereits eine Absetzbewegung von Trump. Der spielt abhĂ€ngig von seiner medialen Reichweite vielleicht bis zu den nĂ€chsten Midterm-Wahlen eine politische Rolle. Beim dem von Mitch McConnell ausgesendeten Signal zum 2. Impeachment-Verfahren spielt die machttaktische Überlegung hinein, dass sich die Republikaner so von Trump distanzieren können. Laut CNN soll er diese Überlegung parteiintern angestellt haben. Was nachvollziebar wĂ€re, da die Demokraten jetzt 2 Jahre Zeit haben, um Trumps Leichen im Weißen Haus zu finden und den Mueller- Report unzensiert zu veröffentlichen.
FOX bedient Trumps WĂ€hlerbasis medial und bei der GOP versucht Ted Cruz als deren FĂŒhrsprecher in Stellung zu bringen.
Man mĂŒsste statt von Trumpismus von einer (Rupert) Murdoch -Bewegung sprechen, da er mit FOX NEWS der zentrale Königsmacher ist. Sein Sohn Lachlan ist CEO von Fox Corp,, und CO- Vorsitzender von News Corp. und gilt als rechtskonserativ. Sein zweiter Sohn James ist aus Protest ĂŒber die redaktionelle Ausrichtung der Mediengruppe aus aus
News Corp- ausgestiegen und war zusammen mit seiner Frau 2 Millionen USD fĂŒr Joe Biden gespendet.

Der Beitrag wurde von Havoc bearbeitet: Heute, 01:22
 
PzArt
Beitrag Heute, 15:21 | Beitrag #2663
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https://www.nzz.ch/amp/meinung/berliner-dro...tion-ld.1597491

Bartels bringt die sicherheitspolitische Unverantwortlichkeit der SPD auf den Punkt facepalm.gif
 
Glorfindel
Beitrag Heute, 16:36 | Beitrag #2664
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ZITAT(PzArt @ 25. Jan 2021, 15:21) *
https://www.nzz.ch/amp/meinung/berliner-dro...tion-ld.1597491

Bartels bringt die sicherheitspolitische Unverantwortlichkeit der SPD auf den Punkt facepalm.gif

ZITAT
Immer mehr richten sich jetzt alle Blicke auf die GrĂŒnen, von denen erwartet wird, dass sie in der nĂ€chsten Regierung den Platz der SPD einnehmen könnten. Im Moment machen sie noch tĂŒchtig Opposition gegen viele der umstrittenen RĂŒstungsprojekte.

Allgemein wird ja vermutet, dass die nĂ€chste Regierung GrĂŒn-Schwarz sein wird. Die GrĂŒnen haben ja bereits einmal gezeigt, dass sie auf Bundesebene regieren können. Ich gehe davon aus, dass man solche Dinge vor der RegierungsĂŒbernahme klĂ€ren wird - und zwar im Sinne eine pragmatischen Lösung.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Scipio32
Beitrag Heute, 18:18 | Beitrag #2665
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ZITAT
Aber auch die EU macht wenig Werbung fĂŒr die Demokratie - weder nach außen noch im Innern bei den BĂŒrgern: kompliziert, langsam, intransparent, uneinig, wenig machtvoll. Trotzdem bin ich grundsĂ€tzlich ein Fan der EU.


So sehr ich dem Gedanken der EU auch zustimme so sehr nerft mich das von dir angesprochen ebenfalls. Ich weiß allerdings nicht, wie man ohne große Umbauarbeiten und einer weiteren Zentralisierung daran etwas verĂ€ndern will.

By the Way, kann man eigentlich allgemein sagen, dass Staatswesen mit demokratischen Entscheidungsprozessen tendenziell ineffizienter sind als Staatswesen die eher autokratisch ausgelegt sind?
 
Nightwish
Beitrag Heute, 18:24 | Beitrag #2666
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ZITAT(Scipio32 @ 25. Jan 2021, 18:18) *
By the Way, kann man eigentlich allgemein sagen, dass Staatswesen mit demokratischen Entscheidungsprozessen tendenziell ineffizienter sind als Staatswesen die eher autokratisch ausgelegt sind?


Das ist ja eine hĂ€ufig gehörte Behauptung. In meiner Wahrnehmung laufen in autokratischen Systemen viele Prozesse schneller - die Frage die sich mir stellt ist aber, sind diese abschließend auch sinnvoller, besser und nachhaltiger.


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400plus
Beitrag Heute, 18:53 | Beitrag #2667
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ZITAT(Scipio32 @ 25. Jan 2021, 18:18) *
By the Way, kann man eigentlich allgemein sagen, dass Staatswesen mit demokratischen Entscheidungsprozessen tendenziell ineffizienter sind als Staatswesen die eher autokratisch ausgelegt sind?


Nein, im Gegenteil. Das mag vielleicht in der kurzen Frist so aussehen, weil die Entscheidungsprozesse kĂŒrzer sind, aber langfristig fehlt dem autokratischen System die AnpassungsfĂ€higkeit, die ein offenes, demokratisches System hat. Oder, um es mit Popper zu sagen: "[Die abendlĂ€ndische Zivilisation] ist die beste, weil sie die verbesserungsfĂ€higste ist." Ich sehe das als Analogie zur Planwirtschaft: Auf den ersten Blick mag diese auch effizienter erscheinen, allerdings scheitert sie darin, die dezentral, ĂŒber die ganze Gesellschaft verteilten InformationsstĂŒckchen sinnvoll zu aggregieren. (siehe den Klassiker von Hayek: The Use of Knowledge in Society).
 
General Gauder
Beitrag Heute, 20:51 | Beitrag #2668
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Außerdem neigen Autokratische Systeme wesentlich merh dazu stark Korupt zu sein was die HandlungsfĂ€higkeit auch stark einschrĂ€nken kann.


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Merowinger
Beitrag Heute, 21:08 | Beitrag #2669
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Was wÀren denn die leuchtenden Beispiele? Singapur, Oman, ...? Geht es ausschliesslich nur um Ineffizienz, oder auch um "besser"?

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: Heute, 21:11
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 25. January 2021 - 21:26