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> Resolute Support (ehem. ISAF), Teil II rund um Afghanistan
Freestyler
Beitrag 28. Aug 2021, 20:16 | Beitrag #3721
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ZITAT(Scipio32 @ 28. Aug 2021, 13:16) *
Der Artikel wurde mir gerade zugetragen:
https://www.tagesspiegel.de/politik/ex-bund...t/27556252.html
ZITAT
W√§hrend die Bundesregierung sich auch nach dem Ende der Evakuierungsmission aus Kabul um die Ausreise Schutzsuchender aus Afghanistan bem√ľht, spricht sich ein ehemaliger Oberst der Bundeswehr mit ver√§chtlichen Pauschalurteilen gegen eine undifferenzierte Hilfe f√ľr die Ortskr√§fte aus.

Andern Orts lie√Ÿt man. dass Soldaten sauer sind, weil man die Ortskr√§fte so hat h√§ngen lassen. Und ich stehe wieder daneben und wei√Ÿ nicht wem ich glauben soll.


ZITAT(Seneca @ 28. Aug 2021, 15:57) *
Hier eine weitere Stimme eines Zeitsoldaten, der 11 Monate in Afghanistan als Chef eines Isaf Radiosenders war.
ZITAT
Weil sie die Evakuierung der Ortskr√§fte in Afghanistan verschleppt hat, ger√§t die Bundesregierung unter Druck. Was aber sind das f√ľr Menschen, ohne die der Nato-Einsatz angeblich nicht funktioniert h√§tte? Nicolas Scheidtweiler hat mit einigen zusammengearbeitet. Sein Bild von ihnen ist kritischer.

https://www.cicero.de/innenpolitik/afghanis...i-scheidtweiler
Aber eventuell gibts ja hier im Forum jemand, der aus erster Hand berichten kann?

Ich kann das beurteilen (keine weiteren Angaben hier). Die Aussagen der beiden liegen wesentlich n√§her an der Realit√§t als als die der Medien oder des Patenschaftsnetzwerks, das zum einen letzendlich eine Interessen-/Lobbygruppe ist, zum anderen keine Fach-/Sachkenntnis zu dem Thema besitzt, die √ľber die eines durchschnittlichen deutschen Soldaten, der in Afghanistan war, hinausgeht (also sehr wenig). Das Problem beginnt damit, dass weder Medien noch Patenschaftsnetzwerk zwischen Dolmetschern (wahrscheinlich* tats√§chlich gef√§hrdet, weil die Taliban glauben, dass die Dolmetscher HUMINT betrieben h√§tten) und anderen Ortskr√§ften differenzieren. Die Masse der Ortskr√§fte waren aber keine Dolmetscher, sondern Reinigungskr√§fte, Hilfsarbeiter usw., f√ľr die keine Gefahr besteht. Warum auch!?
Gleichzeitig kursieren in Afghanistan generell absurdeste Vorstellungen von den Lebensbedingungen in Deutschland, die auf unbedachten Aussagen der Soldaten (und afghanischen Migranten, die bereits in Deutschland sind) basieren, aufgebauscht werden und immer gr√∂√Ÿere Kreise ziehen.

*Der Gefährdungssachverhalt ist i.d.R. nicht nachweisbar, weil die Beweise (Drohanruf und/oder Drohschreiben) sehr einfach fabrizierbar sind: der angebliche Taliban-Vertreter, der auf die Mobilbox gesprochen hat, kann genauso gut ein Verwandter oder Bekannter der Ortskraft sein. Den Stempel des Islamischen Emirats Afghanistan, der die Drohschreiben ziert, gibt's auf dem lokalen Basar zu kaufen.

Edit: Die Gefšhrdungslage fŁr tatsšchliche (!) Menschen-/Frauenrechtler und kritische Journalisten ist auf jeden Fall massiv hŲher als fŁr die Ortskršfte der Bundeswehr mit Ausnahme der Dolmetscher.

Der Beitrag wurde von Freestyler bearbeitet: 28. Aug 2021, 20:22


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ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
Seneca
Beitrag 28. Aug 2021, 22:11 | Beitrag #3722
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@ freestyler : Danke
 
Havoc
Beitrag 29. Aug 2021, 11:28 | Beitrag #3723
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ZITAT(Merowinger @ 28. Aug 2021, 18:40) *
Luftwaffe der Nordallianz: Die muss sich ersteinmal richtig konstituieren und beweisen, vor allem aber w√ľrden die USA sehr eindeutig ihrer Doha Vereinbarung mit den Taliban entgegenwirken. Das wird erst dann eine Option wenn die Taliban sich nachweislich nicht an ihre Seite des deals halten.


Um es kurz zu fassen: Mit den Entscheidungen Trunps und Bidens ist der Westen in Afghanistan nicht mehr am Spieltisch. Jetzt werden die Chinesen, Russen und die Golfstaaten und Pakistan als Unterst√ľtzer der Taliban dort verst√§rkt ihren Einfluss ausbauen. F√ľr unsere geostrategische Interessen gilt, dass man die Hand, die man nicht abschlagen kann sch√ľtteln muss. Hier h√§ngt an der zu sch√ľttelnden Hand jetzt leider ein Taliban.

Hier greife ich jetzt auch Freestylers Punkt auf:
Da nach 20 Jahren Demokratisierung und Kampf f√ľr Frauenrechte in Afghanistan die dort erreichten Vorschritte wie ein Kartenhaus zusammengefallen sind, muss man bei der Ursachensuche auch hinterfragen, wie tief die von den Taliban vertretene Gesellschaftsortung in der afghanischen Bev√∂lkerung verankert ist. Damit ist auch bei der Gef√§hrdungsbeurteilung der Ortskr√§fte zu differenzieren und anzuerkennen, dass bei Teilen der Ortskr√§fte der Wunsch an der Wohlstandsteilhabe h√∂her sein kann als tats√§chliche Bedrohung durch die Taliban.

Diese Diskussion wird aber nicht in die breite √Ėffentlichkeit kommen, weil der Meinungsjournalismus (als Abgrenzung zum Wissenschaftsjournalismus und Investigativen Journalismus) als auch die Sozialwissenschaften als Disziplinen am st√§rksten politisch ideologisiert sind. Dies im Mainstream eher links und die politische Linke hat wie die politische Rechte ein Diskriminierungs- und Rassismus- Problem. Positiver Rassismus ist halt auch Rassismus und man wird sich die Motivationen der afghanischen Schutzsuchenden wieder sch√∂n reden.

 
Forodir
Beitrag 29. Aug 2021, 12:01 | Beitrag #3724
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Oder mal so als Gegenentwurf das ein "Nation Building" nicht in 20 Jahren getan ist in einem Land, was jahrzehntelang vom B√ľrgerkrieg zerrissen ist und kaum Ans√§tze einer modernen Zivilgesellschaft hat wie wir sie kennen. Ein solches Projekt bedarf Generationen. Das ist eben die gro√üe Schw√§che des westlichen Systems, es ist nicht f√ľr derart lange Projekte geeignet. Nicht nur das hier ja Regierungen und Gesellschaftssysteme mehr fluktuieren, gerade in kapitalistischen Systemen kommt immer schnell die Frage des Nutzens auf, meistens mit sehr kurzfristigen Horizont.

Das Gesellschaftsbild der Taliban ist in Weiten teilen der Bev√∂lkerung eben nicht anerkannt aber es gibt wenig bis gar keinen widerstand, weil das andere System noch zu abstrakt ist und wenig Einfluss hat. Die Taliban haben nicht die Macht √ľbernommen, weil sie das bessere System haben (abgesehen davon war Afghanistan als System stark durch den Islam gepr√§gt, das wurde ja in den Petersburger Abkommen zementiert), sondern weil sonst alle anderen Gegenspieler nichts Greifbares anzubieten hatten oder schlimmer noch durch Korruption sogar schlechter waren. Der Staat ist implodiert, weil niemand erkannt hatte das er es wert war erhalten zu werden.

Die jetzige Generation ist ja gerade die erste Generation, die in dem neuen Wertesystem aufgewachsen sind, hier werden wir erst in Zukunft sehen, ob sich etwas ge√§ndert. Die Taliban werden auf lange Sicht kein vern√ľnftiges Staatsgebilde erm√∂glichen k√∂nnen, ihre fundamentalistische Weltanschauung verhindert auch eine Weiterentwicklung, das ganze Gerede von M√§√üigung wird abfallen, sobald niemand mehr hinschaut. Den NGO kann ich hier nur empfehlen das Land zu verlassen, sie machen sich sonst selbst zu Geiseln und verl√§ngern nur den neuen Status Quo.



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Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
 
Havoc
Beitrag 29. Aug 2021, 17:16 | Beitrag #3725
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Ob die Taliban beliebt sind, ist unwichtig. Entscheidend ist, dass sie respektiert werden. Die Afghanen in den St√§dten sind bei Zivilstreitigkeiten auf das Land zum Talibanrichter gefahren, weil das offizielle Rechtssystem korrupt war. Nach dem jetzt gescheitert ist wie beim Fu√üball: Die Besten sitzen auf der Trib√ľne und kommentieren wie man es besser mach h√§tte sollen. Ich bin kein Afghanistanexperte, also erkl√§re ich jetzt nicht wie Afghanistan gesellschaftlich funktioniert.
Was ich aber feststellen kann, ist die Diskrepanz zwischen dem was in als Begr√ľndung f√ľr den Einsatz angef√ľhrt und tats√§chlich gemacht wurde. Wenn in Deutschland von Demokratie und Frauenrechten in Afghanistan gesprochen wird, dann versteht man hier in der Bev√∂lkerung darunter sicher kein 2. Pakistan. Dass bei diesen Reden im Bundestag nicht noch mit Regenbogenf√§hnchen gewedelt wurde, fand ich pers√∂nlich entt√§uschend. F√ľr Nation Building reicht es nicht aus, dass in den gr√∂√üeren St√§dten Bubbles entstehen. F√ľr Nation Building muss man sich als Ordnungsmacht in der Fl√§che etablieren. Damit man schon nicht in der Kommunikation verkackt ist die Grundvoraussetzung, dass man Land und Leute versteht und zwar sowohl im Einsatzland als auch an der sog. Heimatfront. Ein gescheiterter Staat ist R√ľckzugsgebiet f√ľr internationalen Terrorismus, organisierte Kriminalit√§t und Ursprung von Fluchtbewegungen. Seit Struck, der daf√ľr ver√§chtlich gemacht wird, hat keiner erkl√§rt dass wir hier sicherheitspolitische Interessen haben. Es hat lange die Politik durch semantische Kunstgriffe das Wort Krieg vermieden, statt klar zustellen, dass man um Nation Building betreiben zu k√∂nnen, man die Taliban in der Fl√§che zur√ľckdr√§ngen und dort heraushalten muss, um dann dort eine Infrastruktur aufbauen zu k√∂nnen. Das bedeutet aber auch Opfer bei den eigenen Soldaten und zivile Opfer, die man zu verantworten hat. Neben der baulichen Infrastruktur wird man die lokalen Machthaber an der Legislative, Exekutive, und Judikative beteiligen m√ľssen, das ganze so organisieren, dass es ohne ausl√§ndische Hilfe tragf√§hig ist. Dann muss man der deutschen Bev√∂lkerung klar machen, dass man mit Schurken paktiert weil ein moralisch unproblematischer aber machtloser Exilafghane hier leider nichts bringt. Das ganze wird man als Ordnungsmacht vor Ort mehr oder weniger im Hintergrund f√ľr mindestens eine Generationsdauer, also Minimum 30 Jahre begleiten m√ľssen, damit alte Machtseilschaften, die das Ganze zur√ľckdrehen k√∂nnten, heraussterben oder verdr√§ngt werden. Bei dem ganzen hoffen wir dann, dass sich auf Dauer westliche Werte wie Demokratie und Frauenrechte durchsetzen. Das ist in Deutschland der Bev√∂lkerung nicht kommuniziert worden.

Afghanistan war nach der uneingeschr√§nkten Solidarit√§t Schr√∂ders und dem Nein zum Irakkrieg unter Merkel eine "Blo√ü nicht"- Politik. Blo√ü nicht dem Ami noch mal vor dem Kopf sto√üen und blo√ü nicht den deutschen Michel mit einem ungeliebten Krieg ver√§rgern. Bei der souver√§nen Sicherheits- und Geopolitik ist deutsche Politik Sheldon Cooper. Die Anderen d√ľrfen sich an unseren geistreichen Belehrungen erfreuen, w√§hrend sie sich f√ľr uns die H√§nde schmutzig machen sollen.
Daran wird sich nichts √§ndern. Ein Grund warum wir in Afghanistan gescheitert sind ist auch, dass die Amerikaner kriegsm√ľde sind, 9-11 ger√§cht ist und festgestellt haben, das die Europ√§er am geopolitischen Katzentisch nichts zu melden haben in die USA durch zwei Ozeane vor afghanische Fl√ľchtlinge gut gesch√ľtzt sind. Es ist zu verlockend die Verantwortung f√ľr das westlichen Scheitern in Afghanistan alleine bei Trump abzuladen.

"Die Linke" br√ľstet sich bereits damit, dass sie schon immer gegen den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr war. Auch wenn die Bilder des Scheiterns milit√§risch in der √Ėffentlichkeit milit√§risch gepr√§gt sind, der milit√§rische Teil, ist der Teil der funktioniert hat. Gescheitert ist der Westen an einer politischen Konzeptionslosigkeit, was er denn in Afghanistan erreichen will und an der milit√§rischen Abh√§ngigkeit der Europ√§er von den Amerikanern.
Wir k√∂nnen uns darauf einstellen, dass es zuk√ľnftig im Bundestag keine Rede zur Ausrichtung der Bundeswehr gibt, bei der nicht auf Afghanistan verwiesen und fr√∂hlich mit dem PACE- Regenbogenf√§hnchen gewedelt wird. Die Union als Tofu- Partei ohne politischen Eigengeschmack wird es schon aus reinem Opportunismus machen.

Der Beitrag wurde von Havoc bearbeitet: 29. Aug 2021, 17:17
 
Merowinger
Beitrag 29. Aug 2021, 17:37 | Beitrag #3726
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Auf Seiten des Milit√§rs gl√§nzt nicht alles: Die st√§ndige Rotation des Personals ‚Äď vordringlich derjenigen die ‚ÄěKundenkontakt‚Äú haben ‚Äď alle 6 Monate ist ein dickes Problem. Da m√ľsste man sich andere Modelle √ľberlegen, auch solche die sogar √ľber 3 Jahre im Land hinausgehen.
 
Freestyler
Beitrag 29. Aug 2021, 21:34 | Beitrag #3727
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Auf Seiten des Militšrs glšnzt, von den Soldaten bis Kompanieebene abgesehen, auch ziemlich wenig.

Bei internationalen Organisationen, Botschaften usw. ist eine dreijšhrge Dienstzeit die Regel.

ZITAT(Forodir @ 29. Aug 2021, 13:01) *
Das Gesellschaftsbild der Taliban ist in Weiten teilen der Bev√∂lkerung eben nicht anerkannt aber es gibt wenig bis gar keinen widerstand, weil das andere System noch zu abstrakt ist und wenig Einfluss hat. Die Taliban haben nicht die Macht √ľbernommen, weil sie das bessere System haben (abgesehen davon war Afghanistan als System stark durch den Islam gepr√§gt, das wurde ja in den Petersburger Abkommen zementiert), sondern weil sonst alle anderen Gegenspieler nichts Greifbares anzubieten hatten oder schlimmer noch durch Korruption sogar schlechter waren. Der Staat ist implodiert, weil niemand erkannt hatte das er es wert war erhalten zu werden.

Doch, die Taliban haben die Macht √ľbernommen, weil sie das bessere System habe, insbesondere eine weniger korrupte und schnellere Justiz als die des afghanischen Staates und eine gerechtere als das afghanische Gewohnheitsrecht (bei den Paschtunen das Paschtunwali, bei anderen Ethnien eine entsprechende Mischung aus Scharia und Stammesrecht). Damit stehen die Taliban teilweise auch gegen die traditionellen Stammeseliten und die mit ihnen verbundenen Probleme wie soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Die Taliban regulieren/begrenzen z.B. die enorm gestiegenen Brautpreise und Hochzeitskosten, wegen denen sich viele afghanische M√§nner keine Frau "leisten" k√∂nnen - was in einer Gesellschaft, in der die Rolle des Mannes als Familienoberhaupt extrem wichtig ist, nat√ľrlich hochproblematisch ist.

Der Kampf f√ľr soziale Gerechtigkeit, gegen Diskriminierung/Marginalisierung aufgrund von Ethnie oder Rasse und gegen die traditionellen Eliten, die Ungerechtigkeit und Ungleichheit repr√§sentieren, verschafft - neben Fanatismus usw. - Islamisten und Salafisten √ľberall Zulauf.

ZITAT
Die jetzige Generation ist ja gerade die erste Generation, die in dem neuen Wertesystem aufgewachsen sind, hier werden wir erst in Zukunft sehen, ob sich etwas ge√§ndert. Die Taliban werden auf lange Sicht kein vern√ľnftiges Staatsgebilde erm√∂glichen k√∂nnen, ihre fundamentalistische Weltanschauung verhindert auch eine Weiterentwicklung, das ganze Gerede von M√§√Ÿigung wird abfallen, sobald niemand mehr hinschaut.

Welches Wertesystem soll das sein? Au√Ÿerhalb der urbanen Oberschicht hat sich weitaus weniger ge√§ndert als die Verbreitung von Handys und sozialen Medien glauben machen wink.gif

Der Beitrag wurde von Freestyler bearbeitet: 29. Aug 2021, 21:37


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ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
Holzkopp
Beitrag 29. Aug 2021, 21:34 | Beitrag #3728
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Falls jemand Lust hat:

R√ľckblick - Peter Scholl-Latour spricht √ľber "Siegen in Afghanistan" im Dezember 2009.

Eine Vorlesung, eine Stunde lang.

Ich will Scholl-Latour hier gar nicht bewerten, ist nur ganz interessant, was vor √ľber zehn Jahren √ľber die m√∂gliche Zukunft Afghanistans ge√§u√üert wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=LRWi6jn7yuQ



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Nite
Beitrag 31. Aug 2021, 09:26 | Beitrag #3729
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ZITAT(Holzkopp @ 29. Aug 2021, 22:34) *
Falls jemand Lust hat:

R√ľckblick - Peter Scholl-Latour spricht √ľber "Siegen in Afghanistan" im Dezember 2009.

Eine Vorlesung, eine Stunde lang.

Ich will Scholl-Latour hier gar nicht bewerten, ist nur ganz interessant, was vor √ľber zehn Jahren √ľber die m√∂gliche Zukunft Afghanistans ge√§u√üert wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=LRWi6jn7yuQ

PSL hatte zumindest Unrecht mit seinen Vorhersagen, es gab kein neues Dien Bien Phu wink.gif


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400plus
Beitrag 31. Aug 2021, 10:10 | Beitrag #3730
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Lesenswertes Interview mit Carlo Masala bei ntv:
Der Einsatz der USA am Flughafen von Kabul ist Geschichte. Gemeinhin wurden die vergangenen Tage als Fiasko f√ľr den Westen angesehen. Professor Carlo Masala erkl√§rt im Interview, warum der Einsatz ein Erfolg war und was der Bundeswehr und den Europ√§ern fehlt, um so etwas durchzuf√ľhren.
 
Kameratt
Beitrag 31. Aug 2021, 12:48 | Beitrag #3731
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ZITAT(Nite @ 31. Aug 2021, 10:26) *
ZITAT(Holzkopp @ 29. Aug 2021, 22:34) *
Falls jemand Lust hat:

R√ľckblick - Peter Scholl-Latour spricht √ľber "Siegen in Afghanistan" im Dezember 2009.

Eine Vorlesung, eine Stunde lang.

Ich will Scholl-Latour hier gar nicht bewerten, ist nur ganz interessant, was vor √ľber zehn Jahren √ľber die m√∂gliche Zukunft Afghanistans ge√§u√Ÿert wurde.

https://www.youtube.com/watch?v=LRWi6jn7yuQ

PSL hatte zumindest Unrecht mit seinen Vorhersagen, es gab kein neues Dien Bien Phu wink.gif

Bei vielen anderen Sachen lag er dafŁr ziemlich richtig. Dass der Irak in naher Zukunft noch ein grŲŖeres Problem fŁr die internationale Gemeinschaft sein wird (Stichwort IS), dass die Afghanistanstrategie zum Scheitern verurteilt war, der Aufstieg Chinas zur Weltmacht (nicht Regionalmacht)...
Auch seine AusfŁhrung, dass man mit Nadschibullah eigentlich schon genauso weit wie heute war, auch hinsichtlich der Emanzipation der Frauen in der afghanischen Gesellschaft, ist bemerkenswert. Ebenso wie der Umstand dass Nadschibullah noch drei Jahre nach dem Abzug der Sowjets sich an der Macht halten konnte, wšhrend die aktuelle/letzte afgahnische Regierung in nur drei Monaten kollabierte.

Der Beitrag wurde von Kameratt bearbeitet: 31. Aug 2021, 12:50
 
goschi
Beitrag 31. Aug 2021, 15:41 | Beitrag #3732
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das meiste davon sind aber einfach Binsenweisheiten und so √ľberraschend wie der Morgen.
Und die lage nach Abzug der Sowjets war eine g√§nzlich andere, als jetzt, nur schon weil die Taliban eine konstant vorhandene und etablierte Macht waren und auch als funktionierende Einheit bestehen blieben in ihren R√ľckzugsgebieten, Vergleiche halte ich da f√ľr m√ľssig.

Dass die nicht existierende Afghanistan-Strategie zum Scheitern verurteilt war, weiss man seit langer zeit, DAS ist nicht die √úberraschung, sondern mit Ansage, denn es gab schlicht nie eine Afghanistanstrategie.


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

Qui tacet, consentire videtur
ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
Merowinger
Beitrag 31. Aug 2021, 16:37 | Beitrag #3733
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Mir ging PSL mit seiner plakativen Besserwisserei oft auf die Nerven.
 
xena
Beitrag 31. Aug 2021, 21:40 | Beitrag #3734
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Ja, heute gehen alle einem auf den Senkel, die mehr wissen als man selbst. Das ist Zeitgeist. Drosten und andere kämpfen auch damit. rolleyes.gif


PSL war Journalist und die Weisheit hat er auch nicht gefressen, war auch nicht Teil eines Think Tank. Er war ein kauziger Kerl. Aber unterm Strich lag er gar nicht so weit weg von der Realität. Klar, man kann jedes Wort auseinander nehmen und ihn gleich diskreditieren, nur weil ein oder drei Aussagen falsch waren. Aber das sollte doch wirklich nicht das eigene Niveau sein. Lasst den Mann in Frieden ruhen.


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Beitrag 2. Sep 2021, 21:50 | Beitrag #3735
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Reduzieren wir es darauf: Wenn man ein Land gegen seine Machtstrukturen verändern will, sollte man mindestens eine Generation und tiefe, personalintensive eigene Strukturen einplanen. Nachhaltigkeit ist nicht schwer zu verstehen.


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Beitrag 3. Sep 2021, 14:12 | Beitrag #3736
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Beitrag 3. Sep 2021, 15:15 | Beitrag #3737
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ZITAT(xena @ 31. Aug 2021, 22:40) *
Ja, heute gehen alle einem auf den Senkel, die mehr wissen als man selbst. Das ist Zeitgeist. Drosten und andere kämpfen auch damit. rolleyes.gif


PSL war Journalist und die Weisheit hat er auch nicht gefressen, war auch nicht Teil eines Think Tank. Er war ein kauziger Kerl. Aber unterm Strich lag er gar nicht so weit weg von der Realität. Klar, man kann jedes Wort auseinander nehmen und ihn gleich diskreditieren, nur weil ein oder drei Aussagen falsch waren. Aber das sollte doch wirklich nicht das eigene Niveau sein. Lasst den Mann in Frieden ruhen.

Das Problem mit PSL war dass er den Zeitpunkt aufzuh√∂ren (so Mitte der '00er Jahre) einfach verpasst hat (geht auch vielen Anderen so). "Afrikanische Totenklage" und "Kampf dem Terror - Kampf dem Islam?" waren noch gut (ersteres zumindest wenn man seine penetrante Frankophilie ignorieren konnte), danach ging es rapide bergab, und seine st√§ndigen Geschichten von Dien Bien Puh, egal welchem Thema, waren irgendwann nur noch zum Fremdsch√§men (wenn man ein Genuschel √ľberhaupt noch verstanden hat).


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SpezPi(Ppl)301
Beitrag 6. Sep 2021, 04:50 | Beitrag #3738
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"Massouds" Truppen sollen die Taliban in das Tal gelockt und Zugänge (?) durch Sprengung verlegt/nicht passierbar gemacht haben. Dann begann das "mopping up"...(?).
Quelle SPON
 
General Gauder
Beitrag 6. Sep 2021, 08:18 | Beitrag #3739
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Also laut Tagesschau sollen die Taliban die Provinz erobert haben. Sollte das zutreffen ist der Widerstand quasi geschichte.

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/afg...tionen-103.html


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KSK
Beitrag 6. Sep 2021, 08:38 | Beitrag #3740
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ZITAT(General Gauder @ 6. Sep 2021, 09:18) *
Also laut Tagesschau sollen die Taliban die Provinz erobert haben. Sollte das zutreffen ist der Widerstand quasi geschichte.

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/afg...tionen-103.html

Der Artikel macht mehrfach deutlich, dass bisher nur die Taliban selbst behaupten, die Provinz erobert zu haben wink.gif


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General Gauder
Beitrag 6. Sep 2021, 09:21 | Beitrag #3741
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Im Artikel werden aber uach unabh√§ngige Quellen erw√§hnt die best√§tigen das Taliban K√§mpfer vor Ort sind, ich halte es zumindest f√ľr warscheinlich das es stimmt.


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Nite
Beitrag 6. Sep 2021, 14:47 | Beitrag #3742
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ZITAT(General Gauder @ 6. Sep 2021, 10:21) *
Im Artikel werden aber uach unabh√§ngige Quellen erw√§hnt die best√§tigen das Taliban K√§mpfer vor Ort sind, ich halte es zumindest f√ľr warscheinlich das es stimmt.

"Kräfte vor Ort" und "erobert" sind allerdings zwei verschiedene Dinge


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Nightwish
Beitrag 7. Sep 2021, 18:06 | Beitrag #3743
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ZITAT(Nite @ 6. Sep 2021, 15:47) *
ZITAT(General Gauder @ 6. Sep 2021, 10:21) *
Im Artikel werden aber uach unabh√§ngige Quellen erw√§hnt die best√§tigen das Taliban K√§mpfer vor Ort sind, ich halte es zumindest f√ľr warscheinlich das es stimmt.

"Kräfte vor Ort" und "erobert" sind allerdings zwei verschiedene Dinge


Das ist korrekt.

Aber die Taliban scheinen das Tal tats√§chlich genommen zu haben. Nach widerspr√ľchlichen Meldungen spricht Ahmed Wali Massud von einer verlorenen Schlacht, Ahmed Schah Massud ist nach Tadschikistan geflohen. Aber nach Aussagen beider gehe der Widerstand weiter.

https://www.sueddeutsche.de/politik/afghani...ssoud-1.5403946


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lerne leiden, ohne zu klagen

manchmal geht der Horizont Łber die klassische BW-Schiessausbildung hinaus (Goschi)

Ich habe mit Debilen gesprochen, mit Debilen die einen Schulabschluss haben und mit Debilen die einen Schulabschluss vergeben.
 
ramke
Beitrag 13. Sep 2021, 21:14 | Beitrag #3744
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ich hab ein wenig im tiefsten archiv gekramt weil ich √ľber google gesucht habe.

http://www.whq-forum.de/invisionboard/lofi...hp?t5719-0.html cheereo beim erkennen der eigenen posts.


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...die Grundausbildung bereitet auf den Krieg vor,
die TruppenkŁche auf die Gefangenschaft.
 
Havoc
Beitrag 14. Sep 2021, 15:06 | Beitrag #3745
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ZITAT(ramke @ 13. Sep 2021, 20:14) *
ich hab ein wenig im tiefsten archiv gekramt weil ich √ľber google gesucht habe.

http://www.whq-forum.de/invisionboard/lofi...hp?t5719-0.html cheereo beim erkennen der eigenen posts.


Und was willst du damit jetzt sagen?
 
ramke
Beitrag 14. Sep 2021, 17:10 | Beitrag #3746
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Nichts inhaltliches an sich. War nur eine passende zur√ľckversetzung die ziemlich genau 20 Jahre her ist und wie hier dar√ľber damals diskutiert wurde.


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...die Grundausbildung bereitet auf den Krieg vor,
die TruppenkŁche auf die Gefangenschaft.
 
Stefan Kotsch
Beitrag 19. Sep 2021, 12:39 | Beitrag #3747
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Eine sehr interessante Betrachtung zu "Schuld und Versagen in Afghanistan" von einem ehemaligen Oberst der Panzertruppe. Ist sogar recht aktuell vom 15. September.
Mich wundert einigermaßen, dass alle Bescheid gewusst haben, aber trotzdem sehend ins Fiasko marschiert sind.

https://internationalepolitik.de/de/schuld-...gen-afghanistan
 
Forodir
Beitrag 19. Sep 2021, 17:30 | Beitrag #3748
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Finde da eher viel Blah und wenig Neues und der unterschwellige Vorwurf man h√§tte das alles lieber (europ√§ischen) Milit√§r √ľberlassen sollen. Wie er darauf kommt, dass eine Afghan ownership irgendwas h√§tte verbessern sollen ist auch unklar, diese Versuche gab es durchaus viele nur scheiterte sie an den Afghanen und ihren Tribalismus und der allgegenw√§rtigen Korruption.

Weder die afghanische Regierung noch der Sicherheitsapparat waren auch nur ansatzweise in der Lage ihre Auftr√§ge zu erf√ľllen und hatten sehr wahrscheinlich auch nur bedingt Interesse daran. Das Brett h√§tte man noch viele Jahre l√§nger bohren m√ľssen, sehr wahrscheinlich noch eine ganze Generation bis man ansatzweise erfolge gesehen h√§tte.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 19. Sep 2021, 17:34


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Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
 
 
 

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