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> Taktische Flugabwehrfähigkeiten in der Bundeswehr, Was kommt nach Roland, Gepard, Ozelot?
Praetorian
Beitrag 26. Jan 2017, 14:17 | Beitrag #1
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Als Anlaufpunkt für alle Diskussionen zu diesem Themenkomplex.

Nach dem Dahinsiechen von SysFla wird es auf Vorhabenebene jetzt wieder konkreter. Bis Mai 2017 sollen die Fähigkeitsforderungen für ein Flugabwehrraketensystem kurzer Reichweite stehen, an Mitteln sind mittelfristig 460 Millionen Euro vorgesehen, zuzüglich rundum 2 Milliarden Euro in einer späteren Phase. Laserkomponenten und erweiterte Sensortechnik wären Wachstumsbereiche, die aber zusätzlich finanziert werden müssten. Spekuliert wird über Varianten von IRIS-T SL/SLS als Angebot von Diehl (analog zu dem System für Schweden, mit Bv206/BvS10 als Trägerfahrzeug) und NASAMS II als Angebot von Raytheon. Eine Entscheidung wird nicht vor 2018 erwartet.

ZITAT
Germany is nearing a decision to replace its aging short-range air defense systems and help fill a gap that has caused concern among NATO members after Russia's annexation of Crimea, two sources familiar with the issue said. A decision to move ahead would pave the way for a procurement program valued at 460 million euros through the middle of the next decade, with 2 billion euros in further spending likely in a later phase, said one of the sources. New lasers and radars could be added later at additional cost. A spokesman said the Defence Ministry had taken an initial look at the issue but had not yet made a decision about how to proceed.
One of the sources said officials had a favorable view of a system developed for Sweden by Diehl Defense, a privately held German weapons maker, which includes a variant of its IRIS-T missile and a dual-cab tracked vehicle built by Hagglunds Vehicle AB, a unit of BAE Systems.
[..]
Current plans call for Germany to buy new equipment for short- and extremely-short range air defense for all 16 of its existing fire units, according to one of the sources.
U.S. weapons maker Raytheon Co builds an alternative to Diehl's system called Network Centric Air Defence System together with Norway's Kongsberg Gruppen, which has been sold to Norway, Spain, the Netherlands, the United States, Finland, Oman and an undisclosed country, according to Raytheon's website.
[..]
http://www.reuters.com/article/us-germany-...e-idUSKBN1581KX


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400plus
Beitrag 26. Jan 2017, 14:40 | Beitrag #2
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Hm, also doch ein rein flugkoerperbasiertes System, quasi Ersatz fuer Ozelot. Vor einiger Zeit hatte es mal Geruechte gegeben, dass man an ein gemischtes System mit Fla-Fk und - Geschuetzen denkt.
 
Tankcommander
Beitrag 26. Jan 2017, 14:47 | Beitrag #3
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ZITAT(400plus @ 26. Jan 2017, 14:40) *
Hm, also doch ein rein flugkoerperbasiertes System, quasi Ersatz fuer Ozelot. Vor einiger Zeit hatte es mal Geruechte gegeben, dass man an ein gemischtes System mit Fla-Fk und - Geschuetzen denkt.


Was ich auch für sinnvoller halte, da LFK alleine sich durch Täuschkörper auch sattschiessen können, und eine MK mit geeigneter Munition und Feuerleitsystem auch Kleinstziele abwehren kann bzw noch im Nahbereich wirken kann.

 
Praetorian
Beitrag 26. Jan 2017, 14:49 | Beitrag #4
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ZITAT(400plus @ 26. Jan 2017, 14:40) *
Hm, also doch ein rein flugkoerperbasiertes System

Halte ich für verfrüht geurteilt. Das oben sind Infoschnipsel, und die FFF steht noch gar nicht.


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schießmuskel
Beitrag 26. Jan 2017, 16:30 | Beitrag #5
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ZITAT(400plus @ 26. Jan 2017, 14:40) *
Hm, also doch ein rein flugkoerperbasiertes System, quasi Ersatz fuer Ozelot. Vor einiger Zeit hatte es mal Geruechte gegeben, dass man an ein gemischtes System mit Fla-Fk und - Geschuetzen denkt.

Es müsste ein Systemverbund sein welcher flexibel auf Rad, Kette oder statisch installiert wird und FK,MK und Laser kombiniert.
Mit IRIS T , und Rheinmetalls 30mm MK und Laser, stehen die Effektoren ja schon bereit. Es muss nur noch die Plattform her.


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methos
Beitrag 26. Jan 2017, 16:38 | Beitrag #6
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Also ist das Projekt LFK NG schon seit einiger Zeit tot?
 
Praetorian
Beitrag 26. Jan 2017, 17:02 | Beitrag #7
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ZITAT(methos @ 26. Jan 2017, 16:38) *
Also ist das Projekt LFK NG schon seit einiger Zeit tot?

Die Frage ist, welches übergeordnete Konzept man verfolgen möchte. Stinger benötigt grundsätzlich einen Nachfolger (z.B. Fliegerfaust 2, Luftzielflugkörper UH Tiger), für dessen Einsatzbereich ein IRIS-T überdimensioniert wäre, selbst wenn man auf ein luftverlastbares System wie Ozelot verzichtete oder aufgrund der höheren Nutzlastkapazitäten des Nachfolgers CH-53G durch ein etwas schwereres System ersetzte.


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Black Hawk
Beitrag 28. Jan 2017, 11:23 | Beitrag #8
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IRIS-T war doch auch als Zweitflugkörper für MEADS vorgesehen,richtig?
Ist es dann nicht eine gewisse Redundanz? Ein Nachfolger für Ozelot/Roland mit IRIS-T und dazu noch als Ersatz für Patriot.
Was mich andauernd verwundert ist der Umstandt, dass die Russen Systeme mit mehreren 100km Reichweite entwickeln und wir uns für alle Spielarten der Flugabwehr mit ca. 35 km begnügen. (Gut für den Schutz von Manöverelementen des Heeres benötigt man keine solche Reichweite, aber als Patriot Nachfolger wäre dies schon sinnig)


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Was mach ich hier?
 
Seneca
Beitrag 28. Jan 2017, 11:53 | Beitrag #9
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Vermutlich dürfte die Beschaffung von Flugabwehrraketen kurzer Reichweite die Beschaffung einer Rohrwaffe für den Nahbereich nicht ausschließen.
In vielen derzeitigen Kriegen werden Klein-Drohnen in großer Zahl eingesetzt, z.B. in der Ukraine oder auch im Irak und Syrien. Selbst nicht-staatliche Akteure wie der IS verfügen über eine stattliche Zahl von Klein-Drohnen und setzen sie auch effektiv als Aufklärungsmittel z.B. für Suizidangreifer ein. Selbst der Abwurf kleiner Sprengkörper durch Drohnen z.B. auf irakische Kräfte in Mossul gelingt dem IS, mehrfach auf Propaganda-Videos dokumentiert. https://twitter.com/worldonalert/status/823971896215662592

China verfügt mittlerweile über ein großes Angebot kleiner und großer, teils auch bewaffneter Drohnen und exportiert diese großzügig, z.B. in den Irak.
ZITAT
Chinese drones: Cheap, lethal and flying in the Middle East. Iraq, Egypt, the UAE and Saudi Arabia have bought armed drones from China, widening the use of such weapons in regional conflicts

http://www.middleeasteye.net/news/china-drones-1492124367

Ein Nachfolger Gepard für die preiswerte Bekämpfung kleiner Nahbereichsdrohnen ist dringend notwendig.
 
Tankcommander
Beitrag 28. Jan 2017, 13:00 | Beitrag #10
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Meine Idee wäre ein System dass LFK und MK auf einem Träger vereint.

Für den Objektschutz gibt es ja jetzt MANTIS, könnte man das noch mit modifizierten Stinger oder Nachfolger ergänzen?

Für die allg. Heeresflugabwehr denke ich an Gepard 2 auf Chassis des Leopard 2 (oder ein 8-Radfahrzeug) allerdings mit modernerem Feuleits-Radarsystem, die 35mm Zwilling erhält dann AHEAD-Mun. und wird durch zusätliche LFK ergänzt.

Ozelot war doch wieder ein Luftverladebares System, Ozelot wieder einführen (modifiziert) ergänzen mit einer leichten Flak (30mm mit AHEAD) (passt natürlich nicht mehr auf Ozelot drauf) entweder ebenfalls auf einer Wiesel 2 Chassis oder gezogen vom Wolf.
Wobei wir wahrscheinlich wieder bei luftbeweglichen Einheiten wieder eine ähnlich Bedarfsdiskussion haben wie bei den Feldhaubitzen in der Artillerie.
 
methos
Beitrag 28. Jan 2017, 15:24 | Beitrag #11
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ZITAT(Tankcommander @ 28. Jan 2017, 13:00) *
Meine Idee wäre ein System dass LFK und MK auf einem Träger vereint.


Die Idee hatte Rheinmetall auch:
 
Praetorian
Beitrag 28. Jan 2017, 17:34 | Beitrag #12
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ZITAT(methos @ 28. Jan 2017, 15:24) *
ZITAT(Tankcommander @ 28. Jan 2017, 13:00) *
Meine Idee wäre ein System dass LFK und MK auf einem Träger vereint.


Die Idee hatte Rheinmetall auch:
http://abload.de/img/rde_sysfla6cqc.jpg

Das geht aber ohne taktische (und technische) Limitierungen nur mit einem leichten FK.
Stinger und Igla an FlakPz dien(t)en historisch hauptsächlich dazu, kleine Kanonenkaliber und/oder begrenzte Feuerleitanlagen (und damit geringe effektive Bekämpfungsentfernungen) zu kompensieren, meist im Rahmen einer späten Kampfwertsteigerung. Das macht bei Kalibern zwischen 35 und 50 mm und programmierbarer KETF-Munition nur noch wenig Sinn.

So ein "leichter FK" wäre in diesem Fall LFK NG, der wäre als alleiniger FK-Effektor in einem wirksamen Fla-Verbund ebenso heillos unterdimensioniert wie derzeit Stinger.


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Seneca
Beitrag 28. Jan 2017, 18:47 | Beitrag #13
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Diehl hat 2 Boden-Luft Varianten des Lenkflugkörpers IRIS-T im Programm. IRIS-T SLS für den Nahbereich (bis 5 km Höhe und 10 km Entfernung) sowie IRSI-T SLM für den Nah und Mittelbereich (bis 20 km Höhe und 40 km Entfernung). Welche für die geplante Beschaffung geeignet wäre müsste sich aus den Ausschreibungsbedingungen ergeben.
Abwehrraketen und Radar sind getrennt auf 2 Fahrzeugen untergebracht.
http://www.diehl.com/fileadmin/diehl-defen...er_d_Layout.pdf

Schweden hat IRIS-T SLS gekauft.
http://www.defenceweb.co.za/index.php?opti...ernational-news
http://www.diehl.com/en/nc/diehl-defence/p...for-sweden.html
 
Praetorian
Beitrag 28. Jan 2017, 18:59 | Beitrag #14
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IRIS-T SL/SLS sind die Flugkörper, IRIS-T SLM ist der Systemverbund.

Egal wie, in den derzeit realisierten Konfigurationen sind diese LV-Systeme war relativ schnell verlegbar (für IRIS-T SLM werden etwa zehn Minuten Rüstzeit angegeben), aber begleitenden FlaRak-Schutz in der Tradition eines Roland Kette kann man damit nicht gewährleisten.


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SailorGN
Beitrag 28. Jan 2017, 19:21 | Beitrag #15
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Könnte man nicht durch einen Datenfunkverbund der PUMAs nicht zumindest deren Kanonen begrenzt in die Fla-Rolle mit einbinden? 45° Richthöhe ist zwar nicht viel, aber gegen schnell auftauchende Ziele zum Mission Abort könnte es reichen.
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LFK NG wäre zumindest eine Verbesserung ggü. Manpads... und mit der Senkrechtstartfähigkeit könnte man den Aufwand für einen Drehturm reduzieren. Bei der Lethalität weiss ich nicht, in wie fern eine modernere Steuerungselektronik plus Suchkopf das größere Gefechtskopfgewicht der Roland-Rakete kompensieren kann.
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Wäre der Aster-Dart nicht eine gute Grundlage für eine leichtere/kleinere Rakete in der Größenordnung Roland?


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Havoc
Beitrag 28. Jan 2017, 20:20 | Beitrag #16
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ZITAT(SailorGN @ 28. Jan 2017, 19:21) *
Könnte man nicht durch einen Datenfunkverbund der PUMAs nicht zumindest deren Kanonen begrenzt in die Fla-Rolle mit einbinden? 45° Richthöhe ist zwar nicht viel, aber gegen schnell auftauchende Ziele zum Mission Abort könnte es reichen.
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LFK NG wäre zumindest eine Verbesserung ggü. Manpads... und mit der Senkrechtstartfähigkeit könnte man den Aufwand für einen Drehturm reduzieren. Bei der Lethalität weiss ich nicht, in wie fern eine modernere Steuerungselektronik plus Suchkopf das größere Gefechtskopfgewicht der Roland-Rakete kompensieren kann.
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Wäre der Aster-Dart nicht eine gute Grundlage für eine leichtere/kleinere Rakete in der Größenordnung Roland?


LFK NG scheint aufgegeben zu sein - zumindest wird es von Diehl nicht mehr beworben.

Im Bereich Nachfolgesystem Ocelot schlägt MBDA / Rheinmetall den MPCS Turm mit Mistral vor.
Welches Trägerfahrzeug genutzt werden soll, weiß ich nicht aber der Turm wurde schon dem Sherpa Light gezeigt (auch mit MMP als Alternativbewaffnung).
Bevor man aus dem Puma einen "Bradley Linebacker" macht - sollte man doch ein vollwertiges System beschaffen. Der Skyrangerturm würde ja Lösungen mit relativ geringen Entwicklungsrisiken ermöglichen. ( Zumal dessen Weiterentwicklung in Form von Mantis bereits bei der Bundeswehr eingeführt ist)

Als komplementäres System zu MEADS ist IRIS-T SLM angedacht und als System dazwischen könnte IRIS-T-SLS beschafft werden.
IRIS-T-SLS nutzt die gleiche IRIS-T- Rakete, wie sie für EF2000 eingeführt ist und wird von Schweden auf BvS 10 als Trägerfahrzeug beschafft.
 
der_finne
Beitrag 28. Jan 2017, 20:35 | Beitrag #17
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ZITAT(SailorGN @ 28. Jan 2017, 19:21) *
Könnte man nicht durch einen Datenfunkverbund der PUMAs nicht zumindest deren Kanonen begrenzt in die Fla-Rolle mit einbinden? 45° Richthöhe ist zwar nicht viel, aber gegen schnell auftauchende Ziele zum Mission Abort könnte es reichen.


Der Gedanke kam mir auch schon als hier kürzlich die Kleindrohnenproblematik angesprochen wurde. Imo eine sinnvolle Fähigkeit/Ergänzung.
 
PzBrig15
Beitrag 28. Jan 2017, 20:36 | Beitrag #18
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Unabhängig von den Anforderungen an ein zukünftiges System, ist es nicht folgerichtig das der Beschluss zur Abschaffung des System " GEPARD" eine Fehlentscheidung war? Komisch das man jetzt händeringend die Fehler des vergangenen Jahrzehntes versucht zu begrenzen.
 
Praetorian
Beitrag 28. Jan 2017, 21:05 | Beitrag #19
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ZITAT(Havoc @ 28. Jan 2017, 20:20) *
Als komplementäres System zu MEADS ist IRIS-T SLM angedacht und als System dazwischen könnte IRIS-T-SLS beschafft werden.
IRIS-T-SLS nutzt die gleiche IRIS-T- Rakete, wie sie für EF2000 eingeführt ist und wird von Schweden auf BvS 10 als Trägerfahrzeug beschafft.

Sekunde, halt.
IRIS-T SLM ist nicht "angedacht". Es ist ein FFF-Dokument in Vorbereitung, die Fähigkeitslücke ist das Fehlen eines Flugabwehrraketensystems kurzer Reichweite (respektive das absehbare Nutzungsdauerende Ozelot/Stinger). Mehr gibt die Informationslage derzeit nicht her. Konkrete Systeme sind also derzeit auch nicht zur Beschaffung vorgesehen.
Was bis zur Entscheidung, MEADS in der ursprünglichen Form nicht zu beschaffen, angedacht war, war dessen Ergänzung durch einen Zweitflugkörper. Das wären rein praktisch einfach nur zusätzliche Startfahrzeuge geworden, kein eigenständiges LV-System, wie es IRIS-T SLM darstellt.

Ansonsten zu den Begrifflichkeiten:
IRIS-T SLS (Surface Launched Short range) ist eine ohne größere Veränderungen für den Bodenverschuss adaptierte IRIS-T
IRIS-T SL (Surface Launched) ist eine reichweitengesteigerte Variante der IRIS-T u.a. mit größerem Motor.
IRIS-T SLM ist ein vollständiges Flugabwehrraketensystem als Systemverbund aus Startern (für IRIS-T SL/SLS), Sensoren und Führungszelle.


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Racer
Beitrag 29. Jan 2017, 00:36 | Beitrag #20
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Frage zur IRIS-T SL:
Wenn ich Bilder von ca. 2014 2010 anschaue, und mit denen in der 2016er Broschüre von oben vergleiche, fällt auf, dass die Lenkwaffe um ca. 50cm verlängert wurde. Hat da jemand genauere Angaben zur SL Lenkwaffe?

Der Beitrag wurde von Racer bearbeitet: 29. Jan 2017, 00:54
 
pvst
Beitrag 29. Jan 2017, 11:37 | Beitrag #21
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Moin, ich poste auch mal wieder:)
Nach dem ich die Videos vom IS im Irak bzw. Syrien gesehen habe, in denen in großem Umfang kleine Drohnen bis hin zum Kampfmitteleinsatz genutzt werden, denke ich ist die Einführung von Laserwaffen dringend zu prüfen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein massenhafter Einsatz von Drohnen mit konventionellen Rohrwaffen bekämpft werden kann.
Ich rede nicht nur von einzelnen Kleinstdrohnen, sondern auch von Schwärmen mit hunderten Drohnen.

Wenn ich sehe, wie leicht im Irak und in Syrien selbst deutlich überlegene Truppen vom IS mit Drohnen überwacht und bekämpft werden bin ich schon reichlich besorgt. Was wird erst bei Chinesen oder Russen kommen?

http://www.pcwelt.de/news/Rheinmetall-und-...ff-9935412.html

http://www.rheinmetall.com/de/rheinmetall_...e_hel/index.php



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Krieg ist was anderes als tanzen. Da reicht einer der will.
 
Racer
Beitrag 29. Jan 2017, 12:33 | Beitrag #22
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1 Laser braucht zur Bekämpfung eines Zieles mehr als 1 Sekunde. Bei einem Schwarm von 31 Drohnen wären das 31s um alle zu bekämpfen. Bei einer Drohnengeschwindigkeit von 100m/s und einer Laserreichweite von 3000m, würde das nicht ausreichen einen solchen Schwarm vollständig zu bekämpfen, bevor dieser das Ziel erreicht.

Grundsätzlich sehe ich Laserwaffen durchaus mit gewissen Vorteilen, Allheilmittel sind sie sicher nicht.
Man stelle sich zB obiges Szenario bei Nebel vor. Da dürfte sich die Laserreichweite quasi auf Null reduzieren.

Grosser Vorteil ist sicher der geringe Grad an Kollateralschäden und die beinahe uneingeschränkte "Magazinkapazität".
 
Havoc
Beitrag 29. Jan 2017, 12:33 | Beitrag #23
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Laserwaffen benötigen viel Energie und sind Komplex. Das sind Systeme für den Objektschutz. Für Mikrodrohnen und gegen die handelsüblichen Drohnen des IS sind Jammergewehre wie DroneDefender oder Netzwerfer wie SkyWall 100 billiger und effektiver, weil diese von einem Mann bedient und getragen werden können.
HALE- und MALE UAVs wie Heron, MQ-1 Predator oder Globalhawk haben die Größe von Sportflugzeugen bis zum Learjet und damit im Wirkungsbereich der "klassischen" Flugabwehr.
 
SailorGN
Beitrag 29. Jan 2017, 13:41 | Beitrag #24
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Drohnenschwärme sind noch etwas weiter weg, aber: Sie sind haben ihre eigenen Nachteile. Sie müssen auch irgendwie gelenkt werden, bei "Schwarmintelligenz" müssen sie untereinander kommunizieren. Das kann man unterbinden, da kleine Drohnen nur eingeschränkt mit Störsicherungen ausgestattet werden können (Gewicht, Volumen, E-Kapa). Damit wären wir wieder bei Softkill-Kapazitäten. Weiterhin können solche Drohnen nicht/kaum gegen kinetische Wirkungen geschützt werden, "Schrot-" oder auch Minen-Munition mit Näherungszündern sind eine Bedrohung, die auch weniger genaue Zieldaten verträgt. Laser und Direktfeuer braucht sehr genaue Zielauflösung, da hat ein Schwarm mit selbstbezogenen "chaotischen" Bewegungsmustern wieder deutliche Vorteile. Insgesamt sind Klein(st)drohnen natürlich eine Gefahr, mit der man rechnen muss, aber sie sind nicht der "Gamechanger"... Es wird Gegenmassnahmen geben und die Militärs werden sich anpassen.


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Praetorian
Beitrag 29. Jan 2017, 14:14 | Beitrag #25
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Bitte die Diskussion nicht allzu sehr in Richtung Drohnenschwärme ausbrechen lassen. Das hatten wir schon in anderen Threads, bislang wurden die bekannten Argumente nur wieder aufgewärmt und hier haben wir ein konkretes Beschaffungsvorhaben zur Diskussion. Danke.

-Mod


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Wodka
Beitrag 29. Jan 2017, 14:18 | Beitrag #26
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Nur die Beastie Boys helfen gegen Drohnen.


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"Dass Atombomben auf Deutschland gefallen wären, hat eher strategische Gründe und sollte man nicht persönlich nehmen... ."
"Wenn ich groß bin, geh ich zur Volksarmee: Ich lade die Kanone, rumbumm bumm, rumbumm bumm... ."
 
xena
Beitrag 29. Jan 2017, 16:30 | Beitrag #27
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Hmmm... Iris-T SLM sehe ich eher in der Tradition der damaligen Hawk. Das passt in dieses Reichweitenfenster. Für das Gefechtsfeld in der Tradition der Roland wäre mir eine Lenkwaffe mit mehreren Lenkverfahren lieber, als eine reine IIR-Version. Über einem modernen Gefechtsfeld kann es durch viele abgeschossenen Fahrzeuge und Munitionseinsatz ganz schön rauchen und die Sicht vernebeln, dazu noch das in Mitteleuropa typische feuchte Wetter kann die Effektivität optischer Suchköpfe extrem einschränken. Eine kombinierte IIR und Kommandolenkung oder aktive Radarlenkung wäre von Vorteil. Somit sehe ich in Iris-T keinen wirklichen zukunftsfähigen Ersatz für Roland. Es ist nur eine schnelle Notlösung, weil man gerade nichts besseres hat und muss dann mit den Nachteilen leben, was es für eine moderne und reiche Industrienation wie Deutschland auch nicht sein kann.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 29. Jan 2017, 16:31
 
SailorGN
Beitrag 29. Jan 2017, 18:15 | Beitrag #28
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Nö. Die Frage ist: Was braucht man wozu. Nur weil man es sich leisten kann ist keine sachliche Anforderung. Die letzten 20 Jahre war man der Meinung, dass Heeresflugabwehr redundant war im Zusammenspiel mit Jagdfliegern und weitreichender SAM. Also muss man fragen, ob man überhaupt einen Ersatz für Roland will, oder wohin sonst die Reise gehen soll. Was passiert, wenn man sich entscheidet, die luftgestützten Kräfte, aka Jagdflugzeuge, zahlenmäßig aufzubohren? Welche Ziele muss eine Heeresflugabwehr 2.0 überhaupt bekämpfen? Die Entstehung neuer Bedrohungen wie FKs aller Art, Drohnen und improvisierte Kampfmittel braucht andere Mittel. Eine großkalibrige MK-Lösung mit entsprechenden Mun-Mix ist da sicher eine Variante, weshalb man aber nicht gleich einen Gepard braucht. Auch LFK sind nicht obsolet, aber muss es gleich ein so "dicker Brummer" sein? 10 km sind in meinen Augen schon die Grenze für taktische Wirkweite.


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Kameratt
Beitrag 29. Jan 2017, 19:04 | Beitrag #29
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Die Frage ist nicht nur die Reichweite, sondern auch die Wirkhöhe. Will ich z.B. Jabos oberhalb der üblichen 5000m, die als MANPADS-sicher gelten, bekämpfen, kommen automatisch Reichweiten von 10 oder mehr km heraus.
 
PzArt
Beitrag 30. Jan 2017, 01:22 | Beitrag #30
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Man braucht auf jeden Fall etwas kombiniertes für Distanzen bis 5000 Meter, was in der Lage ist Drohnen, Helis und Erdkampfflugzeuge zu bekämpfen. Ich denke da ist eine Kombination MK und Rakete angebracht, mit Radar und optischer Zirlerkennung. Ein Laser dazu wäre die Krönung. Die Frage ist hierbei wie man dort einen stark genugen Laser noch mobil halten kann.
 
 
 

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