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> Bajonett am Hk416F - notwendig und sinnvoll?, Ausgelagert aus dem Infanteristen
Gepard B2L
Beitrag 16. Jun 2017, 15:14 | Beitrag #31
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ZITAT(Ferrus_Manus @ 16. Jun 2017, 11:30) *
ZITAT(Glorfindel @ 16. Jun 2017, 11:10) *
Ich meinte eigentlich die Sache mit dem Push- oder Draw-Cut. Ein Gewehr kann zwar grundsätzlich als Stoss und Schlagewaffe bzw. auch Stichwaffe mit aufgepflanztem Bajonett benutzt werden, aber das Bajonett ist nicht unbedingt gross tauglich um Schnitte auszuführen, wenn aufgepflanzt.


Ich beziehe mich auf so eine Situation wie in diesem Bild hier. Der Soldat im Vordergrund hat den Stich abgewehrt, aber der Angreifer könnte beim zurückziehen einen Schnitt am Gesicht, Hals oder Torso seines Gegners anbringen. Das ist zum Beispiel bei HEMA (Historical European Martial Arts) eine übliche Technik und wurde auch in alten Fechthandbüchern beschrieben (für Schwerter), genauso wie in Handbüchern zum Kampf mit dem Bajonett der britischen Armee aus dem späten 19. Jahrhundert. Das wäre mit einem Bajonett mit einer nach oben gerichteten Scheide nicht möglich.


DAS würde auch bei der "stumpfen" Seite der Klinge Wirkung zeitigen!
 
Ferrus_Manus
Beitrag 16. Jun 2017, 15:54 | Beitrag #32
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ZITAT(Gepard B2L @ 16. Jun 2017, 16:14) *
ZITAT(Ferrus_Manus @ 16. Jun 2017, 11:30) *
ZITAT(Glorfindel @ 16. Jun 2017, 11:10) *
Ich meinte eigentlich die Sache mit dem Push- oder Draw-Cut. Ein Gewehr kann zwar grundsätzlich als Stoss und Schlagewaffe bzw. auch Stichwaffe mit aufgepflanztem Bajonett benutzt werden, aber das Bajonett ist nicht unbedingt gross tauglich um Schnitte auszuführen, wenn aufgepflanzt.


Ich beziehe mich auf so eine Situation wie in diesem Bild hier. Der Soldat im Vordergrund hat den Stich abgewehrt, aber der Angreifer könnte beim zurückziehen einen Schnitt am Gesicht, Hals oder Torso seines Gegners anbringen. Das ist zum Beispiel bei HEMA (Historical European Martial Arts) eine übliche Technik und wurde auch in alten Fechthandbüchern beschrieben (für Schwerter), genauso wie in Handbüchern zum Kampf mit dem Bajonett der britischen Armee aus dem späten 19. Jahrhundert. Das wäre mit einem Bajonett mit einer nach oben gerichteten Scheide nicht möglich.


DAS würde auch bei der "stumpfen" Seite der Klinge Wirkung zeitigen!


Ja, an der Spitze ist ja auch eine kurze Schnittfläche, aber eine längere ist natürlich effizienter. Was mich allerdings wundert ist das sie einen Tanto-Point gewählt haben, und keinen Spear-Point wie beim Bajonett vom FAMAS. Bei dem war die lange Schneide auch oben. Ist also wahrscheinlich der normale Modus Operandi der Franzosen das so zu machen.


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Glorfindel
Beitrag 16. Jun 2017, 17:12 | Beitrag #33
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Was die Klinge des Bajonett oben betrifft, so hat mich der Grund dafür interessiert und ich habe ziemlich lange für die Lösung gebraucht. Der Grund für die Klinge oben dürfte folgendes sein: Wenn man mit der gewöhnlichen Bewegung einen Stich aus der Hüfte heraus ausführt und trifft, so ist der natürliche Vorgang, eine leichte Bewegung nach oben, um es dann zurück zu ziehen. Es ist in diesem Fall von Vorteil, wenn die Klinge oben ist. Das wird auch bei AK-Bajonett der Grund sein, weshalb die Klinge oben ist:


Der Beitrag wurde von Glorfindel bearbeitet: 16. Jun 2017, 17:16


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Merowinger
Beitrag 16. Jun 2017, 17:26 | Beitrag #34
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Wenn der Lauf aufgestützt wird, oder die Waffe angelehnt, dann wird das Messer bei nach oben zeigender Schneide weniger/nicht beschädigt. Und wenn Bajonett und "Kampfmesser" beinahe identisch sind, dann - warum nicht? Ist ja fast ein no-brainer. Auch das Sägen eines entfernteren Astes o.ä. ist mit der Unterseite wegen der Späne im Lauf günstiger.

KFOR mit Bajonett?

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 16. Jun 2017, 17:28
 
Glorfindel
Beitrag 16. Jun 2017, 18:16 | Beitrag #35
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es gibt deshalb noch weitere Bajonette mit Klinge oben: Extrema Ratio im Einsatz bei der frz. und italienischen Armee: Wobei bei dieses Bajonett zweiseitig geschliffen wird und wenn es auf das ARX-160 aufgesetzt wird, die lange, scharfe Schneide gegen unten schaut (auf dem Baretta AR70/90 sieht es wieder anders aus).


Der Beitrag wurde von Glorfindel bearbeitet: 23. Jul 2017, 13:23


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
Glorfindel
Beitrag 23. Jul 2017, 13:46 | Beitrag #36
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Noch ein Randbemerkung zum frz. Bajonett fü¨r das HK416F. Wie an der Parade zum 14. Juli gesehen werden, gibt es (wie auch schon beim Famas) eine Paradeversion des Bajonetts für die Fahnenwache, welche nicht mattschwarz, sondern silbrig poliert ist.


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"Dort stand das Haus der Goldenen Blume, deren Männer eine Strahlensonne auf den Schilden hatten und ihr Anführer, Glorfindel, trug einen Mantel so kunstvoll mit Goldfäden durchwirkt, dass er gelb durchschossen war wie ein Feld im Frühling; und ihre Waffen waren kunstvoll mit Gold überzogen."
 
 
 

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