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TheLibrarian
Beitrag 3. Jun 2025, 10:31 | Beitrag #2701
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ZITAT(Salzgraf @ 3. Jun 2025, 00:15) *
Hat jemand eine gute Darstellung des Karfreitagsgefecht?

In der Zeitschrift MilitÀrgeschichte gab es mal einen kurzen Abriss zum Gefecht als pdf:

https://www.bundeswehr.de/resource/blob/224...t-2010-data.pdf

Relativ neu ist auch:

Das Karfreitagsgefecht : deutsche Soldaten im Feuer der Taliban / Wolf Gregis ; Berlin, 2025.
ISBN 978-3-430-21117-8

Laut Verlagstext: Eine wahre Geschichte ĂŒber Mut und Kameradschaft, Versagen und Verzweiflung, Triumph und TrauerDas bekannteste und folgenreichste Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr fand am Karfreitag, dem 2. April 2010 bei Kunduz statt. Deutsche Soldaten gerieten in einen Hinterhalt und kĂ€mpften mehr als acht Stunden gegen eine Überzahl von Taliban. Drei Soldaten fielen, fĂŒnf wurden verwundet, sechs afghanische Soldaten kamen durch »friendly fire« der Deutschen ums Leben. Zwei Tage spĂ€ter benutzte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum ersten Mal die Worte »Krieg in Afghanistan«. Wolf Gregis hat in zahllosen GesprĂ€chen, aus Bildern, Videos und Dokumenten erstmals die Geschichte des bedeutendsten Gefechts der Bundeswehr im Detail rekonstruiert und erzĂ€hlt sie hautnah aus den unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten.

Das Inhaltsverzeichnis dazu gibt es in der DNB:

https://d-nb.info/1345325509/04
 
skape
Beitrag 3. Jun 2025, 12:04 | Beitrag #2702
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ZITAT(Scipio32 @ 31. May 2025, 10:58) *
ZITAT
Da geht's aber wirklich um harte VWL Grundlagen die man im Studium lernt.


Das ist schon das was mich interessiert: "Was sind den die tatsĂ€chlich gesicherte Erkenntnisse?" Dann kann ich vielleicht auch besser einordnen, ob das Hand und Fuß hat, wenn mir jemand etwas von wirtschaftspolitisch notwendigen Entscheidungen erzĂ€hlen will. Im Augenblick könnte man mir ein X fĂŒr ein U vormachen und ich wĂŒrde es nur in den seltensten FĂ€llen merken.

Aber ich werfe auch gerne einen Blick in die von dir verlinkten BĂŒcher


Ich weiß nicht, ob du da nicht enttĂ€uscht wirst mit VWL Grundlagen. Wirtschaftswissenschaften sind hĂ€ufig sehr theoretisch abstrahiert, damit wird am Stammtisch nicht viel gewinnen zu sein. Ist dir gegebenenfalls mit Grundlagen Wirtschaftspolitik mehr geholfen?

Wenn das hier die Themen sind, die dich interessieren: BPB Lexikon der Wirtschaft - Wirtschaftspolitische Konzepte, wĂŒrde ich dir vielleicht eher sowas wie Fredebeul-Krein/Koch/Kulessa/Sputek - Grundlagen der Wirtschaftspolitik empfehlen.

ZITAT
Staatsverschuldung, Inflationsrate, reale Einkommensentwicklung und Verteilungsgerechtigkeit: Viele wirtschaftspolitische Themen greifen wie ZahnrÀder ineinander. Deshalb ist es notwendig, sich mit allen Facetten der Wirtschaftspolitik zu befassen.

Das bewĂ€hrte Lehrbuch behandelt alle wichtigen wirtschaftspolitischen Themengebiete – von der Ordnungs- und Wettbewerbspolitik ĂŒber die Finanz- und Geldpolitik bis zur Einkommens-, Arbeitsmarkt- und BeschĂ€ftigungspolitik sowie zur Außenwirtschafts- und Umweltpolitik. Nach einer Situationsanalyse werden die relevanten Theorien vorgestellt, die Probleme analysiert und mögliche Zielkonflikte aufgezeigt.


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Warning! Unpleasant spoiler: You lost the game!
 
goschi
Beitrag 3. Jun 2025, 12:47 | Beitrag #2703
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ZITAT(TheLibrarian @ 3. Jun 2025, 11:31) *
ZITAT(Salzgraf @ 3. Jun 2025, 00:15) *
Hat jemand eine gute Darstellung des Karfreitagsgefecht?

In der Zeitschrift MilitÀrgeschichte gab es mal einen kurzen Abriss zum Gefecht als pdf:

https://www.bundeswehr.de/resource/blob/224...t-2010-data.pdf

Relativ neu ist auch:

Das Karfreitagsgefecht : deutsche Soldaten im Feuer der Taliban / Wolf Gregis ; Berlin, 2025.
ISBN 978-3-430-21117-8

Laut Verlagstext: Eine wahre Geschichte ĂŒber Mut und Kameradschaft, Versagen und Verzweiflung, Triumph und TrauerDas bekannteste und folgenreichste Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr fand am Karfreitag, dem 2. April 2010 bei Kunduz statt. Deutsche Soldaten gerieten in einen Hinterhalt und kĂ€mpften mehr als acht Stunden gegen eine Überzahl von Taliban. Drei Soldaten fielen, fĂŒnf wurden verwundet, sechs afghanische Soldaten kamen durch »friendly fire« der Deutschen ums Leben. Zwei Tage spĂ€ter benutzte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum ersten Mal die Worte »Krieg in Afghanistan«. Wolf Gregis hat in zahllosen GesprĂ€chen, aus Bildern, Videos und Dokumenten erstmals die Geschichte des bedeutendsten Gefechts der Bundeswehr im Detail rekonstruiert und erzĂ€hlt sie hautnah aus den unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten.

Das Inhaltsverzeichnis dazu gibt es in der DNB:

https://d-nb.info/1345325509/04

Uff, Zusammenfassung wie auch Kapitel-Überschriften wirken heftig pathetisierend und voll auf emotionale Betroffenheit ausgelegt zu sein.
da verspreche ich mir direkt wenig sachlich-objektive Aufarbeitung, sondern eine Glorifizierung des soldatischen Heroismus (und natĂŒrlich ist imemr die FĂŒhrung inkompetent)...


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Wer zum Denken nachdenkseiten braucht, denkt auch, dass ihm ihm die Tankkarte das tanken abnimmt.

Qui tacet, consentire videtur
ZITAT(Forodir @ 31. May 2023, 20:26) *
Dass die Russen viele Verluste haben aufgrund ihrer offensiven Vorgehensweise, die sie sich bei Zapp Brannigan abgeschaut haben, ist davon unbenommen.
 
Nite
Beitrag 3. Jun 2025, 19:20 | Beitrag #2704
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ZITAT(goschi @ 3. Jun 2025, 13:47) *
ZITAT(TheLibrarian @ 3. Jun 2025, 11:31) *
ZITAT(Salzgraf @ 3. Jun 2025, 00:15) *
Hat jemand eine gute Darstellung des Karfreitagsgefecht?

In der Zeitschrift MilitÀrgeschichte gab es mal einen kurzen Abriss zum Gefecht als pdf:

https://www.bundeswehr.de/resource/blob/224...t-2010-data.pdf

Relativ neu ist auch:

Das Karfreitagsgefecht : deutsche Soldaten im Feuer der Taliban / Wolf Gregis ; Berlin, 2025.
ISBN 978-3-430-21117-8

Laut Verlagstext: Eine wahre Geschichte ĂŒber Mut und Kameradschaft, Versagen und Verzweiflung, Triumph und TrauerDas bekannteste und folgenreichste Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr fand am Karfreitag, dem 2. April 2010 bei Kunduz statt. Deutsche Soldaten gerieten in einen Hinterhalt und kĂ€mpften mehr als acht Stunden gegen eine Überzahl von Taliban. Drei Soldaten fielen, fĂŒnf wurden verwundet, sechs afghanische Soldaten kamen durch »friendly fire« der Deutschen ums Leben. Zwei Tage spĂ€ter benutzte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum ersten Mal die Worte »Krieg in Afghanistan«. Wolf Gregis hat in zahllosen GesprĂ€chen, aus Bildern, Videos und Dokumenten erstmals die Geschichte des bedeutendsten Gefechts der Bundeswehr im Detail rekonstruiert und erzĂ€hlt sie hautnah aus den unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten.

Das Inhaltsverzeichnis dazu gibt es in der DNB:

https://d-nb.info/1345325509/04

Uff, Zusammenfassung wie auch Kapitel-Überschriften wirken heftig pathetisierend und voll auf emotionale Betroffenheit ausgelegt zu sein.
da verspreche ich mir direkt wenig sachlich-objektive Aufarbeitung, sondern eine Glorifizierung des soldatischen Heroismus (und natĂŒrlich ist imemr die FĂŒhrung inkompetent)...

Der Autor ist einer der WortfĂŒhrer der deutschen Vetbro Veteranen-Szene, also vermutlich genau das, und ganz viel Selbstmitleid oben drauf.

DarĂŒber ein ganzes Buch zu schreiben ist schlimmer als bei den Whenwes, und da gibt es schon gefĂŒhlt zu jeder halbtĂ€gigen Patrouille ein eigenes Buch.


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goschi
Beitrag 3. Jun 2025, 19:32 | Beitrag #2705
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wie fĂŒhlen sich eigentlich die ganzen ISAF/EF-VerbĂŒndeten so damit, wie die Deutschen dieses Gefecht (gerne auch mal zur Schlacht hochstilisiert) so hoch hĂ€ngen?
Kommt man sich da nicht verarscht vor?

Erinnert mich immer an das Zelebrieren der Schlacht von Belleau Woods die die US Tradition zur wichtigsten Schlacht des ersten Weltkriegs hochstilisieren, die französische ArmeefĂŒhrung (die die Amerikaner lenkte) als kleines GeplĂ€nkel benannte und die Deutschen als die "Schlachtgegner" noch nichtmal als Gefecht wahrnahmen, da es einfach eine kurze Abwehr mit folgender verzögerung in einem völlig unbedeutenden StĂŒck Wald war.


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ZITAT(Forodir @ 31. May 2023, 20:26) *
Dass die Russen viele Verluste haben aufgrund ihrer offensiven Vorgehensweise, die sie sich bei Zapp Brannigan abgeschaut haben, ist davon unbenommen.
 
Nite
Beitrag 3. Jun 2025, 19:35 | Beitrag #2706
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ZITAT(goschi @ 3. Jun 2025, 20:32) *
Erinnert mich immer an das Zelebrieren der Schlacht von Belleau Woods die die US Tradition zur wichtigsten Schlacht des ersten Weltkriegs hochstilisieren, die französische ArmeefĂŒhrung (die die Amerikaner lenkte) als kleines GeplĂ€nkel benannte und die Deutschen als die "Schlachtgegner" noch nichtmal als Gefecht wahrnahmen, da es einfach eine kurze Abwehr mit folgender verzögerung in einem völlig unbedeutenden StĂŒck Wald war.

The tables turned.
FĂŒr die AngelsĂ€chsischen Alliierten war das Karfreitagsgefecht eine normale Woche in Helmand.


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General Gauder
Beitrag 3. Jun 2025, 19:41 | Beitrag #2707
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Naja kriegen die das den ĂŒberhaupt mit? Der Anteil an der Bevölkerung der mit Belleau Wood etwas anfangen kann geht vermutlich in die Promille, Bei den Franzosen vermutlich Ă€hnlich, oder die kennen das fĂŒr irgendeinen KĂ€se oder Wein den ich nicht kenne aber ganz sicher nicht wegen dem Gefecht. wink.gif

Solange wir in 10 Jahren keine Fregatte Isa Khel nennen wird sich das bei den Amis wohl auch nicht Àndern.
 
TTS
Beitrag 3. Jun 2025, 20:13 | Beitrag #2708
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ZITAT(goschi @ 3. Jun 2025, 20:32) *
wie fĂŒhlen sich eigentlich die ganzen ISAF/EF-VerbĂŒndeten so damit, wie die Deutschen dieses Gefecht (gerne auch mal zur Schlacht hochstilisiert) so hoch hĂ€ngen?
Kommt man sich da nicht verarscht vor?



Ich glaub die meisten Partner die vorher lange keine (großen) Truppen mehr in KampfeinsĂ€tzen hatten, haben Ă€hnliche Gefechte "glorifiziert", bzw. wurden von den nationalen Medien aufgebauscht. Bei den Polen und Bulgaren ist es eben Kerbala (wurde in Polen auch verfilmt), Spanien hatte Sabzak, Italiener und RumĂ€nen ihren "Battaglia dei ponti" im Irak und wir eben das Karfreitagsgefecht.

Das waren fĂŒr viele eben SchlĂŒsselmomente in ihrer nationalen Geschichte, fĂŒr die Amis wahrscheinlich eben "Im Osten nichts Neues"

Bezeichnend ist ja auch, dass spĂ€tere Gefechte kaum noch wahrgenommen werden. Das Karfreitagsgefechts hat sich eingebrannt, mit Taohid I-III wird die Öffentlichkeit kaum was anfangen können....
 
Forodir
Beitrag 5. Jun 2025, 21:40 | Beitrag #2709
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Gemessen aber an Bedeutung, Umfang und tatsĂ€chlichen Auswirkungen war aber das Kar-Freitags Gefecht selbst fĂŒr ISAF/EF VerhĂ€ltnisse ziemlich unbedeutend.

Taohid war halt eine richtige Operation und kein Hinterhalt/Begegnungsgefecht. Die Hauptlast und den Blutzoll haben auch eher die afghanischen SicherheitskrÀfte bezahlt.

Der Beitrag wurde von Forodir bearbeitet: 5. Jun 2025, 22:18


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Niemand hat gesagt das es Spaß machen muss!
“You have attributed conditions to villainy that simply result from stupidity.”
 
ramke
Beitrag 29. Jun 2025, 21:40 | Beitrag #2710
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ZITAT(ramke @ 30. May 2025, 21:33) *
Ende April die Biographie durchgelesen. Dann ein paar Tage Pause und jetzt steht Operation Mincemeat und Operation Fortitude an.

genau 1 Monat gebraucht um die beiden BĂŒcher zu lesen. Jetzt folgt SAS von Ben Macintyre. Ende Juli kommt dann "An Army at Dawn: The War in North Africa, 1942-1943" dran, was Teil 1 von 3 BĂŒchern (insgesamt ca 2500 Seiten) ist. Ich hab im Moment einfach lust zu lesen.


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Nur echt mit "Edit"
 
Salzgraf
Beitrag 29. Jun 2025, 22:29 | Beitrag #2711
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ZITAT(TheLibrarian @ 3. Jun 2025, 11:31) *
Relativ neu ist auch:

Das Karfreitagsgefecht : deutsche Soldaten im Feuer der Taliban / Wolf Gregis ; Berlin, 2025.
ISBN 978-3-430-21117-8

Laut Verlagstext: Eine wahre Geschichte ĂŒber Mut und Kameradschaft, Versagen und Verzweiflung, Triumph und TrauerDas bekannteste und folgenreichste Gefecht in der Geschichte der Bundeswehr fand am Karfreitag, dem 2. April 2010 bei Kunduz statt. Deutsche Soldaten gerieten in einen Hinterhalt und kĂ€mpften mehr als acht Stunden gegen eine Überzahl von Taliban. Drei Soldaten fielen, fĂŒnf wurden verwundet, sechs afghanische Soldaten kamen durch »friendly fire« der Deutschen ums Leben. Zwei Tage spĂ€ter benutzte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum ersten Mal die Worte »Krieg in Afghanistan«. Wolf Gregis hat in zahllosen GesprĂ€chen, aus Bildern, Videos und Dokumenten erstmals die Geschichte des bedeutendsten Gefechts der Bundeswehr im Detail rekonstruiert und erzĂ€hlt sie hautnah aus den unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten.

Das Inhaltsverzeichnis dazu gibt es in der DNB:

https://d-nb.info/1345325509/04

Das Panzermuseum resp. sein Chef findet das Buch insgesamt lesenswert:
https://www.youtube.com/watch?v=ihWM7S6ZU_I
 
Nite
Beitrag 21. Jul 2025, 16:46 | Beitrag #2712
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Kann jemand ein ausgewogenes Einstiegswerk zur Geschichte Tibets empfehlen?
Zumindest im Internet findet man dazu hauptsÀchlich Machwerke der seltsamen Allianz aus New Age Hippies und antikommunistischen kalten Kriegern ("das alte Tibet war quasi Shangri La") oder auf der anderen Seite Pamphlete von Leuten die sich entweder vom Buddhismus oder dem Dalai Lama abgewendet haben und dadurch wie PRC Propaganda klingen.


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Nightwish
Beitrag 4. Aug 2025, 21:26 | Beitrag #2713
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Woran ich mich gerade abarbeite - nachdem ich leider lÀnger nicht mehr tiefergehend in dem Bereich (vornehmlich Visual History und Kriegsliteratur) unterwegs war - und was eventuell meine etwas andere Sicht auf MilitÀr und Krieg erklÀrt...



MilitĂ€rische Bildtechniken - Von der frĂŒhen Neuzeit bis ins Computerzeitalter, Nina Franz, 2025, De Gruyter

Zeichnet sehr anschaulich verschiedene Abschnitte der militĂ€rischen Visualisierung nach. Greift natĂŒrlich auch auf bekannte Studien zurĂŒck, ist als eigenstĂ€ndiges Werk rund und sehr gut lesbar. Der umfangreich zusammenfassende Schlussteil mĂŒndet in ein nachvollziehbares Fazit. Kaufempfehlung fĂŒr Interessierte Leser.

https://www.degruyterbrill.com/document/doi...4/html#contents


ReprĂ€sentationen des Krieges - Emotionalisierungsstrategien in der Literatur und in den audiovisuellen Medien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert, Hrsg.: SĂžren R. Fauth, Kasper Green Krejberg, Jan SĂŒselbeck, 2012 (oh, doch schon so alt), Wallstein-Verlag

Eine Aufsatzsammlung, die zwar einen guten Überblick vermitteln kann, aber zum Teil auch Vorwissen erforderlich macht. Die Texte sind zwangslĂ€ufig von unterschiedlicher QualitĂ€t und Lesbarkeit. Aber wenn man Interesse hat, findet man viele AnsĂ€tze und Verweise, mit denen man weiterarbeiten kann.

https://www.wallstein-verlag.de/97838353106...ren%20versuchen.


Dichtung und Wahrheit - Literarische Kriegsverarbeitung vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, Hrsg.: Claudia Junk, Thomas F. Schneider, 2015, Vandenhoek & Ruprecht Verlag

Ebenfalls eine Aufsatzsammlung, hier geht es aber nicht um die Visualisierung, sondern um die Literatur. EigenstÀndige und unabhÀngige AufsÀtze zu unterschiedlichen Werken und Akteuren der Kriegsliteratur.

https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.co...ng-und-wahrheit


Materialschlachten - Der Erste Weltkrieg und seine Darstellungsressourcen in Literatur, Publizistik und populÀren Medien 1899-1929, Hrsg.: Christian Meierhofer, Jens Wörner, 2015, Vandenhoek & Ruprecht Verlag

Auch hier eine Aufsatzsammlung, welche die Kriegsdarstellung in Literatur, Zeitungen, Bild, Film etc. zwar nach medialen Bereichen gliedert, dies aber zeitlich - auch in den WirkungszusammenhÀngen - nachvollziehbar macht. Die meisten AufsÀtze sind gut lesbar und bieten interessante Perspektiven.

https://www.vr-elibrary.de/doi/book/10.14220/9783737004558 (Link fĂŒr zum E-Book, mir liegt die Printausgabe vor)


Moderne Mannsbilder - Zur Semantik von â€șMĂ€nnlichkeitâ€č in der deutschsprachigen ErzĂ€hlliteratur der FrĂŒhen Moderne, 1890-1930, Klaus Wieland, 2024, Transcript Verlag

Bisher nur quergelesen, eher wissenschaftlich geschrieben, stellt Verbindungen zwischen Krieg und MĂ€nnlichkeitsbild her.

https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376...ne-mannsbilder/


Mai 1945: Das absurde Ende des »Dritten Reiches« - Wie und wo die Nazi-Herrschaft wirklich ihr Ende fand, Gerhard Paul, 2025, Theiss in Der Verlag Herder

Irgendwie mein Urlaubsbssachbuch... Viele kleine Anekdoten, die man alle irgendwie kennt aber hier mit detailreichen Anekdötchen angereichert werden. Nach meiner Meinung teilweise zu stark verkĂŒrzte und zu lĂ€ssige, nicht ganz korrekte Darstellung. Ein heiteres, fĂŒr mich zu anekdotisches BĂŒchlein und sicher nicht Gerhard Pauls MeisterstĂŒck. Er ist besser bei Visual History aufgehoben (was man dem Buch anmerkt).

https://www.herder.de/wissen/shop/p8/86351-...undene-ausgabe/


Das Buch war eigentlich auch nur Beifang zu diesem:

Bilder einer Diktatur - Zur Visual History des »Dritten Reiches«, Gerhard Paul, 2020, Wallstein-Verlag

Habe ich bis jetzt nur durchgeblÀttert, sieht aber vielversprechend aus. Scheint auch einen anderen Anspruch zu haben als das oben besprochene Buch.

https://www.wallstein-verlag.de/97838353360...r-diktatur.html


Wenn Russland gewinnt - Ein Szenario, Carlo Masala, 2025, C.H.BECK-Verlag

Gut lesbar, anschaulich, nachvollziehbar. Macht deutlich, weshalb man in oder mit Szenarien denken sollte.

https://www.beck-shop.de/masala-russland-ge...roduct/37085065


Und dann noch, weil ich auf dem Visualisierungstrip war:


NSCI - Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920 – 1945, Andreas Koop, ohne Jahr Verlag Hermann Schmidt

ErgĂ€nzt etwas "Bilder einer Diktatur" von Paul, ist aber leider eher ein Nachschlagewerk mit bunten Bildchen. Empfand ich inhaltlich etwas enttĂ€uschend, mehr Hintergrundinformationen wĂ€ren sinnvoll. Aber als Einstieg und Überblick gut geeignet.

https://typografie.de/produkt/nsci/


DDR CI - Das visuelle Erscheinungsbild der Deutschen Demokratischen Republik, Andreas Koop, ohne Jahr, Verlag Hermann Schmidt

FĂŒr das Bild gilt dasselbe, wie fĂŒr seinen VorgĂ€nger (s. oben). Leider eher ein Nachschlagewerk ohne viele Hintergrundinformationen.

https://typografie.de/produkt/ddr-ci/

Der Beitrag wurde von Nightwish bearbeitet: 4. Aug 2025, 21:37


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lerne leiden, ohne zu klagen

manchmal geht der Horizont über die klassische BW-Schiessausbildung hinaus (Goschi)

Ich habe mit Debilen gesprochen, mit Debilen die einen Schulabschluss haben und mit Debilen die einen Schulabschluss vergeben.
 
400plus
Beitrag 6. Aug 2025, 18:47 | Beitrag #2714
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Lese gerade "Acht Berge" von Paolo Cognetti. Liest sich gut xyxthumbs.gif
 
400plus
Beitrag 7. Dec 2025, 16:45 | Beitrag #2715
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Earl J. Hess: Braxton Bragg: The Most Hated Man of the Confederacy
 
Scipio32
Beitrag 25. Dec 2025, 10:48 | Beitrag #2716
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Ich lese gerade Speed Reading von Tony Buzan.

Ich frage mich, ob ich mit der Thematik am Ende nur Zeit verschwende


 
HGAbaddon
Beitrag 15. Jan 2026, 09:40 | Beitrag #2717
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Ich hab endlich mal Swan Song gelesen und hab dadurch wieder bock auf postapokalyptische Themen bekommen. Aber in dem Genre gibts so viel Schrott. Hat jemand Tipps? Die Straße hab ich schon :-D


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Klagt nicht, trinkt!
 
Unqualifiziert
Beitrag 1. Mar 2026, 15:35 | Beitrag #2718
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Aus aktuellem Anlass ein nicht aktuelles Buch:
Narges Mohammadi - Frauen Leben Freiheit

Das Buch enthÀlt Interviews mit Iranerinnen, die im Iran inhaftiert gewesen sind.
Es geht hauptsÀchlich um um deren Erlebnisse wÀhrend der Haft.
Die Frauen waren dabei massiven HerabwĂŒrdigungen ausgesetzt.
Oft in Einzelhaft, teilweise absichtlich in Zellen ohne funktionierende Toiletten,
dazu kommen gefÀlschte Todesmeldungen von Verwandten, keine Betten und keine Heizung, kein Sonnenlicht.
Medizinische Betreuung ist rudimentĂ€r. WĂ€rter handeln extrem willkĂŒrlich, Verhöre werden auch mit Peitschenhieben gefĂŒhrt.

Das Buch selbst hat keinen tagesaktuellen Bezug, es ist von 2020.
Die beschriebenen Haftzeiten liegen teilweise noch deutlich lĂ€nger zurĂŒck.
Trotzdem lesenswert, da das handelnde Regime seitdem konstant ist.

Formal krankt das Buch an vielen Wiederholungen.
In den Vorworten werden alle Menschen umfangreich erwÀhnt und wiederholt erwÀhnt.
Dazu wird kurz auf die Lebensgeschichte der Hauptautorin eingegangen.
Die aber auch noch selbst ein Vorwort geschrieben hat und ein Interview im Buch hat.
Der Eingangsteil ist also sehr redundant.

StĂ€ndige Wiederholungen auch bei den Interviews, dort natĂŒrlich nicht Schuld des Buchs sondern des Regimes im Iran.
Die Haftbedingungen sind seit langer Zeit schlecht und das zeigt das Buch deutlich.

Fazit: lesenswert, aber schwierig zu lesen
 
Stefan Kotsch
Beitrag 1. Mar 2026, 17:48 | Beitrag #2719
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Ich las kĂŒrzlich eine AnkĂŒndigung zu dem neuen Buch "Es war einmal ein Land" von Jana Hensel. Warum sich der Osten von der Denokratie verabschiedet und so weiter und so fort. Der Preis ist mit 22 EURO schon mal recht stattlich. GrundsĂ€tzlich habe ich ein gewisses Misstrauen bei all diesen BĂŒchern. "Der Turm" zum Beispiel beschreibt die DDR aus der Sicht der Intelligenzija mit sehr spezifischen AnsĂ€tzen. Ich kam mit dem Buch so ĂŒberhaupt nicht klar um habe es schnell weggelegt. Das ist eine Welt, die der Ärzte und Intelligenz, die mir verschlossen war. Dann hatte ich das Buch "In Zeiten des abnehmenden Lichts" in der Hand. Das beschreibt eine höhere SED-FunktionĂ€rsfamilie. Weil mein Vater seit 1953 bei der KVP/NVA war, kam ich damit gut klar. Das war die mir bekannte Welt. Beide BĂŒcher sehr kritisch geschrieben. Aber grundsĂ€tzlich so absolut verschieden, verschiedener kanns garnicht mehr gehen.

Jedenfalls wollte ich mir vor dem Kauf einen doch etwas preiswerteren Überblick ĂŒber die Jana Hensel verschaffen. Mit dem hoch gelobten und preisgekrönten Buch "Zonenkinder". Ich war maßlos enttĂ€uscht.
Das Buch ist von vorne bis hinten eine pausenlose eintönige und unreflektierte Aneinanderreihung von "Ossigejammer". Also so in der Preislage Keiner hat uns lieb - Niemand wollte uns haben - Keine nimmt uns ernst - Unsere Eltern haben sich auf das schrecklichste westlich verĂ€ndert - Wir (jungen) schĂ€men uns, dass wir uns so an die Westlebensgewohnheiten angepasst haben ... Wir mĂŒssen wieder mehr Ossi-Sein wagen (was immer das sein soll).

Als Illustration. Die Hensel beschreibt den Vorabend des 12. Dezember. Das war der DDR-weite Tag der Jung-und ThĂ€lmann-Pioniere. Der sogenannte Pioniergeburtstag. Die 13 jĂ€hrige Autorin habe die ganze Nacht nicht schlafen können (sic), weil sie immer fort ĂŒberlegt habe, ob ihre Pionierbluse und das blaue/rote Pionierhalstuch korrekt gebĂŒgelt und fit sei. Am Tag darauf, dem Pioniergeburtstag, sei die gesamte Schule in hellster (!) Aufregung gewesen wegen der Vorbereitung der Feierlichkeiten. Und so weiter und so weiter.
Ich muss in einer anderen Welt Pionier gewesen sein. Meine Frau hatte sich, weil sie keinen Platz fĂŒrs Lehramtsstudium bekam, dann alternativ fĂŒr ein Pionierleiterstudium entschieden (weil mit enthaltener Lehrberechtigung). Aber selbst ihr war das Geschilderte völlig fremd. Und sie sollte es ja wissen denke ich.

Nun mag ja sein, dass die Hensel das so erlebt hat in ihrem lokalen Dunstkreis. Aber sie tritt ja stellvertretend fĂŒr die gesamte DDR auf. Und so wird die Hensel denn auch von der tonangebenden Öffentlichkeit gesehen. Was sie schreibt liest man nur zu gerne, denn SO WAR DIE DDR!.

Nach dem Lesen eines Interviews der Hensel zu ihrem neuen Buch "Es war einmal ein [Ossi]Land" durch eine Zeitung habe ich dann endgĂŒltig Abstand davon genommen mir von Ossi-Hensel die verkorkste Ossiwelt erklĂ€ren zu lassen mit dem von ihr erklĂ€rten Ziel endlich zum gemeinsamen Ossisein zurĂŒckzufinden. hmpf.gif biggrin.gif

Der Beitrag wurde von Stefan Kotsch bearbeitet: 2. Mar 2026, 00:18
 
Elbroewer
Beitrag 1. Mar 2026, 23:11 | Beitrag #2720
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Ich kann mich nicht daran erinnern, dass der 12.Dezember bei uns eine große Rolle gespielt hat. Eventuell gab es einen Fahnenappell, aber den gab es bei uns eh jeden Montag. Soll sie sich doch einen Trabi zulegen oder eine Schwalbe, wenn sie Sehnsucht nach dem Osten hat. Kein Wunder, dass manche Leute interessante Vorstellungen von der DDR haben, wenn sie ihr Wissen aus solchen BĂŒchern haben.
 
HGAbaddon
Beitrag Gestern, 09:55 | Beitrag #2721
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Von Postapokalypse ist es nur ein kleiner Schritt zu Drogen im 3. Reich :-D
https://www.perlentaucher.de/buch/norman-oh...ale-rausch.html

Der Totale Rausch gibt einen angenehm und kurzweilig zu lesenden Einblick in die Welt der Drogen in Deutschland im frĂŒhen 20.JH. Dabei geht es viel um Pervitin in der Wehrmacht und deren Einfluss auf den Krieg und um Hitlers Leibarzt, der ihn regelmĂ€ĂŸig fit spritzt. Also von der Hausfrau ĂŒber den Landser bis hin zum FĂŒhrer waren alle dabei. Ich wusste natĂŒrlich, dass einige Drogen Anfangs breite, vermeintlich harmlose Verwendung hatten (Heroin als Hustenmittel fĂŒr Kleinkinder), aber wie verbreitet und selbstverstĂ€ndlich der Konsum in der Zeit des 3. Reiches war und welche Konflikte sich dabei auch mit der Rassenlehre auftaten, wird in dem Buch sehr schön dargestellt. Klare Empfehlung von mir, auch wenn ich erste ein drittel gelesen habe.


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Kruemelmonster
Beitrag Gestern, 18:40 | Beitrag #2722
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Fähnrich
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Der 13. Dezember war der "Pioniergeburtstag".
 
 
 

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