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> COVID-19-Pandemie - Einsatz der Bundeswehr im Inland, Der Informationsthread
Almeran
Beitrag 2. Dec 2021, 10:41 | Beitrag #421
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Was heißt torpedieren ... die STIKO versucht, in einer Notsituation Entscheidungen auf Basis von Daten der gleichen QualitĂ€t zu treffen wie im Normalbetrieb und wartet dann lieber ein bisschen lĂ€nger. FĂŒhrt natĂŒrlich dazu, dass Empfehlungen spĂ€ter kommen. In der Bevölkerung wird so eine Aussage natĂŒrlich als "Aha, der STIKO-Chef findet Kinderimpfungen gefĂ€hrlich!" interpretiert, er sagt aber nur, dass ihm die Datenlage noch nicht ausreicht, um eine Entscheidung zu treffen. Kommunikativ mal wieder ein Desaster, aber um eine einheitliche Kommunikation hat man sich ja eh noch nie bemĂŒht.

Einen bösen Willen wĂŒrde ich ihm nicht unterstellen, aber man kann natĂŒrlich die Sinnhaftigkeit eines so vorsichtigen Ansatzes in der aktuellen Situation debattieren.


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Der Grad unserer Erregung wächst in umgekehrtem Verhältnis zu unserer Kenntnis der Tatsachen - je weniger wir wissen, desto aufgeregter werden wir.
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ramke
Beitrag 2. Dec 2021, 11:13 | Beitrag #422
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Fairerweise muss man jetzt wohl auch sagen, dass er schlicht auch falsch zitiert wurde.

https://www.faz.net/podcasts/f-a-z-podcast-...n-17661957.html

Er hat das Wort "LangzeitschÀden" nur im Zusammenhang mit Covid bei kindern - NICHT mit der Impfung - verwendet. Der verlinkte Podcast im Link ab ~19:00

Daraus folgernd hat die FAZ ihn in der Zusammenfassung falsch zitiert, der Focus schreibt wie er halt so ist davon ab und alle haben jetzt den Salat. Ändert aber nicht daran, dass es kommunikativ ne 6 ist.


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Thomas
Beitrag 2. Dec 2021, 11:28 | Beitrag #423
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NTV ist auch zu blöd:
NTV


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Crazy Butcher
Beitrag 2. Dec 2021, 12:11 | Beitrag #424
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ZITAT(Almeran @ 2. Dec 2021, 10:41) *
Was heißt torpedieren ... die STIKO versucht, in einer Notsituation Entscheidungen auf Basis von Daten der gleichen QualitĂ€t zu treffen wie im Normalbetrieb und wartet dann lieber ein bisschen lĂ€nger. FĂŒhrt natĂŒrlich dazu, dass Empfehlungen spĂ€ter kommen. In der Bevölkerung wird so eine Aussage natĂŒrlich als "Aha, der STIKO-Chef findet Kinderimpfungen gefĂ€hrlich!" interpretiert, er sagt aber nur, dass ihm die Datenlage noch nicht ausreicht, um eine Entscheidung zu treffen. Kommunikativ mal wieder ein Desaster, aber um eine einheitliche Kommunikation hat man sich ja eh noch nie bemĂŒht.

Einen bösen Willen wĂŒrde ich ihm nicht unterstellen, aber man kann natĂŒrlich die Sinnhaftigkeit eines so vorsichtigen Ansatzes in der aktuellen Situation debattieren.

Richtig. GrundsÀtzlich ist Sorgfalt auch in schwierigen Zeiten geboten (Stichwort: Pandemrix) und bei Kindern drÀngt sich eine möglichst rasche Impfung zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht auf.


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Almeran
Beitrag 2. Dec 2021, 13:27 | Beitrag #425
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Naja, er rÀumt nun auch selbst Fehler ein, genau in Hinblick auf die Datenlage:

ZITAT
Stiko-Chef Thomas Mertens rÀumt Fehler ein

Der Chef der StĂ€ndigen Impfkommission sagt, dass manche Corona-Entscheidungen der Kommission "aus der heutigen Perspektive" zu spĂ€t erfolgt seien. So wĂ€re es "wahrscheinlich gĂŒnstiger gewesen, mit dem Boostern frĂŒher anzufangen", sagte Thomas Mertens der ARD-Sendung Panorama. Die Stiko hatte erst am 18. November die Auffrischungsimpfung fĂŒr alle Erwachsenen empfohlen, obwohl etwa Daten aus Israel schon Monate zuvor gezeigt hatten, dass der Impfschutz schon nach wenigen Monaten deutlich abnimmt.

Die vergleichsweise spĂ€ten Empfehlungen der Stiko fĂŒhrt Mertens auf die langen Entscheidungsprozesse zurĂŒck. ZunĂ€chst mĂŒsse die Stiko jeweils definieren, welche Daten sie fĂŒr eine Empfehlung brauche. Diese Daten mĂŒssten dann erst erhoben werden. "Und wenn diese Daten vorliegen, dann fĂ€ngt die Stiko an, diese Daten zu diskutieren."
FĂŒr die logistischen Probleme der Impfkampagne sei das Gremium aber nicht verantwortlich. Es sei nicht Aufgabe der Stiko, die "Umsetzung der Impfung" zu organisieren oder zu entscheiden, wie die Impfstoffe beschafft und verteilt werden. "Das sind alles Dinge, die die Stiko ĂŒberhaupt nicht betreffen."

Auch den Vorwurf, die Stiko hĂ€tte anhand der Daten aus Israel schneller reagieren mĂŒssen, wies Mertens zurĂŒck. "Der Vergleich mit Israel ist an vielen Punkten nicht möglich." Die Evidenz in einem anderen Land sei eben nicht einfach ĂŒbertragbar.


Von hier: ZEIT Corona-News um 07:29


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Thomas
Beitrag 2. Dec 2021, 18:12 | Beitrag #426
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ZITAT(Crazy Butcher @ 2. Dec 2021, 12:11) *
ZITAT(Almeran @ 2. Dec 2021, 10:41) *
Was heißt torpedieren ... die STIKO versucht, in einer Notsituation Entscheidungen auf Basis von Daten der gleichen QualitĂ€t zu treffen wie im Normalbetrieb und wartet dann lieber ein bisschen lĂ€nger. FĂŒhrt natĂŒrlich dazu, dass Empfehlungen spĂ€ter kommen. In der Bevölkerung wird so eine Aussage natĂŒrlich als "Aha, der STIKO-Chef findet Kinderimpfungen gefĂ€hrlich!" interpretiert, er sagt aber nur, dass ihm die Datenlage noch nicht ausreicht, um eine Entscheidung zu treffen. Kommunikativ mal wieder ein Desaster, aber um eine einheitliche Kommunikation hat man sich ja eh noch nie bemĂŒht.

Einen bösen Willen wĂŒrde ich ihm nicht unterstellen, aber man kann natĂŒrlich die Sinnhaftigkeit eines so vorsichtigen Ansatzes in der aktuellen Situation debattieren.

Richtig. GrundsÀtzlich ist Sorgfalt auch in schwierigen Zeiten geboten (Stichwort: Pandemrix) und bei Kindern drÀngt sich eine möglichst rasche Impfung zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht auf.


Pandemrix ist in diesem Zusammenhang das falsche Stichwort. Und nur zur KlĂ€rung. Die STIKO empfiehlt sehr wohl Impfungen von Kindern unter 20 gegen Influenzaviren. Mit einem anderen Impfstoff. Pandemrix ist ĂŒbrigens ein Totimpfstoff. Eine Technik die so hoch gelobt wird von vielen Schwurblern in Bezug auf mRNA Impfstoffe.


Weltweit haben bis heute ca. 1,4 Milliarden Menschen eine vollstĂ€ndige Impfung mit einem mRNA Impfstoff erhalten. Tendenz stark steigend. Nach aktuellen Angaben kommen derzeit tĂ€glich ca. 35 Millionen dazu. Das sind jeden Tag mehr als Pandemrix ĂŒberhaupt erhalten haben.

Warum hört und liest man nichts von schweren Nebenwirkungen? Weil es keine gibt. Deswegen.


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Crazy Butcher
Beitrag 2. Dec 2021, 20:28 | Beitrag #427
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ZITAT(Thomas @ 2. Dec 2021, 18:12) *
Pandemrix ist in diesem Zusammenhang das falsche Stichwort. Und nur zur KlÀrung. Die STIKO empfiehlt sehr wohl Impfungen von Kindern unter 20 gegen Influenzaviren. Mit einem anderen Impfstoff.

Nope.
ZITAT
Die StÀndige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenza-Impfung

fĂŒr alle Personen ab 60 Jahre,
fĂŒr alle Schwangeren ab dem 2. Trimenon, bei erhöhter gesundheitlicher GefĂ€hrdung infolge eines Grundleidens ab 1. Trimenon (siehe "Warum wird die saisonale Influenza-Impfung auch fĂŒr Schwangere empfohlen?"),
fĂŒr Personen mit erhöhter gesundheitlicher GefĂ€hrdung infolge eines Grundleidens (wie z.B. chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie z.B. Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten SchĂŒben, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder HIV) (siehe "Warum sollten Personen mit Grundkrankheiten gegen Influenza geimpft werden?"),
fĂŒr Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen sowie fĂŒr
Personen, die als mögliche Infektionsquelle im selben Haushalt lebende oder von ihnen betreute Risikopersonen (siehe oben) gefÀhrden können.
Geimpft werden sollten im Rahmen eines erhöhten beruflichen Risikos auĂŸerdem

Personen mit erhöhter GefÀhrdung (z.B. medizinisches Personal),
Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr,
Personen, die als mögliche Infektionsquelle fĂŒr von ihnen betreute Risikopersonen fungieren können.
(...)
Eine Influenza-Erkrankung bei gesunden Kindern oder bei Erwachsenen unter 60 Jahren verlÀuft in der Regel ohne schwerwiegende Komplikationen. Auch im Rahmen der COVID-19-Pandemie spricht die STIKO keine generelle Impfempfehlung aus
(...)
Bevor die STIKO eine Impfempfehlung fĂŒr alle Menschen, insbesondere fĂŒr alle gesunden Kinder, aussprechen kann, werden mehr Daten benötigt. Die STIKO behĂ€lt das Thema im Blick und bewertet fortlaufend die entsprechende Literatur -gerade auch vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie.

Quelle
ZITAT(Thomas @ 2. Dec 2021, 18:12) *
Pandemrix ist ĂŒbrigens ein Totimpfstoff. Eine Technik die so hoch gelobt wird von vielen Schwurblern in Bezug auf mRNA Impfstoffe.


Weltweit haben bis heute ca. 1,4 Milliarden Menschen eine vollstĂ€ndige Impfung mit einem mRNA Impfstoff erhalten. Tendenz stark steigend. Nach aktuellen Angaben kommen derzeit tĂ€glich ca. 35 Millionen dazu. Das sind jeden Tag mehr als Pandemrix ĂŒberhaupt erhalten haben.

Warum hört und liest man nichts von schweren Nebenwirkungen? Weil es keine gibt. Deswegen.

Pandemrix ist ein Paradebeispiel dafĂŒr, was passiert, wenn man nicht sorgfĂ€ltig genug vorgeht. Welche Technik dahinter steckt ist hierbei nebensĂ€chlich. Daraus hat man (hoffentlich) gelernt und lĂ€sst sich entsprechend Zeit. DafĂŒr ist die STIKO nun mal da.

Der Beitrag wurde von Crazy Butcher bearbeitet: 2. Dec 2021, 20:29


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Merowinger
Beitrag 2. Dec 2021, 20:34 | Beitrag #428
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Ich will mal das hier loswerden und eine Nadel fĂŒr sie brechen: Die STIKO hat mein Vertrauen, und mir gefĂ€llt ihre UnabhĂ€ngigkeit trotz dem ganzen Gezerre und der Aufgeregtheit. Manchmal könnten sie vielleicht etwas weniger grĂŒndlich und einen Tick schneller sein, aber hinterher ist man bekanntlich immer klĂŒger.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 2. Dec 2021, 20:35
 
Crazy Butcher
Beitrag Gestern, 22:04 | Beitrag #429
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Wie lange gilt mein Impf-Zertifikat jetzt noch?
ZITAT
Wie lange gilt mein Impf-Zertifikat jetzt noch?
Bund und LĂ€nder wollen nun die GĂŒltigkeit des Impfzertifikats auf maximal neun Monate begrenzen. Dann muss die Auffrischimpfung kommen. Das hat Folgen. In Baden-WĂŒrttemberg gilt das gelbe Impfbuch aus Papier nicht mehr als 2G-Nachweis. Das muss man wissen.

Erst hieĂŸ es: Wer zweimal geimpft ist, gilt als vollstĂ€ndig immunisisiert. Bei Johnson&Johnson reichte sogar schon ein Piks. Doch die digitalen Impfzertifikate sind schon jetzt nur ein Jahr lang gĂŒltig. Wegen der nachlassenden Wirkung der Impfstoffe soll diese Zeitspanne nun verkĂŒrzt werden. „Weil der Schutz der Corona-Impfung bei den derzeit verfĂŒgbaren Impfstoffen etwa ab dem fĂŒnften Monat kontinuierlich nachlĂ€sst, wird der Impfstatus zu verĂ€ndern sein, sofern keine Auffrischungsimpfung erfolgt“, heiĂŸt es dazu im Beschlusspapiers der Bund-LĂ€nder-Konferenz von Donnerstag.

Welche VerkĂŒrzung ist geplant? Auf Ebene der EuropĂ€ischen Union werde diskutiert, dass der Impfstatus nach der zweiten Impfung seine GĂŒltigkeit fĂŒr neun Monate behalten soll, heiĂŸt es in dem Bund-LĂ€nder-Papier weiter. „Bund und LĂ€nder werden sich unter BerĂŒcksichtigung der Impfkampagne und der zur VerfĂŒgung stehenden Impfstoffe bis zum Jahresende verstĂ€ndigen, ab wann und wie eine entsprechende Regelung in der Bundesrepublik Deutschland Anwendung finden soll.“ Wenn die GĂŒltigkeitsdauer ĂŒberschritten ist, soll die App kĂŒnftig das Zertfikat nicht mehr blau hinterlegen.

Warum wird das nicht sofort entschieden? Auf der einen Seite will Deutschland im Takt mit der EU marschieren, die fĂŒr eine VerkĂŒrzung auf neun Monate ist. Auf der anderen Seite sind die LĂ€nder sich nicht einig: Die SPD-gefĂŒhrten LĂ€nder wollten zwischenzeitig sogar, dass das Impfzertifikat nur noch sechs Monate gilt. Die Regelung soll aber ohnehin erst starten, wenn alle die Chance auf eine Boosterung hatten und den Impfnachweis auf aktualisieren können.

Was sind die Folgen fĂŒr die BĂŒrger? UnabhĂ€ngig davon, auf welche Frist man sich einigt: BĂŒrger, die ihren Status „vollstĂ€ndig geimpft“ auf Dauer erhalten wollen, werden eine Auffrischimpfung benötigen. Die StĂ€ndige Impfkommission empfiehlt allen Erwachsenen eine Auffrischung ab sechs Monaten, bei ausreichender VerfĂŒgbarkeit der Vakzine auch nach fĂŒnf Monaten.

Bald heißt es dann "die Ungeimpften und Ungeboosterten"?! "Boosterpflicht" ist dann wohl ebenfalls eine Frage der Zeit...

Der Beitrag wurde von Crazy Butcher bearbeitet: Gestern, 22:07


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Merowinger
Beitrag Gestern, 23:00 | Beitrag #430
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Tja... "was erlauben Corona!"

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: Gestern, 23:01
 
General Gauder
Beitrag Gestern, 23:22 | Beitrag #431
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Interesant finde ich das das gelbe Impfbuch nicht mehr als 2G Nachweis gelten soll


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Merowinger
Beitrag Heute, 00:08 | Beitrag #432
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Vermutlich weil es nicht schnell am Eingang eines GeschĂ€fts mit CovPassCheck gescannt werden kann. Eine andere ErklĂ€rung fĂ€llt mir nicht ein, denn wer sich ein Zertifikat in der Apotheke holt, der tut das ja auf Basis des gelben Impfbuchs - zumindest bislang. Die offizielle ErklĂ€rung von BaWĂŒ ist jedenfalls dĂŒrftig: "Nicht mehr ausreichend ist dagegen die Vorlage des gelben Impfpasses, da dieser sich nicht zur digitalen Anwendung eignet. [...] „Dadurch wollen wir sicherstellen, dass es ImpfpassfĂ€lscher kĂŒnftig schwerer haben“, so Minister Lucha abschließend." Sprich: Die Software zur Erstellung von QR Codes wird nun Chargenbezeichnungen wohl (besser) kontrolieren und womöglich auch Mehrfachverwendungen der gleichen Charge monieren.

P.S.: Ich warte nur auf den Datenskandal, bei dem herauskommt, dass die GeschÀftsinhaber die gescannten Daten der Kunden speichern und analysieren. Das ist ein Ding mit ganz lauter Ansage.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: Heute, 00:21
 
Holzkopp
Beitrag Heute, 00:28 | Beitrag #433
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ZITAT(General Gauder @ 3. Dec 2021, 23:22) *
Interesant finde ich das das gelbe Impfbuch nicht mehr als 2G Nachweis gelten soll



In der Tat. Damit verliert diese Dokumentation faktisch ihren Wert.

Allerdings hat das Buch schon den Nachteil, dass es eher ein Poesiealbum denn ein halbwegs fÀlschungssicheres Dokument ist.

Ich war die Tage mit meinem gelbem Impfbuch und den zusĂ€tzlichen Bescheinigungen in der Apotheke, um einen QR-Code fĂŒr die App zu bekommen. Ich hab noch meinen ersten Impfausweis, wo seit Kindertagen alles eingetragen wurde. Da sagt die Apothekerin: "der Ausweis ist mit Sicherheit nicht gefĂ€lscht, so alt wie der ist!"

Das war natĂŒrlich ganz amĂŒsant (ich hatte ja zusĂ€tzlich auch noch ein einzelnes Impfdokument aus dem Impfzentrum), zeigte aber auch, dass das Thema FĂ€lschungen eins ist.

Zudem hat der gelbe Impfpass den Nachteil, dass die Personalien relativ unbekĂŒmmert auf der ersten Seite stehen und die Seiten dahinter nur locker eingeheftet sind.

Ich denke, das Ding war auch nie als absolut fÀlschungssicheres Dokument geplant, eher als "medizinisches Merkbuch".

Das es heute so wichtig ist konnte ja keiner ahnen.

Mein Impbuch ist aber auch so abgewetzt, dass ich es auch gar nicht guten Gewissens tÀglich mit mir rumntragen will. Da ist die App wirklich die bessere Alternative.


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Das staendige Nachgeben der Klugen begruendet die Diktatur der Dummen.
 
kato
Beitrag Heute, 01:27 | Beitrag #434
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ZITAT(Holzkopp @ 4. Dec 2021, 00:28) *
Mein Impbuch ist aber auch so abgewetzt, dass ich es auch gar nicht guten Gewissens tÀglich mit mir rumntragen will. Da ist die App wirklich die bessere Alternative.

Als Impfnachweis - in Baden-WĂŒrttemberg - gilt auch der Fresszettel den man bei Erstellung des "digitalen Zertifikats" bekommen hat um die App damit zu fĂŒttern (sowie beliebige Kopien/Scans davon, solange der QR-Code lesbar ist). Die CovPass- und Corona-Warn-Apps zeigen auch nur einen Scan desselben QR-Codes.

Gucken zwar manche komisch, ist aber anzuerkennen und wird auch vom RKI genau so dargelegt.

ZITAT(Merowinger @ 4. Dec 2021, 00:08) *
Sprich: Die Software zur Erstellung von QR Codes wird nun Chargenbezeichnungen wohl (besser) kontrolieren und womöglich auch Mehrfachverwendungen der gleichen Charge monieren.

Bei der Zertifikatserstellung wird die Chargenbezeichnung und oder -Nummer nicht erhoben. Einzugeben durch den Aussteller sind genau: Name, Vorname, Geburtsdatum, Impfdatum sowie als Multiple Choice Impfstoff und Impfdosis (z.B. "2 von 2").

Prinzipiell lassen sich Chargennummern ĂŒberprĂŒfen - das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) fĂŒhrt entsprechende Listen verimpfter Chargen. Viele Apotheker haben dabei in der Vergangenheit die App SafeVac vom PEI genutzt, die aber eigentlich fĂŒr vollkommen andere Zwecke ist und bei der das PEI inzwischen klargestellt hat, dass es in der App keine rechtsverbindliche Auskunft gibt. Es gibt derzeit wohl Verhandlungen oder zumindest ErwĂ€gungen zwischen dem PEI und dem Deutschen Apothekerverband bzgl. einer offiziellen ZugĂ€nglichmachung entsprechender Listen, die aber noch lange nicht so weit sind dass da sich was dreht (Artikel der Deutschen Apotheken-Zeitung von gestern). Vorstellbar wĂ€re dabei aus meiner Sicht auch, die Chargennummer bei der Zertifikatserstellung mit zu erheben und z.B. vor Erstellung der Kryptosignatur vom RKI automatisch zu prĂŒfen ohne dass diese Teil des Zertifikats wird.
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 4. December 2021 - 02:33