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> Ukraine
Kreuz As
Beitrag 23. Jan 2014, 10:22 | Beitrag #1
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theatlantic.com ---The battle in Kiev

Edit: Es eskaliert immer mehr.

Momentan werden wohl "zufällig" auch einige Panzer und anderes schweres Gerät verladen und auf Bahntransporten bereitgestellt. Sicherlich fürs Frühjahrmanöver in ein paar Wochen.

hmpf.gif





Der Beitrag wurde von Kreuz As bearbeitet: 23. Jan 2014, 10:30
 
Camouflage
Beitrag 23. Jan 2014, 10:26 | Beitrag #2
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Ganz schön was los da hmpf.gif


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Gee, I wish we had one of them doomsday machines.
 
TrueKosmos
Beitrag 23. Jan 2014, 10:35 | Beitrag #3
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weil man die Radikalen so lange gewähren muss, auf Druck des Westens, denn diese sind ja pro-European protesters
 
Kreuz As
Beitrag 23. Jan 2014, 11:21 | Beitrag #4
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Achso. Janukowytsch und seine Leute wollen natürlich nur das Beste für die Ukraine. Verstehe. Dann wollen wir mal hoffen das die Radikalen und ihr Protest mit aller Gewalt niedergewalzt wird.

 
TrueKosmos
Beitrag 23. Jan 2014, 12:19 | Beitrag #5
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er ist immerhin demokratisch gewählt, aber das zählt natürlich wenig wenn ein demokratisch gewählter Vertretter eines Landes nicht immer nach der Pfeife des Westens tanzt, in so einem Fall ist es verständlich wenn die Opposition nicht auf dem Wege der Wahlen sondern Umsturzes die Macht wechselt, da darf sie auch promenten Besuchs aus EU erfreuen und allerlei Zuspruchs.

Ja in so einem Fall darf man Stadtgebiete besetzten, Polizisten zusammenschlagen und in Brandsetzten und sich dann in diese besetzte Gebiete zurückziehen, und wehe diese immerhin gewählte demokratische Regierung erwägt für Recht und Ordnung zu sorgen:

http://ukraine.usembassy.gov/statements/wh-hayden.html
 
Almeran
Beitrag 23. Jan 2014, 12:57 | Beitrag #6
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Freestyler
Beitrag 23. Jan 2014, 13:10 | Beitrag #7
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Gibt's irgendwo einen Überblick über die Proteste, d.h. Entwicklung, Akteure, Interessen, ausländische Unterstützer? Irgendwie ging das ganze bis auf die "normalen" Nachrichtenmeldungen an mir vorbei, mein Schwerpunkt liegt eher im Nahen Osten, Nordafrika und Subsahara-Afrika...

Der Beitrag wurde von Freestyler bearbeitet: 23. Jan 2014, 13:11


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ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
Malefiz
Beitrag 23. Jan 2014, 14:00 | Beitrag #8
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ZITAT(TrueKosmos @ 23. Jan 2014, 12:19) *
er ist immerhin demokratisch gewählt, aber das zählt natürlich wenig wenn ein demokratisch gewählter Vertretter eines Landes nicht immer nach der Pfeife des Westens tanzt, in so einem Fall ist es verständlich wenn die Opposition nicht auf dem Wege der Wahlen sondern Umsturzes die Macht wechselt, da darf sie auch promenten Besuchs aus EU erfreuen und allerlei Zuspruchs.

Ja in so einem Fall darf man Stadtgebiete besetzten, Polizisten zusammenschlagen und in Brandsetzten und sich dann in diese besetzte Gebiete zurückziehen, und wehe diese immerhin gewählte demokratische Regierung erwägt für Recht und Ordnung zu sorgen:

http://ukraine.usembassy.gov/statements/wh-hayden.html


Wenn ich richtig informiert bin, fordert die Opposition Neuwahlen, da könnte der Herr Jankuwitsch ja problemlos wiedergewählt werden. Nur weil eine Regierung demokrtisch legitimiert ist, hat sie nicht die Unterstütztung der Bevölkerungsmehrheit (die haben ihn ja nicht gestern erst gewählt) und ist gut und toll. Und wer da jetzt die Gewalt eskalieren lässt finde ich von hier aus wirklich schwer zu beurteilen. Unabhängige Quellen gibt es nicht. Denn wenn die Polizei gewaltsam gegen friedliche Demonstranten vorgeht, haben diese in meinen Augen durchaus das Recht, sich zu wehren. Genauso umgekehrt.

Achja, dass man solche Proteste nach seinem eigenen politischen Standpunkt in gerechtfertigt und ungerechtfertigt einteilt ist nicht neu und ziemlich normal. Die Lampedusaproteste in Hamburg halten die gleichen Leute für terroristische Anschläge, die die Polizei in Kiew für marodierende Schlägertruppen halten. Auch wenn die Eskalation der Gewalt hüben wie drüben sich vermutlich nicht viel anders abespielt hat.


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Schwabo Elite
Beitrag 23. Jan 2014, 14:32 | Beitrag #9
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ZITAT(TrueKosmos @ 23. Jan 2014, 12:19) *
er ist immerhin demokratisch gewählt, aber das zählt natürlich wenig wenn ein demokratisch gewählter Vertretter eines Landes nicht immer nach der Pfeife des Westens tanzt, in so einem Fall ist es verständlich wenn die Opposition nicht auf dem Wege der Wahlen sondern Umsturzes die Macht wechselt, da darf sie auch promenten Besuchs aus EU erfreuen und allerlei Zuspruchs.

Ja in so einem Fall darf man Stadtgebiete besetzten, Polizisten zusammenschlagen und in Brandsetzten und sich dann in diese besetzte Gebiete zurückziehen, und wehe diese immerhin gewählte demokratische Regierung erwägt für Recht und Ordnung zu sorgen:

http://ukraine.usembassy.gov/statements/wh-hayden.html


Glaubst Du, was Du schreibst oder trollst Du nur? mata.gif

Schmeiß mal eine Suchmaschine Deiner Wahl an, wenn Du vergessen hast, was Jankuwitsch so in den letzten 10 Jahren getan hat und warum der ein oder andere politisch gegen ihn sein könnte. Im Übrigen ist dieses pro/contra EU/Russland doch nun hoffentlich nicht Dein Ernst. Als gäbe es nur zwei Seiten.


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Kameratt
Beitrag 23. Jan 2014, 15:20 | Beitrag #10
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ZITAT(Freestyler @ 23. Jan 2014, 13:10) *
Gibt's irgendwo einen Überblick über die Proteste, d.h. Entwicklung, Akteure, Interessen, ausländische Unterstützer? Irgendwie ging das ganze bis auf die "normalen" Nachrichtenmeldungen an mir vorbei, mein Schwerpunkt liegt eher im Nahen Osten, Nordafrika und Subsahara-Afrika...

Auf der einen Seite:
(Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf den Zweitstimmenanteil bei den Parlamentswahlen 2012)

Arsenij Jatsenjuk - Fraktionsvorsitzender der Vaterlandspartei (26%) der inhaftierten Julia Timoschenko. Diese gilt als liberalkonservativ und prowestlich und stützt sich vor allem auf Wähler in der Zentralukraine und ist auch eng mit den dortigen Wirtschaftsverbänden/Oligarchen verflochten.

Vitali Klitschko - Chef der neugegründeten Partei "UDAR" (14%) (Ukrainische Demokratische Allianz für Reformen). Diese wird als rechts-zentristisch angesehen und genießt die Unterstützung seitens der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Oleh Tjahnybok - Parteichef der rechtspopulistischen, in den Anfangsjahren (1995-2004) gar "sozialnationalistischen", und sich vor allem auf Wähler in der Westukraine stützenden "Svoboda"-Parei (10%). Diese strebt einen homogenen ukrainischen Nationalstaat innerhalb Europas an.

Außerdem nehmen an den Protesten zunehmend außerparlamentarische Oppositionsgruppen sowie mehrere rechtsautonome Organisationen teil.
Grundsätzlich genießt die Opposition die Unterstützung der EU, USA sowie diverser anderer westlicher NGOs.


Auf der anderen Seite ist die Regierung von Mykola Asarow aus der Partei der Regionen (30%), der auch der Präsident des Landes Wiktor Janukowitsch angehört und die sich vor allem auf Wähler im Osten und Süden der Ukraine stützt und die Interessen von Oligarchen aus diesen Regionen vertritt.

Gestützt wird die Regierung durch die Kommunistische Partei (13%) von Petro Symonenko, welche auch in diesen Regionen anzusiedeln ist.

Die aktuelle Regierung wird international durch Russland unterstützt.


Anlass für die politische Krise war die Nichtunterzeichnung des annoncierten Assoziationsabkommens mit der EU Ende November 2013.
 
TrueKosmos
Beitrag 26. Jan 2014, 13:08 | Beitrag #11
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ZITAT(Malefiz @ 23. Jan 2014, 14:00) *
Wenn ich richtig informiert bin, fordert die Opposition Neuwahlen, da könnte der Herr Jankuwitsch ja problemlos wiedergewählt werden. Nur weil eine Regierung demokrtisch legitimiert ist, hat sie nicht die Unterstütztung der Bevölkerungsmehrheit (die haben ihn ja nicht gestern erst gewählt) und ist gut und toll. Und wer da jetzt die Gewalt eskalieren lässt finde ich von hier aus wirklich schwer zu beurteilen. Unabhängige Quellen gibt es nicht. Denn wenn die Polizei gewaltsam gegen friedliche Demonstranten vorgeht, haben diese in meinen Augen durchaus das Recht, sich zu wehren. Genauso umgekehrt.

friedliche Demonstranten besetzten in der Regel keine öffentliche Gebäude und Plätze, und wer ist denn sont legitim wenn nicht ein gewählter Präsident?

Es sind über 36 Millionen Menschen in Ukraine Wahlberechtigt, ihren Wählerwillen in die Tone schmeißen?
ZITAT
Glaubst Du, was Du schreibst oder trollst Du nur? mata.gif

Schmeiß mal eine Suchmaschine Deiner Wahl an, wenn Du vergessen hast, was Jankuwitsch so in den letzten 10 Jahren getan hat und warum der ein oder andere politisch gegen ihn sein könnte. Im Übrigen ist dieses pro/contra EU/Russland doch nun hoffentlich nicht Dein Ernst. Als gäbe es nur zwei Seiten.

ich brauche nicht zu "glauben", politisch gegen ihn kann jederman sein, bitte, kämpft um Wählerstimmen und gewinnt die nächste Präsidentenwahl, sollte Janukowitsch abgewählt werden dann zu recht...

Es ist Ernst vieler europäischen Politiker sich einseitig in innere Angelegenheiten eines anderes Landes einzumischen, und ja ich denke sie tun dies weil sie durchaus die Welt in pro contra einteilen.
 
Slavomir
Beitrag 26. Jan 2014, 13:51 | Beitrag #12
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Ich weiß nicht, ob es hier passt, oder in die "infanteristische Kuriositäten", also lasse ich das hier.

Und damit es nicht so lustig ist:
http://www.youtube.com/watch?v=y7u6kTKDXFg

Der Beitrag wurde von Slavomir bearbeitet: 26. Jan 2014, 14:03
 
schießmuskel
Beitrag 26. Jan 2014, 16:45 | Beitrag #13
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warum kleben die so an dem Zaun. die sehen doch das einer nach dem anderen in Flammen aufgeht?


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Madner Kami
Beitrag 26. Jan 2014, 17:33 | Beitrag #14
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ZITAT(Kameratt @ 23. Jan 2014, 15:20) *
Arsenij Jatsenjuk - [...]

Vitali Klitschko - [...]

Oleh Tjahnybok - [...]

Außerdem nehmen an den Protesten zunehmend außerparlamentarische Oppositionsgruppen sowie mehrere rechtsautonome Organisationen teil.
Grundsätzlich genießt die Opposition die Unterstützung der EU, USA sowie diverser anderer westlicher NGOs.

Auf der anderen Seite ist die Regierung von Mykola Asarow aus der Partei der Regionen (30%), [...]

Gestützt wird die Regierung durch die Kommunistische Partei (13%) von Petro Symonenko, [...]

Die aktuelle Regierung wird international durch Russland unterstützt.

Anlass für die politische Krise war die Nichtunterzeichnung des annoncierten Assoziationsabkommens mit der EU Ende November 2013.


Irgendwas missfällt mir zutiefst an diesem Aufstand, ohne, dass ich es so recht benennen kann. Die Gemengelage der Protestierenden empfinde ich als hochbrisant und problematisch und es erscheint mir widersinnig, dass das irgendwas mit den EU-Verhandlungen zu tun hat.

Was sind eure Einschätzungen was und warum das gerade da unten abgeht?

Der Beitrag wurde von Madner Kami bearbeitet: 26. Jan 2014, 17:35


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Styx
Beitrag 26. Jan 2014, 17:54 | Beitrag #15
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ZITAT(schießmuskel @ 26. Jan 2014, 17:45) *
warum kleben die so an dem Zaun. die sehen doch das einer nach dem anderen in Flammen aufgeht?


Weil sie anscheinend versuchen den Gebäudekomplex hinter sich zu schützen, der Zaun ne gute Stelle ist und sie anscheinend noch nicht gewillt sind die Mollischmeisser per scharfen Schuß niederzustrecken.
Video aus Sicht der Demonstranten, anscheinend selbe Stelle.


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TrueKosmos
Beitrag 26. Jan 2014, 18:09 | Beitrag #16
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na weil das pro-European protesters sind, wären das keine pro-European protesters dürfte man sie in jedem normalen Land in die Schranken weißen und auch mit dem scharfen Schuß.
So aber darf man Sicherheitskräfte auch foltern, auf sie Kopfgeld aussetzen und ihre Familien bedrohen. Je passiever die Sicherheitskräfte reagieren desto aktiver und aggresiver wird die Meute.

Janukowitsch ist natürlich größtenteils selbst Schuld, auch an der Situation der Polizisten, aber auf der anderen Seite stehen eben auch solche Oppositionellen (die gewaltbereiten sind Minderheit aber die Tatsachen schfft eben oft die aktive Minderheit) verzwickte Lage für ein innerlich zerrissenes Land.
 
MajorPayne
Beitrag 26. Jan 2014, 20:16 | Beitrag #17
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Die Ukraine ist nun wirklich nicht erst seit ein paar Tagen ein innerlich zerrissenes Land. Hier kommt, insbesondere von Seiten der friedlichen Demonstranten, der Unmut von Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten hoch..

Ach, und was das Thema "nach Pfeifen tanzen" angeht. Mal einen Blick aus Richtung Ukraine nach Russland geworfen? Gell, weißte Bescheid. Plötzlich werden da von Putin allerhand Zugeständnisse gemacht, damit man auch ja im russischen (dem "true"?) Kosmos verbleibt.
 
Slavomir
Beitrag 26. Jan 2014, 20:37 | Beitrag #18
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Man darf also heutzutage den Verbündeten keine Zugeständnisse machen um sie als Verbündete zu behalten? Oder darf es nur Russland nicht, weil es Russland ist? Klar baut russische Regierung viel Mist, aussen - und innenpolitisch. Aber diese Doppelmoral ist lächerlich.
 
MajorPayne
Beitrag 26. Jan 2014, 20:48 | Beitrag #19
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Diese Zugeständnisse kommen ein bisschen spät, meinst du nicht? So kurz bevor die Ukraine sich der EU annähert und insbesondere nach all dem Stress, den es zuvor wegen Gaslieferungen, etc. gegeben hat. Mutet schon ein bisschen komisch an. Und mir dann Doppelmoral vorwerfen.. lol! Komisches Verbündetenverhältnis, was die beiden da haben. Erinnert mich ein bisschen an die NSA-Sache.
 
Styx
Beitrag 26. Jan 2014, 22:06 | Beitrag #20
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Naja die Zerrissenheit ist ja auch kein Wunder, auf der einen Seite ist die Ukraine abhängig von den Russen auf der anderen Seite sind die Russen bei vielen dort, bedingt durch die gemeinsame Geschichte, ähnlich beliebt wie Fußpils. Wenn dann die Regierung anfängt sich wieder mehr an Russland zu binden ist das natürlich die beste Vorraussetzung um Ärger im Land zu provozieren.


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ernesto
Beitrag 26. Jan 2014, 22:09 | Beitrag #21
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Hallo,

ZITAT(Freestyler @ 23. Jan 2014, 13:10) *
Gibt's irgendwo einen Überblick über die Proteste, d.h. Entwicklung, Akteure, Interessen, ausländische Unterstützer? Irgendwie ging das ganze bis auf die "normalen" Nachrichtenmeldungen an mir vorbei, mein Schwerpunkt liegt eher im Nahen Osten, Nordafrika und Subsahara-Afrika...


Die Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen gibt mit der bpb zweiwöchentlich "Ukraine-Analysen" mit Analysen und Material heraus. Die letzten beiden Ausgaben befassen sich mit Vorgeschichte und Verlauf der Proteste bis in die erste Dezemberhälfte.

mfg
ernesto
 
Parsifal
Beitrag 26. Jan 2014, 22:38 | Beitrag #22
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https://www.youtube.com/watch?v=4ptPCnHIpY8&t=4296

Ukraine am Scheideweg - COMPACT Live mit Viktor Timtschenko und Jürgen Elsässer

Herrn Elsässer kann man mögen oder nicht, um seine Person und Meinung gehts hier aber auch nicht. Es geht auch nicht darum ob er hier peinliche Momente zum besten gibt - und ja die gibts. Elsässers verdienst ist vielmehr hier einem Mann ein Forum zu geben der es verdient hat gehört zu werden. Dieser Victor Timtschenko ist sehr hörenswert und ist es wert dieses Video mitzuverfolgen. Interessant finde ich dass er eine ziemlich moderate und "ungefärbte" Meinung zur Situation in der Ukraine hat. Es verschafft etwas mehr Aufklärung meine ich. Interessant ist was er zur Historie sagt, aus welchen Gruppen sich die Opposition zusammensetzt die Hintergründe zur Frau Timoschenko und der aktuellen Regierung. Also ziemlich umfassend das alles.

Edit: Man tut sich nach dem Video schwer hier einfach in Gut und Böse einzuteilen. Das allein ist doch schon lohnenswert. wink.gif

Der Beitrag wurde von Parsifal bearbeitet: 26. Jan 2014, 22:39


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Sparta
Beitrag 28. Jan 2014, 13:05 | Beitrag #23
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ZITAT(Slavomir @ 26. Jan 2014, 20:37) *
Man darf also heutzutage den Verbündeten keine Zugeständnisse machen um sie als Verbündete zu behalten? Oder darf es nur Russland nicht, weil es Russland ist? Klar baut russische Regierung viel Mist, aussen - und innenpolitisch. Aber diese Doppelmoral ist lächerlich.



Wenn es mal echte Zugestädnisse wären. Wenn ich das richtig verstanden habe bekommte die Ukranie etwas Rabatt beim Gas und ein paar Wirtschaftshilfen von Rußland. Dafür kauft die Ukraine für eine höhre Summe Atomtechnik von Rußland und lässt neue Kernreaktoren bauen. Sieht für mich nach einem ziemlich einseitigen Geschäft aus und nicht um Zugestädnisse.


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muckensen
Beitrag 28. Jan 2014, 19:47 | Beitrag #24
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wink.gif



ZITAT(TrueKosmos @ 23. Jan 2014, 12:19) *
er ist immerhin demokratisch gewählt, aber das zählt natürlich wenig wenn ein demokratisch gewählter Vertretter eines Landes nicht immer nach der Pfeife des Westens tanzt, in so einem Fall ist es verständlich wenn die Opposition nicht auf dem Wege der Wahlen sondern Umsturzes die Macht wechselt, da darf sie auch promenten Besuchs aus EU erfreuen und allerlei Zuspruchs.

Ja in so einem Fall darf man Stadtgebiete besetzten, Polizisten zusammenschlagen und in Brandsetzten und sich dann in diese besetzte Gebiete zurückziehen, und wehe diese immerhin gewählte demokratische Regierung erwägt für Recht und Ordnung zu sorgen:

http://ukraine.usembassy.gov/statements/wh-hayden.html
Absoluter Nonsense.
Wahlversprechen werden gebrochen, vermeintliche Erneuerer entpuppen sich als unfähig, korrupt oder autokratisch. Es gehört zur Demokratie dazu, dass Menschen bisweilen auch gegen die protestieren, die sie gewählt haben.

Die Wirklichkeit sieht so aus, dass ein historisch begründetes Zerwürfnis die Ukraine in einen gen Westen und in einen gen Osten strebenden Teil gespalten hat, und dieser Widerstreit manchmal ausbricht; so auch jetzt, da ein Staatschef dem westlichen Landesteil die ihm zur Mehrheit verhelfenden Stimmen mit dem Versprechen einer stärkeren Westbindung abgerungen hatte, doch kurzerhand eine Kursänderung um 180° beschloss.

Wieso sich so hartnäckig das Gerücht hält, kritische Äußerungen von Politikern und die Aktivitäten einzelner "NGOs" hießen, dass *der Westen* einen *Umsturz* unterstütze, geht mir nicht in den Kopf. Zumindest was Berlin angeht, ist vielmehr wahr, dass die Schröder-Regierung stets auf Seiten Russlands stand und auch Kanzlerin Merkel lieber eine "russische" Ukraine sähe als eine "europäische" im Zwist mit Moskau, denn solche Zwistigkeiten neigen dazu, die Versorgungssicherheit des von russischem Gas abhängigen Mitteleuropas zu beeinträchtigen.
Gerade den Anhängern der These, Berlin sei wirtschaftshörig, müsste diese Tatsache doch zusagen.

Der Beitrag wurde von muckensen bearbeitet: 28. Jan 2014, 19:49
 
schießmuskel
Beitrag 28. Jan 2014, 21:14 | Beitrag #25
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Nach gefühlter Sichtung von 3 tagen Kiew Auschreitungen, komme ich zu dem Schluß, das sich die Sicherheitskräfte sehr passiv Verhalten und als gepanzerte Prügelknaben fungieren.

Als vor ein paar Wochen ein Polizist in Hamburg einen Stein ins Gesicht bekommen hat, wurden gleich Sonderzonen errichtet und die Gewerkschaft der Polizei schwadronierte schon vom Schusswaffengebrauch.

Wenn man das mal in Relation setzt zu dem was die Polizisten in Kiev abkriegen, wären wahrscheinlich schon die Notstandsgesetze in Kraft und Antiterroreinheiten mit Schusswaffen. Janukowitsch versucht dem Westen und der Presse dadurch so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.

https://www.youtube.com/watch?v=yHAywlBxFFQ


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muckensen
Beitrag 29. Jan 2014, 02:18 | Beitrag #26
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Natürlich halten die als Prügelknaben her, wie Polizisten überall und seit jeher die verfehlte Politik der Regierungen ausbaden müssen; doch Bilder wie das von mir gepostete gibt es auch, und zwar zuhauf. Es kommt nur auf die Quelle an, die man sichtet.

Und wie immer wird die Wahrheit in der Mitte liegen.

Der Beitrag wurde von muckensen bearbeitet: 29. Jan 2014, 02:21
 
TrueKosmos
Beitrag 30. Jan 2014, 18:54 | Beitrag #27
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ZITAT(muckensen @ 28. Jan 2014, 19:47) *
Wahlversprechen werden gebrochen, vermeintliche Erneuerer entpuppen sich als unfähig, korrupt oder autokratisch. Es gehört zur Demokratie dazu, dass Menschen bisweilen auch gegen die protestieren, die sie gewählt haben.

Die Wirklichkeit sieht so aus, dass ein historisch begründetes Zerwürfnis die Ukraine in einen gen Westen und in einen gen Osten strebenden Teil gespalten hat, und dieser Widerstreit manchmal ausbricht; so auch jetzt, da ein Staatschef dem westlichen Landesteil die ihm zur Mehrheit verhelfenden Stimmen mit dem Versprechen einer stärkeren Westbindung abgerungen hatte, doch kurzerhand eine Kursänderung um 180° beschloss.

Wieso sich so hartnäckig das Gerücht hält, kritische Äußerungen von Politikern und die Aktivitäten einzelner "NGOs" hießen, dass *der Westen* einen *Umsturz* unterstütze, geht mir nicht in den Kopf. Zumindest was Berlin angeht, ist vielmehr wahr, dass die Schröder-Regierung stets auf Seiten Russlands stand und auch Kanzlerin Merkel lieber eine "russische" Ukraine sähe als eine "europäische" im Zwist mit Moskau, denn solche Zwistigkeiten neigen dazu, die Versorgungssicherheit des von russischem Gas abhängigen Mitteleuropas zu beeinträchtigen.
Gerade den Anhängern der These, Berlin sei wirtschaftshörig, müsste diese Tatsache doch zusagen.

ich kann natürlich noch 20 mal schreiben dass ich an Protesten an sich nicht verwerfliches sehe aber dann komm wieder "Es gehört zur Demokratie dazu, dass Menschen bisweilen auch gegen die protestieren, die sie gewählt haben", nein ich habe nur etwas dagegen dass eine gewählte Regierung durch Gewalt zur Aufgabe gewzwungen wird, bitte keine Molotovs, keine Besetzung von öffentlichen Gebäuden und Plätzen, das ist natürlich eine so ungewöhnliche Forderung...

Und nein es gehen nicht die Wähler von Janukowitsch auf die Barikaden sondern vorallem seine politische Gegner die ja im Westen des Landes immer besonders stark waren, hier die Verteilung der Stimmen die Janukowytsch 2010 bei Präsidentschaftswahlen erhalten hat.
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm....png?uselang=ru

Und ja Ukraine ist ein zerrissenes Land das noch zusammenhält weil die Menschen in Ostukraine eher passiv sind, sollten sie mal ähnlich aktiv werden wie die Westukrainer dann hat ukrainisches Staatsgefüge ein Problem.
 
Kameratt
Beitrag 31. Jan 2014, 13:53 | Beitrag #28
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Diese Karte verdeutlicht wesentlich besser die politische Spaltung der Ukraine:



Der Beitrag wurde von Kameratt bearbeitet: 31. Jan 2014, 13:53
 
TrueKosmos
Beitrag 1. Feb 2014, 11:41 | Beitrag #29
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Und noch eines, Ostukraine strebt keineswegs geschlossen zu Russland, es ist dort eher eine Minderheit die tatsächlich zu Putins Russland will, erst aggresives Vorgehen der Westukrainer bringt eine Hinwendung ins Bereich des Denkbaren.

Es ist so das 1/-3 bis 2/3 der Ukrainer im Grunde genommen genauso Russen sind wie Ukrainer, darin sieht der 1/3 im Westen des Landes die größte Gefahr für echtes "ukrainisches". Zwei verschiedene Wegen, im Osten sieht man Russland und Russen nicht als fremdes Land und fremdes Volk, Ukrainer und Russe ist für sie praktisch desselbe, viele in Westukraine wollen das nicht akzeptieren und versuchen eigene Sichtweise dem Osten aufzuzwingen. Und Ambitionen der Politiker und Wirtschaftsfunktionäre kommen noch dazu.

Und Europa und USA, zumindest ein großer Teil der Politiker und Medien sind in der Tat in die alhergebrachten pro contra Traditionen verwachsen, wer Russland nicht gleich beschimpft der ist pro russisch und contra gegen etwas im Westen, Dritter Weg scheint für viele immer noch unvorstellbar.
 
schießmuskel
Beitrag 1. Feb 2014, 13:14 | Beitrag #30
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Hauptmann
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Ich verstehe nicht warum es in der Ukraine überhaupt pro russische Strömungen gibt. Die Ukraineer wurden von den Russen immer ausgebeutet und bevormundet. Unter Stalin fand sogar ein Völkermord statt. Die Polen haben nicht mal halb soviel gelitten wie die Ukrainer und die wollen mit denen absolut nichts mehr zu tun haben.


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