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> Kapazitäten der NATO/Russland
Hummingbird
Beitrag 18. Aug 2019, 02:50 | Beitrag #1531
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Wenn ich dir jetzt ehrlich antworte, dann werde ich wieder verwarnt.
 
Schwabo Elite
Beitrag 19. Aug 2019, 00:23 | Beitrag #1532
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Das könnt Ihr beide haben. Wir sind ja völlig neutral hier. wink.gif

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Hummingbird
Beitrag 2. Sep 2019, 21:20 | Beitrag #1533
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Schweden will eine neue Steuer im Finanzwesen einführen, um den Wehretat auf 1,5% BIP anzuheben.

https://www.bloomberg.com/news/articles/201...defense-splurge

 
400plus
Beitrag 13. Oct 2019, 18:20 | Beitrag #1534
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Artikel auf Heise zu Desinformationskampagnen um die Bundeswehr-Präsenz in Litauen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Sch...ab-4550814.html
 
Phade
Beitrag 30. Oct 2019, 16:30 | Beitrag #1535
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Kann Europa sich selbst verteidigen?

Interessanter Artikel zu einem Planspiel für den Fall, dass die USA plötzlich die Nato verlassen:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland...e=pocket-newtab (noch ohne Paywall, ändert sich manchmal gegen Abend).

Der Beitrag wurde von Phade bearbeitet: 30. Oct 2019, 16:30
 
ede144
Beitrag 31. Oct 2019, 08:13 | Beitrag #1536
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ZITAT(Phade @ 30. Oct 2019, 16:30) *
Kann Europa sich selbst verteidigen?

Interessanter Artikel zu einem Planspiel für den Fall, dass die USA plötzlich die Nato verlassen:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland...e=pocket-newtab (noch ohne Paywall, ändert sich manchmal gegen Abend).


Gut dass das mal so offen dargestellt wird, aber für die Interessierten ist das nichts neues oder?
 
Scipio32
Beitrag 31. Oct 2019, 08:22 | Beitrag #1537
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Nein, etwas neues ist dass sicher nicht. Das sollte auch jedem klar sein, der von der Materie einigermaßen Ahnung hat.

Ich bin im übrigen der Meinung das Europa, Nato hin oder her, in der Lage sein sollte seine Sicherheit eigenständig sicher zu stellen.

Der Beitrag wurde von Scipio32 bearbeitet: 31. Oct 2019, 08:43
 
KSK
Beitrag 31. Oct 2019, 09:28 | Beitrag #1538
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ZITAT(Phade @ 30. Oct 2019, 16:30) *
Kann Europa sich selbst verteidigen?

Interessanter Artikel zu einem Planspiel für den Fall, dass die USA plötzlich die Nato verlassen:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland...e=pocket-newtab (noch ohne Paywall, ändert sich manchmal gegen Abend).

Ich war schon zu Lesebeginn skeptisch darauf gespannt, ob der Artikel mit den Briten aufwarten würde - auf die könnte Europa doch in meinen Augen nämlich ähnlich wenig verlassen. Aber was dann kam ist echt zum Schreien lol.gif hmpf.gif
ZITAT
Ein Vereinigtes Königreich nach dem Brexit würde sich als ein führender Akteur europäischer Sicherheit betrachten. Angesichts der wichtigen militärischen Fähigkeiten Großbritanniens sah das britische Team ihr Land in einer starken Verhandlungsposition und betrachtete eine französisch-deutsche Führung in Verteidigungsfragen mit Skepsis. Die britischen roten Linien waren: keine EU-Armee, keine EU-Allianz: „Großbritannien wird europäische Sicherheit mitgestalten, nicht einfach eine Unterschrift unter einen Vertrag setzen“.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Seneca
Beitrag 5. Nov 2019, 20:57 | Beitrag #1539
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Aktuelle Einschätzung der Entwicklung der russischen Streitkräfte durch die RAND Corporation, "Trends in Russia's Armed Forces".
https://www.rand.org/pubs/research_reports/...wFlxmfqiYjquPSU
ZITAT
Recommendations

Despite Russia's economic and military limitations, NATO policymakers and defense planners will need to continue to track and seriously monitor improvements in its military.

NATO policymakers and defense planners should also take into account Russian capabilities to invade or threaten its immediate neighbors, especially those countries not part of NATO.
 
Scipio32
Beitrag 6. Nov 2019, 18:09 | Beitrag #1540
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Das habe ich schon aus anderen Quellen gehört. Russland bzw. die Regierung hat doch immer noch Großmachtsansprüche oder?
 
Nite
Beitrag 6. Nov 2019, 18:41 | Beitrag #1541
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ZITAT(Scipio32 @ 6. Nov 2019, 18:09) *
Das habe ich schon aus anderen Quellen gehört. Russland bzw. die Regierung hat doch immer noch Großmachtsansprüche oder?

Nicht nur Großmachtsansprüche. Russland gehört zusammen mit dem Iran, der Türkei und China zu den Staaten die die Glorie vergangener Imperien wiederherstellen wollen.


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General Gauder
Beitrag 6. Nov 2019, 22:14 | Beitrag #1542
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China passt da nicht rein den es hat bereits die Gloreiche vergangener Tage wiedererlangt.


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Seneca
Beitrag 4. Dec 2019, 21:57 | Beitrag #1543
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Aktuelle Einschätzung der Swedish Defence Research Agency zur zukünftigen Entwicklung der russischen Streitkräfte:
ZITAT
Der Bericht stellt fest, dass die autoritäre Innenpolitik und die antiwestliche Außenpolitik Russlands fortgesetzt werden. Die Anerkennung als Großmacht und die Schaffung einer Interessenssphäre in der Nachbarschaft bleiben Hauptziele. Das beeindruckende Verbesserungstempo der Streitkräfte im letzten Jahrzehnt ist wahrscheinlich nicht nachhaltig. Stattdessen werden die nächsten zehn Jahre frühere Erfolge festigen, insbesondere die Fähigkeit, einen regionalen Krieg auszulösen

https://www.foi.se/rapportsammanfattning?re...FOI-R--4758--SE

Rezeption in der FAZ:
ZITAT
Die russischen Streitkräfte werden auf lange Sicht für Europa eine Gefahr bleiben. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie des schwedischen Forschungsinstituts für Verteidigung (FOI), die am Dienstag veröffentlicht worden ist.

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland...h-16519206.html
 
400plus
Beitrag 16. Dec 2019, 11:53 | Beitrag #1544
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Die Russen waren letztes Jahr nach NATO-Angaben im Nordatlantik so aktiv wie seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr: SpOn
 
Schwabo Elite
Beitrag 16. Dec 2019, 15:35 | Beitrag #1545
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Wobei die FAZ einen längeren Artikel dazu schrub, der einiges durcheinanderwirft. Dass Russland leise SSBN in ausreichender Zahl besitzt, ist im Sinne des nuklearen Gleichgewichts eher zu begrüßen. Allmählich muss man die alten Deltas wirklich mal ersetzen, damit nicht aus Versehen noch eins absäuft und kurzfristig die Abschreckung gefährdet wird. Außerdem kosten SSBN Geld, dass nicht in Panzer fließt, für die NATO ist also jedes neue Borei gewissermaßen ein Segen.

Das Problem sind eher die Yasen und vor allem die russischen Ambitionen Transatlantikkabel anzapfen oder kappen zu können.


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Kameratt
Beitrag 17. Dec 2019, 17:27 | Beitrag #1546
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ZITAT(400plus @ 16. Dec 2019, 11:53) *
Die Russen waren letztes Jahr nach NATO-Angaben im Nordatlantik so aktiv wie seit Ende des Kalten Krieges nicht mehr: SpOn

Wobei in dem FAZ-Artikel die Positionsangaben zu den 10 U-Booten etwas genauer sind, als die vage Beschreibung "Nordatlantik". Demnach kreuzten 6 davon zwischen der Bäreninsel und Finnmark. Der Rest in der Barentsee und dem Europäischen Nordmeer. Da die Bäreninsel auch keine 800 km von Murmansk entfernt ist, waren demnach also mindestens 7 der 10 Boote unweit der eigenen Heimatbasis unterwegs.
Das erstaunliche an dem Sachverhalt ist eher, dass die Russen überhaupt so viele ihrer alten U-Boote noch gleichzeitig ins Meer bringen können.

https://www.faz.net/aktuell/politik/u-boote...o-16516951.html
 
Schwabo Elite
Beitrag 18. Dec 2019, 11:27 | Beitrag #1547
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So viele alte Boote sind das gar nicht mehr. Die SSN sind alle von 1989 oder später, weil nur die letzten gebauten Sierra II, Akula und Victor III im Dienst behalten wurden. Die USN betreibt dahingegen weiterhin 6-7 Los-Angeles-Klasse SSN, die vor 1989 gebaut worden sind, darunter ein Flight-I-Boot ohne VLS.


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mayhem
Beitrag 20. Dec 2019, 17:22 | Beitrag #1548
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ZITAT
[...] by cherry-picking a few gross measures, including military expenditure, a recent RAND report caricatured Russia as a weakling rogue state. Major newspapers generate erroneous headlines: many ran stories asserting that in 2017 Russian defense spending declined by a fifth .

[...]

Based on the annual average dollar-to-ruble exchange rates, Russia is typically depicted as spending in the region of $60 billion per year on its military. This is roughly in line with the defense spending of medium-sized powers like the United Kingdom and France. However, anybody familiar with Russia’s military modernization program over the past decade will see the illogic: how can a military budget the size of the United Kingdom’s be used to maintain over a million personnel while simultaneously procuring vast quantities of capable military equipment?

Russian procurement dwarfs that of most European powers combined. Beyond delivering large quantities of weaponry for today’s forces, Russia’s scientists and research institutes are far along in development of hypersonic weapons, such as Tsirkon and Avangard, along with next-generation air defense systems like S-500. This volume of procurement and research and development should not be possible with a military budget ostensibly the same size as the United Kingdom’s. When theory checks in with practice, the problem with the approaches that return such answers is plain for anyone to see.

[...]

The reason for this apparent contradiction is that the use of market exchange rates grossly understates the real volume of Russian military expenditure (and that of other countries with smaller per-capita incomes, like China). Instead, any analysis of comparative military expenditure should be based on the use of purchasing power parity (PPP) exchange rates rather than market exchange rates. This alternative method takes differences in costs between countries into account. As we demonstrate, despite some shortcomings, PPP is a much more methodologically robust and defensible method of comparing defense spending across countries than the method of comparing spending using the market exchange rates that are commonly used by think tanks and academics. Using PPP, one finds that Russia’s effective military expenditure actually ranged between $150 billion and $180 billion annually over the last five years. That figure is conservative; taking into account hidden or obfuscated military expenditure, Russia may well come in at around $200 billion.

To put it simply, calculating Russian military expenditure based on purchasing power means that the United States spends only about four times more than Russia on defense, rather than ten times more when using market exchange rates. But this remains a crude comparison. The gap is even narrower when one digs into the differences in how this money is spent. At nearly 50 percent of federal budget spending on national defense, a large proportion of the Russian defense budget goes to procurement and research and development. By comparison, in other countries with large defense budgets, procurement spending tends to be much lower: in India, the United States, and the United Kingdom, spending is at about 20–25 percent.

Unlike some other large military spenders — for example, Saudi Arabia and India — Russia also produces most of its weaponry itself and does not buy its equipment from countries with higher costs. This means that effective Russian military expenditure is much larger given that a ruble spent at home buys considerably more than a dollar spent abroad. And, despite Russia’s largely stagnant economy, this higher level of spending has proven far more durable than media narratives have suggested.

Perhaps most importantly, the more methodologically sound approach to comparing defense spending based on PPP illustrates that the gap between U.S. expenditure on the one hand and that of Russia and China on the other has closed dramatically over the past 15 years. Today, when taken together, spending by Russia and China is roughly equal to U.S. defense expenditure, with Russia representing a much larger share than previously recognized.

[...]

Russian military expenditure, and as a consequence the potential for Russia to sustain its military power, is much more durable and less prone to fluctuations than it might appear. The implication is that even at its current anemic rate of economic growth, Russia is likely to be able to sustain a considerable level of military expenditure, posing an enduring challenge to the United States for the foreseeable decades. While ours is an exploratory analysis, it suggests that Russian defense spending is not prone to wild swings, nor has it been dramatically affected by changes in oil prices or U.S. sanctions. Given the disparity in national budget allocations, even as European allies increase their defense spending, Moscow is not going to struggle in keeping pace.


https://warontherocks.com/2019/12/why-russi...d-as-is-chinas/
 
Scipio32
Beitrag 20. Dec 2019, 18:00 | Beitrag #1549
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Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe führt ein reines Umrechnen der Militärbudgets von Rubel in Doller dazu dass man die militärischen Möglichkeiten Russlands unterschätzt.

Das liegt primär daran das Russland in folge geringerer Kosten (es wird viel selbst produziert und geforscht) mehr aus seinen Budget "rausholen" kann als man durch einen einfachen Vergleich der Budget in Doller erwarten würde.

Ist das so korrekt?
 
SailorGN
Beitrag 20. Dec 2019, 19:58 | Beitrag #1550
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Ja, es muss über einen Kaufkraftvergleich gerechnet werden. Dann noch die Tatsache, dass sehr viele Rüstungs- und Zuliefererfirmen halbstaatlich sind, d.h. die Gewinnmargen geringer sind oder ganz wegfallen . Darüber hinaus sind viele militärisch relevante Ausgaben in anderen Budgets versteckt, bspw. unterhalten andere Ministerien traditionell mindestens paramilitärische Kräfte in erheblicher Stärke (bspw. Innenministerium).

Nachteilig für dieses System ist die fast schon traditionelle Intransparenz, was es Untreue, Ineffizienz und Verschwendung leicht macht (in anderen Worten, das ist auf der Minus-Seite anzurechnen). Dann ist die Produktivität per Arbeitsstunde deutlich geringer und wirkliche Hightech daher teurer. Anders ausgedrückt, den Russen dürfte eine Massenrüstung in älterer Technik leichter fallen als ein Sprung auf das derzeitige westliche Niveau. In einigen Sparten sind die Russen schon dort (Lenkraketentechnologie bspw), aber in vielen Bereichen hapert es gewaltig... bspw Panzerbau, auf den Armata in Großserie wird verzichtet; die nächste Jet-Generation kommt nur langsam vom Fleck und die Marine wird nur mit Versprechen gefüttert.


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Dans ce pays-ci, il est bon de tuer de temps en temps un amiral pour encourager les autres - Voltaire
Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen, wenn er leer ist.
 
rekrats
Beitrag 20. Dec 2019, 21:10 | Beitrag #1551
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ZITAT(Scipio32 @ 20. Dec 2019, 18:00) *
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe führt ein reines Umrechnen der Militärbudgets von Rubel in Doller dazu dass man die militärischen Möglichkeiten Russlands unterschätzt.

Das liegt primär daran das Russland in folge geringerer Kosten (es wird viel selbst produziert und geforscht) mehr aus seinen Budget "rausholen" kann als man durch einen einfachen Vergleich der Budget in Doller erwarten würde.

Ist das so korrekt?


Eigentlich ist es generell international Usus Länder in PPP bzw. Kaufkraftparität zu vergleichen da die eigene Währung zu leicht zu manipulieren ist. Der Wechselkurs zwischen Währung und USD ist nur im theoretischen perfekten Markt richtig.
 
Scipio32
Beitrag 20. Dec 2019, 21:23 | Beitrag #1552
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ergibt Sinn.

Ich hatte das eigentlich gefragt weil mein Englisch nicht ganz so toll ist, hab nie im Ausland gelebt oder so. Deshalb wollte ich nur sichergehen, dass ich den Text richtig verstanden habe.

Danke für die weiteren Infos.

Der Beitrag wurde von Scipio32 bearbeitet: 20. Dec 2019, 21:29
 
Merowinger
Beitrag 16. Jan 2020, 18:12 | Beitrag #1553
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Ich finde den Awangard (Avangard, Objekt 4202, Yu-71 Yu-74) thread nicht, daher hier einmal ein Zitat von armscontrol.org von 2007:
ZITAT
The ground-based interceptors in some ways resemble ICBMs themselves. They are extremely large, two-stage ballistic missiles, weighing roughly 21,500 kilograms each, with the two stages derived from the Minuteman series of ICBMs. They boast the same diameter as the Minuteman III’s two upper stages and even use the same shroud. Indeed, if an interceptor were armed with a typical 1,100-kilogram Minuteman III payload of a missile bus and three nuclear warheads, it could carry that payload more than 6,000 kilometers. The interceptor would only have to carry a kill vehicle weighing 70 kilograms, allowing it to achieve a speed 40 percent faster than an ICBM on a trajectory from Russia to the United States and permitting the interceptor to catch a nuclear-armed Russian ICBM from behind.

Despite claims to the contrary, U.S. interceptors launched from a Polish site could intercept the 18 to 25 Russian SS-25 ICBMs based in Vypolzovo, roughly 340 kilometers northwest of Moscow. Furthermore, missiles launched from all of the other European-based Russian ICBM fields would be much easier to engage. The 40 percent faster speed of the defense interceptors relative to the ICBMs and the early-tracking information provided by the EMR in the Czech Republic would allow the defense system to engage essentially all Russian ICBMs launched against the continental United States from Russian sites west of the Urals. It is difficult to see why any well-informed Russian analyst would not find such a potential situation alarming.
[...]
The concern of Russian military analysts would be that a future crisis between Russia and the United States might lead to U.S. strikes on Russian ICBMs followed by the use of a mature missile defense to reduce or eliminate the consequences of Russian efforts to retaliate.
Der Hyperschall Gleiter (HGV) Awangard hingegen kann nicht mehr von hinten eingeholt werden.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 16. Jan 2020, 18:23
 
Scipio32
Beitrag 16. Jan 2020, 18:35 | Beitrag #1554
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Soweit ich weiß kann man das abfangen von ICBMs sowieso weitgehend vergessen.
 
Merowinger
Beitrag 16. Jan 2020, 21:50 | Beitrag #1555
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Das gilt für die Endphase, nicht jedoch für die Startphase.
 
otmich
Beitrag 17. Jan 2020, 11:03 | Beitrag #1556
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Auf das Abfangen und Zerstören in der Endphase ist doch die Entwicklung von SM-3 und SM-6 ausgerichtet?
 
Merowinger
Beitrag 18. Jan 2020, 19:32 | Beitrag #1557
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Schwierig mit MIRVs inklusive decoys.

Trennung: Es ist vorstellbar, dass der Umbau der russischen Verfassung und die neue Regierung auch eine Vorbereitung eines Zusammenschlusses mit Weißrussland darstellt. Ein mögliches Modell hat Lukaschenko als Chef des gestärkten Parlaments, und genau dies wird jetzt auf den Weg gebracht. Dann grenzten Polen und alle drei baltischen Staaten direkt an dieses neue größere Russland. Putin übernähme den Aufsichtsrat, aka Staatsrat.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 18. Jan 2020, 19:34
 
Scipio32
Beitrag 18. Jan 2020, 19:52 | Beitrag #1558
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ZITAT(Merowinger @ 18. Jan 2020, 19:32) *
Schwierig mit MIRVs inklusive decoys.

Trennung: Es ist vorstellbar, dass der Umbau der russischen Verfassung und die neue Regierung auch eine Vorbereitung eines Zusammenschlusses mit Weißrussland darstellt. Ein mögliches Modell hat Lukaschenko als Chef des gestärkten Parlaments, und genau dies wird jetzt auf den Weg gebracht. Dann grenzten Polen und alle drei baltischen Staaten direkt an dieses neue größere Russland. Putin übernähme den Aufsichtsrat, aka Staatsrat.


Hast du eine Quelle dafür, dass ein Anschluss Weißrusslands an Russlands geplant oder auch nur in Erwägung gezogen worden ist?
 
Merowinger
Beitrag 18. Jan 2020, 20:24 | Beitrag #1559
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Es gibt viele Berichte, so z.B.:
Stern
Deutschlandfunk
Zeit
Süddeutsche
Tagesspiegel
KAS Minsk

Im Detail geht es um die Befürchtungen von Sjuganow:
https://www.heise.de/tp/features/Russland-P...er-4624380.html
ZITAT
Nach diesem Plan werde das Vertragswerk für den Zusammenschluss von Russland und Weißrussland zu einer Union im Sommer fertig sein. Putin werde dann wohl die Führung dieser Union übernehmen. Und der Präsident Weißrusslands, Aleksandr Lukaschenko, werde das Unions-Parlament leiten.
In Russland und Weißrussland würden im Sommer parallel Präsidentschaftswahlen stattfinden, so der Politologe. Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew werde für den Posten des russischen Präsidenten kandidieren.
Der liberale russische Journalist Oleg Kaschin, erklärte dagegen gegenüber der Komsomolskaja Prawda, es sei "offensichtlich", dass die Vereinigung von Russland mit Weißrussland nicht wie geplant 2020 zustande komme.
Auch der ehemalige Chefredakteur der national-liberalen Nesawisimaja Gaseta, Vitali Tretjakow, glaubt nicht an die Prophezeiung des KPRF-Chefs.

Der neue Regierungschef hätte dann Medwedew für neue Aufgaben freigesetzt, was ja jetzt genau auch passiert ist.
Hinzu kommt, dass Lukaschenko mit Nordstream (1 und 2) ein wichtigstes Druckmittel verliert.

Zur Verfassungsänderung ein SPIEGEL Interview mit Pawlowskij:
ZITAT
Wenn mich etwas überrascht hat, dann ist es die Opposition. Dieser Angriff auf die Verfassung war seit langem zu erwarten, trotzdem hat sie sich überrumpeln lassen. Es hat ihr förmlich die Stimme verschlagen vor Staunen. Das finde ich interessanter als das, was Putin verkündet hat. Alle beschränken sich derzeit aufs bloße Kommentieren - dabei geht es um Handlungen, die deutlich radikaler sind als das Verprügeln von Demonstranten im vergangenen Sommer.
[...]
Die Verfassungsänderungen selbst sind, wenn man sie näher betrachtet, nicht so radikal. Und das Herrschaftssystem berühren sie ohnehin nicht, denn das funktioniert informell, auf eine Weise, die in der Verfassung gar nicht festgehalten ist.
[...]
die Verfassungsänderungen sind halbherzig und werden nur so lange funktionieren, solange Putin und der Kreml die informellen Machtstrukturen kontrollieren.
[...]
Weil die Verfassung sowieso nicht eingehalten wird, denkt die Gesellschaft, es handle sich um einen literarischen Text. Sogar die Opposition schreibt bloß irgendwelche Facebook-Kommentare, anstatt sich zum Schutz der Verfassung zusammenzuschließen.


Die grundlegende Idee Putins an sich ist nicht neu:
https://www.eurasischesmagazin.de/artikel/R...vereinigung/407
ZITAT
Nach den Worten Putins sollte in den nächsten eineinhalb Jahren aus der Russischen Föderation und der Republik Weißrußland ein gemeinsamer Staat konstituiert werden. Zu diesem Zweck müßten bis März 2004 zunächst in beiden Ländern ein Referendum und später gemeinsame Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abgehalten werden. Die ohnehin für 2005 geplante Währungsunion zwischen Rußland und Weißrußland, die den Rubel zur einheitlichen Währung machen wird, könnte man in diesem Fall um ein Jahr vorziehen, so der russische Präsident.

Nebenbei: Der Sohn Lukaschenkos ist noch zu jung für eine vollständige Nachfolge, obwohl er offensichtlich bereits in Position gebracht wird.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 18. Jan 2020, 21:28
 
Scipio32
Beitrag 19. Jan 2020, 15:10 | Beitrag #1560
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Hm... wenn die das tatsächlich durchziehen wollen wird man wenig dagegen machen können.
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 20. February 2020 - 10:00