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> Der Brexit-Thread, Europa und der EU-Austritt Großbritanniens
400plus
Beitrag 11. Jun 2017, 18:02 | Beitrag #271
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Du meinst aus Sicht der Tories? Da geht imho einfach darum, dass May grundsätzlich nicht unumstritten ist (gerade unter den alten thatcherites), und jetzt auch noch als Wahlverliererin dasteht.
 
xena
Beitrag 11. Jun 2017, 18:17 | Beitrag #272
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Dass May nach einer empfindlichen Wahlniederlage früher oder später gestürzt wird, steht doch außer Frage. Wenn es Boris wird, dann wird es weiterhin beim harten Brexit bleiben. Arme Briten.


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Eine komplette Waffenübersicht (naja, fast komplett... ...naja auch nicht fast komplett, aber sehr vieles...):

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ede144
Beitrag 11. Jun 2017, 22:45 | Beitrag #273
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ZITAT(Kameratt @ 11. Jun 2017, 18:49) *
Das ist mir schon klar, aber die Motivation dahinter verstehe ich nicht, weil es ja so offensichtlich ist.


Möglicherweise ging es beim Brexit nicht um Austritt oder nicht, sondern wer wird Premierminister? Cameron wollte seine innerparteilichen Gegner kalt stellen und ist gescheitert. May wurde PM nachdem die Brexiter gekniffen haben und versuchte sie jetzt auch sich von ihnen zu lösen und eine kalte Dusche bekommen.
Es könnte also durchaus sein, das die ganzen harten Brexiter wie Johnson Zauberlehrlinge sind, die nicht wissen wie sie die Geister wieder loswerden, die sie gerufen haben.
 
Madner Kami
Beitrag 11. Jun 2017, 22:57 | Beitrag #274
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ZITAT(ede144 @ 11. Jun 2017, 23:45) *
ZITAT(Kameratt @ 11. Jun 2017, 18:49) *
Das ist mir schon klar, aber die Motivation dahinter verstehe ich nicht, weil es ja so offensichtlich ist.


Möglicherweise ging es beim Brexit nicht um Austritt oder nicht, sondern wer wird Premierminister? Cameron wollte seine innerparteilichen Gegner kalt stellen und ist gescheitert. May wurde PM nachdem die Brexiter gekniffen haben und versuchte sie jetzt auch sich von ihnen zu lösen und eine kalte Dusche bekommen.
Es könnte also durchaus sein, das die ganzen harten Brexiter wie Johnson Zauberlehrlinge sind, die nicht wissen wie sie die Geister wieder loswerden, die sie gerufen haben.


May wurde doch vor allem deswegen PM, weil sonst niemand das heiße BrExit-Eisen mehr anfassen wollte, inklusive und insbesondere die ganzen BrExiter und insbesondere auch Boris Johnson (es sei einfach nochmal daran erinnert, dass May eine Remainbefürworterin war). Das entwickelt sich gerade zu einem Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel, bei dem in jeder Runde nur noch der Bodensatz ausgesiebt wird und mit dem Abfall weiter gespielt wird. Jetzt Johnson in den Sitz hieven zu wollen, hat was von einer Realsatire.
Aber gut, wenn endlich mal eine der Kernfiguren hinter BrExit die Verantwortung tragen muss, dann hat das was von Karma und wird interessant zu beobachten sein.

Der Beitrag wurde von Madner Kami bearbeitet: 11. Jun 2017, 23:04


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Merowinger
Beitrag 14. Jun 2017, 11:46 | Beitrag #275
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Und es gibt doch noch Licht am Ende des Kanaltunnels, SPON:

So berichtet die "Times", Schatzkanzler Philip Hammond gehe davon aus, dass die Regierung ihre Strategie ändern müsse, um einen Verbleib in der Zollunion zu gewährleisten. ... Zuvor hatte der "Telegraph" berichtet, dass Kabinettsmitglieder geheime Gespräche über einen "weichen" Brexit mit Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei führten, um May zu Konzessionen bei der Einwanderung, der Zollunion und dem EU-Binnenmarkt zu drängen.

Sorry, keine Quotes, meine Tastatur spinnt gerade nachdem sie von mir getränkt wurde.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 14. Jun 2017, 13:25
 
Schneeball
Beitrag 14. Jun 2017, 12:12 | Beitrag #276
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ZITAT(Merowinger @ 14. Jun 2017, 12:46) *
Und es gibt doch noch Licht, SPON:

So berichtet die "Times", Schatzkanzler Philip Hammond gehe davon aus, dass die Regierung ihre Strategie ändern müsse, um einen Verbleib in der Zollunion zu gewährleisten. ... Zuvor hatte der "Telegraph" berichtet, dass Kabinettsmitglieder geheime Gespräche über einen "weichen" Brexit mit Abgeordneten der oppositionellen Labour-Partei führten, um May zu Konzessionen bei der Einwanderung, der Zollunion und dem EU-Binnenmarkt zu drängen.

Sorry, keine Quotes, meine Tastatur spinnt gerade nachdem sie von mir getränkt wurde.


GB will in der Zollunion bleiben? Schön, macht auch Sinn! Aber das wird GB teuer (im Sinne von Zugeständnissen) stehen zu kommen. Ich bleib bei meiner Prognose, dass GB nach dem Brexit in der Schweizer Rolle gefangen sein wird.
 
Merowinger
Beitrag 14. Jun 2017, 13:31 | Beitrag #277
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Trotzdem, ein weicher Brexit könnte die richtige Lösung für alle Seiten sein:

Die EU wird nicht mehr ausgebremst und von Dauernörglern genervt, Great Britain wird nicht zu Little Britain, Nordirland geht nicht auf die Barrikaden, es gibt keinen grossen Streit um Gibraltar, die wirtschaftlichen Beziehungen leiden nicht drastisch, und die Briten erhalten gefühlt eine neue eigene und selbstständigere Rolle und können am Empire 2.0 arbeiten. ;-)

Der Vergleich mit der stolzen Schweiz ist gar nicht so schlecht, und man kann nicht behaupten, dass es der Schweiz schlecht ginge.

Der Beitrag wurde von Merowinger bearbeitet: 14. Jun 2017, 13:32
 
400plus
Beitrag 14. Jun 2017, 15:16 | Beitrag #278
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ZITAT(Merowinger @ 14. Jun 2017, 13:31) *
Der Vergleich mit der stolzen Schweiz ist gar nicht so schlecht, und man kann nicht behaupten, dass es der Schweiz schlecht ginge.


Natuerlich nicht, aber die Schweiz steht da derzeit doch ein bisschen zwischen den Stuehlen: Einerseits will man die Bilateralen nach Moeglichkeit erhalten, andererseits hat man die angenommene Masseneinwanderungsinitiative, die sich nur schwer mit der komplett freien Personenfreizuegigkeit der Bilateralen vertraegt. Das fuehrt innenpolitisch immer noch zu Diskussionen, eine endgueltige Loesung ist noch nicht in Sicht [(url="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/raete-einigen-sich-auf-umsetzung-der-masseneinwanderungsinitiative/story/22953103"]siehe z.B. die Zusammenfassung hier[/url])

Insgesamt hat die Schweiz da ein aehnliches Problem wie das UK: Idealerweise haette man gerne einen Deal mit voller Waren- und Dienstleistungsfreiheit, aber eingeschraenkter Personenfreizuegigkeit, und diesen Deal will die EU nicht mit sich machen lassen.
 
Schneeball
Beitrag 14. Jun 2017, 15:25 | Beitrag #279
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ZITAT(400plus @ 14. Jun 2017, 16:16) *
ZITAT(Merowinger @ 14. Jun 2017, 13:31) *
Der Vergleich mit der stolzen Schweiz ist gar nicht so schlecht, und man kann nicht behaupten, dass es der Schweiz schlecht ginge.


Natuerlich nicht, aber die Schweiz steht da derzeit doch ein bisschen zwischen den Stuehlen: Einerseits will man die Bilateralen nach Moeglichkeit erhalten, andererseits hat man die angenommene Masseneinwanderungsinitiative, die sich nur schwer mit der komplett freien Personenfreizuegigkeit der Bilateralen vertraegt. Das fuehrt innenpolitisch immer noch zu Diskussionen, eine endgueltige Loesung ist noch nicht in Sicht [(url="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/raete-einigen-sich-auf-umsetzung-der-masseneinwanderungsinitiative/story/22953103"]siehe z.B. die Zusammenfassung hier[/url])

Insgesamt hat die Schweiz da ein aehnliches Problem wie das UK: Idealerweise haette man gerne einen Deal mit voller Waren- und Dienstleistungsfreiheit, aber eingeschraenkter Personenfreizuegigkeit, und diesen Deal will die EU nicht mit sich machen lassen.


Natürlich ist eine endgültige Lösung gefunden: https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2016/8917.pdf

Die Initiative wurde halt nicht im Sinne der Volksverarschungspartei umgesetzt, sondern mit Augenmass ein Kompromiss gefunden mit dem alle Leben können. Natürlich hat die SVP das Referendum nicht ergriffen. Sie will das jetzt lieber propagandistisch Ausschlachten, weil Inhalte hat die Partei ja keine. Die anderen haben nicht genügend Unterschriften gesammelt https://www.economiesuisse.ch/de/artikel/umsetzung-mei Das Ding ist durch.

Heute läuft die Referendumsfrist zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) ab. Dass das Referendum nicht zustande kommt, war bereits seit Tagen klar. Die Bevölkerung ist mit dem Gesetzesvorschlag des Parlaments grossmehrheitlich einverstanden.
Das Problem hat nicht die Schweiz, das Problem hat einzig und alleine die SVP.

Der Beitrag wurde von Schneeball bearbeitet: 14. Jun 2017, 15:34
 
Madner Kami
Beitrag 14. Jun 2017, 15:37 | Beitrag #280
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ZITAT(400plus @ 14. Jun 2017, 16:16) *
Insgesamt hat die Schweiz da ein aehnliches Problem wie das UK: Idealerweise haette man gerne einen Deal mit voller Waren- und Dienstleistungsfreiheit, aber eingeschraenkter Personenfreizuegigkeit, und diesen Deal will die EU nicht mit sich machen lassen.


Kann die EU auch garnicht, denn die Freizügigkeit ist meines Wissens nach zwingend, wenn man den Zugang zum EU-Markt haben möchte. Und selbst wenn dies ginge, hätte die EU kein Interesse daran, denn dann würden Norwegen und Co aufbegehren. Und sowieso, die Freizügigkeit ist überhaupt kein Problem, sieht man mal von der populistischen Seite ab. Die Probleme die das UK mit den Minderheiten hat, sind haus- und nicht EU-gemacht. Mehrheitliche islamische und islamistische Problembevölkerungen sind eine direkte Folge des britischen Empires und Direktimporte. Aber gut, der Blick in den Spiegel ist halt hässlich, insbesondere wenn man Nigel Farrage oder Boris Johnson heißt.

Der Beitrag wurde von Madner Kami bearbeitet: 14. Jun 2017, 15:38


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400plus
Beitrag 14. Jun 2017, 15:48 | Beitrag #281
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ZITAT(Schneeball @ 14. Jun 2017, 15:25) *
Die Initiative wurde halt nicht im Sinne der Volksverarschungspartei umgesetzt, sondern mit Augenmass ein Kompromiss gefunden mit dem alle Leben können. Natürlich hat die SVP das Referendum nicht ergriffen. Sie will das jetzt lieber propagandistisch Ausschlachten, weil Inhalte hat die Partei ja keine. Die anderen haben nicht genügend Unterschriften gesammelt https://www.economiesuisse.ch/de/artikel/umsetzung-mei Das Ding ist durch.

Heute läuft die Referendumsfrist zur Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) ab. Dass das Referendum nicht zustande kommt, war bereits seit Tagen klar. Die Bevölkerung ist mit dem Gesetzesvorschlag des Parlaments grossmehrheitlich einverstanden.
Das Problem hat nicht die Schweiz, das Problem hat einzig und alleine die SVP.


Du siehst, dass es eben doch noch innenpolitische Diskussionen darueber gibt, und die werden die Schweiz wahrscheinlich auch in Zukunft noch beschaeftigen wink.gif Aehnlich waere es im UK wahrscheinlich auch, wuerde man sich fuer das Schweizer/Norweger Modell entscheiden. Derzeit ist UKIP politisch tot, aber bei einem ganz soften Brexit a la Norwegen (der in meinen Augen rational die beste Loesung fuer beide Seiten waere), stuenden die wohl schnell wieder auf der Matte.
 
Praetorian
Beitrag 25. May 2018, 12:33 | Beitrag #282
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Die EU und Großbritannien streiten sich seit einiger Zeit um den Status des UK im Satellitennavigationssystem Galileo nach einem Brexit. Als "Drittstaat" hätte es nach der Position der EU-Kommission keinen oder nur noch sehr eingeschränkten Zugang zu sicherheitsrelevanten Daten, was dem UK als Projektpartner und Mitfinanzierer natürlich nicht gefällt. Bislang war das britische Druckmittel "nur" die Rückforderung von Projektmitteln, heute wurde der Plan vorgestellt, nach einem möglichen Ausschluss ein eigenes System aufzubauen. Das wäre dann das fünfte (!) globale SatNav, sofern man das ernst nähme.

Reuters


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xena
Beitrag 25. May 2018, 14:42 | Beitrag #283
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Naja, abwarten ob sich UK ein solches System allein leisten können. Die pfeifen doch jetzt schon aus allen Löchern...


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400plus
Beitrag 20. Feb 2019, 13:13 | Beitrag #284
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In die britische Parteienlandschaft kommt Bewegung: Nach 8 Labour-Abgeordneten haben sich nun auch 3 Tories der "Independent Group" angeschlossen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/brex...-a-1254208.html

 
400plus
Beitrag 29. Aug 2019, 13:40 | Beitrag #285
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Boris Johnson’s suspension of parliament is an affront to democracy
Gut geschriebenes Editorial in der Financial Times

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 29. Aug 2019, 13:40
 
Ta152
Beitrag 5. Sep 2019, 10:25 | Beitrag #286
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Wo liegt eigentlich der Rekord für die kürzeste Zeit als Premierminister in England? Kann Boris Johnson das unterbieten?


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goschi
Beitrag 5. Sep 2019, 10:39 | Beitrag #287
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Herr der Dunkelheit
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Wikipedia hat eine Liste, mitsamt Amtsdauer und man kann filtern danach biggrin.gif

Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington hat mit 22 Tagen die kürzeste, das unterbietet BoJo nicht mehr, aber das war eine offizielle Übergangsregierung.
Sollte am 15. Oktober gewählt werden, wie er dies erquengeln will, so besteht aber die Chance auf weniger als 90 Tage und damit wäre es immerhin die kürzeste reguläre Amtsdauer lol.gif
Und unterhalb 112 tagen wäre es die kürzeste gesamt-Amtsdauer eines Premierministers, bisher hält dies George Canning, der nach 120 Tagen im Amt starb (alle anderen waren mehrmals Premierminister und gesamthaft länger im Amt)


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Die Eibohphobie, die Angst vor Palindromen, ist selbst ein Palindrom

Qui tacet, consentire videtur
ZITAT(KGB @ 17. Nov 2015, 12:54) *
Zitat Auto: "Brumm"
 
400plus
Beitrag 5. Sep 2019, 10:46 | Beitrag #288
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Wobei ich aufgrund des britischen Wahlrechts nicht zu überrascht wäre, wenn BoJo trotzdem eine Mehrheit gewinnt. Die Tories stehen derzeit bei 30-35% in den Umfragen, die Brexit Party bei rund 10. Klar gibt es im Moment eine starke Koalition gegen den No-Deal-Brexit (Labour und LibDem stehen in den Umfragen bei rund 40-45%), aber kann sich diese Koalition auch so organisieren, dass man Direktmandate gewinnt?
 
Schwabo Elite
Beitrag 5. Sep 2019, 10:49 | Beitrag #289
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Die Neuwahlen sind gestern schon abgelehnt worden. Heute will Boris Johnson sich an die britische Öffentlichkeit wenden, um direkt für Neuwahlen zu werben. Was das bringen soll, weiß ich nicht. Vermutlich will er Druck aufbauen, aber ich sehe nicht, wie das funktionieren könnte. In jedem Fall finde ich eine plebiszitäre Mobbefragung, um Neuwahlen zu erzwingen demokratisch fragwürdig. biggrin.gif

Derweil hat die Regierung ihren Widerstand gegen das Gesetz zur Vermeidung eines No-Deal-Brexits aufgegeben.

https://www.tagesschau.de/ausland/brexit-1005.html


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Quidquid latine dictum, altum videtur. -- Nενικήκαμεν! -- #flapjackmafia
 
400plus
Beitrag 5. Sep 2019, 10:52 | Beitrag #290
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ZITAT(Schwabo Elite @ 5. Sep 2019, 11:49) *
Die Neuwahlen sind gestern schon abgelehnt worden.

[...]

Derweil hat die Regierung ihren Widerstand gegen das Gesetz zur Vermeidung eines No-Deal-Brexits aufgegeben.


Ja, wobei man das zusammen sehen muss: Corbyn hat Neuwahlen abgelehnt, solange das gestern beschlossene No-Deal-Brexit-Gesetz nicht durch ist. Johnson gibt seinen Widerstand gegen das Gesetz m.E. deswegen auf, weil er dann eher Neuwahlen bekommt. Würde er dann ein stärkeres Mandat bekommen, könnte das nächste Parlament ja den No-Deal-Brexit genehmigen.

Von allem abgesehen: John Bercow ist eh der Beste biggrin.gif

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 5. Sep 2019, 10:56
 
Merowinger
Beitrag 5. Sep 2019, 11:37 | Beitrag #291
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Der Ausweg: Nach Neuwahlen ist die DUP nicht mehr in der Regierung, und dann kann die EU Grenze in die irische See verlegt werden.
 
Ta152
Beitrag 5. Sep 2019, 11:56 | Beitrag #292
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ZITAT(400plus @ 5. Sep 2019, 11:46) *
Wobei ich aufgrund des britischen Wahlrechts nicht zu überrascht wäre, wenn BoJo trotzdem eine Mehrheit gewinnt. Die Tories stehen derzeit bei 30-35% in den Umfragen, die Brexit Party bei rund 10. Klar gibt es im Moment eine starke Koalition gegen den No-Deal-Brexit (Labour und LibDem stehen in den Umfragen bei rund 40-45%), aber kann sich diese Koalition auch so organisieren, dass man Direktmandate gewinnt?


Nur auch unter den Tories sind Anhänger von keinem Brexit oder Deal Brexit, ob die Wahlkampf machen werden ist zweifelhaft wo ihre Pateigenossen doch aus der Partei geschmissen werden.


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400plus
Beitrag 5. Sep 2019, 12:02 | Beitrag #293
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Ja, aber dafür hat Farage seine Hand schon zu Johnson ausgestreckt. Wenn sich Johnson weiter klar Richtung "No Deal" positioniert, könnte das durchaus zusammenkommen. Und Johnson wird durchaus das hier im Hinterkopf haben.
 
 
 

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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 17. September 2019 - 13:59