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> Bürgerkriege in Syrien und im Irak, Die Neuordnung Mesopotamiens?
Seneca
Beitrag 23. Jun 2017, 21:20 | Beitrag #2821
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Putin sucht Hilfstruppen für Syrien
ZITAT
"Russland führt Verhandlungen mit Kasachstan und Kirgistan über die Entsendung ihrer Militärs nach Syrien", bestätigte der Leiter des Verteidigungsausschusses der Duma, Wladimir Schamanow. Seinen Angaben zufolge sollen einzelne Kontingente als Sicherheitsorgane in den vier Schutzzonen stationiert werden, die Anfang Mai in einem Memorandum abgesteckt wurden. Eine Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen, räumte Schamanow ein. Kasachstan und Kirgistan sind Partner Russlands in der Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit. Die Regierungen zeigen aber wenig Verlangen, sich an der Militäroperation zu beteiligen – und sei es als Schutztruppe. Kasachstans Außenminister Kairat Abdrachmanow dementierte, dass sein Land Verhandlungen über einen Einsatz führe. Für Kasachstan sei für die Entsendung von Friedenstruppen "das Vorhandensein einer Resolution des UN-Sicherheitsrats und ein entsprechendes Mandat prinzipiell wichtig", betonte er. - derstandard.at/2000059724115/Kreml-sucht-Partner-fuer-Syrien-Einsatz-Darunter-Ex-Sowjetrepubliken
http://derstandard.at/2000059724115/Kreml-...ubliken?ref=rss
(Hisbollah und iranische Milizen lassen sich wohl nicht ausreichend aus Moskau steuern- und reichen die russischen Truppen langfristig nicht aus ? )

Der Beitrag wurde von Seneca bearbeitet: 23. Jun 2017, 21:21
 
Hummingbird
Beitrag 23. Jun 2017, 22:07 | Beitrag #2822
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Interessanterweise laufen zudem angeblich Verhandlungen mit den USA für die Aufstellung von Sicherungstruppen in einer "Deeskalationszone" im "israelischen Puffer" bei Daraa.
 
xena
Beitrag 23. Jun 2017, 22:24 | Beitrag #2823
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ZITAT(Hummingbird @ 23. Jun 2017, 17:33) *
Die Wüste "kontrolliert" man aber auch nicht indem man ein paar Checkpoints aufstellt. Langfristig steht Assad vor dem Problem, wie er das Öl von Deir ez-Zor nach Damaskus schafft. Von daher ist das ganze Säbelrasseln im jordanisch/irakischen Grenzgebiet derzeit mehr Show als sonst irgendwas.

Wie kommst Du darauf? Natürlich bekommt man das Öl dort weg, wenn mal der Weg zwischen Deir Ezzor und Palmyra frei ist. Das Gebiet ganz im Süden ist wichtig, um die FSA auf ihrem selbst erklärten Weg in die Deir Ezzor Provinz zu hindern. Überhaupt, wenn erst mal Deir Ezzor und der Euphrat erreicht ist und man sich dann entlang des Euphrat ausbreiten kann, dann ist der IS als selbst ernannter Staat am Ende. Komisch, dass die USA das nicht will. Die SAA ist derzeit der einzige Haufen der das kann und dazu auch legitimiert ist. Die YPG hat dort keinerlei Interessen. Wozu sollten sie ihr Leben aufs Spiel setzen? Sie haben ihr Ziel nahezu erreicht. Die FSA ist zu schwach und sie muss durch die SAA hindurch um dort hin zu kommen. Im Westen des Wüstenstreifens werden durch die SAA auch noch Kräfte gebunden. Da bleibt für die FSA nicht mehr viel übrig um weiter nach Osten vorzustoßen.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich die USA das vorstellt, um ihr Ziel zu erreichen.

Der Beitrag wurde von xena bearbeitet: 23. Jun 2017, 22:26


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Hummingbird
Beitrag 23. Jun 2017, 23:54 | Beitrag #2824
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ZITAT(xena @ 23. Jun 2017, 23:24) *
Wie kommst Du darauf? Natürlich bekommt man das Öl dort weg, wenn mal der Weg zwischen Deir Ezzor und Palmyra frei ist. Das Gebiet ganz im Süden ist wichtig, um die FSA auf ihrem selbst erklärten Weg in die Deir Ezzor Provinz zu hindern.
Ich halte das für höchst zweifelhaft, das Assad das Öl ungestört wegschaffen könnte. Ist ein langer Weg durch die Wüste und der lässt sich schwerlich flächendeckend sichern. Die Anrainer werden wohl kaum tatenlos zusehen, wie Assad ihnen das Öl wegnimmt. Da wird es zu einer Einigung zur Teilhabe kommen müssen und darum sind die Ölfelder vor allem zur bildung eines demokratischen Prozesses wichtig. Das Assad sich das alleine einverleibt wird bestimmt nicht laufen. Darauf halte ich jede Wette. Das mit dem „ausbreiten“ ist auch so eine Sache, weil da draußen in der Wüste praktisch nichts von bedeutung ist, ausser ein paar strategischen Straßen und ein paar „watering holes“. Da kontrolliert keiner wirklich irgendwas.

ZITAT(xena @ 23. Jun 2017, 23:24) *
Überhaupt, wenn erst mal Deir Ezzor und der Euphrat erreicht ist und man sich dann entlang des Euphrat ausbreiten kann, dann ist der IS als selbst ernannter Staat am Ende. Komisch, dass die USA das nicht will. Die SAA ist derzeit der einzige Haufen der das kann und dazu auch legitimiert ist. Die YPG hat dort keinerlei Interessen. Wozu sollten sie ihr Leben aufs Spiel setzen? Sie haben ihr Ziel nahezu erreicht. Die FSA ist zu schwach und sie muss durch die SAA hindurch um dort hin zu kommen. Im Westen des Wüstenstreifens werden durch die SAA auch noch Kräfte gebunden. Da bleibt für die FSA nicht mehr viel übrig um weiter nach Osten vorzustoßen.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie sich die USA das vorstellt, um ihr Ziel zu erreichen.
Glaubst du ernsthaft das die Sunniten entlang des Euphrat eine Besatzung durch Assad und seine schiitischen Schergen akzeptieren würden? In meinen Augen deutet alles darauf hin, das die USA das langfristige Ziel verfolgen, dem sunnitischen Extremismus dadurch entgegenzuwirken, indem sie versuchen zu verhindern, das die Sunniten weiterhin durch den Iran verdrängt werden. Ansonsten haben wir gleich die nächste insurgency, die dann von Assad befeuert wird.
 
xena
Beitrag Gestern, 00:35 | Beitrag #2825
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Jeder der vom IS befreit wurde, hat das bisher akzeptiert. Für diese Menschen ist alles besser, nur nicht wieder IS. Ich glaube da fabulieren sich manche Situationen herbei, die es gar nicht gibt. Die Menschen dort hat keiner befragt und der Verlauf des Krieges und die Reaktionen der befreiten Menschen erzählt ein anderes Bild. Und welche Nachbarn sollen ein Anrecht auf das Öl haben? Die Felder stehen in Syrien. Da hat keiner ein Anrecht außer Syrien und letzteres wird immer noch von Assad vertreten. Und wenn der IS vertrieben ist und man die Ölfelder wieder in Ruhe reparieren kann, dann fließt das Öl wie es vorher geflossen ist. Es ist ja nicht so, als ob das gleich und sofort passieren wird, da vieles von der Koalition zerstört wurde und erst wieder aufgebaut werden muss. Viel Zeit um die Wüste vom IS zu säubern. Und der Iran verdrängt keine Sunniten. Wie denn auch? Dort fallen keine Heerscharen iranischer Siedler ein Es sind nur ein paar Milizionäre, die sich in Syrien herum treiben.


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Hummingbird
Beitrag Gestern, 00:56 | Beitrag #2826
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Es ist einfältig zu glauben, das mit der Eroberung der Metropolen des IS sich plötzlich alles in Wohlgefallen auflösen wird und alle Militanten aus dem Weg geräumt wurden. Die Führung des IS verfolgt langfristige strategische Ziele und ich bezweifle stark das in deren Strategie nicht mit einkalkuliert wurde, dass sie in der derzeitigen Form langfristig nicht weiterbestehen können. Das übergeordnete Ziel ist ein sunnitischer Staat, nachdem der Iran praktisch weite Teile des Irak übernommen hat. Die "Terrormiliz" hat den Grundstein für diesen Staat gelegt. Durch ethnische Säuberungen. Wer jetzt von außerhalb in das Euphrattal kommt, wird sicherlich nicht anders als ein Eindringling wahrgenommen. Der IS in der heutigen Form wird zerschlagen. Daran besteht kein Zweifel. Die Frage ist wie es mit den Sunniten danach weitergeht. Und ich halte jede Wette das die eine Regierung im entfernten Damaskus nicht akzeptieren werden.
 
Kameratt
Beitrag Gestern, 02:43 | Beitrag #2827
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Damaskus selbst ist eine mehrheitlich sunnitische Stadt.
 
Hummingbird
Beitrag Gestern, 03:02 | Beitrag #2828
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xena
Beitrag Gestern, 21:32 | Beitrag #2829
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In der Wüste im Südosten ist die SAA inzwischen kurz vor dem T2 Fliegerhorst und steht somit schon in der Deir Ezzor Provinz. Hat man T2, hat man eine logistische Basis von wo man Nachschub einfliegen kann und steht nur noch 70 Km vor dem Euphrat.


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schießmuskel
Beitrag Heute, 21:26 | Beitrag #2830
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Nach fast 9 Monaten ist Mosul immer noch nicht erobert und der IS hat sich in der Altstadt eingeigelt und leistet fanatischen Widerstand. Dazu kommt eine Simultane Gegenoffensive durch Schläferzellen die gleich mehrere Stadteile angegriffen und auch die ISF vertrieben haben.

https://mobile.twitter.com/geopolitiquee/st...021901724741633

Der IS wird diese Stadtteil nicht dauerhaft halten können, dennoch müssen jetzt Personal und Material von der Altstadt abgezogen werden und die Schlacht um Mosul wird nicht in absehbarer Zeit abgeschlossen sein.


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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 25. June 2017 - 21:43