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> Bw-Strukturreform, Sammelthread
Forodir
Beitrag 8. Jan 2019, 17:48 | Beitrag #2491
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wurde auch schon mehrfach geprüft, der Vorschlag wird versanden wie so häufig davor.


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Beitrag 8. Jan 2019, 19:55 | Beitrag #2492
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ZITAT(Forodir @ 8. Jan 2019, 13:52) *
De Prüfung dauert aber auch schon ewig, vielleicht gibt es einige Stellen die es befürworten würden aber Politisch wird da auch keine Mehrheit rauskommen, das Thema Sicherheitspolitik ist in Deutschland einfach nicht Mehrheitsfähig, ich sehe nirgendwo das sich ausser wohlfeilen Ankündigungen wirklich was bewegt, selbst der Verteidigungshaushalt der zwar nominell aufwächst (aber bei weitem nicht ausreichend für die angedachte Modernisierung) ist anscheinend schon das Maximum was Politisch verkauft werden kann.

Das Problem dürfte nicht sein, dass die Nummer politisch nicht durchsetzbar ist. Das ist nicht unbedingt eine Abstimmung, bei der man voll nach Gewissen entscheiden lassen muss, also hat die Regierung eine Mehrheit. Die Frage ist eher, ob das überhaupt etwas bringt. Die Menge der möglichen Rekruten ist nicht gerade riesig, wenn man all diejenigen rausfiltert, die nicht recht geeignet sind oder nicht wollen werden. Wer Deutsch fließend können muss - das entspricht Sprachniveaustufe C1 - ist gut integriert und hat Chancen auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz. Solche Leute stehen vor der gleichen Frage wie Deutsche, warum sie "zum Bund" gehen sollten. Und bei den aktuellen Löhnen und der allgemein geringen Affinität freier Bürger sich hauptberuflich einem strengen Regiment und möglicherweise Waffenfeuer zu unterwerfen, wird da einfach nicht viel bei rumkommen.
Und für die paar Rekruten muss man sich dann eine politische und diplomatische Debatte ohne Niveau antun, eigens Werbung entwerfen, regelmäßig eine Markt- und Zielanalyse durchziehen und sich mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen rumschlagen, die ausländisches Personal so mit sich bringt: von a) wie Auslandsüberweisung für Pensionäre, Reservisten etc. über b) wie Sicherheitseinstufung bis hin zu c) wie Gleichbehandlung nach EU-Recht, wenn ich bei b) bestimmte Verwendungen nicht zulasse kommt spätestens in acht Jahren eine Klage, wenn jemand Berufssoldat werden will, aber nicht darf.


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Forodir
Beitrag 8. Jan 2019, 21:05 | Beitrag #2493
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Wenn es wirklich Politisch kein Problem wäre was wäre denn die echten Negativ Punkte? Das was du aufzählst wird sowieso schon gemacht und ist kein großer Mehraufwand für EU-Bürger. Gleichbehandlung nach EU Recht haben wir sowieso. Wir reden auch nicht über tausende die wir aus anderen Ländern abziehen da hat die EU Freizügigkeit schon mehr bewirkt. Im Ministerium hat man sich ja schon lange darüber Gedanken gemacht. Bringen würde es auf jeden Fall etwas weil es zumindest eine Möglichkeit bietet und das ist immer besser als gar nichts.
Nein, die Ausführung ist es nicht das ist nur Vorgeschoben man will es einfach nicht bzw findet einfach keinen gemeinsamen Nenner in der Regierungskoalition (die sowieso ganz andere Probleme hat) und findet entsprechend Gründe. Damit habe ich ja auch kein Problem aber dann soll es endlich klar dargestellt werden und man bleibt dabei nur Deutsche Staatsbürger zu nehmen ohne diesen Eiertanz.


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Beitrag 8. Jan 2019, 21:07 | Beitrag #2494
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Ganz interessant zu der Diskussion finde ich diese Ausarbeitung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages: Zur Möglichkeit eines Militärdienstes von Ausländern und Ausländerinnen in den Streitkräften ausgewählter Staaten Rechtliche Grundlagen, Einstellungsvoraussetzungen, Anzahl. Leider fehlen oft Zahlen. In Belgien sind es derzeit 136 EU-Bürger. Wenn man das als Anhaltspunkt nimmt käme man vielleicht auf knapp 1000 Mann für Deutschland.
 
Delta
Beitrag 8. Jan 2019, 21:13 | Beitrag #2495
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ZITAT(ramke @ 8. Jan 2019, 08:41) *
Andere Frage : Woran mangelt es der Bw an Personal? Mannschaften, Unteroffiziere (mit P.)? Ich meine mich zu erinnern das zur Zeit mehr Unteroffiziere als Mannschaften verpflichtet sind, wobei es doch eig. Andersrum sein müsste.


Grundsätzlich mangelt es flächendeckend an Spezialisten (meist Fw) z.B. bei IT, Nachrichtenwesen, etc.

Der zweite Aspekt, der bei Fw und Mannschaften zuschlägt, hat viel mit Regionalität zu tun, der Attraktivität der Standorte im Umfeld der Bwewerber und was dort an Stellen angeboten wird. Der Bewerber Msch und Fw heute bewirbt sich auf eine konkrete Stelle an einem konkreten Standort am besten in seiner Heimat und zeigt sich (zumindest zu Beginn) nicht so gern mobil. Bayern z.B. tendieren dazu, keine Stelle nördlich des Mains zu akzeptieren; die suchen dann eher was anderes, vor allem wenn der Arbeitsmarkt vor Ort ganz gut ist. Auf der anderen Seite zieht niemand in eine strukturschwache Gegend für die Bundeswehr, da müssen die meisten aus der lokalen Bevölkerung rekrutiert werden und da kanns manchmal eng werden.
Hörte z.B. dass einer der Gründe für die mittelmäßge Verfügbarket von leFlaSys (Ozelot) sei, dass niemand Mannschafter in Todendorf werden will. Gebirgsjäger haben auch ein gewisses Nachwuchsproblem; Arbeitsmarkt ist gut und das Rekrutierungsgebiet endet so ungefähr an der nächsten Bergwand. In Erfurt oder am Ostausgang vom Ruhrpott könnte man dagegen noch je ne Brigade aufstellen und würde die voll kriegen.


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Beitrag 9. Jan 2019, 08:37 | Beitrag #2496
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Thema Standortdiskussion: Sachens MP Kretschmer will, dass der Osten bei der Ansiedlung von Bundeswehrstandorten bevorzugt wird:
https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zg...hr-in-418055003
 
Freestyler
Beitrag 9. Jan 2019, 19:44 | Beitrag #2497
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ZITAT(Delta @ 8. Jan 2019, 21:13) *
Grundsätzlich mangelt es flächendeckend an Spezialisten (meist Fw) z.B. bei IT, Nachrichtenwesen, etc.

Der zweite Aspekt, der bei Fw und Mannschaften zuschlägt, hat viel mit Regionalität zu tun, der Attraktivität der Standorte im Umfeld der Bwewerber und was dort an Stellen angeboten wird. Der Bewerber Msch und Fw heute bewirbt sich auf eine konkrete Stelle an einem konkreten Standort am besten in seiner Heimat und zeigt sich (zumindest zu Beginn) nicht so gern mobil. Bayern z.B. tendieren dazu, keine Stelle nördlich des Mains zu akzeptieren; die suchen dann eher was anderes, vor allem wenn der Arbeitsmarkt vor Ort ganz gut ist. Auf der anderen Seite zieht niemand in eine strukturschwache Gegend für die Bundeswehr, da müssen die meisten aus der lokalen Bevölkerung rekrutiert werden und da kanns manchmal eng werden.
Hörte z.B. dass einer der Gründe für die mittelmäßge Verfügbarket von leFlaSys (Ozelot) sei, dass niemand Mannschafter in Todendorf werden will. Gebirgsjäger haben auch ein gewisses Nachwuchsproblem; Arbeitsmarkt ist gut und das Rekrutierungsgebiet endet so ungefähr an der nächsten Bergwand. In Erfurt oder am Ostausgang vom Ruhrpott könnte man dagegen noch je ne Brigade aufstellen und würde die voll kriegen.

Immer wenn es um den Mangel an Spezialisten geht, egal welche Dienstgradgruppe und egal ob aktive Soldaten oder Reservisten, stelle ich die Frage, ob sich diese Spezialisten angesichts der Strukturen, Prozesse und Ausrüstung der Bundeswehr überhaupt positiv auswirken können. Und für das militärische Nachrichtenwesen kann man diese Frage ganz klar verneinen.
Und wie ein Kommentator bei Augengeradeaus richtig festgestellt hat: Gefechtsstände dürfen keine Netzwerksystemadmins brauchen, sondern Plug & PlayFight-Netzwerke.

Zum Nachwuchsproblem: Die Gebirgsjäger hatten zumindest vor zehn Jahren noch genug SAZ, FWDL und GWDL aus der ganzen Republik (faktisch alles Freiwillige).

Du hast ne PM wink.gif


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ZITAT(Kreuz As)
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400plus
Beitrag 14. Jan 2019, 14:28 | Beitrag #2498
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In Bayern wird übrigens die nächsten zwei Jahre getestet, ob es Sinn ergibt, die RSU-Kompanien in Regimenter zusammenzufassen:
Auftakt für das Landesregiment Bayern.

Vorerst werden dabei nur die drei fränkischen RSU-Kompanien erwähnt, ich nehme an, dass die anderen noch nicht aufgestellt sind? (Und deswegen auch hier nicht zum Einsatz kommen bzw. nicht erwähnt werden?)

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 14. Jan 2019, 14:28
 
Schwabo Elite
Beitrag 14. Jan 2019, 17:54 | Beitrag #2499
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Eigentlich sind alle 30 dieser Kompanien aufgestellt, so zumindest der Duktus der Aussagen auf den Websites. Aber natürlich würde ein Regimentsstab Vorteile für den langfristigen Ausbau der Reservekräfte bringen. Allen voran kann man damit daran denken auch in der Reserve wieder Fähigkeiten zu entwickeln Einheiten und vielleicht künftig auch Verbände zu führen. Irgendwie muss man aktive und nicht-aktive Truppen ja verzahnen, wenn man langfristig Verteidigung und out-of-area im größeren Stil bedienen können will.


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400plus
Beitrag 14. Jan 2019, 18:42 | Beitrag #2500
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Ich merke gerade, dass ich mich verlesen hatte: Ich hatte "In das Landesregiment in Bayern mit seiner Gesamtstärke von rund 500 Reservisten werden die drei bereits bestehenden Kompanien der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSU) integriert" so gelesen, als seien nur diese Kompanien bestehend, aber er war glaube ich eher so gemeint, dass die Kompanien bereits bestehen. In dem Fall ist dann kein Widerspruch zu "Bundesweit gibt es 30 RSU-Kompanien, sieben davon in Bayern." Die andere Frage ist dann nur noch, wieso die RSU-Kompanien derzeit nicht in den Alpen eingesetzt werden, das scheint doch genau der Fall zu sein, für den sie aufgestellt wurden?

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 14. Jan 2019, 18:50
 
PzArt
Beitrag 14. Jan 2019, 20:47 | Beitrag #2501
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Die RSU-Kräfte bestehen aus Reservisten. Die müssten erstmal aktiviert und einberufen werden. Und dies ist ja derzeit immer noch nur auf freiwilliger Basis des einzelnen Soldaten je nach dessen ziviler Abkömmlichkeit möglich. Sicher wäre das eine Möglichkeit, wenn der Einsatz dort noch länger dauert. Aber wenn man adhoc schnell Truppe vor Ort braucht ist ein simpler Marschbefehl für die aktive Truppe sicher schneller und damit effektiver.

Der Beitrag wurde von PzArt bearbeitet: 14. Jan 2019, 22:22
 
Schwabo Elite
Beitrag 14. Jan 2019, 22:20 | Beitrag #2502
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Und es generiert weniger Reibungsverluste. Immerhin hat man die aktiven Truppen auch dazu, die Reservisten fehlen dann halt einfach woanders und man wirkt, als ginge es nicht ohne.


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400plus
Beitrag 14. Jan 2019, 22:39 | Beitrag #2503
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Danke, ergibt Sinn.

Inzwischen hat sich die Situation aber auch wieder geändert: Einige der RSU-Reservisten sind einberufen worden, und Teile der Panzerbrigade 12 und der D/F-Brigade wurden auch schon in Marsch gesetzt: https://augengeradeaus.net/2019/01/bundeswe...ern/#more-32469 Von daher hätte sich meine Frage spätestens jetzt erledigt biggrin.gif

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 14. Jan 2019, 22:39
 
Slavomir
Beitrag 14. Jan 2019, 23:13 | Beitrag #2504
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ZITAT(Schwabo Elite @ 14. Jan 2019, 22:20) *
Und es generiert weniger Reibungsverluste. Immerhin hat man die aktiven Truppen auch dazu, die Reservisten fehlen dann halt einfach woanders und man wirkt, als ginge es nicht ohne.

Viele Reservisten sind sowieso neben der Reserve noch in THW/DRK/was auch immer eingebunden.

Der Beitrag wurde von Slavomir bearbeitet: 14. Jan 2019, 23:14
 
Seneca
Beitrag 15. Jan 2019, 21:42 | Beitrag #2505
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Die geplante Schließung von 8 Depots und Materiallagern wird rückgängig gemacht, z.B. in Hardheim:
ZITAT
Das Hardheimer Materiallager auf dem Wurmberg, in dem vor allem Drohnen gelagert und Reifen montiert wurden, war erst am 18. Dezember in einer Feierstunde außer Dienst gestellt worden. Bereits da gab es große Hoffnung, dass die Liegenschaft doch noch eine militärische Zukunft hat. Statt „Lebwohl“ zu sagen, verabschiedeten sich die Grußredner damals mit einem „Auf Wiedersehen“ vom Materiallager. Dass es so schnell gehen würde, war aber nicht zu erwarten.

https://www.rnz.de/nachrichten/buchen_artik...rid,413676.html

ZITAT
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat entschieden, dass acht bereits geschlossene oder zur Schließung vorgesehene Munitions- und Materiallager der Bundeswehr schrittweise wieder in Betrieb genommen werden sollen. Hintergrund sind die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen. Sie erfordern mehr Lagerbedarf für Ersatzteile und Betriebsmaterial für das gesamte Spektrum der durch die Bundeswehr genutzten Waffen und Geräte.

https://www.bmvg.de/de/aktuelles/mehr-platz...undeswehr-30206
 
Freestyler
Beitrag 15. Jan 2019, 22:28 | Beitrag #2506
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Warum man Munitions- und Materiallager nur bei bestimmten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen braucht, bei anderen aber nicht, bleibt wohl ein Rätsel des BMVg...


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ZITAT(Kreuz As)
Entweder eine Frau fingern oder schiessen gehen. Dann geht das zucken im Zeigefinger auch wieder weg.
 
KSK
Beitrag 15. Jan 2019, 22:33 | Beitrag #2507
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ZITAT(Freestyler @ 15. Jan 2019, 22:28) *
Warum man Munitions- und Materiallager nur bei bestimmten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen braucht, bei anderen aber nicht, bleibt wohl ein Rätsel des BMVg...

Brauchen ist hier wohl weniger die Frage als sich leisten wollen wink.gif
Über Sinn und Unsinn an dieser Stelle zu sparen lässt sich natürlich vorzüglich streiten.


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ZITAT(Nicht näher bekannter Dienstrecht-Dozent)
In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Schwabo Elite
Beitrag 15. Jan 2019, 23:14 | Beitrag #2508
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Angesichts der Lage der Material- und Munitionsbevorratung hat die eine Seite halt einfach keine Argumente bei einem vortrefflichen Streit. biggrin.gif


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Delta
Beitrag 15. Jan 2019, 23:29 | Beitrag #2509
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Eigentlich ist das aus militärischer Perspektive nicht strittig. Auch wenn ich deine Ansicht hoffentlich richtig einschätze und ich offene Türen einrenne, sollte das doch klar gesagt sein:

Die maßgebliche Voraussetzung für die Einsatzbereitschaft von Streitkräften ist die Einsatzverfügbarkeit; wirklich verfügbar ist nur, was man selbst bereits hat.
Die Lagerkapazitäten preisgünstig auf die Produktionsbänder der unterstützenden Industrie zu verlagern und just in time verfügbar zu haben, klappt nur bei stationären, gleichbleibenden Bedarfen und Verbrauchen, wie z.B. der Produktion von Ausbildungsmunition, ist aber ungeeignet, um die Bedarfe bei einem intensiven Einsatz von Streitkräften abzudecken. Das bedarfsmäßige Einsatzprofil über die Zeit sieht ja ungefähr so aus: nix, nix, nix, nix, nix, nix, BOOOOM, nix, nix, nix, nix....
Die Industrie hält keine Lager vor, die nicht bezahlt werden. Das Bezahlen von externen Lagern kostet in der Regel mehr, als der "Inhouse-Betrieb", allein weil bei gleicher Leistung die Gewinnerzielungsabsicht fehlt und damit keine Rendite bezahlt werden muss.
Zudem hat man damit die Übersicht über die Depotbestände und kann selbst die Bestände umwälzen und hat zudem die notwendigen Pufferbestände, die bei Spitzenbedarf notwendig sind, bis über kontinuierliche Nachproduktion (die Produktionsanlagen können Spitzenbedarfe nicht zeitsynchron nachproduzieren) die Bestände wieder anwachsen, ohne zu Engpässen in den verbrauchenden Truppenteilen zu führen; Verzögerung bei der Nachproduktion können ebenfalls abgepuffert werden.

Aber ja: das setzt voraus, dass man ernsthaft davon ausgeht, dass man jemals Streitkräfte ernsthaft einsetzen könnte. Ansonsten ist das Vorhalten von 30 Gefechtstagen Munition, Großgerätereserve und Ersatzteilpaketen betriebswirtschaftlich lediglich teures, totes Kapital, das kontinuierlich Kosten verursacht. Das ist ein Umstand, der allerdings generell für Streitkräfte zutrifft.

Das sollte übrigens jeder kapieren können, der jemals bei ANNO1602 versucht hat, 10.000 Einwohner auf seiner Hauptinsel zu versorgen. Strategie- Tipp: Der Versuch, alle Versorgungsgüter ohne Zwischenlager, die als Puffer fungieren, mit Schiffen direkt von den Produktionsinseln zur Hauptinsel zu bekommen, führt dazu, dass alle Güter alle 3 Minuten knapp werden, selbst wenn die Produktion nominell ausreichend ist, den Bedarf zu decken, weil die Schiffe zu lange für die Umläufe brauchen und die Menge einsetzbarer Schiffe begrenzt ist. Jede Beschädigung eines Schiffs durch Piraten löst dann eine ernsthafte Krise aus. Lösung: Die Produktionsinseln werden in relativ kleinen Umläufen abgefahren und das Zeug in regionale Zwischenlager gebracht, von dort mit einigen strategischen Versorgern zur kleinen Insel mit dem Kontor genau gegenüber des Kontors der Hauptinsel gebracht. Zwischen disem Zentrallager und der Hauptinsel pendeln dann zwei Schiffe, die alle Versorgungsgüter innerhalb extrem kurzer Umläufe zum Verbraucher bringen. Mit dieser zweistufigen Depotorganisation kann man alles versorgen und rechtzeitig auch ernste Produktionsdefizite oder Störungen der Transportketten erkennen und gegensteuern, ohne dass auch nur ein Bürger nach mehr Fusel schreit.

Das gleiche gilt halt fürs Kriegführen. Nicht von ungefähr hat Gen Schwarzkopf vor Desert Storm seine Lager vor Ort auf 60 Days of Supply für seine 3 eigenen Korps (!!!) aufgestockt.



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KSK
Beitrag 15. Jan 2019, 23:43 | Beitrag #2510
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ZITAT(Delta @ 15. Jan 2019, 23:29) *
Eigentlich ist das aus militärischer Perspektive nicht strittig. Auch wenn ich deine Ansicht hoffentlich richtig einschätze und ich offene Türen einrenne, sollte das doch klar gesagt sein:

Ich gehe davon aus, dass du dich auf mich beziehst? In dem Fall ist deine Einschätzung richtig. Im Grunde wollte ich damit nur sagen, dass die Betrachtungen die zur Bevoratung (und zum Vorhalt von Streitkräften allgemein) in den letzten Jahren angestellt wurden wohl kaum aus militärischer Perspektive erklärbar sind und demnach auf (auch in meinen Augen nicht immer sinnvolle) betriebswirtschaftliche Betrachtungen zurückzuführen sind - und ich fürchte da ist die politische Dimension sogar noch weitgehend außen vor.


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In 90% der Fälle gibt es nur einen Grund, für die Bewerbung im öffentlichen Dienst: Man ist nicht die hellste Kerze auf der Torte und braucht einen Studiengang ohne Mathematik.
 
Havoc
Beitrag 16. Jan 2019, 09:05 | Beitrag #2511
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ZITAT(KSK @ 15. Jan 2019, 23:43) *
ZITAT(Delta @ 15. Jan 2019, 23:29) *
Eigentlich ist das aus militärischer Perspektive nicht strittig. Auch wenn ich deine Ansicht hoffentlich richtig einschätze und ich offene Türen einrenne, sollte das doch klar gesagt sein:

Ich gehe davon aus, dass du dich auf mich beziehst? In dem Fall ist deine Einschätzung richtig. Im Grunde wollte ich damit nur sagen, dass die Betrachtungen die zur Bevoratung (und zum Vorhalt von Streitkräften allgemein) in den letzten Jahren angestellt wurden wohl kaum aus militärischer Perspektive erklärbar sind und demnach auf (auch in meinen Augen nicht immer sinnvolle) betriebswirtschaftliche Betrachtungen zurückzuführen sind - und ich fürchte da ist die politische Dimension sogar noch weitgehend außen vor.


Das sind auch keine betriebswirtschaftlichen Aspekte eingeflossen. Aus betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gibt es einen Lagermindestbestand, der nicht unterschritten werden darf, um die Versorgung mit Material aufrecht halten zu können. In einer Phase der Entspannung die Lagerbestände herunterzufahren macht neben der Kostenfrage deshalb Sinn, weil sonst beim eingelagerten Material Effekte wie Überlagerung (z.B. Reifen), Schäden durch (falsches) Langzeitlagern auftreten oder irgendwann unbenutztes Material in größeren Mengen ausgetauscht, abverkauft oder entsorgt werden muss, weil es einfach technisch nicht mehr dem Standard entspricht. Solange die Mindestbestände für den Einsatz der Bundeswehr gesichert sind, kann man sich in einem Klima der geopolitischen Entspannung eine längere Anlaufphase für das Aufstocken der Gesamtbestände leisten.
Man hat politisch den Verteidigungsetat über die Jahrzehnte als Abbruchstelle betrachtet und einem Spardiktat unterworfen. Das Abbauen der Lagerbestände ist ein großer Sparposten. Man hat aber den Lagerbestand zu sehr herunter gefahren und die ganze Sache noch damit verschärft, dass Nachfolgesysteme zum Teil mit erheblichen Verzögerungen beschafft werden, so das Systeme über die geplante Nutzungsdauer hinaus betrieben werden müssen. Dort hat man wegen Überhalterung einen erhöhten Verschleiß bei gleichzeitig erschwerter Versorgungslage bei den Ersatzteilen, weil sich einfach industrielle und technische Standards geändert haben.
Wenn man betriebswirtschaftlich eine Zivil- Militärische- Kooperation setzt und Just - in - Time- Konzepte einführt, dann muss auch beim Militär wie in einem Betrieb genau Prüfen, in welchen Bereichen das umgesetzt werden kann, in dem z.B. ein Lieferantenwechsel schnell möglich ist und Lieferverzögerungen Strafzahlungen vertraglich vereinbaren und auch durchsetzen. Bei Klopapier muss man militärisch keine großen Lagerbestände aufbauen, für dieses Massenprodukt gibt es genügend Lieferanten, bei Ersatzteile für die Transall z.B. sollte man das hingegen tun, weil der Kreis der möglichen Zulieferer sehr überschaubar ist.

Der Beitrag wurde von Havoc bearbeitet: 16. Jan 2019, 09:06
 
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Beitrag 16. Jan 2019, 11:27 | Beitrag #2512
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ZITAT(KSK @ 15. Jan 2019, 23:43) *
Ich gehe davon aus, dass du dich auf mich beziehst? In dem Fall ist deine Einschätzung richtig. Im Grunde wollte ich damit nur sagen, dass die Betrachtungen die zur Bevoratung (und zum Vorhalt von Streitkräften allgemein) in den letzten Jahren angestellt wurden wohl kaum aus militärischer Perspektive erklärbar sind und demnach auf (auch in meinen Augen nicht immer sinnvolle) betriebswirtschaftliche Betrachtungen zurückzuführen sind - und ich fürchte da ist die politische Dimension sogar noch weitgehend außen vor.


Das große Elend der letzten 20-25 Jahre in der deutschen Politik scheint mir ganz gut zusammengefasst zu sein mit Deinem Begriff "betriebswirtschaftliche Betrachtungen". Das macht im Kleinen - also einem Betrieb - viel Sinn, weil es Gewinn maximiert und das soll ja so sein. Aber bei zentralen Staatsaufgaben führt das zum Kollaps. Man sieht das bei der Bahn, die Gewinn erbringen muss - und zwar bestimmte Summen - oder von den Verkehrsministern der Union abgestraft wird, aber man sieht es besonders bei der Bundeswehr, die man spätestens seit Guttenberg behandelt, als wäre eine Kennzahl von Soldaten zu erreichen und jeder Cent Budget, den man dabei einsparen kann, wird als vermeintlicher Gewinn an den Finanzminister gemeldet.

Das ist natürlich völlig illegitim als Vorgehen, weil das - wie Delta schrieb - nicht berücksichtigt, wie Streitkräfte funktionieren müssen, ohne dass man das im Voraus planen könnte. Es klappt im Übrigen ja auch bei der Bahn nicht einmal im Ansatz, weil eben das Abpressen von Gewinnen auf Gedeih und Verderb zu wahnsinnigen Investitionsdefiziten beim Schienennetz geführt hat. Denn das muss die Bahn ja nach wie vor verwalten, obwohl dadurch auch noch der freie Wettbewerb gestört wird.

In beiden Fällen braucht es ein Umdenken und vor allem Investitionen im hohen zweistelligen Milliardenbereich. Wir sind damit ironischerweise wieder beim Ausspruch der späteren Bonner Republik, als die damals notwendigen Investitionen den Sinnspruch beförderten Deutschland könne sich nicht beides leisten, die Bundesbahn und die Bundeswehr. So muss es aber nicht kommen.

Die Bahn mal beiseite geschoben, hier geht's um die Bundeswehr, bin ich ganz bei Delta: es braucht eine Bevorratung (Ersatzteile, Munition etc.) nach militärischen Maßstäben, nicht nach betriebswirtschaftlichen. Und da muss im Vordergrund stehen, dass der Spannungs- und Ernstfall jederzeit eintreten kann, auch ohne eine vorausgehende Phase der diplomatischen Erhitzung. Das zeigen schon die letzten zehn Jahre deutlichst für die EU-Peripherie. Und da geht es nicht einmal um Georgien oder die Ukraine, da geht es eben auch um Libyen, den gesamten arabischen Frühling, Teile des Balkan und die Mittelmeerzone im Allgemeinen. Von einer direkten Konfrontation im Russland mal ganz abgesehen; das ist vermutlich in der Tat das unwahrscheinlichste Problem. Es kann aber durchaus aus einem wahrscheinlicheren erwachsen, zumindest wenn man unvorbereitet wirkt.

Zusätzlich zu der gründlichen Bevorratung, für mindestens 30, aber besser 60 Tage vollen Einsatz, muss auch die Zahl der Köpfe und Einheiten vergrößert werden. Und diese Einheiten - egal ob schwimmend, fliegend oder mechanisiert, müssen auch effektiv (und wünschenswert: effizient) wirken können. Und um auf die Bahn zurückzukommen, die man nur gleichzeitig modernisieren wird können, wenn man wieder neue Schulden aufnehmen wollte (wogegen wenig spricht, aber es muss nicht sein): Die Bahn könnte man als Konzern zerschlagen. Das Schienennetz bliebe in den Händen des Staates, Stichwort Bundesnetzagentur, müsste aber ausgebaut werden. Und der Nahverkehr würde ebenfalls in Staatshand verbleiben und wie bislang, aber stärker subventioniert betrieben. Und dann kann man den Fern- und Güterverkehr sowie alle weiteren Teilkonzerne des Bahn komplett veräußern.

Der Beitrag wurde von Schwabo Elite bearbeitet: 16. Jan 2019, 11:28


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400plus
Beitrag 16. Jan 2019, 15:35 | Beitrag #2513
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/...-a-1248308.html

"Der Strukturwandel in den Kohleregionen soll demnach vor allem über ein sogenanntes Maßnahmengesetz geregelt werden, das möglichst bis Ende April vorgelegt werden solle, hieß es. [...] Unter anderem sollen bis zum Jahr 2028 rund 5000 neue Behördenstellen in den betroffenen Regionen entstehen, darunter zwei Fachschulen für den Zoll. In der Lausitz soll unter anderem auch eine neue Panzerbrigade angesiedelt werden."

Aufrüstung als Standortpolitik, man darf gespannt sein. Wobei mal schauen, ob es eine komplette Brigade wird wink.gif Das PzBtl 363 soll dem Vernehmen nach ja unter die die PzGrenBrig 37, die dann aber 5 Bataillone hätte. Gut möglich, dass sie dafür dann ein Btl an die neue Brigade in der Lausitz abgeben muss.

Der Beitrag wurde von 400plus bearbeitet: 16. Jan 2019, 15:48
 
PzArt
Beitrag 16. Jan 2019, 16:18 | Beitrag #2514
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Das wäre ja mal ein Ding! Und das erfährt man jetzt quasi so als “sidekick“ zum Energiegipfel im Kanzleramt...

Selbst wenn es keine komplette Brigade wird, sondern die PzGrenBrig 37 dann aufgeteilt wird, müssten mindestens zwei neue Kampftruppenbataillone ausgeplant werden um zwei Brigaden mit je 3 Kampftruppenbataillonen zu erhalten. Mit 363 hätte die 37. derzeit vier aktive Kampftruppenbataillone.
 
400plus
Beitrag 16. Jan 2019, 16:42 | Beitrag #2515
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Stimmt, hatte mich verzählt. wallbash.gif
 
PzArt
Beitrag 16. Jan 2019, 16:57 | Beitrag #2516
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Da wäre ja aber noch mehr zu berücksichtigen. Eine neue Stabs- und Fernmeldekompanie der Brigade, ein Versorgungsbataillon, ein neues Pionierbataillon (oder selbständige Kompanie) sowie ein neues Aufklärungsbataillon und die notwendige Artillerie, die ja bis jetzt noch nicht in die Brigaden integriert ist.
 
Praetorian
Beitrag 16. Jan 2019, 18:25 | Beitrag #2517
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So, und nach der ganzen Aufregung stellt sich irgendwann heraus, dass SpOn den betreffenden Part im Artikel bereits in "In der Lausitz soll unter anderem auch eine neuer Standort für Panzer angesiedelt werden." geändert hat.


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PzArt
Beitrag 16. Jan 2019, 18:42 | Beitrag #2518
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Das kann die ursprüngliche Version relativieren, muss es aber nicht unbedingt. Im Moment ist eh sehr viel Schweigen im Wald was die Reformen in der BW angeht. Irgendwann muss da ja mal Butter bei die Fische, was jetzt gemacht/ angegangen wird und was nicht. Gerade in diesem Jahr dürften da einige richtungsweisende Entscheidungen anstehen.
 
Praetorian
Beitrag 16. Jan 2019, 18:44 | Beitrag #2519
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Jo, aber bevor anhand einer Nebenbemerkung umfangreich und aufgeregt über irgendwelche Schattenbrigaden diskutiert wird, könnte man erst einmal prüfen, ob da überhaupt was dran ist.


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ede144
Beitrag 16. Jan 2019, 20:13 | Beitrag #2520
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ZITAT(PzArt @ 16. Jan 2019, 18:42) *
Das kann die ursprüngliche Version relativieren, muss es aber nicht unbedingt. Im Moment ist eh sehr viel Schweigen im Wald was die Reformen in der BW angeht. Irgendwann muss da ja mal Butter bei die Fische, was jetzt gemacht/ angegangen wird und was nicht. Gerade in diesem Jahr dürften da einige richtungsweisende Entscheidungen anstehen.


Laut Wiegelt weiß das Verteidigungsministerium nichts davon rofl.gif
 
 
 

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